Staufmann Bergmanu von 9 und 10 Jahren er aufgefunden. Die tung. Bergmann hat runut begangen. Bie die nähere Untermenstoße der Bauern= garn nur ein Burjaje deten ist geringer, als
Bei dem Brande auj Samburg- Amerita- Linie aden beläuft sich auf sfirche, eine der ältepernichtet. Hier wird
Bt.
portugiesische Banzerin Portugiesisch- Bestauf die hohe See ge= it dermaßen von den rdhjeucht, daß alle als
Mannschaften Neuhrlichen Krankheit er. falen wurde ein Arbei
en tödlich verbrannt.
Tor einen Nachtwächter Fort verstarb.
nen Mordversuch auf
-te er sich selbst.
fchaft.
oder Krebsheilung. hat auf den Vorschlag einen Preis von zehn Szufezen, der ein wirtFrophylare der Tuber
Eine internationale dem brasilianischen um die Studien und
m Anlaß unterbreitet vird aus zwei MitDon Rio de Janeiro fademien von Paris, Breis wird nach einer
ausgezahlt.
sfaal.
esabgabe. Gelegent olfsschullehrer Stolz er zu Ulm lehnte der arrer Eberhardt aus die Eidesleistung ab. verweigerung vorlag. ebon 20 Mt. genoni as Gericht gegen den nis. Er hatte wäh üler ein Taschentuch diesem zur Straje
n für Schüler. arten eröffnet, worin i höheren Schulen im sollen. Der Haupt
st auf die biologischen eben dem Kölner bocher der zweite seiner ll Sonntags auch für Mehrere PostwagenEne Sammelbüchse andes Steinhofer Friedlaffen. Bekanntlich
in einer Mainacht zu lls man zu Stein Maiennacht das LeibBouje zuvor auf dem den war. Unter dem htes jetzte sich Lenau schrieb den Entwur
en Strophe austlingt:
on
;
hre lag
el.
rers. Ein Lokomotivund dabei sein eigenes
bon Atlantic City in ah gestürzt wäre. Die nft einrichteten, hatten zer des heranbraufen
"
snjeno naginatiae per um. Ihr Blut fließt in Strömen von den Mauern Sewastopols bis zu den Mauern des Winterpalais. Ich, meine Mutter, meine Frau und das ganze Kaiserhaus zupfen Scharpie, die Bauernfrau in der ärmsten Hütte tut es, wir schicken Leinen in die Armee zum Verbinden der Wunden, aber alles verschwindet wer weiß wohin- und die Wunden werden mit Stroh bedeckt. Ich werde mit dem Feinde Frieden schließen und für den inneren Frieden Sorge tragen. Ich will dem beständigen Kriegführen ein Ende machen. - ,, Welchem ,, inneren Frieden" wollen Ew. Majestät Ihre Aufmerksamkeit zuwenden?" fragte der Fürst. Dem Frieden zwischen Herren und Untergebenen."„ Sagen Sie mir, Majestät, in furzen Worten- was wollen Sie tun?"" Ich will die Leibeigenschaft aufheben," erwiderte der Kaiser. Bei diesen Worten wurde es dem Fürsten, der im Besitz von 120 000 Seelen war, schwarz vor den Augen und er fing an zu wanken.„ Fürst, Sie sind unwohl, trinken Sie ein Glas Wasser!", sagte der Kaiser, und damit wurde das Gespräch abgebrochen.
+ Gratis- Milchkur und Freibäder für Volksschüler. Eine dankenswerte Fürsorge für die Kinder der Volksschule befundet die Stadt Solingen im Rheinland. Augenblicklich find bei den Rektoren und Hauptlehrern der Volksschulen Nachfragen im Umlauf, ob und wie viel Kinder an einer von der Stadt zu veranstaltenden Milchkur während der Herbstferien teilnehmen wollen. Der städtische Etat weist die hierzu erforderlichen Mittel auf. Die Kinder müssen sich dann während der Milchkur nachmittags an ihren Schulen versammeln, wo die Lehrer frauen die Verteilung der Milchportionen und der dazu gehörigen Brötchen besorgen. Inzwischen haben die Städtische Schuldeputation und die Badeanstaltskommission beschlossen, den zwei obersten Jahrgängen der Schulen, und zwar sowohl den Knaben wie auch den Mädchen, die städtische Badeanstalt in den Nachmittagsstunden von 3 bis 4 Uhr an allen Wochentagen für ein Freibad zur Verfügung zu stellen. Hierbei ist allen Kindern Gelegenheit geboten, unentgeltlich das Schwimmen zu erlernen. Das Solinger Vorgehen verdient jedenfalls Nachahmung.
Jeuung jur Bunde. In England ist eine Wochenschrift für Blinde gegründet worden. Der Preis beträgt für die Nummer 1 Penny. Die Wochenschrift enthält einen höchst sorgfältig abgefaßten Bericht über die Begebenheiten der Welt. Ihr Name ist„ The Braille Weekly", nach dem Franzosen, der die beste Methode für Blinde zu schreiben und zu drucken erfunden hat. Das Blatt wird in Edinburg gedruckt.
-
Die amerikanische Humbert- Schwindlerin. Die befannte Miß Chadwick hat nach dem Muster der unlängst wegen ihres Arbeitsfleißes im Gefängnis dekorierten Therese Humbert mehreren amerikanischen Geldleuten, darunter auch mittels falschen Schecks dem Millionär Carnegie, fabelhafte Summen abgeschwindelt. Die Schulden Miß Chadwicks belaufen sich auf zwei Millionen Dollar, ihr Vermögen beträgt dagegen nur 25 000 Dollar, wovon noch die Kosten ihres Prozesses, eine Summe von 10 300 Dollar, in Abzug kommen. Unter solchen Umständen erhalten die Gläubiger für je 10 Dollar Forderung nicht mehr als sieben Cent!
Hus dem Gerichtsfaal.
§ Nachklänge zum lippischen Diesseits"-Prozeßt. Der gegen einen Redakteur der„ Lippischen Tageszeitung" an gestrengte Prozeß wegen Veleidigung von Postbeamten in der Angelegenheit der Veröffentlichung der„ DiesseitsDepesche" ist vertagt, da noch mehrere Zeugen geladen werden sollen. Inzwischen hat der lippische Staatsminister Gebefct gegen den Vizepräsidenten des lippischen Landtags, den Stärkefabrikanten Hoffmann in Salzuflen, Beleidigungsklage bei der Staatsanwaltschaft eingereicht. Der Minister fühlt sich durch Aeußerungen Hoffmanns persönlich beleidigt, die dieser als Zeuge vor dem Amtsgericht in Lage getan hat.
§ Die Lemgoer anonymen Briefe. Die Verteidiger der Frau Kracht, die wegen Meineids in Sachen der viel genannten anonymen Briefe in Lemgo zu Zuchthaus verur. teilt ist, haben auf Grund der neuen anonymen Zuschriften mit den gleichen Schriftzügen die Wiederaufnahme des Verfahrens und vorläufigen Strafaufschub beantragt
Lokales.
10. August 1905.
Der Großherzog empfing am 9. Auguft u. a. den Hofrat Dr. Stamm von Lich und den Geheimen Staatsrat Krug v Nidda.
** Erledigt sind zwei mit evangelischen Lehrern zu bese nde Lehrerstellen an der Musterschule zu Friedberg.
* Bei dem Kaisermanöver werden in diesem Jahr zum ersten Mal Versuche mit Privat- Brieftauben gemacht, und zwar sind Tauben von Mitgliedern des Frankfurter Brieftaubenklubs vom Kriegsministerium dazu bestimmt
worden.
Reservisten fürs Kaisermanöver. Im ganzen 18. Armeekorps sind Reservisten auf sechs Wochen fürs Raisermanörer eingezogen worden. Die Regimenter Nr. 166 und 168 erhalten noch ein 3. Bataillon, gebildet aus Reservisten. Die 168er( Butzbach 1. Bat, Offenbach 2. Bat) berlassen die Garnisonorte am 11. d. M. und gehen nach dem Mainzer Sand. Später haben sie mit den 115ern und 116ern( 49. Inf.- Brigade) bei Wiesbaden ihr Brigade- Exerzieren. Die 116er bleiben bis 27. b. M. in Wiesbaden und Umgegend, dann geht die Brigade nach Das Homburg zu und dem Rheingau in das Maröver. Gießener 116. Infanterieregement verläßt die Garnison am 15. August, um bei Wiesbaden sein Regimentsund später Brigade- Ex rzieren abzuhalten. Das 1. und 2. Bat. tommt in die dortige Kaserne, das 3. Bat. nach Bierstadt ins Quartier.
ab und entfam unber fofort die Notbremje r mit der Lokomotive Zug war aber sowe Der nächste Wagen, Baffer hing. Die Hei gund der Krimkrieg im Lauf der Zeiten Can ein Gespräch zwijden rsten Golizyn statt. Nad teilt hatte, daß er sich nad ntuell die Pflichten eine werde, entspann sich fol werden den Feind dazu zu Grieben bittet?" Jenn aber der Feind nicht erde ich selbst einen folden
Da
er Fürst aus,„ haben ru m" antwortete der Staija
densfchluß vorgefchlagen!
ir nötig, einen Frieden
topol tommen täglich me
-
*** Gegenwä tig( 7.- 11. Auguft) tagt in Wernigerode die 15. allgemeine chriftliche Studenten- Konferenz. *** Des schwedische Turnen im deutschen Turnuuterricht bildete den Gegenstand einer Erörterung auf dem deutschen Turntage in Königsberg. Professor Reßler- Stuttgart
betonte, im schwedischen Turnsystem fönne durchaus nichts besseres erkannt werder, als unser deutsches Turnen, das bei richtiger Handhabung nicht nur allen Anforderungen an die Gesundheitspflege vollauf genüge, sondern auch gegenüber dem schwedischen Turnen schwerwiegende Vorzüge habe. Der Ausschuß stimmte diesen Darlegungen zu und ersuchte Prof. Reßler und Prof. Dr. Partasch Breslau, das schwedische Turnen an Ort und Stelle in Augenschein zu nehmen.
Das
ch. Abendstern, 9. Aug. Militär- Zug. Pionierbataillion Nr. 11 aus Münden a. d. Weser passierte heute Mittag gegen 21 Uhr per Extrazug die hiesige Station. Die Mannschaften waren in 18 Wagen unter
gebracht und reiften nach Coblenz, um am Rhein militärische
Uebungen vorzunehmen.
ch. Vom Vetzberg, 9. August. Schon wiederholt wurde auch an dieser Stelle auf den troftlosen Zustand unserer Burgruine, der Echwesterburg des Gleibergs hingewiesen. Ja, die wenigen Refte des alten Gemäuers waren in der Tat seither dem gänzlichen Verfall preisgegeben, denn niemand schien zu deren Erhaltung verpflichtet. Dieser Tage hat man nun ein riesiges Gerüst um den Bergfried aufgestellt, um ihn einer gründlicher Renovierung zu unterziehen. Es muß allen Freunden unserer beiden Schwesterburgen zur Freude gereichen, wenn sie erfahren, daß es der Fiskus ist, welcher endlich auch an die Erhaltung der hiesigen Burg gedacht hat; denn beide Burgen gehören notgedrungen zusammen, beide beleben die ganze Landschaft im Lahn- und Biebertal und mit Recht müssen beide erhalten bleiben. Die
dem Deckel über und über mit Blut befl. dt war. Als man dem Mann das blutige Buch zeigte und ihn fragte, wo er das her habe und warum es so blutig sei, wich er zurück und wei..te bitterlich. Endlich sagte er:„ Das habe ich nicht gestohlen, das habe ich ihm aus der Tasche gezogen, ich habe ihn" in einem Aleeader erwürgt und beraubt, weil ich Geld brauchte. Das Geid habe ich mit meinen Kollegen versoffen." Mehr war aus ihm nicht herauszubringen. Da fein ganzes Auftreten den Eindruck geistiger Störung machte, wurde er in die Frren- Anstalt verbracht.
Appell auf dem Meeresgrunde.*)
Zum 10. Auguft.
Sie schlug, die Geiſterſtunde, fie rief die Toten wach Die rings auf tiefem Grunde der Ruhe gingen nach. Sie fommen an zu Tausend zum nächtlichen Appell, Das Meeresbrausen rief die Toten an Ort und Stel'. Sie alle, sie ertranten im tiefen, blauen Meer,
u Grunde sank dort eine stolze deutsche Wehr. Es will fein Ende nehmen, sie eilen fort und fort, Die Toten, Bleichen an ihren Mustrungsort. Ihr Kauffahrtei- Matrosen, die einft auf hoher Flut Gelauscht dem Wellentoben mit frohem Seemannsmut. Die oft das Meer befuhren, getroßt des Meeres Macht, Getroßet den Gefahren, nun ist ihr Lauf vollbracht. Dort all die Steuerleute vom Tod dahin gerafft, Als sie in wahrem Mute im Sturm sich rangen matt, Die Kapitäne stehen zusammen vor der Front, Sie sehen im Sturmeswehen zuletzt den Horizont.
Ausführung dieser Arbeiten ist aber äußerst beschwerlich und auf der andern Seite, da stehen in langer Front
und zeitraubend, zumal ja bekanntlich fein passierbarer Weg bis zum Gipfel des Berges hinaufführt. Jegliches Material muß eben von starker Mannestraft vom Dörfchen aus nach oben getragen werden, nach dem 309 m hohen Basaltkegel. Es wäre nur zu wünschen, daß mit Beendigung aiefer Renovierungsarbeiten im Interesse des Publikums auch bald ein besserer Zugang zu unserer Ruine geschaffen würde.
*-* Burg- Gemünden, 9. Auguft. In unserem Drte wünscht man, daß die seit einiger Zeit beschlossene Wasserleitung mit möglichster Beschleunigung durchgeführt werde.
Homberg, 9. Auguft. In einem hiesigen Gehöfte sind bei einem Schwein die Backsteinblattern festgestellt und über das Gehöft die Sperre verhängt worden.
§§ Merlau, 9. Auguft. Das Cpfer der Mühle. Der in der Umgegend bekannte Besizer der nahegelegene. Triebmühle, Bisenroth, ein Mann anfangs der 70er Jahre, versuchte in seiner Mühle einen Riemen auf das Räderwerk zu legen. Hierbei wurde er von dem Riemen erfaßt, an die Kammräder gedrückt und zu Boden geschleudert. Bewußtlos fanden die Angehörigen den Schwerverletzten, der seinen Wunden erlegen ist.
+ Rülfenrod, 9. Auguft. Zum Fleischbeschauer des Beschaubezirks Rülfenrod ist Heinrich Keller 2. zu Rülfenrod, zum stellvertretenden Fleischbeschauer C. Dietrich in Eringshausen bestellt. Die Tierärztliche Beschau in dem Bezirk wird von dem Veterinärarzt Dr. Fauerbach in Homberg a./D. ausgeübt.
§§ Ruppertenrod, 9. Auguft. Ruppertenrod ift Kurort geworden. Seine ersten Sommergäfte sind Frau Finanz. minister Küchler Wwe. nebft Familie aus Darmstadt. Daß Ruppertenrod nicht schon länger als ganz besonders geeignete Sommerfrische entdeckt und geschätzt wurde, muß eigentlich Wunder nehmen. Preist doch der Gießener Professor Roeschen in seinem prächtig geschriebenen Führer durch den Vogelsberg die idyllische Lage von Ruppertenrod. Ruppertenrod hat eine reine, aber geschütte Höhenluft und ist in 1 Stunde von Mücke, der bedeutendsten Verkehrsstation des Vogelsbergs, zu erreichen.
* Schlitz. Bom gräflichen Hause. Die Hochzeit des Erbgrafen Karl von Schlitz( genannt v. Goertz) mit der Prinzessin Amalte von Thurn und Taxis wird am 21. August in Wien stattfinden.
?? Schotten, 9. Auguft. Unholde. Zwei den hiesigen Sommermarkt besuchende Händler gerieten mit einem jungen Mann aus Michelbach in Streit und schlugen ihn mit Stöden nieder. Der Mißhandelte wurde von ihnen so schwer verletzt, daß er sich in ärztliche Behandlung begeben mußte. Die Personalien der Wüteriche fonnten festgestellt
werden.
* Schotten, 9. Auguft. Der weit bekannte Schottener Sommermarkt fand Montag unter großer Beteiligung der Landwirte und Händler aus ganz Oberhessen statt. Bei Tagesgrauen begann schon der Handel und hörte erst nach mittags auf. Der Auftrieb an Schweinen, Rindvieh und besonders an Fohlen war sehr start. Es wurden viele Käufe abgeschlossen und ziemlich hohe Preise gezahlt. Der Pferde und Fohlenmarkt gab ein beredtes Zeugnis dafür, daß die Pferdezucht in ganz Oberhessen sich mehr und mehr hebt. Obwohl bereits einige staatliche Hengststationen bestehen, schließen sich jetzt auch Landwirte zusammen, um weitere Stationen zu errichten.
§ Hochwaldhausen, 9. Auguft. Der starte Fremdenftrom, der nach unserem Kurorte gelenkt ist, hat auch das Einsammeln der Berren, das früher faum etwas abwarf, zu einer lohnenden Beschäftigung gemacht. Einige Händler faufen die Beeren auf und versenden sie. Sie zahlen den Sammlern 16 Pfg. pro Pfund. Infolgedessen verdienen fleißige Sammler täglich 5-7 Mt. und den Landwirten fällt es schwer, in der jeßigen Erntezeit Arbeiter zu bekommen.
? Hoherodskopf, 9. August. Montag, den 14. Auguft wird auf dem Hoherodskopf eine Familien- Konferenz der Geistlichen des Defanats Schotten abgehalten.
*
"
Des Vaterlandes Jungen, viel Tausend an der Bahl, Die oft den Sturm bezwungen wohl viele hundert mal, Die treu dem Kaiser waren auch in der Todesnacht. Die„ Amazonen"-Mannschaft, die spurlos einst verschwand, Der Schmerz ist nicht vergessen, den Deutschland drum empfand, Daneben die Matrosen vom schönen Frauenlob", Im Kampf mit Sturmeswogen fand jeder seinen Tod. Und dann die„ Kurfürst"-Gäste, die stehen alle da, Bei schönsten Klarstem Wetter ihr Untergang geschah. Dann folgte die Besazurg der Augusta", die voll Mut Verschwand gleich Amazone" in tiefer Meeresflut. Da steht, was ist denn dort? Eine neue Heldenschar Die Bemannung des Ablers", des fühnen deutschen Aar. Daneben dicht gereiht, steht des„ Ebers" Mannschaft auch Vor kurzem noch zusammen zog ihres Schornsteins Rauch. Dort steh'n die Iltis"-Leute vom Sturme wild umdroht: Stolz web' die deutsche Flagge, die Flagge schwarz- weiß- rot! Buleßt noch all die andern, die zum Grunde sanken hinab, Die tief unten fanden ein stilles, fühles Grab. Run sind sie all zur Stelle, die einst das Meer verschlang, Zum nächtlichen Appelle Kommando schon erklang. Die Offiziere melden, dem ältesten Kapitän Jetzt all die alten Helden, die ihren Führer sehn. Er dankt mit Kopfesnicken, winkt mit der rechten Hand Und rings im stillen Schweigen steht alles wie gebannt. Jetzt geht er länge die Fronten, gefolgt von seinem Stab, Die einst er führen durste ins fühle Wellengrab. Alle die er einft geführet, rief ein Willkomm er zu. Wie geht es euch ihr Lieben? Winkt ihnen freundlich zu. Doch als er nun vorüber an die„ Kurfürst". Gäste geht, Ta wird sein Anliz trübe und Trauer drüber weht. Die Trauer um die Lieben, die in dem tiefen Meer Bei Sonnenlicht geblieben, macht ihm das Herze schwer. Weiß Gott, ihr tapfern Toten, ich fühl mit Euch die Qual, Der Tod ist euch geworden bei goldnem Sonnenstrahl. Bürnt nicht den Offizieren, die jenes Schiff geführt. Zürnt nicht den tapfren Jungen, der'n Schiff das eure traf, Sie haben treu gerungen, sie waren fest und brav. Bürnt nicht, daß euch beschieden, sürwahr ein schwerer Tod, Ihr endetet das Leben wie Gott es euch gebot. Und grüßend zieht er weiter bis alle Mann für Mann Des stolzen Schiffs Augufta" zur Musterung treten an. Zur Stelle seid ihr all mit trüben Angesicht, Doch seid ihr nicht die Ersten und auch die Letzten nicht. Er sieht des„ Adlers" Mannschaft dort drüben auf dem Stand Und dich daneben zeigt sich des„ Ebers" Müzenband. Er grüßt die tapfre Mannschaft, die so heldenmütig rang. mit ihnen war beendet Apell und Musterung, Der Kopitän sich wendet, tritt schweigend vor die Reih'n, Die Musterung ist beendet, es klappert das Gebein. Sie gehen alle wieder von ihrem Mustrungsort, Dort wo zum Grunde nieder der Tod sie zog einst fort. Es schlug die erste Stunde, sie ruhen in süßer Ruh auf tiefen Meeresgrunde dem jüngsten Tage zu!
*) Obiges Gedicht wird uns von einem der Reichsmarine angehörigen Oberheffen, der am 10. August 1902 jenen fürchterlichen Taifun mitmachte, der unser oftafiatisches Kreuzergeschwader bet
nahe wrackschlug, anläßlich der dritten Wiederkehr des Tages mit
der Bitte um Veröffentlichung übersandt. Wir kommen dem Wunsche bereitwilligst nach, als die Zeilen den guten Geift zeigen, der unsere„ blauen Jungen" beseelt.
Marktberichte.
Stekez, 8. Auguft. Auf dem heutigen Wochenmarli fofteten Butter per Pfb. 1 15-1.25 Mt., Hühnereier per Stüd 7-8 Pfg., Enteneter St. 6-7$ fg., Käse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Pfg. Erbsen per Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Pfg., Tauben per Baar ART. 0.80-1.00, Hühner per Stüd Mt. 1.00-1.60, Hahnen, per Stud 0.80-1.80, Enten per Stüd 1.80-2.20, Gänse per Pfb. 00-00 fg., Ochsenfleisch per Bfb. 72-82 fg., Rindfletsch per Pfd. 72-74 Bfg. per fb. Schweinefleisch 70-80 Bfg. Schwetne fleisch gefalzen per fund 0.84 ta., Halbfleisch per 1b. 70-74 Bfg. Hammelfietsch per Pfd. 50-76 Pfg., Kartoffeln pro 100 Kilo 7.5-8.00 m., Zwiebeln per St. Mt. 8.00-10.00, Wetstraut 10-15 Bf. pe. Stud, Zentner 3-4 Mr. Nepfel per Zentner 6-10 Mr. Zwetschen per Zentner 0,00.- 0.00, Kirschen per Pfd. 00-00 fg. Milch per Lite 20 Pfg. Dauer der Marftzen von 7 Uhr morgens bis 1 ub: nachmittags. Gegenflände des Wochenmarktverkehrs dürfen tor Beginn der Marktzeit übert aupt nicht, und während der erften drei Stunden der Marktzeit im Umberziehen feilgeboten werben.
Frankfurt, 9. Auguft. Mörder oder irrfinnig? Dienstag Abend fam der 22jährige Hausbursche Isidor Griebel, der zuletzt in Rüdesheim in Stellung war, auf das dritte Polizeirevier und erklärte, er sei ein Mörder. Er sei xtra hierher gereist, um sich der Polizei zu stellen. Er habe auch noch verschiedene Einbrüche und Diebstähle begangen. Bei einer Untersuchung seiner Tasche, berichtet die„ Kl. Presse", 1b in Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beibe fand man seine Papiere, außerdem ein Romanbuch, das auf
Verantwortlich: für die Politik und den Inseratenteil:


