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rischen Niam- Niam- Neger sollen revoltiert und neuerdings zwei Weiße getötet haben; seit acht Monaten hätten sie acht Europäer gefressen. Die Niam- Niam- Negek sind wegen ihrer Grausamkeit der Schrecken der Eingeborenen.

** Wenn man Nachrichten aus französischer Quelle glau­ben darf, ist der Maghzen, der Staatsrat des Sultans von Maroffo, übermütig geworden und hat eine europäer- feind­liche Haltung angenommen. Der Sultan, heißt es in Be­richten französischer Blätter, will der Konferenz nur das Projekt einer Anleihe von 50 Millionen vorlegen, von wel­cher Summe der Sultan 21 Millionen aus Deutschland ent­gegenzunehmen bereit ist. Außerdem will der Sultan dem Weltpostverein beitreten und deshalb die europäischen Posten in seinem Lande aufheben, und die Europäer sowie die euro­päischen Schutzbefohlenen gleich den Eingeborenen steuer­pflichtig machen. Alle diese Ausstreuungen haben wohl nur den Zweck, den Glauben zu erwecken, daß der Sultan von Marokko früher viel fügsamer gewesen und daß er jetzt durch Deutschlands Einschreiten übermütig geworden ist. In Wirklichkeit ist die Lage des Sultans nicht danach angetan, ihn zum Uebermut zu stimmen, obwohl unter den 300 Kettengefangenen, die der am Mittwoch von Borisoida nach Tanger abgegangene Transportdampfer Turki" mitführt, sich auch Sitaleb, ein Sohn des Prätendenten Belamama, sich befindet.

* Der in Dresden tagende Verbandstag deutscher Orts. Frankenkassen beschloß mehrere Petitionen an den Reichs­tag und den Bundesrat zur finanziellen Sicherung der Orts. frankenkassen. Er wählte Düsseldorf als Ort der nächsten Taguna.

Rufsland.

** Der russische Eisenbahnminister Fürst Chilkow hat den Beschluß der Verwaltung der Warschau- Wiener Bahn, die polnische Sprache als Dienstsprache zu verwenden, aufge­hoben. Man befürchtet infolgedessen neue Erregung und Betriebseinstellung. Es heißt, daß ausländische Aktionäre der Warschau- Wiener Bahn bei der Regierung vorstellig werden wollen, um den Schaden neuer Betriebseinstellung zu verhüten. Es ist nicht wahrscheinlich, daß ausländische Aktionäre diesen Schritt tun werden, dessen Taktlosigkeit nur von seiner Aussichtslosigkeit erreicht würde.

Türkei.

anderem Stroh, das mit Rost behaftet war, die Lebens­fähigkeit der Sporen von Woche zu Woche und von Monat zu Monat verfolgt und Beweise dafür erhalten, daß selbsi treckene Herbstwinde und der strengste Frost die roten Sporen nicht abtöten. Sie bleiben sogar auf toten Blättern, totem Stroh und den teilweise abgestorbenen Blättern_von lebenden Getreidepflanzen oder Gräsern am Leben. Diese Tatsache wird für weitere Forschungen über den Weizenrost von größter Bedeutung sein. Es mag sein, daß die Ueber­siedelung des Rosts auf die Berberißenpflanzen nach wie vor als eine psychologische Notwendigkeit für die Erhaltung der Pilze erwiesen bleibt, aber sie kann nicht mehr als aus­schließliches Fortpflanzungsmittel betrachtet werden, das sich alljährlich wiederholen müßte, ehe der Rost sich wieder auf die Getreidepflanzen werfen kann.

** Im Laufe dieser Woche will die Hohe Pforte die lang berschobene Antwort auf die Note der Großmächte erteilen die die Einführung einer internationalen Finanzkontrolle in Mazedonien verlangt. Die Antwort wird, wie voraus­gesagt worden, unbedingt ablehnend lauten. Man spricht davon, daß die Mächte hiernach, ohne den Padischah weiter zu befragen, in Salonifi eine Finanz- Ueberwachungskom­mission einseten werden. Die Vermutung ist nicht ganz un­begründet, daß der Sultan ein solches Verfahren, das ihn der eigenen Entschließung überhebt, nicht weniger als un­gern sehen würde. Religiöse Rücksichten, die er achten muß, zwingen ihn, die Vorschläge der Mächte abzulehnen und es lieber auf offenen Krieg ankommen zu lassen; doch was gegen seinen Willen geschieht, darf er dulden, ohne bei den Koran­Gläubigen Anstoß zu erregen.

Nah und Fern.

Typhus Epidemie. In dem bei Kiel gelegenen Städt­chen Preez ist durch eine Brunnenvergiftung eine Typhus­Epidemie verursacht worden. 60 Personen sind erkrankt.

Opfer der See. In der Nordsee wurde von einem Em­dener Fahrzeug eine Flaschenpost aufgefunden mit folgendem Brief: Nordsee 62 Gr. nördlich, 2. Febr. 1905. Dampfer Amrum" Flensburg. Schweres Wetter. Dampfer ver­loren. Herzliches Lebewohl. Namens Besabung."

** Die Vorgänge auf der Insel Kreta sind dazu ange­tan, den Sultan mit Schadenfreude zu erfüllen. Ihm hatte man zum Vorwurf gemacht, daß er die Insel nicht in Ord­nung zu halten wisse, ihn hatte man deshalb gezwungen, den Kretern Selbstverwaltung unter einem christlichen Gouver neur, dem Prinzen Georg von Griechenland zu gewähren. Sechs Jahre hat Prinz Georg jezt regiert, und das Er­gebnis ist ein wütender Aufstand gegen die Truppen der Schußmächte. Kretische Insurgenten haben sich des Zoll­hauses im Dorf Astella bemächtigt und wollten das russische Kanonenboot Chrabry" hindern, eine Abteilung Gendar­men zum Zwecke der Befreiung des Zollhauses zu landen. Das Kanonenboot zerstörte mit 120 Schüssen das Dorf. Die Insurgenten erwiderten das Feuer und verwundeten zwei russische Seeleute, hißten aber dann die weiße Flagge.

Hof und Gesellschaft.

Professor Dr. Bumm und andere Opfer des Automo­bils. In dem bayerischen Orte Wolfratshausen in der Nähe von München ist der Geheime Medizinalrat Professor Dr. Bumm aus Berlin, der Leiter der Frauenklinik in der könig­lichen Charitee, verunglückt. Der Professor fuhr in seinem eigenen, von ihm selbst gelenkten Automobil, als sich das Fahrzeug bei der Fahrt über den Wolfratshausener Berg überſtürzte. Geheimrat Dr. Bumm erlitt anscheinend schwere Verletzungen. Sein Neffe sowie der Chauffeur blie­ben unverletzt. Ein weiteres Automobilunglück trug sich bei Stettin zu. Auf der Chaussee Neustettin- Schlawe über­fuhr das steuerlos gewordene Automobil eines Ritterguts­besizers drei Arbeiter, von denen zwei getötet wurden, wäh­rend einer gefährlich verletzt wurde. In der Nacht zum Mittwoch rannte ein mit 5 Passagieren beseẞtes Automobil bei der Rückkehr von einem Ausflug auf der Bonner Chaussee bei Köln gegen einen querüber stehenden Möbelwagen. Die Deichsel des Möbelwagens drang dem Führer des Auto­mobils, dem Betriebsleiter Peters von der Kölner Allge­meinen Betriebsgesellschaft für Motorfahrzeuge, in den Un­terleib. Peters war auf der Stelle tot, die anderen Herren famen mit leichten Verlegungen davon.

Der Kaiser begab sich gestern per Automobil von Bosen nach Station Grünfeld, um einer Uebung der 8. Jn. fanteriebrigade beizuwohnen. Abends erfolgte die Abreise nach Wilhelmshöhe. Der König von Spanien wird als Gast des Kaisers an der Parade bei Homburg v. d. H. am 8. Sep­tember mit großem Gefolge teilnehmen.

Soziales Leben.

Veendeter Streik. Der Streif der Speditionsfuhrleute in M.- Gladbach ist beendet. Um keine weitere Stockung im Güterverkehre eintreten zu lassen, haben die Spediteure dic Forderungen der Fuhrleute bewilligt. Der Lohn wird in­folgedessen um 2 bis 3 Mf. erhöht und die Ueberstunden, die bisher nicht bezahlt wurden, mit 40 Pfg. bezahlt. Unter diesen Bedingungen ist die Arbeit schon wieder aufgenommen worden.

Stiftungen. Der fürzlich verstorbene Direktor der Benzschen Motorenfabrik in Mannheim, Fabrikant Gang, hat lettwillig angeordnet, daß aus seinem Vermögen der Betrag von 20 000 Mt. zur Bekämpfung der Tuberkulose verwendet werden soll. Der Fabrikbesizer Lüttgens in Malstatt stiftete für die Beamten- und Arbeiter- Pensions­fasse 60 000 Mt.

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Der Landwirt.

Durch Leuchtgas getötet. Der Kaufmann Bergmann in Wilhelmshaven und seine Kinder von 9 und 10 Jahren wurden gestern tot im Schlafzimmer aufgefunden. Die Ursache des Todes ist Leuchtgasvergiftung. Bergmann hat die Tat in einem Anfalle von Schwernut begangen.

Attentat auf einen Eisenbahnzug. Bei der Station Eberswalde wurden aus dem in entgegengesetzter Richtung fahrenden D- Zuge zwei Schüsse auf den kreuzenden Per­sonenzug abgegeben. Die Kugeln schlugen im Abstande von 6 Zentimeter durch die Fensterscheiben eines Abteils des Nachzuges hindurch und flogen unmittelbar über die Köpfe der beiden darin sizenden Personen hinweg. Nach der An­kunft in Berlin wurden sofort Nachforschungen nach dem Täter eingeleitet.

Der Zusammenstoß in Eger. Wie die nähere Unter­suchung ergab. wurde bei dem Zusammenstoße der Bauern­burschen mit Militär in Eger in Ungarn nur ein Bursche erschossen; auch die Zahl der Verwundeten ist geringer, als zuerst angegeben wurde.

Strömen von den Mauern des Winterpalais 3d m ganze Railerbaus supfen ärmiten sitte fut es, wir Berbinden der Bunden, wohin- und die Wunde werde mit dem Feinde ei Frieden Borge tragen Führen ein Ende made Frieben wollen Ew M Tenden?" fragte der Seren und Untergebenen in furzen Worten Reibeigenfchaft aufbeb diefen Worten wurde e 120 000 Seelen war, id u wanten. Fileft, Sie Baffer!", fagte der Saife prad) abgebrodjen,

Fenerkalamitäten in Newyork. Bei dem Brande auj den Hoboken- Piers erlitt auch die Hamburg- Amerika- Linie erheblichen Schaden. Der Gesamtschaden beläuft sich auf anderthalb Millionen. Die Thomaskirche, eine der älte­sten Newyorks, wurde durch Feuer vernichtet. Hier wird der Schaden auf zwei Millionen geschätzt.

Der Bund der Montignosofreunde. Die Anhänger der Gräfin Montignoso in Dresden, der vielgenannte Bund der Freunde", haben eine neue Petition an den König von Sachsen in Umlauf gesetzt. In dieser wird die Bitte ausge­sprochen, der König möge der Gräfin ein Schloß in Sachsen zum dauernden Aufenthalt anweisen. Die Petition hat viele Unterschriften gefunden.

fh Weizenrost. Früher hielt man die Fähigkeit der Sommersporen des Weizenrostes zur Fortpflanzung der Krankheit für gering. Diese Anschauung ist zu berichtigen, weil diese Keime nicht so furzlebig sind, wie man geglaubt hat. Bolley von dem Londoner College in Neu- Dakota hai festgestellt, daß die roten Sommersporen" vieler gefärbter Rostpilze sich sogar über Winter halten. Sie widerstehen sogar der Trockenheit und dem Sonnenscheint des Hoch­sommers, wie auch der Winterkälte in den Geweben der Weizenpflanze. Das schließt die Möglichkeit ein, daß die Sporen viele Meilen weit vom Wind fortgetragen werden, und läßt die reißende Schnelligkeit verstehen, mit der die Rostansteckung sich großen Flächen mitteilt. Bolley hat nar verschiedenen Arten der Aufbewahrung von Weizen- und

Das verseuchte Kriegsschiff. Die portugiesische Panzer­forvette Bartholomen Diaz" wird in Portugiesisch- West­afrika auf Anordnung der Regierung auf die hohe See ge­schleppt und versenkt. Das Schiff ist dermaßen von den Ansteckungskeimen von Beri- Beri durchseucht, daß alle als Ersatz für erkrankte und gestorbene Mannschaften Neu­ankommende ebenfalls von der gefährlichen Krankheit er. griffen werden.

Einsturz eines Warenhauses. Zu Albany in Ameriko stürzte während der Ausführung von Baureparaturen das neue Warenhaus Meyer ein. Die dreihundert Angestellter konnten sich zum größten Teil ohne schwere Verlegungen retten, doch wurden über zwanzig Personen getötet.

Tageschronik. In Hörde in Westfalen wurde ein Arbei­ter von niedergehenden Schlackenmassen tödlich verbrannt. In Hamburg traf ein eisernes Tor einen Nachtwächter so unglücklich auf den Kopf, daß er sofort verstarb.

Das gelbe Fieber. In den beiden letzten Tagen sind in New- Orleans über 60 neue Erkrankungen und mehre Todesfälle an gelbem Fieber zur Anmeldung gelangt. In allernächster Zeit werden die Professoren Roß und Boyce von dem Liverpooler Institut für Tropenhygiene hier ein­treffen, um sich an der Bekämpfung der Seuche zu be teiligen.

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+ Gratis- Milchfur nud bonfenswerte Fürforge fi fundet die Stadt Soling find bei den Rektoren un Nachfragen im Umlauf, bon der Stadt zu beran Serbitferien teilnehmen die hierzu erforderlichen fich dann während der Shulen versammeln, wo der Milchportionen und forgen. Inzwischen habe und die Badeanstaltstom Jahrgängen der Schulen auch den Mädchen, die mittagsstunden von 3 ein Freibad zur Ver Kindern Gelegenheit zu erlernen. Das Nachahmung.

In Hof machte ein Reisender einen Mordversuch auf eine Fabrikantenfrau. Hierauf entleibte er sich selbst.

Kunft und Wiffenfchaft.

MO Zehn Millionen für Tuberkulose- oder Krebsheilung. Die brasilianische Deputiertenkammer hat auf den Vorschlag eines ihrer Mitglieder hin beschlossen, einen Preis von zehn Millionen in Gold für denjenigen auszuseßen, der ein wirk­sames Mittel für die Heilung und Prophylare der Tuber­tulose oder des Krebses finden würde. Eine internationale Kommission von Gelehrten soll von dem brasilianischen Minister des Innern ernannt werden, um die Studien und Vorschläge zu prüfen, die ihm aus diesem Anlaß unterbreitet werden würden. Diese Kommission wird aus zwei Mit­gliedern der medizinischen Akademie von Rio de Janeiro und aus vier berühmten Aerzten der Akademien von Paris, London, Wien und Rom bestehen. Der Preis wird nach einer zweijährigen Probezeit an den Erfinder ausgezahlt.

Schreckliche Familientragödie. Der in der Stralsunder­fraße zu Berlin wohnende Mechaniker Paul Chalet hat Frau und Kind vergiftet und sich dann aus Furcht vor Strafe zu erschießen versucht.

Chalet war bis vor kurzem in den Elektrizitätswerken tätig, jetzt aber in Nahrungssorgen. Als am Montag mor­gen die Wohnung nicht geöffnet wurde, holte man Polizei. Diese fand die Leichen der Frau und des Kindes, die durch Chloroform vergiftet waren. Chalet hatte sich mehrere Kugeln in den Körper geschossen und wurde zur Charitee gebracht.

In den Flammen umgekommen. In der Nacht auf gestern entstand durch Selbstentzündung in der Chamotte­fabrik Adolfshütte bei Crosta in der Nähe von Baußen im Brennofengebäude Feuer, wodurch das Gebände vollständig eingeäschert wurde. Der Ofen selbst ist nicht beschädigt. Drei Arbeiter namens Schulze und Richter( Vater und Sohn) drangen nochmals in das brennende Gebäude, um ihre Sachen zu retten. Die beiden Stichter fanden ihren Tod in den Jlanımen, während Schulze beim Sturz aus dem Fenster getötet wurde.

Aus dem Gerichtssaal.

§ Ein Geistlicher verweigert die Gidesabgabe. Gelegent­lich einer Verhandlung gegen den Volksschullehrer Stolz aus Hunderfingen vor der Straffammer zu Um lehnte der als Zeuge vernommene evangelische Pfarrer Eberhardt aus Sunderfingen aus religiösen Gründen die Eidesleistung ab. Da kein gesetzlicher Grund zur Eidesverweigerung vorlag. wurde der Geistliche in eine Geldstrafe von 20 Mf. genom­men. In der Sache selbst erkannte das Gericht gegen den Angeklagten auf zwei Monate Gefängnis. Er hatte wäh rend des Unterrichts einem seiner Schüler ein Taschentuch um den Hals geschlungen und ihn an diesem zur Strafe längere Zeit hochgehalten.

Sieben Arbeiter verschüttet. Bei Hainholz in Hannover stürzte die Mauer bei einem Brückenbau ein. Sieben Ar­beiter gerieten unter die Trümmer, von denen drei nur mit schweren Verlegungen befreit werden konnten.

Rekognoszierte Selbstmörder. Bei den Leichen des Vaares, das sich in einem Berliner Hotel am Schiffbauer­damm vergiftet und sich im Fremdenbuche die Namen Louis und Marianne Carrén aus Hannover beigelegt hatte, han­delt es sich um einen Studenten der Chemie aus Blanken­burg a. H. und um die Tochter sehr angesehener Bürger in Braunschweig. Der Grund zu dem Doppelselbstmord war unglückliche Liebe.

Ein achtzigjähriger Greis als Selbstmörder. Ein acht­zigjähriger Landwirt aus Mertert in Lucemburg warf sich aus Lebensüberdruß auf der Merterter Brücke vor einen Eisenbahnzug. Er wurde totgefahren und furchtbar ver­stümmelt.

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Vermischtes.

Ein städtischer botanischer Garten für Schüler. In M.- Gladbach wurde ein botanischer Garten eröffnet, worin die Schüler und Schülerinnen der drei höheren Schulen im Freien botanischen Unterricht erhalten sollen. Der Haupt­wert bei der Anlage des Gartens ist auf die biologischen Pflanzengruppen gelegt worden. Neben dem Kölner bo­tanischen Schulgarten ist der Gladbacher der zweite seiner Art in Deutschland. Der Garten soll Sonntags auch für die Bürgerschaft geöffnet werden.

Massenvergiftung. In einer Kurpension in König im Odenwald erkrankten nach dem Genuß von Vanillecreme 21 Personen. Eine Dame, namens Büttner, ist bereits ge­storben. Andere leiden stark an Herzschwäche.

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= Poesiebegeisterte Postillone. Mehrere Postwagen­führer im Hohenzollernschen haben eine Sammelbüchse an­gelegt, um für den Ertrag in der Nähe des Steinhofer Fried­hofs ein Lenau- Bildnis anbringen zu lassen. Bekanntlich ist Lenaus Postillon" in der Nähe in einer Mainacht zu Anfang der dreißiger Jahre entstanden. Alls man zu Stein­hofen kam, blies der Postillon in die Maiennacht das Leib­lied eines Kameraden, der in der Woche zuvor auf dem Kirchhof zu Steinhofen begraben worden war. Unter dem Eindrucke der Melodie und des Berichtes jetzte sich Lenau in Balingen an den Schreibtisch und schrieb den Entwurf des Gedichtes nieder, das in der bekanten Strophe ausklingt: Weiter jagt der Postillon

Mit verhängtem Zügel;

Lang' mir noch im Ohre lag Jenter Klang vom Hügel.

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Seurung jur Bil schrift für Blinde geg für die Nummer 1 Pen höchst forgfältig abgefa der Welt. Ihr Name Franzosen, der die beste zu druden erfunden gedrudt.

Heroismus eines Lokomotivführers. Ein Lokomotiv­führer, der seinen Posten nicht verließ und dabei sein eigenes Leben opferte, rettete den Expreßzug von Atlantic City in Amerika, der sonst in die Stewark Bay gestürzt wäre. Die Arbeiter, die einen neuen Signaldienst einrichteten, hatten die Weichen offen gelassen. Der Heizer des heranbrausen­den Zuges, der dies bemerkte, sprang ab und entkam unver sehrt. Der Lokomotivführer aber zog sofort die Notbremse und mit der Hand am Hebel stürzte er mit der Lokomotive und dem Tender in die Bucht. Der Zug war aber soweit zum Halten gebracht, daß nur noch der nächste Wagen, in dem sich ein Pferd befand, über dem Wasser hing. Die Rei­senden blieben alle unverletzt.

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Die amerikanische fannte Miz Chadwid b wegen ihres Arbeitsflei refe Humbert mehreren auch mittels falschen fabelhafte Summen ab Chadwicks belaufen fich d mögen beträgt dagegen Kosten ihres Prozesses, e Abzug kommen. Unte Gläubiger für je 10 Dol Cent!

= Der" sch- japanische Krieg und der Krimkrieg. Die Dinge wiederholen sich im Lauf der Zeiten. Am 26. Juli 1855 fand in Moskau ein Gespräch zwischen Kaiser Alexander II. und dem Fürsten Golizyn statt. Nach dem der Kaiser dem Fürsten mitgeteilt hatte, daß er sich nach Sewastopol begebe und dort eventuell die Pflichten eines Oberkommandierenden übernehmen werde, entspann sich sol­gendes Gespräch: Ew. Majestät werden den Feind dazu zu zwingen versuchen, daß er um Frieden bittet?" Das würde ich wohl gern tun." Wenn aber der Feind nicht um Frieden bittet?" ,, Dann werde ich selbst einen solchen vorschlagen." Wann," rief der Fürst aus, haben rus­sische Zaren dem Feinde einen Friedensschluß vorgeschlagen!" Es ist noch nicht vorgekommen," antwortete der Kaiser, ,, gegenwärtig halte ich es aber für nötig, einen Friedens. schluß vorzuschlagen. Vor Sewastopol kommien täglich mehr

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§ Nachflänge zum gegen einen Redakteur geftrengte Prozeß weg der Angelegenheit de Depesche" ist vertagt, den sollen. Inzwi Gebetot gegen den tags, den Stärkefabri leidigungsklage bei de Minister fühlt sich dur beleidigt, die dieser als getan hat.

§ Die Lemgoer anon Frau Kracht, die wege nannten anonymen Br teilt ist, baben auf Gru mit den gleichen Schrift

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