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Bewerber wollen sich bis zum Mittwoch, den

12. d. Mts. bet dem Unterzeichneten melden.

Gießen, den 8. Juli 1905.

Der Musik und Vergüngungs- Ausschuß. A. Dickoré, Vorsißender.

Der Einmach- Kursus der Alice- Kochschule beginnt am 15. Juli.

Anmeldungen werden jederzeit entgegengenommen in der

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Aus der Stiftung der Friedrich Tertor Ehe­Montag, den 10. Juli, leute sollen am 23. September 1905 240 Mr. an Arme ohne Unterschied der Religion in Gaben von nicht unter 50 Mt. vergeben werden. Anmeldungen hierzu haben bis zum 15. August 1905 bet dem Armenamt zu erfolgen. Gießen, den 6. Juli.

präzis abends 8 Uhr:

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Die Kameraden werden ers sucht, recht pünktlich anzutreten, damit die Mitglieder von Ge­sangvereinen noch rechtzeitig die Proben besuchen fönnen.

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Großh. Bürgermeisterei Gießen. Curschmarn.

Bekanntmachung.

Aus der Stiftung des Kupferschmieds Karl Ludwig Kirsch sind die diesjährigen Zinsen mit 97,71 Mr. an 10 bedürftige, im Witwenstande lebende Gießener Bürger oder Bürgersfrauen am 20. September ds. Js. zu verteilen.

Meldungen nimmt das städtische Armenamt, Neuen Bäue 25, Zimmer Nr. 2, bis 1. August d. J3. entgegen.

Gießen, den 6 Juli 1905.

Gr. Bürgermeisterei Gießen. J. V Curschmann.

Bekanntmachung.

In der Zeit vom 1 bis 8. Juli 1905 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 Portemonnaie mit Inbalt, 1 filb. Zylinderuhr, 2 Spazierstöcke, Geld 1,35 Mt., 1 weißes Taschentuch( Inhalt 20,53 Mark), 1 Spannkette und 1 Bandmaß;

verloren: 1 schwarzer Ueberzieher, 1 goldene Damenuhr mit filb. Kette, daran ein goldn. Herschen, 1 Portemonnaie mit ca. 60 Mr. Inhalt, 1 10Markstück, 1 Brieftasche mit Stubenten farte und Brieffachen, 1 neues Torschloß mit 2 Schlüsseln, 1 schwarzer, seidener Regenschirm mit grauer Krücke, 1 Brief­tasche mit Monogramm L. E. Jnhalt eine Legitimationskarte und Briefsachen, 1 Anhängsel mit silb. Herzchen und neues 50 Bfennigstück.

Bugelaufen ist: 1 schottiger Schäferhund gelb und weiß.

Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 8. Juli 1905.

Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg

Polizeiverordnung,

betreffend Einführung der Trichinenschau.

Auf Antrag und nach Anhörung der Stadtverordneten- Ver­sammlung und mit Genehmigung Großh. Ministeriums des Innern bom 21. Juni 1905 wird bestimmit:

§ 1.

Das Fleisch der im städtischen Schlachthof geschlachteten Schweine, sowie alles in die Stadt Gießen eingeführte frische Fleisch von Schweinen und Wildschweinen, sofern es nicht von Privaten zur Verwendung im eigenen Haushalt eingeführt wird, unterliegt einer amtlichen Trichinen- und Finnenschau, die sim städtischen Schlachthof während der Schlachtzeiten für Schweine stattfindet.

§ 2.

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Für die Trichinenschau sind die für die Untersuchung des in erlassenen Vorschriften maßgebend. Sie wird ausgeübt durch ge= prüfte Trichinenschauer, die in der erforderlichen Anzahl von der Stadt bestellt und besoldet werden.

§ 3.

Für die Untersuchung ist eine Gebühr an die Stadtkasse zu entrichten. Sie beträgt für ein ganzes Schwein 40 Pfg, für ein halbes Schwein 20 Pfg., für jedes einzelne Fleischstück 15 Pfg. und wird zusammen mit der Schlachtgebühr bezw. der Verbrauchsabgabe erhoben.

§ 4.

Zuwiderhandlungen gegen die Bestimmungen dieser Polizei­verordnung werden, soweit nicht nach anderen Strafbestimmungen eine höhere Strafe verwirkt ist, gemäß§ 27 3iffer 4 des Reichs gefeßes die Schlachtvieh- und Fleischbeschau betr. vom 3. Juni 1900 mit einer Geldstrafe bis zu 150 Mt. oder mit Haft bestraft.

§ 5.

Diese Polizeiverordnung tritt am 1. Juli 1905 in Kraft. Gießen, den 30. Juni 1905.

Großh. Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Curschmann.

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