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Momente einend und zusammenfassend aufgetreten wären, die waren seine Kunst und vor allem die Einmütigkeit, mit denen das Bolt seinen Rhapsoden lauschte. Auch später
begegnen wir dem Gesang als völkischem Bestandteil, das deutsche Volt spez. aber in weitestem Maße zu seiner Pflege herangezogen und erzogen zu haben, kommt den Gesangvereinen zu, die ihren Ursprung aus sturmburchtobten politischen Beiten herleiten. Nichts vermochte das siegreiche Vordringen Der Gesangvereine aufzuhulten und heute hat fast jeder Ort seinen Gesangverein, ja teilweise schon lange, wie die die Feier des Gesangvereins Frohsinn" Lang- Göns dartut, dessen Stiftungstag fich zum 50. Male jährte. Und die Arbeit des Jubilars ift feine fruchtlose gewesen, denn heute weiß die ganze Bevölkerung Lang- ons, was es um den Gesang ist, denn anders kann man unmöglich die gemachten Man sieht auch fast kein Haus, Aufwendungen erklären. das die feftliche, gesangesfrohe Stimmung, die den Ort be
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blick war geeignet, ein Malerauge zu banner, in so reichem, mannigfaltigen Farbenspiel prangte und glißerte die Gruppe. Es war eine auf tnappem Raum zusammengedrängte Uebersicht der Hüttenberger Tracht, der Lang- Göns treu anhängt. Auf schwerem Sammet ruhen fostbare perlendurchwirkte Bänder, welche als Außenbesaß und sogenannter Schlupp ( Schleife) getragen werden. Den Wagengruppen, die überall den lebhaftesten Beifall hervorriefen, schlossen sich die verſchiedenen Vereine in langer, faſt unabsehbarer Reihe an. Durch dicht mit Zuschauern besetzte Straßen bewegte er sich nach dem Festplatz. Zwar war die Hite glühend und der Staub nicht unbedeutend, aber was überwinder nicht alles Sängerhumor! So kam man also ohne Einbuße an Feststimmung auf dem Festplatze an, löste den Zug auf und brachte die Fahnen nach der gefällig angelegten Tribüne ab. Nach voraufgegangenem gesanglichen Vortrag des Vereins Frohansprache. Er hieß die Festgäste im Namen der Gemeinde herzlich willkommen, die alles aufgeboten hätte, ihre Gastfreundschaft darzutun. Er hoffe, die Gäste werden einige recht frohe Stunden verleben und noch
1.
2.
Klasse IIb.
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Liedertafel Lollar
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Konkordia- Darmstadt
3.
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4.
Polyhymnia- Db- Roden
Frohsinn Garbenteich
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167 153
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150 127 11 Eine Stunde später wurde das Ergebnis des Ehrenpreisfingens bekannt gegeben, das sich wie folgt stellt: Den erften, Großherzogspreis, errang der Männeror Schubert Quartett mit 222 Punkten, ben 2. Preis Heiterteit Fechenheim mit 215 Punkten Konfordia- Darmstadt Liederfreund- Kassel
3.
4.
4.
Frofinn- Kassel elh.
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Opheus Buzzbach
5.
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Germania- Kirch- Göns.
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herischt, nicht auch äußerlich zum Ausdruck gebracht hätte. sinn" hielt Bürgermeister Rompf die Begrüßungs- Vereine Liederfreund" und" Frohsian" Staffel fonkurrierten
Samstag, den 7. Juli.
Lang- Göns steht im Festschmuck, Lang- Göns erwartet
Die Preise wurden mit herzlichen Worten überreicht. Die
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Butzbach und„ Germania" Kirchgöns mit gleicher Punktzahl mit gle cher Punktzahl( 194) um den vierten und„ Orpheus"- ( 171) um den fünft n Pres. Der„ Liederfreund" und die Germania" gingen aus dem Ausgleich als die glücklich Be
seine Fest Gäste! In langer ununterbrochener Linie winden recht oft an Lang- Göns zurückdenken. Sein Hoch auf bachten hervor. Der Rest des Tages verlief gleichfalls in
laufen um einladende Transparente und schwingen fich in
hübschen Bögen über die Straßen, die an beiden Seiten von hohen Tannen flankiert werden. Viele fleißige Hände haben tagelang arbeiten müssen, dem Orte dieses einladende, festliche Aussehen zu geben, jezt aber winft auch der Preis: Der entzüdende Anblid! Die Nachmittagszüge brachten
schon vereinzelte Gäfte, gegen Abend wuchs ihre Zahl an
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hielt der Festpräsident, Architekt 28 en zel; Gr ein die Gäste wurde donnern aufgenommen, die eftrede ein und würdigte dann die Arbeit der Gesangvereine. Das Gründungsjahr des Vereins„ Frohsinn" fällt in die Geburtszeit der Gesangvereine. Im Jahre 1855 traten einige Gesangsfreunde in Lang- Göns zusammen und gründeten den Lang- Gönser Singverein, der in und als der Fackelzug aufgestellt wurde, war es schon eine den 60er Jahren den Namen„ Frohsinn" annahm. Im ganz stattliche Schar. In langer Reihe ordnete sich der Bug Gründungsjahre erhielt der Verein auch seine erste anf der Schmittgrabenstraße und zog dann unter schmetternder Fahne. Manchen der Gründer, deckt schon der grüne Mufit der Kapelle des Dragoner- Reg. Nr. 24., Kaiser Nasen pietätvoll entblößte die Festversammlung bei dem Gedächtnis an die Heimgegangenen das Haupt- Rifolaus II., durch den Ort, überall von der Bevölkerung, die einer der Gründer aber, das Ehrenmitglied Joh. Müller, dichtes Spalier bildete, auf das freudigste begrüßt. Wiederholt sah man auch Häuser illuminiert, ferner Feuerwerweile noch auf dem Fefiplage. Rastlos hat der Verein förper abbrennen, bis der Bug den geräumigen und zweck- in dem halben Jahrhundert gestrebt und die Ehren sind mäßig hergerichteten Festplatz erreichte. Die Begrüßungsansprache hielt der Vorsitzende des festgebenden Vereins, Konrad Velten in furzer, bündiger Weise. Er gab der Freude des Vereins Ausdruck, das Fest feiern zu dürfen, er streifte die Riesenarbeit, die in den letzten Wochen geleiftet, begrüßte die Festgäste und wünschte, daß das Fest in bester Harmonie verlaufen möchte. Das walte Gott! schloß er seine Ansprache. Der Bruderverein Germania"-LangSöns, brachte gejangliche Vorträge zu Gehör und darauf ergriff der Vorsitzende des festgebenden Vereins noch einmal das Wort und wünschte, daß beide Gesangvereine, die am legten Sonntag gemeinschaftlich mit reichen Ehren und Brisen von dem Vilbeler Gesangswettstreit heimgekommen feien, stets fest zusammen halten und treu zueinander stehen möchten. Dann würde das Volkslied durch ihre gemeinschaftliche Arbeit auch eine dauernde Stätte in Lang- Göns finden. Der Vorsitzende des Maschinenbauer- Gesangvereins Gießen, Gan ß, überbrachte dessen Grüße und ein von Uhrmacher Stöver Gießen gestiftetes Trinkhorn. Im weiteren Verlauf des Abends spendete der Gesangverein seinem Dirigenten, Lehrer Schwinn, noch ein finniges Angebinde in Form einer lebenden Pflanze. Lehrer Schwinn dankte gerührt, er verhehlte die Schwierigkeiten nicht, die einem Dirigenten entgegenstehen, gab aber andern. falls seiner Ueberzeugung beredten Ausdruck, daß die Arbeit leicht werde, wenn dem Dirigenten eine solche Liebe zum Gefange wie in Lang- Göns entgegenkomme. Nach den Ansprachen füllten sich die Festhallen oder man erging sich auf dem Festplatz, es wurde Nacht und eine wohltuende Kühle trat ein, während die Sterne freundlich ebenfalls ihren Feftgruß herniedersandten. Plößlich Trompetensignale und ein bengalischer Schein, der an den Pyramiden hinaufläuft, die die Lang- Gönfer Turnerschaft stellt! Verdienter weifall lohnte. Vorher hatten die Turner schon crafte Stabübungen mit strammen Auf- und Abmarsch ausgeführt. Konzertstücke folgten und erst in später Stunde endete der erste Festteil.
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Sonntag, den 2. Juli.
Der große Tag- das Preissingen! In dichten Maffen entsteigen Sänger und Gesangsfreunde den Zügen, immer mehr wächst ihre Schar an. Bersengend brennt die Sonne vom Himmel herab und wahre Glutwellen legen sich über die Erde. Nichtsbestoweniger nimmt das Preissingen pünktlich seinen Anfang. Die große Bahl der eingelaufenen Anmeldungen macht es erforderlich, daß in drei Sälen: Bum Frankfurter Hof"," Bum Gambrinus" und Bum Schwanen" zugleich gesungen werden muß. Frisch gehen die Gesangvereine ans Wert, um sich die Chancen zu fichern, in dem Ehrenpreissingen konkurrieren zu dürfen. Der Zuhörer fonnte sich ein Urteil bilden, mit welcher Liebe die Vereine den Gesang pflegen und interessante Vergleiche über Tonreinheit, Aussprache, Rhythmit, Dynamit, Stimmenansgleichung und die verschiedene Auffassung bilden. Um 12 Uhr war das Preissingen beendigt und die GeSangvereine, die die Berechtigung errungen am Ehrenpreisfingen teilzunehmen, fanden sich im Neuen Frantfurter Sof" ein. Als vorgeschriebener Chor sangen sämtliche tonturrierende Vereine die Kernsche Romposition ,, Lob des Frühling". Das ausführliche Resultat, das abends bekannt gegeben wurde, bringen wir weiter unten. Um 3 Uhr wurde ber Feftzug aufgestellt, von allen Seiten tamen die Vereine mit ihren Fahnen heran, Festreiter sprengten durch den Det uud stießen gleichfalls zum Zuge. Der Festzug wurde durch eine Abteilung Radfahrer auf bänder und blumenverzierten Rädern eröffnet, dann folgten die Festreiter und weiter zwei Bagengruppen mit den Festdamen, die den Hauptanziehunge punft des Buges bildeten. Malerisch mit Fahnentuch drapiert fuhren die Wagen einher und auf ihnen hatten die Damen in ihrer luxuriösen Hüttenberger Bracht Plat genommen, jede von ihnen einen Breis haltend. Hinter den Wagen schritten dann noch Festdamen zu Fuß. Der An
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denn auch nicht ausgeblieben. Zogen auch manchmal Schatten herauf, so vermochten sie doch nicht das Vorwärtsstreben zu hemmen. Heute stehe der Verein stark da und werde unter der Arbeit des Dirigenten, Lehrer Schwinn auch fernerhin sich gedeihlich weiter entwickeln. Doch auch der hohen Protektion müsse gedacht werden und so forderte der Redner die Anwesenden auf, mit ihm in ein Hoch auf den Kaiser und den Großherzog einzustimmen, dem die Festversamm lung bereitwilligst nachfam, während die Musik die Nationalhymne spielte. Nachdem sie verklungen, wurde die neue Fahne geweiht. Mit den Worten Ohne Fleiß kein Preis" wurde sie von einer Festdame überreicht und von einer zweiten gleich darauf enthüllt. Frei entfaltete sich die reich mit Gold durchwickte Fahne und entlockte manchen staunenden Ausruf ob ihrer Schönheit. Sie ist ein Banner und von den Frauen- und Jungfrauen der Gemeinde gestiftet. Es wurden dann noch ein Fahnenband u. ein- Bandolier von den Stifterinnen und den Festdamen übereicht, seid ein Herz und eine Seele" wurde dabei schlicht gesprochen. Der Vorsitzende des Vereins Frohsinn", Konrad Velten, übernahm Nicht viele die Fahne mit tiefgefühltem Dank. Worte könne er machen, bemerkte er, denn dazu sei sein Herz heute zu vol, aber die Fahne solle allezeit gut aufgehoben sein. Nach der Weihe sangen die Vereine, die an dem Preissingen nicht teilgenommen hatten; auch die„ Germania"-Lang- Göns brachte nach Sängerweise dem Bruderverein den Festgruß durch gesangliche Vorträge dar. Die Tribüne war bei allen Darbietungen stets dicht umlagert. Mittlerweile entfaltete sich aber auch an den übrigen Stellen des Festplages ein reges Leben. Die Festhallen wurden förm lich gestürmt und der Jurplatz mit seinen verschiedenen Veranstaltungen hatte vollauf zu tun. Ueberall gewahrte man auch die Hüttenberger Tracht, die die Lebendigkei des ganzen Festbildes hob, namentlich der Tanz, der trotz der Hize bald einsetzte, bekam dadurch etwas ungemein malerisches. Sogar die Kinder trugen die Tracht schon, das Festbuch besagt darüber, die MädAuch fröhliche chen erhalten sie schon mit 7 Jahren. Becher gab es und die geschäftliche Seite war durchaus zufriedenstellend. Gegen 126 Uhr wurde das Resultat des Preissingens verkündigt, das wir in folgendem, übersichtlich geordnet, wiedergeben. Es errangen: Klasse Ia.
1. Preis Kassel- Wehlheiden Liederfreund- Kassel
2.
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Klasse IIa.
mit 217 Punkten " 198
1.
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Heiterkeit- Fechenheim
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2.
Germania- Relsterbach
224
"
"
3.
Heiterkeit- Gießen
217
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"
"
4.
Germania- Vilbel
207
"
"
"
5.
"
Liederkranz Windecken
183
體
H
6.
Germania Köppern
183
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"
Klasse III a.
Männerchor Schubert
1.
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Quartett Darmstadt
202 "
"
2.
Kontordia Urberach
169
"
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3.
"
Männergesgv.- Biebrich
160
"
"
23
12345
Klasse Ib.
Germania- Kirch- Göns 181
1.
"
2.
Sängerlust Eberstadt
"
b. Darmstadt
172
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"
3.
Germania- Lollar
167
"
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"
4.
158
"
5.
Eintracht Fauerbach
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b. Friedberg
156
"
6.
Germania- Gr. Linden
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Dipheus- Buzzbach
noch eine Ehren- Urkunde ausgestellt. Eine sehr willkommene die durch lauten Beifall gebührend gewürdigt wurden. Rüdhaltlosen Beifall aber forderte das Feuerwerk heraus. Pfeifend und prasselnd stiegen die blauen, roten, gelben und grünen
Raketen in die Luft, zerplaßten und löften fich in bunte Rugeln oder Goldregen auf, während unten die Feuerräber Dem Feuerwert folgten noch mehrere gemütliche Stunben und erst der angebrochene Morgen brachte bem Festplat
mit ihren leuchtenden Schweifen um ihre Achsen sich drehten.
die Ruhe!
Lokales.
10. Juli 1905.
XDrei Bergiente verunglüdt. Am Samstag Nachmittag verünglückten im Gießener Braunsteinbergwerf Obersteiger Beder, Steiger Friz Appel( beide von Gießen) und Vorarbeiter Baltasar Heuser von Steinberg, alle drei verheiratete Leute. In einem älteren Schacht des Werkes, der längere Zeit nicht im Betrieb war, ist der bedauerliche Unfall vorgekommen. Beim Bassieren eines leeren Förderkorbes meitte Obersteiger Becker, daß nicht alles in Ordnung war, die Förderschale schleifte und klemmte sich, er ließ infolgedessen den Korb zurüdtommen, stieg mit den beiden andern Verunglückten in der Grube, also von der Tiefe aus, in denselben, um durch langsames und vorsichtiges Befahren des Schachtes festzustellen wo etwa ein Hindernis für die Förderung sich befindet. Nachdem so der Korb 20 m gehoben war, klemmte er sich wieder vermutlich hat der Schacht sich gesezt während er außer Betrieb war, wodurch das Hindernis entstanden ist das Förderseil zerriß und die Förderschale mit den 3 Beuten stürzte in die Tiefe. Alle drei haben sich bei dem Sturz Beinbrüche zugezogen. Die Werkleitung hat fofort alles getan, um den Berunglückten Erleichterung zu verschaffen. Dieselben wurden eiligft unter Führung des Direktors Dr. Esch und des Betriebsführer Ingenieurs Schäfer mittels Tragbahre in die Klinik verbracht. Nach Aussage des Arztes sind bei den Verletzten teilweise komplizierte Schenkelbrüche aber feine inneren Verlegungen zu fonstatieren gewesen. Die Verunglückten find alle drei erfahrene, tüchtige und besonders zuverlässige Bergleute, von denen der 50 Jahre alte Obersteiger Becker in seiner Fürsorge für die Sicherheit des Betriebes ein Opfer seiner Pflichterfüllung wurde. Ganz besonders wird man den in unserer Stadt bekannten Steiger Appel bedauern, welcher sich erst vor 14 Tagen verheiratet hat. Es ist seit 25 Jahren ein derartig schwerer Unglücksfall in dem ausgedehnten Betrieb der Braunsteinbergwerke nicht vorgekommen.
R. Die Grundsteinlegung der Bismardsäule zu Gießen findet am 29. Juli abends 6 Uhr statt. Die Säule wird auf der Hardthöhe errichtet.
× Attien- Brauerei in Gießen. Am lezten Mittwoch fand die Generalversammlung der Altien- Brauerei Gießen statt. Nachdem dem Aufsichtsrat Entlastung erteilt, Neu gewählt legten dessen bisherige Mitglieder, die Herren Schöller, Hösch und Draemann ihre Aemter nieder. wurde Georg Bichler als Vorsitzender, Rechtsanwalt Grünewald als Stellvertreter des Vorsitzenden und Brauereibefizer Chr. Rose- Frankfurt a. M. Der Verkauf des am Seltersberg gelegenen Geländes 2c. an die Stadt Gießen, resp. der abgeschlossene Vertrag zwischen Herrn Georg Bichler und der Stadt wurde der Generalversammlung vorgelegt und von dieser genehmigt. Vorstand des Unternehmens bleibt der seitherige Direktor Louis Lemmé. Der mit der Stadt Gießen abgeschlossene Kaufvertrag ist am Samstag ortsgerichtlich protokolliert.
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A Hungen, 9. Juli. Der vor drei Jahren gegründete Geflügelzuchtverein für Hungen und Umgegend veran staltete gestern und heute seine erfte Geflügel- und VogelAusstellung, die gestern durch Bürgermeister Fendt eröffnet wurde. Der Eröffnung woh: te auch die Prinzessin Hermann von Solms- Braunfels bei, die z. B. im hiesigen Schlosse wohnt Unter den preisgekrönten Büchtern seien besonders erwähnt: Bimmer- Lauter, Hitler- Hungen, Müller- Henriettenhof, fürstl. Gutverwaltung- Lich, Staubach- Hungen, UlrichWölfersheim, Draudt- Hungen, und Heller- Lich.
□ Onedborn. Pfarrverwalter Hofmann wurde von hier in gleicher Eigenschaft nach Büdingen versezt. Der einzige Sohn einer Witwe wurde wegen hochgradiger geißiger Störung in die psychiatrische Klinit nach Gießen verbracht.
Berantwortlich: für die Politik und den Inseratente!!: Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, belbe in Gießen.


