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auf, daß die für die Versuche bestimmten Hunde auch sonst getötet würden. Da dies der Dame aber nicht einleuchten ivollte, erwiderte der Beamte: Wir können doch nicht den Sastverständigen befehlen, an sich selbst die Versuche vorzu­nehmen." Das wäre auf jeden Fall gerechter," gab die Besucherin zurück. Der Beamte ging auf den Scherz ein und sagte mit feierlichem Ernst: Da es eine Gerechtigkeit gibt, so werden die Sachverständigen des gleichen Todes sterben, den sie den armen Hunden auferlegen." Das be­ruhigte offenbar die Dame, die sich hochbefriedigt zurückzog und in ihrer Freude ganz vergaß, die vierzig Seiten lange Strafanzeige zurückzulassen.

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=[ Port Arthur in der Lebensversicherung.] Ein ris­fantes Spiel mit der Belagerung von Port Arthur hatten Wettlustige in London getrieben. Sie hatten die Festung für den Fall, daß sie noch im Jahre 1904 falle, mit einer ganz enormen Summe bei der bekannten Versicherungs­gesellschaft Lloyds gegen eine Prämienzahlung von 50 Guineen versichern lassen. Auf ein Haar hätte die Gesell­schaft die Summe bezahlen müssen, wenn es General Stössel nicht gelungen wäre, Port Arthur bis zum Jahre 1905, wenn auch nur bis 1. Januar, zu halten. So aber konnte sich die Gesellschaft der eingesackten Prämien freuen, und die Wettlustigen hatten das Nachsehen. Derartige Versicherungs­wetten sind übrigens in England nichts Seltenes. Bekannt ist, daß auch auf das Leben König Eduards, als er seiner­zeit auf Leben und Tod darniederlag, eine ähnliche Versiche­rung ebenfalls mit Llodys- abgeschlossen wurde. Da­mals mußte Lloyds allerdings berappen" und zwar aanz gehörig.

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[ Rothschild und der Bettler.] Ein Pariser Blatt er­zählt folpgende Schnurre: Am Neujahrstag erschien bei Roth­schild ein Bettler, um ihm zum Jahreswechsel zu gratulieren. Da er etwas laut sprach, sagte Rothschild zu ihm: Sprechen Sie, bitte, etwas leiser- man schreit doch nicht so, wenn man ein Anliegen hat!" Der Bettler aber erwiderte ge­tränkt: Wollen Sie mich etwa schnorren lehren? Ueber­nehmen Sie doch mein Geschäft und übergeben Sie mir das Shrige..." Ein Narr wartet auf Antwort!

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[ Die große und kleine Hölle.] Dr. Erland von Nor­denskiöld, der seit längerer Zeit mit Forschungen in Süd­amerika beschäftigt ist, befindet sich jetzt auf dem Grenzgebiet zwischen Peru und Bolivia im Bereich des Inambart, eines Buflusses des oberen Amazonenstroms. Aus jener Gegend hat er der Frankfurter Wochenschrift Umschau" einen Brief gesandt, der eine fesselnde Schilderung zweier dort entdeckter Höhlen enthält. Die beiden Grotten werden die große und die kleine Hölle genannt. Zur kleinen Hölle führt nur ein schmaler Spalt, durch den nur ein besonders schlanker und geschmeidiger Mensch hindurch gelangen kann. Außerdem ist das weitere Eindringen in diese Grotte besonders schwie­rig, weil man sich erst an einem Strick in die Tiefe hinab­lassen muß. Der Eingang zur großen Hölle dagegen ist eine umfangreiche Deffnung in einer Felswand, und man kann bequem in diese Unterwelt hineinspazieren. Die Indianer der Umgegend haben, wie schon der Name der Höhlen be­sagt, eine tiefgehende abergläubische Scheu davor, und sie wagen sich um feinen Preis in die Grotte hinein, in denen nach ihrer Vorstellung Krankheit und Tod dem Menschen auflauern. Für den Forscher und Naturfreund aber ist der Besuch der Hölle ein Genuß. Die größere Höhle ist hoch und herrlich gewölbt. Tiefes Schweigen herrscht in dem unter­irdischen Raum, in dem nur ein einsamer Kolibri in Angst um sein kleines Leben umherfliegt. Nordenskiöld hat außer­dem das Glück gehabt, auf dem Boden der Grotte zahlreiche Gebeine zu finden, die von ausgestorbenen Tieren herrühren, namentlich von einer kleinen Pferdeform, einer Hirschart, großen Faultieren, vielen Tausenden von kleinen Nage­tieren und von Vögeln. Die Bedeutung dieser Entdeckung wird sich erst nach genauer Untersuchung ermessen lassen. Vermutlich sind die Tiere, um deren Neste es sich handelt, schon seit längerer Zeit vom Erdboden verschwunden.

=[ Ein Eldorado für Junggesellen.] Wem es an passen­der Damenbekanntschaften fehlt, um sich ein eheliches Heim zu gründen, der möge sein Auge nach dem schönen Kurort Wiesbaden lenken und in der nächsten Saison dort sein Heil versuchen. An Auswahl wird es ihm nicht fehlen. Denn in der Taunusstadt gibt es nach der letzten Personenstands- Auf­nahme an 9000 weibliche Individuen mehr, wie Männer. Unter den Personen über 14 Jahren stehen den gezählten 34 263 männlichen 43 477 weibliche gegenüber.

[ Schauriger Gottesdienst.] In Südnigeria haben die Engländer Tempel entdeckt, in denen die Eingeborenen zu Ehren ihrer Gözenbilder Gefangene opferten. In einem dieser Tempel fand man mehr als zweitausend Menschen­schädel, die an den Balken des Gebäudes als Verzierung an­gebracht worden waren. Die Engländer brannten den Tempel nieder und verhafteten mehrere Priester, die sich an den Morden beteiligt hatten.

=[ Wieviel Händedrücke gab Präsident Roosevelt?] Zu den drückendsten" Obliegenheiten des amerikanischen Prä­sidenten gehört der Neujahrsempfang, den er im Weißen Hause zu Washington den Bürgern und Bürgerinnen zu gewähren hat. Da streckt jeder Besucher und jede Besucherin dem Staatsoberhaupte die Hand entgegen, und der Präsi dent hat pflichtschuldigst den Händedruck anzunehmen. Dies­mal hat es Toddy", wie man Präsident Roosevelt nennt, auf die stattliche Zahl von 7718 Händedrücke gebracht. Denn soviel Besucher hat die Polizei gezählt. Wie muß die weiße Hand des Präsidenten nach der Defilier- Cour be­fchaffen aetvefen sein!

Lokales.

10. Januar 1905.

Der Nachdruck unserer mit besonderen Zeichen versehenen Original- Artikel ist nu mit ber genauen Quellen- Angabe gestattet.)

§ Lotterie.[ Privattelegramm.] Bei der heutigen Biehung der 2. Klasse der 5. Hess. Thür. Landeslotterie wurden folgende Gewinne gezogen: 25 000 f. auf Nr. 70 238, 2000 Mt. auf Nr. 93 028, je. 1000 2. auf Nr. 19 403, 43 346, 66 199 und 66 395.

** Mit Rücksicht auf das erst im letzten Sommer er­folgte Ableben der Mutter der hohen Braut, wird die Vermählung des Großherzogs nur in fleinem Rahmen am Darmstädter Hofe vor sich gehen. Als Tag ift der 2. Februar angefeßt. An den Feierlichkeiten teil­nehmen werden u. A.: der Kaiser, Prinz und Prinzessin Heinrich von Preußen, Prinz und Prinzessin Friedrich Karl

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von Hessen, Prinz und Prinzessin Ludwig von Battenberg, während die Kaiserin, wie nunmehr bestimmt verlautet, nicht erscheinen wird.

** Uebertragen wurden am 4. Januar, dem Schulamt8­aspiranten Christian Kloos aus Oppenrod im Kreise Gießen eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Ober- Ofleiden im Kreise Alsfeld, dem Schulamtsaspiranten Hermann Wörner aus Bellersheim im Kreise Gießen eine Lehrer­stelle an der Gemeindeschule zu Wallerstädten im Kreise Groß- Gerau.

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** Die nächste Stadtverordnetensißung zu Gießen findet am fommenden Donnerstag, den 12. Januar mit nachstehender Tages- Ordnung statt: 1. Dienst= einführung der neu gewählten Stadtverord­2. Mitteilungen. 3. Auslosung der auf Mai 1905 zur Rückzahlung kommenden Schuldverschreibungen des 1896er Anlehens. 4 Desgleichen des 1897er An­lehens. 5. Desgleichen des 1899er Anlehens. 6. Bau­gesuch des Julius Ruckstuhl für die Crednerstraße; hier: Dispens. 7. Desgleichen des Abraham Fröhlich für die Crednerstraße; hier: Dispens. 8. Desgleichen des J. Ruck­stuhl und A. Fröhlich für den Weglarer Weg; hier: Dispens. 9. Desgleichen des Karl Löttgen für An den Bahnnhöfen; hier: Dispens. 10. Desgleichen des Gg. Wallenfels für den Marktplatz; hier: Dispens. 11. Desgleichen der Gebrüder Kahl für die Frankfurter straße; hier: Dispens. 12. Befestigung der Hammstraße. 13. Ausführung von Unpflasterungsarbeiten. 14. Be­schaffung von Pflastersteinen. 15. Ausbau der Kepler­straße; hier: Geländeaustausch mit Ed. Klinkel. 16. Rauf zwischen Gg. Wilhelm Ferber Eheleuten und der Stadt. 17. Vergebung der Rechen für die Kläranlage. 18. Aus­wechselung eines Teils der Gasleitung in der Weftanlage. 19. Beschaffung von Schulräumen für das Realgymnasium.

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20. Benennung von Straßen. 21. Gesuch des Peter Berg dahier um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Hausr Bahnhofstraße 11. 22. Desgleichen des Friedrich Euler dahier für Kaplansgasse 21. 23. Desgleichen des Joh. Gg. Seipp dahier für Gr. Steinweg 12. 24. Desgleichen der Marie Wölfing dahier um Erlaubnis zum Branntwein­verkauf im Hause Liebigstraße 68.

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** Wir weisen auch an dieser Stelle darauf hin, daß bei Schneefall die Fußsteige sofort vom Schnee zu reinigen sind.( S. Bekanntmachung im Anzeigenteil nnserer heutigen Nummer.)

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* Nachdem die Woermann- Linie" sich erboten hat, die in Südwestafrika gefallenen oder gestorbenen deutschen Sol­daten der Schußtruppe frachtfrei bis Hamburg zu bringen, hat der Kaiser befohlen, die Leichen auf allen Strecken des Preuß.- Hess. Eisenbahngebiets ebenfalls frachtfrei zu befördern.

Grünberg, 10. Januar. Die gestern Montag Abend stattgefundene Gemeinderatsfizung, die erste in diesem Jahre, hat in unserer mitunter recht stürmisch fich entwickelten Grünberg- Licher Eisenbahnfrage eine Wendung gebracht; eine Wendung zu Gunsten unserer Stadt, das können wir wohl behaupten. Der früher gefaßte Beschluß: feine Obligationen seitens der Stadt zu übernehmen, wurde aufgehoben und

nachdem der Antrag für 40 000 Mr. Obligationen zu übernehmen, angenommen. Damit hat sich Grünberg den Anschluß an eine weitere Bahnlinie, welche später eine noch größere Bedeutung erlangen wird, gesichert.

§ Elpenrod, 10. Januar. Heinrich Theiß dahier ist als Leichen beschauer für unsere Gemeinde bestellt worden.

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** Alsfeld, 9. Januar. Selten faßte der geräumige Saal des Deutschen Hauses" eine so zahlreiche Gesellschaft als Sonntag, da die Hessische Landesversammlung des Bundes der Landwirte in ihm tagte. Erschienen waren u. a. der Direktor des Bundes der Landwirte, Dr. Diederich Hahn( Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses), der Reichstagsabgeordnete Dr. Wallau- Lauterbach, die Landtags­abgeordneten Köhler, Hirschel und Korell. Um 3 Uhr er. öffnete der Vorsitzende die Versammlung, begrüßte die Er­schienenen und brachte ein Hoch auf den Kaiser und den Großherzog aus. Darauf erteilte er dem Bundesdirektor Dr. Diederich Hahn das Wort zu seinem Vortrage über: Die innerpolitische Lage mit besonderer Berücksichtigung der neuen Handelsverträge". Redner ging von dem vorwiegenden landwirtschaftlichen Charakter unserer Provinz Oberhessen aus und batonte, taß dies auch von den meisten anderen Bezirken unseres Vater­landes gelte, Deutschland sei eben in erster Linie ein Agrar­staat und es deshalb Pflicht der Regierung, die deutsche Landwirtschaft zu schüßen. In eingehender Weise ging Dr. Hahn auf die Entstehung und Entwicklung der Schußzölle und Handelsverträge ein und erklärte das Prinzip der Handelsverträge als ein falsches, da durch sie dem Handel und der Industrie Vorteile auf Kosten der Landwirtschaft geboten würden. Besonders gäbe die am 1. Januar nicht erfolgte Kündigung des österreich- ungarischen Handelsvertrages zu Bedenken Anlaß. Der donnernde Beifall, der den Aus­führungen folgte, zeigte deutlich, daß sich die hessischen Land­stellen. Dr. Diederich Hahn brachte folgende einstimmige wirte ganz auf den Standpunkt der Zentralleitung des Bundes Annahre findende Resolution ein:

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darin ein im Sinne des Bundes der Landwirte aus­reichender Bollschutz für ihre wichtigsten landwirtschaftliche Produkte und ein vollkommener Schuß der Gesundheit unferer Viehbestände gegen Einschleppung von Biehleuchen aus dem Auslande gewährleistet sei.

hessischen Landwirtschaftskammer und brachte Lucke- Batershausen sprach über die Einführung der folgende Resolution, die gleichfalls einstimmige Annahme fand, ein:

Der hessischen Staatsregierung spricht die Landes­versammlung des Bundes der Landwirte im Großherzogtum Hessen den Dank der Hessischen Landwirte aus für die Einbringung eines Geseßentwurses in die zweite Kammer der Stände, betreffend die berufsständige Vertretung der Landwirtschaft. In dem Bestreben, das historisch Ge­wordene zu erhalten, bittet die Landesversammlung die hessische Staatsregierung, die landwirtschaftlichen Organi sationen aller Art in ihrer bisherigen Berfassung bestehen zu lassen ohne Einordnung in das Gesetz als wertvolle Hilfskräfte der zu errichtenden Landwirtschaftskammer, schon um deswillen, damit auch ferner die Freunde der Landwirtschaft ihre erspießliche Tätigkeit zum Besten der­selben ausüben können. Eine gefeßliche Einordnung dieser Organisationen in die berufsständische Vertretung würde diesen Körper ungewöhnlich schwerfällig und unbeweglich gestalten und einem unlicbsamen Bureaukratismus in die Arme treiben. Die Versammlung bittet daher die hessische Staatsregierung, die Landwirtschaftskammer dahin auszu gestalten, daß die Landwirte, welche ein Vermögen von 3000 Mt., wie vorgeschlagen, an Grund und Boden be­figen, oder als Pächter als Betriebskapital, in jedem Amtsgerichtsbezirk einen Vertreter in die Landwirtschafts­fammer zu entsenden haben. Als Wahlmodus wird die allgemeine und direkte Wahl vorgeschlagen, und es soll als gewählt gelten, wer in einem Wahlgange die meisten Stimmen( relative Majorität) auf sich vereinigt.

Bfarrer Schick Burggemünden wies auf den fünftigen Ausfall in den Einnahmen der preußisch- hessischen Eisen­bahnen durch die preußischen Kanalbauten hin und brachte folgende Resolution ein:

Die in Alsfeld tagende Landesversammlung erhebt Einspruch gegen die preußische Kanalvorlage, da diese unvereinbar ist mit dem seinerzeit geschlossenen Vertrag betr. die preußisch- hessischen Eisenbahnen, und der so ge­eignet ist, die hessischen Eisenbahneinnahmen wesentlich zu fürzen.

Die Resolution wurde ohne Widerspruch einstimmig angenommen und nach einem Hoch auf den Bund der Land­wirte die Versammlung geschlossen.

K Butzbach, 9. Januar. Die Bürgermeisterei in Buzbach fommt in einer Eingabe an die Zweite Kammer darum ein, die Realschule in Buzbach zu einer Oberrealschule zu erheben.

3 unverheiratete Schwestern bei einander, die zusammen K Aus Nassau, 9. Januar. In Arzbach wohnen 241 Jahre alt sind. Die 3 betagten Mädchen sind wohl und munter.

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heimer, der die bekannte Saalüberlassung an den früheren Worms. In dem Prozeß Valckenberg gegen Lauben­heimrat Baldenberg den Oberbürgermeister Köhler und Instuiten Grafen Hoensbroech als Ursache hat, hat Ge­sämtliche Stadtverordnete, im ganzen 22 Personen als Zeugen

geladen.

** Worms. Hier hat sich ein Verkehrsverein gebildet, der sich mit den Fragen zur Hebung des hiesigen Verkehrs beschäftigen wird, u. A. will er für Errichtung eines Schwimmbades eintreten.

K Aus Rheinhessen, 9. Januar. In den Hammer­Weiden am Rheinufer grub der Dammwärter- Aspirant Menger einen 60 cm langen Mammuthsknochen aus.

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Marktberigte.

Gießen 10. Januar. Auf dem heutigen Wochenmarkt fofteten Butter fb 0.80-0.90 St., Hühnereler per Stüd 8-9 Pfg., Enteneter St. 7 By Käse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Pfg Erbfent per Liter 21 Big., Linsen per Vitet 32 fg., Tauben per Paar SRT. 0.80-1.00, Hithner per Etid Mt. 1.00-1.60, Hahnen, pe Stüd 0.80-1.80, Enter per Stüd 1.80-2.20, Gänse per Pfd. 55-65 fg, Cohlenfleis per fb. 70-80 Pig Rindfleisd per 16. 62-68 Pfg. per Pfb. Schweinefleisch 60-72 fg. Schweine fleisch gesalzen per fund 0.76 fg.. Kalbfleisch per Bfd. 70-74 Bfg. Sammelfleisch per Pfd. 50-74 Pig., Kartoffeln pro 100 ile 6.00 b. 6 50 M., Zwiebeln per St. Mt. 8.00-10.00, Weiskraut 10-15 Pf. pe Stüd, Zentner 3-4 Mr. Aepfel per Zentner 6-10 Mr Zwetschen pe Zentner 0,00-0.00 Nüsse 100 St. 25-30 Pfg. Milch per Lite: 18. Pfg. Dauer der Marktzett von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der erster drei Stunden der Marktzeit im Umberziehen feilgeboten werden. Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießene: Fleisch- und Brotpreise am 9. Januar 1905.

Höchste Schlachtviehpreise

in Frankfurt a. M.

Fleischpreise in Gießen Ochsen 50 kg Schlachtgewicht 72-75 m. 1/2 kg 70-80 Pf. Kälber 1/2 11 81-83 Pf. do. 70-74 Schweine do. 59-60

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Getreidepreise in Mannheim

do. 60-72 Brotpreise in Gießer

18.85 M.

14,70"

Wets brot 2 kg 52 Pf Schwarzbr. do. 48"

Weizen 100 kg Roggen do.

Die in Alsfeld tagende Landesversammlung des Bundes der Landwirte für das Großherzogtum Hessen spricht das lebhafteste Bedauern darüber aus, daß die Kündigung des österreichisch- ungarischa Handelsvertrages wider alles ¤¤¤¤¤¤¤¤¤¤ Erwarten am 1. Janar 1905 nicht erfolgt ist. Sie fürchtet, daß das Ausbleiben der Kündigung ein Mangel an Energie in der Geltendmachung unserer berechtigten natürlichen wirtschaftlichen Interessen bedeutet und sieht mir schwerer Sorge den kommenden neuen Handelsverträgen entgegen. Die Landesversammlung erwartet von den Reichstags­abgeordneten des Großherzogtums, daß sie den neuen Handelsverträgen nur dann ihre Zustimmung geben, wenn

Verantwortlich für die Politik und den Inseratentell Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beid zu Giefier

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