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sich ohne Angehörige oder entferntere Verwandte ist, hat die ungeheure Simme den Empfängern durch einen Scheck über­wiesen, den er in einem gewöhnlichen, nicht eingeschriebenen Brief überfandte.

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[ Wieviel Neujahrsbriefe sind in Berlin aufgegeben?] Kaum ist der Neujahrsverkehr beendet, und schon ist die amt. liche Uebersicht über Art und Umfang erschienen. In der Zeit vom 31. Dezember früh 5 Uhr bis zum 1. Januar abends 11 Uhr wurden alle in Berlin aufgegebenen Briefe, Postkarten, Drucksachen und Warenproben gezählt. Das Ergebnis bietet die stattliche Summe von 10 922 900 Stüd Stadtbriefschaften gegen 10 640 600 Stück im gleichen Zeit­abschnitt des Vorjahres. Dazu kommen noch 2 Millionen Briefschaften, die von auswärts eingingen, d. h. ein Drittel mehr, wie im Vorjahre, so daß der gesamte Neujahrsbrief­Verkehr Berlins die Zahl von 12½ Millionen übersteigt.

Lokales.

9. Januar 1905. Der Nachdruck unserer mit besonderen Zeichen versehenen Original- Artikel in nur mit der genauen Quellen- Angabe gestattet.)

** Der Großherzog empfing u. A. am 7. Januar don Amtsrichter Hanſult von Ulrichstein, den Bürgermeister Saalwächter von Nieder- Ingelheim, den Geheimen Bauzat Reuling- Gießen, den Bauinspektor Diehl- Gießen und den Königl. Preuß. Referendar Frhrn. von Nordeck zur Ra­

benau.

P Wie aus der Bekanntmachung Großherzoglichen Polizeiamts zu ersehen ist werden die Bestimmungen über die Weldepflicht dahier vernachlässigt. Namentlich wird in vielen Fällen die Anmeldung der von auswärts zuziehende Ehefrauen unterlassen. Auch verspätete Meldungen, haupt­sächlich der Wegzüge, sind bisher in größerer Bahl zu be­merten gewesen. Der Eintritt militärpflichtiger Personen zum aktiven Dienst und umgekehrt die Rückkehr in den elter­lichen Haushalt oder die frühere Stellung wird vielfach nicht gemeldet. Wir weisen deshalb daraufhin, daß jede Person, welche in Gießen zu oder wegzieht oder seine Wohnung verändert alsbald dem Polizeiamte hiervon Mit­teilung zu machen hat. Wird diese Meldung unterlassen so ist derjenige, welcher dem Zu- oder Wegziehenden Wohnung oder Unterkommen gewährt hat, hat zur Meldung verpflichtet. Ferner ist jeder Dienstbote oder gewerbliche Arbeiter, sobald pflichtet, und falls diese Personen die Meldung unterlassen find die Gewerbetreibende selbst oder die Dienstherr­schaften dazu verpflichtet. Um sich vor Strafen zu schüßen ist deshalb in Zukunft geboten, die Bestimmungen der Melde­ordnung, wie sie in diesem Blatt zum Abdruck gebracht find, genau zu beachten.

er in eine Stelle eintritt oder sie verläßt zur Meldung ver­

e Franz Ondricet und Joseph Famera waren gestern die Gäste des Gießener Konzert- Vereins. Das Programm seßte mit der G- dur- Sonate von Brahms ein. Zu Beginn des Programms allerdings etwas schwer verständlich, aber für Brahms' Freunde bei diesem Zu­sammenspiel ein Genuß. Das Violin- Konzert D- moll von

Rich. Strauß, wenn auch nicht mit Brahmscher Tiefe aus gestattet, wußte doch mit einer originellen Cantilene und eminentem Passagenwert sehr zu interessieren. Auch die eigenen Kompofitionen Ondricets Nocturno" und" Scherzo" verdienen volle Anerkennung. Slavische und ungarische Rythmen unter dem Gesichtskreis der Moderne zusammen­geschweißt boten zwei Wertchen, die dem Virtuosen auch als Musiker alle Ehre machen. Besonders war Melos und Harmonit immer frei von jeder Trivialität, was man bei H. W. Ernst nicht immer sagen fonnte. Trotzdem wußte der Solist mit den in verblüffender Technik variierten Zigeuner Motiven des Ernstschen ,, Airs Hongrois" aug­gezeichnet zu brillieren. Das Publikum, 698 sich vorher schon eine Zugabe von Bach errungen hatte, targte auch hier nicht mit seinem Beifall. Einen recht schweren Stand hatte H. Joseph Famera, der mit Ausnahme der Zugabe Ondricefs ununterbrochen am Flügel tätig war. Erstens hat uns der Konzertverein in letzter Zeit mit so vorzüglichen Pianisten bekannt gemacht,( hatten wir doch Lamond und die Careño) daß man in diesem Bunft schon etwas verwöhnt ist. Dann mußte bei der Länge des Programms notwendigerweise die Qualität unter der Quantität leiden. Seßte z. B. die Wanderer- Fantasie" die beim liebenswürdigen Franz Schubert etwas befremdete, so flangen die Passagen in den Finalen der beiden Klavier­werfe doch oft etwas matt. Trotzdem war die Wiedergabe dieser Schubert" sowie Liszts Don- Juan- Fantasie" neben dem cft recht komplizierten Klavierpart der übrigen Nummern eine recht achtenswerte Leistung. Die Klavier begleitung jedoch, sowie das Zusammenspiel überhaupt war über jedem Zweifel vortrefflich und hätte dieses Konzert mit vollem Recht Anspruch erheben dürfen besser besucht zu

werden.

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** Gestern Nachmittag tonzertierte das Trom­peter- korps des Husaren Regiments Nr. 13( König Humbert von Italien) aus Mainz in Stein's Garten. Der Besuch war entsprechend der Beliebtheit der Kapelle ein zahlreicher. Herr Stabstrompeter Otto Heinrich erwies sich als ein Dirigent von weitem lick und fühner Unternehmung. Das kam namentlich in der Duverture zur Operette Lyst strata" und der Fantasie aus Lohengrin" zum Ausbruck. Sehr vielen Antlang fanden auch die Streichquintetts, sowie zwei Solo für Kornett à Piston, bei dem die Töne nur so flimmerten. Zwei Potpourri zeigten sich als geschickte Orchesterkunststückchen, wenn auch der Namen des einen ,, Fin de Siècle" uns nicht ganz tongruent mit der Zeit erscheint. Sehr schön kamen dann noch das Engelterzett aus dem Dratorium Elias", einige Walzer und sche zum Vortrag. Der reiche Beifall, der den Saal durch­braufte, veranlaßte die Kapelle, noch einige Extra- Einlagen einzuschieben. Am Abend gab die Kapelle im Saalbau " Zur Linde" in Lollar mit dem gleichen Erfolge ein Ronzert.

** Am Samstag Abend hielt der Eisenbahn­Fahrbeamten Verein Gießen in der Turn­

halle seine in allen Punkten gut verlaufene Weihnachtsfeier| hof beschäftigte beschäftigte Poftunterbeamte belästigte und be­

ab. Der gemütliche Ton, der seine Veranstaltungen charakterisiert, setzte gleich zu Anfang ein und hielt auch bis zum Schlusse an. In der anregendsten Weise lösten Musikpiecen, Theater- Aufführungen, lebende Bilder und Gesang einander ab. Namentlich der Junggesellen Schwank Der Weihnachtsengel", der den Besuchern recht augenfällig zeigte, daß der Verein über sehr schäßenswerte mimische Talente verfügt und die Dar­stellung des lebenden Bildes Am heiligen Abend" forderten den stürmischen Beifall heraus. Die Umwand­lungen dieses tiefergreifenden Bildes wurden um so anziehender, als darin mehrere Kinder mitwirkten. Es ist Weihnachtszeit, eine arme, von Schicksalsschlägen schwer heimgesuchte Frau müht sich in ihrer falten, fahlen Mansardenwohnung Tag für Tag und Nacht für Nacht ab, mit ihrer Nadel den Unterhalt für sich und ihre drei Kinder zu erwerben, aber es gelingt nicht, sogar den Mietzins bringt sie nicht auf und der Vollstreckungs­beamte erscheint am Vorabend des Festes. Die Kinder, die sie mit einigen Kleinigkeiten zum Verkauf aus schickt, bringen unverkauft zurück und die Not steigt aufs höchste! das arme Weib hat kein Brot für die Kinder. Da tritt die Wendung ein. Ein Dienstmann| bringt ein geschmücktes Weihnachtsbäumchen, von unbe­kannter Hand gespendet, Knecht Rupprecht tritt ein, examiniert die frohausblickenden Kinder und bietet reichlich seine Gaben, die ihm der Weihnachtsengel nachträgt. Während die Frau das Glück noch garnicht faffen kann, reißt Knecht Rupprecht den Bart herunter und vor ihr steht ihr Mann, der damals, als sein Geschäft zusammenbrach, in die Welt hinauszog, sich und der Familie ein neues Vermögen zu erwerben und iezt mit vollen Händen im rechten Augenblick zurück­fehrt. Der Jubel in der Familie ist darob grenzenlos und mit der ganzen Welt begeht sie das Weihnachtsfest. Die Vorführung der Bilder hatte etwas sehr packendes, Gewaltiges, wozu auch die gefühlvoll vorgetragene verbindende Dichtung das Ihrige beitrug. Der erste Vorsitzende Althaus, ermahnte die Mitgieder stets treu zusammenzuhalten nnd brachte ein Hoch auf den Kaiser und den Großherzog aus, während Kontrolleur Becker auf den Verein selbst toastete. Die Verlosung zeitigte

manchem noch eine recht angenehme Ueberraschung und

dann setzte der Tanz ein, der die Festteilnehmer noch einige Stunden in der frohesten Weise beisammenhielt.

r: Grünberg, 8. Januar. B.im Schlittschuhlaufen auf dem sog. Hofentränke fielen drei Jungens in den halboffenen Waffertümpel. Glücklicherweise konnten sie gerettet werden.

r Grünberg. 8. Januar. Heute Nacht tobte nicht allein ein sturmartiger Wind, sondern auch um 2 Uhr ein sehr starkes Gewitter. Dasselbe zog von Westen fommend in südöstlicher Richtung. In den ersten sieben Tagen des neuen Jahres haben wir die Beobachtung gemacht, daß die Witterungsverhältnisse plötzlich aus einem Extrem in ein anderes übergingen. Nach einer langjährigen Erfahrung fönnen wir mit Nach einer langjährigen Erfahrung fönnen wir mit etner ziemlichen Sicherheit annehmen, daß die Gewitter zum größten Teile südlich von hier ausgerechnet ziehen werden.

§ Lollar, 9. Jan. Infolge starten Auftretens der Diphterithis ist hier die Schule bis auf weiteres geschlossen

wnrden.

e Lollar. Unser Radfahrverein beabsichtigt, am nächsten Sonntag, den 15. Januar sein diesjähriges Winterfest zu feiern.

< Klein Linden. Wie uns noch nachträglich mitge teilt wird, brachte der lezte orfanartige Sturm in Klein­Linden auch ein Menschenleben in unmittelbare Lebensge­fahr. Mit furchtbarer Wucht brach er die 18 m lange Fahnenstange vor der Deuschen Eiche" ab und schmetterte sie mit furchtbarer Wucht zu Boden, nachdem wenige Se funden vorher eine Frau mit einen Lastwägelchen die Stelle passiert hatte.

O= Allendorf a d. L Die durch den letzten Brand zerstörten Häuser find wieder aufgebaut. Es sind in der Tat recht schmucke Gebäude geworden.

+ Groß- Eichen. Herr Pfarrverwalter Wetsel zu Feuerbach wurde zum Verwalter der hiesigen Pfarr­stelle ernannt.

) Ilbeshausen, 8. Januar. Das erste, sehr romantisch gelegene Kurhotel des neuen Luftkurorts Hochwaldhausen " Bum Felsenmeer" ist jetzt vollendet und wird anfangs Mai seinen Betrieb beginnen. Sobald es die Witterung gestattet, wird mit dem Bau von fünf weiteren Gebäuden und des Aerzteheims begonnen.

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** Frankfurt, 9. Januar.( Privat- Telegramm.) Der Redakteur Rötich- Offenbach und der Schriftsteller Müller Herfurt wurden heute von der Straffammer Frankfurt zu je 30 Mt. Geldstrafe wegen Vergehen gegen das Preßgesetz verurteilt, weil sie das Urteil im Groß­Stafforftener Mord- Prozeß vor amtlicher Veröffentlichung befannt gegeben hatten.

Aus dem Gerichtsfaal.

Straffommer.

Gießen, den 6. Januar 1905. Ingenieur Rudolf Ludwig Wehr zu Breslau hat gegen ein Urteil des Friedberger Schöffengerichts, das ihn wegen Beleidigung zu eine Woche Gefängnis und wegen Ruhestörung zu eine Woche Haft verurteilt hatte, Berufung eingelegt. Die Verhandlung ergab, daß der Angeklagte im bergangenen Sommer zu Friedberg, wo er Studierender der Gewerbeakademie war, mit zwei Genossen eine Nacht durch­gezecht hatte und dann am frühen Morgen zwei am Bahn­

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leidigte. Die Straffammer war der Ansicht, daß das Schöffengericht die Sache gewürdigt hat und verwarf des­balb die eingelegte Berufung. Das Schöffengericht Grünberg hat den Besenbinder Heinrich Mohr Lehnheim wegen einer dem Johann Röhrig von Nieder- Ohmen zugefügten Körperverlegung mit einer Gefängnisstrafe von 14 Tagen belegt, wogegen sowohl der Angeklagte als auch die Staatsanwaltschaft Berufung ver­folgten. Im heutigen Termine zog Mohr seine Berufung zurück, worauf die Staatsanwaltschaft von weiterer Ver folgung absah, womit es bei dem Urteil sein Bewenden be­hält. Dem Lehrer Karl H. v. V. liegt eine Anflage zur Laft, daß er zwei Kinder des Landwirts Theodor Bez dort­selbst mißhandelt habe. Ein Mädchen hätte durch die Handlung des Lehrers blutunterlaufene Stellen davongetragen, während der Junge dermaßen ins Gesicht geschlagen wäre, daß das Sehvermögen auf dem einen Auge gemindert sei. Die Ver­handlung ergab, daß die Sache im Vorverfahren sehr aufge­bauscht worden ist, und daß der verletzte Junge, der in der hiesigen Klinik untersucht worden ist, offenbar simuliert hat. Das Gericht fonnte nicht für festgestellt erachten, daß die Handlung des Lehrers, welcher dem Jungen wohl einige Ohrfeigen verabfolgt hatte, mit der Minderung des Seh­vermögens im Zusammenhang stehe, ebenso sei durch die Behandlung des Mädchens eine Ueberschreitung des Zücht­igungsrechts nicht erwiesen. Es erfolgte dieserhalb Frei­sprechung; jedoch wurde dem Lehrer anheimgegeben für die Zukunft Schläge auf den Kopf zu unterlassen.

Heimweh.

Klatschend peitscht der Regen an das Fenster, Grau und düster ist da drauß die Welt, Gelbe Blätter wirbeln nieder, Keine Sonne golden mehr erhellt.

Grau und düster liegt vor mir die Zukunft, Muß ich doch ins Leben weit hinaus, Fremd zu fremden Menschen gehen, Aus dem teu'ren Elternhaus.

Tränen stehlen sich mir in die Augen, Dent' ich an die Heimat nur zurück, Nirgends find ich Fried' und Freude, Nur die Heimat birgt mein Glück.

Literarisches.

E. B. Ren 8.

Der Kampf um den Südpol, der mehr und mehr das allgem ine Interesse der Völker von dem nördlichsten Punkte der Erdkugel ablenit, ist keineswegs ein Problem der neuesten Zeit, aber dem 19. Jahrhundert blieb es vorbehalten, nicht weniger als vier Expeditionen gleich­zeitig in die von rasenden Stürmen durchbrauften Eiswüsten der Antarktis zu entsenden. Denen, die von den packenden Schilderungen zu Rückblicken anf frühere Expeditionen zur Entdeckung des Nord- und Südpols angeregt werden, bietet sich gerade im Augenblick eine treffliche Gelegenheit in den neuesten Lieferungen( 69-73) der Publikation Hans Kraemers Weltall und Menschheit"( Deutsches Verlagshaus schichte der Erforschung der Erdoberfläche und des Meeres Bong& Co., Berlin W. 57), deren vierter Band die Ge­umschließt.

Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst.

Voraussichtliche Witterung in Hessen für Dienstag, den 10. Januar. Trüb, zunächst milder, später wieder etwas fälter, stürmisch, vielfach Niederschläge( meist Regen.) ( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.)

Marktberigte.

*** Fruchtpreise am Grünberger Frucht­markt vom 7. Jan. Weizen 17,40-17,60, Korn 14,30 bis 00,00, Gerste 14,90-15,00 Safer 13,00-14,00, Erbsen 18,00, Samen 00,00–00.0 Kartoffeln 00,0-0,00, Linsen 00,00 Mart. Alles per Doppelzentner.

Hoizversteigerungen werden abgehalten am: Donnerstag, 12. Januar, vorm. Uhr, in Kirsch­garten. Versteigert werden: 92 Eigen-, 161 Fichten, 158 Riefern, 4 Lärchen und 3 Weißtannen- Stämme. Freitag, den 13. Januar, vorm. 92 Uhr, in Merlau ( Gastw. Hörle: 429 Fichten- Stämme und Buchen-, Eichen-, Birken-, Linden-, Kiefern- Scheite, Krüppel und Stöcke.

Am selben Tage in Ober- Breidenbach( Gaftw. Wenzel), vorm. 10 Uhr: 13 Kiefern, 150 Fichten-, 8 Weiß­tanuenfämme, sowie Fichten- Derbfiangen, Eichen-, Buchen-, Kiefern, Fichten, Aspen- Knüppel und Buchen- Reifig.

Am selben Tage, vorm. 11 Uhr im Hassen­Hausener Interessentenwald: 30 Eichen- Stämme, 85 Eichen- Derbstangen.

stangen, Bushen- Scheite und Eichen-, Buchen-, Birken-, Montag, 16. Januar, vorm. 10 Uhr: 100 Fichten­Erlen-, Kiefern- Knüppel.

Arbeit snachweis der Stadt Gießen. Cartenstraße Nr 2( Bürgermeisterei­gebäude) Zimmer Nr. 14. && tönnen eingestellt werden:

2 Schlosser, 1 Schweizerdegen, 25 Dienstmädchen gegen hohen Lohn( hier und auswärts).

Lehrlinge: 3 Bäcker.

Es suchen Arbeit:

2 land. Knechte, 1 Schloffer, 1 Spengler, 4 Schreiner, 1 1 Steindrucker, 1 jüngerer Hausbursche, 1 Kutscher, 1 Kellner, auch Diener oder Portier, 1 Lauffrau, 1 besseres Hausmädchen, 2 Bureaugehilfen.

Verantwortlich: für die Politik und den Inseratentelle Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beid zu Gießen.