Die Dolitik.
Die Budgetkommission des Reichstags hat die Vermehrung der Kavallerie abgelehnt. Der Regierungsvorschlag ging dahin, die Zahl der vorhandenen Formationen zu erhöhen. Am Schluß des Rechnungsjahres 1909 sollte der Bestand 633 Bataillone, 510 Schwadronen, 574 Batterien Feldartillerie, 40 Batterien Fußartillerie, 29 Bataillone Pioniere, 12 Bataillone Verkehrstruppen, 23 Bataillone Train betragen. Die Abstimmung über die Infanterie wurde ausgeseit, die Vermehrung der Kavallerie mit 16 gegen 10 Stimmen( der beiden konservativen Parteien und der nationalliberalen Fraktion) abgelehnt. Die Forderungen für Feld- und Fußartillerie wurden bewilligt
In der Handels- und Gewerbekommission des preußischen Abgeordnetenhauses ist eine Neuregelung des Submissionswesens beschlossen worden. Dem Plenum soll nachstehende Resolution vorgelegt werden:„ Das Haus ersucht die Staatsregierung, ihre Behörden anzuweisen und im Wege der Anregung dahin zu wirken, daß bei der Vergebung von Arbeiten und Lieferungen mehr als bisher Korporationen der Handwerker herangezogen und Genossenschaften zugelassen und herangezogen werden."
Italien.
Das neue italienische Ministerium hat in letzter Stunde einen anderen Namen erhalten. Tittoni soll Minister des Aeußeren bleiben, aber Fortis, der seitherige Vizepräsident der Deputiertenkammer, den Vorsitz übernehmen. Fortis gehört zu den treuciten Anhängern Crispis, also der Dreibund- Politik.
Skandinavien.
Das Spezialfomitee des Storthing ist über die aor wegische Konsulatsfrage schlüssig geworden. Ein Gesetz übe Einrichtung eines eigenen norwegischen Konsulatsmesen sol erlassen werden und spätestens am 1. April 1906 in Kraf treten. Hierzu ist eine Aenderung des Grundgesetzes uni der Reichsakte notwendig. Der Vermittelungsversuch de Kronprinzen- Regenten ist somit bisher vergeblich gewesen. Balkan- Staaten.
Seit Wochen befindet sich Fürst Ferdinand von Bul. garien auf Reisen. Jetzt ist er in London angekommen. Der freundliche Empfang, den er in Berlin gefunden, hat ihm auch in der englischen Hauptstadt die Wege geebnet. Dort wurde er am Bahnhof von dem Prinzen von Wales begrüßt, von dem Unterstaatssekretär des Auswärtigen, dem türkischen Bosschafter, dem bulgarischen Agenten und einer Anzahl in London lebender Bulgaren. Im Buckinghampalast wurde der Fürst vom König und der Königin bewillkommnet. Der Aufenthalt des Fürsten in London dauert bis Freitag. Der Staatssekretär des Auswärtigen und der österreichischungarische Botschafter veranstalten ihm zu Ehren Diners.
Hof und Gesellschaft.
** Der Kaiser ist gestern abend nach Wilhelmshaver zur Rekruten- Vereidigung abgereist. In Oldenburg unter bricht der Kaiser die Reise, um im Residenzschlosse bei dem großherzoglichen Paare das Frühstück einzunehmen. Montagabend hatte im Pfeilersaale des Berliner Schlosses bei dem Kaiserpaare ein Kostümfest stattgefunden, auf dem der Kaiser in der Uniform der Seydliß- Kürassiere, di Kaiserin mit großem schwarzem Rokoko- Federhut auf blon der Perücke erschienen war.
Deutfcher Reichstag.
( 157. Sigung.) CB Berlin, 7. März. Heute wurde zunächst das Nachtragsübereintommen mit Oesterreich- Ungarn, nach dem der neue Handelsvertrag statt mit dem 15. Februar, wie ursprünglich festgesetzt war, erst mit dem 1. März 1906 in Kraft trete: soll, in erster und zweiter Lesung ohne Disfussion angenommen. Sodann seẞte das Haus die zweite Beratung des Etats für das Reichsamt des Innern sort. Der sozialdemokratische Abgeordnete zubeil polemisierte dabei erst gegen den konservativen Abgeordneten Pauli- Potsdam wegen seiner Aeußerungen über die Mittelstandspolitik und später gegen den freisinnigen Abgeordneten Dr. Mugdan wegen seiner Auslassungen über das Krankenkassenwesen und die Stellung der Aerzte zu den Kassen. Der Zentrumsabgeordnete Itschert begründete die von seiner Partei eingebrachte Resolution betreffend die Ausdehnung der Sonntagsruhe. Der Abg. Dr. MüllerMeiningen begründete die Resolution der freisinnigen Volkspartei, in der ein Gesetz gegen das sogenannte Schmiergeldunwesen im Handelsverkehr gefordert wird, und setzte mit großer Lebhaftigkeit die Notwendigkeit auseinander, das Automobilmesen zum Schuße des Publikums rechtlich zu regeln. Auch eine allgemeine Bemerkung ließ der Redner einfließen über die Art, wie jetzt die Etatsberatung vorgenommen wird. Er nannte sie ein Tohuwabohu, bei dem der Regierung angst und bange werden müsse; der Staatssekretär möge daher noch einmal überlegen, ob es sich nicht empfehle, eine Besserung der parlamentarischen Verhältnisse durch Gewährung der Diäten herbeizuführen. Daß Graf Posadowsky sich nicht allzu viel davon verspricht, zeigte er in einer scherzhaften Antwort; er erwiderte nämlich, er hoffe, daß der Abg. Müller- Meiningen, der ein menschenfreundliches Herz habe, ihn nicht als Geißel zurückhalten wolle, bis die Diätenfrage gelöst set. Der Staatssekretär griff sodann aus dem Tohuwabohu der Diskussion einzelne Punkte heraus, um seine Stellung dazu klarzulegen; er versprach im allgemeinen wohlwollende Prüfung der Anregungen, ohne indessen gesetzgeberische Aktionen als unmittelbar bevorstehend anzukündigen. Nach ihm ergriff noch einmal der antisemitische Abg. Bruhn das Wort, der sich scharf gegen die Sozialdemokratie wandte und u. a. ein Verbot des Streifpostenstehens befürwortete.
Nab und fern.
Die betrogene Reichsbank. Bei der Reichsbank in Geljenkirchen wurde ein Scheck über 49 000 Mark präsentiert und anstandslos ausbezahlt. Später stellte sich heraus, daß der Scheck gefälscht war. Es gelang, den Abheber des Geldes in Köln zu verhaften. Er wurde als ein bei einer Firma in Wattenscheid angestellter Bureaubeamter, namens Sartor, festgestellt.
A Prinzessin Luise von Koburg macht wieder von sich reden. Sie soll nun, nachdem ihr die Pariser Aerzte ihre Zurechnungsfähigkeit bescheinigt haben, gegen die Psychiater, die sie für geisteskrank erklärt hatten, und gegen den Direktor der Heilanstalt Lindenhof bei Coswig gerichtlich vorzugehen entschlossen sein. Ihre Anwälte seien bereits beauftragt, Strafanzeige wegen Freiheitsberaubung und Betruges einzureichen. Erfolg haben wird sie damit wohl kaum.
+ Ein Mörder durch Hunde entdeckt. In Mannheim ist das Dienstmädchen Susanna Senger ermordet aufgefunden. Die aus Braunschweig herbeigeschafften Spür- Bluthunde wurden erst an die Mordstelle und dann zu dem der Tat verdächtigen Tischler Georg Becker ins Gefängnis geführt, wo der eine Hund unzweideutig anschlug. Auch sonst ist Becker durch viele Indizien schwer belastet; er ist auch schon einmal vom Schwurgericht wegen Mordanschlags auf ein Mädchen zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt.
O Schiffskatastrophe. Der spanische Dampfer„ Villaleire", von Middlesborough kommend mit der Bestimmung nach Genua, ist 25 Meilen von der portugiesischen Küste gegenüber Aveiro gefenntert. 12 Leute von der Besatzuna sind gerettet, 13 werden vermißt.
Abenteuer deutscher Forfcher in Tibet.
Leutnant Filchner vom bayerischen Infanterie- Regiment ,, König“, der durch seinen kühnen Ritt über den Pamir bekannt geworden ist, hat eine Erpedition an den Oberlaus des Hoangho in Tibet glücklich durchgeführt. Ihn begleitete auf einem Teil des Weges seine Gattin und während der ganzen Zeit der Arzt Dr. Tafel. Jetzt ist der kühne Reisende nach Schanghai zurückgekehrt, von wo er im Dezember 1903 aufgebrochen war. Das umfangreiche Material, das die deutschen Forscher gesammelt haben, wird die wichtigsten Aufschlüsse über jenes Gebiet bringen, die überhaupt bis jetzt über Tibet an die Deffentlichkeit gedrungen sind.
Das von der Expedition durchquerte tibetische Gebiet ist und bleibt, wie der Leiter der Expedition sich auszudrücken beliebte, ein Wespennest, in das so schnell keiner wieder hineinstechen wird." Die Expedition hatte gleich bei ihrem Aufbruch von Scharakuto mit den größten Hindernissen zu fämpfen. Die unwegsamen unbekannten Gebiete, die Hinterlist der eigenen chinesischen Leute und vor allem die feindselige Gesinnung der tibetanischen Räuberlager hätten beinahe das Schicksal der Expedition entschieden. Wohl allein der eisernen Energie und dem heldenhaften Mut der beiden Forscher haben wir es zu verdanken, daß das Unternehmen nicht gescheitert ist. Die fünf chinesischen Soldaten, die der Amban in Siningfu zur Bedeckung mitgegeben hatte, waren angewiesen, Filchner irre zu führen. Am Tsasurapaß befand sich die ganze Expedition in einer großen Notlage. Die Abhänge der verhältnismäßig geringen Höhen waren durch den langen Regen in einen vollständigen Morast umgewandelt. Fünf Pferde gingen bei dem Uebergang verloren. Zweieinhalb Tage streiften sämtliche Leute, und nur mit großen Anstrengungen war es möglich, die noch übrigen Tiere aus dem tiefen Schlamm zu retten. Die Expedition bestand damals aus 41 Pferden und 35 Yaks. Erst allmählich gewöhnten sich die Tiere an die Beschwerden des Weges. Fast täglich wurde ihre Zahl geringer, bis nach etwa 14 Tagen nur noch trainiertes Material vorhanden war.
Der Typus der Gegend zwischen Scharkuto und dem Oringnor ist ein Hochplateau, dessen aufgesetzte Kuppen und Rücken durch die Witterung fast völlig zerstört sind. Zahlreiche Sümpfe bedecken die Gegend, und riesige Herden wilder Pferde sind das einzige Lebenszeichen in dieser Wüste; von Menschen findet man keine Spur. Am Hoangho_angekommen, befand sich die Expedition vor einem hochangeschwollenen Strom mit derartig starker Strömung, daß man sich genötigt sah, die improvisierten Flöße lieber nicht zu benußen, sondern den Fluß einfach zu durchschwimmen. Die Anstrengung war natürlich so groß, daß am jenseitigen Ufer cine lange Rast gemacht werden mußte. Schon vor dem Uebersetzen über den Hoangho stieß die Expedition auf eine Herde herrenloser Pferde. Die Tibeter hatten nämlich die Pferde der Erpedition entgegengejagt und gehofft, daß sie die Tiere einfangen sollte, um die Fremdlinge dann des Tieb stahls zu überführen und hinzurichten. Noch zur richtigen Zeit erkannte Filchner aber die Falle der Tibetaner und jagte die Tiere von dannen.
Besonders interessant ist der nächtliche Angriff, den die Leute von Topa am 14. September auf die Expedition machten. Trotz des hellen Mondscheins gewahrte der Posten die Tibeter erst, als sie im Lager waren. Auf die Alarmschüsse ergriffen sie aber die Flucht, hatten sich indessen bereits in den Besitz der besten Pferde und Yaks gesetzt. Die Beschießung dauerte die ganze Nacht. Von nun an folgten der Expedition stets Spione. In einer anderen starken tibetischen Ansiedelung erwartet der Häuptling mit Hunderten von Reitern bereits die Expedition. Er erteilte Anweisung, dicht neben seinem Zelt bis auf weiteres Rast zu machen. An ein Widerstreben war nicht zu denken. Es sollte festgestellt werden, ob die Reisenden tatsächlich mohammedanische Priester wären; als solche waren der Forscher und der Begleiter verkleidet. Die Mitglieder der Expedition waren nun Gefangene von Tausenden von Tibetern. Die Zeit war ungemein aufregend. Alsbald aber war das Vertrauen des Häuptlings gewonnen, der die zwei Fremdlinge für mohammedanische Priester hielt, die aus Kaschgar famen, und es aelana für den übernächsten Tag freien Abzug zu erhalten. Schon glaubte die Expedition glücklich mit der angelegten Maske durchgekommen zu sein, als zwei anwesende mohammedanische Kaufleute, die aus Sungpan kamen und in Nischowarma Handel trieben, die zwei fremden mohammedanischen Priester zu einem Gastmahl einluden. Wieder eine heikle Lage! Herr Dr. Tafel führte indes bei Tisch den mohammedanischen Ritus aus, und die Sache lief gut ab. Der Häuptling wurde in seinem Vertrauen bestärkt, tauschte Geschenke mit den Fremdlingen aus und gab ihnen einen Begleiter auf den Weg.
Diese und ähnliche, teilweise noch aufregendere Vorfälle hatte die Erpedition zu bestehen. Die Gemahlin des jungen Forschers hat die Beschwerden der Expedition bis Siningfu, unter denen besonders die Ueberquerung des Tsinling- Gebirges hervorzuheben ist, nicht gescheut und hat in Siningfu Zeit gefunden, wertvolle kultarhistorische und botanische Sammlungen anzulegen.
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Kunft und Wissenschaft FP Die älteste bekannte Münze. Pastor Lohmann hat auf einer wissenschaftlichen Reise in Nordsyrien eine vor. züglich erhaltene silberne Münze erstanden, die in deut licher aramaeischer Schrift den Namen des Königs Pa nammu Bar Rerub, Herrschers von Schamot, trägt, der um
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800 v. Chr. regierte. Somit haben wir hier die älteste be. Shellnhausen, kannte Münze vor uns. Man hat bis jetzt immer ange. Bellbach; in A Sechstel, jene ursprünglich und hauptsächlich in der Stadt tellungspflichti nommen, daß der phokaische Stater und das phokaische Ratser) am 12.
Phokaea unweit Smyrna im fleinasiatischen Jonien ge schlagenen Münzen, den ältesten Münztypus repräsentieren,
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daß somit in der Mutterstadt Marseilles zuerst die Münze Herzogtum hef entstanden sei. Die Griechen selbst schreiben dieses Verbauptversamm ling des Herakles zu. Phokaischer Stater wie die aegi der Versamml dienst dem König Pheidon von Argos, dem elften Abkömm der hiesige Bez netischen Münzen Pheidons sind nicht früher als in das beiwohnte. G
7. Jahrhundert vor Christus zu sezen.
Lokales.
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8. März 1905. erreicht seinen Höhepunkt, wie Krystallnadeln schießt es überall das Ganze steht, steht fest und flimmernd, zur Spige zustürzen. Noch ein paar tolle Büge, noch ein paar tolle Sprünge und dann hinein ins graue Leben! Wie leises Schaudern geht es durch die Seele, daß die dünne Scheide wand einer Sekunde oll' die lustigen, ausgelassenen Gesellen von diesem bunten Reigen trennen soll. Aber noch ist ja
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die tolle, die herrliche Zeit, noch gehören dem Narren die die räheren Bed Stunden, offiziell nämlich. Und er leert den Becher über. händler August
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schäumender Lebenslust bis zum Grunde. Er tobt und springt und bahnt sich den Weg mit dem Narrenprügel durch das laut schellende Gewirr. Zu dieser Zeit brandet die warme Lebenswelle wie zu feiner anderen über Süddeutschland und den Rhein hin. Auch an Gießen rollte sie heran und ergoß sich in alles mit sich fortreißendem Schwall über den Seltersweg, den Kreuzplaß, die Mäusburg und den Marktplag, bis sie in den Abendstunden in die Lokalitäten abfloß, die farnevalistische Arrangements getroffen hatten. Schon bald nach Mittag mischten sich die ersten Masten auf dem Seltersweg unter das Publikum, und als sei dies das Jahre für Rod Signal gewesen, tauchten jest überall Kostüme auf. Aus gewerbliche allen Stadtteilen eilten Maskierte und Publikum herbei, bis Sonntag Nad sich ein großes Fluten und Drängen in den Seltersweg Gewerbevereine hineinzwängte und dort zusammenschob. Plötzlich durchhalten. Als Pr schnitten harmonische" Töne die Luft, eine Kapelle war auf dem Plane erschienen, um für den neuen Konzertsaal Propaganda zu machen. Gleich darauf begannen auch mehrere Wagen zu verkehren, besonders aber hob sich die Schnaten vertilgungsfommission in dem bunten, farbenfrischen Bilde hervor. In wahrhaft realistischer Weise nahm sie die Ausräucherung der Sorgenbrut vor, stellte mit peinlichster Gewissenhaftigkeit die Strecke zifferamäßig fest und fuhr die Quälgeister wagenweise ab. In den Stunder von 3 bis 5 Uhr hielt das Publikum die Straße so dicht besetzt, daß die Bassage faft zur Unmöglichkeit wurde und man mit Confetti und Mehl seine Stellung verteidigen mußte. Zu den Wagen wanden sich zahlreiche Papierschlangen hinüber und wurden prompt zurückgegeben. Nachdem das Gewimmel, dem sich auch mehrere hübsche Kinderkostüme einreihten, so den ganzen Nachmittag vom Selterstor bis zum Marktplatz die Straßen erfüllt hatte, verlegte es abends seinen Schauplaz in die hübsch dekorierten Lokale, wo beim Pfropfenknallen und Gläserklang aus reizenden Larven noch reizendere Käfer schlüpften. Die Hände und die Blicke fanden sich und in wilden Galoppaden stürmte die Lebenslust unter schmetternden Fanfaren durch den Ballsall... Dann kommt der Aschersmittwoch, all' die lustigen Gestalten sind fortgeblasen und der Besen fährt erbarmungslos über das Parkett und kehrt den bunter Flitter zusammen. In den Ecken aber flüstern und wispern die Champagnergeister von Scherzen und Lachen und Schmeicheln und Kosen
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A Die Tagesordnung für die nächste Sigung der Stadtverordneten- Versammlung am Freitag, den 10. März, nachmittags 5 Uhr, ist eine in vielen Bunkter sehr interessante. Es kommen zur Beratung die Punkte: 1. Aufnahme eines neuen Anlehens. gebung des Druckes der Schuldverschreibungen. gesuch des Georg Grünig für die Henselstraße; hier: Dispens. 4. Ausbau der Goethestraße zwischen Stephanund Henselstraße. 5. Errichtung eines Theaterund Saalbaues.- 6. Beschaffung von Räumen für die Bürgermeisterei. 7. Breis der elektrischen Energie zum Laden von Affumulatoren bei Tag für Lichtzwecke. 8 Lieferung elektrischer Jnergie für das anatomische und zoologische Institut der Landesuniversität. 9. Vergebung der Tagesfuhren für 1905.10. Desgleichen der Lieferung von Basaltpflastersteinen. 11. Desgleichen von Biassava besen. 12. Beschaffung eines Lichtpausapparates fürs Tiefbau und Vermessungsamt. 13. Veranlagung zut Gemeinde- Einkommensteuer. 14. Verpachtung der Ge meindejagd; hier: Uebertragung des Bachtverhältnisses des Hauptmanns a. D. Cramer auf Karl Buderus.
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*** Zu den Frühjahrs Kontrollversammlungen haben ohne weiteren Befehl zu erscheinen in Homberg a. d. Ohm( am Frankfurter Hof) am 10. April, vormittags 7½ Uhr, die Gestellungspflichtigen aus den Titlenstod a Ortschaften Homberg und Schadenbach; in Nieder Gemünden( am Bahnhof) am 10. April, vormittags 10 Uhr, die Gestellungspflichtigen aus den Ortschaften Nieder- Gemünden, Bleidenrod, Maulbach, Oberndorf, Otterbach, Burg- Gemünden, Büßfeld, Ehringshausen, und Rülfenrod; in Nieder- Ohmen( am Bahnhof) am 10. April, nachmittags 2 Uhr, die Gestellungspflichtigen aus den Ortschaften Azenhain, Elpenrod, Flensungen, Hainbach, Kirschgarten, Merlau, Ober Grubenhof, Rupper
Rhein. K
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