Spanien.
A Das anarchistische Komplott von Barcelona beschäftigt fortgesetzt die spanische Polizei. Zwar erklärt der Minister des Junern, die Behauptung, daß der Urheber des Pariser Attentats auf König Alfons ein Spanier sei, für falsch. Die dort verwandten Bomben seien nicht in Barcelona angefertigt worden. Dem widerspricht aber eine neue Verhaftung in der Affäre. Die französischen Behörden brachten in Nizza den 19jährigen spanischen Anarchisten Gombo in sicheren Gewahrsam. Auch Gombo ist beschuldigt, an dem Komplott von Barcelona teilgenommen zu haben.
Skandinavien.
Die den leitenden norwegischen Staatsmännern nachgesagte Absicht, die Verwandlung Norwegens in eine Republik zu vollziehen, soll nach angeblich wohlinformierten englischen Quellen tatsächlich cristieren. Es heißt, daß die staatlichen Einrichtungen der Schweiz das Muster für die neue Republif bilden sollen. Die Zuverlässigkeit dieser Behauptungen läßt sich vorläufig nicht nachprüfen. Daß wichtige Verhandlungen im Gange sind und bedeutungsvolle Ereignisse bevorstehen, ist dagegen als sicher anzunehmen.
Rufsland.
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Dritter Verhandlungstag.
gelegte goldene Uhr und eine goldene Ret profen, er werde ihr Borf: Hat er das war bei unferem letzte bil ausgegeben? and eine fleine Bed Bors: Das nennen Beiterfeit.)- Beug Flaschen Seft aut gab mir am andern Tuf, bei der ich wo
Gießen, den 7. Juni. Fräulein Sulzbach, die Haushälterin des ermordeten Pfarrers Thöbes, befundet auf Befragen noch weiter: Nicht lange vor seinem Tode hat mir der Herr Pfarrer gesagt, daß wir uns bis zum Jahresschluß einschränken müßten, da er mit seinem Gelde bald zu Ende sei. Nach einigen Tagen habe der H.rr Pfarrer aber zu thr gesagt, er habe doch noch mehr Geld, als er gedacht habe. Wie viel Geld bei dem Rau mord weggekommen sei, vermöge sie nicht an ugeben. Auch Vereinsgelder waren im Pfarrhaus verwahrt und diese sind mit verschwunden. Am Abend vor seinem Tode habe der Herr Pfarrer lange in seinem Brevier gelesen, dann sei er plötzich aufgesprungen, set schne zum Schreibtisch gegange und habe eilig etwas auf ein kärtchen geschrieben, dann habe er sich hingesetzt und weiter im Brevier g betet. Bald nachher habe er ihr gesagt, sie möge heute zeitt ec schlafen gehen, da sie am Abend vorher lange gearbeitet hätte. Sie sei gegen 11 Uhr zu Bett gegangen und( mit bewegter Stimme) habe den Herrn Pfarrer nicht mehr lebend gesehen. Als am nächsten Tage die Herren vom Gericht dort waren, sei ihr das Kärtchen eingefallen und sie habe darauf aufmerksam gemacht. Auf dem Kärtchen habe eiwas in lateinischer Schrift gestanden. Die Herren hätten es übersetzt. Vors.: Geben Sie uns bitte an, was ungefähr der Inhalt war. Zeugin: Es stand darauf: Im Falle meines plöglichen Todes bitte ich, daß die vorhandenen 1000 Mt. an die Armen verteilt werden.( Große anhaltende Bewegung.) Vors: Fräulein Sulzbach, Pfarrer Thöbes soll ganz besonders genähte Nachthemden getragen haben. Zeugin: Ja, so trug er nachts Hemden mit zugenähten Aermeln. Der Herr Pfarrer hatte ein Leiden an der Nase und pflegte sich im Schlaf zu tragen. Er hatte es versucht, nachts Handschuhe zu tragen, aber die pflegten dann am Morgen ausgezogen zu sein. Deshalb sagte ich einmal im Scherz: Herr Pfarrer, Sie müßten Hemden mit vorne zugenähten Aermeln tragen. Der Herr Pfarrer nahm das gleich ernst auf und gab mir den Auftrag, ihm solche Hemden anzufertigen. Vorf.: Trug er an dem Mordtage auch ein derartiges Hemb?- Beugin: Ja, seit drei Jahren zog er sie stets nachts an. Bors.: die Hände fonnte man in diesen Hemden gar nicht frei bewegen? Beugin: Nein, er war darin ganz wehrlos. Dr. med. Dalpuin aus Heldenbergen tam zuerst an das Totenbett. Es hatte den Anschein,
hat zwar von Strife machen" gesprochen, Kommissar Daniel wird aber bestätigen, daß der Geselle 14 Tage vorher gekündigt hatte. Der Vorfall kann also vor dem 7. November gewesen sein. Zeuge Daniel bestätigt das. Es wird die telegraphische Ladung des Metzger meisters Seifried aus Heldenbergen beschlossen. Lehrer Lothar Prinz aus Windecken: Er habe am 11. Novbr. einen Spaziergang in der Richtung nach Heldenbergen unternommen. Vor dem Dorf sei ihm ein junger Mann, der eilig dem Bahnhof zuschritt, entgegenge fommen. Der junge Mann war nobel gekleidet, hatte blondes Schnurrbärtchen, blühende Gesichtsfarbe und trug hohen Stehumlegkragen. Er habe sich noch ge fragt, was derselbe sein möge, denn er sehe nicht aus wie ein Landwirt, Kaufmann oder Lehrer. Deshalb habe er sich den Mann wohl angesehen, fönne aber nicht heute mit absoluter Bestimmtheit sagen, daß der Angeklagte es sei. Vors.: Wann war das? Zeuge: Nachmittags um 4 Uhr.- Hiernach sagt der Tage löhner Balz aus: Am Mordtage war ich von 6-634 Uhr in der Krone. An meinem Tisch saß auch ein junger Mann, der fein Wort sprach und immer ruhig in der Zeitung las. -Vors.: Sehen Sie sich den Angeklagten an. Beuge: Ja, das ist er. Vorf.: Können Sie sich nicht irren? Beuge: Unmöglich, unter Hunderten erkenne ich ihn wieder. Vors: Wie war er gekleidet? Bruge: Das weiß ich so genau nicht. Den Hut hatte er vorne so Hopplahopp" eingedrückt.( Stürmische Heiterfeit.)- Bors.: Die Kleidung Bors: Die Kleidung haben Sie sich nicht so genau angesehen? Zeuge: Ja, wenn ich gewußt hätte, daß nachher der Mord passieren würde, hätte ich mir alles genau gemerkt.( Stürmisch Heiterfeit) Der Vorsigende ersucht das Publikum, sich ruhig zu verhalten.- Landwirt Klein sagt aus, daß er den Mann auch im Wirtshaus gesehen hat. Derselbe war sehr gut gekleidet, er habe ihn aber für einen Arbeiter gehalten. ( Eigener Bericht.) Maure Blumenthal erkennt den Angeklagten ebenfalls wieder. Hg. Gießen, 6. Juni 1905. Ihm sei besonders aufgefallen, daß der Fremde ohne Gruß die Wirtschaft verließ, das sei in Heldenbergen nicht üblich. Zweiter Verhandlungstag. Apfelweinfabrikant Pauly wurde einige Zeit vor dem Morde von einem jungen Manne, in dem er den Angeklagten ziemlich bestimmt wieder zu erkennen glaubt, in Seldenbergen nach dem Pfarrhaus gefragt. Auch die heifere Stimme Huddes sei ähnlich gewesen. Denselben Mann hat der Zeuge dann am Mordtage in der Krone gesehen. Als Zeuge eintrat, sei der Mann ganz bleich geworden, habe das Gesicht mit der Zeitung berdeckt, aber nach ihm hinübergeschielt.- weichenſteller Wilps in Heldenbergen bekundet: Kurz nach
* Amtlich wird bestätigt, daß die Einberufung einer Volksvertretung nach dem Plan des Ministers des Innern Bulygin dem Ministerrat vorgeschlagen worden ist und der leztere ohne Verzug in die Prüfung des Projektes eintreten werde. Es unterliegt wohl keinem Zweifel, daß diese sogenannte Volksvertretung nur ihre Sanktion zu weiteren Kriegsrüstungen geben soll und wird. Es ist bestellte Arbeit, die da zur Lieferung gelangt. Versammlungen, in denen sich die wirkliche Meinung der Volksvertreter wiederspiegeln fönnte, werden ohne Gnade verboten. So in Moskau eine auf den 6. Juni festgesetzte Konferenz der Semitwomitglieder und der Bürgerschaft
Der Haubmoro im katholischen Pfarrhaus zu Heldenbergen.
Nachdruck verboten.
Nach Wiederaufnahme der Verhandlungen wird in der Beweisaufnahme fortgefahren. Der Wirt Melchior in Ilbenstadt befundet: Am 11. November stand ich etwa gegen 21 Uhr in meiner Wirtschaft am Fenster, als ein einzelner Mann die Straße herauf kam. Er blieb vor dem Hause stehen, musterte es und trat ein. Nachdem er sich Bier und Zigarren bestellt hatte. fragte er nach dem Wege. Als ich ihm das angegeben hatte, sagte er, er sei schon früher hier gewesen, damals aber
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einen anderen Weg nach Herbenstadt gegangen. Vors.: Ihre Aussage ist ungemein wichtig, überlegen Sie sich genau, ob Sie den Mann genau wiedererkennen würden.
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dem der Zug nach Hanau nach 9 Uhr abends abgefahren war, sei ihm am Wartesaal Hudde eilig entgegengekommen, weshalb Bug: fragte:" Haben Sie den Bug versäumt?" Er erwiderte:„ Nein, ich erwarte Jemand mit dem 10 Uhr Bug." Mit dem Zug tam aber Niemand und Hudde war auch ruhig siten geblieben und hatte sich um den Zug gar nicht gefümmert. Ich gab deshalb dem Bahnsteigschaffner Körber Auftrag, nach dem Manne nachzusehen. Körber fam zurück und sagte, daß derselbe schon weggehe. Beuge Rörber bestätigt bas.
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Vors. Hudde, im Laufe des Tages sind ein Reihe Zeugen aufgetreten, welche unter Eid behaupten, Ste Wollen Sie noch dabei bleiben, mit gesehen zu haben. Wollen Sie noch dabei bleiben, mit dem Willy den Weg zu Fuß von Frankfurt nach Heldenbergen zurückgelegt zu haben. Hudde: Jawohl! Vors. Wollen Sie sich auch überlegen, daß Sie in der Krone gesehen worden sind? niemals dort gewesen.- Vors.: Sie haben auch be Hudde: Ich bin hauptet, daß Willy auf der Kegelbahn schlief, während Ste am Bahnhof waren und daß Ste thm Ihren Paletot zum zudecken gelassen hätten. Beide Beamte fagen aber, daß Sie Ihren Anzug nicht erkennen fonnten, weil Sie einen langen Baletot anhatten. Ich fonnten, weil Sie einen langen Baletot anhatten. Ich möchte Ihnen doch nahelegen, sich zu überlegen, ob Ste nicht Ihr Gewissen durch eine andere Erklärung erleichtern wollen.- Hudde: Ich kann nichts anderes angeben.- Lehrerin Meinhard: Am 11. November gegen 7 Uhr fam ich mit Frl. Sulzbach, der Haushälterin des Pfarrers Thöbes, aus der Andacht. Blözlich hörten wir auf dem Pfarrhof ein Geräusch und ich rief:„ Es wird doch niemand auf dem Pfarrhof sein?" Frl. Sulzbach meinte, es seien Stazen. Uns war aber ganz unheimlich und wir wollten zur erleuchteten Kirchentür zurücklaufen, als wir ein Geräusch hörten, als ob sich eilige Schritte entfernten und als ob das Zeugin gibt noch Pfarrhoftor zugeworfen werde." an, daß thr schon auf dem Heimwege zur Andacht nahe der Stirche zwei fremde Frauen aufgefallen sein. Jetzt meinen sie, daß es verkleidete Männer gewesen seien. ( Heiterfeit im Zuschauerraum).
Zeuge: Ganz sicher. Vors.: Wie war der Mann gekleidet? Zeuge: Er hatte einen ganz neuen dunkleu Paletot an, trug Kragenschoner und schwarzen Hut. Der Vorsigende läßt Hudde seinen Paletot und Hut auffeßen und vortreten.- Zeuge( bestimmt): Jawohl, ich erkenne ihn bestimmt wieder. Vors.: Nun Hudde, Sie hören, was der Mann sagt? Wollen Sie dabei bleiben, in Jlbenstadt nicht gewesen zu sein?- Hudde: Jawohl, ich habe den Mann nie gesehen.- Vorf.( zum Beugen): Ste hören den Angeklagten sprechen. Er tennen Sie die Stimme wieder?- Zeuge: Jawohl, mir fiel damals gleich die belegte Stimme des Mannes auf. Vors: Also Hudde, überlegen Sie sich, was Sie sagen. Hudde: Ich bin nur einmal dort gewesen, als ich hintransportiert wurde.- Verteidiger R.-A. Dr. Jung: Hatten Sie denn als Gastwirt ein besonderes Intereffe, sich den Mann so genau zu merken? Beuge: Nein, aber als ich nach dem Morde den Steckbrief gegen Hudde las, fiel mir gleich auf, daß das Signalment paßte. R.-A. Dr. Jung: Ich mache darauf aufmerksam, daß Hudde noch mittags in Frantfurt gesehen worden ist, daß er also den Weg bis zum Chauffeehaus Jlbenstadt nicht in so kurzer Zeit zurückgelegt haben kann. D.-St. Theobald: Nach 12 Uhr fährt von Frankfurt ein Personenzug ab, der um 1.57 Uhr in Nieder- Wöllstadt ist.- Nt.-A. Dr. Jung: Ich möchte dem Zeugen aber entgegenhalten, daß durch Zeugenaussagen heute früh nach meiner Ueberzeugung felsenfest nachgewiesen ist, daß Hudde zur gleichen Zeit, wo der Zeuge ihn in Jlbenstadt gesehen haben will, in Niederdorfeld war.- Q.- St.: Wenn der Herr Verteidiger meint, daß er überzeugt sei, daß Hudde in Niederdorfeld gewesen sei, so erkläre ich, daß ich von dem Gegenteil felsenfest überzeugt bin. Die Zeugen haben den Weg nicht bestimmt angeben können. Hudde: Ich bleibe dabei, daß ich niemals dort gewesen bin. -Straßenwärter Weiß: Am 11. November zwischen 2 und 3 Uhr kam zwischen Station NiederWölstadt und Chausseehaus ein fremder Herr an mic Da ich selbst aus dem Orte war, fragte ich ihn, zu wem er wolle. Der Herr drehte sich kurz um und ging weiter. Staatsanw.: War der Mann allein? Zeuge: Ja! D.- Staatsanw.: War vorher oder nachher Jemand zu sehen? Zeuge: Nein! Vors. Erkennen Sie den Angeklagten wieder? Beuge: Das fann ich nicht mit Bestimmtheit sagen, es ist möglich. In gleicher Weise äußert sich Lagelöhner Remper, der mit weiß zusammen arbeitete. Er erinnert sich auch, des Fremden, fann aber ebenfalls nicht mit Bestimmtheit sagen, daß er derselbe set. Hudde: Ich habe diese beiden Zeugen nie gesehen und gesprochen. Rechtsanw. Dr. Jung: Ich beantrage den Megger Seifried in Heldenbergen zu laden, zum Beweise dafür, daß sein Geselle am 7. Nov. aus der Arbeit gegangen ist. Megger Schäfer in Niederdorfeld, konnte also erst nach diesem Tage Hudde die Arbeit dort nachweisen. Da aber Hudde am 8. in Klein- Schwalbach und am 9. und 10. in Frankfurt war, so tann es nur der 11. November gewesen sein, an dem er nachmittags in Niederdorfeld war.-D.- St.: Schäfer
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Die nächste Zeugin ist die 35jährige
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als ob der Pfarrer den Versuch gemacht hätte, sich aufseßen zu wollen, er lag schräg im Bett. Er hatte einen Stich in dem Hals, nahe der Schlagader und einen Stich in dem Mundwinkel. Die linke Brustseite des Hemdes war mit Blut übergossen. Er habe dann nichts weiter untersucht, um dem Gericht nicht wertvolle Spuren zu verwischen. Amtsrichter Klietsch: Wir Richter haben wiederholt Ge legenheit das krasse Bild des Todes zu fonstatieren, wenn wir an den Tatort gerufen werden oder wenn wir einer Settion beiwohnen müssen. Ich muß aber sagen: einen so grausamen Eindruck wie am Tatort in dem Pfarrhaus Heldenbergen habe ich noch nie erlebt.( Große Bewegung).- R.-A. Dr. Jung: Ich möchte mir die Frage erlauben, ob der Herr Zeuge schon jemals bei einen Mord am Tatort gewesen ist?
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Zeuge: Nein, das war der erste Mord, zu dem ich gerufen worden bin. Das Zimmer ist so klein, daß zwei Verbrecher sich uur gegenseitig im Wege gewesen und in der Aufregung noch größere Unordnung gemacht hätten. Hudde: Ich habe die Leiche nicht gesehen. Als ich das Zimmer verließ, war in demselben noch nicht solche Unordnung, wie sie hier geschildert ist. Das muß, Willy" nach meinem Weggange getan haben. In der weiteren Zeugenvernehmung wird der gestern telegraphisch geladene Meggermeister Seyfried aus Heldenbergen vernommen. Er vermag aber nicht zu sagen, wann er dem Metzger Schäfer erzählt hat, daß er schon ausgetreten sei und er damals bereits Ersaß hatte, so einen neuen Gesellen brauche. Da Lezterer aber am 7. Nov. müsse das wohl vorher gewesen sein. Es handelt sich bei diesen Feststellungen darum, ob Hudde am 11. Nov. auch in Niederdorfeld gewesen ist, oder ob er schon früher einmal in der Gegend gewesen ist. Da Mezger Schäfer auch nichts genaues angeben kann, wird beschlossen, auch den Meggerburschen noch telegraphisch zu laden.
Huddes Liebesabenteuer in Köln.
Es werden dann wieder mehrere Prostituierte ver nommen, mit denen sich Hudde in Köln vergnügt hat. Die 23jährige Elise Bathen hat am 19. Oktober( also nach dem Seppenheimer Einbruch) bie beiden Angeklagten Oskar Hudde und Otto Walter in einem Etablissement tennen gelernt. Dito sei mit ihr nach Hause gegangen, Defar habe eine andere Dame" begleitet. Bors: Die beiden gaben wohl viel aus? Beugin: Ja, fie ließen schon etwas springen.
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vorbei, der mich nach dem Wege nach Staichen befragte. Haushälterin des ermordeten Pfarrers,( Seiterkeit.) Um andern Nachmittag trafen wir uns alle im
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Fräulein Katharina Sulzbach. Sie erscheint in schwarzem Trauerkostüm und bestätigt die Wahrnehmungen der Lehrerin über das Geräusch auf dem Pfarrhof. Mitten in der Nacht sei sie von einem Schrei aufgeweckt worden. Sie sei an die Türe gegangen und habe gehorcht. Da sie nichts hörte, habe sie sich wieder hingelegt und set gleich eingeschlafen. Morgens habe sie sich gewundert, daß alle Türen aufstanden, im Wohnzimmer waren die Schubladen offen und sie habe sich gedacht: was hat der Herr Pfarrer wohl so früh schon gemacht? Sie sei hinuntergegangen und habe die ihr begegnenden Leute gefragt, ob der Herr Pfarrer schon in der Kirche set. Als das verneint wurde, set man in das Schlafzimmer gegangen, wo sie den Herrn Pfarrer im Blut schwimmend tot im Bett liegen fanden. Die Zeugin sei so erschrocken gewesen, daß sie nichts weiter wisse. -Es wird dann das Augenscheinsprotokoll berlesen und nach Vernehmung einiger Zeugen dazu die Verhandlung vertant.
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Café Paland, die beiden Herren wollten nach München fahren und ich und die Freundin brachten sie zur Bahn, wo ich sah, wie der eine der beiden, der sich Oskar nannte, Billets zweiter Klasse löfte. Am Sonntag, den 13. November( 2 Tage nach dem Morde) hat die Beugin Hudde in dem Kölner Tanzlofal Edsteiner Mühle allein getroffen. Auf ihre Frage, wo Otto sei, habe er erwidert: Der ist jezt unabfömmlich!( Stürmische Heiterkeit.) Vors: Ja, er war inzwischen verhaftet worden.( Erneute Heiterfeit.) Die Zeugin ist mit dem Hudde zusammengeblieben und am nächsten Abend im Colosseum zusammen gewesen. Dann habe sie Hudbe noch einmal acht Tage vor Weihnachten in der Ecksteiner Mühle gesehen, aber nur begrüßt, da er in Begleitung eines anderen Mädchens war. Vors: Auch eine Brostituierte? Hudde: Ich fannte sie nicht. Bois.: Wie war Hudde, als sie ihn im November wiederfaben, gekleidet? Beugin: Er war sehr elegant und modern gefl idet; Anzug, Stiefel, alles war ganz neu. Er war diesmal sehr still und einsilbig. Er habe eine goldene Uhr mit einem Sprungdeckel gehabt. Die Beugin glaubt die ihr vor
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Igen durch Großh. 2.D. Mts. erfolgt ist, Flamationen, welche rigtet find, von diesem rigtet find, bom Ende Gießen, 6. Ju Grokh.
Die Beitragspflicht ode
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