Getreidearbeiter- Streif in Amsterdam. Aus Anlaß des Beginnes der Verwendung von Getreideelevatoren hat die Genossenschaft der Getreidemesser und Getreidewäger den Ausstand proklamiert, da sich die Arbeitgeber geweigert haben, sie bei der Bedienung der Elevatoren zu verwenden, wenn sie sich nicht mit einer Lohnkürzung einverstanden erklären wollten. Aus diesem Grunde mußten die Löschungsarbeiten bei 35 Schiffen eingestellt werden, da die Schiffsauslader wegen Mangels an Wägern nicht weiter arbeiten kön
Verkehrsstörungen auf den österreichischen Staats. bahnen. Die Staatsbahnen teilen mit, daß sie infolge des passiven Widerstandes der Eisenbahnarbeiter von der Außig. Teplitzer Bahn feine Sendungen nach den Stationen der Staatsbahnen übernehmen können, da die Uebernahme stationen überfüllt sind. So stehen in Brür 500 beladene Wagen. Der passive Widerstand der Arbeiter soll auch auf den Staatsbahnen der Buschtiehrader Bahn durchgeführt werden
Der Landwirt.
rp Der Gemüsegarten im November. Bis Mitte des Monats sind alle noch draußen Stehenden Gemüsearten einzuernten. Gewöhnlich treten um diese Zeit stärkere Fröste auf. Kräftige Blumenkohlpflanzen werden mit dem übrigen Gemüse am besten in einen hellen Keller gebracht, wo die Wurzeln mit feuchtem Sand oder feuchter Erde eingeschlagen werden. Sehr häufig kann man auf diese Weise noch Blumenkohl ernten, da dieser vielfach bald nach dem Einschlagen erst anzusetzen begann. Durch die Feuchtigkeit fangen sehr viele Krautköpfe an zu plazen. Um dieses Plazen zu verhindern, faßt man die Krautköpfe mit beiden Händen an, hebt den Kopf etwas in die Höhe, so daß die Hauptwurzeln abgerissen werden, und tritt die Erde an den Wurzeln wieder fest. Das abgestorbene Spargelfraut wird abgeschnitten und möglichst verbrannt. Die Spargel felder werden umgegraben und mit einer starken Schicht fetten Düngers belegt. Die Erdbeerfelder erhalten zwisch... den Pflanzen eine Mistdecke zur Düngung und zum Schutz gegen Frost. Alle übrigen abgeernteten Felder werden umgegraben und vorher entsprechend gedüngt. Die in falten Mistbeetkästen zu überwinternden Gemüsepflanzen werden bei mildem Wetter ißig gelüftet.
Nab und fern.
† Abermals ein Eisenbahn- Unglück. Auf dem Bahnhofe Gevelsberg- Haufe bei Hagen i. W. fuhr ein Eilgüterzug ohne Auftrag bei falscher Weichenstellung ab und stieß nach 100 Metern im falschen Geleise auf einen vor dem Prell bock stehenden Güterwagen. Dieser bohrte sich in den Führerstand der rückwärts fahrenden Tenderlokomotive ein und tötete den Lokomotivführer und den Heizer, die beide in Hagen ansässig waren.
† Opfer der Ofenklappe. In Lötzen in Ostpreußen hatten zwei junge Kaufleute in dem von ihnen bewohnten Zimmer den Ofen mit Steinkohlen geheizt und die Ofenklappe geschlossen. Als sie nachts nach Hause kamen, legten sie sich zu Bette, ohne den Dunst zu beachten. Am anderen Morgen wurden sie leblos aufgefunden.
† Wassermangel im Rhein. Wegen niedrigen Wasserstandes muß die Schiffahrt auf dem Oberrhein eingestellt werden. Bei Straßburg- Kehl stehen bereits zahlreiche Kiesbänke über dem Wasserspiegel, und die Fahrt stromaufwärts ist für beladene Schiffe sehr gefährlich.
Ein Mord um sechzig Pfennig. Bei einem Besuche in Hadersleben geriet ein Schneidermeister aus Anderup mi! einem Verwandten um sechzig Pfennige in Streit. Der Un glückliche wurde mit einem gußeisernen Pumpenrohr er schlagen. Er hinterläßt Frau und sieben Kinder.
† Ranbanfall auf der Straße. In Wörishofen wurde während der Nacht der Bibliothekar Dr. Schäfer aus Graz. der sich dort zum Kurgebrauch aufhielt, mit einer schwerer Kopfwunde auf der Straße liegend aufgefunden. Nad seinen Angaben ist er von einem zerlumpten Menschen über fallen und seiner Barschaft von 300 Mark beraubt worden
† Eine Räuberhöhle. In der Gegend von Sievershütter im Holsteinschen wurde eine wohleingerichtete Räuberhöhle entdeckt. Die Frau eines Waldwärters sah in einer Busch koppel Rauch aufsteigen. Man entdeckte dort eine unter irdische Erdhöhle mit Küche und Lagerplägen und fand dor Reste von Geflügel, Hasen, Konserven und Früchten. gelang, einen schon mit Zuchthaus bestraften Menschen ab zufassen. Die Gegend war schon seit längerer Zeit von einer Diebesbande heinigesucht, ohne daß es bis dahin gelungen war, den Dicben auf die Spur zu kommen.
E
† Ein Kind mit doppeltem Gesicht. In Breßenheim in Hessen wurde ein Kind geboren, das sonst ganz normal ge baut war, aber vier Augen, zwei Nasen, vier Ohren und zwei Mundöffnungen hatte. Das arme Wesen wurde noch lebend in die Universität zu Gießen gebracht, wo es bald berstarb.
† Unglücksfall im Fahrstuhl. In der Mohrschen Margarine- Fabrik in Altona geriet ein Arbeiter, der am Fahrstuhl eine Ausbesserung vornehmen sollte, zwischen diesen und die Wand. Der Kopf wurde ihm völlig abgequetscht, so daß der Tod auf der Stelle eintrat.
† Verbrannte Schnitter. Auf dem Gute Boddien in Mecklenburg brach in dem Schnitter- Kathen Feuer aus. Zwei Schnitter und eine Schnitterin konnten sich nicht retten und fanden den Tod in den Flammen. Der Vorschnitter wurde unter dem Verdacht der Brandstiftung verhaftet.
† Eifersucht auf der Bühne. In Schwarzenbach in Bayern feuerte während einer Theatervorstellung einer der Mitwirkenden auf seine Partnerin aus Eifersucht einen Revolverschuß ab. Die Schauspielerin erlitt am Arm eine schwere Verletzung. Der wütende Othello wurde von der Szene weg in Haft genommen.
† Pariser Straßenräuber. Ein Kaufmann aus Berlin hatte in einer Pariser Bank die Summe von 8000 Francs erhoben. Er wurde auf der Straße angerempelt und seiner Brieftasche mit den Banknoten beraubt.
† Ein Tunnel durch den Montblanc. In Genf sind die Verträge für den Bau des Tunnels durch den Faucille- Paß unterschrieben. Damit ist die Verlängerung der Bahn und ein Tunnel durch den Montblanc gesichert.
† Ein Kind erstickt. In einer kleinen Familienwohnung in Berlin hatte die Frau feuchte Wäsche abends an den Küchenherd zum Trocknen gehängt und während der Nacht den Kinderwagen mit dem jüngsten Töchterchen in die Küche geschoben, damit das Kindchen die ältere Schwester nicht durch Schreien im Schlafe störe. Gegen Mitternacht bemerkte man Brandgeruch. Die Wäsche in der Küche war ins Glimmen geraten, uns in dem Qualm war das Kind erstickt.
† Falsche Buchungen. In Witten a. d. Ruhr wurden bei einer außerordentlichen Revision in der Kasse der Märkischen Straßenbahn falsche Buchungen entdeckt. Angesichts dessen gestand der Kassierer, daß er Unterschlagungen in Höhe von 14 000 bis 18 000 Mark begangen habe.
† Vom Zuge überfahren. In Göttingen warf sich eine junge Dame, die in einem Sanatorium für Nervenkranke untergebracht und von dort entflohen war, vor einen Eisenbahnzug. Sie wurde überfahren und war sofort getötet.
† Bürgermeisterwahl in Halle a. S. Von der Stadtverordnetenversammlung in Halle a. S. wurde zum ersten Bürgermeister Stadtrat Dr. Riese in Breslau gewählt. Er erhielt 31 Stimmen. Auf Oberbürgermeister Kontag in Nordhausen fielen 20, auf Stadtrat Wolger in Halle 4 Stimmen.
† Opfer der Trunkenheit. In Liebemühl in Ostpreußen hatte sich ein gut situierter Glasermeister dem Trunke ergeben. Als er wieder stark bezecht nach Hause kam, fiel er auf sein in der Wiege schlafendes Kind, das dabei den Tod durch Ersticken fand.
† Große Stiftung. Der Rentner und frühere Stadt, berordnete Schlaer in Mörs hat der dortigen Stadtgemeinde sein Vermögen im Betrage von mehr als 300 000 Mark bermacht. Es soll davon eine Anstalt für alte, bedürftige Männer evangelischer Konfession errichtet werden.
† Die schlimme 13. Der Aberglaube, daß die Zahl 13 Unglück bringe, hat bei dem Tarameterbetrieb in der Stadt Oldenburg eine absonderliche Tatsache gezeitigt. Es fehlt nämlich in der Wagenreihe die Nummer 13. So kommt es, daß von den 18 Wagen, die in Oldenburg dem Verkehr dienen, einer die Nummer 19 trägt.
Ein 26jähriger
† Schrecklicher Selbstmord- Versuch. Techniker in Köln war um eines Mädchens willen des Lebens überdrüssig geworden. Mit einem Messer brachte er sich sechs Stiche in Brust und Unterleib bei und durchschnitt sich dann am linken Arm die Pulsadern, sowie alle Sehnen bis auf die Knochen. Im Hospital mußte ihm der linke Arm amputiert werden.
† Zur Kreuzotter- Plage. In Köslin ist von der Regierung in diesem Jahre die Summe von 1146 Mark an Fanggeld für Kreuzottern bezahlt. Es sind 4584 Tiere eingebracht. Auch im Vorjahre war annähernd eine ähnliche Summe bezahlt worden.
† Verschollenes Schiff. Das Segelschiff„ Ernst", das von Wyk auf Föhr mit einer Ladung Kohlen nach England amterwegs war, ist seit fünf Wochen verschollen. Es wird wohl mit der gesamten Besatzung untergegangen sein.
† Schreckenstat ciner Mutter. In Rummelsburg hat die Frau eines Tischlers, die mit ihrem Manne in Ehescheidung Tag, ihre beiden kleinen Töchter, an denen sie in zärtlicher Liebe hing, am Bettpfosten aufgehängt und dann sich selber auf ähnliche Weise das Leben genommen. Die Frau hat die Schuld an der Lösung der Ehe getragen.
† Die Heidschnucken in der Lüneburger Heide. Die beabsichtigt, in Landwirtschaftskammer 311 Hannover Timmersloh eine Eliteherde grauer Heidschnucken einzurichten. Der Rückgang des Heidschnuckenbestandes schreitet unaufhaltsam fort; gegenwärtig beträgt ihre Anzahl kaum 80 000, während sie vor 70 Jahren noch mehr als 1,5 Millionen betrug. Der Rückgang der Zucht ist eine Folge der Erkenntnis, daß durch Aufforsten und Urbarmachen der Heideflächen mehr zu verdienen ist, als mit der Zucht der Heidschnucken, die alle jungen Anpflanzungen abnagen.
† Ein Gaskrieg. Im Städtchen Tulsa in Amerika gibt es zwei Gasanstalten, die sich gegenseitig eine Konkurrenz machen, von der die Bewohner großen Vorteil haben. Zunächst gab es eine Preisreduktion nach der anderen, dann fündigten beide Teile an, daß sie bis auf weiteres ihren Kunden das Gas umsonst lieferten, und schließlich beersprachen sie noch eine Zugabe in der Form aller möglichen Kolonialwaren, wie Zucker, Kaffee oder Tabak! Viele Bewohner Newyorks, die alljährlich Hunderte von Dollars für ihre Gasrechnung aufwenden müssen, planen bereits die lebersiedelung nach Tulsa. Man fürchtet nur, daß der dortige Gaskrieg schließlich sein Ende erreichen und die Konsumenten die Kriegskosten, und zwar mit Zinsen und Zinseszinsen, werden bezahlen müssen.
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Vermischt: s.
Die größte Eisenbahnbrücke aus Holz. Der Große Salzsee im Staate Utah ist durch eine 44 Kilometer lange Eisenbahnbrücke aus überspannt worden. Die Bahn fuhr bisher im Bogen um den See, wo das Terrain mancher. lei Schwierigkeiten bot. Die Brücke geht beinahe in der Mitte des Sees über diesen hinweg, sie ruht auf schweren, 4,5 Meter von einander entfernt stehenden Jochen, deren jedes aus fünf mit einander verbundenen gerammten PfähIen besteht. Zur Verminderung der Feuersgefahr ist die Brücke mit Kies bedeckt. An Holz wurden zum Bau dieses einzig dastehenden Eisenbahn Bauwerks 125 000 Raummeter verbraucht. Die Bahnlänge wird durch die Brücke um 70 Kilometer abgekürzt.
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Deutsche Jäger in Abessynien. Auf Einladung des Königs Menelik begeben sich eine Anzahl deutscher Reichsangehöriger in die Wildgebiete Aethiopiens. Die Bestände an Dickhäutern, Elefanten, Nashörnern, Flußpferden, Schafalen und Hyänen sollen in den Niederungen am blauen Nil ungeheure sein. Photographische Aufnahmen werden interessante Einzelheiten aus den dunklen Erdteilen weiteren Kreisen bekannt machen.
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vom
Was fürstliche Empfänge und Präsidenten- Reisen fosten, darüber wird aus Paris Erstaunliches berichtet. Die französische Regierung verlangt Parlament fast 3 400 000 Frs. für die letzten Besuche. Der Empfang des Schahs von Persien und des Fürsten von Bulgarien in Paris foftete 40 000 Frs.; der Empfang der fremden Flotten 148 000 Frs.; die Reise des Präsidenten der Republik nach Spanien 410 000 Frs.; die Reise des Präsidenten selbst
Toftete 300 000 Frs.; die Instandsetzung der französischen
Gesandtschaft in Madrid aus Anlaß diefer Reise 110 000 loßwadhe. Der Baubl Francs. Der Empfang des Königs von Spanien in Frank- Tonarchen einen leifen G
reich kostete gar 622 181,50 rs.
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Impfungen gegen Typhus. In Südwestafrika hat die Impfung gegen Typhus gute Erfolge gezeitigt. Im Nobember 1904 sind bei einem durchschnittlichen Krankenstand zember 1904 bei 420 Franken 48 Todesfälle; dagegen gab es im August 1905 bei einem Durchschnittsfrankenstand von 201 Typhusfällen 6 Verstorbene und im September 1905) bei durchschnittlich 158 Kranken acht Verstorbene. Daraus geht hervor, daß die in der Zwischenzeit durchgeführte Schutzimpfung gegen Typhus einen wesentlichen Nutzen hat. Da außerdem bei den Tausenden von Impfungen, welche bereits vorgenommen worden sind, noch nie ein dauernder Schaden zurückgeblieben ist, wird men jegt jedem nach Südmestafrika Ausreisenden zur Typhusschutzimpfung fönnen.
bon 293 Typhuskranken 62 Todesfälle zu beklagen, im De- bollen Blick auf den radifa
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Als der König in B ibm zu Ehren im Safen und fah, daß man die fi Durch Ketten abgesperrt ie ein Junge über di Fööniglichen Tribüne führ mal. Wenn der König a wal, daß er von fünf Sitternacht repräsentier fei nem Ministerpräfident
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Räuberbande in Sevilla war derartig zu Ansehen bei der dortigen Bevölkerung gelangt, daß eine illustrierte Madrider Rundschau einen Berichterstatter und einen Photographen nach Andalusien schickte, wo die Bande operierte. Der Hauptmann Vivillo erwies sich sehr freundlich, er saß gern dem Photographen und ließ sich auch interviewen, worauf er die beiden Pressevertreter in Gnaden entließ.
Der gemütliche Räuber- Hauptmann. Eine spanische fuah.„ Es ist eine Bittsch
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Belohnte Ausdauer. Zwei Amerikanerinnen, Mutter und Tochter, wollten in Kingstown in Irland den Post dampfer„ Cedwif" besteigen. Sie kamen zu spät dort an. Sie fuhren mit dem nächsten Zuge nach Queenstown, wo sie indessen das Schiff wieder abdampfen sahen. Ohne Säumen ließen sie den schnellsten Schleppdampfer heizen und setzten dem Postdampfer nach, der sie auf hoher See glücklich an Bord nahm.
reicht worden ist; id em merffamteit, und ich wün Boer Minifter wollte etwas
rradh ibn mit den Worten eln Sie danach!" Nun and fab, daß es bom Ro onard verlangte, wie d fundentag und vollst In Madrid hielt einn Tiden Araftwagen auf de Fannte aber fofort feinen Sigungen. Der König wo angehalten worden sei. Straße nicht fahren dürfen ermiderte der König, will In Berlin hat man alle ehren, die Einzugsstraße Den burger Tor, auf dem ridtet und über die mi Eraße Unter den Lin Bum Schloffe geleiten. ießt sich an. Alfonfo
Bekämpfung des Modegiftes Lysol. Gegen den unbeschränkten Verkauf des so gefährlichen Lysols sollen jetzt Maßregeln ergriffen werden. Die große Giftigkeit dieses Mittels, durch das in jüngster Zeit ein großer Prozentsaz aller Selbstmorde veranlaßt wird, haben dazu geführt, daß der Reichskanzler eine einheitliche Handhabung des LysolVerkaufs in den deutschen Apotheken und Drogenhandlungen herbeizuführen wünscht. Preußen wird im Bundesrat den Antrag stellen, Lysol dem freien Verkehr zu entziehen und es den Giften einzureihen, die nur unter besonderen Voraussetzungen verkauft werden dürfen.
§ Der verliebte Ehemann. Das Pariser Schwurgericht berhandelte über einen merkwürdigen Fall. Zu Anfang des Jahres verheiratete sich ein junges Mädchen mit cinem Mann namens Baudent, aber schon vierzehn Tage nach der Hochzeit kehrte die junge Frau zu ihren Eltern zurück, weil ihr Mann zu zärtlich war. Eines Tages hatte er ihr sogar 932 Küsse gegeben. Da sie so viel Liebe unmöglich ertragen fonnte, leitete sie die Scheidung ein. Bei dem letzten Verhör feuerte Baudent einen Revolver auf seine Frau ab, aber die Kugel traf sie zum Glück nicht. Auf ihre Gegenbeschuldigungen brachte er vor:„ Ich habe zehn Jahre dich leidenschaftlich geliebt, aber du hast mich nie geliebt." Baudent wurde freigesprochen und man hofft auch, daß seine Frau die Scheidungsklage zurückziehen wird.
§ Freiherr von Lühow wegen Betrage3 verurteilt. Der aus dem Tausch- Prozesse bekannte Freiherr von Lüzow hatte sich vor dem Landgericht in Hamburg wegen Betruges zu verantworten. Er hatte seine Stellung bei den Wohltätigkeitsanstalten in Kropp dazu benutzt, um durch unerlaubte Manipulationen auf den Namen der Anstalt sich Geld zu verschaffen. Es handelte sich um 3500 Mark. Der Angeklagte wurde zu sechs Monaten Gefängnis und drei Jahren Ehrverlust verurteilt.
§ Der Scheidungsprozeß im Hause Koburg. Prinzessin Luise von Koburg hat, nachdem ihr die Entscheidung des Gothaer Gerichtshofes mitgeteilt worden war, ihren Anwalt beauftragt, dem Gerichte zu erklären, daß sie die Zuständigkeit des Gothaer Gerichts nach wie vor anzweifele und Berufung gegen den Entscheid einlegen werde.
Alfonso XIII.
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in Darmstadt zurückerwart
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Prinz und Pri perben heute Abend in *** Zur Landtag bgeordnete, Bürgermeister hat sich bereit erklärt, eine gefihert ist. Wie das„ M infolge der Aussichtslosigte ** Nebertragen w Griesheim, eine Lehrer Gißen; der Lehrerin M ine Lehrerinnenstelle an dem Schulamtsaspiranten S him die Lehrerftelle an d * Militärisches.
Reg. Kaiser Wilhelm( 2. 5. Movember aus dem F heutigen Tage in der ar geeftelt.
Ld. Jäher Zod. Sahaber der Dampfwaj fig auf einem Bergnüge bad bau befand, plöglid begab sich hinaus und bro
tt. Stadttheater führung des originellen bjonders hingewiesen, ba Bertes sein dürfte. ** Der Turnverei Berordentliche Mitgliede hierdurch besonders aufmer ** Dem Zirkus O f Dswalds- Warten fei c befte Auf voraus. Maht der Birlus vos au einem weithin leuchtende ufen fein Janeres, die 9 z, der weiße Grund d Drchefterloge, überhau Den Eintretenden eine brud hervor. Das entlich reichhaltig un
- Intimes aus dem Leben des spanischen Königs. ,, Aus dem Lande der Kastanien" kommt heute ein jugendlicher König, um in des Reiches Hauptstadt den Deutschen Kaiser zu besuchen, mit ihm Freundschaftsverficherungen auszutauschen und seines Landes Sympathie für deutsche Sitte und deutsche Art zu bekunden. Kaiser Wilhelm ist in Spanien fein fremder Mann, die Erinnerung an feine Kraftvolle Persönlichkeit, welche die Spanier erst bor berhältnismäßig furzer Zeit aus eigener Anschauung fennen und schäßen lernten, lebt in den Tälern der Pyrenäen und an den Ufern des Duero. Die Spanier begleiten ihren jungen König, der noch ein Kind war, als die Krone beim Tode Alfonso XII. an ihn fiel, mit ihren Wünschen auf seiner Reise zur nordischen Metropole Berlin. Denn Sie haben den König gern. Schön ist er nicht," sagen sie. aber er ist so sympathisch."
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bodem hervorragend bude und dessen übri Bau fe im Marstall befi Deren Darbietungen, Farbe, Stierbreffur, ffte und dergl. be undenen gymnaftif biefem Gebiete Fräulein Raiser Erstaunliches M ntereffanten Anblid g
Was an Alfonso XIII. vor allem gefällt, ist seine Liebenswürdigkeit und Einfachheit. Der König haßt die Etifette und weilt gern mitten unter seinen Untertanen; als er am Charfreitag dieses Jahres zu Fuß aus der Kirche ins Schloß ging, drängte sich auf der Straße das Volk an ihn heran und jubelte ihm in enthusiastischer Weise zu. Montserrat ging er einmal seinen Hofstaat durch; man suchte ihn lange Zeit und fand ihn schließlich auf dem Felde bei den Flurhütern, denen er bei einem Gläschen Wein und zahllosen Zigaretten Räubergeschichten erzählte. Auch sonst unterhielt er sich auf seiner Reise durch Catalonien häufig mit einfachen Arbeitern; er plauderte mit ihnen wie mit guten Kameraden und freute sich königlich, wenn seine Minister ob feiner ganz unköniglichen Nonchelance lange Ge fichter machten.
Ebenso bekannt, wie seine Schlichtheit ist sein drastischer
ein Schächtelchen mit Mandelbonbons, eine etwas
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ie die Geschw.
Rig Dora Nellys Do leitung von 6 Sunder
ein einzig daftehender S
Mit und sein ausgelassener Humor, der aber nie zur Bös- bie spanisch- mexitanische artigkeit ausartet. In Arenys de Mar überreicht man ihm zwei prachtvollen rüchige" Spezialität des Ortes. Gerade in diesem Augen ginellen Entrees hervor
,, an
blic follen die offiziellen Begrüßungsreden gehalten werden. Der König streckt das Schächtelchen nach dem Abgeordneten Sagnier hin, nötigt ihm zwei Bonbons auf und Saat, als er sieht, daß der unglückliche Deputierte den Mund boll hat:„ Nun, Herr Sagnier, haben Sie das Wort!" Eines Tages scherzte der König mit einem älteren Offizier der
Clowns, von denen befo
Bublifums wesentlich ** Bu einem gla Winterbergulingen S Euryalle, die doch gewi mag, war bis auf den langen flotte Rufitwei


