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fordert worden, gesetzlich nicht zulässig sei, gäbe es nur ein Mittel, die strenge Bestrafung der Leiter des Blattes. Er beantragt gegen den Angeklagten ein Jahr sechs Monate Gefängnis, Auferlegung der Kosten, Publikationsbefugnis für den Minister und Anrechnung der Untersuchungshaft nur von der Verhaftung des Angeklagten( 9. September bis 2. Dezember).

Die Verteidiger hielten die Behauptung aufrecht, daß der Minister im Ries- Prozeß in seiner Zeugenaussage wich tige Dinge verschwiegen habe. Sie beantragen Freisprech ung oder eine ganz geringe Strafe. Rechtsanwalt Herz be hauptete, daß es der Verteidigung unmöglich gemacht sei den Wahrheitsbeweis zu führen.

Hof und Gesellschaft.

Der Kaiser wurde bei der Ankunft in Neapel bon einer gewaltigen Menschenmenge begrüßt. Eine Ab­ordnung der deutschen Kolonie war der Hamburg", die wider Erwarten erst Mittwoch früh um Uhr vor dem Hafen erschien, entgegengefahren. Majestätisch passierte das prächtige Schiff die Reihe der italienischen Kriegsschiffe. die den Salut abgaben. Die Mannschaften sämtlicher Schiffe begrüßten den Kaiser, während die Musikkapellen " Heil dir im Siegerfranz" spielten. Die Mannschaften der " Hohenzollern" und der Hertha" brachten ein dreifaches Hurra aus. Um 10% Uhr warf die Hamburg", umgeben von mit Zuschauerm dicht besetzten Booten, an der Mole San Vincenzo Anker. Um 11 Uhr begaben sich der deutsche Bot­schafter Graf Monts und die Spizen der Behörden an Bord der Hamburg", um den Kaiser zu begrüßen und verweilten dort etwa 20 Minuten. Inzwischen war auch Prinz Adalbert bon Preußen, der auf der Hertha" nach Neapel gekommen war, an Bord gegangen, wo er mit seinem Vater das Früh­stück einnahm. Die Zusammenkunft des Kaisers mit dem König Viktor Emanuel III. von Italien ist auf die Morgen­stunden des Donnerstags festgesetzt. Die Stadt Neapel ist geschmückt. Neben italienischen wehen überall deutsche Fahnen.

Heer und flotte.

Die Außerdienststellung der veralteten Schul- und Ber­suchsschiffe ist jetzt beendet. Sie sind durch neue ersett wor­den.

worauf eine große Anzahl von Verhaftungen vorgenommen wurde.

A Aufruhr in einem italienischen Zuchthause. Wie aus Venedig berichtet wird, brach im Zuchthause Castel Franco ein gefährlicher Aufruhr unter den Sträflingen aus. Dabei wurden fünf Aufseher verwundet und ein Sträfling getötet.

+ Ginst Minister und jetzt Dieb. In London wurde dieser Tage ein Mr. Slattery od drei Jahren und sechs Monaten Zuchthaus verurteilt war abgefaßt, als er sich die statt­liche Summe, von 600 Pfund Sterling widerrechtlich an­eignete. Mr. Slattery stammt aus Neu- Südwales, wo er eine Zeitlang Sen Posten des Ministers der öffentlichen Ar­beiten bekleidete

Die Schiffsartillerie verfügt über das Linienschiff Schwaben", den großen Kreuzer Prinz Adalbert" und die Heinen Kreuzer Undine" und Nymphe. Vineta" und ,, München" sind unter die Inspektion des Torpedowesens ge= treten und werden für Torpedoversuche verwendet. Die alten Schiffe Mars"," Ulan" und" Hai" dienen jetzt ledig­lich als Ererzierschiffe und Tender. Das Neichsmarineamt hat den Kieler Dampfer National" für Vermessungen der Ostsee gemietet und läßt ihn auf der Reichswerft zum Ver­nessungsschiff einrichten. Das Kommando übernimmt Kapitänleutnant Lebahn. Es ist das letzte Mal, daß die Marine einen Privatdampfer als Vermessungsschiff ver­wendet. 1906 übernimmt der auf der Weserwerft im Bau befindliche Vermessungsdampfer die hydrographischem Ar­beiten in der Heimat.

Deutfcher Reichstag.

( 178. Sigung.)

CB Berlin, 4. April.

Auf ein Attentat ausständiger Arbeiter wird eine Gas­erplosion zurückgeführt, durch die in der Kohlengrube von Josef Leiter zu Zeiglin( Illinois) 20 Personen getötet und 18 verwundet wurden. Man schiebt die Schuld den früher dort beschäftigten organisierten Arbeitern in die Schuhe, die nach dem letzten großen Ausstand nicht wieder eingestellt wurden.

Ein großer Brauerstreik im Rheinland ist im Anzug. In Köln haben in der Brauerei Altenburg die Brauer die Arbeit niedergelegt. Danach haben 3 der größten Braue­reien Kölns und Umgebung sich mit der Brauerei Alten­burg solidarisch erklärt und die Aussperrung aller der Or­Janisation der Brauereiarbeiter angehörenden Personen be­schlossen. Weitere Abwehrmaßregeln gegenüber den Ver­juchen eines terroristischen Vorgehens der Arbeiter sollen in Aussicht stehen.

Beim Stapellauf gekentert. Es kommt nicht oft vor, baß ein Schiff, kaum daß es in sein Element hinabgeglitten ist, schon sich dem Untergange geweiht sieht; pflegt doch jeder Stapellauf mit den erdenklichsten Vorsichtsmaßregeln vor sich zu gehen. Im Hamburger Hafen trat dieser Tage ein solches Ereignis ein. Der große Fischdampfer Gadus" fam so unglücklich zu Wasser, daß er sofort fenterte und zu Grunde ging. Zum Glück ist bei dem eigenartigen Unfall fein Menschenleben zu beklagen.

bärden zum Verlassen des Geleises bewegen. Die beider Wächter wurden von der Lokomotive erfaßt und überfahren. Frittum wurde als schrecklich verstümmelte Leiche hervor. gezogen, Faita lebensgefährlich verletzt, indem ihm der rechte Schenkel vollständig abgetrennt wurde. Auch er dürfte nicht mit dem Leben davonkommen.

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+ Ein Pistolenduell mit tödlichem Ausgang fand in der Tegeler Heide bei Berlin statt. Das Opfer war der südafri kanische Farmer Emil Zipplitt, der von dem Ingenieur von Coblinski einen Schuß in den Unterleib erhielt und nach furzer Zeit im Hospital seiner Verwundung erlag. Ursache des Tuells war ein Wirtshausrenkontre, bei dem Zipplitt schwer beleidigt wurde. Der Erschossene war einer der Dele. gierten der durch den Hereroaufstand geschädigten deutschen Kolonisten des Bezirks Großfontein. An der Verteidigung dieses Plates hatte sich Zipplitt heldenmütig beteiligt, nach: dem er wie durch ein Wunder von seiner durch Herero be lagerten Farm entkommen war. Sein Duellgegner, ein russischer Untertan, ist als fluchtverdächtiger Ausländer berhaftet worden.

O Eine Schwindlerin im großen Stil ist die 38jährige Hausadministratorin Kubowsky, die sich demnächst wegen ihrer Taten vor Gericht zu verantworten haben wird. Schon bei Lebzeiten ihres Mannes, eines Zahntechnikers, trieb sie es bunt genug. Mit dessen bestem Freunde, einem Forstbeamten, ließ sie sich auf ein Liebesverhältnis ein und versette ihren Mann derartig in Eifersucht, daß er mit dem Messer auf das verräterische Paar losging und dem falschen Freunde die Waffe ins Herz stieß. Neuerdings hatte die Dame sich auf das Geschäft verlegt, franke, einsam stehende Greise zu Tode zu pflegen und sich dann den Nachlaß anzu­eignen. Auf diese Weise hatte sie sich in mehreren Fällen die stattliche Summe von 100 000 kronen angeeignet. Be­sonders die Bankdepots und Sparkassenbücher ihrer Pfleg­linge wußte die schlaue Betrügerin beizeiten für sich in Sicherheit zu bringen.

Vor Eintritt in die Tagesordnung machte heute der Präsident Graf Ballestrem Mitteilung von dem Tode des nationalliberalen Abgeordneten Wallbrecht, dessen Andenken die gesamten Mitglieder des Hauses in üblicher Weise durch Erheben von den Pläzen ehrten. Sodann wurde der dritte Nachtragsetat für das Rechnungsjahr 1904 mit den Forderungen für Südwestafrika in dritter Lesung debattelos angenommen; ebenso nach kurzer Begründung durch den nationalliberalen Abg. Lucas ein von allen Parteien unterschriebener Antrag, den Kreis der Personen, denen von Eintragungen im Grundbuch Mitteilung gemacht werden muß, zu erweitern. Es folgten Wahlprüfungen, deren mehrere diskussionslos erledigt wurden. Eine längere und stellenweise erregte Erörterung rief nur das Mandat des Abg. Barbeck von der freisinnigen Volkspartei hervor, das die Wahlprüfungskommission für gültig erflären wollte, während die Sozialdemokraten und ein Teil des Zentrums die ungültigkeitserklärung für geboten hielten. Die nament­liche Abstimmung hierüber ergab die Anwesenheit von nur 171 Abgeordneten, also die Beschlußunfähigkeit des Hauses. Die Sigung mußte daher abgebrochen werden. ( 179. Sigung.)

CB Berlin, 5. April.

Auf der Tagesordnung stand heute eine Vorlage von großer praktischer Bedeutung für alle Gewerbetreibenden, nämlich die neue Maß- und Gewichtsordnung. Ihre Haupt­bestimmungen sind die Einführung einer zwangsweisen periodischen Nacheichung anstelle der bisher üblichen Revi­sionen der Meßgeräte und die Verstaatlichung der Eich­ämter. In der Debatte machten einige Redner Bedenken gegen Einzelheiten des Gesetzes geltend, im allgemeinen aber fand die Vorlage, die einer Kommission von 21 Mitgliedern überwiesen wurde, die Zustimmung aller Parteien. Nachdem dann noch eine lange Reihe von Petitionen ohne wesentliche Diskussion nach den Anträgen der Kommission erledigt wor­den war, wurde die Sigung bereits um 24 Uhr geschlossen.

Nab und fern.

O Die Schuld an dem Liegniter Eisenbahnunglück trifft nach den bisherigen Feststellungen den Führer der Rangier­maschine. Er wollte kurz vor dem einfahrenden gemischten Zuge ein Nebengleis erreichen, führte aber den Zusammen­stoß herbei, bei dem 36 Personen verunglückten, von denen drei tot, sechs schwer und die übrigen leicht verletzt sind. Der schuldige Führer hat sich seiner Verhaftung durch die lucht entzogen.

Verhindertes Attentat auf einen Personenzug. Um sich an seinem früheren Dienstherrn zu rächen, kam der Knecht Schmidt auf die Idee, bei der Station Stockheim ein Attentat gegen einen Zug ins Werk zu sehen, in dem sich der Verhaftete befand. Er wälzte einen mächtigen Stein auf das Geleis, doch entdeckte der Bahnwärter noch zur rech ten Zeit das Bubenstück, das die verhängnisvollste Folgen hätte haben können.

Die Hungersnot in Spanien. Aus Madrid wird ge meldet, daß die furchtbare Trockenheit in Andalusien und Estremadura weiter anhält. Es sind 35 Grad im Schatten. Das Getreide ist verdorrt. Das Vieh stirbt vor Hunger. Der Preis für Getreide geht zusehends in die Höhe. Die Brot preise in Madrid steigen.

Ein neues Zerwürfnis im belgischen Königshause. In Brüssel heißt es, daß der Bruch zwischen König Leopold und der Prinzessin Clementine, von dem schon seit längerer Zeit die Rede war, sich derartig erweitert hat, daß die Prinzessin nicht mehr mit ihrem Vater zusammen leben will. Es ist zweifelhaft, ob die Prinzessin von ihrer Reise wieder nach Brüssel zurückkehrt, auf jeden Fall aber wird sie einen geson­derten Wohnsitz beziehen. Den Gerüchten über eine bevor­stehende Verlobung der Prinzessin schenkt man bisher keinen Glauben.

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Verschollener Dampfer. Der Dampfer der Sloman Linie Marseille", Kapitän Ahlborn, ist so lange überfällig, daß man in Hamburg sehr ernstliche Befürchtungen für dessen Schicksal zu begen beginnt. Die Marseille" ist am 1. Je bruar von Hamburg nach dem Mittelmeer abgegangen; am 15. März war sie im spanischen Hafen Kartagena. Am 26. März hätte der Dampfer demnach in der Heimat sein müssen. Man muß nachgerade annehmen, daß er in den letzten Stür men verunglückt ist. Erst vor einigen Tagen langte ein Dankschreiben des französischen Seeamts bei der Reederei bon Sloman an, das dem Kapitän Ahlborn von der Mar­seille" und seiner waderen Mannschaft gilt, die mit außer­ordentlicher Bravour die Mannschaft des in Brand ge­ratenen französischen Dampfers Loire" abbarg.

Einen Ueberfall auf einen Berliner Geldbriefträge jekte ein Strolch ins Werk, dessen Personalien bisher nicht festgestellt werden konnten. Er suchte dem Beamten auf der Treppe eines Hauses die Geldtasche gewaltsam zu ent reißen und stach, als ihm das nicht gelang, mit einer spitzen Feile nach ihm. Er brachte ihm jedoch nur eine unbedeutende Fleischwunde in der Schulter bei. Der Verbrecher, der nun auf das Hilfegeschrei des Ueberfallenen die Flucht er: griff, wurde von Passanten festgenommen und der Polizei übergeben.

+ Gewaltige Erdbeben in Indien haben große Verheerun gen angerichtet und viele Menschenleben zum Opfer gefor dert. Der volle Umfang des Schadens ist bisher noch nicht zu übersehen.

Von Stufe zu Stufe. In das Untersuchungsgefängnis zu Dresden wurde ein Freiherr v. Helldorf wegen mehrfacher Bechprellereien eingeliefert. Der Freiherr, der früher ein großes Vermögen besessen haben soll, hat seit längerer Zeit in der Nähe von Dresden mittellos gelebt und verschiedene Wirte und andere Personen um namhafte Beträge betrogen. Schwere Streifergesse tamen in Wien vor. Tausend ausgesperrte Tischler, die eine Demonstration in der Bri­gittenau bersuchten, griffen die einschreitende Polizei mit einem Steinhagel an. Die Polizisten zogen daraufhin blank und im Handgemenge wurden viele Streifende verwundet,

Hessischer Landtag.

Darmstadt, 5, April.

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Die Sigung wird durch den Präsidenten Haas 9 Uhr eröffnet und bringt die Generaldebatte über das Landwirtschaftskammergeset. Abg. Molthan begrüßt die Vorteile, die der Landwirtschaft aus dem Ge­set erwachsen werden, hat jedoch gegen Einzelheiten der Vorlage Bedenken. So namentlich gegen den im Entwurf vorgesehenen Modus der indirekten Wahl. Im gleichen Sinne spricht Abg. Hauck sich aus, der ebenfalls das in irekte Wahlsystem befämpft. Abg. Wolf vermag ein Bedürfnis nach einer Landwirtschaftschaftskammer nicht unbedingt ein­zusehen und meint, die Organisation, wie sie geplant sei, würde viel zu kompliziert. Ec wünsche, daß das Hauptge­wicht auf die Provinzialgliederung gelegt werde. Auch er ist ein Gegner der indirekten Wahl. Ministerialrat Braun motiviert ausführlich die im ursprünglichen Entwurf nieder­gelegte Stellung der Regierung. Die Regierung habe sich im Interesse des Zustandekommens dieser wichtigen Vorlage zu einem compromiß mit dem Ausschuß über eine Reihe von Einzelfragen verstanden. Mit der Einführung der indirekten Wahl gabe man den Wünschen der um ihre Meinung befragten landwirtschaftlichen Interessenvertretung Folge geleistet. Abg. Haas tritt dem Abg. Wolf entgegen, dessen Verlangen einer Dezentralisation der landwirtschaft­lichen Interessenvertretung er entschieden verurteile. Dem lofalen Bedürfnisse tönne auf das beste Rechnung getragen werden, wenn die Landwirtschaftskammer durch Vertrauens­leute im ganzen Lande mit den Berufekceisen Fühlung unterhalte. Der Redner bittet zum Nußen der Landwirt­schaft dem Entwurf Gesezeskraft zu geben. Die süddeutschen Staaten warten nur auf uns. Gehen wir voran, sie werden uns folgen und dann lasse sich erhoffen, daß in nicht allzu ferner Beit eine Reichslandwirtschaftskammer die gesamte deutsche Landwirtschaft vertreten wird. Abg. Heidenreich wendet sich ebenfalls gege jede Dezentralisation.

An Einzelheiten über die Katastrophe wird berichtet, daß in der Morgenfrühe des 4. April die Gegend nördlich bon Apia bis südlich von Simla durch 11 kurz hinterein. ander folgende heftige Erdstöße heimgesucht wurde, von denen der erste volle 3 Minuten andauerte. In Lahore sind Häuser eingestürzt, und man befürchtet, daß viele Personen ums Leben gekommen sind; mehrere Moscheen haben starke Beschädigungen erlitten. In Mussooree ist nicht ein Gebäude, das nicht beschädigt wäre. Der linke Flügel des Savoy­Hotels ist eingestürzt, die neue katholische Kirche liegt in Trümmern; an vielen Orten sind Erdstürze erfolgt. Ebensc haben Delhi und Simla gelitten, und auch an anderen Orten wurde großer Schaden angerichtet.

Angeblich aus der französischen Gefangenschaft nac Deutschland zurückgekehrt ist ein etwa 55-60 Jahre alter Mann, der in Mainburg ausweis- und mittellos angehal ten wurde. Er behauptet, der seit der Schlacht bei Orleans am 8. Dezember 1870 vermißte Soldat des 10. bayerischen Infanterie- Regiments( 9. Kompagnie) Leonhard Schlicht aus Aigelsbach zu sein. Nach der Schlacht bei Orleans sei er in französische Gefangenschaft geraten und zunächst nach der Insel Oleran und dann nach Algier gebracht worden. Im Januar 1871 wäre er durch einen angeblichen preu Bischen Agenten, der ihn zu befreien versprach, mit 40 an deren Gefangenen an eine afrikanische Räubergesellschaft ver raten worden. Diese habe ihn 30 Jahre lang in der Skla berei gehalten, wo er die schwersten Arbeiten in der Wüste zu verrichten hatte. Vor Jahren erst sei es ihm geglückt, nach Tanger und von dort schließlich nach Rotterdam zu ent kommen, von wo er sich nach Deutschland durchgebettelt habe.

Zwei Menschenleben für einen Hund. Eine furchtbare Tragödie spielte sich auf der Station Handelskai der Wiener Donaueisenbahn ab. Ein einem Bahnwächter gehöriger Hund sprang furz vor einem Personenzug auf das Gleis. Um den Hund zu retten, sprangen die Bahnwächter Frittum und Faita nach und wollten das Tier durch Rurufe und Ge.

Lokales.

6. April 1905

** Landeslotterie.( Privattelegramm.) Bei der heutigen Ziehung der 6. Hess.- Thür. Landeslotterie wurden gezogen 50000 Mt. auf 42 205, 20 000 Mt. auf 17186, 8000 Mt. auf 124, 11682 und 16 585, 5000 Mt. auf 39 870, 2000 Mt. auf 941, 1024 und 1930.

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** Die, Darmstädter Beitung" ist zu der Mitteilung ermächtigt, daß der Großherzog nach Kenntnißnahme von den Verhandlungen der Ersten Kammer zum Staats. voranschlag Anlaß nahm, dem Finanzminister v. Gnauth erneut sein volles Vertrauen, insbesondere auch sein volles Einverständnis mit der von Gnauth vertretenen Staats­steuerpolitit auszudrücken.

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Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich gestern Abend 6 Uhr in Gießen am Neubau der chirurgischen Klinik an der Frankfurterstraße. Ein bei Jäger& Rumpf beschäftigter, verheirateter Arbeiter stürzte vom dritten Stockwert zur Erde, wo er blutüberströmt und bewußtlos liegen blieb. Er wurde sofort nach der alten Klinik ver­bracht. Außer schweren äußeren Verlegungen, einem Bein­bruch, hat er anscheinend schwere innere Erschütterungen erlitten.

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preisen. Der große Erfolg, den der Vortrags- Abend der Mitglieder des Stadttheaters am Dienstag hatte, veranlaßt

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zu wiederholen. Es ist dies die unwiderruflich letzte Ver­anstaltung, welche auch nur durch die Liebenswürdigkeit des Herrn Direktors H. Steingoetter, durch freundliche Ueber­

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