Einzelbild herunterladen

Ungeduld besseren Nachrichten aus oem uyrrevter ent­gegen. Man möchte von Verständigungen hören, von der Menanbahnung geordneter Verhältnisse, d. i. von der Rück­Fehr zur Arbeit unter befriedigenden Arbeitsbedingungen. Noch wartet man vergeblich. Der Minister des Innern be­reist den Bezirk- eine lebendige Warnung gegen Aus­schreitungen. Von ihm aber kann der Frieden nicht kom­men. Den sollten die Bergwerksbesitzer bringen, und diesen gegenüber wird vielleicht der Handelsminister sanfte Gewalt anzuwenden haben. Oberschlesien zeigt, daß bei gutem Wil­Yen gegen das Streiffieber schon etwas auszurichten ist. In Zabrze hat die königliche Berginspektion den Arbeitern, die ohne Ermächtigung drei Tage feiern, mit Entlassung gedroht, mit Entlassungen auch schon den Anfang machen müssen. Das ist kein übles Zeichen, besonders, da zugleich hervorgehoben werden kann, daß das sonstige Verhalten der Bergarbeiter auch in Oberschlesien nichts zu wünschen übrig läßt. Die Berginspektion würde den entscheidenden Schritt nicht getan haben, wenn sie ihrer Sache nicht ziemlich sicher wäre. Die Zahl der Streifenden hat in den wesentlichsten oberschlesischen Gruben sehr abgenommen, auf die Hälfte und noch weit darunter. Die Zugeständnisse, die man den Arbeitern gemacht, haben gute Wirkung geübt. So wurde den Schleppern auf der Friedensgrube der Antonienhütte die Forderung einer Erhöhung des niedrigsten Lohnes von 15 auf 20 Pfennig pro Kasten ohne Zögern bewilligt; über andere Forderungen wird unterhandelt.

Die Politik.

Klima in kurzen Zwischenräumen erforderte Aufstandsbe­wegung den landesüblichen Fortgang genommen. In der Hauptstadt führte sie zu einigen Ruhestörungen. Mehrere Polizeiposten wurden von einem etwa dreißig Mann starken Haufen angegriffen; der Angriff wurde aber überall abge­schlagen. Eine kleine Gruppe machte einen Angriff auf das Arsenal, der ebenfalls zurückgeschlagen wurde; die An­greifer wurden gefangen genommen. Es geht das Gerücht, zwei Regimenter hätten sich empört und marschierten gegen Buenos Aires. Die Regierung war von dem Plan des Aufstandes unterrichtet; sie hat alle Maßnahmen zu einer Unterdrückung ergriffen.

Eine bemerkenswerte flottenfreundliche Kundgebung wird aus München gemeldet. Die Handels- und Gewerbe­fammer für Oberbayern hat erklärt, daß sie in einer starken deutschen Kriegsmarine die Hauptgewähr für eine friedliche Weiterentwickelung unserer internationalen Handels­beziehungen, sowie für die Sicherheit unserer Handelsflotte und damit von Deutschlands Handel und Industrie erblicke. Sie erachte daher die weitere beschleunigte Ausgestaltung der Flotte als eine dringende, durch die wirtschaftlichen In­teressen des deutschen Volkes gebotene Notwendigkeit und begrüße aufs freudigste die dahin zielenden Brebungen des Deutschen Flottenvereins, denen sie vollen Erfolg wünsche. Es ist eine alte Wahrnehmung, daß die Freude am Meer mit der Entfernung von ihm wächst. Die Strand­Lewohner sind mit dem Meer zu familiär, sie haben zu biel mit ihm tagtäglich zu tun, als daß sie zu begeisterter Betrachtung Zeit und Neigung hätten. Die echte Landratte, die nur an seltenen Feiertagen die See zu sehen bekommt, hat für sie die schwärmerischste Liebe. So ist die Liebe zum Meer prächtig und wirkungsvoll verteilt: der Anwohner liebt es als seine Lebensgenostin, der Binnenländer netht ihm seine höchsten Gefühle. Darum ist die Flotte in ganz Deutschland, selbst als es ein Deutschland noch gar nicht gab, überaus populär gewesen, und der Stolz auf unsere Kriegs­marine ist im Süden des Reichs gewiß nicht geringer, als im seebespülten Norden.

frankreich.

Celogen wie telegrappiert unserem ständigen Korrespondenten.) Berlin, 4. Februar.

Fürst Bismarck hat einmal dem alten Wort Gelogen wie gedruckt" modernes Gewand gegeben, indem er dafür sagte ,, Gelogen wie telegraphiert". Und dabei hatte er nicht ein­mal Leistungen des Telegraphen vor sich gehabt, wie sie uns jezt täglich aus Rußland vorliegen! Es wird in Rußland gegenwärtig mehr denn je- telegraphiert. Man darf sicher sein, daß jeder Meldung von dort ohne Ausnahme das Dementi folgt; man ist aber gar nicht sicher, ob die Meldung richtig ist oder das Dementi, oder ob nicht beides erlogen ist. Unter diese unverbrüchliche Regel fällt das Gleichgültige ebenso wie das Wichtige. Aus der nämlichen amtlichen Quelle und zur gleichen Zeit kommen Nachrichten, die gar nicht nebeneinander bestehen können. Die Ruhe ist wieder­gefehrt, heißt es in dem einen Telegramm, die Arbeit ist überall neu begonnen. Kaum hat man hiervon mit Befriedi­gung Kenntnis genommen, so erfährt man, daß in der Gegend von Sosnowice Umzüge der Streikenden durch ihre bloße Massenhaftigkeit den Zugverkehr auf den Eisenbahnen unterbrachen, daß die Ausständigen in der Gegend von Dombrowa den Bahnhof der Weichselbahn in Strzandeszyce verwüstet und die nach Warschau verkehrenden Züge aufge­halten haben, daß in Lodz eine einzige Salve des aufge­botenen Militärs 54 Personen tot oder verwundet nieder­warf, daß Dombrowa eine starke Garnison erhalten hat, um Ausschreitungen der Ausständigen zu verhüten. Bis auf das Weichselgebiet ist der ordnungsmäßige Zustand herge­stellt, heißt es in einem weiteren Telegramm, dem die Mel­dung unmittelbar folgt, daß in Minsk die Apotheker streiken

Die Volksbewegung in Rußland findet, wie begreif­lich, in dem überwiegend demokratisch gesinnten Frankreich lebhafteste Sympathie, und dem entspricht es, daß man allenthalben Proteste gegen die russische Regierung bringt, die den bescheidensten freiheitlichen Wünschen mit so un­bedingter blehnung entgegentritt. Daraus entsteht natur­gemäß ein Zwiespalt, da das offizielle Frankreich mit dem offiziellen Rußland verbündet ist. In Paris hat sich eine Vereinigung Freunde des russischen Volkes" gebildet, die sich zur Aufgabe gestellt hat, die öffentliche Meinung über die Vorgänge in Rußland aufzuklären und die Sympathien der Franzosen für den Freiheitskampf der Russen diesen zur Kenntnis zu bringen. An der Spite der Vereinigung stehen Schriftsteller Anatole France, Sena­tor George Clémenceau und Adolfe Carnot, ein Bruder des verstorbenen Präsidenten. Mit einer in Frankreich nicht immer üblichen Besonnenheit haben die Vereinsleiter von einer für Sonntag, den 5. Februar, geplanten Demonstra­tion am Grabe des russischen Revolutionärs Peter Lawrons abgeraten, damit nicht die französische Regierung den ihr willkommenen Anlaß finde, eine Massenausweisung russi­scher Flüchtlinge auf Grund des Anarchistengesetzes vorzu­nehmen. In Paris haben bereits mehrere öffentliche Ver­sammlungen stattgefunden, in denen gegen die Haltung der russischen Regierung lebhaft protestiert wurde.

England.

ein Streif, der wohl ohne gleichen ist, daß in Kjalce die Schüler der oberen Klasse in lärmendem Aufstand Un­terricht in polnischer Sprache, die Anstellung ausschließlich polnischer Lehrer und die Einstellung des Unterrichts in der Mädchenschule verlangten. Das klingt wie Operettentert, über den man gern lachen würde, schlösse sich nicht die ernst­hafte und die Lage in trübem Licht zeigende Meldung an, daß in Moskau die Universitätsvorlesungen bis zum Herbst

A Eine ungemein kriegerische Sprache gegen Deutschland führte der Zivillord der Admiralität, Artur Lee, in einer Rede, die er in East- Leigh hielt. Er sagte, die Regierung habe nicht mehr so sehr Frankreich und das Mittelmeer zu überwachen, als mit Unruhe, obschon nicht mit Furcht, nach der Nordsee hin zu blicken. Aus diesem Grund seien die englischen Flotten so umgestaltet worden, daß sie der Ge­fahr von dieser Seite trogen können. Wenn es unglück­licherweise zu einer Kriegserklärung kommen sollte, würde die englische Flotte den ersten Schlag führen, noch ehe man auf der anderen Seite Zeit gehabt hätte, die Kriegserklä rung in den Blättern zu lesen. Der sätelrasselnde Lord scheint einen Leitartikel der Times" schlecht verdaut zu haben.

Rufsland:

nicht als Toleranzantrag, sondern als ein Kampfantrag gegen die Staatshoheit zu bezeichnen und als solcher zu be fämpfen. Der Sozialdemokrat Dr. David erklärte sich für den ersten Teil des Antrags, aber gegen den zweiten, in dem nur von anerkannten Religionsgesellschaften die Rede ist. Da zeige sich, daß das Zentrum wirkliche Toleranz nicht be size; wer die wirklich wolle, müsse die Jugend dazu erziehen und deshalb für paritätische Schulen eintreten, in denen vou Staats wegen Religionsunterricht überhaupt nicht erteilttverde. Freufsifcher Landtag.

Hans der Abgeordneten.

** Der G

dem Wertführer

Cabal- Baletiere Arofdorf, b

Gießen, bem bach, der Tag fämtlich in 2 Gießen, das 2 treue Arbeit" * Die D

Borilant herzog bei Erwiderung des Prinzer Ew. Ich für bi gerichtet ba bag Seine Wir uns b greifen Wi Sein Kind hinderte, h Ew. König

in Leid und

hält es al

temmen mag Mir in den und Ronig bu Der Bermahlung u ihm fich vollzo Seine

Jah jen Wünsche, au bringen zu

und Deinen

( 132. Sigung.) RK. Berlin, 4. Februar. Bei der heutigen Fortsetzung der Kanaldebatte zeigte das Haus schon kaum mehr die Physiognomie des großen Tages". Tribünen und Sigungssaal waren be reits wesentlich leerer, und der erste Redner, der konserva tive Abg. v. Arnim, hatte gegen eine starke Unruhe des Hauses anzukämpfen. Er trat im Namen der Minderheil seiner Fraktion für die Vorlage ein, falls die Kommissions fassung unverändert bleibe. Nach ihm nahm der Minister v. Bud de das Wort, um in den Streit über die rechtliche Zulässigkeit der Schiffahrtsabgaben aufflärend einzugreifen. Er wies mit aller Entschiedenheit den Verdacht zurück, daß die preußische Regierung sich in diesem Punkte einer Ver letzung der Reichsverfassung schuldig machen würde. Leb haftes Bravo folgte dieser Erklärung. Sodann betonte der Minister ausdrücklich, daß auf mehreren Strömen, wie auf dem Pregel, der unteren Weser und anderen, ja bereits Ab gaben erhoben werden. Nun kamen wieder die Redner der Parteien an die Reihe, vom Bureau in angenehmer Ab. wechselung so geordnet, daß immer Nein" auf" Ja" und " Ja" auf Nein" folgte. Für den kleinen Teil des Zentrums, der im Interesse der Landwirtschaft den Kanal bekämpft, sprach Graf Spee, für die kanalfreundlichen Freikonservativen Frhr. v. 3edlitz, dessen interessante, temperamentvolle Ausführungen einen Höhepunkt der heu­tigen Debatte bildeten. Die gespannte Aufmerksamkeit, mit der das Haus seiner Rede gefolgt war, verslog schnell, als der polnische Abg. v. Grabski begann, die im großen und ganzen ablehnende Haltung seiner Fraktion zu be gründen. Die endgültige Stellungnahme freilich behielt er sich noch vor. Auch der Abg. Broemel von der freisin nigen Vereinigung fand nur wenig aufmerksame Zuhörer, als er zwar für den Kanal, aber mit großer Verve gegen die Schiffahrtsabgaben sprach. Nachdem der Abg. Roeren für die Hineinziehung der Saar-, Mosel- und Lahnkanalisie rung in die Vorlage eingetreten war, gelang es zum Schluß noch einmal dem konservativen Abg. v. Pappenheim, die Anwesenden um sich zu versammeln und zu fesseln. Er erklärte sich mit warmen Worten für den Kanal; dis conditio sine qua non aber sei die Einführung der Schiff fahrtsabgaben. Nunmehr wurde die weitere Beratung aus Montag vertagt.

vom Februar an! eingestellt sind, daß man eine große Studentenversammlung dadurch vereitelt hat, daß man ihr einen hinreichend großen Saal verweigerte und daß am Samstag der Betrieb der Straßenbahnen eingestellt worden ist. Auch in Warschau sind zur Vermeidung von Unfällen" die Schulen bis auf weiteres geschlossen worden. Dasselbe ist im Bezirk von Sosnowice geschehen, wo 40 000 Mann ausständig sind. Hier haben die Streifenden die Verwal­tungsbeamten der Fabriken in ihre Versammlungen mitge­schleppt. Sie fordern Abschaffung der Arbeiterbeaufsichti­gung beim Verlassen der Fabrik, das Recht der Mitwirkung bei der Ernennung von Werkführern, Teilnahme an der Aufsicht über die Krankenkassen und die gesundheitlichen Ar­beitseinrichtungen, 1,50 Rubel Mindestlohn für die männ lichen, 1,20 Rubel für die weblichen Arbeiter. Erfuhr man gestern, daß der Zar auf eine von Darmstadt ans an ihn gelangte Anregung die Entlassung Marim Gorfis aus dem Gefängnis verfügt, gleichzeitig aber die Zensur im ganzen russischen Seich jede Aufführung eines Gorkischen Werkes berboten habe, so wird heute berichtet, daß die erste Meldung ,, berfrüht" sei, daß Gorfi nach wie vor in der Peter Bauls­Festung size, wo er jedoch gut behandelt werde, wie er der ihn besuchenden Tochter gesagt haben soll. Der Galgen wartet seiner, hieß es gestern; und heute wird versichert, daß ihn höchstens die Verurteilung zu vorübergehendem Aufenthalt im Innern Rußlands treffen könne.

Die Reformarbeiten des Ministerkomitees haben einen neuen Vorschlag gezeitigt: Von jedem Gouvernement sollen je zwei Semstvovertreter, einer von dem Gouvernements­Semstwo, einer von den Kreis- Semstwos, gewählt werden, ebenso soll von den Städten über 50 000 Einwohner je ein Vertreter entsandt werden, die im Verein mit 15 Vertretern der Ministerien unter dem Vorsitz eines vom Zaren zu er­nennenden Präsidenten eine Umarbeitung der Selbstver­waltungsvorschriften vorzunehmen haben. Wenn man will, fann man hierin eine Art vorbereitenden Parlaments sehen, ein Mittelding zwischen Volksvertretung und Staatsrat.

Balkan- Staaten.

In Serbien sollte wieder einmal eine Ministerkrisis bevorstehen, das Kabinett Paschitsch seine Entlassung nach­gesucht haben. Die Meldung ist verfrüht. Noch sind Krone und Ministerium in vollem Einvernehmen. Für die Dauer übernimmt fein Teil Gewähr, denn in Serbien ist nichts dauernd außer dem Wechsel.

Amerika.

In Buenos Aires hat die allem Anschein nach vom

Diese stattliche Summe von Unwahrheiten, die innerhalb fürzesten Zeitraums der Ehre telegraphischer Verbreitung teilhaftig geworden sind, stellt übrigens den harmloseren Teil der öffentlichen Frreführung dar. Die telegraphierten Mittel der politischen Brunnenvergiftung" sind dabei noch gar nicht erwähnt. Für solche systematische Brunnenvergif­tung sind einene Organe geschaffen, gewisse telegraphische Korrespondenzbureaus, wie die Agence latine", deren ganzer Daseinszweck darin besteht, Berleumdungen auszu­streuen, hetzerische Unwahrheiten zu verbreiten. Diese ,, Agence latine" ist es gewesen, die telegraphisch der Welt verfündet hat, es sei festgestellt worden, daß der frühere Finanzminister, jetzige Präsident des Ministerkomitees Witte der Urheber der Unruhen in Petersburg, Moskau und im ganzen Reich gewesen, und daß er geflohen sei, nachdem er seine Schuld entdeckt gesehen. Das ist dieselbe Agence latine", die nach Ausbruch des Aufstandes und nach dem Petersburger blutigen Sonntag" das Märchen verbreitete, es sei erwiesen, daß englisches und japanisches Geld die Auf­wiegler angestiftet habe. Das sind Lügen, grobe Lügen, ob­wohl eine andere Telegraphen- Agentur, die amtliche rus­sische, es sagt. In diesem Ausnahmefall darf man ihr glauben.

Deutfcher Reichstag.

( 133. Sigung.)

CB. Berlin, 4. Februar.

Nab und Fern.

An eine dunkle Angelegenheit erinnert folgende Be­fanntmachung im Reichsanzeiger: Auf den Bericht vom 31. Dezember v. J. will Ich der Stadt Konik auf Grund des Gesetzes vom 11. Juni 1874( Gesetzsamml. S, 221) das Recht verleihen, zum Zwecke der Zuschüttung des nördlichen Teiles des Mönchsees, die in diesem dem Schmiedemeister Ernst Splett als Eigentümer des Grundstücks Konik Blatt 189 zustehende Spülgerechtigkeit im Wege der Enteignung zu erwerben. Berlin, den 9. Januar 1905. Wilhelm R. Frhr. v. Hammerstein." Im Mönchsee wurden bekanntlich zu verschiedenen Zeiten die Teile der Leiche des ermordeten Gymnasiasten Winter gefunden. Mit der Zuschüttung des nördlichen Teiles des Mönchsees wird vielleicht nun auf immerdar auch das Geheimnis begraben, mit dem der Tod des Winter umhüllt ist.

In sehr ruhigem Fahrwasser bewegte sich heute die erste Beratung des vom Zentrum eingebrachten Gesetzentwurfes, betreffend die Freiheit der Religionsübung, des sogenannten Toleranz- Antrages. Sein erster Teil, der von der Freiheit der Individuen handelt, ist bereits in der vorigen Legislaturperiode einmal vom Reichstage angenommen worden, während der zweite, der sich mit den Rechten der Religionsgemeinschaften beschäftigt, angesichts der deutlich zutage getretenen ablehnenden Stimmung des Hauses da mals zurückgezogen wurde. Abg. Dr. Bach em, dem heute die Begründung zufiel, gab der Hoffnung Ausdruck, daß diesmal der ganze Antrag Annahme finden werde. Er legte in ausführlicher Rede dar, daß die katholische Kirche in verschiedenen Bundesstaaten vor allem in Mecklenburg, Braunschweig. Sachsen feineswegs volle Parität genieße. Allein das Zentrum wolle die Freiheit der Religionsübung nicht nur für die Katholiken, sondern für die Anhänger aller Religionsgesellschaften. Der national­liberale Abg. Dr. Sattler meinte, der Geseßentwurf sei

O Menterei an Kaisers Geburtstag. In Löten weigerten Soldaten des 44. Regiments sich, die Befehle auszuführen, meil wegen Saalmangels sie nicht an der Kaiserfeier hatten teilnehmen können. Die Untersuchung ist eingeleitet.

* Leopold Wölfling Schweizer Bürger. Der ehemalige Erzherzog Leopold von Desterreich, der jetzt Leopold Wölf­ling heißt, hat das Schweizer Bürgerrecht in der Stadt Zug erworben, wo er mit seiner Frau, dem früheren Fräulein Adamowitsch, in einer Villa wohnt. Herr Wölfling hat jährlich 30 000 Francs zu verzehren.

Ein rumänischer Offizier als Schwindler. In Danzig stand für ein Jahr ein rumänischer Offizier beim 128. Re­giment. Er verübte dort große Schwindeleien, besonders bei einer Juwelier- Firma, und ergriff sodann die Flucht.

Bariser Bombenscherze. In der Rue d'Huys und in der Rue Dupetit- Thouars wurden wieder zwei spreng büchsenähnliche Gegenstände gefunden. Sie enthalten in­dessen nur Kohlen und Gips. Auch an anderen Stellen wur den ähnliche ,, Bomben" gefunden, die sich indessen ebenfalls als schlechter Scherz entpuppten.

Wir b Glüd- und dauern, daß fönnen.

* Eine

der Berein

2. 6. M. fta jepige Großh Dresden eine Leben dadurc in die Büge brachte und erhielt. Bur Tat hat der Hohe Brautp

Brinzeffini breit, 40

lom" als

Russisches Ränberleben. Auf der Wladikawkas- Eisen­bahn versuchte eine Räuberbande nach Durchschneidung der Telegraphenleitung Güterzüge zu plündern, wurde aber an dem Vorhaben gehindert. In Wladikawkas selber plünderte ein Räuber einen Laden, wobei vier Personen verwundet wurden.

-

[ Reiche Goldfunde in Schottland.] In der schottischen Grafschaft Roß sind von einem deutschen Geologen reiche Goldadern gefunden worden. Auch in der benachbarten Grafschaft Sutherland fand man Golderz. Die Qualität des gefundenen Materials soll von guter Beschaffenheit sein, ob die Quantität abbaufähig ist, soll jezt durch eingehende Versuche festgestellt werden.

Tages- Chronif. Dem Lehrer Nickel in Trakehnen ist auf einen Antrag die Entlassung erteilt, und das Disziplinar­perfahren ist aufgehoben.

- Bei den Schneestürmen in der Provinz Sachsen sind 7 Bersonen ums Leben kommen.

Aus dem Gerichtssaal.

§ Wegen Mißhandlung auf der Straße wurde vom Zucht polizeigericht in Lille der Hauptmann Aron zu 14 Tagen Gefängnis und 100 Fres. Geldstrafe verurteilt. Er hatte den Professor Debierre wegen der von diesem dem Sekretär der Freimaurerloge gegebenen Auskunftszettel überfallen und mißhandelt.

feite in de

Bande, da

medaille,

rüber die

Kopf G. 1

Babi 20. 4.

leihungetag, auf beiden die Widmun

Die Liebe

mit der In

Sanben halt

breiten in E

tran, durchb

beiden borger

in 17. 9. halten. Der

ne Diplo

derfaben

**

u belegerid

Rutters

univerfita

Goet

worden.

P Schloffe

Der Kap

paßte, n

und ließ

Mädcher

heraus

unverseh

Deffnung

Schloffer

F ftattfindend

neues Sch

mann Jeßni in Darmsta

dem von ei

Mis Gaft tri

Seaters Fri.

fiber in den

Beile ihrer

**

Unter

Freitag ein S