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von Polizeimannschaften mit der blanten Waffe zurückgewiesen. Auch hierbei wurden eine Anzahl Personen verlegt und mehrere verhaftet. Versuche zu Kundgebungen vor der Woh­nung des Staatsministers von Metzsch wurden von der Polizei unterdrückt. Die Gesamtzahl der Demonstranten dürfte 15 000 überschritten haben. Sämtliche Polizeimannschaften der Stadt waren aufgeboten. Die Militärwachen standen unter Gewehr. In Chemnitz fanden fünf Versamm­lungen statt, in welchen gleichlautende Resolutionen zu Gunsten eines allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen Landtags= wahlrechtes angenommen wurden. Nach Schluß der Ver­sammlungen zogen mehrere Tausend Teilnehmer unter Ver­anstaltung von Kundgebungen durch die Straßen. Am Rathausplatz trot den Manifestanten ein starkes Polizei­aufgebot entgegen und zerstreute die Menge. Es wurden zahlreiche Verhaftungen vorgenommen. Jm königlichen Schloß zu Dresden sollen einige Fensterscheiben eingeworfen worden sein. Auch in Plauen fanden Demonstrationen stati.

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* Der Senat der Universität Jena hat inbezug auf die Stellung der ausländischen Studenten entschieden, daß den inländischen Studenten bei dem Belegen von Plätzen bis drei Tage nach Beginn der Vorlesungen der Vorzug ein­geräumt werden solle. Das Farbentragen wird den Aus­ländern verboten, indessen nicht das Zusammenschließen zu Vereinen.

Frankreich.

** Die des Attentats auf König Alfons von Spanien beschuldigten Ausländer sind freigesprochen, aber aus dem Gebiete der Republik verbannt worden. Der Spanier Vallima und der Engländer Harvey wurden mit achttägiger Frist aus Frankreich ausgewiesen.

England.

** Ein soeben erschienenes Blaubuch über die Pläne der Admiralität fündigt eine Herabsetzung der Flotten­ausgaben um 30 Millionen Mark an. Nach dem Blau­buche wird der Gedanke ständiger Geschwader von fester Stärke als veraltet angesehen. Die Verteilung der riegs­schiffe in Friedenszeiten hängt in hohem Maße von den falei­dostopartigen Veränderungen der internationalen Beziehungen ab. Eine so imposante Entfaltung der Flagge und der Macht der britischen Marine in fast allen Teilen der Erde sei noch niemals eingetreten wie in diesen Jahre; nichtsdesto­weniger würde der Marineetat im kommenden Jahre 1 Millionen Pfund herabgesetzt werden.

Amerika.

** Seine Beliebtheit hat den Präsidenten Roosevelt nicht vor dem fast allen Staatslenfern früher oder später drohenden Attentat schüßen können. Freilich handelt es sich diesmal anscheinend weniger um einen Plan gegen Leib und Leben, als um jungenhafte Rachegelüfte. Als während der Rückfahrt Roosevelts vom Fußballspiel zwischen Land- und Seefadetten in Princeton der Extrazug, die Geschwindigkeit verlangsamend, Philadelphias Vorstadt passierte, wurde ein faustgroßes, pfundschweres Eisenstück in das Waggonsenster geschleudert, hinter dem der dem Präsidenten Roosevelt sprechend ähnliche Mr. Hayes saß. Mr. Hayes wurde leicht verletzt.

Alien.

** Auch in Zukunft will Japan die Sorge für Ver­mehrung seiner Kriegsstärke nicht einstellen. Der japanische Etat für 1906 enthält die Forderung von 20 Millionen Mark f die Bildung von vier neuen Armeekorps.

Hof und Gesellschaft.

** Der Kaiser begab sich aus dem schlesischen Jagd­revier nach Breslau. Dort traf er von Moschen kommend ein. Unter dem Jubel der Bevölkerung fand die Fahrt nach der Kaserne der Leibtürassiere statt, wo der Kaiser im Offiziers­tafino das Frühstück einnahm. Dort vollzog der Kaiser den Ritterschlag an den jüngsten Offizieren der Leibkürassiere und reiste dann nach Potsdam ab.

Der Leibarzt des Kaisers, Generalstabsarzt der Armee, Profeffor Dr. von Leuthold, ist an Influenza, fast 74 Jahre alt, in Berlin gestorben. Er hatte den Feld­zug gegen Frankreich als Oberstabsarzt mitgemacht und war schließlich Generalstabsarzt der Armee mit dem Range eines Generalleutnants. In den letzten Lebensjahren des Kaisers Wilhelm 1. war er dessen Leibarzt und behielt diese Funktion auch bei Kaiser Wilhelm II. bei.

*** Der Reichskanzler Fürst Bülow wird übermorgen bom Kaiser in Audienz empfangen. An demselben Tage wird much das Präsidium des Reichstages vom Kaiser empfangen.

Soziales Leben.

× Segerstreif in Budapest. Die Schriftfeßer in Buda­pest beschlossen, Zeitungen die das allgemeine Wahlrecht und ' die sozialdemokratische Partei in einer Weise, die ihnen ge= hässig erschiene, angreifen, nicht fertig zu stellen. Infolge= dessen konnten eine Anzahl Blätter nicht erscheinen.

× Aufrührerischer Streik in den britischen Kolonien. Die Aniunft mehrerer Kanonenboote machte den Ausschrei­tungen der streifenden Dockarbeiter zu Georgetown in Britisch­Guyana ein Ende. Die eingeschlossenen Behörden und Offiziere wurden befreit. Weiße sind bei den Ausschreitungen nicht zu Schaden gekommen.

Nab und fern.

Verhängnisvolle Verwechslung. In Hamm i. W. ist ein Zeitungsbote das Opfer einer Flaschenverwechslung geworden. Er hatte sich Lötwasser aus Salzsäure bereitet und die Flasche mit Salzsäure dann in den Schrant gestellt. Vor seinem Botengange, als er einen Schluck Branntwein nehmen wollte, ergriff er versehentlich die Salzsäureflasche und tranf daraus. Den schrecklichen Schmerzen criag er noch am selben Abend.

Der Mord bei Bitterfeld. Die Bluttat an dem Sohne des Zahnarztes Albrecht, der bei Bitterfeld ermordet aufgefunden wurde, hat eine überraschende Aufklärung ge= funden. Der Ermordete wollte mit einem Freunde, dem Lehrling Stock, auswandern und hatte zu diesem Zwede seinem Vater 500 Mark gestohlen. Stock, ein sechszehnjähriger Bengel, ermordete seinen Freund auf dem Wege nach Bitterfeld und beraubte die Leiche. Er wurde in der Nacht darauf verhaftet und hat die Tat bereits eingestanden.

Schiff un, älle. Anhaltender Nebel an der Unterelbe hat mehrere Schiffsunfälle zur Folge gehabt und die Ausfahrt einiger Dampfer verzögert. Auf Steilsand bei Cuxhaven strandete ein Dreimaster, während der bei Amrum gestrandete Dampfer ,, Edenball" zwar abgeschleppt wurde, aber im Nebel nicht weiter fann. Auch der nach Amerika bestimmte Dampfer ,, Pretoria" liegt in der Elbe fest. Das im Belt bei Resuäs gesunkene Segelschiff ist gefunden worden, dagegen wird die Mannschaft vermißt.

Typhuserkrankungen in Schlesien. Zwanzig Er­frankungen an Unterleibstyphus sind in Alt- Lässig bei Walden­burg vorgekommen, wovon drei tötlich verliefen. Die Be­hörde hat alle Lustbarkeiten, Tanzvergnügen usw. bis auf

weiteres verboten.

Von Einbrechern ermordet. Eine Einbrecherbande, deren Teilnehmer noch nicht ermittelt sind, drang maskiert bei dem Landwirt Reif in Gunnigfeld bei Wattenscheid ein, ermordete diesen und verletzte den Sohn des Ueberfallenen lebensgefährlich.

Vergiftung durch Kohlengas. In einer Schnitter­wohnung auf dem pommerschen Gute Biete.dow bei Stettin ertranften sämtliche dort untergebrachten Schnitter an Kohlen­gasvergiftung aus einem nachts geheizten Ofen. Vier von ihnen starben, die andern konnten noch gerettet werden.

Blutiges Verbrechen. Ein Fabrifarbeiter in Augs. burg überfiel die Tochter des Schmiedemeisters Riedle und tötete sie durch furchtbare Messerstiche. Der Täter flüchtete nach der Tat, wurde aber von Radlern eingeholt und der Polizei übergeben

Bergmanns Los. Viele brave Bergleute sind wieder durch Grubenunglücksfälle Opfer ihres schweren Berufes ge­worden. In Diamondville in Amerika wurden bei einer Grubenexplosion 21 Arbeiter getötet und 33 verwundet. In Salt Lake City sind 10 Arbeiter bei einer Grubenkatastrophe umgekommen. Eine Explosion schlagender Wetter tötete in Gagnières, cinem französischen Bergwerke, 4 Arbeiter.- In Werne hat der Geibenbrand, der dort ausgebrochen ist, die Entlassung von 700 Arbeitern zur Folge gehabt, da der Be­trieb vorläufig nicht wieder aufgenommen werden kann Die Erbeiter sind bei anderen Zechen eingestellt werden

Opfer des Eises. In Laud im Kreise Pr.- Holland brachen auf einem Teiche sieben Kinder ein. Fünf Mädchen fanden ihren Tod im Wasser.

Ein Geldschrank gestohlen. Ein schwerer Diebstahl in des Wortes eigentlichster Bedeutung wurde in Frankfurt am Main verübt. Dort drangen bei Nachtzeit Einbrecher in ein Ledergeschäft und raubten aus dem Bureau den mehrere Zentner schweren Geldschrank, der Wertpapiere im Betrage von 35 000 Mark enthielt. Von dem Geldschrank und den Dieben fehlt jede Spur.

Die Mörder der Freifrau. Unter dem dringenden Verdacht, den Mord an der Freifrau v. Biedermann in Baden bei Wien verübt zu haben, sind der Gärtner der Ermordeten, die Köchin und zwei Arbeiter verhaftet worden. Es steht bisher fest, daß es auf eine Beraubung der Kasse abgesehen war, an der die Burschen wahrscheinlich gehindert wurden. Der Gärtner hat die andern angestiftet und die Köchin sie in die Villa eingelassen. Ueber alle Verhafteten ist die Unter­suchungshaft verhängt worden.

Gin zerstreuter Gelehrter. Von dem bekannten Professor Sanderson, der dieser Tage im Alter von 77 Jahren in Orford starb, werden eine Reihe Geschichten erzählt, in denen die außerordentliche Zerstreutheit dieses Gelehrten eine Rolle spielt. Wir teilen einige davon für unsere Leser mit. Eines Abends war große Gesellschaft bei dem Herrn Professor, und seine Frau überließ es ihrem Gatten, die Gäste nach dem Speisezimmer zu führen. Als sie in den Saal herunter­fam, fand sie ihren Gatten eifrig damit beschäftigt, den er= staunten Gästen in ihre Mäntel zu helfen, ihnen die Hände zu schütteln und Lebewoh zu sagen. Bei einer anderen Ge­legenheit ging er einmal mit einem Herrn spazieren, der als Gast in seinem Hause weilte. Als sie wieder nach Hause famen, wandte sich Sanderson an der Haustür zu dem Gast, schüttelte ihm die Hand zum Abschied und sagte liebens­würdig: Ich würde Sie mit dem größten Vergnügen ein­laden, doch bei mir z't wohnen, da Sie hier in der Stadt fremd sind. Aber es geht beim besten Willen nicht, unser Fremdenzimmer ist besetzt, mir haben schon Logierbesuch." Sanderson wohnte einmal bei seinem Freunde Sir Henry Acland und bat eines Abends, ihm am nächsten Tage das Frühstück eine Viertelstunde eher als gewöhnlich zu besorgen, da er einen wichtigen Gang vorhabe. Wie er gebeten, so geschah es; er verzehrte sein Frühstück eine Viertelstunde früher und ging fort. Genau nach einer Viertelstunde war er schon wieder zurück, flingelte und fragte ein wenig un­geduldig, warum man ihm nicht das Frühstück bringe. Da man bereits die kleine Schwäche des Gastes kannte, wurde ihm stillschweigend zum zweiten Male das Frühstück aufge­tragen, und er ließ es sich wieder gut schmecken.

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Personen. Renzendorf: 79 B.rsonen. Unter Sorg: 72 Personen.

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In Amerika verstorbene Hissev. Kath. Borst, geb. Sauer aus Fauerbach b. N dda, 50 Jahre alt, zu Colombus, D. Konrad Sted aus Wallersdorf, Kreis isfeld, 78 Jahre alt, zu East Zorra, Kanada. Ferd. Birkenstock aus Grünberg, 31 Jahre alt, zu Newyork. Frau Elisabeth Wenzel aus Alss 1, 78 Jahre alt, zu Dvyton, D. Kath. Sigle geb. Manche, aus Geiß- Nidda, zu Syracuse N. J. *** Proteft gegen die Braufteuer- Erhöhung. Muf ergangene Einladung hatten sich Samstag- Nachmittcg in Vittoria Hotel" zu Gießen zahlreide Vertreter der tleinen und mittleren Brauereien Oberhissens und der be­nachbarten preußischen Gebietsteile eingefunden, um gegen die seitens der Reichsregierung a plante Brausteuer- Echozung Front zu machen. Bon den verschiedensten Seiten wurde ausgeführt, daß durch die Erhöhung eine solche Belastung eintreten würde, die jegliches lohnendes Arbeiten der kleineren und mittleren Beauereien ausslösse, diese also gezwungen würden, ihre Betriebe zu Gunsten der großen einzustellen. Die nächste Folge der Braufteuer- Erhöhung wäre eine Bertenerung oder Qualitätsverschlechterung des Dieres. Die Bersammlung beschioß, die geplante Erhöhung energisch zu befämpfen und erteilte nachstehender solution mit Ein­helligkeit ihre 8uftimmung:

Gesellschaft gegen den Selbstmord. In Amerika hat sich, infolge der Zunahme der Selbstmorde, eine Gesell­schaft gebildet, die den Selbstmord verhindern will. Die Aerzte im Vorstande dieses eigenartigen Unternehmens retten durch tatkräftige Hilfe Personen vor dem Selbstmorde und nehmen ihnen das Versprechen, keinen neuen Versuch, frei­millig aus dem Leben zu scheiden, zu machen, da die Gesell schaft alles aufbieten will, um ihrem Leben mehr Inhalt zu geben. Wenn Sie feine Freunde haben," sagt die Gesell schaft in ihren Veröffentlichungen ,,, wollen wir Ihnen welche besorgen, sind Sie arbeitslos, wollen wir helfen, genug wir wollen unser möglichstes tun, damit Sie Ihre kleinen und großen Sorgen vergessen und weiter leben!" So edel bas Unternehmen gedacht ist, so gefährlich ist es für die Schwind ler, deren es in Amerifa genug gibt und die sich die neue Gelegenheit sicher nicht entgehen lassen werden.

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Die heute im Viktoria Hotel" versammelten Ver­treter der Brauvereine der Povinz Oberhessen und der angrenzenden preußischen Gebietsteile erfiären, die seitens des Retches geplante Braufteuererhöhung als eine Be­laftung ihres Gewerbes, welche gleichbedeutend ist mit dem heren Ruin der kleineren und mittleren Brauereien. Die in der Borlage enthaltenen Steuersäge würden, falls sie Gesez werden, entweder eine wesentliche Berteuerung des Bteres oder eine Qualitätsherabminderung desselben zur Folge haben. Die Versammlung protestiert dagegen, daß das Brauergewerbe, welches schon schwer getroffen wird durch den neuen Bolltarif und die Handelsvert äge, jest nun schon wieder durch die Steuererhöhung start be­unruhigt wird. Die Versammlung erwartet von ber Boltsvertretung, daß diese die Vorlage der Reichsregierung ablehnt.

Am Donnerstag, den 7. Dezember, soll eine weitere Versammlung abgehalten werden.

Raneguet bientes. anderer Meinung, ben worden feien und Angelfagten, fondern affe auf. Da der St ber Brozeß noch w

Som Lande, 4. bögeln. In den mit entfaltet sich eben regre rammets vogel und and den reifen Früh bollander und Bogel oblimedenden Fli mogel in mörderijden bie Glieder aus eberall follte man andwerk sehen, wie Fall ift. Statt töte Futter für den Win berzehren mit Borli fere Meifen wie Surfen, Kürbis I Muschenhein bildungsverein g feinem Borfigent joll noch vor ihr Behrer in ther heit und Gegenwar ser Berein auch iblisthet. Der Ax worden, indem rund Freienfteinan Frankfurt,

GH. Jn anziehender Weise sprach Professor Dr. Krüger gestern im Saale des Gesellschaftsvereins auf dem 4 Vor­trags- bend des Kaufmännischen und des Ortsgewerbe­Vereins Gießen über ,, Die Entstehung der Evangelien­Literatur". Es ist noch nicht lange her, führte er aus, baß man mit der dogmatischen Inspiration, die die protestantische Kirche erhoben( die katholische hat sie nie aufgestellt), ge­brochen hat, aber für die gebildeten Kreise, für die freie Forschung vornehmlich, ist die rein geschichtliche Betrachtung der Eoangelien eine unabweisbare Notwendigkeit. Unsere vier Evangelien sind der Rest einer großen Evangelien Literatur, die in der ersten Zeit unter den Christen im Umlauf gewesen ist. Wir haben unanfechtbare Beweise dafür, da uns Bruchstücke jener nicht anerkannten Evangelien über­tommen find. So fand man in einem ägyptischen Grabe Fragmente eines Petrus Evangeliums, die die Auferstehungs­geschichte ganz vorführen. Die Farben unterscheiden sich wesentlich von dem Hergebrachten und einzelne Teile weisen auf ägyptischen Ursprung hin, so vor allem, baß das Kreuz an Christi Stelle antwortet. In Aegypten aber war es Brauch, den Toten Gegenstände mitzugeben, die für sie im Jenjeit zu antworten hatten. Wegypten ist das Land der reichen Funde, doch muß man diesen außerordentlich vor­fichtig gegenübertreten, da sie fast alle auf ägyptischem Boden entstanden sind, also nicht aus der frühesten Christenzeit batieren. Das Verhältnis unserer vier Evangelien zu­einander ist ein sehr verwickeltes. Sie lassen sich in zwei große Gruppen scheiden: die drei ersten Evangelien, die man abschnittsweise zusammenseßen tann, und das Johannes­Cvangelium, daß diesen gegenüber eine ganz eigentümliche Sonderstellung einnimmt. Durch das ganze Johannes­Evangelium hindurch sieht man, daß es dem Verfasser um die Zeichnung eines ganz bestimmten seines Christus­bildes, wie er es in sich aufgenommen hat, zu tun ist. Sein Evangelium hat deshalb etwas höchstpersönliches an sich und ist von einem Guß. Da es zeitlich hinter den übrigen Jiegt, so ist anzunehmen, daß Johannes damit Irrtümer hat richtig stellen wollen, die sich seiner Ueberzeugung nach ein­geschlichen hatten. Der Evangelift Lufas verfolgte mit finem Eoangelium einen individuellen Zweck. Er hat nach Dellen gearbeitet und zwar fann man mit Sicherheit Matthäus und Markus hinter ihm erkennen. Bis hierher war Prof ssor Dr. Krüger vorzugsweise fcitish, in der Folge ging er dann aber zum Positiven über. Nicht ohne alle Phantasie ist es möglich, ein Bild von der Entstehung der Evangelien Literatur zu erhalten, da uns geschichtliche Tat sachen darüber fehlen. Höchstwahrscheinlich hat aber der Apostel Matthäus den ersten Versuch gemacht, Sprüche des Herrn schriftlich zusammenzustellen. Diese wurden von der ebräischen Gemeinde angenommen und haben dann wahrschein­lich dem Ebräer- Evangelium die Grundlage abgegeben. Nahm man anfangs wenig Interesse an der schriftlichen Nieder­legung, so wurde sie jedoch, sobald das Christentum den palästinensischen Boden verließ, zur zwingenden Rotwendigkeit. der und die Gemeinden entschieden sich für das eine oder des andere Evangelium. Währendes wuchs aus den Haupt­gemeinden der große Körper zusammen, den man als die fatholische Kirche bezeichnet und damit stellte sich das Be­dürfnis nach Einheitlichkeit der Evangelien heraus. Mar enshied fich für Matthäus, Markus und Lukas, die anderen Evangelien aber, die von den fleineren Gemeinden und Seften getragen wurden, schob man mit diesen beiseite. Und als die katholische Kirche dann ihren Einfluß mehr und mehr geltend machte, sind sie im Laufe der Zeit vergessen worden.

** Die Einberufung des 33. Landtags ist auf Die Apostel führten deshalb die Tatsachen im Zusammenhang Dienstag, den 19. Dezember bestimmt worden.

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Bestätigt wurde der von dem Grafen zu senburg und Büdingen in Meerholz auf die 1. Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Langenbergheim präsentierte Schullehrer Emil Ullmann zu Wenings für diese Stelle.

** Volkszählungs Resultate. Münch- Leusel: 82 Personen, davon 38 männlich, 44 weiblich. Angen rod: 575 Seelen. Zunahme von 17 Seelen. Streben dorf: 300 Personen. Abnahme der Bevö.ferung um 19

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Giessen. Hermann Stein stag, den 5. Dez

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Fr. b. Schiller.

Blutftod. Timerm Gamburg Fichteftr.

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