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Deutsche Kolonial- Kongreß zusammengetreten. Das Prä­sidium liegt in den Händen des Vorsitzenden der Deutschen Kolonial- Gesellschaft, Herzogs Johann Albrecht zu Meck­lenburg, des früheren deutschen Botschafters in Washington, Geheimrats von Holleben und des Präsidenten des deutschen Flottenvereins, Fürsten zu Salm- Horstmar.

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* Die badische Regierung beabsichtigt die Herausgabe einer Denkschrift über die Personentarifreform und die Einberu fung des Eisenbahnrates. Die Denkschrift, die unter Durch führung eines ausführlichen statistischen Materials die Not­wendigkeit der Reform begründet und zu der Frage der Kilometerhefte und der vierten Wagenklasse Stellung nimmt, ist jetzt fertiggestellt. Mit der Versendung soll jedoch ge­wartet werden, bis sich die Ergebnisse der in der nächsten Woche stattfindenden Betriebsmittelkonferenz übersehen Tassen.

Oefterreich- Ungarn

** Kaiser Franz Josef konferierte mit den ungarischen Ministern über die Krisis in Ungarn. Man schließt in poli­tischen Kreisen, das Resultat der Besprechung werde ein Zu­rückgreifen auf die Wahlreform und die Neubildung des Kabinetts Fejervary sein.

Frankreich.

** In den Zwistigkeiten Frankreichs mit dem Präsidenten Castro von Venezuela verschiebt die französische Regierung jede Aktion gegen Venezuela, bis der Spezialkommissar des Präsidenten Roosevelt, Richter Calhoun, authentisch über den Stand der Dinge berichtet hat.

Fortfchrittlicher Frauentag.

( Eig. Bericht.)

Berlin, 4. Oktober.

In der gestrigen Debatte über die strafrechtliche Be­handlung der jugendlichen Kriminellen machten sich so ties gehende Meinungsverschiedenheiten geltend, daß man von einer Beschlußfassung absah. Insbesondere wurde die Heraussetzung des Schutzalters für Mädchen vom 16. auf das 18. Lebensjahr gefordert. Abends sprach Dr. Dorn­München über die Reform der deutschen Strafgesetzgebung vom Standpunkt der Sittlichkeit.

In der heutigen Schlußsizung wurde die Frage der Fleischnot von Frl. Dr. Anita Augspurg behandelt; sie er­flärte unter großer Heiterfeit, Heute ständen die fortschritt­lichen Frauen vor der Wassersuppe", die von den Leuten, die gegenwärtig Politik verbrechen", angerührt sei. Frau Ruben- Hamburg forderte Deffnung der Grenzen mit der Begründung, die Seuchenangst sei ganz unbegründet, da Deutschland selbst das verseuchteste Land sei. Schließlich wurde eine Resolution einstimmig angenommen, in der die Frauenwelt aufgefordert wird, überall Versammlungen zu veranstalten, in denen den Regierungen Vorstellungen über den herrschenden Notstand zu machen seien.

Im übrigen wurden in der Schlußsizung Berichte er. stattet über die Tätigkeit des Vorstandes, ferner der. Pro­paganda- Zentrale und der Zentralstelle für Arbeiterinnen. Organisation, die sich auch beim Bergarbeiterstreik im Ruhr- Revier beteiligt hat. In der Debatte kam es zu scharfen Polemiken sowohl gegen den deutsch- evangelischen Frauenbund, wie auch gegen den von Frau Klara Zetkin in ihrer Gleichheit" gepflegten Ton gegen die bürgerlich. fortschrittliche Frauenbewegung. Auch gab es einen harten Zusammenstoß mit dem Pastor Kötschke, der im Tag" eine Kritik der Verhandlungen des Frauentages veröffent licht hatte und von dem eine Berichtigung" seiner Kritil gefordert wurde.

Entartete Buren.

Polizei entfernt und ist nach Okahandja entkommen, und das Haus der Zusammenfünfte, die Heimstätte des Ver­brechens, gehörte Andries de Wet, dem Neffen des gleich­namigen Burengenerals, der in Deutschland Gegenstand überschwänglicher Ovationen gewesen. Ob Andries de Wet aktiv an der Verschwörung teilgenommen, ist nicht erwiesen; sicher ist, daß er den Verschwörern Unterschlupf gegeben hat. Die Wohltat des Zweifels soll ihm bis zum etwaigen Erweise seiner Schuld nicht verkürzt werden. Auch wollen wir die Vermutung nicht unterdrücken, daß über die Ver­schwörerpläne Uebertreibungen in Umlauf gesetzt sein können. Es wäre aber nicht gerechtfertigt, die ganze Er­zählung oder auch nur ihren Kern in Zweifel zu ziehen. Hat doch eine Anzahl in Windhuk ansässiger Buren eine Erklärung veröffentlicht, in der der Entrüstung und dem Bedauern über die Handlungsweise der Verhafteten Aus­druck gegeben wird, die, wenn erwiesen, die schärfste Ver­urteilung verdiene. In der Erklärung wird die Ausweisung der Schuldigen verlangt.

( Eig. Bericht.) Berlin, 4. Oktober. Wir alle sind Zeugen gewesen von der warmherzigen Begeisterung des deutschen Volkes für die Buren, die ihr Land so tapfer gegen englische Uebermacht zu verteidigen wußten, wir alle haben diese Begeisterung mitempfunden. Niemals sind fremdbärtige Männer bei uns so populär ge­wesen wie Ohm Krüger", der greise Präsident von Trans­baal, den wir mit Patriarchenwürde umkleideten, und seine Generale, die in Deutschland gefeiert wurden, wie kaum die Sieger von Königgräß und Sedan. Als Mitglieder des Burenvolkes sich zur Ansiedelung in Deutsch- Südwest­afrika meldeten, waren wir arg verstimmt, daß unsere Ko­Ionialverwaltung sie nicht mit offenen Armen empfing, vielmehr nur zögernd aufnahm und mit Mißtrauen be­trachtete. Für uns waren die Buren eben Buren, d. H. Helden, deren entfernte Verwandtschaft mit uns wir gern und nicht ohne Stolz betonten. Wir machten keinen Unter­schied und umfaßten mit bewundernder Liebe das ganze Volk.

Mit der sanften Strafe der Abschiebung" wird man sich freilich nach eingetretener Ueberführung kaum begnügen. Man wird sich aber von der Ungerechtigkeit fernhalten, die Unschuldigen mit den Schuldigen büßen zu lassen, unter das Verdammungsurteil, das einzelne Buren verdient haben, alle Buren einzubegreifen. Das darf und wird nicht ge­schehen. Die redlichen Buren leiden ohnehin schon under­dient unter der Schande, die entartete Söhne ihres Volkes auf sie gehäuft haben.

Es scheint, daß wir in unserem Ueberschwang- dessen wir uns übrigens nicht zu schämen brauchen uns geirrt haben, daß es auch entartete Buren gibt, voller Eigen­sucht, zum Verschwörertum geneigt, ohne Achtung vor dem Recht der Nachbarn, untauglich für irgend eine Staats­bürgerschaft, gefährliche Bewohner in jedem Lande. Und bon diesen entarteten Buren hat ein Teil sich in Deutsch­Südwestafrika niedergelassen, um dort schnöden Verrat zu üben, die deutsche Liebe mit schwärzestem Undank zu lohnen, die eingeborenen Farbigen zum Aufstand aufzu­stacheln und mit ihnen zu Raub und Plünderung gemein­same Sache zu machen.

Bei uns aber mag man aus der schmerzlichen Erfahrung die Lehre entnehmen, daß es nicht gut ist, abfällige Kritik an der Haltung der Kolonialverwaltung zu üben, die manch­mal aus polizeipolitischen Gründen nicht alles sagen darf, was sie weiß, und die durch allgemeine Gefühle des Wohl­wollens sich nicht hindern lassen kann, die erforderlichen Schritte zur Sicherung der Kolonien zu tun. As die Lei­tung der deutsch- südwestafrikanischen Kolonie sich gegen die Aufnahme burischer Ansiedler sträubte, war sie nicht von Voreingenommenheit gegen die Buren überhaupt erfüllt, sondern nur gegen die entarteten Elemente, die sie aus der Nähe zu beobachten und kennen zu lernen Gelegenheit ge­habt hatte. Das Bild, das wir vom Burenvolk selbst in uns aufgenommen haben, wollen wir uns auch durch die Tatsache nicht trüben lassen, daß es Buren gibt, die ihres Stammes und unserer Neigung völlig unwert sind.

Nab und Fern.

Havarie im Kaiser Wilhelms- Kanal. Der belgische Dampfer Brabant" rannte bei Brunsbüttelfoog gegen das östliche Schleusentor und beschädigte es so schwer, daß bei Hochwasser der Betrieb eingestellt werden mußte. Nach Stel­lung einer Kaution von 5000 Mark wurde dem Dampfer gestattet, nach Rendsburg weiter zu fahren.

Man möchte es nicht glauben, wenn es nicht von einer Seite gemeldet würde, an deren voller Zuverlässigkeit zu zweifeln kein Anlaß vorliegt und der man Voreingenont­menheit gegen die Buren nicht zum Vorwurf machen kann. Die Windhuker Nachrichten", deren Redakteur Conrad Rust mit einer Burin verheiratet ist, bestätigt die Meldung, daß ein nicht allzu kleiner Teil der burischen Kolonisten in Deutsch- Südwestafrika den Plan geschmiedet hatte, Wind­huf zu überrumpeln, Reitpferde und alles erhältliche Bieh abzutreiben, über Barmen zum Kurseb zu ziehen, mit den Witbois in Verbindung zu treten und die Betschuanenland­grenze zu gewinnen. Ein Streifzug nach Osten sollte dazu dienen, die Bastards zu Bundesgenossen zu werben. Der Plan wurde verraten. Polizeirat Boesel von Windhuk umzingelte mit starker Polizeimannschaft das Hauptquar­tier der Verschwörer, sezte sie gefangen und beschlagnahmte Waffen und Munition. Die Zahl der Verhafteten war fünf- ein sechster hatte sich kurz vor dem Eintreffen der

Typhus- Epidemie. In den Ortschaften Ober- Hedrun­gen und Hauteroda im Saalekreise ist der Typhus infolge verseuchten Brunnenwassers ausgebrochen. Eine größere Anzahl Personen liegen an der Krankheit darnieder.

Im dunkelsten Frankfurt. In einer Verbrecherkneipe in Frankfurt a. M. geriet ein 56jähriger Mann mit einem 23jährigen um eines Frauenzimmers willen in Streit. Nach kurzem Wortwechsel stieß der erstere dem jungen Kumpan ein Tischmesser mitten ins Herz, so daß der Tod auf der Stelle eintrat.

Die Erbschaft der Dienstmagd. In Eupen im Rhein­land starb eine Dienstmagd. Sie hinterließ ein Testament, in dem sie ihr ganzes Vermögen, das sie sich mühsam vom Lohne erspart hatte, etwa 1000 Mark, den Armen hinterließ.

Tod in der Badewanne. Die vierjährige Tochter eines Beamten in Spandau kletterte in einem unbewachten Augenblicke in die zur Hälfte mit heißem Wasser gefüllte Badewanne, in der das Kind gebadet werden sollte. Die Kleine wurde schrecklich verbrüht und starb alsbald.

Eisenbahnunglück. In Nienburg i. S. stieß ein Per­sonenzug mit einem Güterzug zusammen. Ein Schaffner ist schwer, ein anderer und zwei Reisende sind leicht verlegt. Mädchenmord. In einem Walde der Gemarkung Neckar­zimmern wurde eine sechzehnjährige Dienstmagd mit durch­schnittenem Halse aufgefunden. Von dem Mörder fehlt jede Spur.

Kunft undiffenfchaft.

Der

LM Tuberkulose- Kongreß. In Paris tagt ein inter­nationaler Kongreß zur Abwehr der Tuberkulose. deutsche Delegierte, Generalarzt Dr. Schjerning, wies darauf hin, daß von Frankreich der Grundgedanke der kon­togiösen Natur der Schwindsucht ausgegangen, in Deutsch­land durch Koch der Erreger der Krankheit entdeckt sei. Sekt gelte es, weiter zu arbeiten, das Wesen der Krankheit und die besten Mittel zu ihrer Bekämpfung zu ergründen und so den schönsten aller Siege zu erringen, dessen Ziel das Wohl der ganzen Menschheit ist.

Ghe- Tragödien. In Thonberg bei Leipzig vergiftete sich ein Gürtler mit Zyankali. Bald darauf nahm sich seine Ehefrau auf dieselbe Art das Leben. Zerrüttete Vermögens­berhältnisse und daraus herrührendes unglückliches Familien­leben haben zu der Schreckenstat den Anlaß gegeben. In Mülheim a. d. Nuhr verletzte ein Arbeiter seine Frau und dann sich selber tödlich durch Revolverschüsse.

Unglück in einer Dampfwäscherei. In der Dampf­wäscherei Germania" zu Halle a. S. plagte die Dampf­trommel. Der Besitzer des Etablissements, Dr. Hoffmann, wurde schwer verbrüht, ebenso eine Wäscherin.

AR Verschollene Kompositionen aufgefunden. Der Direk­tor der Guildhall- Musikschule in London, Dr. Cummings, hat in den Archiven der königlichen Musikgesellschaft fünf verschollene Kompositionen von Haydn, Weber, Sir Henry Bishop, Winters und Cipriani Potter entdeckt. Es wird eine Aufführung der lang verschollenen Musikwerke vor­bereitet.

Von Wilderern erschossen. In Risnow in Pommern wurde der Förster Kloster von Wilddieben erschossen. Es gelang den letzteren, unerkannt zu entkommen.

EB Ein Vorwelt- Tier. In Nordamerika wurde von dem Professor Trumbull und dem Konservator Need von der Wyoming- Universität das Skelett eines vorzeitlichen Tieres entdeckt, das in einer viel früheren Periode der Erdent­wickelung gelebt haben muß, als jedes der früheren ent­deckten Tiere. Das Skelett ist 30 Fuß lang, es gleicht dem des Dinosaurus.

Lokales.

bie Bahn, man hat gefehen w Sich und Buzbach ihre Fre Bahn haben, und da hätte Jaben nicht zerschneiden rate in Grünberg speziell ge haben und der Erbauung e über stehen? Bielleicht lie bahnbau- Geflfchaft gewi mitarbeiten, fich d ware für Grünberg wie Ueberzeugung nach nur da * In den Kreisen be hat eine Mitteilung, wonag in den Verhandlungen mi gelaffen werden fönnte, Be fanntlich war vom Reichst Pflastersteine befahloffen wo faliuffe der Handelsverträge 20 Bfg. herabgefeßt worder man mit Sicherheit erwartet, Schuß ihr insbesondere Gd bleiben werde. Der schwedif in unferen Rüffenprovinzen u b war in Weftdeutschland vor e unbekannt. In den letzten Rheine aufwärts folgend, Ringen auf und gelangt felbft nach Karlsruhe, also Steinbezirke. Die von den Saltit geht anscheinend da deutsche Absatzgebiet zu ger Industrie hier zu verdräng frem Rhein und Mainhafer fogar noch billiger, wogege werden. Die Stadt Hami würde danach ihre Pflafter oer Frankfurt beziehen, fi Fracht noch etwa 7 Mt. a wed diefer Breispolitik ift Gotein in Westdeutschland entbehrlich hinstellen, die ve fir den Kampf gegen den die deutschen Brüche ma wedische Stein- Industrie die Brüche befinden sich un gleich ins Seeschiff, liefern noch Süddeutschland, wie

5. Oftober 1905.

** Der Kreisrat des Kreises Lauterbach Dr. Eduard Wallau wurde zum Kreisrat des Kreises Groß- Gerau ernannt Dem Kommunalforstwart Joh. Bergk zu Lang- Göns wurde aus Anlaß seiner Versetzung in den Ruhestand dec Charakter als Förster" verliehen.

Das Spiel mit Zündhölzern. In Ingersdorf in Fran­fen fam in dem Anwesen eines Defonomen ein Brand aus, den Knaben, die mit Zündhölzern spielten, verursacht hat­ten. Das fünfjährige Söhnchen des Besitzers kam in den Flammen um. Der Spielgefährte konnte sich mit Mühe retten.

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* Priester Jubiläum. Am 14. November sind es, laut Neue Hess. Voltsbl.", 25 Jahre, daß der Bischof von Mainz, Dr. Georg Kirstein, zum Priester geweiht wurde.

tt Stadttheater Gießen. Die erste Freitags­Abonnementsvorstellung bringt zwei Novitäten, Die große Leidenhaft" und die Banausenschlacht", die sorgfältig vorbereitet und mit den ersten Kräfte besetzt, zweifellos wie überall so auch hier Erfolg haben werden. Beschäftigt sind von den Damen: Elfriede Bayrhammer, Lily Donecker, Wilhelmine Schellenberg, Aug. Fischer. Von den Herren: Rudolf Goll, Reinhold Lüttjohann, Adolf L ppert, Georg Mendel, Ferdinand Käsmann u. a. m.

Ein teurer Schweinigel". Vor dem Schöffer gericht in Neustadt im Koburgischen war ein Landmann von einem Berufsgenossen verklagt worden, weil er diesen Du Schweinigel!" tituliert hatte. Es kam ein Vergleich zu­stande, demzufolge der Beleidigte alle Kosten zu übernehmen hatte. Als er die Summe hörte, brach er in die Worte aus: " Ja, jetzt, wo de Säu so teuer sind, wundre ich mich nicht mehr, daß ein Schweinigel auf 57 Mark kommt!"

Vom Dampfer überrannt. Bei Lissabon überfuhr der deutsche Dampfer Markgraf" bei der Ausfahrt aus dem Tejo ein Vergnügungsboot. Fünf Personen ertranken. Der Vorfall erregt großen Unwillen, weil der Dampfer weiter. fuhr, ohne sich um die Hilferufe der Ertrinkenden zu fümmern.

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Fahrkarten- Revisionen.

Nach neuester Bes stimmung soll während der Fahrt bei den Nachtzügen eine mehrmalige Fahrkarten Revision nicht vorgenommen werden, um eine Störung von schlafenden Reisenden zu vermeiden. Es erfolgt nur eine Fahrkartenprüfung an der Anfangs­station der Reisenden.

Im Taifun untergegangen. Bei dem schrecklichen Taifun, der in den Gewässern von Manila wütete, ist auch der Dampfer, Caulabinia", der den Verkehr zwischen den Philippinen vermittelte, auf der Höhe der Insel Ticao ge­sunken. Man muß annehmen, daß alle Insassen des Schiffes, 17 Passagiere und 97 Mann Besatzung, ihren Tod gefunden haben. Auch andere Schiffsunfälle sind zu berzeichnen.

** Die Erbauung der Bahn Grünberg­Lich stößt im Gemeinderat Grünberg auf Hindernisse, die auf das ganze Projekt sehr störend wirken können oder wenn die anderen Gemeinden fest an ihren Beschlüssen verharren und für das Zustandekommen der Strecke umso­mehr eintreten der Stadt Grünberg den Anschluß nicht bringen. Der Gemeinderat von Grünberg hat in seiner legten Sigung mit allen gegen eine Stimme beschlossen, die Eisenbahnangelegenheit als für die Gemeinde Grünberg er­ledigt zu erklären. Sollte das eine Folge sein eines vor­ausgegangenen Antrages des Esenbahnkomitees, welches in einer am 24. September in Butzbach getagten Bersammlung b. schlossen hatte, den interessierten Gemeinden- auf Be­fürwortung des Kreisamtes hin den Antrag zu unter­breiten, daß das Geld statt mit 4% nur mit 33/4% ver zinst werde. Der Gemeinderat Grünberg hat auch diesen Beschluß einstimmig abgelehnt und ersieht daraus, da die Berliner Firma Lenz& Co. nicht zu den früher vereinbarten Bedingungen( also 4% Verzinsung) bauen will, es sei besser(!?) für Grünberg, wenn die Stadt überhaupt nicht mehr mit macht. Wir sind anderer Ansicht.

Wenn den Kleinbahnen auch nur eine geringe Bedeutung für den Durchgangsverkehr zugesprochen werden fann, so hat eine Kleinbahn doch einen eminenten Einfluß auf den Lokalverkehr, auf den Verkehr der einzelnen angeschlossenen Drte unter sich. Dieser Lokalverkehr bringt neue Ver­bindungen, bringt anderes mit sich und weniges zu wenigem gesammelt gibt mit der Zeit doch viel. Gewiß, wenn es für die gegenwärtige Generation auch schwer ist, auf ein 4% Binsen bei einer solchen großen Summe, wie Grünberg für den Bahnbau vorher sich verpflichtet hatte, zu verzichten, so wolle man doch immer bedenken: nach uns fommen unsere Kinder, für sie eine bessere Lage, b.sseren Verkehr und bessere Verhältnisse zu schaffen, ist Ehrenpflicht eines jeden Vaters, einer jeden Gemeinde. Daß Lich die landwirtschaftliche Winterschule des Kreises Gießen bekommen hat, schreiben wir seinen in jüngster Beit neubeschaffenen besseren Verkehrsverhältnissen mit zu. Warum hat Hungen die Schule nicht bekommen. Weil Lich wenn die Strede Butzbach- Lich weiter ausgebaut, sei es nun nach Grünberg ober nach Mücke im Kreis Gießen ein Stäbchen ist, daß dann nach vier Seiten hin Bahnverbindung hat und gerade die Bezirke erschließt, die bisher vom Verkehr abseits lagen. Der Gemeinderat zu Grünberg wolle wohl bedenken, daß Mücke ebenfalls eine ganz brillante End- nein Durchgangs­station werden fann; der Gemeinderat zu Grünberg wolle ferner bedenken, daß die Marburger Kreisbahn, welche jezt nur bis Dreihausen läuft, in nicht allzuferner Beit ausgebaut wird und dann eine direkte Verbindung ge­schoffen ist von Marburg über Weitershain- Mücke­Lich nach Buzbach. Der Gemeinderat wolle hierzu wohl bebenken, daß, obgleich ja nur Lotalverkehr mit in Frage tommt, eine solche lange Verkehrsaber immer der be­treffenden Stadt einen Vorteil bringt. Wir sind der Meinung, daß Grünberg nicht so schnell den früher gefaßten Beschluß hätte aufheben sollen, damit man nicht ein gespanntes Ver­hältnis mit den Nachbargemeinden schaffe. Die fleineren zwischen Grünberg und Lich gelegenen Gemeinden wollen

zu zahlen haben. Dabei fi Artikel 75 bis 80 Prozent Schweden beträchtlich niedrig d: Wettbewerbs erst an a meil infolge des in dieser leider vorübergehenden 11 gewöhnlich großen Bedarfee Betrieb bisher mit wenige halten fonnten. Geht der V das Zusammentreffen verschie Ausnahmebedarfs auf seinen b Andauer der schwedische njerer Steinbrüde außer merlen die Verschlechterung Serabdrückung der Arbeitslo Man wird deshalb im Inte obliegenden Bevölkerung au Spessart, an der Bergstra

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