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sprechungen gegeben haben; diese Bindung, nicht aber sein liberales Programm soll ihm das Genick gebrochen haben. Tatsache ist jedenfalls, daß eine Kreatur seines Vorgängers immerhin wieder bei dem Zaren in besonderer Huld stent

ein Symptom für die augenblickliche Stimmung des Zaren. Es wird also in Rußland noch nicht Frühling werden.

Schild ihn umzuwerfen drohte, bohrten sich die Bambusstöcke hinten in den Boden und hielten ihn aufrecht. Man sieht, ber moderne Festungskrieg gibt an romantischen Episoden den mittelalterlichen Fehden nichts nach. Außer den vervoff­fommneten technischen Hilfsmitfeln ist es immer noch der Mannesmat, auf den es am letzten Ende ankommt. Auch te heißt es noch vom Soldaten: Da tritt fein anderer für it eint... E. K.

Die Gerechtigkeit erfordert übrigens auch das Zugeständ­nis, daß die Lösung des Reformproblems nicht leicht ist, weil die Interessen gar zu verschiedenartig sind. Die Bauern ver­Tangen Aufhebung und die Sozialisten verlangen straffere Durchführung des Kommunismus. Diesem Wunsche schließt sich auch Graf Leo Tolstoi in einem soeben in der Times" veröffentlichten Briefe an. Dieses Schriftstück wurde von Tolstoi vor drei Jahren an den Zaren gerichtet, zu einer Zeit, da der berühmte russische Schriftsteller glaubte, auf sei­nem Sterbebette zu liegen. Der Brief enthält eine leiden­schaftliche Anklage gegen die russische politische Autokratie und religiöse Orthodoxie. Graf Tolstoi beschwört den Zaren, politische Reformen einzuführen und den Anfang damit zu machen, das bestehende Recht abzuschaffen, Land als Privat­eigentum besitzen zu dürfen. Tolstoi sagte, er betrachte die Nationalisierung des Bodens als den ersten Schritt zur Besserung der Verhältnisse Rußlands. Außerdem forderte er den Zaren auf, dem Volfe absolute Freiheit zu geben.

Bei so divergierenden Anschauungen und bei den großen Kulturunterschieden innerhalb der Bevölkerung ist es sehr schwer für die Regierung, eine einheitliche Reform durchzu­führen. Dieses Problem ist für sie eine reine Zwickmühle.

Moderner feftungskrieg.

Zur Einnahme von Port Arthur.

Nah und Fern.

undiffenfaft.

Raum als Heilmittel gegen die ägyptische Augen­frankheit, auch Körnerfrantheit oder Trachom genannt, empfiehlt der Breslauer Augenarzt Prof. H. Cohn. Er beröffentlicht folgende interessante Mitteilung: Nachdem Lassar u. a. festgestellt hatten, daß Tumoren durch Radium günstig beeinflußt werden, lag es nahe, das Radium auch bei Granulationen der Vindehaut zu versuchen. Die von Geh. Rat. gewählte Methode der Anwendung selbst- hat rein fachmännisches Interesse. Es genügt für weitere Kreise die Mitteilung, daß nach seinen Angaben die Körner 10-15 Minuten belichtet werden, und daß sie in überraschend kurzer Zeit verschwanden, nachdem sie vorher von ihm und von anderen Aerzten mit schmerzhaften Mitteln monatelang ber­geblich behandelt waren. Der Ophthalmologe verfügt zu­nächst nur über drei Fälle( denn das Körner- Trachom sehe er nur recht selten), und er will aus diesem Material noch keine allgemeinen Schlüsse ziehen. Aber diese Fälle seien schnel und schmerzlos geheilt worden, und von irgend schädlichen Folgen für das Lid oder das Sehvermögen wäre feine Spuc zu bemerken. Er empfiehlt weitere Versuche. Besonders in Egypten sollte das Radium ausgeprüft werden.

& Ein Landgerichtsdirektor wegen Mordversuchs ver­haftet. Der Landgerichtsdirektor Hasse aus Breslau hat sich in Berlin wegen eines an einem jungen Menschen, namens Lindner begangenen Mordversuchs selbst der Polizei gestellt. Hasse war vor einigen Jahren mit Lindner in häßliche sträf­liche Beziehungen getreten. Nach Abbruch jener Beziehun­gen verlegte sich Lindner darauf, die Lage Hasses in ge­meinster Weise auszubeuten, indem er durch die Drohung, ihn zur Anzeige zu bringen, zur Hergabe größerer Summen beranlaßte. Auf diese Weise hatte er bereits gegen 30 000 Mark von dem Beamten zu erpressen gewußt und diesen all­mählich in einen Zustand größter Verzweiflung versetzt. Als Lindner neuerdings wieder Geld forderte, ließ die seelische Depression in dem unglücklichen Beamten den Plan reifen, sich gewaltsam von seinem bösen Dämon zu befreien. Er reiste nach Berlin und veranlaßte eine Zusammenkunft mit Lindner. Als dieser wieder eine seiner schamlosen Erpres­sungen versuchte, griff Hasse zum Revolver und versuchte, den Erpresser zu erschießen. Ein Schuß streifte die Wange Lindners, der im übrigen unverlegt entkam, worauf Hasse sich selbst dem Staatsanwalt stellte.

Die japanischen Nachtangriffe fanden ein besonderes Hemmnis in der Verwendung der Scheinwerfer, welche die anrückenden Sturmkolonnen, die durch Sternlichter ent­deckt waren, in blendendes Licht hüllten, während die russi­schen Linien im Dunkel blieben. Die Scheinwerfer blendeten und verwirrten die Japaner völlig. In einem Augenblicke schien der blendende Glanz der Scheinwerfer den Japanern boll in die Augen, im nächsten Augenblicke war das Licht ganz verschwunden, und völlige, verwirrende Dunkelheit herrschte. Sie konnten nichts sehen, und nur das Knattern der feindlichen Gewehre gab ihnen das Ziel an. Das elef­trische Licht blendete und verwirrte sie dann wieder, und wo sie seinen Strahlen ausgesetzt waren, fielen die russischen Kugeln dicht auf sie nieder. Auch dagegen konnten sie sich nicht wehren, denn die Feinde waren hinter einem Schirme von Licht verborgen, die Japaner konnten darum weiter nichts tun, als nur immer Deckung suchen hinter kleinen Unebenheiten des Bodens, hinter Hügeln und Hügelchen, hinter welche die unwiderstehlichen Lichtstrahlen nicht ge­langten. Selbst wir weit entfernten Zuschauer"-- so er­zählt ein Kriegskorrespondent

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BC. An gebrochenem Herzen. Der Tod an gebrochenen Herzen kommt nicht nur in der Dichtung vor, ist aber glüd­licherweise in Wirklichkeit seltener, als in Romanen. Jüng ist der besonders merkwürdige Fall dieser Todesursache bes einem Geistesfranken vorgekommen. So schwer die Leiden dieser Kranken unter Umständen sein mögen, so ist es do eine Tatsache, daß Herzfehler nur ganz ausnahmsweise zuv Todesursache bei ihnen werden. Nach einer neuen Statisti starben von 18 601 Geisteskranken nur 9 durch eine De generation des Herzmuskels. Da von diesen sich vier au Männer und fünf auf Frauen beziehen, so scheint ein Unter­schied in Hinsicht auf das Geschlecht kaum zu bestehen. Der oben erwähnte Geisteskranke war bereits 76 Jahre alt. Er litt an einer geistigen Depression und Neigung zu Selb mord, in übrigen aber an einer milden Form des Irrsinns. Der Puls war regelmäßig, aber schwach, die Herztöne gleich falls. Der Tod erfolgte ganz plöglich, indem der Mame leblos auf dem Fußboden seines Zimmers gefunden wurde. Vermutlich war er nach dem Aufstehen einfach zusammen­gebrochen. Die Untersuchung stellte fest, daß die linke Herz­fammer zerrissen war. Das Wunderbare an diesem Fal liegt darin, daß eine unmittelbare Ursache für die gewalt­same Zerstörung des Herzens nicht gefunden werden konnte, weil der gewöhnlich vorhandene Grund einer besonderen An strengung oder Aufregung bei diesem Manu ausgeschlossen zu sein schien.

A Aus dem Irrenhause entflohen. Die Affäre der Frau Oberst Munthe hält die Kopenhagener Gesellschaft durch imper neue Zwischenfälle in Atem. Die Dame wurde be­schuldigi, Wechsel gefälscht und dabei den Namen des Prinzen Harold von Dänemark mißbraucht zu haben. Troß aller Beteuerungen ihrer Unschuld wurde die Frau Oberst für anzurechnungsfähig erklärt und von ihrer Familie in der Frrenanstalt zu Middelfort interniert. Bei einem Besuch, den sie ihrem Ehemanne, der als Oberst in Aarhus steht, abstattete, verlangte die Dame sehr energisch, aus der Frren­haft freigegeben zu werden, da sie sich völlig gesund fühle. Um sie zu beruhigen, stellte der Oberst die Gewährung des Wunsches in baldige Aussicht. Allein die Frau Oberst schenkte wohl den Verheißungen wenig Zutrauen, und so benutzte sie eine ihr sich bietende Gelegenheit, um bei Nacht­zeit aus der Anstalt zu entfliehen. Man nimmt an, daß es ihr gelungen ist, sich in Hamburg in Sicherheit zu bringen.

- ,, wurden von dem tages­hellen Scheine der Scheinwerfer geblendet; jeder Stein, jeder Grashalnt, auch jeder Gesichtszug von uns wurde wie bei Tageshelle sichtbar, und wir waren über sechs englische Meilen entfernt!"

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+ Auf offener Straße durch Revolverschüsse getötet wurde in Schuscha im Kaukasus der Steuerinspektor Scherbakow. Der Mörder entfam; politische Beweggründe sollen die Ur­sache zur Begehung des Verbrechens gewesen sein.

Ertrunkener Lebensretter. In Lennep liefen auf dem dortigen Eisteich eine Anzahl Knaben Schlittschuh. Auf dem jungen Eise brachen sechs der Knaben ein. Der Maurer­meister Koch, selbst Vater von sechs Kindern, rettete fünf der Verunglückten. Als er den lechsten Knaben schon gefaßt hatte, sant er mit ihm in die Tiefe und kam ums Leben.

Verhafteter Massenmörder. In der kleinen spanischen Stadt Penaflor bei Sevilla hatte, wie erinnerlich, ein Fran­zose namens Jean André Aldije Personen, die von ihm das Falschspiel erlernen wollten, und sich zu dem Zwecke bei Nachtzeit heimlich in sein einsam stehendes Haus schlichen, ermordet und beraubt. Der Mörder war entflohen, ist aber von seinem eigenen Schwager ausgeliefert und verhaftet worden.

* Der Revolver auf der Bühne. Im Tivoli- Theater zu Rotterdam hatte ein Schauspieler in seiner Rolle mit einem Revolver auf seinen Mitspieler einen Schuß abzugeben. Er hatte unwissentlich eine geladene Waffe in die Hand be kommen. Die Kugel traf den Mitspieler tödlich und ver wundete noch einen anderen auf der Bühne stehenden Schau­

Unter den vielen Vorrichtungen, die dazu beigetragen haben, Port Arthur zu dem zu machen, was es war, sind die Drahtverzäunungen die allerwichtigsten. Die einfachen und doppelten Reihen von Verzäunungen waren die stärksten vassiven Verteidigungsmittel der Forts, und die Japaner haben viele Mittel versucht, um sich Wege hindurch zu schnei­den. Anfangs glaubten sie, dies würde ihnen einfach mit Silfe von Scheren gelingen, und sie hatten zu diesem Zwecke 50 000 Scheren mitgebracht, aber der Draht war zu starf. Die Soldaten pflegten meist nach Eintritt der Dunkelheit heranzufriechen und dann, auf dem Rücken liegend, zu ver­suchen, die Trähte mit der Schere zu durchschneiden. rüber, daß das nicht gelang, gerieten die japanischen Soldaten mitunter in solche Wut, daß sie die Schere fallen ließen, den Draht mit Händen und Zähnen anpackten und dann so lange daran bogen und zerrten, bis er endlich durchbrach. Dann versuchten es die Japaner auf die Weise, daß sie die ganze Verzäunung samt den Stangen, an denen die Drähte längs­weise und freuzweise in jeder Richtung angebracht waren, durch Abschneiden der Stangen umstürzen wollten. Einmal gelang dies, aber das Erperiment wurde nie wiederholt. Die Soldaten waren dabei dem feindlichen Feuer völlig ausgesezt, und man mußte ein Mittel finden, das weniger Menschen­Icben kostete. Eine Zeitlang hatte ein anderes Mittel mehr Erfolg. Ein Mann troch während der Nacht zur Draht= berzäunung hin, befestigte oben an den Stangen derselben Stricke und froch dann, mit den Enden der Stride in den Händen, zu den nächsten Schanzgräben zurüd, we seine Ka­meraden so lange daran zogen, bis der ganze Drahtzaun zu Boden stürzte. Aber die Russen fanden dieses Manöver bald heraus, und als die Japaner es das nächstemal wieder ver­suchten, fanden sie, daß die Stangen so mit Drähten befestigt waren, daß alle Versuche, sie umzureißen, scheiterten.

Vermischtes.

[ Das Ende des Wolfes.] Ein einer Menagerie ent­sprungener Wolf, der ganz Northumberland so lange in Auf­regung versetzt hat und allen Verfolgungen glücklich entrann. hat nun einen unrühmlichen Tod gefunden. Er endete auf den Schienen eines Eisenbahnzuges, der ihn erbarmungs­Ios tötete. Er war über die Gleise gelaufen, um einige Schafe in einem benachbarten Feld zu erjagen. Da sauste der Schnellzug, der von London nach Schottland fährt, heran, und bei einer scharfen Kurve erreichte er das auf Raub aus­ziehende Tier, pacte es mit den Rädern seiner Maschine und schleuderte es zur Seite. Am anderen Morgen fanden Land. leute den Leichnam, den sie für den Kadaver eines großen Hundes hielten, und begruben ihn sang und klanglos. Ale sie aber von der außerordentlichen Größe dieses Hundes dem Stationsvorsteher von Cumminthon erzählten, da kam diesem der Gedanke, daß der große Hund vielleicht der ge­fürchtete Ruhestörer und Räuber der Herden sei. Man grub sogleich das Tier wieder aus und fand wirklich den Leichnam des Wolfes. Es war ein sehr großer männlicher grauer Wolf mit einem stark ausgebildeten Gebiß und kräftigen Körperbau.

Eine Untersuchung in der neuesten Affäre Hüssener ist, mic aus Koblenz gemeldet wird, vom dortigen Generalfom­mando angeordnet worden. Ihr Ergebnis wird demnächst beröffentlicht werden. Man zweifelt nicht, daß es ungeheuer­liche Gerüchte, die in letzter Zeit über die Behandlung des Fähnrichs Hüssener im Schwange waren, gründlich wider­legen wird. Bekanntlich schilderten mehrere sozialdemokra­tische Organe die Festung Ehrenbreitstein, wo Hüssener, der in Essen den Freiwilligen Hartmann erstach, die ihm dafür zuerfannten 2 Jahre Festungshaft verbüßt, als ein fideles Gefängnis. Sie veröffentlichten ein Bild, auf dem man ihn mit zwei anderen Kumpanen vergnügt hinter einer Batterie eben geleerter Weinflaschen siten sieht. Sie behaupteten ferner, daß er in einem Gasthofe zu Koblenz als sonntag­licher Frühschoppengast bekannt sei, daß er sich reichlichen Urlaubs erfreue, den er zu Vergnügungsreisen benutze, daß er sogar in Köln eines Sonntags mit seinen Freunden lust­wandelnd in einem öffentlichen Garten sich habe zeigen dürfen.

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[ Der Hund als Bergführer.] Von dem romantisch ge. Tegenen Städtchen Gebweiler gelangt man in vier Stunden auf den höchsten Riesen der Vogesen, den Gebweiler Belchen. Hunderte von Touristen unternehmen alljährlich den Auf­stieg von Gebweiler aus. Seit Jahren hat es sich nun der Besitzer des Gebweiler Hotels Zur goldenen Kanone" an gelegen sein lassen, den des Weges unkundigen Touristen einen Führer zu verschaffen und zwar in Gestalt seines Haushundes Marquis. Das Tier, eine Kreuzung eines Bernhardiners mit einem Jagdhund, ist jetzt acht Jahre alt und 75 Zentimeter hoch. Betritt ein Tourist das genannte Hotel, und Marquis hat ihn bemerkt, so läuft er ihm auf Schritt und Tritt nach; übernachtet der Betreffende im Hotel, so legt sich das intelligente Tier vor die Zimmertür, und beim Aufbruch springt es freudig bellend vor dem Wanderer her, und schnurstracks geht's dann den Weg zum Belchen hinauf. Verbleibt ein Tourist mehrere Tage dort oben, se fommt Marquis allein zurück. Die Begeisterung der Tou­risten, denen der vierbeinige Belchenführer das Geleite gab, geht manchmal sogar so weit, daß sie an Marquis Ansichts karten senden, die von der Post jedesmal prompt bestellt werden. [ Das Begräbnis im Meer.] Eine merkwürdige An­gelegenheit beschäftigt augenblicklich gewisse Kreise im Staate Newyork. Es gibt dort eine Vereinigung von Unternehmerw zur Einbalsamierung Toter. Diese Gesellschaft hat neulich ein Gesuch einer staatlichen Behörde eingereicht, wonach eine Bestattung von Toten ins Meer verboten werden solle. Die angesehenſte ärztliche Zeitschrift der Vereinigten Staaten, das Journal der amerikanischen medizinischen Vereinigung, wendet sich mit Entschiedenheit gegen diesen Antrag, indem es hervorhebt, daß gegen das Begräbnis im Meer vom ge­fundheitlichen Standpunkt nicht der geringste Einwand zu erheben sei. Außer persönlichen und sentimentalen Gründen fann nur der Verlust der aus der Verwesung hervorgehenden befruchtenden Stoffe für den Erdboden in Frage kommen, und ihre Berücksichtigung wäre geradezu absurd. Anderer­seits würde die Zurüdbehaltung von Leichen auf dem Schiff, bo oft nur sehr unvollkommene Mittel zur Konser­bierung bestehen, namentlich bei Todesfällen an gewissen ansteckenden Krankheiten gleichbedeutend einer sehr erheb­lichen Gefahr sein. In Amerika würde der Erlaß eines der­artigen Gesetzes, wie es von der Gesellschaft der Einbalsa­mierer aus Geschäftsrücksichten betrieben wird, nicht zu den Unmöglichkeiten gehören, meil dort schon zuweilen die son­jarsten Dinge auf solche Veranlassung hin geschehen sind. [ Der Fernsprecher im Eisenbahuzuge.] Wie ein eng. lisches technisches Blatt berichtet, hat fürzlich eine angesehene faufmännische Vereinigung von Pittsburg zu einer Reise durch Pennsylvanien und Obio einen aus acht Pullman­

Tageschronik. Der in der Provinz Sachsen durch Un. wetter vor Neujahr angerichtete Schaden beträgt über drei Millionen Marf.

In Triest wurden infolge eines ungewöhnlich helgen Borafturmes mehrere Personen schwer verletzt.

Selbstverständlich zerstörte das Artilleriefeuer viele Drahtzäune, aber die Japaner hatten auch noch ein anderes Mittel, sie zu zerstören. Sie nahmen lange Bambusrohre und fülltem sie mit schwarzem, starken, viel Rauch entwickeln­den Pulver. Dann kam ein Mann damit angefrochen, legte das Bambusrohr unter die Verzäunung, zündete eine Zünd­schnur an und sprengte so einen Teil der Verzäunung in die Luft. Dieselben mit Pulver gefüllten Bambusrohre wurden auch zu Angriffen auf bombensichere Gräben und Kapon­nieren in den Forts benüßt; sie wurden durch Schießscharten geschoben und dann zum Explodieren gebracht, und von der dichten Wolke schweren schwarzen Rauches, der die Verteidiger erstickte und blendete, gedeckt, machten die Japaner dann ihren Sturmangriff. Bisweilen machten die Japaner den legten verzweifelten Versuch, bei hellen Tageslicht, geschützt durch große Schilde, auf die Verzäunungen Ioszugehen und bonn rubig vor den Augen der Verteidiger mit dem Durch­schneiden der Drähte zu beginnen. Der erste Mann, der mit einem solchen von den Schultera bis zu den Füßen reichenden Schilde ausgeschickt wurde, erhielt sofort eine ganze Anzahl Gewehrschüsse, die ihn vor der Brust trafen, aber den eisernen Schild nicht durchdringen konnten. Doch wirkte der Stoß der Kugein wie der Schlag eines großen Hammers und wari den Mann sofort auf den Rücken. Er war nicht verlegt, fonnte wieder aufstehen, und obwohl er immer wieder ge­troffen wurde und immer wieder hinfiel, kam er doch zu den Verzäunungen hin. Bisweilen stüßte sich der Schildträger bon hinten mit zwei Bambusstöcken, deren obere Enden er mit einem Stride fest an seinem Leibe angebunden hatte, während die unteren Enden hinten herabhingen und nach. Schleiften. Wenn dann der Aufschlag der Kugeln auf den

In Saloniki wurde ein starker Erdstoß verspürt,

Der Landwirt.

ge. Die Hautbarkeit der Butter. Interessante Unfer. suchungen über die Haltbarkeit der Butter sind im Kaiser. lichen Gesundheitsamt von Dr. Kraus angestellt worden. Man hat dabei den Einfluß der Herstellung, Verpackung und des Rochsalzgehaltes auf ihre Haltbarkeit, namentlich mit Be­rücksichtigung des Versandts in die Tropen geprüft. Es ergab sich, daß für die Haltbarkeit der Dauerbutter die Höhe des Rochsalzgehaltes nicht ausschlagggebend ist. Während Butter ohne Kochsalzzusatz sich sehr schwierig hält, ist für die Halt­barkeit am besten ein solcher von 3-5 Broz, beträgt er mehr als 6 Proz., so wird die Haltbarkeit der Butter beeinträchtigt Je sorgsamer die Herstellung, desto besser hält sich die Butter. Saurer, pasteurisierter Rahm eignet sich am besten dazu, namentlich wenn derselbe rasch abgekühlt wird und die Butterung bei niedriger Temperatur stattfindet. Beinlichste Sauberkeit im ganzen Betrieb ist unerläßlich. Die geeig neisten Verpackungsgefäße für Dauerbutter sind luftdicht berschlossene Glasbüchsen.

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