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solches Unheil gebracht, wie Admiral Alexejew über Nuß­land, sich im tiefsten Dunkel verbergen, seine Rolle würde für alle Zeiten ausgespielt ein. Sier hat der Urheber des unglücklichen ostasiatischen Krieges, dec außerdem der Orga nisator der Niederlagen gewesen, bei seiner schmachbedeckten geimfehr auf keine seiner Würden verzichten müssen. Er ist jogar zum Zivilgouverneur von Moskau ernannt worden. Kein Wunder, daß er seinen alten Plan erneuert, aus Trans­baitalien, dem Amurgebiet, dem Küstengebiete Kamschatra, der Insel Sachalin, der Halbinsel Kwantung und den Terri­torien der oftchinesischen Bahn von Charbin bis Port Arthur zu einem halbsouveränen Staat zu machen natürlich mit ihm als Statthalter oder Vizekaiser an der Spike-, der völlig unabhängig von den russischen Zentralbehörden sein und nur zu dem Zaren selbst in Beziehungen stehen sollte. Für diesen seinen Zukunftsstaat hat Admiral Alexejew auch schon die Verfassung fertig: den schrankenlosesten Absolu­

tismus.

Die Finländer haben wirklich ihre Befreiung vom Mili­tärdienst in Ostasien durchgesetzt. Der Zar hat die Aus­schreibung von Wehrpflichtigen in Finland einzustellen be­fohlen und gleichzeitig bestimmt, daß die finländische Staats­fasse jährlich 10 Millionen Mark zu Kriegszwecken an die Reichskasse zahlen soll. Natürlich stehen die beiden Verord= nungen mit einander in ursächlichem Zusammenhang. Die russische Finanznot könnte am Ende beseitigt werden, wenn man sich entschließen wollte, allen Provinzen die Loskaufung von der Kriegsdienstpflicht zu gestatten. Der Wetteifer wäre ungeheuer.

Einstweilen schaffen sich die Behörden auf eine andere, nicht minder originelle Art Einnahmen: Den Familien der Reservisten sind Gelder zum Unterhalt angewiesen. Eben diese Gelder, die zur Fristung des Lebens bestimmt und not­wendig sind, werden zur Deckung von Steuerrückständen einbehalten! Man kann sich denken, welche Erbitterung durch solche Maßregel hervorgerufen wird.

Die Anarchisten und Nihilisten haben unter solchen Um­ständen gute Tage. Ihre Proklamationen finden begeisterte Aufnahme sogar da, wo man gar nicht nihilistisch gesinnt ist. Zur Verbreitung der aufrührerischen Schriften bietet sich täglich Gelegenheit. Im Stadttheater von Saratow wares gestern 2000 Personen versammelt, um einen Vortrag über die Cholera anzuhören. Der Choleravortrag war ein Vor­wand und Deckmantel. Als er beendet war, wollten zwei Rechtsanwälte über Tagesfragen sprechen. Die Polizei rief zwei Kompagnien Infanterie herbei. Bis diese kamen, wur­den revolutionäre Reden gehalten und von der Galerie Auf­rufe in das Haus geworfen. Dann zog die Menge unter dem Absingen der Marseillaise ab. Das Militär konnte den Heimkehrenden nur den Weg versperren und einige Verhaf­tungen vornehmen.

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Dagegen hatte Minister v. Bud de zwei interessante rede­gefechte zu bestehen. Dem Professor Löning- Halle, der die staatsrechtliche Zulässigkeit der Abgaben auf regulierten Strömen anzweifelte, erwiderte der Minister, daß die preußische Regierung die erste Hüterin der Reichsverfassung sei und niemals gegen diese verstoßen werde. Und den Grafen Mirbach, der statt des westlichen Kanals lieber Versuche mit elektrischen Schnellbahnen sehen würde wies er mit Ent­schiedenheit auf die bisher noch bestehende Unmöglichkeit solchen Beginnens hin. Die Resolution Mirbach wurde denn auch abgelehnt. Dann ging die Debatte immer mehr auf Einzelheiten ein, da auch in diesem Hause sich Fürsprecher für allerlei unerfüllt gebliebene Wünsche fanden. Dazwischen fanden die Abstimmungen über die einzelnen Paragraphen statt. Der wichtigste,§ 1, wurde gegen 27 Stimmen an­genommen, und bei der Gesamtabstimmung schien das Stimmenverhältnis dasselbe zu sein. Der kleinen ableh= nenden Minorität stand eine ungemein stattliche Majorität gegenüber. Befriedigt verließ der Ministerpräsident Graf Bülow den Saal, bald auch ein großer Teil der Herren. Denn die Resolutionen, über die nun noch beraten und ab­gestimmt wurde, hielten noch längere Zeit das Haus zu­sammen. Besonders der Streit um den masurischen Kanal, der zwischen dem Königsberger Oberbürgermeister und dem Grafen Eulenburg- Pressen ausgefochten wurde. Der Erfolg war der, daß schließlich beide Resolutionen über den masu­rischen Kanal abgelehnt wurden; die übrigen Resolutionen wurden dagegen den Beschlüssen des Abgeordnetenhauses ent­sprechend angenommen. So war es 46 Uhr geworden, als die ganzen Kanalfragen endgültig erledigt waren. Schnell wurde noch das sog. Freihaltungsgesek" zur schriftlichen Berichterstattung an die Kommission zurückverwiesen und das Gesetz über die Schadloshaltung des Glücksburger Hauses angenommen. Die nächste Sizung soll Mitte Mai statt­finden.

In Warschau und Lodz ist das Bombenwerfen beinahe zur Ortsfitte geworden. Die Patrouillen, so ist neuerdings angeordnet worden, sollen deshalb jetzt nicht mehr in ge­schlossener, sondern in zerstreuter Ordnung sich durch die Straßen bewegen, damit sie gegen die zahlreichen Bomben. anschläge einigermaßen geschützt seien. Heute ist in Lodz wieder ein solches Attentat vorgekommen. Der Polizeikom. missar Michael Szatalowicz, der jüngst bei den Unruhen einen Sozialisten erschossen hatte, wurde telephonisch aus dem Bolizeiamt auf der Konstantinowsfagasse abgerufen. An der Ecke der Zawadykastraße warf ein vorübergehender, ärmlich gekleideter Mann eine Bombe gegen ihn, die ihn schwer an Beinen und Brustkorb verwundete. Den Bombenwerfer tötete ein Polizeischutzmann durch Säbelhiebe.

Deutfcher Reichstag.

( 173. Sigung.)

Haus der Abgeordneten.

RK Verlin, 1. April.

Die Mitteilung von dem Tode des nationalliberalen Ab­geordneten Wallbrecht, der ein eifriges und tempera­mentvolles Mitglied des Hauses war, brachte eigentlich das einzige Gefühlsmoment in die heutige Sigung hinein. Im übrigen war sie sehr still und bedegtungslos. Vorlagen über die Abänderung verschiedener Amtsgerichts­bezirke wurden teils angenommen, teils der Kommission überwiesen; die Kirchensteuergesete fanden end­gültige Annahme und die Beratung der Sekundär­bahn vorlage endlich einen friedlichen Abschluß. Zwei Dutzend Abgeordnete überwiesen das Gesetz der Budget­kommission und erledigten schließlich noch Petitionen. Tie nächste Sigung findet erst am Donnerstag statt, da inzwischen die Berggesetzkommission arbeiten soll.

( 177. Sigung.) CB Berlin, 31. März. In einer Stunde wurde heute der Nachtragsetat für 1904 mit Forderungen für Südwestafrika und für Veteranen­beihilfen, sowie der Ergänzungsetat für 1905 gleichfalls mit Forderungen für Südwestafrika und für die Verstärkung der Schußtruppe in Kamerun erledigt. Die Diskussion verlief sehr zahm, in der Hauptsache traten gegensätzliche Anschauun­gen kaum zutage. Allgemein wurde unseren Truppen und ihren Führern in Südwestafrika Anerkennung gezollt, und allgemein wurde zugegeben, daß die Mittel, die zur Beruhi­gung der Eingeborenen in den Schuggebieten dienen sollen, bewilligt werden müssen. Nur wurde von einzelnen Red­nern mit größerer oder geringerer Schärfe betont, daß die Kosten für die Niederwerfung des Hereroaufstandes jetzt schon beinahe 200 Millionen betragen, während früher bestritten wurde, daß sie die Höhe von 50 Millionen erreichen würden. Bezüglich der Verstärkung der Kamerumer Schußtruppe be­tonte der Kolonialdirektor Stübel nochinals, daß es sich nur um eine Präventismaßregel handele. Ein großer Aufstand sei nicht zu befürchten, wohl aber müsse mit der Möglichkeit lokaler Unruhen gerechnet werden, da fremde Stänime aus dem Inneren des Landes nach der Küste drängen. Die Lage sei feineswegs bedenklich, sondern wir hätten vielmehr An­laß, uns der Entwickelung der Dinge gerade in Kamerun zu freuen. Einheitliche Zustimmung fand die Forderung von 256 000 Mark für Beteranenbeihilfen, deren Einstellung in den Ergänzungsetat einem Wunsche des Reichstags entspricht. Verschiedene Redner gaben ihrer Genugtuumg darüber Aus­druck, daß die Regierung diese Frage viel wohlwollender be­handle, seit der gegenwärtige Reichsschatsekretär sie über­nommen habe. Schließlich wurde der Ergänzungsetat der Budgetfommiffion überwiesen, der Nachtragsetat aber gleich vom Plenum in zweiter Lesung angenommen. Es folgte dann die Beratung von Petitionen, wobei sich eine ziemlich scharfe Auseinandersetzung zwischen Konservativen und Anti­semiten über ihre Handwerkerfreundlichkeit entspann.

Preufsifcher Landtag.

( 38. Sizung.)

Herrenhaus.

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Bedingungen waren, daß der Verlierende binnen sechs Wo=' chen aus dem Leben gehen mußte, und der Ingenieur zog das schwarze Los. Ingenieur Juhleroth war mit Fräulein Ronnewinkel verlobt. Sein verstörtes Aussehen fiel seiner Braut auf, die so lange in ihn drang, bis er ihr schließlich eine Beichte ablegte. Als das junge Mädchen erfuhr, was sein Bräutigam vorhatte, flehte es ihn an, nicht ohne sie aus dem Leben zu scheiden und bat so lange, bis die beiden törich­ten jungen Leute beschlossen, gemeinsam in den Tod zu gehen. Sie entfernten sich heimlich und fuhren direkt nach England, wo sie sich, wie die bei den Leichen aufgefundenen Papiere beweisen, in London trauen ließen. Dann fuhren sie, wohl um auf deutschem Boden zu sterben, nach Hamburg und stie­gen in einem Hotel am Berliner Bahnhof ab. Sie nahmen, wie die Kellner aussagten, in lustiger Laune ein Souper ein, und am nächsten Morgen fand man beide tot in ihren Betten auf. Sie hatten sich mit Cyankali vergiftet.

A Die stille Teilhaberin". In Diepholz erregt die Ver­haftung der Tochter einer angesehenen Bürgerfamilie_ be­rechtigtes Aufsehen. Die junge Dame hat vor zwei Jahren fortgesezt Manufakturwaren im Gesamtwerte von mehre­ren tausend Mark durch Einsteigen in ein Fenster aus dem provisorischen Lager eines dortigen Geschäftsmannes, der einen Neubau aufführte, gestohlen und sie dann weiter ver­kauft oder verschenkt. Dem Kaufmann blieb dieser schnelle Absatz" seiner Waren natürlich nicht verborgen. er traf entsprechende Maßnahmen und eines Abends im September 1903 wurde die stille Teilhaberin" bei der Tat ertappt. Auf inständiges Bitten entschloß sich damals der Bestohlene, nachdem ihm der Schaden ersetzt war, die un­erquickliche Angelegenheit auf sich beruhen zu lassen. Unter der Hand sprach sich die Sache aber doch schließlich herum und gelangte durch eine anonyme Anzeige schließlich auch zur Kenntnis der Polizei, die nunmehr einschreiten mußte.

RK Berlin, 1. April. Die Kanalvorlage hat heute ihren Lauf, soweit er zwischen der Regierung und den Parlamenten hin und her führte, beendet. Sie wurde bom Herrenhaus mit großer Mehrheit angenommen. Nun hat die Regierung nur noch mit den Provinzen über die Garantieanteile zu verhandeln. Der Endfampf war wenig eindrucksvoll. Während mehrere Herren erklärten, warum fie aus Kanalgegnern zu Kanalfreunden geworden sind, be­fannten sich nur wenige als unentwegte Gegner. So Graf Hohenthal, Herr v. Burgsdorf. Die allgemline Besprechung war daher auch bereits zu Ende, als Graf Bülow auf dem Edplat der Ministerbank sich niederließ. Eine Gelegenheit, in die Debatte einzugreifen, bot sich auch weiter für ihn nicht.

Auf der Rückfahrt von der Taufe ums Leben gekommen ist das jüngste Kind eines Handelsmannes im havelländi schen Dorfe Jühlitz. Die junge Mutter, die den Täufling im Arm hielt, fiel plöglich in Krämpfe. Das Kind glitt ihr aus den Händen und fiel unter den Wagen, dessen Räder seinen Kopf zermalmten. Aus der fröhlichen Taufgesellschaft wurde eine Trauerversammlung.

© Zwei Frauen verbrannt. Ein gewaltiges Schaden­feuer äscherte in der Ortschaft Jaszo bei Kaschau zahlreiche Wohnhäuser und Wirtschaftsgebäude ein. Auch Menschen­leben sind zu beklagen. Zwei Frauen fielen dem entfesselten Element zum Opfer.

Eine dramatische Szene von der schweizerisch- italieni­schen Grenze wird aus Locarno berichtet. Zwei Frauen aus dem Tessin wurden an der italienischen Zollstation angehalten und gefragt, ob sie etwas zu verzollen hätten. Der Zollwäch­ter schöpfte Verdacht, warf eine der Frauen zu Boden und bedrohte sie mit seinem Revolver. Nun warf die Frau in ihrer Angst ein Packet Zucker weg. Hierauf wurden beide verhaftet und in die Kaserne von Réa gebracht. Vor der Kaserne stieß die eine Frau, die in anderen Umständen war, plöglich einen Schrei aus und fiel tot nieder. Der Zoll­wächter wurde verhaftet.

Einer, der wissen will, wer er ist. Auf der Wiener Polizeidirektion erschien morgens gegen 3 Uhr ein elegant gekleideter Mann und verlangte, dem wachthabenden Kom­missar vorgeführt zu werden. Ich bin hierher gekommen," so redete er diesen an, um zu erfahren, wer ich bin." Alle Bemühungen, durch den Mann nähere Mitteilungen über sein Nationale und sein Vorleben zu erhalten, erwiesen sich als erfolglos. Er gab nur verworrene Antworten, und es wurde klar, daß sein Erinnerungsvermögen völlig geschwun­den war. Nachforschungen ergaben, daß es sich um einen Grafen Emmerich A. handelte, der plötzlich wahnsinnig ge­worden war. Der Bedauernswerte mußte ins Irrenhaus geschafft werden.

Eine Liebestragödie fand in Neuenheim bei Heidelberg ihren blutigen Abschluß. Dort erschoß der Leutnant Blöhm vom badischn Grenadierregiment Nr. 110 aus Mannheim die 19jährige Choristin Grethe Schwartz vom Heidelberger Stadttheater und darauf sich selbst.

Eine Pyramide vom Blik getroffen. Die Chephren­Pyramide, eine der größten der noch erhaltenen egypiüichen Riesen- Bauwerke, ist durch Blitzschlag beträchtlich beschädigt worden.

Tod auf der Bärenjagd. Wie aus Budapest berichtet wird, begegnete im herrschaftlichen Forste von Elesd auf einem Bürschgange der Revierförster Imre Benes einem Bärenpaare und beachte mit einem wohlgezielten Blattschuß das Männchen zur Strecke, während die Bärin entkam. Meh­rere Tage später kami diese dem Förster abermals in den Weg und ging auf ihn los. Benes feuerte auf fünfzig Schritt, doch die mur leicht verletzte Bärin stürzte sich auf ihn und schlug ihn mit der Pranke nieder. Als Hilfe herbeifam, war der Förster schon eine verstümmelte Leiche. Die Bärin ent­kam den Verfolgern.

A Groß- Stuttgart. In Gegenwart des Königs von Würt­temberg wurde das von Professor Jassoy erbaute neue Stutt­garter Rathaus feierlich eingeweiht. Gleichzeitig vollzog sich die Vereinigung von Cannstadt, Untertürkheim und Wangen mit Stuttgart, das dadurch auf eine Einwohnerzahl von rund 240 000 gebracht wird.

Die Gräfin Lonyay, die frühere österreichische Kron­prinzessin- Witwe hat Desterreich für immer den Rücken ge­kehrt. Sie hat mit ihrem Gatten Wien verlassen und sich nach England begeben, um dort dauernd Aufenthalt zu nehmen.

Ueberall Genickstarre. Auch auf Amerika hat jetzt die unheimliche Seuche übergegriffen. In Newyork wurden im Zeitraum von fünf Tagen über hunder: Todesfälle gemeldet. Die Epidemie tritt dort besonders bösartig auf. Viele reiche Einwohner flüchten vor ihr aus der Stadt.

Die Pest- Gefahr. In der Ortschaft Pabianice in der Nähe der Fabrikstadt Lodz in Russisch- Polen erkrankten 60 Arbeiterinnen einer Appreturanstalt in sehr schwerer Weise. Man dachte zunächst an eine geheimnisvolle Vergiftung. Die ärztliche Untersuchung läßt jedoch auf Pest- Bazillen schließen. Es gilt für wahrscheinlich, daß diese durch die ver­arbeitete Baumwolle auf die Arbeiterinnen übertragen sind. Tages- Chronik. In Düsseldorf wurde der Fabrikarbeiter Stankiewiß, der den Arbeiter Vogel ermordet und beraubt hatte, hingerichtet.

* Amerikanisches Duell. Als Aufklärung eines geheim­nisvollen Doppelselbstmordes, den kürzlich ein junges Paar in einem vornehmen Hotel Hamburgs beging, wird jezt ein von dem einen der Selbstmörder eingegangenes amerikani­sches Duell angeführt. Die beiden Leichen wurden als der Ingenieur Fuhleroth aus Heiligenstedt und seine Frau, eine geborene Ronnewinkel aus Wipperfürth festgestellt. Wie ferner festgestellt wurde, hatte der Ingenieur wegen irgend eines lächerlichen Restaurantsfandals einen bösen Streit be­kommen, der schließlich damit endigte, daß er sich mit seinem Gegner auf ein amerikanisches Duell einigte. Der Name des Geaners fonnte angeblich noch nicht ermittelt werden. Die

Begnadigt wurde vom Kaiser zu einem Tage Stuben­arrest der Vergassessor Köster in Clausthal, der vom Kriegs­gericht wegen Zweikampfs zu drei Monaten Gefängnis ver­urteilt war.

- Im Enns- Tal in Obersteiermark fand ein Erdstoß statt, der von donnerähnlichem Rollen begleitet war.

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pz Eine starke Maikäferplage wird für dieses Frühjahr befürchtet. Aus vielen Gegenden Deutschlands wird ein un­gewöhnlich starkes Auftreten von Engerlingen gemeldet, die bei den Arbeiten im Garten und im Felde zutage gefördert werden. Im vorigen Jahre blieb die deutsche Landwirtschaft im großen und ganzen von der Maikäferplage verschont. Nur in kleinen Mengen und sporadisch traten die gefürchteten Käfer auf.

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ha Der Grund zur Lungenwurmkrankheit, die beim Schaf und bei der Ziege, beim Jungrind und beim Schwein vor­kommt, wird gewöhnlich im Frühjahr und im Anfang des Sommers gelegt. Bei der Krankheit finden sich in den Luft­röhren und deren Aesten weißliche, fadenförmige Würmer vor, die unter Umständen zu Lungenentzündungen Veran­lassung geben. Dies vermag namentlich der bis etwa 80 Millimeter lange, fadenförmige" Palisadenwurm bei Scha­fen und Ziegen und der etwas kleinere kleinschwänzige" Palisadenwurm beim Jungrind. Die Limgenwurmkrankheit ist am häufigsten bei Schafen und rafft vorzugsweise Lämmer und Jährlinge dahin. Die Aufnahme der Wurmbrut ge­schieht im Frühjahr und im Anfang des Sommers auf feuch­ten Wiesen, in der zweiten Hälfte des Sommers machen sich dann in der Regel die Erscheinungen einer schweren Lungen­entzündung( Husten, Abmagerung 11. s. w.) bemerkbar. In trockenen Jahren kann die Krankheit zeitweise verschwinden. Wenn volle Stallfütterung nicht durchführbar ist, müssen die Lämmer und Jährlinge mindestens bis zur Mitte des Som­mers im Stall gefüttert werden. Ist auch dieses nicht mög­lich, so muß den Schafen vor und nach dem Austreiben zur Weide gutes Trockenfutter und Wasser gereicht werden. Die gesunden Tiere werden zweckmäßig von den kranken getrennt gehalten. Die in Knäueln ausgehusteten Würmer sind nach Möglichkeit zu sammeln und zu verbrennen. Die Lungen und Luftröhren gestorbener und geschlachteter Stücke sind völlig zu vernichten. Durch Trockenlegung von sumpfigen Weiden und von Wasserlachen tritt man der Krankheit am wirfsamsten entgegen.

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GL Schillerehrung durch die schweizer Regierung. Der schweizer Nationalrat und der Ständerat gaben einstimmig ihre Zustimmung zu dem Bundesratsantrag, der Bund solle sich an der Gründung der vom Lesezirkel Hottingen- Zürich beschlossenen Schillerstiftung für notleidende Schriftsteller mit 50 000 Francs beteiligen. Außerdem soll am Todestage Schillers unter der schweizerischen Schuljugend Schillers Schauspiel Wilhelm Tell" verteilt werden.

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