Ausgabe 
30.3.1904 Zweites Blatt
 
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Bander

PETERGEN

lustrirte Monatsberichte über die

ich ihre Stimme mir zur Silfe rufen. Hände sich bittend mir entgegenstredten, und wieder hörte fchwarzen Augen mich flehentlich anstarrten, wie ihre weißen hilflose Gestalt niederzogen, wieder fah ich, wie ihre großen, bes Flusses, wieder sah ich, wie die stürmischen Wasser jene

Aber der Hilferuf war diesmal jo grell und so laut, daß

Bongenen Nacht zurüc wenigstens zu sein schien, fam auch der Traum der SITS jedoch mein Geift bom Schlummer umfangen war, Wieder stand ich an den Ufern

Was

indem er

ist denn Ios?" begrüßte er mich, Umstände mir beim Frühstücken Gesellschaft leistete.

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mit irgend etwas dienen?" du mir doch das Telegramm nicht geschickt. faft etwas derartiges; denn ohne zwingenden Grund hättest gar zur Theorie der Ueberzeugung befehrt? Ich vermute du vielleicht den Stein der Weisen entdeckt oder hast du dich Also, fann ich dir

Ich nickte zustimmend.

ich will dir auch gleich sagen, wie. Aber zunächst, wie findest

Das fannst du allerdings, und

Bandel

neuesten Erfindungen u.Entdeckunger

MPARIS BEALIN

13. Jahrgang.

altige Betttzelle für ganz Marburg 10 Pfg. sonst 15 titzeile 30 resp. 40 Bfg.

lifte No. 3269.

Gießen, Seltersweg luk Nr. 362.

fen

Der fliegende Menfch.

( Sterzu die A66 Ibungen Fig. 6-9.)

Monat März 1904.

an

den

reichen, so müssen in gewissen Abständen in der Tragschnur noch weitere Drachen furzer Leine eingeschaltet werden, die Hauptdrachen um so weiter in die Höhe steigen lassen, je mehr sie ihn von dem bedeutenden Gewichte der Schnur zu entlasten vermögen.

Grwähnt muß auch werden, daß es in Verfolgung derart angestellter Versuche dem meteorologischen Observatorium zu Blue­Hill( Vereinigte Staaten von Amerika) ge= lungen ist, mit dem die Registrierapparate tragenden Drachen eine Höhe von 3791 mtr. und mit einem ähnlichen, aber mit fünf Nebendrachen versehenen Registrierdrachen sogar eine Höhe von 4815 Meter zu verzeich­

vom

2. Codys Drachenflieger. In jüngster Zeit hat der unter dem ge­fchickt ausgenußten Drucke der Luft empor= teigende Drache, welcher bislang lediglich als ein unterhaltendes Kinderspielzeug galt, eine ganz außerordentliche praktische Bedeu­hung erhalten, als nämlich die Physiker und dilettantische Flugtechniker sich dem auch bis heute noch nicht vollends gelösten Problem des Vogelfluges und dessen Verwertung für die menschlichen Flugbestrebungen widmeten. Seither tauchten viele Maschinen auf, die alle nen. In Frankreich fanden Versuche die Bedeutung für sich in Anspruch nehmen wollen, ein wirklich brauchbares Luftfahrzeug Observatorium zu Trappes aus statt und hier darzustellen. Nach zuverlässigen Daten soll ichon um 206 vor Christt der chinesische Gene­al Han- Sing zur Feldkorrespondenz die hoch­eigenden Papierdrachen in so weit gehendem Maße mit Erfolg angewendet haben, daß mancher von ihm erfochtene Sieg einzig und allein diesem Nachrichtendienste zuzuschreiben wäre. Man weiß ja, daß die seit Ikaros lebenden Ideen von dem menschlichen Fluge durch die Lüfte sich in keiner Periode der Kul­turgeschichte so verdichtet haben, als eben in unserer Zeit des hastigen Vorwärtsstürmens duf allen Gebteten und ganz besonders auf dem Felde des Verkehrs.

Die gewöhnliche Form des Drachenfliegers als eine ebene, oben abgerundete und nach inten spitz verlaufende Fläche mit einer am Scheitel angebrachten Spitze zum besseren Durchschneiden der Luft beim Aufstiege hat jedoch im Laufe der langjährigen Versuche sehr erhebliche Veränderungen erfahren. End­lich entstanden Flugapparate auf dem Prin­zipe des einfachen Papierdrachens in einer so komplizierten Form, die kaum noch an die rgestalt des Drachens erinnert und mit die­sem lediglich nur mehr das Prinzip, sonst nichts, gemein haben. So baute bekanntlich

neben anderen der Amerikaner Hargrave zu meteorologischen Beobachtungen in großen

höhen der irdischen Atmosphäre einen Drachen, welcher die Gestalt eines viereckigen Kastens ohne Boden hat, der aber noch durch cine Zwischenwand in zwei Teile geschie­dien ist.

Aus einem möglichst leichten, mit festem Stoffe gewöhnlich Seidentaffet oder Segel­tuch überzogenen Gerippe aus Metallröh­ren oder Holzbögen angefertigt, kann sich ein derartiger Drache zu sehr bedeutenden Höhen in die Luft erheben. Wohl ist die Tragfähig­feit der Vorrichtungen nur eine geringe und das beim Höhersteigen stetig wachsende Ge­wicht der Schnur, an welcher der Drache fest= gehalten wird, zwingt indes nach einer ge­wissen Zeit den Drachen selbst unter den günstigsten Aufstiegsverhältnissen zum end­

Michen Stilleſtehen. Will man ein Höhersteigen ber diesen gewissermaßen toten Punkt er=

| abgesehen von der kostspieligeren Bedienung, bekanntlich schon durch die Wirkung eines ver­hältnismäßig nicht starken Windes ein Ziel gesteckt ist.

Als ein Beweis für die umfassendere Ver­wertung und Verbesserung der Drachenflieger größter Form sei berichtet, daß erst vor kur= zer Zeit in der englischen Armeeverwaltung ein von dem Aeronauten S. J. Cody gebauter riesiger Drachenflieger zur Erprobung ge= langte, die zu allseitiger Befriedigung aus­fiel. Codys Apparat ist in der üblichen Art gebaut und weist gegenüber anderen Syste= men fast feinerlei Abweichungen auf, soll aber hauptsächlich den Sonderzweck erfüllen, einen in einem Korbe- ähnlich jenem eines Bal­lons, aber kleiner sitzenden Mann mit den

Fig. 7. Der Codyfche Drachenflieger. Hufftieg ohne Korb.

er=

oder

stieg ein Drache sogar bis über 5140 Meter| dem Zwecke dienenden Instrumenten empor. Wenn hier der Flugapparat zu ganz außerordentlich wichtigen meteorologi­schen Beobachtungen eine dankbare Anwen­dung findet, der man eine umfassende Er­fenntnis der Verhältnisse in den oberen Luft­schichten verdankt, so hat der verbesserte Drachenflieger eine neue Verwendung halten, indem man ihn nämlich unter Zu­Hilfenahme der Photographie für militärische und nautische Zwecke im Auflärungsdienste mit Erfolg nußbar machte. Insbesondere in England betreibt man die einschlägigen Ver­suche mit ihm und allerlei anderen Flug­maschinen mit großem Eiser. Man hat dort wie in Frankreich und Rußland große Drachen hergestellt, die sogar einen Mann zu tragen und dadurch bis zu einem gewissen Maße die Fesselballons zu ersetzen vermögen, welchen,

Waffen in bedeutende Höhen zu tragen. Von dort aus erfolgt dann mit den geeigneten Apparaten die Absuchung oder die photo­graphische Aufnahme des Terrains, deren Er­gebnisse insbesondere im Ernstfalle eines Festungsfrieges für die Kriegsleitung von eminenter Bedeutung sind.

500" Pferden und 130 Mann, heute nacht der Dampfer Entreriro 3" mit 700 Pferden und 170 Mann Verstär­Fingen von Hamburg nach der Kolonie ab. Bur nochmaligen

En

Inspizierung der Truppen

gestern vormittag der preußische Kriegsminister bo Einem in Hamburg ein. Zur Verabschiedung waren i der Einschiffung der Truppen noch erschienen vom Ham­benger Senat der Bürgermeister Dr. Moendeberg und der Enator Dr. v. Melle; außerdem der Kommandeur des Armeekorps Generalleutnant v. Bock und Polach und biele andere Offiziere.

Aus dem Aufstandsgebiet liegen einstweilen Meldungen Fiber neue Vorgänge nicht vor. Zur Erläuterung der jüngsten Angaben des Majors v. Glasenapp über die letzten

Bewegungen der Hereros

en noch einige Mitteilungen über die in der Meldung Clasenapps erwähnten Ortschaften katumba und atjongeama gemacht, wohin die Hereros aus Owi­Eotorero sich zurückgezogen haben. Okatumba liegt etwa 3 Klm. südlich von Owifokorero am oberen Swakop, an Dem sich, wie bereits unter dem 25. ds. telegraphiert wurde, größere Massen von Herero sammeln. Okatjongeama liegt 45 lm. westlich von Owikokorero. Nach Okatjongeama und nach Okatumba führen alte Treckpfade", und Okatjongeama it wieder mit Okatumba durch einen Treckpfad nach dem Südoen verbunden. Aller Voraussicht nach wird der zunächst nach Okatjongeama abgezogene Hererotrupp von dort auf dem nach Süden führenden Treckpfade die Vereinigung mit den am Swat op stehenden Hereros suchen.

Aus der hier eingeschalteten Abbildung Fig. 6 läßt sich die Anlage der Segel­flächen des Codyschen Drachen leicht ersehen. Vermöge der Stellung der Aeroplane nach dem jeweilig herrschenden Luftstrome ist es dem im Korbe sitzenden Manne ermöglicht, nicht gerade immer mit dem Winde zu segeln, son­dern es gelingt ihm vielmehr, bald nach links, bald nach rechts in den Lüften zu lavieren wie ein Segelschiff im Wasser. Außerdem ist die Tragfähigkeit der in Betracht kommenden

fanterie und eine Schwadron Kavallerie. Unſere, noch um 3 Kompagnien verstärkten Mannschaften eröffneten einkreuz­feuer auf die Japaner. Troß dieses Umstandes und der von uns eingenommenen Stellung leisteten die Japaner tapferen Widerstand und stellten erst nach halbstündigem Kampfe das Feuer ein, um sich in die Häuser zurückzu­ziehen. An zwei Stellen wurde die Fahne des Roten Kreuzes gehißt. Bald darauf rückten auf der Straße von Kasan zwei Schwadronen Japaner in voller Karriere heran, denen es gelang, in die Stadt hineinzukommen, eine dritte zog sich unter den Salven unserer Leute in Unordnung zurück. Man sah Menschen und Pferde stürzen. Während einer Stunde feuerten unsere Truppen noch auf die in der Stadt befindlichen Japaner und verhinderten sie, die Häuser zu verlassen, um aufs neue auf uns zu feuern. General Mischtschenko mußte sich dann vor anrückenden Verstärkungen zurückziehen, was in voller Ordnung geschah. Nach seiner Angabe gab es folgende

Verluste au Toten und Verwundeten

auf russischer Seite. Es wurden drei Offiziere schwer ver­wundet und einer leichter verwundet. Von den Kosaken sind drei gefallen und 12 verwundet, darunter 5 schwer. Der eine der verwundeten Offiziere, Kapitän Stepanow, ist nach einem späteren Bericht Kuropatkins seinen Wunden erlegen. Nach Erzählungen von Einwohnern der Stadt Tschöngdschu, die Kuropatkin übermittelt, haben die Japaner über 100 Tote aebabt und 100 Verwundete wurden durch 500 foreanische

ng)

und Umgebung. Oberhessen.

t; auch an Pferden hatten die Dem widerspricht der amtliche neldet nur ganz kurz die Be­e Russen aus ihren Stellungen isten japanischerseits meldet er ind vier Gemeinen. Verwundet Gemeine.

uch von Port Arthur

e auf Grund des Berichtes, den t, einer Besprechung durch den n. Togo räumt in dem Bericht

die Hafeneinfahrt zu sperren. mpfern Vahiko" und dem eblieben. Dann schildert Togo

apanischen Kapitäns

ei Mann sind gefallen, neun wurden gerettet und von den er Offizier Sugino wurde, als rand setzen wollte, durch einen getötet. Kapitän Hirosa ver­n der Mannschaft und kehrte f, um ihn zu suchen, mußte aber da das Schiff ihm unter den uf Deck erschien, traf ihn eine schmetterte ihn vollständig.

nte, daß es sehr schwierig sei, daß der Plan noch weit von der

Seit der Ankunft des Vize­ar der kriegerische Geist in Port hoffe, daß die Russen den Hafen Flotte angreifen werden. ichten, die befürchten lassen, daß thaß in Korea

mmt. Ueberall, wo die japa­eichen, herrscht Anarchie. Die id Pingjang wimmelt von Räu= Tonghaks haben allen Aus­Tod geschworen. Auch werden laut, ob für den Fall, daß die lagen erleiden, das vorzügliche nde sein wird, die vielen zweifel­ulis mit dem Armeetroß nach alten zu können. Solche Kulis foreanischen Zollamt angestellten en und mit Knüppeln lebens­

aben die Japaner die Russen­Ide geschlagen. Der koreanische er strengen Beaufsichtigung der und in der Mandschurei einige pione und Kundschafter ab. Die wurde daher verschärft.

Politik.

h in Bromberg ein aus Personen btes Komitee gebildet zur Vor­es deutschen Nationalschazes für rung des Deutschtums, speziell Gewerbetreibenden und des Klein­grundbesizes. In konservativen Kreisen Posens ist man mit dieser Gründung nicht einverstanden. Der Kampf gegen das Polentum müsse, so wird eingewendet, von der Stadt Posen aus geleitet werden, wo die polnische Propaganda ihren Siz habe. In Posen sei schon längst der Anfang auf diesem Gebiete gemacht, und lediglich aus taktischen Gründen sei Zurückhaltung geübt worden. Anfang Mai wird in Posen eine Besprechung deutscher Männer aller Stände und Berufe aus den Provinzen Posen und Westpreußen, wie aus Oberschlesien stattfinden, in der unter Teilnahme der großen nationalen Vereinigungen über die Bildung des deut­schen Wehrschatzes Beschluß gefaßt werden soll.

A zur Statistik der Auswanderung wird jezt bekannt, daß im vorigen Jahre 36 310 Deutsche über See ausgewan­dert sind. Von diesen haben 27 614 ihren Weg über deutsche Häfen genommen. Zu diesen 27 614 fommen 268 227 Fremde, so daß die Gesamtzahl der über deutsche Häfen be­förderten Auswanderer im Jahre 1903 295 841 betrug. Das Hauptziel der Auswanderung waren die Vereinigten Staaten von Amerika.

* Die preußische Regierung plant eine Reform des Tax­wesens für städtische Grundstücke. In Städten unter 30 000 Seelen sollen in der Regel Tarämter" eingerichtet werden. In größeren Städten sollen bereidigte Taratoren das Tax­geschäft übernehmen; sie sollen Kaution stellen und der­gleichen mehr. Einstweilen handelt es sich um bloße Vor­schläge der Regierung, die gegenwärtig den Provinzialbehör­den zur Begutachtung vorliegen.

E

Hoch über den

Novelle von May

Bolken.

( Nachdrud berboten.)

feinem Spazierritt zurüd sein?"

Jawohl, Herr Oberleutnant."

Sie sahen fich beide an, fenften aber sofort die Augen Hoffmann. emige Frau, der Herr Hauptmann wird bald von

und fchmier

" Iachte der Sauptmann.

Nehmen

wir unsere Belael

geht, fönnen wir noch eine famose Strecke nach oben zurück­Belze und dicke Sandschuhe anzogen. Wenn es so weiter Brillant!" rief der Oberleutnant freudia, während sie

forgaben übrigens schon viertausend Meter überschritter"

Tegen. teilten sich Sie

den letzten Sandsack bis zur Hälfte und