Ausgabe 
29.6.1904 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

zu ersuchen, das Dunkel zu lichten, das über den Beziehungen des Oberhofmeisters zu der Bant noch immer liegt. Die Interpellation wird am heutigen Donnerstag auf die Tages­ordnung des Abgeordnetenhauses gesetzt werden. Wie unser parlamentarischer RK- Mitarbeiter erfährt, wird die Regie­ring sich nicht zur sofortigen Beantwortung der Inter­pellation bereit erklären.

Nun erhalten wir doch neue Fünfzigpfennigstücke! Uni auch die Fünf markstücke sollen eine andere Form er balten. Der Bundesrat hat zwar die Münznovelle in de vem Abgeordnetenhause ihr gegebenen Fassung mit den Passus, der die Neuausprägung von Dreimarkstücken ver langt abgelehnt. Die von der Regierung gewünscht Aenderung der Fünfzigpfennigstücke soll deshalb aber dod erfolgen: Der Bundesrat wird, ohne die Klinke der Gesetz gebung anzufassen, das Verlangen der verbündeten Regie rungen verwirklichen. Das gegenwärtige Münzgesetz schreib dem Bundesrat für die Herstellung der Reichsmünzen nicht: über deren Form vor. Nur weil die Reichsregierung ein andere Metallmischung bei der Ausprägung der Fünfzig pfennigstücke wünschte, war die jetzt abgelehnte Novelle nötig Sicht die Regierung von einer solchen anderen Metall mischung ab, so kann sie die Form der Münzen ohne weitere verändern. Das soll denn auch geschehen: Der Bundesrat wird beschließen, daß die weiterhin auszuprägenden Fünfzig pfennigstücke mit der Bezeichnung ½ Mark" statt 56 Pfennig" verschen werden, ferner soll die Randriffelung schärfer ausgeprägt werden. Das Fünfmark stüa soll is Zukunft fleiner, aber dicker ausgeprägt werden. Wann di ersten neuen Münzen dieser Art in den Verkehr kommen, if noch ungewiß, wahrscheinlich erst zum 1. Januar 1905.

Zwei Kirchensteuergesetzentwürfe sind dem preußischen Herrenhause zugegangen. Der eine bezieht sich auf Neurege lung der Erhebung von Kirchensteuern in den evangelischer Gemeinden, der andere auf das gleiche Verfahren in katho lischen Gemeinden. Gegen den Entwurf betr. die Erhebung der evangelischen Kirchensteuern macht sich in den beteiligten Kreisen bereits jetzt eine starke Strömung geltend. Bisher wurde bei der Veranlagung der Gemeindeangehörigen zur Kirchensteuer ihre Staatseinkommensteuer zu Grunde gelegt. Der Entwurf sieht nun für die Kirchensteuerveranlagung erstens die Heranziehung der Staatseinkommensteuer wie bisher im vollen Umfang vor, daneben aber auch noch die Heranziehung der staatlich veranlagten Grund-, Gebäude­und Gewerbesteuern. Die Realsteuern sollen dabei nicht mit einem höheren Prozentsaz herangezogen werden als die Staatseinfomunensteuer. Würde dieser Vorschlag Gesetz, so würden die Gewerbetreibenden und Grundbesitzer ganz un­verhältnismäßig höher belastet als die übrigen Gemeinde­glieder. Daß diese Kreise sich gegen die ungleichmäßige Be­lastung wehren, ist erklärlich. Wie unser Berliner CB- Mit­arbeiter hört, planen der deutsche Haus- und Grundbesitzer­verband, sowie eine Anzahl gewerblicher Verbände eine ener­rische Gegenagitation gegen den Gesetzentwurf, der im wesent­lichen auf die Wünsche der Berliner Generalsynode zurück­juführen ist.

Frankreich.

Mie das Hornberger Schießen scheint die mit so großem Trara ins Werf gesetzte Untersuchung in der Karthäuser= millionen affäre auslaufen zu sollen. Die Leute, die bernommen worden sind, wissen nichts Belangreiches auszu­sagen, und so mag das in Paris umlaufende Cerücht schon zutreffen, daß die Untersuchung nichts zu Tage gefördert hat und daß das weitere gerichtliche Verfahren eingestellt werden soll. Es war also wieder cimal, wie so oft in Frankreich, viel ärm um einen Eierfuchen.

Preufsifcher Landtag.

( 22. Sigung.)

Herrenhaus.

RK Berlin, 28. Juni. Das Herrenhaus nahm heute die mündlichen Berichte der Kommission über die märkischen und sächsischen Meliorations­gefeße entgegen. Die Entwürfe wurden in der vom Abge­ordnetenhause beschlossenen Fassung genehmigt. Etwas humo­ristischen Anstrich hatte die Wiederholung der Abstimmung über den gestern angenommenen Antrag v. Buch zur ärzt­lichen Ehrengerichtsnovelle, der das Umlagerecht der Aerzte­fammern einschränken wollte. Herr v. Buch bat unter großer Heiterfeit des Hauses, seinen Antrag abzulehnen. Er sei über Nacht zwecklos geworden. Der Antrag wurde denn aich abgelehnt und die Novelle im ganzen angenommen. Die übrigen Verhandlungsgegenstände boten fein großes Interesse.

Haus der Abgeordneten.

( 90. Sigung.) RK Berlin, 28. Juni. Auch heute wogte der Kampf um das Ansiedelungs= gesetz, insbesondere um den§ 13b, den die Polen, das Zentrum und die Freisinnigen bekämpfen, hin und her. § 13b ist bekanntlich Kern und Stern des ganzen Gesetzes, insofern, als er Ansiedelungen verbietet, die der Germani­fierung des Ostens widersprechen. Die Debatte, an der sich fast nur Gegner der Vorlage beteiligten, wurde am Ende Durch einen Schlußantrag abgeschnitten, und dann begannen Die Abstimmungen. Die einzelnen noch ausstehenden Bara­graphen wurden samt und sonders mit großer Mehrheit ge­nehmigt, und schließlich wurde das ganze Gesetz in zweiter Refung angenommen. Es folgte die erste und zweite Lesung cs Antrages Prinz v. Arenberg( 3entr.) auf ausdrückliches Verbot der Nachuntersuchungen in den tädtischen Schlachthäusern, das durch eine Ab­inderung des Ausführungsgesetzes des Schlachtvieh- und Fleischbeschaugesetzes ausgesprochen werden soll.

Nab und Fern.

Eine französische Waterloofeier fand auf den Gefilden, boo 1813 die entscheidende Schlacht zwischen den Verbündeten und Napoleon tobte, unter großer Beteiligung von Bariser Kriegervereinen und der belgischen Bevölkerung statt. Sie galt der Enthüllung des von dem Verein Säbeltasche" zu Paris gestifteten Denkmals des verwundeten Adlers". Die französische Regierung war dabei durch ihren Gesandten in Brüssel, Gerard, die belgische durch General Bruhlant ver­treten. An gemeinsamen Gesang und Ansprachen schloß sich ein Festzug sämtlicher Delegationen. Die anfänglich beab­fiútigte manifestation, an den Denkmälern aller Nationen auf dem Cchlachtfeld Kränze niederzulegen, unterblieb. Der Entung wohnte auch als letzte Ueberlebende jener Schlacht 103 Jahre alte belgische Greisin bei, die damals die ... en begraben half.

* Hinrichtung. Gestern wurde in Stade der wegen Mor­des zum Tode verurteilte Arbeiter Heinrich Meyer aus Sumbf durch Scharfrichter Engelhardt aus Magdeburg mittels Fallbeis enthauptet.

Der Raubmörder Blaise, der vom Schwurgericht in Meh kürzlich zum Tode verurteilt worden war, ist im Gefängnis gestorben.

Kesselerplosion an Bord eines französischen Kreuzers. Der von der Insel Tahiti in San Francisco eingetroffene Dampfer Marioposa" meldet, daß an Bord des auf der Fahrt von Papeete nach Numea befindlichen französischen Kreuzers Durance" eine Kesselerplosion stattgefunden habe, durch die 15 Personen ums Leben gekommen seien. Der Kreuzer Durance" sei in Numea eingetroffen.

+ Eine furchtbare Katastrophe, der zahlreiche Menschen­leben zum Opfer fielen, ereignete sich auf den Bogwalk­Elektrizitätswerken zu Kingston( Jamaika). 67 Arbeiter waren damit beschäftigt, ein großes Wasserzuführungsrohr bon innen zu reinigen, als plötzlich durch ein Versehen das Wasser angedreht wurde, sich mit voller Kraft durch das mächtige Rohr ergoß und alle darin Beschäftigten in den Fluß schwemmte, wobei 34 Arbeiter ertranken.

Ein weiteres folgenschweres Unglück trug sich in Phila­delphia zu. In einer dortigen Feuerwerksfabrik gab es eine Explosion. Dabei kamen viele in der Fabrik beschäftigte Personen ums Leben. Von 22 Arbeiterinnen werden 20 vermißt. Auch Feuerwehrleute erlitten Verlegungen.

A Die verderbliche Wirkung der Brunnengase konnte man bei einem traurigen Vorkommnis in Genua beobachten. Dort stürzte bei der Ausbesserung eines Brunnens ein Arbeiter ins Wasser. Von sechs Leuten, die ihm helfen wollten, zog die Feuerwehr nur einen lebend aus dem gasgefüllten Brunnen.

Mord in einer Schutzhütte. Auf der Pretulalpe bei Mürzzuschlag wurde der Pächter und Hüttenwart Peter Bergner ermordet aufgefunden. In einem Kellerraum, zu dem eine Klapptür vom F boden des Gastzimmers führt, war der Geldschrank aufgefi ngt und seines Inhaltes von 100 Kronen beraubt. Ein de. Tot verdächtiges Individuum namens Josef Hiebler wurde haftet. Der ermordete Bergner war in der Sport- und Touristenwelt allgemein unter dem Namen Alpenpeter" als Naturdichter" bekannt und geschätzt. Bemerkenswert ist, daß man vor einiger Zeit Bergner durch Gift, das in einen Topf Milch gegeben wurde, zu beseitigen suchte. Seit jener Zeit nahm Bergner nur Kon­serven und solche frische Lebensmittel zu sich, die er sich selbst wöchentlich einmal aus Mürzzuschlag holte.

* Die Unterschlagungen bei der Borbecker Spar- und Kreditbank. Wie aus Essen gemeldet wird, ist der 70jährige Ziegeleibesizer Hollmann, der mit seinem noch flüchtigen Sohn bei der Borbecker Spar- und Kreditbank große Unter­schlagungen begangen hatte, infolge Blutsturzes in der Un­tersuchungshaft gestorben.

Absturz im Gebirge. Der Tourist Berger aus Sachsen stürzte bei einer Erfletterung des Turnerkamp bei Bruneck in Tirol, die er mit einem Landsmann Hammermann unter­nahm, ab und trug schwere Verletzungen davon. Er wurde von Hammermann aus der tiefen Schlucht, in die er gestürzt war, mittelst eines Seiles emporgezogen.

Wilderers Ende. Der berüchtigte Wilderer Otto aus dem Dorf Olschewko bei Krone a. Br. wurde von dem Forst aufseher Volkmann erschossen. Der Wilderer stand hinter einem Beaume und gab einen Schuß auf den Förster ab, ohne jedoch zu treffen, worauf der Beamte den Wilddieb durch einen Schuß in die Brust tötete.

Aus Liebe zur Verbrecherin geworden ist, wie jetzt be. fannt wird, die bei einer Firma in Mainz angestellt gewesene Buchhalterin Else Fretwurst, deren Verhaftung wegen be­deutender Unterschlagungen fürzlich erfolgte. Wie nämlich berlautet, ist die Verhaftete zu den Veruntreuungen dadurch beranlaßt worden, daß sie ihrem Bräutigam, dem Sohne einer angesehenen Mainzer Familie, der sich im Auslande aufhält, große Summen des unterschlagenen Geldes als Unterstützungen zukommen ließ. So soll sie ihm wiederholt Die Mittel gesandt haben, um Sonntags von Amsterdam nach Mainz zu reisen. Dieser Tage beabsichtigte er wiederum in Mainz einzutreffen, um seine Geliebte abzuholen; er scheint aber rechtzeitig Wind bekommen zu haben, denn die Polizei erwartete ihn vergeblich. Die Unterschlagungen, welche ur­sprünglich auf 20 000 Marf angegeben wurden, dürften sich nach neuerlichen Feststellungen bedeutend höher stellen. In der Wohnung der Verhafteten wurden allein 36 000 Mart vorgefunden und beschlagnahmt. Es wird angenommen, daß die Buchhalterin etwa 50 000 Mark veruntreut hat,

A Der Regenschirm als Todeslanze. Ein eigenartiger Un glücksfall trug sich in Leipzig zu. Bei den Erdarbeiten der Westend- Baugesellschaft trieb sich eine Schar Knaben umher und verübte allerhand Unfug. Ein die Aufsicht führender Ar. beiter hatte sie schon mehrmals fortgewiesen, aber ohne Er folg. Als sie ihn vollends noch verhöhnten, trieb er sie fort und warf hinter den Fliehenden seinen Regenschirm her. Plöglich stürzte einer der Knaben, der 12jährige Sohn eine Schuhmacherswitwe, auf offenem Feld tot zusammen. Der Schirm hatte den Knaben mit der Spitze des Stockes mitten im Nacken getroffen. Der Getroffene lief noch einige Schritte und war dann eine Leiche.

O Ein schweres Sittlichkeitsverbrechen wurde in Char lottenburg an dem dreijährigen Töchterchen eines Kohlen händlers verübt. Das arme Kind wurde schwerverletzt auf gefunden und ist gefährlich erkrankt. Der Verdacht laste bisher auf dem 37jährigen verheirateten Portier des Hauses. der allerdings seine Unschuld beteuert.

Vermischtes.

[ Die Essegger Schatzgräber] haben natürlich ein kolossales Fiasko mit ihrer abenteuerlichen Unternehmung gemacht. Der aus einem Bostraube herrührende Schatz von 80 000 Gulden wollte sich absolut nicht auffinden lassen. Je tiefer die Spatenstiche in den Festungswall, wo nach genauer Berechnung der Schatz sich finden mußte, eindrangen, um so tiefer sanfen die Hoffnungen der Unternehmer". Nachdem diese schließlich die Erklärung abgegeben haben, von jeder weiteren Arbeit abzustehen, wurde mit ihnen von der mili­tärisch- polizeilichen Spezialkommission ein Protokoll aufge­nommen, worin die Herren Milan Conkowitsch und Genossen mit ihrer Unterschrift bestätigen, daß sie nach freiem Ent­schlusse und aus eigener Initiative jedes weitere Forschen nach dem Schatze aufgaben.

[ Vorgeschichtliches Boot.] Ein interessanter Altertums­fund wurde bei Gelegenheit von Lotungen im See von

Bhalain bei Lons le Saunier im französischen Jura gemad Nebst anderen gewöhnlichen Resten des vorgeschichtliche Menschen wurde nämlich auch ein primitives Seeboot you Form eines roh behauenen Kanoes zu Tage gefördert. D Boot besitzt sogar eine größere Länge als das ähnliche, d vor wenigen Jahren an der Stelle alter Pfahlbauten bei d englischen Ortschaft Glastonbury entdeckt wurde. Jen Boot besteht aus dem Stamm eines riesenhaften Kastanie baumes und mißt vom Stern bis zum Bug rund 9 Mete Der Bug endet in eine Art von scharfen Sporn, während d Stern sehr ähnlich ist wie bei unseren heutigen Ruderboote Auf der Rückseite des alten Bootes befindet sich eine Def nung, die augenscheinlich zur Aufnahme eines Masts b stimmt gewesen ist, der außerdem noch durch einen große Block aus Kastanienholz befestigt wurde. An derselben Stel des Sees wurden noch Pfeilspitzen aus Feuerstein, einig Steinärte, Hirschgeweihe und Knochengeräte gefunden. Säm liche Gegenstände sind dem Museum der Stadt Lons le Sa nier überwiesen worden.

Begriff Grubenbo ridehütte bei Ru Stelle der Straße Hinterräder geriet berbrachte den Be

Laubach

Lich, 27. tag) Die amtli Tage von bermitt Stein ftatt. 3 infpettoren, der 3 freiwilligen Feuern amtmann Heler Der Antrag Fried Bergütungsfäße Oberbeffen erziele daß die Bergütur fhiebene feien, wa lich da, wo die Ar Mighelligkeiten sei erwünscht. De Regelung diefer im gewünschten Ueberzeugung Aus feitigen ließen. Nibba und Reiche Großh. Minifteriu einzelner Beamtent führen," wird als

§ Bestätigtes Todesurteil. Das Reichsgericht hat die N vision des Heilgehilfen Hugo Walther, der vom Schwu gericht des Landgerichts II Berlin am 28. April wegen& mordung seiner Ehefrau zum Tode verurteilt worden war verworfen.

Hessischer Landtag.

Darmstadt, 28. Juni.

Der Platz des Abg. Pennrich ist aus Anlaß von dessen 25 jährigen Abgeordneten- Jubiläum mit Blumen geschmüdt. Erster Präsident Haas eröffnet die Sißung um 10 Uhr 25 Minuten und spricht dem Abg. Pennrich die Glückwünsche des Haus:& aus.

Hierauf werden die neugewählten Abgg. Windecker und Ulmann vereidigt.

Der Antrag des Abg. Köhler und Gen., Sammel. ausgabe der sämtlichen zur 3 it im Großherzogtum Hessen gültigen Gefeße, Verordnungen u. s. w. betreffend, wird nach furzer Beratung im Sinne des Ausschußantrages, der den Tendenzen des Antragstellers entgegenfommt, für er­ledigt erklärt.

Eine längere Debatte entsteht über den dringlichen Antrog der Abgg. Reinhart und Gen., Einführung von Verkehrsabgaben auf schiffbaren Flüssen betreffend. Ahg. Reinhart spricht sich in längeren Ausführungen dahin aus, daß am Grundfoß der Abgabenfreiheit für die Flußschiffahrt festgehalten werden müsse. Geh. Staatsrat Krug von Nidda erklärt, daß die Großh. Regierung an der Abgabenfreiheit nach wie vor festhalte. Abg. Hirschel ist für den Antrag der Ausschußminderheit, der auf Ablehnung des Ausschuß­antrages geht. Die Abgg. Dr. David und Ulrich sprechen im Sinne des Antrags Reinhart. Ministerialrat Frhr. von Biegeleben legt nochmals den Standpunkt der Großh. Re­gierung dar. Abg. Brauer tritt den Ausführungen des Abg. Hirschel bei.

Bei der Abstimmung wird der Antrag der Ausschuß­minderheit, der auf Annahme des Antrage Reinhart, der die Abgabenfreiheit erhalten will, hinzielt, mit 19 gegen 17 Stimmen angenommen.

Die Vorstellung der Witwe des Forstwarts Philipp Schröder III. in Lampertheim, betr. Bewilligung einer lebens­länglichen Witwenpension, wird für erledigt erklärt.

Der Antrag des Abg. Schönberger und Gen., die Ent­schädigung für an Maul- und Klauenseuche gefallenes Rind vich betr., wird nach einiger Debatte an den Ausschuß zurüc berwiesen.

Hierauf tritt Bertagung auf Mittwoch Vormittag 10 Uhr ein. Tagesordnung: Wahlrechtsvorlage.

*

Lokales.

( D. 8tg.")

Büdingen angefehe Nidda von der F nur Aerzte und Ap

biefer Frage feiten

fein. Der Vortrag

aber: Grundsäge von Bränden", Die bisherigen Bro Friedberg und 2 Jahre wiedergewäl den 20. Feuerweh wählt.

Um 1

Feuerwehr Lich ft erkennen ließ; bei die Sprigen in 3

Nach der Uebung Mitgliede der Li das vom Großh Dienfteit nebft Anerkennung and daß noch recht vie liehen werden fön betreffe, fo fei die werden, die Man Um bringen. mit Fahnen und dem Festplat sta bald ein buntes

>> Wetzlar. Rönige anläßlich Algemeinen Ef Raab vor den Ansprache überrei < Wezlar.

hat in seiner Sit

der Weftanlage

Der Flucht

gaffe, bezw. der Großh. Kreisa

worden.

29. Juni 1904.

Derselbe

werden.

Gießen

Gro

** Das Konzert beim Rad- und Motorwettfahren zu Gießen am leßten Sonntag führte die städt. Feuer wehrkapelle unter der Direktion des Herr Waller aus; was hiermit nachträglich noch richtig gestellt sei.

1. Klein- Linden, 27. Juni. Der am letzten Sonntag vom hiesigen Kriegerverein veranstaltete Familien- Ausflug auf den Niederwald, an dem sich 75 Personen beteiligten, verlief aufs schönste. Groß war die Freude, besonders auch der Damen, über die Schiffahrt von Mainz bis Afmanns­hausen. Im Hotel Rheinstein" zu Aßmannshausen man gemeinsam zu Mittag, wobei Vater Rhein in einer Ansprache gefeiert wurde. Um 3 Uhr fam man am Dentmal an. Gemeinderechner Germer gedachte der deutschen Einheit und brachte ein Hoch auf Goßherzog und Kaiser aus, worauf die ,, Wacht am Rhein" gesungen wurde. Um 5 Uhr trat man von Rüdesheim aus über Kastel und Frankfurt per Bahn die Heimreise nach Gießen an.

> Krofdorf. Das gerichtliche Untersuchungsverfahren, das gegen Bürgermeister Lichtentäler und den Bürgermeisterei sekretär v. Bülow eingeleitet worden war und s. Zt. zur Verhaftung der beiden Beamten führte, ist jetzt eingestellt worden.

A Grünberg, 29. Juni.( Eingesandt.) Den ein zelnen Bewohnern unseres Ortes, welche städtische Pläge mit Holz oder anderem Material belegt haben, wurde die Mitteilung, daß in dieser Woche dieselben noch zu räumen seien, da es sonst auf ihre Kosten seitens der Stadt ausgeführt wird. Diese Maßnahme ist angesichts des bevorstehenden Sänger festes nur zu berechtigt, aber ebenso berechtigt ist die Frage: Warum wird an der Straße hinter der Wirtschaft zum Taunus" die entsegliche Unreinigfeit nicht entfernt? Wir wollen hoffen, daß dies ebenfalls recht bald geschieht. Einer vom Verkehrsverein Grünberg.

r. Hungen, 27. Juni. Ein bedauerlicher Unfall stieß einem Fuhrmann aus dem benachbarten Ruppertsburg zu. Derselbe war mit einem schwerbeladenen Wagen im

Der in

trag für Ha die Behandlu in der Turnh

Mittwoch,

Gießen

Wir br daß in der

d. J. bord berordneten­Dringlid Berjammlung spätestens bi

Gieß

Diens

findet in i

Die öffentli

bei der

genannter Jahren fto

0831.

990

Gie