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die Kommissionsberatung der Vorlagen dem Hause empfahl. Mit besonderer Spannung sah man den Erklärungen der kon­servativen Fraktionen entgegen. Der konservative v. 2o e- beII erklärte, seine Partei werde zu jeder Vorlage einzeln Stellung nehmen. Sie erkenne an, daß diese Freihaltung durch die heutigen geietlichen Beitimmen nicht gewähr­leistet ist und daß eine Ergänzung der Bestimmungen notwendig ist. Zur Vorberatung des Gesetzes beantragte der Redner schließlich die Einsetzung einer Kommission von 28 Mitglie­dern. Eine Erklärung gleichen Inhalts gab der Abgeordnete Kriege namens der Freikonservativen ab. Der National­liberale Schmieding äußerte sich im allgemeinen zu­timmend zu den Hochwasservorlagen, während der Zentrums­redner Dr. am Zehnhoff wesentliche Bedenken seiner Partei ankündigte. Fast unbedingt traten von den Freisin­nigen Dr. Wiemer und der Abg. Brömel von der Freisinnigen Vereinigung für die Vorlage ein. Die weitere Debatte bot nichts Wesentliches; die Vorlage wurde schließ­lich einer 28gliedrigen Kommission überwiesen. Ein großer Tag" wer der heutige in seinem ganzen Zuschnitt jedenfalls nicht!!

Aus dem Gerichtsfaal.

§ Bater- und Gattenmord. In Göttingen haben sich zur­zeit vor dem Schwurgericht die Witwe des Ackermanns Stolze aus Breitenberg und ihr Sohn Hermann wegen angeblichen Mordes an ihren Mann bezw. Vater zu verantworten. Am Morgen des 14. September v. J. war er mit furchtbaren Wunden am Kopf im Bette gefunden worden. Durch Hiebe mit einer Art war ihm der Schädel zertrümmert und der linke Oberkiefer bis in den Rachen hinein gespalten wor­den. Stolze bezeichnete selbst seinen 24jährigen Sohn Her­mann als den Täter. Dieſer ſtand damals in Hame bei Bochum in Arbeit und war an jenem Sonntag nach Hause gefahren. Es heißt, daß er seinen Vater umbringen wollte, weil dieser in einem Brandstifterprozeß gegen den Sohn zeugen wollte. Im Frühjahr v. J. war die Stolzesche Scheune niedergebrannt; der junge Stolze wurde als der Brandstifter bezeichnet. Schon im Frühjahr v. J. war der alte Stolze nachts im Bette überfallen und so übel zugerichtet worden, daß er lange Zeit im Hospital zubringen mußte. Den fürchterlichen Verwundungen, die ihm in der Nacht vom 13. zum 14. September 1903 beigebracht worden sind, ist Stolze nach zehnwöchentlichem Schmerzenslager erlegen. Nachbarn hatten in der Mordnacht aus dem Stolzeschen Hause den Angstruf gehört: Hermann, mach dich nicht unglücklich!" Die Mutter wird der Mithilfe beschuldigt. Beide Angeklagte leugnen.

§ Ein englischer Prozeß à la Humbert fand in London sein Ende durch die Verurteilung des Kapitäns Edwin Gordon MacCran Short zu fünf Jahren Zwangsarbeit. Der Kapitän hatte große Summen ergaunert auf eine legendäre Millionenerbschaft hin, die ihm ein gewisser Baring vermacht haben sollte.

§ Die Barrikade in der Zuchthauszelle. Das Kieler Schwurgericht verurteilte den aus dem Rendsburger Zucht­hauſe vorgeführten Hausdiener Görke wegen versuchten Mordes zu fünf Jahren Zuchthaus und den üblichen Ehren­strafen. Görke hatte im Untersuchungsgefängnis den Auf­seher Lodi niedergeschlagen, mit einer Schere schwer ver­letzt und ihm die Schlüssel entrissen. Sein Fluchtversuch milang. Görke traf am Tage vor der Verbandlung in Kiel ein. In der Nacht hatte er seine Zelle völlig verbarri­kadiert, so daß die Tür mit Gewalt geöffnet werden mußte.

§ Der Dallgower Gattenmordprozeß brachte gegen den Angeklagten Walther eine weitere Menge von Belastungs­material zutage. Es wird nachgewiesen, daß er mit seinem Dienstmädchen geschlechtlichen Verkehr hatte, trotzdem er es ableugnet. Ebenso geht aus der Zeugenvernehmung hervor, daß er sich vor seiner Reise nach Berlin durch Färben des Schnurrbarts unkenntlich gemacht hatte. Im Hotel hat er unter fremden Namen logiert. Diesen Verdachtgründen gegenüber fällt aber der medizinische Befund ins Gewicht. Die chemische Untersuchung der Leichenteile der ermordeten Frau Walther ist ohne Ergebnis geblieben. Eine Erdrosse­lung und nachträgliches Aufhängen ist nicht ganz auszu­schließen, es wäre aber auffallend, daß dann sich nur eine Marie am Halse zeigte; es würden dann voraussichtlich zwei Marken entstehen. Dann ist noch an die Möglichkeit zu denken, daß die Gestorbene betäubt und als Leiche oder be­wußtlos aufgehängt worden sei. Diese Möglichkeit ist ge­geben, aber mehr kann man nicht sagen. Ein Selbstmord ist nicht ausgeschlossen. Der Staatsanwalt plädierte auf Schuldig des Mordes".

Der Wildhirt.

Eine oberhessische Dorfgeschichte von J. Becker.

( Fortsetzung)

( Nachdruck verboten.)

Nab und Fern.

A Weibliche Apotheker wird es von jetzt an in Desterreich geben. Eine Ministerialverfügung läßt die Abiturientinnen öffentlicher Mädchengymnasien zum Apothekerberuf zu, wenn sie sich über eine an einem öffentlichen Gymnasium mit Er­folg abgelegte Prüfung aus der lateinischen Sprache im Um­fange der Anforderungen für die ersten sechs Gymnasial­klassen ausweisen können.

Gingeäscherte Städte. In der westrussischen Stadt Witebsk brach ein Feuer aus, das 177 Häuser des meist von der ärmeren Klasse der Bevölkerung bewohn­ten Stadtviertels einäscherte. Der Verlust be­trägt über eine halbe Million Rubel. Viele Abgebrannte kampieren unter freiem Himmel. Ein gleiches Schicksal wurde der galizischen Stadt Buczacz zu teil, in der mehr als zweihundert Häuser verbrannten und auch zwei Menschen zu Grunde gingen. Ungefähr 3000 Personen sind obdachlos. Von der Gewalt, mit welcher die Flammen wü­teten, zeigt der Umstand, daß viele Holzkreuze auf dem Friedhofe niedergebrannt sind und eine alte Frau mit Wagen und Pferden, welche auf der Straße standen, verbrannte.

Tags darauf famen denn auch zwei Gensdarmen, die zum Bürgermeister gingen, damit dieser dem Be­suche, den man der Wildhütte abstatten wollte, bei­wohnte.

Noch furchtbarer aber war eine Brandkatastrophe in der Ortschaft Babaj im ungarischen Komitat Neutra. Zahlreiche Gebäude fielen ihr zum Opfer. In den Häusern wurden elf verkohlte Leichen gefunden.

Natürlich war es wie ein Lauffeuer im Dorfe herum, daß die Gensdarmen da seien, um den Pierersch Hangcurt aus der Wildhütte zu holen und nach heim zu führen, sowie eine ſtrenge Untersuchung der Hütte und deren Umgebung vorzunehmen.

Im Anschluß hieran sei noch ein großer Warenhausbrand in Köln erwähnt, dem das erst vor einigen Jahren erbaute Hirschsche Warenhaus zum Opfer fiel. Waren und Stoffe verbrannten zum größten Teil. Die in Gefahr schwebenden Bewohner des zweiten Stockwerkes, eine Anzahl Frauen und Kinder, wurden durch einige beherzte Männer gerettet.

Was einem Automobil- Sachverständigen passieren kann. Von einem Automobil überfahren wurde in der Mer­gentheimer Straße zu Würzburg die Schlossersfrau Elise Oberlies aus der nahegelegenen Grombühl, als sie mit Lese­holz aus dem Guttenbergwalde nach ihrer Behausung zurück­fehren wollte. Die Aermste erlitt am Kopfe und der Brust so schwere Verlegungen, daß sie bald darauf im Juliushospi tal, wohin man sie sofort nach dem Unfalle gebracht hatte, ver­storben ist. Der Führer des Unglückswagens wurde als der Oberbauinspektor Horn festgestellt. Dieser Herr ist der amt liche Sachverständige für Automobilwesen in Würzburg; wer also die Berechtigung zum Automobilfahren haben will, mus sich erst von ihm eine Bescheinigung über seine Fähigkeit ausstellen lassen und diese der zuständigen Behörde vorlegen. Horn selbst hat nunmehr seinen Befähigungsnachweis auf so tragische Weise erbracht!

Fast die ganze Dorfjugend folgte den Gensdarmen und dem Bürgermeister, als sie sich hinaus ins lichte Holz begaben. Sie umstand die Hütte im dichten streise, um mit gespannter Aufmerksamkeit zu sehen, was es jetzt geben würde.

Allein es gab nicht viel. Der Wildhirt stand mit den Händen in den Hosentaschen vor dem Eingang und sah äußerst gleichmütig Bürgermeister und Gens. darmen daherkommen.

Die letzteren musterten ihn mit vielsagenden Blicken und traten ohne weiteres in die Hütte. Aber sie war leer und von Hangcurt feine Spur.

,, Sag', wo steckt d'r Hangcurt?" fragte der Bürger­meister barsch den Wildhirten.

Falschmünzer in der Kaserne. Zwei Infanteristen des 87. österreichisch- ungarischen Infanterie- Regiments in Pola sind als Falschmünzer verhaftet worden. Die beiden Infanteristen sollen, wie es heißt, in der Spenglerwerkstätte der Kaserne falsche Guldenstücke fabriziert haben.

" Was weiß ich? Fragt seine Mutter!" versetzte dieser finster, wie gewöhnlich.

[ Gerettetes Geld.] Zwei interessante Fälle von geret­tetem Geld werden aus Baden berichtet. Im Nachlaß einer 78jährigen finderlosen Witwe in Oberlauchringen( Amt Waldshut), die letzten Sommer aus Amerika nach jahrzehnte­langem Aufenthalt dort zurückgekehrt war, wurden 16 580 Mark vorgefunden, bestehend in Papiergeld und Gold, und zwar im Bettstrohsack, als dieser eben verbrannt werden sollte. Die lachenden Erben sind drei Schwestern, eine in Walds­hut, zwei in Amerika wohnend. In Riedolsheim( Amt Karlsruhe) hatte ein Bürger sein Rote- Kreuz- Lotterielos, meil es ja doch wohl nichts gewonnen habe", eben einem Freund zum Verbrennen mittels Zigarre übergeben, als ihm ein Nachbar mit der Ziehungsliste in der Hand nachwies, daß das mißachtete Papierchen mit 5000 Mark gezogen sei.

Na, wirst doch nit leugnen wollen, daß er sich bei Dic' cumgetrieben bat?"

Hochwasser in Schlesien hat von neuem schweren Scha­den angerichtet. Besonders im Gebiet der Biele sind große Verwüstungen zu verzeichnen. In Deutschwette ist die linke Dorfstraße teilweise aufgerissen, weil man den Schußdamm nicht vollendet hat, auch die Hotenploz ist über ihre User ge­treten und hat das ganze Tal überschwemmt.

Katastrophe in einem Dampfbad. In Zagorze ereig nete sich im dortigen Dampfbad ein schwerer Unglücksfall. Das Bassin stürzte ein, wobei zwölf Personen schwer und zahlreiche leicht verletzt wurden.

Der Landwirt.

gb. Molkerei und Tiertuberkulose. Eine eigenartige Folge der Ausbreitung des Molkereiwesens will Oberroßarzt Flei scher in Halle a. S. entdeckt haben. Infolge der durch die Ausdehnung des Molkereiwesens bedingten reichlichen Ver fütterung von Magermilch habe sich die Tuberkulose unter dem Vieh ganz bedeutend ausgebreitet. In einzelnen Gegen den seien 80 Prozent des Rindviehes verseucht, ja auch die Schweine, die bisher von dieser Seuche ziemlich rein waren seien jetzt auf allen größeren Gütern von ihr befallen. Würde das Fleisch aller franken Tiere vernichtet, so würde der Land. wirtschaft ungeheurer Schaden erwachsen. Man vernichtet daher nur das Fleisch solcher Tiere vollständig, die stark abge magert sind und eine frische Infektion der Lymphdrüsen zeigen. In diesem Falle seien auch Fleisch und Blut infizieri mit Tuberkelbazillen. In allen anderen Fällen verwerfe man nur das infizierte Organ.

4. Sigung der Großh. Handelskammer Gießen für die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach.

Protokoll Auszug.

Gießen, den 27. April 1904. Anwesend die Herren: Kommerzienrat Heichelheim, stellvertretender Vorsißender, Grünewald, Thring, Raz, Moll, Nowack, Rinn, Röhr, Zurbuch, sowie der Syndikus Dr. Knipper.

Attentat auf russische Geheimpolizisten. In Warschau» wurden auf offener Straße nachmittags um 4 Uhr der Ad­junkt des Chefs der Geheimpolizei, der Adjunkt des Poli zeikommissars und zwei Polizisten beim Eintritt in ein Haus von einer Bande mit Revolvern und Messern angefallen. Die beiden ersteren wurden getötet und ein Polizist schwer, der andere leicht verwundet. 4 Mitglieder der Bande wur­den verhaftet.

,, Bei mir g'west is er allerdings, aber seit vorgestern nit mehr. Seine Mutter hat ihn g'holt."

So, das is was anderes. Hast ja wohl nichts d'rgegen, wenn m'r mal' n bißchen uns bei Tir um­gucke?"

Gar nichts!"

1. Aus dem Geschäftsbericht ist folgendes mit zuteilen:

a) Da im Entwurfe des Sommerfahrplans der Neben­bahn Butzbach- Lich den Bedürfnissen des Reiseverkehrs noch nicht hinreichend Rechnung getragen war, so hat die Rammer nochmals eine Alenderung in Vorschlag gebracht. Der Sommerfahrplan hat daraufhin die von den Interessenten gewünschte Umgestaltung erfahren.

Bürgermeister und Gensdarmen wühlten die Boden­lage der Hütt auseinander, aber es fand sich auch nicht das Geringste, das nach irgend einer Richtung hin einen Verdacht betreffs Wieddieberei oder Diebstahl hätte unterstützen können.

g) Bur Eachverständi gebracht.

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b) Der Oberhessische Viehhändlerverein in Aisfeld hatte beantragt, den Bedarfsviehzug 6126 Alsfeld- Gießen, der an den Tagen vor den Gießener Vieh­märkten gefahren wird und fahrplanmäßig um 12.44 mittags in Gießen eintrifft, mehrere Stunden früher zu legen, damit das Vieh noch am Vormittag in Gießen ausgeladen werden fönne, weil es sonst an heißen Sommertagen oft Schaden erleidet. Die Kammer hat diesen Antrag bei der Kgl. Eisen­bahndirektion in Frankfurt a. M. befürwortet.

c) Derselben Behörde ist ein Verzeichnis der bedeuten­deren Düngemittelhandlungen des Rammerbezirks auf ihr Ersuchen mitgeteilt worden.

Als man das Innere der Hütte genügend durch­forscht, stöberten die Gensdarmen unter Beihilfe des Bürgermeisters die Umgegend, namentlich das nahe Nandaebüsch des Waldes, ab; allein es fand sich gar nichts Verdächtiges. An die Lehmkaute, die da drüben lag, dachte natürlich Niemand, und selbst wenn Jemand auf den Einfall gekommen wäre, sie zu durchforschen, so würde man doch schwerlich etwas gefunden haben, weil der Tiophel alles Verdächtige so wohl verborgen hatte, daß es selbst den gewiegtesten Spürnasen ent­gangen wäre.

Das gehoffte Schauspiel, auf das sich der Dorfjan­hagel schon so gefreut hatte, war also in Nichts zeronnen und enttäuscht zogen alle ab- nicht am wenigsten die Gensdarmen mit dem Bürgermeister.

d) Die Kgl. Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. hatte die Kammer um eine Auskunft darüber ersucht, ob eine Aenderung des jezt üblichen Verfahrens der Nachnahmever­rechnung im Güterverfehr erwünscht sei, ob insbesondere für die Einrichtung, im Verkehr mit deutschen Bahnen die Aus­zahlung der Nachnahme durch die Post seitens der Empfangs­station zu bewirken, ein Bedürfnis vorliege. Die Kammer bat sich entsprechend den Aeußerungen der Mehrzahl der be­fragten Verfrachter für die Beibehaltung des jetzigen Ver­fahrens der Nachnahmeverrechnung ausgesprochen.

,,' s is dem Kerl nicht beizukommen," meinte einer der Gensdarmen. Ich möcht' doch drauf wetten, daß er irgendwo' nen Versteck hat, wo er sich alles das aufhebt, was nicht ihm gehört."

Wie fonnt Gure Gemeinde aber auch den zum Wildhirt machen?" sagte der andere.

e) Wiederholte Beschwerden der Interessenten über die Verzögerungen im Fernsprechverkehr zwischen Gießen und Frankfurt a. M. hatten die Handels­fammer veranlaßt, die Kaiserliche Ober- Postdirektion in Dam­stadt um Beseitigung dieses Misstandes zu ersuchen. Hierauf ist der Kammer mitgeteilt worden, daß zur Verbesserung des Sprechverkehrs auf dieser Strecke die Herstedung einer neuen Verbindungsleitung Frankfurt a. M. Gießen für das laufende Jahr vorgesehen sei.

f) Am 9. April fand in den Räumen des Kauf­männischen Vereinshauses zu Gießen die zweite Konferenz der Lehrer an den faufmännischen Fortbildungsschulen Ober­heffens statt. Zur Verhandlung standen die Fragen des Unterrichts in der Korrespondenz und der Zeugniserteilung. Im Anschluß an die Beratungen wurde von den Teil­nehmern das Städtische Elektrizitätswerk besichtigt.

M'r war'n froh, daß m'e ihm das Amt geben fonnten," erwiderte der Bürgermeister." M'r dachten, er würd ezt' n bißchen anders wer'n. Und außerdem, zum Wildhirt is er ganz gut."

Die Dörfler sahen Gensdarmen und Bürgermeister zurückkommen ohne den Hangcurt und auch der Pierer war nicht wenig erstaunt, als die ganze Geschichte er­gebnißlos verlaufen war. In wenigen Tagen war es jedoch im Dorfe herum, daß der Pierersch Hangcurt bei Nacht und Nebel nach Amerika gegangen sei, um der Schande zu entgegen, durch Gensdarmen ins elterliche Haus zurückgeführt zu werden.

" Das hat seine Mutter jedenfalls gemacht", war das allgemeine Ureil. Auch der Pierer selbst erfuhr die Sache in dieser Art. Allein er freute sich im Stillen, daß seine Frau den Ausweg gefunden und in tatkräftiger Weise eingegriffen hatte. Darum tat er gar nicht, wenn der davon sprach, als habe er sie im Verdacht, die Ab­reise seines Sohnes veranlaßt zu haben. Er war nur zufrieden, daß alles diesen Verlauf genommen; denn er

nach Hause holen zu lassen, ein sehr bedenkliches war,

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fühlte, daß das Mittel, seinen Sohn mit Gensdarmen Lichen Dienste m weil es geeignet war, die Selbstachtung Hangcurt's zu Burfter wu Burschen, welche ebenfalls um einzelner Streiche willen rofeffor, mit

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durch Gensdarmen herbeitransportiert worden waren, dadurch auf den Pfad der Liederlichkeit und Verkommen­heit geraten waren.

( Forts. folgt)

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in Mainz, Anlegung des Ritterfreuzes Broßmütigen