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Adolph las die Zeilen und gab sie dem Freunde zurück. " Deine Hoffnung teile ich nicht," erwiderte er, aber laß dich dadurch nicht entmutigen. Einstweilen bleibt der Inhalt dieses Briefes unser Geheimnis, nach deiner Audienz bei dem Fürsten wollen wir weiter beraten. Wann wirst du aus dem Schlosse zurückkommen?"

Voraussichtlich zwischen zwölf und ein Uhr."

" Ich will dich um diese Zeit in meinem Studierzimmer erwarten, bist du damit einverstanden?"

Ich werde sofort zu dir kommen," sagte Martin, dessen Blick erwartungsvoll auf dem blassen Antlitz des Freundes ruhte. Was ist die Todesursache?"

Für uns beide Morphium," erwiderte Adolph flüsternd, ,, für jeden anderen Herzschlag."

,, Hier im Hause ahnt niemand die Wahrheit?" Nein, das Fläschchen, in welchem die Lösung enthalten war, habe ich unbemerkt fortgenommen, der Verdacht wird erst dann erwachen, wenn die Schuld an den Tag kommt."

Mit dem Glockenschlage zwölf trat Adolph Spangenberg in seine Studierstube, um hier den Freund zu erwarten, von dessen Botschaft die Ehre seiner Familie abhing.

Seine Geduld wurde auf eine harte Probe gestellt, erst gegen ein Uhr erschien Martin, der heitere Ausdruck seines Gesichts ließ erkennen, daß er gute Nachrichten brachte.

Nicht umsonst habe ich auf den Edelsinn des Fürsten gerechnet," sagte er, nachdem er dem Freunde gegenüber Platz genommen hatte, die Ehre eurer Familie ist gerettet, das unselige Geheimnis bleibt gewahrt."

" Der Fürst hat dem Toten alles vergeben?" fragte Adolph freudig überrascht. Und Heinrich Schönbach

,, Laß mich seine eigenen Worte berichten," fuhr Martin ihn unterbrechend fort. Die Audienz wurde mir gewährt, ich meldete dem Fürsten den plötzlichen Tod Spangenbergs und überreichte ihm das Schuldbekenntnis. Wie ich es nicht anders erwartet hatte, brauste er auf, es fielen harte Worte, dieſer Mißbrauch seines Vertrauens mußte Durchlaucht ja im höchsten Grade empören. Ich ließ den Sturm austoben und wartete geduldig, bis der Fürst mich aufforderte, ihm über die Einzelheiten näher zu berichten. Ich tat es und knüpfte daran die Bitte, die Ehre der Hinterbliebenen zu ſchonen, ich ſprach von dir, deinem Vater und meiner Braut, ich wies darauf hin, daß der Polizeirat seinen Abschied nehmen müsse, wenn das Verbrechen seines Schwiegervaters an den Tag komme, und erbot mich schließlich, so weit es in meinen Kräften liege, vor und nach den Schaden zu ersetzen. Der Fürst hörte mich ruhig an, er ging auf und ab, endlich, nach langem Schweigen, blieb er vor mir stehen. Der Schuldige ist tot," sagte er, den Toten kann ich nicht vor weltliches Gericht fordern, und seine Angehörigen für die Schuld büßen zu lassen, wäre ungerecht. Sind Sie der Einzige außer mir, der die Schuld des Verstorbenen kennt?" Ich bejahte die Frage, es war ja nicht nötig, daß ich deinen Namen nannte. So wahren Sie das Geheimnis," fuhr er fort, ich will schweigen. Die Brüder Schönbach sollen heute noch in Freiheit gesetzt werden, ich überlasse es Ihnen, den Kuſtos zu entschädigen, in meine Dienste kann er nicht zurückkehren, denn er hat sich einer groben Nachläſſigkeit schuldig gemacht. Hätte er von Zeit zu Zeit die Sammlung revidiert, so würde er den Diebstahl eher entdeckt haben, mein Vertrauen hat er verloren." Ich antwortete, daß ich die Sorge für ihn gerne übernehmen werde. Der Kupfer­ſtecher Schönbach muß binnen vierundzwanzig Stunden die Stadt verlassen," nahm der Fürst dann wieder das Wort, sein Haß gegen die Familie Spangenberg würde so lange nachforschen, bis er die Wahrheit entdeckt hätte, und dann wäre es Ihnen nicht mehr möglich, das Geheimnis zu wahren. Ihr Anerbieten, mir den Schaden zu ersetzen, lehne ich ab. Sie sind in feiner Weise dazu verpflichtet, und ein Geschenk nehme ich von Ihnen nicht an. Hätte Spangenberg ein großes Vermögen hinterlassen, so würde ich mich schadlos zu halten wissen, unter den obwaltenden Verhältnissen aber mag ich nicht als Gläubiger gegen ihn auftreten."- Ich sprach nun von den sechs Münzen, die der Brüsseler Juwelier noch besitze, und erbot mich, dieselben zurückzukaufen, aber auch davon wollte Durchlaucht nichts wissen. Der Juwelier hatte diese Münzen in gutem Glauben erworben," antwortete

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genbera." fagte er, er war ein gescheiter Kopf, ich würde heute oder morgen in den Adelstand erhoben und zu meinem Finanzminister ernannt haben. In seinem neuen Finanzplane hat er mir ein Vermächtnis hinterlassen, das mir den Verlust reichlich ersehen wird, das mag auch Ihnen zur Beruhigung dienen. Sehen Sie her, ich will Ihnen beweisen, daß für mich die Sache abgemacht ist." Er nahm das Schuldbekenntnis deines Onkels von seinem Schreibtisch und warf es ins Feuer; ich wollte ihm danken, aber ein Wink befahl mir, mich zu entfernen, und du kannst dir denken, mit welchen frohen Gefühlen ich ihn verließ."

Adolph reichte dem Freunde beide Hände, die finsteren Schatten waren von seiner Stirne geschwunden.

Wir wollen das dem Fürsten nicht vergessen," sagte er freudig bewegt, nun ist die schwerste Sorge von uns ge­nommen, außer uns beiden wird niemand das Geheimnis erfahren."

Der Fürst hielt Wort, an demselben Tage noch wurden die Brüder Schönbach aus der Haft entlassen, und wenn auch der Kupferstecher über die Ausweisung murrte, so leistete er doch dem Befehl bereitwillig Folge.

Um so größer war die Freude in der Familie des Kustos. Aus den Aeußerungen Martins glaubte Gabriele entnehmen zu dürfen, daß sie die Befreiung ihres Vaters den Be­mühungen Adolphs verdanke, und an diesem Glauben hielt sie nun fest, trotzdem Adolph ihren Dank als unverdient ablehnte. Baron Friedenstein kaufte die Goldmünzen zu dem Preise, der dafür gefordert worden war, und da der Brüsseler Juwelier nur den Betrag annahm, den er ſelbſt dafür gezahlt hatte, so gab Martin den Ueberschuß den Armen.

Heinrich Schönbach begleitete den Baron und dessen Neffen. Alfred v. Bodenlauben hatte vorher eine lange Unterredung mit dem Kustos gehabt und Gefallen an ihm gefunden, schon nach einigen Wochen ließ der Inspektor" Schönbach seine Familie nachkommen, und als sie abreiste, wußte Adolph, daß Gabriele seine Liebe erwiderte, ihre Tränen hatten es ihm verraten.

Bald nach der Beerdigung Joachim Spangenbergs brach der Konkurs über dessen Nachlaß aus; den unermüdlichen Bemühungen Martins und des Polizeirats gelang es, die Gläubiger zu einem Vergleich zu bewegen, der von der Hinterlassenschaft freilich nichts, aber doch die Ehre des Namens rettete.

Der Hochmut Gustavs war nun auch gebrochen, er nahm, wenn auch mit Widerstreben, die Sekretärstelle an, nachdem seine Geschwister ihm erklärt hatten, daß sie nicht in der Lage und auch nicht gesonnen seien, ihn in seinem Müßiggang zu unterstützen.

Alfred v. Bodenlauben holte schon bald seine Verlobte heim. Ottokar weilte mit seiner jungen Frau längst in Italien, und der Hofrat schrieb emsig an seinen Memoiren, die bei ihrem späteren Erscheinen übrigens keineswegs das Aufsehen erregte, das er sich von ihnen versprochen hatte.

Die Briefe, die dann und wann von den beiden jungen Ehepaaren einliefen, zeugten von schattenlosem Glück, nach dem auch Martin und Adolph sich sehnten.

Die Hochzeit Irmas wurde in aller Stille gefeiert, das Brautpaar wollte den Ablauf des Trauerjahres nicht ab­warten; seitdem Ida das Haus des Bruders verlassen hatte, fühlte Martin sich vereinsamt, in seinem großen, blühenden Geschäft konnte er die Hausfrau nicht entbehren.

Wohl waren, wie Adolph es vorausgesehen hatte, Ge­rüchte aufgetaucht, die auf die Ehre und das Andenken Joachim Spangenbergs einen häßlichen Flecken werfen wollten, aber der Polizeirat trat ihnen so energiſch entgegen, daß sie bald wieder verstummten; der Münzendiebstahl blieb unaufgeklärt und das Geheimnis gewahrt, auch konnte der Ausspruch des Arztes, daß ein Herzschlag das Leben Spangen­bergs beendet habe, nicht widerlegt werden.

Nach der Hochzeit Martins öffnete Adolph seinem Vater sein Heim, und Frau Minna, die ihn nun lange genug beob­achtet hatte, um zu der Erkenntnis zu gelangen, daß er nur an der Seite Gabrielens glücklich werden könne, ließ es sich als treue Freundin nicht nehmen, alle Einwendungen, die der alte Herr machen wollte, zu widerlegen. So reiste denn Adolph eines Tages ab, um das Jawort Gabrielens zu holen, das ihm freudig gegeben wurde; Alfred und Ida übernahmen die Aussteuer der schönen, glückstrahlenden Braut, die als Gattin Adolphs auch in der Residenz sich die Herzen aller, mit denen sie in Berührung kam, im Fluge eroberte.

Wie ein Land ohne Herri wie die Nacht ohne Stern, Wie der Becher ohn' Wein, Wie ohne Vogel der Hain, Wie ohn' Aug' ein Gesicht,

Wie ohn' Reime ein Gedicht, So ohne der Liebe Scherz und Schmerz Ein Herz!

Der Lump.

Von Guy de Maupassant.

( Nachdruck verboten.) Er hatte bessere Tage gekannt, trotz seiner Krankheit und trotz seines Gebrechens.

Im Alter von 15 Jahren waren ihm auf der Landstraße von Varville beide Beine von einem Wagen überfahren worden. Seitdem bettelte er, indem er sich durch die Feld­wege hinschleppte und auf seinen Krücken hin- und herhum­pelte, die ihm die Schultern bis zu den Ohren hinaufzogen. Sein Kopf schien zwischen zwei Bergen zu ſitzen.

Als Kind hatte ihn der Pfarrer von Billettes am Toten­Sonntag gefunden und ihn aus diesem Grunde Nicolaus Toussaint getauft. Er war von der öffentlichen Mildtätigkeit erzogen worden; jeder Unterricht war ihm fremd geblieben und der Bäcker des Dorfes hatte ihn, um sich einen Witz zu leisten, nachdem er ihm ein paar Gläser Schnaps spendiert, zum Krüppel gemacht; seitdem war er ein Vagabund und ver­ſtand nichts weiter als betteln.

Früher überließ ihm die Baronin von Avary zum Schla­fen eine mit Stroh gefüllte Art Hundehütte neben dem Hühnerhof in dem an das Schloß angrenzenden Pachthof, und er konnte in den Tagen des großen Hungers sicher darauf zählen, hier stets in der Küche ein Glas Wein und ein Stück Brot zu finden. Oft bekam er auch ein paar Sous, die die alte Dame vom Balkon oder aus den Fenstern ihres Zim­mers herunterwarf. Jetzt war sie- tot.

In den Dörfern gab man ihm nichts; man kannte ihn zu genau; man war es müde, ihn seit 40 Jahren zu sehen, wie er seinen in Lumpen gehüllten und mißgestalteten Körper auf seinen beiden Holzbeinen von Haus zu Haus schleppte. Er wollte aber nicht anderswohin gehen, weil er nichts weiter auf der Welt kannte, als diesen Erdenwinkel, diese drei bis vier Weiler, in denen er sein elendes Leben hingebracht. Er hatte seiner Bettelei Grenzen gesteckt und hatte dieſe Grenzen, die er sich gewöhnt hatte, nicht zu verlassen, nie überschritten.

Er wußte nicht, ob die Welt sich noch weiter hinter den Bäumen ausdehnte, die seiner Sehkraft stets als Grenze vor­geschwebt hatten. Er legte sich diese Frage auch nicht vor. Und wenn die Bauern, die es müde wurden, ihm stets am Rande ihrer Felder oder an ihren Gräben zu begegnen, ihm zuriefen: Warum gehst du nicht in die anderen Dörfer, statt immer hier herumzuhumpeln?", so antwortete er ihnen nicht, sondern entfernte sich, denn er hatte eine unerklärliche Furcht vor dem Unbekannten, die Furcht des Armen, der unwill­kürlich tauſenderlei fürchtet, die neuen Gesichter, die Be­schimpfungen, die mißtrauischen Blicke der Leute, die ihn nicht kannten, und die Gendarmen, die zu zwei und zwei die Landstraßen durchstreiften und ihn instinktiv veranlaßten, sich in die Gebüsche oder hinter Steinhaufen zu verkriechen.

Wenn er sie in der Ferne bemerkte, wie sie in der Sonne leuchteten, so fand er plötzlich eine eigentümliche Behendig­fit, die Behendigkeit eines Reptils, irgend ein Versteck zu erreichen. Er hüpfte auf seinen Strücken, ließ sich wie ein Lappen zur Erde fallen, rollte sich zu einer Kugel zusammen und wurde ganz klein, unsichtbar und unscheinbar, wie ein Roch und seine braunen Lumpen wurden eins mit der Erde und gingen in ihr auf.

Dabei hatte er aber nie etwas mit ihnen zu schaffen ge­habt. Doch das lag ihm im Blut. Als hätte er diese Furcht und diese Schliche von seinen Eltern ererbt, die er doch nie gefannt hatte.

Er hatte keine Zuflucht, kein Dach, keine Hütte, kein Ob­dach. Er schlief überall im Sommer, und im Winter schlich er sich mit bemerkenswerter Gewandtheit in die Ställe oder in die Scheunen. Ueberall rückte er aus, bevor man seine

Amvesenheit bemerit hatte. Er kannte die Löcher, durch die man in die Gebäude eindringt, und die Handhabung der Krücken hatte seinen Armen eine überraschende Kraft ver­liehen. Mit Hilfe seiner Handgelenke kletterte er in die Korn­scheuern, wo er manchmal vier bis fünf Tage blieb, ohne sich fortzurühren, wenn er auf seinen Rundgängen genügend Lebensmittel zusammengebettelt hatte.

Er lebte wie die Tiere des Waldes unter den Menschen, ohne jemand zu kennen, ohne jemand zu lieben, und erregte bei den Bauern nur eine Art gleichgiltiger Verachtung und resignierter Feindseligkeit. Man hatte ihm den Spiznamen " Glocke" gegeben, weil er zwischen seinen beiden Holzstäben hin- und herwackelte, wie eine Glocke zwischen zwei Trägern.

Seit zwei Tagen hatte er nichts gegessen. Niemand gab ihm mehr etwas. Man wollte ihn schließlich nicht mehr haben. Die Bäuerinnen riefen ihm von ihren Türen aus schon aus der Ferne zu, wenn sie ihn kommen sahen: ,, Willst du machen, daß du fortkommst, du Lump! Vor drei Tagen habe ich dir erſt ein Stück Brot gegeben."

Dann humpelte er auf seinen Krücken weiter und ging zum Nebenhause, wo man ihn in derselben Weise empfing. Die Weiber erklärten von einer Tür zur anderen: ernähren." Man kann diesen Taugenichts doch nicht das ganze Jahr

Dabei aber mußte der Taugenichts doch alle Tage essen. Er hatte St. Hilaire, Varrille und Billettes abgebettelt, ohne einen Centime oder eine alte Brotrinde zu bekommen. Es blieb ihm nur noch die Hoffnung auf Toumolles; aber dazu mußte er zwei Meilen auf der Landstraße zurücklegen, und er fühlte sich so müde, daß er sich nicht weiter schleppen konnte, und der Magen war ihm so leer wie die Tasche. Trotzdem machte er sich auf den Weg.

Es war im Dezember; ein falter Wind strich über die Felder und pfiff durch die kahlen Zweige; die Wolken schossen über den düsteren und niedrigen Himmel und jagten, man wußte nicht wohin. Der Krüppel wanderte langsam und brachte seine Stützen mit qualvoller Anstrengung vorwärts, indem er auf dem frummen Beine, das ihm geblieben war und das in einen mit einem Lumpen bekleideten Stelzfuß endete, vorwärtshüpfte.

Von Zeit zu Zeit ließ er sich am Rande eines Grabens nieder und ruhte sich einige Sekunden aus. Der Hunger versetzte ihn in dumpfe, schwerfällige Mutlosigkeit. Er hatte nur einen Gedanken: essen"; doch er wußte nicht, wie er dieses Verlangen befriedigen sollte. Drei Stunden lang quälte er sich auf dem endlosen Wege, dann hastete er weiter, als er die Bäume des Dorfes bemerkte.

Der erste Bauer, dem er begegnete, und den er um ein Almosen bat, antwortete ihm:

wir wohl nie los?" Na, bist du schon wieder da, alter Kunde? Dich werden

Glocke" entfernte sich. Von Tür zu Tür jagte man ihn fort und wies ihn ab, ohne ihm etwas zu geben. Trotzdem ſetzte er seinen Rundgang geduldig und eigensinnig fort, doch

er bekam nicht einen Sou.

Nun suchte er die Pachthöfe auf und humpelte durch die vom Regen aufgeweichte Erde; doch er war dermaßen_er­schöpft, daß er seine Stöcke nicht mehr heben konnte. Man jagte ihn überall fort. Es war einer jener falten und traurigen Tage, in denen die Herzen sich gleichsam zusam­menziehen, die Gemüter in Wut geraten, wo die Seele sich verdüstert und die Hand ſich weder zum geben, noch zum helfen öffnet.

Als er alle Häuser abgeklappert, die er kannte, ließ er sich am Ende eines Grabens, am Hofe des Pächters Hiquet auf die Erde fallen. Er hakte sich aus", wie man sagte, um aus. zudrücken, wie er sich zwischen seinen hohen Krücken_hin­fallen ließ, indem er sie zwischen seinen Armen durchgleiten ließ. So blieb er lange Zeit unbeweglich, vom Hunger ge­quält liegen, war aber zu vertiert, um sein unsagbares Glend recht zu erfassen.

Er wartete auf irgend etwas in jener unbestimmten Hoff­nung, die noch immer in uns verbleibt. Er wartete im Winkel dieses Hoses, in dem eisigen Winde, auf die geheim­nisvolle Hilfe, die man stets vom Himmel oder von den Menschen erwartet, ohne sich zu fragen, wie oder warum oder durch wen sie kommen könnte. Ein Schwarm schwarzer Hen­nen huschte vorüber und suchte ihr Futter in der Erde, die alle Wesen ernährt. Jeden Augenblick pickten sie mit ihrem

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