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Nr. 25.

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hat am Donner Der Abgeordnete zählung der Au einsrechts ergeb gedacht, wo eine unterfagt worde preußischem Ge ratsbevollmächti Veranlassung, viel angegriffer

geheiligtes Haus, das der oberste Gott segnen möge, wie bis­her, und ich, dein allerärmstes Eigentum, bin dir treulich gefolgt in den geheiligten Hain von Uyeno, wohin ich am heutigen Tage so gewiß gehöre, wie die Blüte zum Kirsch baum!"

Aber du versprachst mir doch, meinem Befehl zu folgen und daheim zu bleiben!"

Ich versprach, aber, Herr, was willst du? Des Men­schen Wille ist Schwachheit! Ich besiße nicht deine Stärke, Weisheit und Allmacht! Hot- sumi, der Geringe, ist nur ein allerniedrigstes Werkzeug, das die huldvollen Götter dir geschickt haben, deine Großmut und Güte an ihm zu er­proben!"

Hellmut wandte sich ab, sein Lachen zu verbergen. Was sagen Sie zu dieser Art der Auffassung, gnädiges Fräulein? Am Ende hat sie auch eine Art von Berechtigung! Werkzeug in den Händen der hohen Götter, um meine Geduld und Güte zu erproben! Was dieser Schlingel für Ideen hat! Und du meinst"- wieder zu Hot- sumi gewendet, ich soll dir dein Vergehen so ungestraft hingehen lassen?"

Der Japaner zuckte demütig die Achseln. Maski! Die Kirschen blühen! Das ist, o Herr, bei uns in Japan nicht

anders!"

Hellmut zupfte ihn lachend am Dhr. Da haben wir's Maski! Die Kirschen blühen! Lauf hin, du unverbesserlicher Nichtsnug, und berausch dich nicht in Sake!"

Hot- sumi füßte nochmals seines Herrn Rock und fand es für geraten, auch Hildas Gewand an seine Lippen zu drücken, denn der schlaue Sohn des Sonnenaufgangslandes vermutete wohl nicht mit Unrecht, daß seines Gebieters gnädige Laune und rasche Verzeihung zum Teil der jungen Dame mit den herrlichen Augen zuzuschreiben sei, die jetzt mit einem mühsam unterdrückten Lächeln zu ihm niedersah.

Nach dieser kleinen Episode mußte Hellmut es zu seinem Leidwesen erleben, daß der spanische Vizekonsul den Arm feiner Gattin losließ und sich an Hildas freie Seite schlängelte, angeblich um ihr die notwendigen Erklärungen bezüglich des Festes und der dabei üblichen Gebräuche zu geben, da Mr. Norden junior das bisher verabsäumt zu haben scheint, wie Sennor O'Vegas mit einem etwas anzüglichen Lächeln be­merkte. Was wollte Hellmut tun? Er mußte ſich mit der Wahrnehmung trösten, daß Hilda den Erläuterungen des spanischen Herrn mit ziemlich zerstreuter Miene zuhörte, und daß sie offenbar mit ihren Gedanken nur halb bei der Sache war.

Mit der Zeit fand sich noch Herr Arthur Fersius mit seinem Berliner Freund dazu, demselben, der Hildas Reise­gefährte von London nach Japan gewesen war. Herr Fer­fius fette alle Segel seiner ihm selbst unzweifelhaften Un­widerstehlichkeit bei, er betrug sich sogar stellenweise zurück­haltend und bescheiden für einen jungen, aufstrebenden Berliner ein ganz unerhörtes Zugeständnis!- aber er hatte den Schmerz, zu sehen, daß weder diese geschickte Maskerade, noch der allmähliche Uebergang in sein natürliches Wesen, das sich durch eine schöne Sicherheit auszeichnete, im stande war, das Herz dieser Eisjungfrau zu schmelzen, die ſeine geiſt­reichen Redensarten und gewandten Tiraden über japanisches Leben mit kühlem Lächeln hinnahm und nicht durch ein ein­ziges Wort ermunterte. Daran muß dieser Schwerenöter von Norden junior schuld sein!" dachte Herr Fersius ergrimmt und zog an seinem Bärtchen, bis es ihm weh tat. Weiß Gott! Er hat es leicht bei den Weibern! Er braucht sie bloß mit seinen großen goldbraunen Augen anzustrahlen, und das Herz dreht sich ihnen in der Brust um. Ein bildhübscher Mensch ist er, das muß ihm sein Feind lassen, und wenn ich auch nicht gerade sein Feind bin, so kann ich ihn doch ganz ent­schieden nicht leiden, denn überall ist er mir im Wege: im Kontor mit seiner vortrefflichen Brauchbarkeit und seinem Arbeitseifer für diese abscheulich langweiligen Schiffsla­dungen, Berechnungen, Korrespondenzen, bei den Kollegen

mit seiner allgemeinen Beliebheit, die alle Gesichter wie ver­klärt aufleuchten läßt, sowie er nur den Kopf zur Tür herein­steckt, neulich bei meinem schon so hübsch angebahnten Verhältnis zu dem niedlichen Teemädchen Yan- Kio, die er mir aalglatt aus den Händen wand, ohne sie auch nur für sich zu nehmen, einzig im Interesse der Moral und des Ansehens der Firma, hol' der Henker das Ansehen der Firma, mich schert es feinen Pfifferling! Jetzt ist er wieder lieb Kind bei dieser Hilda Ermshagen, und das ist ein Jammer! Welch' ein Wuchs! Welch' ein Gesicht und was für Augen!"

Und während dieses zornigen Monologs wanderte man weiter, trat an die Teebuden, kaufte Fächer, kostete Sake und Näschereien, ließ sich auf dem Sáhmisen vorspielen- eine eintönige, wenig anregende Musik und von einigen hüb­schen Mädchen einen Nationaltanz vorführen. Dieser besteht nur aus anmutigem Neigen und Beugen des Oberkörpers; Kopf, Arme und Hände führen graziöse Bewegungen aus, während die Füße in plumpem Schuhwerk, entenartig einwärts gestellt, völlig regungslos verharren. Auch die öffentlichen Sängerinnen Japans, die Geishas, triebe.. hier im Tempel­park ihr Wesen und produzierten vor den Europäern ihre Künste, Hilda, die diesem Genuß mit Interesse entgegen­sah, erfuhr von Sennor O'Vegas und Arthur Fersius, ihren beiden Fremdenführern", wie sie sie scherzweise nannte, daß diese Geishas als fleine Mädchen von einem sogenannten Geisha- Meister, das ist zu deutsch Gesanglehrer, ihren Eltern abgekauft, in ihrer Kunst unterwiesen, gut behandelt und reich gekleidet werden und im ganzen kein schlechtes Los ziehen, so daß viele japanische Eltern ihren kleinen Töchtern eine solche Karrière dringend wünschen. Die Bewohner Dai Nipon's sind außerordentlich musikliebend, sie kennen kein einziges Vergnügen, das nicht von Gesang und Tanz be­gleitet ist, und fast jeder Japaner, der sich zu verheiraten wünscht, zieht zuvor, da er die fünftige Gattin selten persön­lich kennt und das ganze Geschäft" durch bezahlte Unter­händler oder Heiratsvermittler betrieben wird, sorgfältige Erkundigungen ein, ob die Braut auch gut spielen, singen und tanzen kann; nicht selten kommt es vor, daß an dem Mangel musikalischer Begabung der ganze Handel scheitert. ( Fortsetzung folgt.)

Erna's List.

Novelle von Hanna Erben.

I.

( Nachdruck verboten.)

Du hast noch viel Zeit, sehr viel Zeit sogar zum Hei­raten, lieber Junge, und du brauchst dir jetzt darüber den Kopf noch nicht zu zerbrechen. Und offen gestanden, mir ist es auch viel lieber, du heiratest noch nicht, denn ich ziehe unverheiratete Leute in der Redaktion des Deutschen Ad­lers" vor."

Aber, lieber Papa, ich kann doch Erna des Deutschen Adlers" wegen, so sehr mir auch das Blatt ans Herz ge­wachsen ist, nicht sißen lassen. Ich habe dir nämlich noch nicht gesagt, daß wir seit einem Jahre fast bereits verlobt sind, und du würdest gewiß der Letzte sein, der mir zu so einem verabscheuungswürdigen Schritte raten würde. Im übrigen bin ich auch fest entschlossen, Erna jezt zu heiraten, und niemand soll mich daran hindern," erklärte mit Ent­schiedenheit der junge Herr Berwig seinem Vater, der Be­siker des einflußreichsten Blattes der Provinz war.

Was willst du dann von mir haben?" brauste der alte Herr auf, der sich in großer Aufregung befand. Du bist zu mir gekommen unter dem Vorwande, meinen Rat zu er­bitten, und als ich nicht gleich auf deine hirnverbrannten Pläne eingehe, sagst du mir ins Gesicht, du kümmerst dich ein Pfifferling um meine Einwilligung und würdest das Mädchen unter allen Umständen heiraten. Was ist sie denn? Blumenmädchen oder Balleteuse?"

nischen Bureau als Maschinenschreiberin angestellt." Seins von beiden. Sie ist in einem großen kaufmän­

So, so! Aber weißt du, Friß, ich habe jetzt wichtigere Sachen im Kopf. Am 26. soll die außerordentliche Ver­sammlung der Leinbecker Petroleum- Rohrgesellschaft statt­finden, und die Hallunken wollen durchaus nicht haben, daß wir einen Bericht darüber bringen. Soeben haben sie mir Vertretern der Presse unter keinen Umständen Zutritt ge­geschrieben, daß die Versammlung streng geheim ist, und währt werden kann. Es muß um die Gesellschaft faul stehen, denn sonst würden sie nicht mit Ausschluß der Deffent­lichkeit tagen. Unserem Vertreter zum mindesten hätten sie Zutritt gewähren müssen," schloß der alte Herr, der den Ausschluß seines Vertreters von dieser Versammlung als eine persönliche Beleidigung anzusehen schien.

Du hast recht, Papa," stimmte Friz Berwig bei, der aber dann die Unvorsichtigkeit beging, die Unterhaltung wieder auf die Angelegenheit, die seinem Herzen am näch­

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Gabe fa recht verstanden, Papa, daß du mit meiner Heirat Gar nichts verstanden hast du," unterbrach ihn der aite Serr, laß mich mit deiner Heirat zufrieden. Heiratest du, so enterbe ich dich, und du kannst dann sehen, wie du dir dein Brot verdienst. Was wird das Fräulein dazu fagen?"

Meine Erna liebt mich nicht des Geldes wegen," be­feuerte der junge Mann. Und mag es kommen wie es wolle, ihrer Liebe bin ich immer sicher. Also ich darf ihr fein freundliches Wort von dir sagen?"

,, Nein, mach, daß du hinaus kommst," rief ihm der alte Herr zu.

In einer Aufregung, die nicht geringer war als die feines Vaters, verließ der junge Mann das Zimmer und warf die Tür hinter sich zu. Er eilte zu seiner Erna, die ihn sehnsüchtig erwartete.

" Armer Junge, an deinem Gesicht kann ich sehen, daß du keine gute Botschaft bringst," begrüßte sie ihn.

" Es ist zu dumm, Schat," erwiderte Friz." Ich bin boch kein alberner Schuljunge mehr, dem man sagt, er solle das eine tun und das andere lassen. Mag nun Papa ein­rilligen oder nicht, ich heirate dich doch."

Es kostete ihr viel Mühe, seine Aufregung zu dämpfen und ihn ihren Bedenken gegen seinen zwar sehr verlockenden, aber recht unpraktischen Plan zugänglich zu machen.

Wann soll die Generalversammlung der Leinbecker Pe­troleum- Rohrgesellschaft stattfinden?" fragte sie gleichgiltig, nachdem er ihr den Verlauf der Unterredung mit seinem Rater erzählt hatte.

" In zehn Tagen! Ich wünschte, sie fände zu irgend einer anderen Beit statt. Es handelt sich tatsächlich um eine recht wichtige Sache, und es ist sehr unanständig von ihnen, daß sie uns die Tür vor der Nase zuschlagen. Ge­rade der Deutsche Adler" hat der Gesellschaft schon manchen Gefallen erwiesen."

,, Könnte sich denn euer Vertreter nicht als Aktionär aus­geben?"

Das ginge wohl, wenn nicht sämtliche Mitglieder unserer Redaktion den Herren zu genau bekannt wären," antwortete Fritz kopfschüttelnd.

Sie sprachen jetzt von anderen Sachen, aber Erna hatte die Generalversammlung nicht vergessen. Nachmittags sprach - sie in einer der ersten Banken vor und fragte, was es foſten würde, wenn sie Aktionärin der Leinbecker Petroleum- Rohr­gesellschaft werden wolle."

Eine

Das hängt davon ab, wieviel Aktien Sie zu kaufen wünschen," antwortete man ihr lachend. Die Petroleum­aftien stehen gegenwärtig sehr hoch, 342 Prozent. Aktie kommt also auf etwa 2000 Mark zu stehen." ,, 2000 Mark," wiederholte atemlos Erna, die ganz blaß wurde ,,, das ist ja mein ganzes Vermögen."

" Dann kaufen Sie lieber nicht," riet der Bankier. Der­artige Aktien sind Spekulationspapiere und heute früh erst habe ich verschiedenes über die Gesellschaft munkeln hören."

Aber trotz dieses guten Rates gab Erna dennoch Auf­trag, eine Aftie für sie zu erstehen und sie in ihrem Namen bei der Gesellschaftskasse zu hinterlegen, damit sie an der Generalversammlung teilnehmen könne. Mit zitternden Händen unterschrieb sie die hierzu erforderliche Vollmacht.

II.

Mein gnädiges Fräulein," redete sie ein älterer, korpu­lenter Herr an, der neben ihr saß ,,, man sieht ja hier nur lauter ernste Gesichter. Es scheint ein Sturm in der Luft zu liegen und die Versammlung wird einen sehr erregten Verlauf nehmen. Das ist nichts für zarte Ohren, Fräulein­chen, und ich möchte Ihnen raten, lieber den Saal zu ver­lassen. Ich will Sie gern hinaus begleiten."

,, Nein, nein," wehrte Erna ab. Nicht ohne Absicht hatte sie ihren Platz gewählt, weil sie glaubte, durch den breiten Rücken des alten Herrn gedeckt, ungenierter ihre Notizen machen zu können. Jedes Wort der Rede des Aufsichts­rat- Vorsitzenden brachte sie zu Papier und sie verstand es jetzt auch recht gut, warum man den Vertretern der Presse so streng den Zutritt verweigert hatte. Denn die ganze Rede war vom Anfang bis zu Ende nichts weiter als eine lange Jeremiade über den schlechten Geschäftsgang und den immer geringer werdenden Gewinn.

Was machen Sie da, Fräulein? Wie ich sehe, ſteno­graphieren Sie, das ist nicht erlaubt. Notizen dürfen hier nicht gemacht werden."

,, Wollen Sie nicht die Güte hoben, sich lieber um Ihre eigenen Geschäfte zu bekümmern?" erwiderte sie stola. h bin Aktionärin dieser Gesellschaft und fann meine stenogra­phische Kunst dort ausüben, wo es mir paßt. Im übrigen bitte ich Sie, mein Herr, meinen Arm gefälligst los au lassen und sich von mir zu entfernen."

Erst müssen Sie aber Ihr Notizbuch zumachen," for. derte sie der Herr mit so lauter Stimme auf, daß es die ganze Versammlung hören konnte.

Erna flapple ihr Notizbuch zu und versetzte damit dem Herrn, der sie am Arm gepackt hatte, einen heftigen Schlag auf sein Hand.

,, Vielleicht werden Sie mir jetzt gestatten, meine No­tizen fortzusehen?" fragte sie, mit gerötetem Gesicht. Wenn nicht, würde mein Notizbuch nähere Bekanntschaft mit Ihrem Gesicht machen müssen."

Der Herr sprach ein paar Worte von Schußmann holen laſſen und begab sich sodann sehr niedergeschlagen auf seinen Plaz zurück. Die Versammlung nahm einen sehr stürmischen Verlauf und sämtliche Reden, die auf ihr gehalten wurden, wurden von Erna stenographisch aufgenommen. Dann eilte sie rasch nach Hauſe, und Stunden brauchte sie, um ihre stenographischen Notizen umzuschreiben. Es war bereits spät, als sie endlich damit fertig war, und unverzüglich fuhr sie nach dem Redaktionsbureau des Deutschen Adlers", wo sie sich dem alten Herrn Berwig melden ließ.

Ohne auf die erstaunten Blicke des alten Herrn zu achten, fragte sie: Ist die Abend- Ausgabe des Deutschen Adlers" bereits im Druck?"

Wie sie so an der Tür stand, mit vor Aufregung leuch­tenden Augen, mit etwas aufgelöstem Haar und einem er­wartungsvollen Zug um ihren schönen Mund, gab sie ein Bild ab, das jeden Mann, mochte er alt oder jung sein, bezaubern mußte. Herr Berwig hatte sich erhoben; er bot ihr einen Stuhl an, in höflichem Tone erwiderte er: Gewiß, mein verehrtes Fräulein, sie ist bereits im Druck. Bringen Sie mir aber eine wichtige Neuigkeit, so lasse ich gleich eine Extra- Ausgabe erscheinen. Es sind stille Zeiten, und ein kleiner Mord oder ein großes Feuer würden das Interesse neu beleben."

" Ich bedauere sehr, Herr Redakteur, daß ich mit solch aufregenden Sachen nicht dienen kann. Ich war heute zu­fällig in einer Generalversammlung, in der es sehr lebhaft zuging, und mir hat es besonderes Vergnügen gemacht, einen Bericht darüber abzufassen."

Dabei zeigte sie ihm die ersten Seiten ihrer Notizen. Er war aufgesprungen, wie jemand, den die Freude toll ge­macht hat.

Prächtig, prächtig, mein liebes Fräulein!" rief er fast atemlos aus. Zwanzig Seiten so gewissenhafter Arbeit und so schön und deutlich geschrieben. Das Mädel ist ebenso flug wie entzückend!" fuhr er fort, indem er seine Gedanken in lauten Worten äußerte, wie er es immer tat, wenn er sehr aufgeregt war. Das ist der größte Schlager, den der ,, Deutsche Adler" seit Jahren hatte. Und nur diesem lieben, fleinen Dinge ist er zu danken. Sagen Sie mal, mein lie­bes Fräulein," fuhr er fort, indem er ihre beiden Hände erfaßte und sie kräftig drückte, mas verlangen Sie dafür? Hier kann es sich nicht um zehn oder fünfzehn Pfennig die Zeile handeln, und wenn Sie nicht etwas so kostbares wie ein Diamanten- Diadem oder ein Perlhalsband verlangen, bin ich ernstlich böse mit Ihnen."

Mit zitternder Stimme entgegnete sie: Ich brauche weder Geld noch Juwelen Herr Berwig. Aber etwas ande­res, etwas viel, viel kostbareres möchte ich haben. Sie haben einen Sohn, Friß mit Namen, und ich weiß, daß Sie sein Glück höher als alles in der Welt schätzen."

Das Gesicht des alten Herrn nahm einen zärtlichen Aus­druck an, und ihr tief in die Augen sehend, erwiderte er: " Ja, liebes Fräulein, das tue ich."

Seinen Blick konnte sie nicht aushalten und sie drückte daher ihr Gesicht gegen seine Schulter, so daß er nicht sehen konnte, wie sie über und über rot geworden war.

,, Dann erlauben Sie mir, daß ich Sie Vater nennen darf," stammelte sie. Ich bin nämlich die kleine Maschinen­schreiberin von Fritz und wir haben einander so gern."

Und als ihre weichen Lippen zum erstenmal die gerun­zelten Wangen des alten Herrn berührten, gab dieser mit Freuden ihrer Bitte nach.

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