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vernommen. Es wurden 47 Auskunftspersonen und zwar 24 Fleischermeister und 23 Fleischergehilfen gehört, die in verschiedenen Gebietsteilen des Reiches tätig sind. Die ver­nommenen Arbeitgeber waren sämtlich von Fleischerinnun­gen, die Mehrzahl der Arbeitnehmer von Vereinigungen der Fleischergehilfen als Auskunftspersonen in Vorschlag gebracht worden. Ueber das Ergebnis der Erhebung ist vorderhand nichts bekannt.

Türkei.

Die braven Engländer haben nicht übel Lust. nicht nur in Tibet, sondern auch am Kaukasus auf Kosten der Russen im Trüben zu fischen. Man kann tausend gegen eins wetten, daß, wenn in Armenien Unruhen ausbrechen, englische Wühler ihre Hand im Spiele haben. Bei den jüngsten armenischen Unruhen steht das ganz außer Frage. Jezt beginnt Eng­land denn auch schon, wie immer im weiteren Verlaufe ar­menischer Händel, sich offiziell in die Sache zu mengen. Der englische Botschafter in Konstantinopel O'Connor liegt dem Sultan und der Pforte täglich wegen der Vorgänge in Ar­menien in den Ohren. In der letzten Audienz beim Sultan soll der Botschafter eine Sprache geführt haben, wie sie der Sultan selten zu hören bekommen hat. England scheint tat­ächlich Rußlands Verlegenheiten benutzen und in der Türkei den russischen Einfluß ganz verdrängen zu wollen. Der Augenblick hierfür ist auch deshalb günstig gewählt, weil Englands Heimlicher Verbündeter wider Rußland, die Ver­einigten Staaten, gerade jetzt ein Geschwader nach den tür­fischen Gewässern entsendet, um den Sultan für ihre Forde­rungen gefügig zu machen. Beide angelsächsischen Mächte vor der Nase und den Zaren in einen üblen Krieg, der Ruß­lands Kräfte in Europa lahm legt, verwickelt zu wissen bas mag für Sultan Abdul Hamid Anlaß genug sein, sich ben Briten willfährig zu zeigen.

Oefterreich- Ungarn.

* Die Deutschen in Böhmen haben sich endlich aufgerafft zu gemeinsamer Bekämpfung des Tschechentums. Am Sonn­tag fand in Prag die konstituierende Versammlung des Deutschen Volksrats" statt, an der Vertreter der deutschen Fortschrittspartei, der deutschen Volkspartei, der Agrarier, der Christlich- Sozialen, des deutschen Schulvereins u. s. w. teilnahmen. Hoffentlich zeigen die Deutschen in Böhmen nun, daß sie sich nicht nur zusammen finden, sondern auch zusammen halten können. Nur durch die Gemein­bürgschaft aller Deutschen im Kampfe gegen die größenwahn. sinnigen Tschechen kann das Deutschtum in der alten böh. mischen Mark gekräftigt und zum Siege geführt werden.

Amerika.

Mit Rücksicht auf die mehrfach erwähnten Uebergriffe ber haitianischen Behörden gegenüber deutschen und französischen Staatsangehörigen haben Deutschland und Frankreich gemeinsam beschlossen, je ein Ariegsschiff nach Haiti zu senden, um eine angemessene Ge­nugtuung zu erzwingen. Das von der haitianischen Regie­rung den Gesandten beider Mächte zugestellte Entschuldi­gungsschreiben wird weder in Berlin noch in Paris als aus= reichende Sühne angesehen.

Preufsifcher Landtag.

( 21. Sigung.)

an.-

Herrenhaus.

RK Berlin, 27. Juni. Das Lotteriegesez hatte heute in seiner vom Ab­geordnetenhause beschlossenen Fassung die Feuerprobe vor der Pairskammer zu bestehen. Der Berichterstatter Graf York v. Wartenburg empfahl der ersten Kammer die Zu­stimmung zu den Beschlüssen des anderen Hauses. Nur ein Redner, Oberbürgermeister Strudmann, äußerte Be denken, dann nahm das Haus das Gesez in Bausch und Bogen Die Novelle zum Gesetz über die ärztlichen Ehrengerichte folgte; auch sie rief eine kurze Erörte­rung hervor. Es lag dazu ein Antrag vor, wonach die Höhe der ärztlichen Beiträge zu den Aerztekammern auf nicht mehr als 5 Proz. der Einkommensteuer des betreffenden Arztes festgesetzt werden soll. Er wird angenommen und der Rest des Gesetzes debattelos bewilligt. Der Gesezentwurf betr. die Gewährung von Beihilfen an die Veteranen von 1864 wird, da dies Sache des Reiches sei, abgelehnt. Haus der Abgeordneten.

( 91. Sizung.) RK Berlin, 27. Juni. Nachdem einige kleinere Vorlagen teils erledigt, teils von der Tagesordnung abgesetzt worden waren, wurde in dritter Lesung der Gesezentwurf betr. die Kapitals­erhöhung bei der Seehandlung angenommen. Hierauf folgte die dritte Lesung des Gesezentwurfs betr. die Ansiedlung in der Ostmark, den die Polen durch den Antrag auf Zurückverweisung an die Kommission zu verschleppen suchten, was indes mißlang. Dann wurde vom§ 13b des Entwurfs aus Sturm gelaufen, weil einige Parteien in dem Rechte, die Ansiedlungsgeneh­migung zu verweigern, einen Verstoß gegen die Reichs- und die preußische Landesverfassung erblicken. Der Zentums­abgeordnete Roeren vertrat mit Entschiedenheit diesen Standpunkt, während Abg. Glazel von den National­liberalen nachwies, daß diese Vorlage die urnotwendige Folge der staatsfeindlichen Haltung der Polen sei. Nicht die Polen sollen am Erwerb der Güter verhindert werden, sondern die Güterparzellierung durch die Polen soll befämpft werden. Dr. v. Dziembowski( Pole) nennt das Gesetz nach juristi­schem und logischem Gehalt eine Stümperei". Freiheri b. Zedliz und Neukirch wies alle Verschleppingsver suche zurück. Von den 5 anwesenden Ministern, Freiherrn v. Rheinbaben, Freiherr v. Hammerstein, Dr. Schönstedt, Dr. Studt und v. Podbielski, treten die erstgenannten drei mit großer Entschiedenheit für die Vorlage ein. Abg. Trä: ger von der Freisinnigen Volkspartei stellt sich auf den Standpunkt Noerens und v. Dziembowskis, seine Rede erntet in den Reihen der Bolen mehrfach stürmischen Beifall, und als er geendet, bringen ihm die Polen, die sich um ihn geschart haben, eine regelrechte Ovation dar.

Schiffe an sich riß. In der Stille arbeiten die englischen In­genieure an der Verbesserung der Technik, um das blaue Band des Ozeans zu erringen, aber sie haben es auch in jüngster Zeit nicht verhüten können, daß die deutsche Reederei mit einem neueren Schiff den Schnelligkeitsrekord geschlagen hat. In dieser Tatsache zeigt sich, wie recht seinerzeit Joe Chamberlain hatte, der gewiß nicht zu unseren Bewunderern zählt, als er in der rein theoretischen und wissenschaftlichen Ueberlegenheit des Deutschtums den Grund für unsere un­aufhaltsamen Fortschritte erblickte. Unsere Leistungen sind tatsächliche Kulturerfolge, und es gibt daher dem Wettkampf der englischen Reederei einen Schein von Brutalität, wenn sie uns mit finanziellen Mitteln zu überflügeln sucht.

Das blaue Band des Ozeans. Während in Kiel die Segeljachten der internationalen Sportswelt um den Schnelligkeitsreford ringen, kämpfen auf dem Meere die deutschen Reedereigesellschaften mit englischen Linien um das gleiche Ziel, um das blaue Band des Dzeans ,,. Für die Engländer war es eine der unangenehmsten Ueberraschungen, daß der teutonische Vetter auf dem Kon­tinent bereits furz nach dem Eintritt in den Seeverkehr die Frachten durch die größere Schnelligkeit und den Personen­verkehr durch die arößere Behaalichkeit und Eleganz seiner

Der Kampf um die Passagiere wird von der englischen Tunardlinie durch Herabsetzung der Zwischendeckspreise mit der größten Erbitterung geführt. Hinter dieser Gesellschaft teht bekanntlich die Finanzkraft der englischen Nation, denn seit den Tagen der Vereinigung der Reedereigesellschaften durch Morgan genießt die unabhängig gebliebene Cunard­linie in überaus reichem Maße die finanzielle Unterstützung der englischen Regierung. Ursprünglich war sie ebenfalls mit Morgan vereinigt, und es war ihr hauptsächlich der sogenannte skandinavische Verkehr zugewiesen. Das Anwachsen einer selbständigen skandinavischen Flotte gab ihr aber, als die Verschmelzung der Schiffahrtsgesellschaften in großem Stile betrieben wurde, den willkommenen Anlaß, sich von dem Ver­trage mit Morgan zurückzuziehen. Sie engagierte noch einen der Morganschen Direktoren weg und nahm einen scharfen Tarifangriff gegen den Morganschen Dampfertrust vor. Die ganze Wucht des Stoßes aber richtete sich gegen die deutschen Meedereigesellschaften, denen sie insbesondere den zahlreichen österreichisch- ungarischen Verkehr durch Forzierung des Hafens von Fiume wegzunehmen suchte. Die ungarische Regierung fam ihr bei diesem Bestreben auf halbem Wege entgegen, indem sie der Gesellschaft jährlich 30 000 Auswanderer und für jeden Auswanderer einen Zuschuß von 100 Kronen ga rantierte. So fonnten natürlich die englischen Schiffe billige Passagierkosten berechnen, und Deutschland wäre mit der Zeit ganz erheblich geschädigt worden, wenn nicht die deut schen Reedereien den gegen sie geführten Schlag mit einem ebenso fräftigen Rückschlag beantwortet hätten. Anstatt sick untereinander zu befehden, vereinigten sie sich und benützten das durch die Schiffsverkäufe an Rußland gewonnene Kapital, um die in Fiume domizilierte österreichische Schiffahrts. iftiengesellschaft" sich anzugliedern. Deren Aktienkapital wurde auf 15 Millionen Kronen erhöht, von denen 5 Mil lionen von den deutschen Reedereigesellschaften übernommer verden. Die Gesellschaft bleibt in völlig selbständiger Form bestehen, nur die Auslandsagenturen werden in gemeinsam Negie genommen. Inzwischen hat die Cunardlinie die Zwischendeckspreise wiederum vermindert, und auch die deut schen Reedereigesellschaften sind ihr die Antwort hierau nicht schuldig geblieben. Da die englische Regierung es eigent lich ist, die diesen Kampf führt, so ist dieser geradezu ein nationale Frage und muß, wenn er in diesem Stile fort eführt werden sollte, zu weiteren Staatssubventionen führen Jedenfalls zeigt uns das brutale Vorgehen der englischer Schiffahrtspolitik das ferne Endziel, nämlich die vollständig Niederwerfung unserer deutschen Hande flotte, die ihr indel niemals gelingen wird, denn auch in Deutschland weiß man was er bedeutet, der Kampf um das blaue Bani des Ozeans.

Nab und form.

* Ein schwerer Automobilunfall hat sich bei Langen­chwalbach zugetragen. Als Prinz Moritz von Schaumburg. Rippe mit dem Kammerherrn von Specht eine Automobil­ahrt unternahm, fuhr der Chauffeur, der einem Hunde aus. veichen wollte, eine Telegraphenstange an. Diese schlug um mnd erschlug den Kammerherrn. Der Erbprinz und der Shauffeur wurden aus dem Wagen geschleudert, erlitten aber nur leichte Verlegungen.

+ Das seltene Fest der diamantenen Hochzeit feiern heute Dienstag) die Eheleute Heinrich Högel und Frau Henriette jeb. Paffrath zu Krefeld. Der Jubilar zählt 79 und dessen Battin 81 Jahre. Den alten Leuten, die sich der besten Ge­undheit erfreuen, werden zahlreiche Ehrungen erwiesen.

O Französischer Deutschenhaß. Während Théry, der fran­ösische Sieger im Gordon Bennett- Rennen auf deutschem Bo­sen, sich in feiner Weise über die Haltung des durch die Niederlage des deutschen Champions Jenazzy enttäuschten Bublifums beklagen konnte, haben die Pariser sich in einem ihnlichen Fall zu häßlichen Ausschreitungen hinreißen lassen. Bei einem großen Radrennen belegten zwei Deutsche, Mayer und Rütt, gegen den französischen Favoriten Jaquelin die ersten Plätze. Daraufhin ließ ein Teil der Zuschauer ihrem gefränften Patriotismus" die Zügel schießen und veran staltete eine lärmende Kundgebung gegen Mayer, dem sie auch Sand vor das Rad warfen.

A Das Defizit des Gordon Bennett- Rennens für den deutschen Automobilklub soll, wie aus Homburg v. d. H. ge meldet wird, ein ganz befrächtliches sein. Wie verlautet, merden die Garantiefondszeichner zur Deckung dieses Defi. zits mit der vollgezeichneten Summe einspringen müssen, in welchem Falle es noch sehr fraglich sein dürfte, ob die Unter. bilanz damit überhaupt gedeckt sein wird. Die Einnahmen, die die Veranstaltung des Gordon Bennett- Rennens gebracht hat, übersteigen kaum die Summe von 130 000 Mark, wäh rend die Ausgaben auf mehr als das Doppelte zu berechnen sind. Die Herrichtung der großen Tribüne auf der Saalburg hat allein 95 000 Mark gekostet. Andere Einnahmequellen, auf die man mit Sicherheit gerechnet hatte, sind leider aus. geblieben. So mußten die Einnahmen aus der Aufstellung der Rennwagen ausfallen, weil nur ein einziger Wagen auf dem grünen Rasen des Kurparks in Homburg aufgefahren var, und dem Automobil- Blumenkorso, für den eine Anzahl Preise gestiftet war, ist es nicht besser ergangen.

Mit der Regimentskasse verschwunden sind zwei Dra­joner Mulojarom und Riabow aus der Garnison Maryam­pol. Die Kasse enthielt 44 000 Rubel in bar und außerdem noch Wertpapiere im Betrage von 134 000 Rubeln. Der Re­gimentskommandeur vermutet, daß die Diebe über die Deutsche Grenze geflüchtet sind, und hat auf ihre Ergreifung ine olohnung von 500 Rubel setzen lassen.

A Das deutsche Deroy, das bei Hamburg auf dem Horner Moor gelaufen wurde, fiel dies Jahr wieder einem öster­reichischen Pferde zu. Graf L. Trauttmannsdorfs Con amore siegte gegen Bon marché und Neal Skotch.

Eine wichtige Entdeckung zum neuesten Berliner Lust­mord ist jetzt gemacht worden. Der bisher fehlende Korb, in bem der mutmaßliche Mörder der kleinen Lucie Berlin. der

Buhälter Berger, den Rumpf des unglücklichen Kindes nadi der Spree geschafft hatte, ist von einem Schiffer gefunder und jetzt dem Polizeipräsidium abgeliefert worden. Dii Riebetrut, die Geliebte des Berger, erkannte den Korb mil Sicherheit als den aus ihrem Zimmer, wo die Mordtat wahr scheinlich geschehen ist, von Berger entfernten wieder. Da anfänglich verhaftete Agent Lenz ist jetzt als gänzlich verdächtig entlassen worden.

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§ Der Konkurs der Scherrebeker Kreditbank. Wie Flensburg gemeldet wird, verurteilte die dortige Stra fammer den Vorsitzenden der Scherrebeker Kreditbank, Bast Jacobsen, und zwei Aufsichtsratsmitglieder der Kunstwe schule wegen Bergehungen gegen das Genossenschaftsgese ersteren zu zwei Monaten Gefängnis und 900 Mark Gel strafe, letztere zu je einem Monat Gefängnis und 600 Ma Geldstrafe.

Eine Kollektivforderung zum Duell ließen die Agrame Universitätshörer dem österreichischen Reichsratsabgeordnete Dr. Schalk zugehen. Sie fühlten sich durch eine von diesen in einer öffentlichen Versammlung getane Aeußerung be leidigt. Sie wollen, wenn der Abgeordnete die Forderun annimmt, aus ihrer Mitte, wahrscheinlich durch das Los seinen Gegner bestimmen.

Hus dem Gerichtsfaal.

§ Wegen Feigheit wurde vom Nürnberger Kriegsgeri ein Unteroffizier der Reserve zu sieben Tagen gelinden restes verurteilt. Er war vor einem Soldaten, der ihm dit Ehrenbezeugungen nicht erwiesen und dann mit dem Gabel auf ihn losgegangen war, davongelaufen, aus Furcht", wit die Anklage lautete, um die Wache zu holen. Der Unterofft zier hatte nur sein kurzes Infanterie- Seitengewehr al Waffe gehabt, der Soldat dagegen, ein Chevauleger, seinen langen Reitersäbel.

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§ Wegen Mißhandlung und vorschriftswidriger Behand lung Untergebener in drei Fällen und Beleidigung eines Untergebenen wurde der Hauptmann v. Abeken, Kompagnie chef im 12. Freiberger Jägerbataillon vom Kriegsgericht der 32. Division in Dresden zu insgesamt zwei Monaten Festungshaft verurteilt. Der Verurteilte ist ein Sohn des verstorbenen sächsischen Justizministers.

§ Freispruch einer Gattenmörderin. In Triest wurde Maria d'Amico, die in der Nacht vom 6. April ihren Man im Schlafe erschoß, vom Schwurgericht freigesprochen. De Ermordete war Hausbesorger und zugleich Schuster und mi handelte seine Frau und seine Kinder in schrecklichster Weise, infolgedessen sein elfjähriger Sohn gestorben sein soll. A jenem Abend war er vollständig betrunken und wollte un jittliche Handlungen verüben. In ihrer Verzweiflung wollt die Frau sich und ihr Töchterchen umbringen, schoß jedoc auf den Mann. Die Geschworenen erkannten sie einstimmi der Tat schuldig mit dem Rusaße der Sinnesverwirrung, wo rauf der Freispruch erfolgte.

Lokales.

28. Juni 1904.

* Die Beratung der Wahlrechtsvorlage im Plenum der Zwetten Kammer beginnt morgen Mittwoch, den 29. Juni. Man sieht den Debatten darüber in politi sen Kreisen mit großer Spannung entgegen und erwartet namentlich bezüglich der Wahlkreiseinteilung sehr lebhafte Auseinanderseßungen.

A Die Tagesordnung für die nächste Sigung der Stadtverordneten Versammlung am tommen den Donnerstag, den 30. Juni, nachmittags 4 Uhr, umfaßt folgende Punkte: 1. Mitteilungen.- 2. Gesuch der Gail'schen Dampfziegelei um Erlaubnis zur Erbauung eines Ringofens; hier: Dispens. 3. Baugesuch der Joh. Gg. Weber Erben für Neuen Bäue 18 und 20; hier: Dispens. 4. Gesuch des Karl Gessert dahier um Erlaubnis zur Anbringung eines Firmenschildes am Hause Bleichstraße 31.5. Gesuch der Firma Sack& Jughardt um Erlaubnis zur Anbringung eines Firmenschildes am Hause Südanlage 20.- 6. Her stellungen am Elektrizitätswerk und Anschaffungen für das selbe. 7. Beschaffung von Farbe zwecks Anstrichs ver schiedener Brückentonjiruftionen. 8. Bergebung von Stein mezarbeiten fürs alte Schloß. 9. Anlage einer Zapfftelle der Wasserleitung in der städt schen Kaserne. 10. Be schaffung von Wandtafeln für die Stadtmädchenschule. 11. Beschaffung von Bureauräumen für die germeisterei. 12. Befestigung des Viehmarkiplages. 13. Ausbau der Verbindungsstraße zwischen der Frankfurterstraße und dem Bahnübergang. 14. Errichtung eines Geräte

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schuppens für das Tiefbauamt und den Stadtgärtner. 15. Das Adreßbuch der Stadt Gießen. Ausbeutung eines Sandlagers im Stadtwald. Vertilgung der Obstschädlinge. 18. Ueberlassung einiger Beete im Pflanzgarten Lumpenmannsbrunnen an Forstwart Arft. 19. Vermietung eines Kellerraums im Schlachthaus an S. Klebe zur Fellaufbewahrung. 20. Sonntagsruhe im Handelsgewerbe. 21. Gesuch des Karl Vogt dahier um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Hause Brandp ag 13. 22. Desgleichen des W. Schneider für Walltorstraße 24. 23. Desgleichen des Ludwig Gräf für eine Kantine bei den Kliniksneubauten. 24 Des gleichen des Konrad Ruth für seinen Hof Klinifstraße 24. 25. Desgleichen des Heinrich Elges für seinen Garten Seltersweg 68. 26. Desgleichen des Heinrich Prieß um Erlaubnis zum Branntweinausschank im Hause Ebelstraße 2. > Gegen die hessische Wahlkreis einteilung In der am Sonntag zu Oppenheim stattgefundenen Brotestversammlung Rheinhessens gegen die Beschlüsse des Wahlausschusses bezüglich der neuen Wahlkreiseinteilung wurde folgende Resolution angenommen:

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§ Nach Rechtsanwalt S meifter in Fried fandidaten für d In legter über neue Eif auch am Sonn mörlen flattfi in der Umgegen tag verschoben m

Eine in Oppenheim zusammengetretene, aus allen Teilen der Provinz sehr zahlreich 6 suchte Versammlung theinhessischer Bürger hat Stellung genommen zu den Ar­beiten des Wahlgeschausschusses ud diese ihre Stellung in folgenden Säßen niedergelegt: Zunächst haben wir das fol gende prinzipiell zu erklären: Durch den Kompromiß der verschiedenen Parteien in einem Ausschusse kann eine der­

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