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mit der Invalidenversicherung. Die Verschmelzung ist eine Forderung, deren Berechtigung durch das innere Wesen der jeiden Versicherungszweige begründet wird. Die Er rankung ildet häufig genug die Einleitung zur Invalidität, schlecht nisgeheilte Erkrankungen führen am häufigsten eine frühe invalidität herbei. Die Invalidenversicherung hat daher das größte Interesse an einer möglichst vollkommenen Kranken­pflege. Als eines der wichtigsten Ausführungsorgane für bie verschmolzne Kranken- und Invalidenversicherung wird Die Schaffung lokaler Arbeiterversicherungsämter empfohlen nit der Aufgabe, alle lokalen Geschäfte der jetzigen Pranken­lasser., sowie die jetzt in den Händen der unteren Verwaltungs­jehörden liegenden vorbereitenden Arbeiten der Invaliden. > ersicherung zu übernehmen.

Der preußische Minister des Innern hat einen neuen Lotterie Grlaß an die nachgeordneten Behörden gerichtet. Nach diesem Erlaß muß auf jedem Los einer Gegenstands. lotterie in hervortretender Schrift der Vermerk stehen: Eine Auszahlung der Gewinne in Geld ist ausgeschlossen". Auch dürfen bei derartigen Lotterien fünftig nicht mehr aus. gesezt werden: bares Geld- unmittelbar oder mittelbar durch Zusicherung des Wertes der Gewinne- unbewegliche Begenstände, sowie Barren, Säulen, Würfel, Kugeln, Ta feln und andere Gegenstände von edlem Metall, bei denen der Wert der Bearbeitung nur nebensächlich ist und in keinem richtigen Verhältnis zu dem Metallwert steht.

Italien.

Mit dem französisch- vatikanischen Konflikt dürfte ein sehr bemerkenswerter Vorgang zusammenhängen, der aus Bologna berichtet wird. Der dortige Erzbischof Kardinal Svampa hat nämlich seine Teilnahme an dem Gala diner zu Ehren des Königs Victor Emanuel angekündigt. Svampa wird vorher den König bei dessen bevorstehender Ankunft in Bologna persönlich feierlich be­grüßen. Seit 1870 war das der erste Fall, daß ein rö­mischer Kardinal an einer Veranstaltung zu Ehren des Königs von Italien teilnimmt. Offenbar handelt Svampa im Auftrage des Papstes, der anscheinend durch Vermittlung des Königs den vatikanisch- französischen Konflikt beizulegen hofft. Bei dem Mittwochsempfange im Pariser Ministerium des Acußeren ist der päpstliche Nuntius, welcher diesen Empfängen sonst stets beiwohnte, diesmal übrigens nicht crschienen,

Balkan- Staaten.

Wunderliche Ausstreuungen leisten sich die russischen Deutschenfresser. Sie möchten der Welt weiß machen, Deutschland und Desterreich trieben am Balkan eine selbst. süchtige und hinterlistige Politik, und erklären, gegen diese Politik werde nicht nur Rußland und Italien, sondern auch die Balkanstaaten selbst sich zur Wehr setzen. Die russischen Panslavisten fabeln von einem Schutz- und Truzbündnis der Valfanstaaten und Italien gegen Deutschland und Dester­reich. Sie behaupten, der Abschluß eines Uebereinkom­mens zwischen der Türkei, Bulgarien, Serbien und Monte­negro bezüglich des Balkans und ein Kompromiß dieser Staaten mit Stalien stehe bevor. Die Türkei verpflichtet sich zur Einführung von Reformen in Macedonien und einem militärischen Aufgebot gegen einen eventuellen Vorstoß Desterreichs oder Deutschlands.(!) Mit Stalien sollen be­sondere Abmachungen bezüglich Albaniens getroffen werden.

Der Dynamitrummel in Mazedonien scheint wieder losgehen zu sollen: Die bulgarische Hafenpolizei in Varna hat dieser Tage zwei aus Sofia kommende Mazedonier und einen Griechen verhaftet, welche auf einem Schiffe in einem Butterfasse eine große Höllenmaschine über Griechenland nach Mazedonien schmuggeln wollten. Die Verhafteten gestanden, daß die Maschine für einen Mord= ansch I ag bestimmt gewesen sei. Auf wen der Mord­anschlag verübt werden sollte, wollten sie nicht sagen.

Alien.

A In den armenischen Bezirken Kleinasiens spukt wieder die armenische Bewegung. Unter den Armeniern im Sand­schak Musch soll große Beunruhigung herrschen, angeblich, weil da die Kurden und die türkischen Truppen gemeinsam gegen sie vorgehen und Ausschreitungen begehen. In Wirk­lichkeit werden die Ausschreitungen, wenn sie wirklich began­gen wurden, von den Armeniern provoziert worden sein.

Selbstverständlich ist der Zweck der ganzen Ausstreuung, deren Unsinnigkeit für jeden Kenner der politischen Verhalt­nisse in Europa auf der Hand liegt, lediglich der einer Ver­dächtigung der beiden deutschen Mächte. Daß die Peters­burger Panslavisten annehmen, mit so faustdicken Lügen Glauben zu finden, macht ihrer Naivetät alle Ehre. In Wirklichkeit it es un die Dinge auf dem Balkan ganz anders bestellt, als diese Tatarenmeldung glauben machen inöchte. Unser Berliner CB Mitarbeiter erfährt- ganz unabhängig von dieser Petersburger Schauermär- von maßgebender Seite, daß bei der Pacifizierung des Valfang Rußland und Desterreich gemeinsam und vollstän dig in gleichem Tritt vorgingen, während Deutschland alle diese Maßnahmen durch die Geliendmachung seines Ein­flusses auf den Sultan in Form von freundschaftlichen Nat­schlägen unterstützte. So fann man wohl sagen, namentlich nachdem sich auch aus den Debatten im österreichischen und ungarischen Abgeordnetenhause eine vollständige lleberein­stimmung der beiderseitigen Regierungen über die Balkan­politik ergeben hat, daß Rußland mit dem Drei­bund gemeinsam als Mandatar der Berliner Signatar­mächte die orientalische Frage ihrer Lösung entgegen geführt bat.

Der Wildhirt.

In Tibet steht ein neues großes Gefecht unmittelbar bevor: Die europäischen Truppen und Geschütze, die dem Obersten Younghusband zu Hilfe gesandt worden sind, wur­den gestern in Gyangtse erwartet. Dann sollte das tibe­tanische Fort alsbald angegriffen werden. Das weitere Vorrücken der Expedition nach Chassa soll jedoch erst erfolgen, wenn fernere Verstärkungen eingetroffen sind. Dann wird ein großes Gefecht erwartet.

Hof und Gesellschaft.

Der Kaiser wohnt heute( Freitag) zugleich mit dem Prinzen Heinrich dem Stapellauf des neuen Linien­schiffes M" in Danzig bei. Abends findet im Offizierkorps der Leibhusarenbrigade in Langfuhr ein Abendessen statt, an dem der Kaiser und Prinz Heinrich teilnehmen. Während seines Aufenthaltes in Pröfelwit unternahm der Kaiser in Gesellschaft des Fürsten zu Dohna mehrere Jagdausflüge, auf denen er einige Rehböcke zur Strecke brachte.

Eine oberhessische Dorfgeschichte von J. Becker. ( Fortsetzung) ( Nachdruck verboten.) Dieser schien jedoch gar nicht daran zu denken, Feindschaft zur Schau zu tragen. Er setzte sich mit der zufriedensten und harmlosesten Miene von der Welt auf die Wirtsbant, schlug das eine Bein über das andere und stützte den Ellenbogen darauf, um auf diese Weise seine kurze Tonpfeife, die er in der Hand des gestützten Armes hielt, zu rauchen. Dabei tat er so als wolle er nur den Zuhörer der am Nebentische geführten Unterhaltung abgeben, ohne selbst eine Meinung zu äußern.

*** Der deutsche Kronprinz hielt gestern auf dem Ringe in Dels eine Parade über sämtliche Vereine des Kreisfriegerverbandes Dels ab. Bis zum 28. d. Mts. weilt der Kronprinz in seinem neuerbauten Jagdschloß Elguth bei Dels.

Nab und Fern.

Prinz Heinrich von Preußen als Samarner. Wie aus Ludwigslust gemeldet wird, piatte an einer der beiden Lofo­motiven des von Hamburg nach Berlin fahrendes Schnell­zuges, in dem sich auch Prinz Heinrich befand ein Bentil, wodurch der Lokomotivführer und der Heizer sehr schwer berbrüht wurden. Prinz Heinrich ließ die Verlegten sofort in seinen Salonwagen schaffen, wo ihnen anvejende Aerzte einen Verband anlegten. Auf der Station Vreddich vur­den unter der Leitung des Prinzen die Verwundeten aus dem Waggon gehoben und auf einer Tragbahre fortgeschafft.

Na, Tiophel," richtete endlich einer der Gäste an ihn die Frage, biste nun mit der Wildhute zu Ende?" " Für dies Jahr is vorbei," versetzte er,- ,, und m'r sein für dies Neis' mit hetler Haut d'rvon fomnien."

,, Wieso mit heiler Haut?"

" Der neue Herr Forstlaufer da wollt mich doch mit Haut und Haar'n auffressen."

Wenngleich Tiophel diese Nede auch mit lächelnder Brimasse begleitete, sodaß sie als Scherz gelten sollte, so war doch Jeder betroffen davon, denn man fühlte eben, daß auch zugleich ein herausfordernder Spott in diesen Worten lag.

O Verheerende Unwetter in Italien. Venetien und Piemont wurden von furchtbaren Gewittern und Stürmen heimgesucht, die mehrere Menschenleben vernichteten und viele Häuser zerstörten. In einzelnen Gegenden sind die Feldfrüchte durch Hagel schwer mitgenommen worden. Vei Vicenza fielen Hagelförner in der Größe von Kinderbällen. Ein Korn, das gefunden wurde, hatte das respektable Ge­wicht von 900 Gramm.

Wagner sah herüber. Wer sagt Euch denn, daß ich Euch hätt auffressen wollen?" fragte er.

,, Nichts für ungut, Herr Wagner, aber Ihr habi mir ganz verdammt aufgepaßt, weil Ihr g'glaubt habt, ich tät unerlaubte Sach' treiben."

Na, so ganz rein d'rvon werdet Ihr nit sein.".

Bergwerkskatastrophe in Amerika. Der alte Feind der Bergleute, die schlagenden Wetter, haben schon wieder ein ent. setzliches Unglück herbeigeführt. In einem Schacht bei Williamstown( Pennsylvanien) wurden fünfzig Bergarbeiter durch schlagende Wetter verschüttet. Sieben Leichen wurden bisher geborgen.

Auch in Deutschland war ein schweres Grubenunglück zu beklagen. Wie aus Goilik gemeldet wird, wurden auf dem Braunkohlenbergwerke Anna" zwei Bergleute durch herabstürzende Kohlenmassen getötet.

von drei Häuſergevierten, wurde zerstört. Unter den störten Gebäuden sind das Rathaus, das Gerichts- und Postgebände, sowie alle Banken, Geschäftshäuser und tungsdruckereien.

Im ehemaligen Regierungsgebände zu Kassel, in den i jetzt zahlreiche städtische Bureaus befinden, brach Grovje aus. Das Gebäude brannte bis zum ersten Stock volimani aus, viele Aften wurden vernichtet. Ein Feuerwehrmann et litt Verletzungen. § Die Großmutter ermordet. In Metz wurde der 21fit rige Schlosser Blaise wegen Raubmordes an seiner Gri mutter zum Tode verurteilt. Der jugendliche Mörder be kannte sich schuldig..

Nach 28 Jahren Zuchthaus begnadigt. Der Kaiser be­gnadigte den Landmann Hansen aus Twedter Holz in An geln, der 1875 wegen Gattenmordes er hatte seine Frau. vergiftet zum Tode verurteilt worden war, aber im Gnadenwege lebenslängliche Zuchthausstrafe erhielt. Han sen büßte im Rendsburger Zuchthaus seit reichlich 28 Jahren; am Pfingstfest verließ er nach tadelloser Führung den Kerfer..

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zu gleicher Zeit stand in Korneuburg der 18jährig Matthias Franner wegen Ermordung seiner Großmutter der 80jährigen Rosina Karl, vor den Geschworenen. Thi die Frage, welchen Beruf er habe, antwortete der Angeklagte frech: Tagdieberei. Er bekannte sich dann schuldig und er zählte, die Großmutter habe ihn mit der Hacke erschlagen wollen. Da habe er mit einer Schere auf sie losgehauen, ,, bis sie nicht mehr zappelte". Es habe eine Stunde dauert, er wollte, daß sie ganz tot ist und nicht so viel leide". Die Geschworenen sprachen den Angeklagten cin stimmig des Mordes schuldig, worauf ihn der Gerichtshof zu fünfzehn Jahren schweren Sterkers verurteilte.

Eine Riesenfenersbrunst wütete in Yazoo City im Staat Mississippi. Der ganze südlich des Flusses Yazoo gelegen Teil der Stadt, in einer Länge von zwölf und einer Breite

Ihr müßt mich aber doch erst erwischen, wenn ich was g'macht hab'."

" Freilich! Aber wenn ich Euch erwische, kommt Ihr nit los, dann halt ich Euch fest, verlaßt Euch d'rauf'!"

' S is Alles bloß Leutg'schwät! Ich hab' noch nie was g'tan, das verboten wär."

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Bunte Chronik. Der des Giftmordes an seiner Frau ber dächtige deutsche Arzt Dr. Braunstein wurde von den ita lienischen Behören nach München ausgeliefert.

Das is ja um so besser für Euch! Uebrigens geht das mich nichts an, wenn Ihr' n ordentlicher Kerl seid; ich hab's bloß mit Euch zu tun, wenn Ihr was macht, wo ich kraft meines Amtes drauf Acht zu geben habe.

-In Düsseldorf wurde der Gutsbesizer Roßkotten und ein Schwiegersohn aus dem Wagen geschleudert, da die Pferde vor der elektrischen Straßenbahn scheuten und durch­gingen. Beide Verunglückten starben.

Tiophel verstand die Zurechtweisung und sagte nichts mehr. Aber man sah es ihm an, daß er sich ärgerte. Die Stimmung war unbehaglich geworden.

Der Burkhennersch machte dem nun ein Ende. Er erhob sich, um nach heim zu gehen, wozu es auch Zeit war, denn es dunkelte bereits draußen.

In Bergabored( Rhld.) machten mehrere halbwüchsige Burschen einen Ueberfall auf einen Postwagen und verletzten den Postillon, den sie knebelten, schwer. Dazukommende Bassanten verhafteten die Räuber.

Hus Sachfens Residenz. ( Von unserer Spezial- Korrespondentin.) Dresden, 26. Mai.

Denkt man an Dresden, so denkt man an seine schöne Um gebung, an seine Villenstraßen, an die Galerien, an die Schlösser, an seine Kunst. Die Stadt lebt einem im Gedächt­nis, so wie ihr Ruf sie vor uns hinstellt, gleich einer Rokoko­dame. Dresden ist aber räumlich wohl mit die größte Stadt Deutschlands; mit seinen Vorstädten umfaßt es ein riesiges real, und darin lebt cine Unmenge von Menschen, die sich in Strömen in die Straßen ergießen, die in elektrischen Bahnen durch die Stadt fahren. Trotz der Ausdehnung drängt sich das darin pulsierende Leben auf ein verhältnismäßig fleines Gebiet zusammen. Wenn ich hier Leben" schreibe, so ist damit das großstädtisch elegante Treiben gemeint. Der Brennpunkt ist die See- und Pragerſtraße, der Altmarkt, die Wilsdruffer­die König Johannstraße und der Große Garten". Die Dresdener selbst sind eigentlich noch ein wenig fleinstädtisch. Sie würden kaum allein vermögen, ihrer Residenz den großen Zug einer modernen Stadt zu verleihen. Die dort angesiedel ten Ausländer, Engländer, Amerikaner und Russen, geben ihr das Gepräge. Sie bestimmen wohl zumeist auch das Aussehen der Geschäfte. Die schönsten Läden und Auslagen befinden sich in der See- und Pragerſtraße. Wer Weltstädte, wie Paris, London und Berlin fennt, muß die Geschäfte als klein be eichnen. Aber sie wirken doch äußerst geschmackvoll, vornehm nd elegant.

" Ich geh' mit bis an's Wolfsloch," sagte Wagner, wobei er ebenfalls aufstand, seine Flinte umhing und nach einem Guten Abend" hinausging, um draußen zu warten, bis sich der Hannhenner vom Elschen ver­abschiedet. Dann schritten Beide, gemütlich plaudernd, dem Walde zu.

Auch die andern Gäste, welche noch in der Wirts­stube saßen, begaben sich alsbald zum Abendessen. Da das Elschen nun gerade allein bei Tiophel in der Wirtsstube war, richtete er bie Frage an es:

" Freiste da den Burkhennersch Jung gern, Elsche?" " Warum fragste d'enach?"

" Weil ich mir nit denken könnt, daß Du den Hangcurt jemals vergessen könnt'st."

Damit hatte der Wildhirte eine Saite bei dem Mädchen berührt, die heftia nachzitterte. Es würde,

Zwei Arten von Geschäften hai Dresden, die besonders ins Auge fallen. Es sind feine Wäschegeschäfte und Delikates vareníaden. In den Fenstern der Wäschegeschäfte kann man äschestücke und Tafeltücher mit den feinsten Handstickereien und Durchbrucharbeiten bewundern. So zart und duftig glaubt man die intimen Toilettenstücke sonst kaum zu sehen! Negligées und Nachtgewänder, Strümpfe und moderne Batist Unterblusen in feinster Ausführung. Die Delikateswaren geschäfte haben sehr große Schaufenster und sind so lockend de foriert, daß man am liebsten sogleich hineintreten möchte, um recht viel von den Besonderheiten zu erstehen. Gar bald werden die heimischen gärtnerischen Erzeugnisse in Hülle und Fülle feilgeboten: der Lößnitzer Spargel liegt bereits zur Schali, und nach den Lößnizer Walderdbeeren ist starke Nach frage. Die sind aber noch weit von ihrer Burpurröte ent fernt; noch stehen sie in ihrem Unschuldskleide da, und die berühmten Pfirsiche haben auch soeben erst Früchte angesest. Jedenfalls erzählen die Läden, daß in der Kunststadt der Magen, vielmehr noch der Gaumen auch nicht zu kurz kommt.

hätte er über etwas Anderes gesprochen, ihn nur mit furzen Worten abgefertigt haben, so er aber vom Hang curt sprach, waren selbst seine Reden von hohem Inter esse für das Mädchen.

Was kann mich's denn batten! Ich kann doch den Hangcurt nun nit mehr kriegen," antwortete es traurig.

Weißte denn ganz g'wiß, ob er nit wieder' caus fommt?"

Der kommt nit wieder, Tiophel, und daß er nit kommt, daran bist Du ganz allein schuld!" " Ich?"

" Wer denn anders? Hast Du ihn nit verführt zum Wildern, zum Fruchtstehlen-"

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Wer will's beweisen!" fuhr Tiophel auf. Dernt­wegen konni'st Du den Hangeurt schon nehmen; wenn's was gab, ich hätt' Alles auf mich genommen und ich hätt' auch gewußt, daß der Hangcurt mich d'rnach nit stecken gelassen hätt', denn so gut wie er gibt's kein mehr weit und breit."

Das war auch Elschen's Meinung, und wer ihm so vom Hangeurt sprach, wie der Tiophel, der hatte es ohne Weiteres gut bei ihm stehen.

" Ja, gut war er, der Beste weit und breit," wieder­holte es, indem es das Gesicht in beide Hände barg, in die es still hineinweinte.

" Wie würd's denn sein, wenn er eines Tages ' rauskäm und Du hätt'st' n Andern zum Mann?" " O, Tiophel, schweig still, sonst zerbrichst's m't das Herz! Wer weiß denn, ob er noch lebt!" Warum sollt er schon gestorben sein? Ich seh Guch noch Beide, als ihe damals unten auf der Hute das Tanzen lerntet, Du und der Hangcurt.' s war kein schön'ces Bärchen!"

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( Forts. folgt).

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