Ausgabe 
27.2.1904 Zweites Blatt
 
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Mr. 9.

Fräulein v. Derendorf, die ihr Beide kennen werdet, ist

geneigt, mir ihre Sand zu reichen.

Durchlaucht billigt und

arderaitand

1904.

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H.RUFFARTH

Seifenblasen

Wöchentliche Beilage für die Abonnenten der Gießener Neuesten Nachrichten".

Galante Variation.

,, Du bist wie eine Blume," Hat Heine einst gesagt; Was Aehnliches zu singen Hab ich mich oft geplagt.

Doch nun ist es gelungen, Jetzt hat die Seele Ruh: ,, Nicht Du bist wie die Blumen, Die Blumen sind wie Du!"

Galant. Sie:

Haben Sie schon einmal einen Sonnenaufgang gesehen, Herr Leutnant?"

Gr: Ja, meine Gnädige, als ich Sie kennen lernte!"

zu beseitigen sind. Die Aufforderung zur Beseitigung der vorgefundenen Mängel ist nach Beendigung des Wiesenganges ungesäumt durch den Bürgermeister orts­üblich bekannt zu machen.

Das Protokoll über den Wiesengang ist von allen Beteiligten zu unterzeichnen. War ein Mitglied des Wiesenborstandes an der Teilnahme verhindert, so ist dies am Schlusse des Prokokolls zu bemerken.

Sollte der Wiesenvorstand nicht mehr vollzählig sein, so wollen Sie uns nach Anhörung des Gemeinde­

rats als bald besondere Vorlage machen.

In den nachstehend verzeichneten Gemeinden wird ein Beamter der Großh. Kultur- Inspektion Gießen, ge­mäß Art. 4, Absatz 2 der Wiesenpolizeiordnung an dem Wiesengang teilnehmen. Der Tag und die Zeit des Beginnes des Wiesenganges sind bei jeder Gemeinde besonders bemerkt. Die Zusammenkunft findet jeweils auf dem Amtszimmer des Bürgermeisters statt.

1. Beltershain am 8. März 9 Uhr vormittags 2. Stangencod

3. Rödgen

4. Annerod

5. Garbenteich

6. Bersrod

7. Harbach

8. Hodheim

9. Steinheim

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nachmittags Sie wollen ferner veranlassen, daß gleichzeitig mit dem Wiesengang die durch Statut borge­schriebene Lokalschau des Vorstandes der in Ihrer Gemeinde bestehenden Wassergenossenschaften Die Genossenschaftsvorstände borgenommen wird.

haben hierbei insbesondere ihr Augenmerk darauf zu richten, ob sich die genossenschaftlichen Anlagen in gutem Zustande befinden und ob etwa Unterhaltungs­oder Verbesserungsvorschläge zu machen sind. In Ihrem Begleitbericht zum Wiesengangsprotokoll ist anzugeben, ob die Lokalschau der Wassergenossen­

schaften, wie angeordnet, stattgefunden hat.

J. V.: Dr. Kranzbühler.

( Nachdrud verboten.)

Itseing.

Der Gate( Mac) vem Der Blick in die Zukunft. Begräbnis seiner Frau zu den kondolierenden Bekannten): Jawohl! Eine prächtige Frau war sie! Wer weiß, wann ich wieder so eine bekomme!"

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frieden über die bisherige Wahrung der ceuranta. einzelnen Provinzen regt sich bereits die offene Rebellion, die mit Japan liebäugelt. Da ein großer Teil der chinesischen Machthaber und Generale sich auch für einen Anschluß an Japan aussprechen, so hat die chinesische Regierung einen schweren Stand und wird kaum auf die Dauer ihre Neutra. lität bewahren können. Aus Peking wird über diese Ange. legenheit berichtet:

Die Generale Ma und Tschi wollen angeblich beim Kaiser Widerspruch gegen die Neutralität Chinas erheben. Der japanische Gesandte in Peking drängt China zu einem entscheidenden Schritte. Offenbar von ihm beeinflußt, haben Yuanschifai und andere Staatsmänner der Regie­rung eine Denkschrift überreicht, worin sie auf der Not­wendigkeit eines Schuß- und Truzbündnisses Chinas mit Japan bestehen. Japan verspreche, wenn es Koarea er. halte, die Mandschurei nicht anzurühren und keine Schritte gegen das chinesische Kaiserhaus zu unternehmen.

Sollte es dem großen Einfluß Yuanschikais und seiner Hintermänner gelingen, diesen Plan durchzusetzen, dann wäre der Weltkrieg unvermeidlich, denn in China laufen die euro­päischen Interessenfäden in dichtem Knäuel zusammen.

Ueber neue Operationen liegt nichts Bemerkenswerted bor. Dagegen äußern sich jetzt auch amtliche japanische Dar. stellungen über

die lekten Vorgänge vor Port Arthur. Danach waren es fünf japanische Kauffahrteischiffe, die dazu bestimmt waren, den Hafeneingang zu sperren. Sie hatten eine Größe von 1000 bis 2000 Tonnen und waren zur Täuschung des Feindes mit einem kriegsschiffähnlichen Anstrich versehen. Wie Admiral Kammimura berichtet, wur. den sie von ihren Besatzungen selbst versenkt. Doch mußten sich die japanischen Flottenführer später davon überzeugen, daß das Versenken der Brander von keinem namhaften Er­folg gewesen, mit anderen Worten die Hafeneinfahrt unver­sperrt sei. Sämtliche Besagungsmannschaften, ebenso wie die Torpedoboots flottille seien unversehrt geblieben. Zum Schluß macht Admiral Kammimura noch die Mitteilung, daß das japanische Kreuzergeschwader einen russischen Tor­pedobootsjäger vernichtet habe.

Die Politik.

Eine interessante Uebersicht bietet eine soeben erschienene Statistik aus der Reichspostverwaltung, der wir einzelne

13. Jahrgang.

ionspreis: Die einfpaltige Petitzelle für ganz O

> te Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. fonft 15% Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg.

Postzeitungsliste No. 3269.

on und Expedition: Gießen, Seltersweg 88 Fernsprechanschluk Nr. 362.

ichten

eßener Zeitung)

Gießen und Umgebung. Behörden von Oberhessen.

ehmen. Die Zahl der Beamten der Reichs- Post­aphenverwaltung ist zu Anfang des Jahres 1904 eniger als 217 716 Personen angewachsen. Gegen r bedeutet dies eine Vermehrung um 7810 Köpfe. enstellen sind im letzten Jahre um etwa 2400, die beamten um 2700 vermehrt worden. Bei den ' n und nicht mit Postanstalten vereinigten Tele­tern und Stadtfernsprechämtern werden 20 397 eschäftigt, und zwar im Telegraphendienst 9987, rechdienst 10 410. Der Jernsprecher nimmt also mehr Kräfte für sich allein in Anspruch, als der

ingst angekündigte Gründung des Reichsverbandes Sozialdemokratie ist jetzt erfolgt. Aus den Sta­Verbandes, der seinen Siz in Berlin hat und das jsgebiet umfaßt, heben wir folgendes hervor: Der ill die Sozialdemokratie als politische Macht be­nd hierzu alle Gegner der Umsturzpartei zu ver jen; er kennt feinen Unterschied der Parteistellung. verband verfolgt lediglich politische und nationale will der Vaterlandslosigkeit und republikanischen der Sozialdemokratie entgegentreten und wird en, auf die Wahlen im nationalen Sinne einzu­r will die arbeitende Bevölkerung durch Wort und rüber aufklären, daß die Sozialdemokratie nur je Zwecke verfolgt, um ihre politischen Führer zur zu bringen, und daß sie die angebliche Interessen­der Arbeiter in dem Streben nach politischer Macht e. Sobald als möglich sollen provinzielle Landes­eschaffen werden. Der Jahresbeitrag ist auf min­Mark, für forporative Mitglieder auf mindestens emessen. Der Verband soll erst dann wirklich ins en, wenn sein Bestehen durch eine entsprechende zahl und ihre finanzielle Unterstützung auf Jahre ichert ist.

er den Inhalt des deutsch- italienischen Handels­wie er zwischen den Unterhändlern beider Staaten bereinbart ist, wissen italienische Blätter zu be­B Deutschland Italien zwar einige Zugeständ f die Zollsäge bei Früchten und Gemüse machen jegen feine 3ollfreiheit für Getreide und ichterungen für Wein gewähren wolle. Die Mel­t feineswegs glaubwürdig. Uebrigens rechnet man ischen Regierungskreisen mit dem Abschluß der rtragsverhandlungen bis zum 15. März.

Hannover kommt die Meldung, daß die Re­Brezung beabsichtige, in der Residenz an der Leine eine Polizei- Akademie zu schaffen. In dieser Akademie sollen Be amte aus dem ganzen Reiche für den Dienst als Polizei. fommissare und Polizeioffiziere vorbereitet werden.

England.

Der neue Generalinspekteur der britischen Armee, Her­zog von Connaught, hat jetzt seine Ansichten über die britische Heeresreform näher dargelegt. Er meint, für den Aus­landsdienst genüge eine Freiwilligenarmee. Was die heimische Armee angehe, so schwebe ihm eine auf dem Prinzip der allgemeinen Wehrpflicht be­ruhende Defensivarmee ohne sehr lange Dienstzeit vor, die hinreichend und vollständig geschult sein müsse. Aus dieser fönnten dann Freiwillige für den auswärtigen Dienst auf­gerufen werden, die am Ende ihrer Dienstzeit eine Bension zu erwarten hätten. Es wird wohl noch eine Zeitlang dauern, ehe sich die Engländer zu der ihnen ganz und gar nicht will­tommenen allgemeinen Wehrpflicht bequemen.

* Auch wenn die britische Regierung nicht am Tage des Kriegsbeginns in Ostasien einen groben Schriftwechsel mit Rußland wegen Tibets veröffentlicht hätte, war es doch für jeden Kenner britischer Politik klar, daß das Inselreich die russische Verwickelung mit Japan benußen würde, um in Tibet Rußland den Weg zu verlegen. Wie jetzt aus London berichtet wird, ist England entschlossen, falls Tibet nicht eine antirussische und zugleich englandfreundliche Haltung an­nehme, gegen Tibet militärisch vorzugehen. Den Russen wird das ja höchst ungelegen kommen. Ob aber nicht julegt England die Zeche zahlen muß, ist die Frage. Oesterreich- Ungarn.

Trog aller Heimlichkeit ist es dochy ans Tageslicht ge tommen: Sesterreich- Ungarn macht mobil mit Rücksicht auf ein etwa nötiges bewaffnetes Eingreifen auf dem Balkan. Außer der Mobilisierung des gesamten stehenden Heeres wird sogar diejenige des Landsturms 1. Aufgebots vorbereitet. Zugleich steht eine Neubesetzung der Kommandostellen bevor: 20 bis 25 Generale sollen verabschiedet werden. Es erhielten bereits einige Generale, die die vierzigjährige Dienstzeit überschritten hatten, die Aufforderung, ihr Gesuch um Pen­sionierung einzubringen. Wie in diplomatischen Kreisen ver­lautet, hat Desterreich bei den Großmächten angefragt, wie sie sich zu einer etwaigen, durch den Berliner Vertrag der Wiener Regierung zugestandenen Befegung des Sandschaks Nomibasar verhalten würden. Hoffentlich gestalten sich die Verhältnisse so, daß ein Eingreifen Osterreichs auf dem Bal­fan überflüssig wird.

weiler in meinen Augen gilt, ich fannte ihn schon in meiner als wir noch im Hause des Hofmetachrieben. Ich will dir nur beweisen, wie wenig Ottokar v. Weis.

wohnten.

eines anglo- chinesischen Geheim polizisten. Aus den Erinnerungen ( Nachdruckt verboten.)

Der Bund der 10000 Hoffnungen.

großer

Gile

311 sein und etwas Wichtiges vorzuhaben.

AIZ

stehen, Ich wandte mich um und erhaschte mit dem Blick einen an­er ungefähr dreißig Meter von mir entfernt war, blieb er fans, gite etwas unter seiner Bluse, und da er es nicht über den Damm und verschwand in einer Allee. Luse, der in das Haus schlüpfte.