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PETER GEH

llustrirte Monatsberichte über die

Die Entwicklung der Schiffsbau­kunft für die Dandelsmarine Von Gustav Fenkohl.

Mit drei Abbildungen nach Aquarellen und einer Federzeichnung des Verfassers.

Der Zweck der nachstehenden Ausführungen soll sein, den Lesern Aufschluß darüber zu geben, was für

Sandel

Monat Januar 1904.

Teuesten Erfindungen u.Entdeckungen

sie für den modernen Schiffbau einen überwundenen Standpunkt darstellt.

Die kleinste Art des zur Beförderung von Frachten dienenden Seeschiffs ist der sogenannte" Ever"( Fig. 1). Aus Holz, seltener aus Eisen gebaut und in der Regel nur mit einem Pfahlmast versehen, erscheint es uns fast als ein ungeheures Wagnis, sich damit auf die offene See hinauszubegeben. Der Schein trügt auch hier. Mit seiner aus 2-3 Köpfen bestehenden Be­sayung trotzt diese Gattung von Schiffen wacker den

Fünfmester Potosi Haniburg.

Arten von Schiffen sich in dem Begriff Seeschiff" vereinigen. Wie schon der Ausdruck besagt, handelt es sich hierbei nur um Fahrzeuge, welche vermöge ihrer Beschaffenheit im stande sind, den Unbilden des großen Meeres zu trogen. Es liegt in der Natur der Sache, hier eine strenge Scheidung zwischen Segler und Dampfer eintreten zu lassen, denn obgleich wir beide Betriebsmittel mitunter auf einem Schiffe vereinigt sinden, so gehört diese Gattung von Fahrzeugen den= noch nicht in den Rahmen unserer Betrachtungen, da

Fig. 3. Fünfmafter potofi.

in den Raum der großen Ozeanriesen hineinverlegt denken, so reichte sie vielleicht taum aus, dort einen be­scheidenen Winkel zu füllen. Aber auch für ihn finden sich Liebhaber in der Handelswelt, denn bei seinen Frachten spielt weniger die Schnelligkeit der Beförde= rung als ihre Billigkeit eine Rolle, zumal die Unter­haltungskosten nur gering sind. Gestatten günstige Winde einen häufigen Wechsel der Frachten, so ist der Eigentümer wohl zufrieden.

Die nächste Stufe der Seefahrzeuge ist schon sehr

Stürmen des Mittelländischen Meeres sowie der Ost-| mannigfaltig und umfaßt den kleinen Segler mit zwei und Nordsee, und es muß schon sehr hart kommen, wenn ein Ever unter der Küste oder in einem Nothafen Schutz sucht. Nicht selten beherbergt dieses Schiffchen auch die Familie des Kapitäns, welcher meistens der Eigentümer desselben ist, und nicht zuletzt wird hier die Stätte zu suchen sein, wo harte Arbeit den Men­schen zum Glücke erzieht. Große Leistungsfähigkeit darf man von einem solchen Fahrzeug allerdings nicht erwarten, denn würde man sich seine ganze Ladung

sationsaufgaben bei unserer Versicherungsgesetzgebung be­lastet, die im Interesse einer technischen Vervollkommnung und einer ökonomischen Ersparnis unter eine Centralver­waltung gestellt werden sollen. Diese Reorganisation wird dann endlich auch eine seit langem schwebende Frage, die Ausdehnung der Zwangsversicherung auf die Heimarbeiter, lösen.

Der Herero- Hufftand.

Keine Bestätigung der gestrigen englischen Sensations­meldung, dafür bessere Nachrichten aus dem Hererogebiet! Das ist das erfreuliche Facit der heute vorliegenden Mel­bungen. Beim Kolonialamt ist folgende Depesche vom Kom­mandanten des Habicht", Korvettenkapitän Gu de will, ringegangen:

Nach neueren Nachrichten aus Otjimbingwe sind die Bastarde treu, am Ort 35 Gewehre, Kronwitter er­schlagen. Es ist sichere Nachricht aus Okahandja, daß Leutnant v. Zülow sich auf Wochen halten kann. Ein Versuch, mit Karibib Verbindung zu erhalten, ist wegen der Zerstörung der Bahn bei Waldau vereitelt. Es ist nachgewiesen, daß 16 Menschen ermordet sind und 70 vermißt werden. Die Reparaturen der Bahn bei Khan werden mindestens noch 4 Tage dauern, ich hoffe dann die Bahnverbindung mit Karibib freihalten zu können. Die Arbeit an der Bahn hinter Karibib ist borläufig eingestellt. Ich treffe Vorbereitungen, um von dort aus zu Fuß vorzustoßen.

So schmerzlich die Nachricht von dem Tode der sechzehn Deutschen und dem Verschollenſein von siebzig anderen ist,

ev

Masten bis hinauf zum Fünfmaster. Jahrelange Er­fahrung sowie der Fortschritt der Schiffbaukunst haben hier Formen geschaffen, deren Einzelheiten und Unter­scheidungen nur dem geübten Fachmann geläufig sind. Im großen und ganzen besitzt jedes seefahrende Land im Schiffbau seine Eigentümlichkeiten, die sich ent= weder auf die Takelung oder auf die Bauart des Schiffes beziehen. Die gebräuchlichsten Schiffstypen gibt unsere Tabelle( Fig. 2) wieder. Ist die kleinste

das in einen russia- japanen solley yitmytzugen zu wer den fürchtet, hat sich an die Gesandten Frankreichs, Englands und Amerikas in Pefing gewandt und sie um die Ueber­nahme der Vermittlerrolle gebeten. Die Gesandten haben indessen die Chinesen über die Unmöglichkeit aufgeklärt, zwei Mächten eine Vermittelung anzubieten, die keine von beiden offen gewünscht und die eine bereits als un annehm bar bezeichnet habe. Die Anregung, die übrigen Mächte zu einer Vermittelung aufzufordern, ist übrigens von dem russischen Gesandten ausgegangen. Wenn es zum Kriege kommt, dürfte den Japanern am Ende doch klar werden, daß ihre Kriegslust vom Uebel war.

Die Politik.

In parlamentarischen Kreisen gehen Gerüchte um, die Stellung des preußischen Ministers des Innern, Freiherrn v. Hammerstein, sei erschüttert. Als Grund wird ange­führt, der Kaiser habe an einer gelegentlichen Aeußerung des Ministers persönlich Anstoß genommen. Als Nach­folger des Freiherrn v. Hammerstein wird der Vizepräsident des Herrenhauses, Freiherr v. Manteuffel, genannt.

Der neue Erzbischof von Köln, Kardinal Fischer, ist am gestrigen Kaisergeburtstage aus besonderem Vertrauen als lebenslängliches Mitglied ins preußische Herrenhaus berufen worden. Außer ihm widerfuhr die gleiche Ehrung den Herren Generaloberst v. Wittich, Admi­ral Hollmann, Professor Hingpeter, Generalsuperintendent D. Faber, Bankier Meßler- Frankfurt a. M.

+ Ueber die Verleihung des Professortitels an die Ober­lehrer ist in Preußen ein neuer Ministerialerlaß ergangen. Danach sollen für die Reihenfolge, in der die Oberlehrer der höheren Lehranstalten zur Verleihung des Professortitels

13. Jahrgang.

einspaltige Petitzeile für ganz Ober und Marburg 10 Pfg. fonft 15 f le Petitzeile 30 refp. 40 Pfg.

tungsliste No. 3269.

ion: Gießen, Seltersweg 88. echanschluß Nr. 362.

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It und Umgebung. on Oberhessen.

y poigence Grundlage bevonujet rlehrer dienst alter ist an­d der ein Kandidat nach erlangter ter höheren Lehranstalt beschäftigt cend der er als anstellungsfähiger Verfügung des Provinzialschul­Auch die Zeit einer Beurlau- tanzurechnen, sofern der Urlaub des Kandidaten, sondern zugleich sse, zum Beispiel zu seiner besseren ist. Schließlich soll auch die Zeit end deren der Kandidat nicht zur Ischulkollegiums stand, soweit sie n Schuldienst Preußens tärdienst, der nach erlangter tet ist, wird ebenfalls an m Oberlehrerdienstalter entscheidet sfähigkeit, bei gleichem Datum der atum des Lehramtszeugnisses, bei ramtszeugnisses das Datum der

Landtage zugegangene Novelle

ärztlichen Ehrengerichte u. s. w. geäußerten Wünschen der Aerzte­erungen dieses Gesezes. Unter eltende Bestimmung, daß auch der e Arzt zu den Beiträgen an die n wurde, beseitigt werden. Fortan welche weder eine ärztliche e auf der ärztlichen Wissenschaft De Tätigkeit ausüben, von der Bei­fern sie dem Vorstande der Aerzte­e schriftliche Erklärung abgeben. Birkungspflicht tritt mit dem Ab­1 welchem die Erklärung an die r. Bei Beanstandung der Erflä­räsident. Das Wahlrecht und r Aerztekammer erlischt für I von der Wirkungspflicht. In Beitragspflicht befreiten nicht= erzte fallen jedoch die Professoren medizinischen Fakultäten nicht, rein theoretischen oder rein prat­zinischen Wissenschaft beschäftigen. er Beitragspflicht befreit die Ver­n und der Berufsversicherungs­nichtpraktizierenden Medizinal­

Dauer des planmäßigen Dienstes f den preußischen Staats­einer dem preußischen Abgeord­lebersicht für 350 371 Beamte und cht Stunden täglich waren 30 598 is neun Stunden 35 544, neun 68, zehn bis e If Stunden 85 745, 67 109, zwölf bis dreizehn bis vierzehn Stunden 7144, Stunden 3371 und fünfzehn bis 7. Weiter werden noch Angaben planmäßigen Ruhetage für iesen erhalten monatlich mehr als zwei Ruhetage monatlich 72 753, 0 412, einen Ruhetag im Monat 6871 Beamte. Diese Statistik weist gebieterisch auf die Notwendig­feit der Entlastung einer großen Anzahl von Beamten hin. Ist diese im Interesse des Dienstes nicht durch Verkürzung der Arbeitszeit möglich, so muß die Zahl der Ruhetage der belasteten Beamten erheblich vermehrt werden. Ein Be­amter, der täglich 16 Stunden Dienst tut, hat Anspruch auf einen vollen Ruhetag in der Woche, außer dem Sonn­tag, oder er leidet Schaden an seiner Gesundheit.

Oefterreich- Ungarn.

Aus Olmüz wird berichtet, Erzbischof Dr. Kohn sei zum Rücktritt entschlossen. Wie verlautet, will der Erz­bischof sich in ein Kloster begeben. Seine Ernennung zum Kardinal kommt nicht in Frage.

Дnen.

Das

Kürzlich wurde von blutigen Grenzkonflikten zwischen Turkmenen und der persischen Besazung von Astrabad in Persien berichtet. Der Gouverneur von Astrabad erlitt bei Zusammenstößen mit den turkmenischen Grenz- Khans mehrere schwere Niederlagen. Nach neueren Nachrichten nehmen die Feindseligkeiten immer ernſtere Dimensionen an. Persien machte 2250 Mann reguläre Truppen und 2000 Mann vom Landsturm mobil. Haupthindernis für ein energisches Eingreifen Persiens liegt in der Korruption der persischen Offiziere, die die für die Truppen bewilligten Gelder unterschlagen. Die Turkmenen drohen, falls ihre Wünsche wegen Zollermäßigungen uner­füllt bleiben, sich unter russische Oberhoheit zu stellen. Man kann heute schon mit Gewißheit voraussagen, daß das Ende vom Liede das russische Protektorat über die Turkmenen sein wird.

Amerika.

Mit fieberhafter Anstrengung arbeiten die Yankees an der Verstärkuna ihrer Flotte. Nach einer Meldung aus

hneidet haben mürde in gleichmütig von der Hand weisen,

als­

schön, und der Ruf, fie fei die Königin des Festes, dranderen

in mein Kartenzimmer, wo ich mit einigen

Ich

fühlte, doch tatabrentem Bilde beschäftigt war, de nur in Experiment war, nicht sonderlich hingezogen ich mein Bestes, sie zu einem guten Ende offen gestehen, daß ich mich zu dieser Arbeit, die

au Fringen.

Das Bild ge­

eine

war ein hübsches, fleines Italienerin war, heiratete. so lieb gewann, als wenn es ihr eigenes Kind gewesen wäre. nahmen dann eine zweijährigen, das meine Eltern bald The tinderlos. Das machte ihnen viel Summer und sie Waise an Kindesstatt an.

Behn Jahre lang blieb ihre 19