erschöpfte Heer der Arbeiterschaft akzeptieren mußte. Wenn die durch die Kriegsstrapazen ermatteten Truppen sich ausgeruht haben, werden sie wieder willig dem lockenden Tone der sozialistischen Fanfare folgen, die ihnen als Kampfpreis den goldenen Zehnstundentag verheißt.
gegen die großsozialdemokratische Bewegung zu ergreifen.
Abg. Richter, als erster Oppositionsredner, äußerte sich hart und herb über die Bestrebungen, die Lust am Wetten und Lotteriespiel durch Herabsetzung der Totalisatorsteuer zu erhöhen, und klagte über die völlige Stagnation" auf allen Gebieten der Verwaltung. Die Haltung der Regierung in der Kanalfrage bezeichnet Abg. Richter als inkonsequent; sie habe vor der agrarisch- konservativen Mehrheit kapituliert. Ministerpräsident Graf Bülow wies diesen Vorwurf der Inkonsequenz zurück. Er habe Rücksicht zu nehmen auf die Zusammensetzung des Hauses, und wenn er das tue, dann erweise er sich weit liberaler und konstitutioneller, als der Abgeordnete Richter. Ich möchte, so fährt Graf Bülow fort, mit der Mehrheit dieses Hauses rechnen, ich möchte auf sie Rücksicht nehmen, Herr Richter aber möchte, daß ich der Mehrheit über den Leib gehe. Herr Richter ist liberal und konsti
Denn um diesen dreht sich jetzt weiter der Streit, wenn er auch fein Streif mehr ist. Darüber können alle die friedTich- schiedlichen Szenen, die sich bei Wiederaufnahme der Arbeit in den Fabrikhöfen abspielten, nicht hinwegtäuschen, wenn es auch mit Freude zu begrüßen ist, daß von einer gegenseitigen gereizten Stimmung nichts zu merken war. In fordialer Weise begrüßten die Fabrikanten die wiederFehrenden Arbeiter und Arbeiterinnen. Auf die scherzhafte Anrede:„ Na seid Ihr glücklich wieder da?" antwortete der Chorus mit freudigem Ja!", das besonders bei den Frauen aus einem von schwerer Last erleichtert aufatmenden Herzen fam. Unnüße Reminiszenzen an die traurige Zeit des bit- tutionell mit der reservatio mentalis, daß es immer nach teren Zwistes und noch unnüßere Vorwürfe wurden weislich vermieden. Das gute Verhältnis zwischen Brotherrn und Lohnarbeitern ist als wiederhergestellt zu betrachten, un so mehr, als sich die ursprüngliche Absicht der Fabrikanten, die Hauptstreifführer und Agitatoren dauernd von der Arbeit auszuschließen, sich nun doch nicht zu einem allgemeinen Beschluß verdichtet hat. Die Fabrikanten, bei denen sie vor dem Streik gestanden, werden sie allerdings voraussichtlich nicht wieder in Lohn und Arbeit nehmen, aber die anderen Fabriken sind ihnen nicht verschlossen, wenn sie natürlich auch nicht in erster Linie berücksichtigt werden. Ueberhaupt wird der Prozentsatz der Streikenden, die natürlich erst allmählich, das bedingt der stufenweise Gang des Webeprozesses eingestellt werden, bedeutend größer sein, als man crst annahm. Die Fabrikanten hoffen bis zu 75 Prozent wieder beschäftigen zu können. Daß nicht alle wieder an die alten Arbeitsstätten zurückkehren können, verbieten die in letzter Zeit mit auswärtigen Arbeitswilligen abgeschlossenen Kontrakte.
Wenn auch durch diese Einschränkung von 25 Prozent über eine ganze Zahl von Familien bittere Not hereinbrechen fann, so ist die Arbeiterschaft doch viel zu einsichtig, um in dieser Hinsicht den Standpunkt der Fabrikanten nicht zu würdigen. Was einen wirklichen dauernden Frieden aber hindert, das ist die unerledigte Frage des Zehnstundentages. Hier prallen die Interessen der Arbeitgeber und Arbeiter so hart aufeinander, daß über kurz oder lang ein neuer offener Zwist ausbrechen muß und wird. Die Fabrikanten fönnen aber nicht ohne weiteres dieser, vom allgemein menschlichen Standpunkt aus wohl begreiflichen und berechtigten Forderung der Arbeiterschaft nachkommen. Eine Verkürzung der Arbeitszeit kann, darauf wird von den Fabrikanten umer wieder hingewiesen, wenn die hiesige Industrie konTurrenzfähig sein soll, nur erfolgen, wenn gleichzeitig die Arbeit angespannter und ergiebiger gemacht wird. Da nun die Arbeit hier hauptsächlich durch Maschinen geleistet wird, de schon vor dem Streik selbstverständlich bis zu ihrer vollen Arbeitsfähigkeit ausgemist wurden, während die mensch= fiche Tätigkeit nur in der Beaufsichtigung und Bedienung der eisernen Arbeiter besteht, so müßten, um den Arbeit:- ausfall bei Verkürzung der Arbeitszeit zu decken, die Maschinen vervollkommnet und erneuert werden. Das cyfor= ert einen großen Aufwand von Kavital und die hiesigen Sabrikanten erklären einmütig, daß sie dazu nicht imstande ind. Für die Vigognespinnerei waren die letzten Jahre recht wenig gewinnbringend und die Hunderttausende, die zu Anschaffungen von konkurrenzfähigen Maschinen nötig wären, in den Kassen der Arbeitgeber zu suchen, wäre vergebene Liebesmühe.
Und daraus folgt der harte Schluß, daß die hiesigen Fabrikanten sich gegen die Einführung der 10 StundenArbeit wehren müssen, da sie sich sonst selbst das Todesurteil sprechen würden. Ja, sagen sie, wenn eine reichsgesetzliche Regelung einträte, die allmählich, unter Rücksichtnahme auf die jeweilige Lage der örtlichen Unternehmer, den von der Arbeiterschaft ersehnten Zustand herbeiführte, dann, ließe sich über die Sache sprechen. Und diese Gründe der Arbeitgeber müssen auf die Streifleitung nicht ohne Eindruck geblieben sein. Die Führer der Gewerkschaftsbewegung, die die bedingungslose Wiederaufnahme der Arbeit empfahlen, sahen ein, daß die Forderungen der sozialdemokratischen Parteileitung unter den herrschenden Verhältnissen zu einer völligen Lahmlegung der hiesigen Vigognespinnerei führen mußten. Um die Arbeiterschaft nicht in ihrer Eristenz zu gefährden, gaben sie deshalb nach. Die Arbeiterschaft wird darum aber auf ihre Forderung nicht endgiltig verzichten. Sie wird bei der nächsten Gelegenheit wieder damit hervor. treten und der wirtschaftliche Stampf ur den Zehnstundentag wird neu entbrennen, wenn nicht in der Zwischenzeit von der Regierung die Klinke der Gesetzgebung in die Hand genomunen wird.
Preussischer Landtag.
( 3. Sigung.)
Haus der Abgeordneten.
RK. Berlin, 23. Januar. Der Saal ist schwach, die Ministerbank stark besetzt. Die Minister müssen eben an solchen Tagen vollzählig zur Stelle sein, denn die
erste Lesung des Staatshaushalts- Etats steht auf der Tagesordnung, und da muß jeder Minister bereit sein, sein Ressort und seine Amtsführung zu verteidigen. Erster Redner ist
seinem Willen geht( Heiterkeit rechts): Das Haus absolut, wenn es seinen Willen tut. Ich halte es für die Pflicht des preußischen Ministerpräsidenten, zu tun, was ihm möglich ist, und eine Entfremdung zu verhindern zwischen der Regierung und denjenigen staatserhaltenden Faktoren, die gemeinsam mit der Regierung die Grundlage abgeben sollen, auf welcher die preußische Monarchie aufgebaut ist.( Lebhaftes Bravo! rechts.) Die königliche Regierung hat ihren grundsätzlichen Standpunkt der Behandlung der wasserwirtschaftlichen Vorlage nicht aufgegeben und braucht ihn nicht zu verleugnen. Ich glaube auch heute, daß die Herstellung eines zusammenhängenden und wirklich leistungsfähigen Wasserstraßennetes im Interesse der Gesamtheit liegen würde. Aber nach den Ereignissen des vergangenen Sommers glaubt die Regierung, daß von allen wasserwirtschaftlichen Fragen diejenige des wirksamen Schutzes gegen Hochwassergefahr an der Oder, Havel und Spree die dringendste ist und Ihre Zustimmung findet. Auf die Frage der Kündigung der Handelsverträge gehe ich in diesem Hause nicht ein, sie gehört vor den Reichstag. Auf die Befürchtung, daß die Handelsverträge zum Nachteil der Landwirtschaft ausfallen könnten, erwidere ich, daß ich in die Vertragsverhandlungen eingetreten bin mit derselben Absicht, mit der ich seinerzeit in die Zolltarifaktion eintrat, mit der Absicht, für unsere Landwirtschaft so viel durchzusetzen, als die Rücksicht auf die anderen Ef= werbszweige und das Gemeinwohl irgendwie geſtettet. 3u/ n Schluß verteidigt Graf Bülow die Polenpolitik der Regierung und schließt unter dem Beifall der Rechten: Die Regierung wird die Deutschen in Oberschlesien nicht im Stiche lassen, damit das Land ein preußisches, ein deutsches Land bleibe.
Graf Limburg- Stirum. Er spricht für die deutschkonservative Partei. Am Anfang seiner Rede spricht er im Namen seiner Partei die Erwartung aus, daß die Regierung die Initiative ergreifen werde zu einer scharfen Bekämpfung des Umsturzes. Bei der Erkrankung des Kaisers hat sich gezeigt, mit wie festen Banden der Treue und Anhänglichkeit das preußische Volk an seinem Könige und dem ganzen Königshause hängt. Es ist die erste Aufgabe der Regierung, dafür zu sorgen, daß diese festen Bande nicht durch den sozialdemokratischen Ansturm gelockert werden."( Lebhafter Beifall rechts.) Redner spricht sich alsdann für die Reichsfinanzreform aus und fordert wirksameren Schutz für die Landwirtschaft.„ Die Kanalvorlage werden wir ohne Befangenheit und Vorurteil vom wirtschaftlichen und finanziellen Standpunkte aus mit Wohlwollen prüfen, ohne die politischen Momente in die Erörterung zu ziehen, die von anderer Seite hineingeworfen werden."( Beifall rechts.) Wir geben uns der Hoffnung hin, daß die Handelsverträge bald gekündigt werden und daß der neue Tarif oder Anträge auf seiner Grundlage an die Stelle der bestehenden treten. Wie zu Anfang, so richtet Graf Limburg- Stirum auch zum Schluß seiner Rede an die Reaieruna die Aufforderuna. Maßnahmen
Abg. Bach e m( Zentr.) stellt Vergleiche an zwischen dem preußischen Staats- und deutschen Reichshaushaltsetat und fommt zu dem Schluß, daß Preußen einen weit stärkeren finanziellen Rückhalt habe als das Reich. Es war ein hartes Wort des Finanzministers, daß die Gehaltsaufbesserung der Beamten als abgeschlossen anzusehen sei. Bei der günstigen Finanzlage wird dies Wort im Lande viel Enttäuschung hervorrufen. Ueber die neue Kanalvorlage muß das Haus in erneute, sorgfältige Prüfung eintreten. Die Industrie verlangt mit Recht billigere Frachten, aber die Landwirtschaft fann beanspruchen, daß das, was der Industrie zu gute kommt, ihr nicht zum Schaden gereicht.
Nach kurzen Erwiderungen der Minister v. Rheinbaben und Dr. Studt erhält als leẞter Redner
Abg. Dr. Friedberg( natl.) zu längerer Rede das Wort, in deren Verlauf er den ganzen Etat beleuchtet. m Gegensatz zu dem Zentrumsredner erklärt der Abg., daß seine Partei die Forderungen für die Ostmarkenpolitik der Regierung bewillige. Wir halten es für die nationale Pflicht der bürgerlichen Parteien, die Stellung des Deutschtums gegen. über den Polen auf jede Weise zu stärken. Was die Kanalborlage anlangt, so treten wir im Interesse des Verkehrs unbedingt für den Ausbau unserer Wasserstraßen ein. Die neue Kanalvorlage hat uns eine schwere Enttäuschung bereitet, weil sie den großen Grundgedanken einer durchgehenden Ver. bindung vom Westen nach dem Osten aufgibt. Gerade in diesem Gedanken lag die wirtschaftliche und auch die strate. gische Bedeutung der Vorlage. Wir bedauern, daß nicht in Aussicht gestellt sind eine Abänderung des Vereinsgesetzes und des Wahlgesezes. Der Zustand, daß wir bei Versammlungen die Damen, etwa wie die Frauen des Harems, in einen besonderen Raum verweisen müssen, ist nicht länger haltbar. Ebenso sind die Zustände unter dem jetzigen Wahlgesetz unerträglich. Wahlkreise, in denen 3000 Wahlmänner zur Wahl zusammenkommen müssen, sind unmöglich. Ea darf auch kein Wahlsystem aufgebaut sein auf Steuern, die gar nicht gezahlt werden. Nach der Rede des Abg. Friedjerg vertagt sich das Haus auf Montag 11 Uhr.
Maskenkostüme.
1. Sigung d Gießen für di
2. Vorstand
fammer für das Jah rat F. C. B. Rody merzienrat& Heiche wiedergewählt. 3. Der Aus Gaden fest fich im Jahre 1904 wie fammen, die je nach Rammer fooptieren f 4. Lahntand für die Lahnfanalifie der Ranalifierung f haben und Herr Ba eines Projektes für ift, beschloß die Ra darüber zu veranfia tereffe an einer Ran
Rostüms besteht aus vier Blättern, die mit Guirlanden aus leeblättern bestickt sind. Die kurze, ausgeschnittene Taille tellt man aus schwarzem Sammet her, umlegt sie mit einem veißen Fichu, das vorn seinen Abschluß durch einen Tufs Kleeblätter erhält. Ein großer aufgeschlagener Strohhut mit grünen Kleeblättern garniert, krönt das Haupt. Ein ganz neues Maskenkostüm ist: die Tomate, ein Zusammenstellung von grün und rot. Der Rock wird an plissiertem Musseline gefaltet, und darüber fällt ein schürzenartig geschnittene Tunika aus tomatenfarbenen Sammet. Aus demselben Material ist die ausgeschnitten Bluse gearbeitet, die grüne große Chiffonärmel aufweist Ein hoher miederartiger Gürtel umspannt die Taille. In dem Haare flattern Enden aus rotem Foulard, die mi tünstlichen Sträußen aus Tomaten zusammengehalten wer den. Eine nette Idee ist es vielleicht, eine reisende Eng länderin darzustellen. Das Kostüm ist leicht zu erhalten Der Rock wird aus rotkariertem Kattun geschnitten. Zu diesem Rock wählt man einen kleinen schwarzen Bolero, hefte in die Aermel Spizen, breitet einen großen Kragen darauf der vorn von einer roten Surah- Krawatte zusammen geschlossen wird. Auf dem Kopf sitzt ein feces, schwarz uni rot fariertes Müßchen. Die junge Engländerin befinde sich auf der Hochzeitsreise, schreibt beständig Ansichtskarter an Eltern und alle Freundinnen. In der Hand trägt si ein Plaid in einem Riemen. Wer schlau ist, läßt dieses Reise gepäck zu Hause, denn es wird auf einem Ball zur Last immer etwas herumzuschleppen. Originell ist es, im Koſtün seines Lieblingsbuches oder seiner Lieblingszeitschrift zu er cinen und seine Gedanken in dem Ton dieser Lettüre zun Ausdruck zu bringen. Wer sich nicht scheut, älter zu wirken als er ist, kann sich ja einmal als seine Großmutter aus geben. Geblümter Kattun und eine Mantille leisten dabe vorzügliche Dienste.
( Von unserer ständigen Korrespondentin.) Wenn die weißen glitzernden Schneeſterne im tollen Spiel durch die Luft wirbeln, dann möchten die Menschen, die Jugend, es ihnen gleich tun. Sie möchten tanzen und sich drehen auf glattem Parkett, bis der Atem ihnen ausgeht. Aber ganz ungebunden möchten sie dabei sein, sich austoben, ohne daß man sie erkennt. Das mag der Reiz sein, den für jedes junge weibliche Wesen ein Maskenball hat. Und außerdem beschäftigt er die Fantasie. Während die Nadel emsig Stich an Stich reiht, geht der Geist der jungen Dame im Märchenlande, in einem Zauberreiche spazieren und sinnt und denkt über ein Kostüm, in dem es auf dem Maskenballe erscheinen könnte.
Das Wichtigste, was es bei der Wahl eines Maskenkostüms zu bedenken gibt, ist die Frage, wie schafft man sich einen Anzug, der die Trägerin schon durch seine Art zu einer ,, lustigen Person" macht? Die Bauerntrachten mit den kurzen Röcken geben der Maske schon manche Freiheit, ohne das Wort zu mißbrauchen. Unter einem Bauernmädel denkt man sich zumeist ein feckes, frisches Ding, welches das Herz auf der Zunge hat. Und darum erscheinen die Damen jo gern als Bäuerin, zumal der Anzug leicht zu beschaffen ist. Man muß sich freilich sagen, daß die Idee schon ein wenig perbraucht ist. Und wer die ersten achtzehn Jahre hinter sich und nicht mehr ganz so frische Farben und so lange Zöpfe hat, wie sie dem Bauernmädel eigen, möchte auch ein bißchen Beist in seine Rolle legen. Eine ganz nette Idee ist es, sich ils„ Kleeblatt" zu kostümieren. Hat man die Maske nach jwölf Uhr abgelegt, so langweilt ein Kleeblatt sicherlich benso wenig sich als die anderen. Jeder teilt so gern Glüc us, und es gibt auch wohl niemanden, der nicht gern hörte. vas er vom Glück zu erwarten hat. Wer ein wenig dichte: isch veranlagt ist, könnte diese Zukunftsmusik, die er den Bästen vorspielte, in niedliche Verse kleiden. Der Nock des
Neuerdings wird es Brauch, sich nicht ganz und gar ir Masken zu hüllen, sondern nur den Kopf auszupuzen. Di Zeit der Marie Antoinette, die Rokokodamen geben gut Vorbilder. Emma Neichen.
Nab und Fern.
Ein Schlittenforso unter Führung des Deutschen Krow. prinzen fand von Potsdam aus nach Wannsee statt. Der Kronprinz holte zu der Fahrt, an der 18 Schlitten, alle mit Offizieren und deren Damen besetzt, teilnahmen, die Schwägerin des Ober- Präsidenten von Bethmann- Hollweg ab. Der Kronprinz interessiert sich überhaupt für alle Art Wintersport. Bei dem internationalen Eislaufturnier in Berlin nahm er in Gemeinschaft mit der Prinzessin Friedrich Leopold die Prämiierungen vor.
+ Das Heiratsprojekt des österreichischen Erzherzogs Ferdinand soll mehreren offiziösen Dementis zum Troß doch seiner Verwirklichung entgegengehen. Es soll sogar schon der Tag der Hochzeit des Erzherzogs mit Fräulein Czuber bestimmt sein. Der Vollzug der Heirat soll am 13. Februai in Dresden stattfinden.
Ein furchtbarer Zyklon suchte die Stadt Moundsvill im amerikanischen Stadt Alabama heim. Sämtliche Ge schäftshäuser und etwa 300 Privatgebäude wurden ver nichtet und 37 Menschen getötet.
5. Intraftt träge. Auf Beran die Handelskammer Firmen ihres Bezirks mitteln, ob für das die in den alten Ha gefehene Frift von ei Rammer erklärte fi
A Ermittelter Durchbrenner. Der Kassenrendant Schert ler, der aus Geusingen( Rheinhessen) vor drei Jahren nach Veruntreuung von über 200 000 Mark durchgebrannt ist, dürfte jetzt bitter klagen:„ Die Welt ist zu klein". Durch Zufall ist sein Aufenthalt bekannt geworden. Ein in Transvaal ansässiger junger Mann, der in der Heimat zu Besuch weilt, brachte die Nachricht mit, daß er in Transvaal mit Schertler zusammen gegen die Buren gekämpft habe und Schertler jetzt noch in Transvaal sich aufhalte. Nunmehr ist sofort das nötige veranlaßt worden, um die Auslieferung Schertlers zu bewirken. Die Staatsanwaltschaft hatte s. 3. die Verfolgung Schertlers aufgegeben, da man eine vor längerer Zeit in der Nidder aufgefundene, schon in Verwesung übergegangene Leiche als die Schertlers bezeichnete.
Eine norwegische Stadt durch Fener vernichtet. Von einer gewaltigen Feuersbrunst ist in Norwegen die ganze blühende Stadt Aalesund, in der 9000 Menschen wohnten, eingeäschert worden. Aalesund, das lebhaften Schiffsverkehr hatte, lag auf drei kleinen Inseln des Bredsundes. Das Feuer brach morgens um 2½ Uhr im westlichen Teil der Stadt aus und verbreitete sich bei einem rasenden Orkan
mit furchtbarer Schnelligkeit weiter. Seine verheerende Wirkung konnte sich um so ungestörter entfalten, da die Wasserwerke nicht richtig funktionierten und somit die Lösch arbeiten erschwert waren. Verluste an Menschenleben sin nicht zu beklagen. Die Bevölkerung befindet sich aber i größter Not und Bedrängnis. Von Bergen sind Hils. dampfer nach der schwer betroffenen Stadt abgesandt wordn. + Ein Fall von Laboratoriumspest in Kronstadt wird tom russischen Regierungsboten offiziell gemeldet. Am 16. Ja nuar erkrankte der Leiter des Laboratoriums des kaiserlichen Instituts für Experimentalmedizin zur Herstellung von Antipestpräparaten. Das Laboratorium befindet sich in dem Fort Alexander I, das sich auf einer von Kronstad und anderen Befestigungen ganz isolierten kleinen Insel beindet. Der Erkrankte beschäftigte sich mit lebenden Peſtfuturen. Am 20. Januar verstarb er trotz energischen ärztlichen Eingreifens und trotz der wiederholten Einspritzungen mit Antipestserum an der Pest. Bei den Personen seiner Ungebung sind rechtzeitig Einsprißungen gemacht worden. Der zum Kommandanten des Forts ernannte Generalmajor Orbeliani traf am 19. Januar dort ein und ordnete eine völlige solierung des Personals an. Bunte Chronik. In Brandenburg a. d. H. brannte die große Baumwollspinnerei des Kommerzicnrats Mezzentin nieder. Ein Feuerwehrmann wurde dabei von einer ein stürzenden Mauer erschlagen.
-In Kiel wurden der achtzigjährige Gärtner Ehric und seine Frau ermordet und beraubt.
gangenen Antworten Ründigungsfrist. 6. Der Oberhe die Handelskammer des Güterzuges
Niedergemünden an Burg- und Nie und Niedergemünden Rammer beschloß, di der Viehtransport n ordentlich verzögert nicht ermöglicht ist, zuschließen.
7. Polizeive Kühe vor dem Au märkte. Von den über die genannte Großh. Kreisamt zu schusses erklärt hat, zeiverordnung Abfta nochmals in einer ordnung hinzuweisen 8. Verkehr den Ansprüchen der ihnen einzulaufenden Handelstages an sei dahin zu wirken, da deutscher Handelsmül in Dünge und K Stimmung zur Geltu aus dem Reini fahren des Getr Fremde nicht fanzen dürfen werden." Die H und Müller ihres B durchweg diese Begri
* Der Gro nach London zum Battenberg angetre
** Der Grof Oberamtsrichter b Biller zu Lich, un ungsrat" mit Wir an zum Vorstand
*
Der Kaif
M. Beterfeim ein S Anerkennung ausfp Bur Befid
sich unter Leitung Herren aus Oberh
* Die Rez Neubaues am
des Fräulein Tri um 7 Uhr, wie an * Vor furze eine Anzahl heis Gleichberecht zu einem Verein
Gleichstellung der
Führung der Pro Baurat Landsberg 2. Merd in Darm der Mitglieder des das ganze Großh Bunehmen begriffe Freunde der Schul lichkeit auf die Be weisen und in gee Stellen für die Du Ge liegt ihm durc nadh irgend einer
In Giebichenstein bei Halle erschoß der Gastwirt Liebar seinen Schwager und verletzte seine Frau lebensgefährlich Aus der Bank zu Dobrjanka( russisches Gouvernemen Tschernizow) wurden 60000 Rubel geraubt, nachdem die drei Mächter erschlagen waren.
In Newport wurde ein irrsinniger deutscher Bäcker namens Herrmann Erlers verhaftet, der der Polizei mitteilte, er wolle den Präsidenten Roosevelt töten.
s der neue Verein
in ihm betriebenen einzunehmen.


