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Onkel Joachim erzeigt mir nicht die Ehre, mich in seine Geheimnisse einzuweihen."
Nun dann: Dein Onkel soll geadelt und Fräulein v. Derendorf Frau v. Spangenberg werden."
,, Und wie denkt Fräulein v. Derendorf darüber?" " Ja, wenn du das wissen willst, wirst du wohl selbst sie fragen müssen. Es ist eine sehr delikate Frage, die ich nicht aufzuwerfen wage, um so weniger, weil ich nicht weiß, ob Fräulein v. Derendorf mir ein Recht dazu einräumen wird. Da muß ich denn abwarten, ob die Verlobung wirklich_ſtattfindet; geschieht es, so bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als mich schweigend zu fügen."
Ich kann das nicht glauben," sagte Adolph kopfschüttelnd, mein Onkel ist ein alter Mann, und Fräulein v. Derendorf kann und wird, wenn sie heiraten will, andere Ansprüche machen."
Hm, trotz ihres Reichtums hängt sie in ihrer gesellschaftlichen Stellung doch von der Gunst des Fürsten ab," er widerte der Maler mit steigender Erbitterung. Fällt sie in Ungnade, so wird ihre Villa bald veröden, ihr bleibt dann nichts anderes übrig, als sich auf ihre Güter zurückzuziehen. Und daß sie den Mut haben sollte, dieser Ungnade Trotz zu bieten, glaube ich nicht."
" Frau v. Gagern wird diese Verbindung auch nicht billigen," warf Adolph ein.
" Frau v. Gagern hat zu lange am Hofe gelebt, als daß sie nicht wissen sollte, wie wertvoll Fürstengunst ist," spottete Ottokar, überdies hängt sie von ihrer Nichte ab. Sie besigt außer einer sehr bescheidenen Pension nichts, sie kann nur wünschen, daß Fräulein v. Derendorf überhaupt nicht heiratet, denn der Gatte Sabinens duldet sie gewiß nicht lange unter seinem Dache. Würde mir das Glück zu teil, Sabine heimführen zu dürfen, so wäre mein erstes, der gnädigen Frau Baronin glückliche Reise zu ihrem Witwensitz zu wünschen, und da sie das sehr genau weiß, so überwacht sie mich jetzt mit Argusaugen. Sie wollte bei jeder Sizung Sabinens als Ehrendame im Atelier anwesend sein, zarte Andeutungen, daß diese Anwesenheit störend für mich sei, schien sie nicht zu verstehen, da habe ich denn mit Farben und Firniß einen Angriff auf ihre Geruchsnerven gemacht und sie in die Flucht geschlagen.'
,, Das war unartig!" sagte Adolph.
,, Mag sein, aber in der Liebe ist jede List erlaubt." " Und doch weiß ich nicht, ob du glücklich würdest, wenn Fräulein v. Derendorf dir ihre Hand reichte. Sie ist älter als du-"
,, Bitte, gleichalterig!"
" Gut, wir wollen von dieser Frage absehen. Der Reich tum Sabinens würde dich zum Müßiggang verleiten-"
,, Reineswegs, er würde mir die Mittel verschaffen, eine Kunstreise zu machen, in Italien zu studieren und mich weiter auszubilden. Aber wir dreschen da leeres Stroh, dieses Thema gewinnt erst dann wieder Interesse, wenn Sabine deinen Onkel mit einem Korbe heimschickt. Ich begreife es, offen gesagt, nicht, durch welche Verdienste der Direktor Spangenberg sich so sehr in der Gunst des Fürsten befestigt hat, in der Verwaltung des Museums habe ich sie vergeblich gesucht, dort herrscht noch immer der alte Schlendrian. Doch hier trennen sich wohl unsere Wege," fuhr Ottokar fort, indem er an einer Straßenecke stehen blieb und dem Freunde die Hand bot ,,, bezüglich meiner Hoffnungen vertraue ich auf deine Diskretion, betrachte sie einstweilen als zu Grabe getragen. Auf Wiedersehen heute Abend! Es geschehen im Laufe der nächsten Tage vielleicht noch andere Dinge, die dich in Erstaunen setzen werden, in unserer Residenz ist alles gegenwärtig möglich. Addio!"
Gedankenvoll blickte Adolph dem Freunde nach, dann setzte er mit leichtem Kopfschütteln seinen Weg fort.
Er hatte das Haus seines Vaters bald erreicht; unten im Erdgeschoß lag seine eigene Wohnung, der Reftor bewohnte mit seiner Haushälterin die oberen Stockwerfe, wo auch die gemeinschaftlichen Speise- und Familienzimmer lagen.
Frau Minna Berger führte hier schon seit einer Steihe von Jahren die Haushaltung, immer rührig, in allen Dingen zu verlässig und stets auf das Wohl des Rektors bedacht, war sie im Laufe der Zeit den beiden Herren unentbehrlich geworden; sie betrachteten die freundliche, gutherzige Frau nicht als Dienerin, sondern als Familienglied.
Der Rektor verließ außer der Schulzeit selten das Haus, nur dann, wenn Amtsgeschäfte oder eine unmöglich abzulehnende Einladung ihn dazu nötigten; man fand ihn stets,
großen
Bibliothek
von Tabakswolken dicht umhüllt, in seiner bei seinen Büchern. Was draußen in der Welt vorging, fümmerte den alten, forpulenten Herrn wenig, er hatte sich seine eigene Welt geschaffen, und es war ihm unangenehm, wenn er nur für einige Sekunden aus ihr herausgerissen wurde.
Frau Minna mußte für ihn sorgen, wie für ein fleines Kind, sie mußte mit der größten Sorgfalt darauf achten, daß sein Anzug in Ordnung war, bevor er das Haus verließ.
War es doch schon vorgekommen, daß er in Schlafrock und Pantoffeln, mit dem Hausmüßchen auf dem kahlen Haupt und der Tabakspfeife in der Hand, in der Schule erschien, er hatte in der zerstreuung nicht daran gedacht, sich umzukleiden, und Frau Minna lag leider an jenem Morgen krank zu Bette. Essen und Trinken vergaß er sicherlich, wenn er nicht zu jeder Mahlzeit gerufen wurde, und Frau Minna mußte auch dann noch in der Bibliothek bleiben, bis er seufzend seine Bücher beiseite legte und ihr folgte.
Sehr selten aber wurde in der Schule mit seinen fleinen Schwächen Mißbrauch getrieben, die Schüler liebten den strengen, aber gerechten Mann, der mit seiner einfachen und angenehmen Lehrmethode ihr Wissen rasch und sicher förderte, ohne durch geistige Ueberanstrengung sie zu ermüden.
Als Adolph in das Eßzimmer trat, war, wie er es erwartet hatte, die Tafel schon gedeckt, und Frau Minna überreichte ihm mit ihrem freundlichen Lächeln eine lange Liste von Patienten, die seinen Besuch noch im Laufe des Tages wünschten.
,, Sie werden sich bald Equipage anschaffen müssen, Herr Doktor," sagte sie, und über ihr treuherziges Gesicht glitt dabei ein triumphierender Zug.
,, Damit wollen wir doch noch eine Weile warten," antwortete er heiter, so fest ist der Boden unter meinen Füßen noch nicht, meine älteren Kollegen benutzen jede Gelegenheit, um ihn zu erschüttern."
" Das ist ja natürlich, aber auch vergebliche Arbeit, denn überall hört man nur Ihr Lob!— Ja, ja, ich bin ja schor ſtille. Ich hole jetzt den Herrn Rektor, er sigt wieder fest bei seinen alten Scharteken."
Gleich darauf trat sein Vater ein.„ Ah, da bist du jo schon," sagte er, und ein stilles Lächeln glitt über sein rundes. bartloses Gesicht, während seine große, beleibte Gestalt sich langsam zum Tische hinbewegte;„ ei, ei, schon Mittag? Wie rasch doch die Zeit vergeht! Dir wohl auch, wie?"
Ich kann über Langeweile nicht klagen," scherzte Adolph, indes Frau Minna dem alten Herrn die Serviette umband und das Dienstmädchen die Suppe auf den Tisch stellte ,,, ich erkenne schon jetzt, wie schwer der Beruf des Arztes iſt. Tag und Nacht keine Ruhe, dabei die schwere Verantwortung und die fortwährenden Gemütserregungen!"
Last!" zitierte der Rektor. Ja, ja, jeder Tag hat seine Plage, jeder Stand hat seine
davon habe ich in meinem Stande noch nichts entdeckt." Jeder Stand hat auch seinen Frieden, sagt Gellert, abec
Wirst es schon entdecken, Adolph, wenn du einer armen, zahlreichen Familie das Leben des schwer erkrankten Ernährers oder der noch unentbehrlichen Mutter erhalten hast. Es ist ein wahres Wort: jeder Stand hat seinen Frieden, man muß nur diesen Frieden nicht äußerlich, sondern innerlich suchen. Du bist also sehr beschäftigt?"
einer Equipage geraten hat!" So sehr, daß Frau Minna mir schon zur Anschaffung
„ Nur nicht übermütig werden!" warnte der alte Herr, während er mechanisch seine Suppe auslöffelte, ohne durch eine Miene zu verraten, wie sie ihm mundete.„ Gehen soll eine sehr gesunde Bewegung sein!"
„ Allerdings, Vater, und wenn du es damit einmal versuchen wolltest"
,, Habe leider keine Zeit dazu!"
" Zeit hätten Sie wohl, wenn Sie nur wollten!" Lerzte Frau Minna, die nun den Braten tranchierte, während Adolph die Weingläser füllte.
Das verstehen Sie nicht," sagte der Rektor, der seinen Wein in ein halbvolles Wasserglas goß. Sie denken, alles Studieren sei unnüß, und wenn ich aus der Schule frmme, hätte ich meine Arbeit getan und könne nun die Bücher hinlegen. In der Jugend mach man's allerdings so, aber wenn man alt wird, dann fühlt man, wie wenig man noch weiß, viel Versäumtes muß dann noch nachgeholt werden." ( Fortsetzung folgt.)
Geschlossen sind
des Neugebornen Hände,
Zur Faust gepreßt:
Als hielten sie des Glückes vollste Spende Unlösbar fest.
Doch offen streckt sich, ausgespreizt ins Leere Des Toten Hand:
Nichts folgt von allem, was die Welt gewähre, Zum Grabesrand.
( Schluß.)
bestehe ich darauf, daß sie den Rollstuhl noch nicht ganz bei Seite schiebt. Im Uebrigen ist ein wenig Geduld und vielleicht ein Wechsel des Klimas- wie unser Doktor sagt- alles, dessen sie bedarf, um ihre volle Gesundheit wieder zu erlangen.
Nicht wahr, mein Herzensfind?" fügte sie hinzu, indem sie liebkosend ihren Arm um die anmutige Gestalt legte. it diesem Augenblicke erschien die Haushälterin an der Türe und bat Frau von Gadow unt eine Unterredung. Kaum hatte sie der Aufforderung Folge gegeben und mich mit Elisabet allein gelassen, als diese sich ein wenig aufrichtete und in hastigem Tone sagte:„ Lassen Sie mich den günſtigen Augenblick benutzen, um ein Wort mit Ihnen zu sprechen, das mir ſehr am Herzen liegt. Lieber Herr von Heyden, was sind Sie im Begriff zu tun? Ist das menschliche Herz ein Spielzeug, das von Hand zu Hand geschoben werden kann, das man gedankenlos aufnimmt und achtlos fallen läßt dem Verlorengehen, ja Zertreten werden aussetzt, ohne sich um die Schäße von treuer Liebe und Zuneigung zu kümmern, die darin hätten erblühen können? Ich habe alles beobachtet, was hier geschehen ist. Sie haben ein freundliches, gefälliges- etwas leicht empfängliches Gemüt. Die Rück
Siebenmal verlobt. Humoreske nach dem Amerikanischen von Emma Kohli. ( Nachdruck verboten.) Nun, lieber Junge, meiner Schwiegermutter entgegen zu treten, wäre für uns-„ Sehr wohl, mein Herr," fiel ich cin; es soll nicht sein! Die Wahrheit zu gestehen, würde ich mein Glück nicht cher für sicher gehalten haben, bis Sie mir eine von ihren schönen Töchtern am Altare zugeführt hätten.", Arthur, dies darf so nicht endigen", sagte der würdige Herr mit wahrem Bedauern und tiefem Gesicht, welche wir Mädchen gewöhnt sind, den Wünschen unserer fühl; es ist noch Helene da."-„ Der sechste Versuch fällt vielleicht etwas gedeihlicher aus", antwortete ich etwas bitter. " So höre denn, mein guter Junge. Mit Helene biete ich dir das Preislamm meiner Herde. Sie wird die fügsamste, muſterhafteſte Frau werden, wie sie jetzt die folgſamſte Tochter ist. Ich kann dir die Zusicherung geben, daß sie keinen anderen Wunsch und Willen als den meinigen hat und somit deiner Verbindung mit ihr nichts im Wege steht. Obgleich sie augenblicklich nicht zu Hause, sondern ins Dorf zu einer franken Tagelöhnerfrau gegangen ist, könntest du dich ja
du kannst dich ohne Bedenken als ihr Verlobter betrachten." -Ich verneigte mich zustimmend und dachte mit einiger Befriedigung daran, daß der beabsichtigte Brief an meinen Onkel mit der Ankündigung meiner Verlobung noch nicht abgeschickt war. Es war nicht nötig, daß er von meinen verschiedenen vorhergegangenen Enttäuschungen erfuhr. Wenn ich jetzt schrieb, würde ich die Voraussetzung in ihm zu erwecken suchen, daß ich nach sorgfältiger Beobachtung und Ueber legung Helene als die am meisten passende Gattin und Nichte aus der ganzen Schaar herausgefunden hätte. Tatsächlich war ich mit meiner jeßigen Verlobten, der ältesten von den Schwestern, am wenigsten in Berührung gekommen, hatte, da sie viel in der Wirtschaft beschäftigt war, nie ein längeres Gespräch mit ihr geführt. Aber ich war überzeugt, daß sie mir gefallen würde. Ich hatte die liebenswürdige, schmiegsame Art dieses jungen Volkes kennen gelernt. Zudem hatte der Wahlprozeß jetzt den Punkt erreicht, wo es hieß: Helene oder keine! Und wie hätte ich meinen guten Onkel Rodrigo wohl wieder vor Augen treten können, ohne seinen so nach drücklich ausgesprochenen Wunsch erfüllt zu haben. So ergab ich mich in mein Geschick, schüttelte meinen verehrten, fünftigen Schwiegereltern die Hände ganz wie früher- und, abgesehen von der Zustimmung der jungen Dame, die ja außer Frage stand, war die Angelegenheit in Ordnung. Der würdige Papa war noch beschäftigt, sich über die besondere zweckmäßigkeit meiner Wahl auszubreiten, als Elisabet in ihrem Rollstuhl ins Zimmer geschoben wurde. Ihres Vaters Stimme und Wesen erhielt stets- wie ich bemerkt hatte etwas Besänftigtes in Gegenwart dieses seines Lieblingsfindes. Während er sie zärtlich füßte, machte er sie mit der Verbindung, die ich im Begriff stand, mit der Familie zu schließen, bekannt und eilte dann hinaus, um Helene herbeizuholen. Ich blickte zu der zarten Gestalt hin, für die ich von Anfang an eine besondere Sympathie empfunden hatte. Die reine und geistige Schönheit ihres Gesichts schien mir durch einen schmerzlichen Zug entſtellt zu sein. Ich fürchte, Sie leiden sehr," sagte ich. Nicht körperlich," entgegnete sie mit ihrem sanften, holden Lächeln. Ich fühle mich sogar in letter Zeit so wohl, daß ich kaum noch den Namen einer Patientin beanspruchen kann."" Wirklich?" rief ich erfreut.„ D, so ist vielleicht gar Hoffnung auf eine vollständige Besserung." Hier fiel mir zu meinem Erstaunen Frau von Gadow ins Wort und sagte mit einer Lebhaftigkeit, die ich bisher noch niemals an ihr bemerkt hatte:„ Mein bester Herr von Heyden, Sie scheinen den Glauben an das über unsere Elisabet verbreitete Gerücht zu teilen, daß sie gelähmt" sei. Es ist- Gott sei Dank- nicht der Fall. Sie soll sich jetzt nur noch ein wenig schonen, daher
Eltern zu erweisen, und unsere zärtliche Anhänglichkeit untereinander haben damit zusammengewirkt und das Geschehene herbeigeführt. Sie haben Helene wenig gesehen, kaum ein paar Worte mit ihr gesprochen. Abgesehen von ihrem etwas kühlen Temperamente ist sie ein gutes, fügsames Mädchen, und Sie würden sie ohne Zweifel gewinnen;- aber um es könnte, würden mehr Bartheit und ein rücksichtsvolleres Verkönnte, würden mehr Zartheit und ein rüßsichtsvolleres Vorgehen gehören, als Sie es für nötig zu erachten scheinen." „ Ich unterwerfe mich dem Tadel," sagte ich etwas beschämt. Zu meiner Rechtfertigung habe ich nur das eine zu sagen, daß bis zu dieser späten Periode meines Lebens ohne alle Liebeserfahrungen- eine Tatsache, welche etwas gegen meine Leichtempfänglichkeit spricht und von so viel Reizen auf einmal umgeben, mein Urteil verwirrt wurde und sich der Situation nicht gewachsen zeigte. Gott sei Dank, jetzt sehe ich klar.-, daß ich einen solchen Mahner früher gehabt hätte!"" Nun, es ist noch nicht zu spät," warf sie freundlich ein. Ich weiß, es ist glücklicherweise noch nicht zu spät, um wenigstens etwas in der Sache wieder gut zu machen. Meine albernen Ansprüche auf Fräulein Helenes Hand nehme ich zurück; sie würden nicht viel besser, als Beleidigungen sein. Aber ach!- indem Sie mir die Augen öffneten, haben Sie mir mehr gezeigt, als für meinen eigenen Frieden gut war."" Ich verstehe nicht, was Sie meinen," sagte sie, mich verwundert ansehend. Hätte ich Sie früher gekannt, Ihre Klugheit, Ihre Lieblichkeit! 0, wenn Sie selbst jetzt noch"", stille, Herr von Heyden, Sie sind toll!" Ich bin vorher toll gewesen, aber jetzt bin ich geheilt und unglücklich. Ich gehe, Sie zu verlassen, denn wie fann ich für mich sprechen? Woher sollten Sie mir glauben?- Und doch, Elisabeth, ich liebe Sie, Sie allein!
Ich werde dich nie verdienen, du holder Engel,- aber keine andere soll je mein Weib werden. Lebe wohl,- und wenn du jemals hörst, daß ich eine andere Wahl getroffen habe, dann verachte und vergiß mich." ―
,, Mein lieber Arthur! Bist du verlobt?
( Antwort.)
Dein getreuer Onkel."
„ Mein lieber Onkel! Zur Genüge! Ich bin verlobt gewesen mit sechs von Deinen schönen Freundinnen und bitte Dich nun um Deinen Segen zu meiner Verbindung mit der geliebten siebenten. Dein gehorsamer Neffe
Arthur."
Die Hochzeitsfeier ging herrlich von statten. Ich war in meinem Glücke nicht allein. Vetter Martin wurde an demselben Tage mit Gertrud, seiner Herzenserwählten, verbunden. Helene, Hilda, Elli, Aenni und Gretel waren Brautjungfern.
Mein holdes Weib kehrte vorige Woche mit mir aus dem sonnigen Süden, wo wir das erste Jahr unserer Ehe zubrachten, nach der Heimat zurück.
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