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Lagrave, diesen der Fälschung der öffentlichen Meinung bezichtigt. Lagrave bekundete, er habe Edgar Combes ge­sagt, die Karthäuser wollten die 2 Millionen an die öffent­lichen Rassen zahlen. Edgar Combes habe ihn veranlaßt, später vor dem Untersuchungsrichter die Sache so darzustellen, als hätten die Karthäuser die 2 Millionen der Regierung zur Verfügung stellen, also sie bestechen wollen. Edgar Tombes bestreitet das, und es kam zwischen ihm und Lagrave bor der Kommission zu erregten Auftritten, beide bezichtigten sich der Lüge.

Rufeland.

O Die Ermordung des Tyrannen Finlands", Bobri­lows, hat das Signal zu einem Aufruhr in Helsingfors gegeben, der von ziemlich bedeutendem Umfang gewesen zu jein scheint. Eine Anzahl Mitglieder der schwedischen Partei plünderte in der Nacht zum 18. d. M. die Bureaus des Generalgouverneurs und tötete 18 Beamte, darunter den Sohn des Admirals Pinken. Auch einige Polizeiämter wurden zerstört. Von russischer Seite wird die Meldung de­mentiert das sicherste Zeichen, daß sie wahr ist. Natürlich werden die Kosaken die Ruhe bald wieder hergestellt haben. Afrika.

Die von den Burengeneralen versprochene Abrechnung über die in Europa gesammelten Buren- Hilfsgelder ist jetzt beröffentlicht worden. Der Nettoertrag der in Europa ge= sammelten Gelder beläuft sich auf rund 2 245 000 Mark. Dieses Geld ist größtenteils an Witwen mit Kindern, Voll­waisen und verstümmelte Familienväter verteilt worden. Außerdem wurden zur Einrichtung von Waisenhäusern etwa 200 000 Mark ausgegeben. Dem Erziehungsfonds, der die Errichtung und Erhaltung christlich- nationaler Schulen be­zweckt, wurden über 800 000 Mark überwiesen. In Reserve stehen noch über 200 000 Mark, die vornehmlich zur weiteren Erhaltung der Waisenhäuser bestimmt sind.

Hof und Gesellschaft.

** Der Kaiser beteiligte sich gestern an der Regatta auf der Unterelbe bei Cuxhaven. Von 10 Uhr 45 Min. ab starteten die zahlreichen zur Regatta gemeldeten Jachten bei borzüglichem Seeglwind. Auf dem Meteor" nahmen der Kaiser, der Reichskanzler und die Herren des Gefolges, auf der Iduna" der Kronprinz und auf dem Orion" Prinz Heinrich an der Regatta teil. Der Meteor" ging als erster durch die Startlinie, dichtauf folgte der Ingomar" des Herrn Plant- Newyork.

Beer und flotte.

Ein großes Flottenmanöver soll am 27. S. Mis. in der Kieler Bucht stattfinden. Es wird von der aus 8 Linien­schiffen, 4 Küstenpanzern, 10 Kreuzern und den Torpedo­boots divisionen bestehenden aktiven Schlachtflotte unter dem Oberbefehl des Admirals von Köster in Gegenwart des Kai­sers, des à la suite unserer Marine stehenden Königs Eduard und des ihn begleitenden ersten Lords der Admiralität, Earl of Selborne, ausgeführt werden. Wie man hört, sollen ver­schiedene Gefechtsbilder gestellt und bei dieser Gelegenheit auch die Leistungen der Torpedoboote im Kampfe mit Schlacht­Schiffen gezeigt werden, soweit letzteres im Scheinkrieg über­haupt möglich ist. Den Höhepunkt des Manövers wird wohl ein Durchbruchsversuch der Torpedoboots flottille darstellen, eine der schwierigsten Flottenübungen. Als im Frühjahr der Kaiser in Malta weilte, ließ er von der englischen Flotte Ererzitien ausführen. Daß nun auch der König von England die Ausführung kleinerer Uebungen befehlen wird, kann als sicher gelten. Die deutsche Marine kann bei dem hohen Stande ihres Könnens dieser Probe ruhig entgegensehen.

Preussischer Landtag.

Haus der Abgeordneten.

( 87. Sigung.) RK Berlin, 21. Juni. Das Haus arbeitete heute im Sturmmarschtempo. Eine Anzahl Kleinerer Vorlagen wurde ohne Debatte in dritter Resung, eine Anzahl anderer in zwiter Lesung angenommen. Eine Besprechung gab es nur bei der dann eingebrachten Interpellation Arendt, welche Auslegung die Staatsregie­rung dem§ 5 des Ausfuhrgesetzes zum Sch I a chtvieh= und Fleisch beschaugesetz gegenüber der Tatsache gebe, daß Vertreter größerer Städte im Herrenhause für die Schlachthausgemeinden das Recht in Anspruch genommen haben, das auswärts bereits tierärztlich untersuchte Fleisch einer abermaligen Untersuchung in den städischen Unter­suchungsämtern zu unterwerfen. Die vom Minister von Podbielski erteilte Antwort besagte: Die Staatsregie­rung ist der Ansicht, daß bei den§§ 5 und 14 des Ausfüh­rungsgesetzes die Absicht dahin ging, daß hinsichtlich des be= reits tierärztlich untersuchten Fleisches auch in den Schlacht­häusern den Gemeinden nur die nahrungsmittel- polizeiliche Kontrolle zusteht. Sie verkennt aber nicht, daß die Frage in der im Herrenhause angedeuteten Weise zur gerichtlichen Entscheidung gebracht werden, und daß die Gerichte anders entscheiden könnten." Nach kurzer Besprechung der Inter­pellation vertagte sich das Haus.

Nab und Fern.

A Ein eigenartiger deutsch- französischer Grenzzwischenfall wird aus Straßburg gemeldet. Zwei Pioniere der 3. Kom­pagnie des dortigen Pionier- Bataillons Nr. 15, die nach dem Dörfchen Grandfontaine beurlaubt waren, verirrten sich über den Donon nach dem französischen Grenzorte Raon- sur­Plaine. Von einem deutschredenden Waldarbeiter dort dar­auf aufmerksam gemacht, sie seien in einer französischen Ort­schaft, machten sie, wie die Straßburger Post berichtet, sofort höchst bestürzt Kehrt und gingen eiligst nach der von ihnen überschrittenen Grenze zurück, in der Abficht, möglichst schnell wieder auf deutschem Gebiet zu sein. Ihr Vorheen wurde jedoch bereitelt. Der Zolleinnehmer, der sie bereits bemerkt hatte, fandte ihnen einen Grenzaufseher nach, der sie zurück­brachte. Beim Bürgermeister erklärte der eine Pionier, daß ihm und seinem Kameraden jeglicher Gedanke einer Fahnen­flucht von ihrem Truppenteile fernläge; er und sein Kamerad hätten sich nur verirrt. Sie glaubten, in Raon- sur- Plaine noch auf deutschem Boden zu sein, da sie nirgends unterwegs angehalten worden seien. Falls ihrem Ersuchen, sie frei­zugeben, nicht stattgegeben würde, müßten sie sofort ihrem Truppenteil von dem Vorfall telegraphisch in Kenntnis setzen. Vom Bürgermeister wurde der Tatbestand sofort an die Prä­fektur von Ranch telegraphiert, worauf von dort die Anord­nung zurückkam. die beiden deutschen Soldaten feien unver­

züglich an die deutsche Grenze zu bringen, vorher sei der ihr Nationale festzustellen. Der Feldhüter des Ortes gab ihnen darauf das Geleite bis zur Grenze.

[ Eine recht langlebige Familie] sind die Geschwister Dolle im elsässischen Dorse Breitenbach im Weilertal, fünf Brüder und eine Schwester, die alle über 70 Jahre alt sind. Die Schwester ist die älteste, sie zählt sogar 83 Jahre und ist schon zweimal Urgroßmutter. Der älteste Bruder, 78 Jahre alt, ist während 45 Jahren Straßenwärter gewesen und trägt jetzt stolz das Allgemeine Ehrenzeichen; er bezieht seit seinem 70. Jahre eine Altersrente. Der zweite Bruder, 76 Jahre alt, ist ein Krimveteran und hat sich vor Sebastopol die Medaille erworben. Der dritte Bruder ist 74 Jahre alt, hat in Italien gefochten und ist ebenfalls dekoriert; die zwei andern waren nicht Soldat, erfreuen sich aber wie die andern einer vollen Gesundheit, mähen und verrichten alle sonstigen Feldarbeiten. Die fünf Brüder haben sich kürzlich photo­graphieren lassen und sind zu diesem Zwecke alle nach Schlett­stadt gereist; denn sie sind stolz auf ihre Jahre, die sich auf insgesamt 453 belaufen. Auch die Eltern der sechs Ge­schwister haben es miteinander auf 153 Jahre gebracht.

6. Sitzung der Großh. Handelskammer Gießen für die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach.

Prototoll Auszug.

=

Gießen, 18. Juni 1904. Anwesend die Herren: Kommerzienrat Koch, Vorsißender, Kommerzienrat Heichelheim, stellvertr. Vorsißender, Balser, Grünewald, Katz, Moll, Nowack, Rinn, Röhr, Wallach, sowie der Syndifus Dr. Knippec.

1. Aus dem Geschäftsbericht ist folgendes mitzu­teilen:

a) Die Handelsfaminer hat Erhebungen über die wirt­schaftliche Bedeutung der Kanalisation der Lahn bts Gießen veranstaltet, deren Ergebnisse in einer Dent­schrift an die Großh. Regierung niedergelegt werden sollen.

b) Zur Deckung der Kosten der kaufm. Fortbildungs­schulen ihres Bezirkes hat die Kammer für die Schulen zu Gießen und Lauterbach die Bewilligung des seitherigen Staatszuschusses, für die Schule in Alefeld mit Rücksicht auf deren besondere Verhältnisse die Gewährung eines höheren Zuschusses als bisher beantragt.

c) In mehreren Streitfällen wurden den Gerichten Sachverständige in Vorschlag gebracht.

2. Finanzielle Unterstüßung einer Fern­sprech verbindung durch die Handelskammer.

Zur Herstellung der geplanten Fernsprechverbindung von Gießen mit den Orten Bieber, Fellingshausen, Crumbach und Frankenbach wird von der Post­berwaltung eine Beitragsleistung der Interessenten von 1500 Mt. verlangt. Die Kammer war daraufhin von den Interessenten gebeten worden, auch ihrerseits einen Zuschuß zu den Baukosten zu leisten. Sie bekannte zwar die Zweck­mäßigkeit der geplanten Fernsprechverbindung an und wird auch das Projekt durch eine eigene Eingabe an die Kais rl. Ober- Postdirektion in Darmstadt unterstützen. Sie muß jedoch von der Bewilligung eines Zuschusses aus ihren eigenen Mitteln absehen, da, abgesehen von sonst gen Bedenken die geplante Fernsprechverbindung vorwiegend nur einem Teile ihres Bezirkes zugute kommen würde.

3. Tarifierung von Eisenerz.

Bon einer Esenerzgrube ihres Bezirkes war die Kammer gebeten worden, dafür einzutreten, daß die Station Frank­furt a. M. als Hafen in den Ausnahmetarif vom 10. Aug. 1902 für die Beförderung von Eisenerz aus dem Lahn-, DU­und Sieggebiet usw. nach den Hochofenstationen dieser Ge­biete und des Ruhrgebietes usw. einbezogen würde, um den Absatz von Erzen aus hiesiger Gegend nach Rheinland­Westfalen zu erleichtern. Die Kammer wird diesem Antrage entsprechen.

4. Erstattung eines Gutachtens an ein Gericht.

In der Streitsache einer Ringofen- und Dach- Pfalzziegel­fabrit gegen eine Baumaterialienhandlung hatte die Handels­fammer einem Gerichte ein Gutachten darüber zu erstatten, ob es handelsüblich sei, daß bestellte Mustersendungen, einerlei ob eine Bestellung daraufhin erfolgt oder nicht, portofrei vom Offerenten zu liefern seien. Die Kammer beschloß nach Anhörung einer Anzahl Sachverständiger dem Gericht mitzu­teilen, daß in der fraglichen Branche en derartiger Handels­gebrauch besteht.

5. Aenderung der Donauumschlagstarife über Regensburg usw.

Mit einer neueren Bestimmung sollen vom 15. Juni 1904 ab die bisherigen Donau- Umschlagstarife über Regens­burg, Passau und Deppendorf für die Ausfuhr nach Dester­reich- Ungarn und nach den Balfanländenn ausschließlich der Süddeutschen Dampfschiffahrts- Gesellschaft zur Verfügung gestellt werden, während alle anderen Schiffahrtsgesellschaften, auch die f. f. priv. Donau- Dampfschiffahrts- Gesellschaft, mit den normalen Lotal- Tagen rechnen sollen.

Die Kammer ist ersucht worden, gegen diese Beror­zugung einer Gesellschaft einzutreten, zumal deren Schiffs­bestand den Verkehr feineswegs bewältigen fönnte und zu befürworten, daß der seitherige Zustand wieder hergestellt würde. Dem Gesuche wurde von der Kammer jedoch nicht entsprochen, da der hiesige Bezirk von jenen Tarifverhältnissen faum berührt wird und da nach einer Erklärung der Eisen­bahnverwaltung die f. f. priv. Donau- Dampfschiffahrts­Gesellschaft angeblich in Desterreich besonders emäßigte Um­schlagstarife genießt, die der Süddeutschen Donau- Dampf­schiffahrts- Gesellschaft nicht zur Verfügung stehen.

6. Gelegentlich der Berichterstattung zum Jahresbericht und einer Umfrage sind der Handelskammer eine Anzahl Wünsche zu den Eisenbahnfahrplänen und den Fernsprechverhältnissen zugegangen. Die Kammer beschloß, diese Anregungen der Eisenbahn- und Postverwaltung zur Ausführung zu empfehlen.

7. Eingänge.

a) Handelskammer Stuttgart zur Talerfrage. b) Bund deutscher Nahrungsmittel Fabrikanten un -Händler, Zusammenstellung von Grundsäßen für die B urteilung von Nahrungsmitteln.

c) Geschäfts-, bezw Jahresberichte der Ortsfrankentafe Gießen, der Tabaf- Berufsgenossenschaft, des Vereins Merf zu Nürnberg, des Vereins für Handlungs- Kommis von 1858, des Verbandes der Vereine Kreditreform zu Leipzig.

d) Führer durch die Maschinen, Eisen- und Metal industrie in Deutschland.

für Deuts& lanb Ausführungen legte welche Folgen wird affatifchen Marktes ha nach dem Falle des japanischer Sieg, der fiber China geben w Bestrebungen der E bielleicht fogar möglic europäischen Weften e und Anschauungsweife der Aftaten und fomm gelben Gefahr für G Rebe fein tönne, b Sieg Japans auch wesentlich verändern führungen, in denen Berfpeftiven aufgeta bas Mißverhältnis, in Oftafien sich zu dem Markte verhält Arieges und feiner& land legt die Rot deutschen Seewehr Beifall der Verfamm beantragte im Anschl lution:

e) Von zuverlässiger Seite sind der Handelskamma Mitteilungen zugegangen über ein neues rumänisches Regl ment für den Polizeidienst an den Grenzübergangspunkter, in den Häfen und auf den Bahnhöfen, Exportbestrebunga deutscher Fabrikanten nach dem russ Weichselgebiet, bie Wirtschaftsverhältnisse in Südengland, de amerikanische Kon furrenz in Südamerika und China, Winke für die deutsche Ausfuhr nach Südafrika, Absatz von Geräten und Maschinen nach Natal, eine empfehlenswerte Agentur in Saloniki, ferner über zweifelhafte Firmen in St. Petersburg, New­Castle de Teyne uno Cairo.

Die Eingänge fönnen während der üblichen Geschäfts zeit im Bureau der Handelskammer eingesehen werden.

Lokales.

21. Junt 1904. A Hochbau aufseher Grünig von Gießen erhielt in der am Montag stattgefundenen engeren Wahl eines Revisionsbeamten für die Sektion Gießen der Bauge werksgenossenschaft die meisten Stimmen.

Gestern Abend gegen 8 Uhr stürzte ein Motorrad­fahrer in der Moltkestraße zu Gießen vom Rade und zog sich dabei mehrere fleine Verlegungen zu. Außerdem wurde die Maschine total defekt.

+ Das Projett eines Generalfulturplans für den obern Vogelsberg ist jetzt durch die dafür im Jahre 1898 eingesezte Kommission unter dem Vorsitz des Ministerialrats Braun fertiggestellt werden. Es handelt sich um die Gemarkungen von 45 hessischen Gemeinden, in denen Aufforstungen, Verbesserung der Weideländereien, Feld­bereinigung, Be- und Entwässerung und die Anlage von Sammelweihern zur Hebung der Ertragfähigkeit durchgeführt werden sollen. Was die Zeitdauer für die Durchführung des Generalkulturplanes betrifft, so sind für die Aufforstungen und Flu bereinigungen 20 Jahre, für die Weidemeliorationen 44 Jahre vorgesehen.

e. Die Landesversammlung des Hessischen Landesverbandes des Deutschen Flotten. Vereins fand am vergangenen Sonntag in Friedberg im Hotel Tapp statt. Vertreten waren alle Ortsgruppen, darunter Asfeld, Allendorf a. d. Lda., Gießen, Klein­Linden, Lang- Göns, Lauterbach, Nidda, Schotten und Ulrich, sten. Der erste Vorsitzende des Landesverbandes, Herr Dr. Willy Merck- Darmstadt leitete die Versammlung. Der zweite Vorsitzende, Herr Oberst a. D. Becker- Darmstadt erstattete den Jahresbericht für die Zeit vom 1. Mai 1903 bis 30 April 1904. Der Verein hat in unserem Lande große Fortschritte gemacht. Die Mitgliederzahl ist von 6267 auf 7916 gestiegen; er zählt jest 79 Gruppen gegen 57 vor Jahres frist, 60 perschaftliche Mitglieder in der Stärke - Der Zu von 9799 gegen 42 in der Stärke von 6332. sammenschluß sämtlicher in einem Kreise wohnenden Mit­glieder zu Kreisgruppen, innerhalb welcher den Orts gruppen die volle Selbständigkeit gewahrt bleiben soll, hat im letzten Jahre wenere Fortschritte gemacht Die wurden von 44 000 finematographischen Vorrührungen

Rheinhessen

Personen besucht. Die Mitglieder- Statistik weist in den Kreisen folgende Zahlen auf: Alsfeld 420 Einzelmitglieder, 2 förperschaftliche Mitglieder in einer Stärfe von 90 Personen. Büdingen 391, 1, 125. Gießen 1068, 5, 323. Lauterbac 382, 5, 536. Schotten 2-5. Auf die einzelnen Provinzen verteilen sich die Mitglieder, wie folgt: Startenburg 3264, 17, 3567. Oberhessen 3071, 13, 1244. 1521, 30, 5085. Das gesamte Großherzogtum Hessen jählt demnach jeßt 7856 Einzelmitglieder und 60 förper schaftliche Mitglieder( Bere in einer Stärke von 9896 Pr sonen). Aus der Rechnungsablage ist folgendes zu entnehmen: Die Einnahmen 8785,73 Mt., die Ausgaben 8525,73 M., es verblieb somit ein Kassenbestand von 233,75 Mt. Eine Reihe von Sagungsänderungen, die Herr Oberkonsistorial sekretär Sonne Darmstadt begründete, wurden nach längerer Debatte einstimmig angenommen. Die auf Grund der selben sogleich vorgenommene Ergänzungswahl zum Landes­ausschuß fiel auf folgende Herren: Kommerzienrat Alvenarius Gau- Algesheim, Gewerberat Baentsch- Mainz, Kreisrat von Hahn- Heppenheim, Rechtsanwalt Dr. Jöckel Il- Friedberg, Vrwaltungs- Direttor Menges- Worms, Oberamtsrichter Römheld- Nidda, Geh. Regierungsrat Schönfeld Schotten, Winisterialsekretär Dr. Valckenberg- Darmstadt und Fabrikant Wenzel- Lauterbach. Zur Eröffnung der Nachmittagsver sammlung verlas der Vorsitzende folgende, von S. Königl Hoheit dem Großherzog eingelaufene telegraphis Antwort:

-

" Dem Hessischen Landesverband des Deutsch en Flotten Vereins dante Ich bestens für den telegraphischen Huldigungs gruß. Ich freue mich über das in Hessen herrschende lebendige Interesse für unsere Flotte und betrachte die Er weckung dieses Verständnisses wesentlich als ein Verdienst des Flotten- Vereins.

Ernst Ludwig."

Zu dem nächsten Punkte der Tagesordnung: Die nächsten Biele und Aufgaben des Vereins" sprachen in zündenden Worten Herr Oberst a. D. Becker- Darmstadt und Herr Landtagsabgeordneter Rechtsanwalt Windecker- Friedberg, w rauf Herr Dr. Vosberg- Refow aus Potsdam seinen ange fündigten Vortrag über das Thema: Der russisch japanische Krieg mit seiner Nuganwendung

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