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ir Deutschland" begann. Das Schwergewicht seiner Ausführungen legte Redner auf die Besprechung der Frage: belche Folgen wird der Krieg auf die Gestaltung des ost­fi atischen Marktes haben? Was wird China, was Japan je rach dem Falle des Sieges für Einfluß üben? Kann ein japanischer Sieg, der Japan vor allem das Uebergewicht iber China geben würde, verderbliche Wirkungen für die Bestrebungen der Europäer in Ostasien zeitigen? Wäre es bielleicht sogar möglich, daß solche Wirkungen sich bis in den europäischen Westen erstrecken? Er schildert die Lebensart und Anschauungsweise, die Fähigkeiten und die Leistungen der Asiaten und kommt zu dem Ergebnisse, daß von einer gelben Gefahr für Europa seiner Ansicht nach gar keine Rebe sein tönne, daß aber darüber hinaus ein etwaiger Sieg Japans auch die Marktlage in Ostasien selbst nicht wesentlich verändern dürfte. Gegen den Schluß seiner Aus­führungen, in denen gewaltige wirtschaftliche und weltpolitische

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Frankfurt a. M, 21. Juni. Das Befinden des am Sonntag während der Predigt vom Schlag gerührten Pfarrers Wilhelm Doll aus Darmstadt gibt zu den ernstesten Besorgnissen Anlaß.

dafür, daß dem Turner die Aufnahme, die er gern hat: offener, ehrlicher und ungezwungener Willkomm, im vollen Maße auch wird. Die Turngemeinde Usingen, hat die Vorarbeiten in recht verständiger und praktischer Weise geführt und will, was den Verlauf des Festes in turnerischer Hinsicht anbetrifft, anderen Vereinen, die Gaufeste schon gehabt haben, nicht zurück stehen. Das erste Mal ist es Usingen vergönnt, das Fest in seinen Mauern feiern zu können, schon darum gilt es um falsche Beur­teilungen über den Gau Hessen in der preußischen Feststadt nicht aufkommen zu lassen daß alle Vereine möglichst der

mit einer recht großen Zahl Mitglieder aufmarschieren.

+ Wettertalbahn. In Steinfurth in der Wetterau fand am letzten Sonntag eine von 260 bis 280 Personen besuchte öffentliche Versammlung statt, in welcher die Frage: Soll die Wettertalbahn über Bad Nauheim geführt werden? besprochen wurde und welche von zahlreichen Orten der teiligung aller An esenden und schloß mit einer einstimmig ( mit drei Stimmenenthaltungen) gefaßten Resolution, in welcher der Wunsch ausgesprochen wurde, daß die Wettertal­bahn über Bad Nauheim geführt wird.

Sinte für die de Berspektiven aufgetan werden, beleuchtet Redner schlagend Umgegend besucht war. Dieselbe verlief unter lebhafter Be­

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bas Mißverhältnis, in welchem unsere maritime Vertretung in Ostasien sich zu derjenigen unserer Hauptkonkurrenten auf dem Markte verhält. Auch die Betrachtung des ostasiatischen Krieges und seiner Rückwirkungen auf Europa und Deutsch­lamb legt die Notwendigkeit der Schaffung einer starken deutschen Seewehr nahe. Vortrag erntete den stürmischen Beifall der Versammlung. Herr Rechtsanwalt Dr. Jöckel II. beantragte im Anschluß daran die Annahme folgender Reso­

lution:

,, Die am 19. Juni tagende Hauptversammlung des Hessischen Landesverbandes des Deutschen Flotten- Ver­eins pflichtet dem in Dresden gefaßten Beschluß des Gesamtvorstands einstimmig und freudig bei. Schnellerer Ausbau und erhebliche Mehrung unserer Flotte sind dringend geboten zum Schuße unseres Vaterlandes, zur Erhaltung seiner Macht und seines Wohlstandes. Nur durch eine starke, allen Mächten Achtung gebietende Flotte vermögen wir unsere Landsleute im Auslande zu schirmen, unseren überseeischen Handel zu schüßen und ben Erzeugnissen deutscher Arbeit die fremden Absag­gebiete zu erhalten und zu mehren."

Die Resolution fand einstimmige Annahme und schloß hierauf mit herzlichen Dankesworten der Vorsitzende die auf das würdigste verlaufene Landesversammlung.

(:) 10,000 Mt. ohne Aufsicht. Eine Frau aus Resselstadt hatte am Montag in Hanau aus dem Verkauf eines Grundstücks 10000 Mt. in Banknoten erhoben. Auf dem Heimwege blieb sie bei einem Kirschenhändler auf dem Markiplaz stehen, ratschte" dort eine beträchliche Weile und vergaß, als sie sich schließlich auf die Socken machte, ihr Batet mit den 10 000 Mt. Nach einigen Stunden tam ste athemlos und holte es ab. Die 10 000 Emmchen hatten die Zeit über unbeachtet dagelegen.

- Turnerisches. In Nr. 6 der Turnzeitung f. d. Gau Hessen" ist folgender Artikel zu lesen: Usingen, das ruhige Städtchen am Fuße des herrlichen Taunus, wird uns beim diesjährigen Gauturnfest beherbergen. Der strebsame gaftfreundliche Sinn seiner Bewohner bürgt

Bekanntmachung.

Bei der am 16. Junt 1904 vorgenommenen plan­mäßigen Verlosung wurden auf 1. Oktober 1904 folgen­de Schuldverschreibungen der Stadt Gießen zur Rück­zahlung bestimmt:

a. vom 1890er Anlehen: Lit A. 121, 148, 172, 188

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zu 2000 Mr. 1000

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B. 11, 26, 98, 134, 158, 289

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C. 38, 80, 88, 131, 181, 267, 281, 295, 387

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D. 41, 64, 97

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E. 79, 112, 115

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b. vom 1892er Anlehen.

Lit. F. 32, 74, 101

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G. 2, 34

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H. 5, 13, 49

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K. 39

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Es wird dies mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß die Einlösung dieser Schuldver­schreibungen und zwar

bom 1890er Anlehen:

bei der Stadtkasse Gießen und bet der Dresdener Bank­Frankfurt a. M.

vom 1892er Anlehen:

bei der Stadtkasse Gießen und bei den Bankhäusern A. Heichelheim- Gießen, Ephraim Meyer& Sohn- Han­nover, Meyer& Plaut- Stassel und Gebrüder Neustadt­Frankfurt a. M. erfolgen kann und daß die Verzinsung mit Ende September 1904 aufhört.

Aus der vorjährigen Verlosung ist noch nicht zur Rückzahlung vorgelegt worden Lit. C. 222.

Gießen, den 20. Juni 1904.

Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum.

Bekanntmachung.

Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Marttlaubenstraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhrwerks- und Fahrradverkehr gesperrt. Gießen, den 22. Juni 1904.

Großh. Polizeiamt Gießen.

Herberg.

Bekanntmachung.

Wegen vorzunehmender Kanalisationsarbeiten können auf der städtischen Lastwage am Neustädtertor bis auf weiteres Verwiegungen nicht vorgenommen werden. Gießen, den 21. Juni 1904.

Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum.

Aus Oberhessen, 21. Juni. Nach den Herbstmanövern wird in der Umgegend von Schliß ein Artillerie­Scharfschießen stattfinden. Auf den Höhenzügen von Rimbach wurden dieser Tage von Artillerieoffizieren Ver­messungen vorgenommen.

+ Runkel a. d. 2., 21 Juni. In Arfurt wurden am Samstag einem Landwirt 8 Stück Rindvieh im Werte von 3000 Mt. vom Blize erschlagen.

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Grebenhain. Während des schweren Gewitters am Samstag sette in Freiensteinau der Strahl ein An­wesen in Brand, das letzterem ganz zum Opfer fiel. Der Geschädigte ist versichert.

Nidda. In Worms starb vor einigen Tagen der in ganz Hessen bekannte Defan i. P. Briegleb, genannt der Sänger vom Vogelsberg". Der Verlebte war in Bü­dingen geboren und von 1854 bis Frühjahr 1855 als Vikar und weilte so oft hier, als sein Weg ihn nach seinem lieben in Nidda tätig. Er hatte Nidda stets in gutem Andenken Bogelsberg" führte, den er so schön besungen. Bei den Versammlungen der hiesigen Seftion des Vogelsberger Höhenklubs" wurden seine Lieder mit Vorliebe gesungen. Als er das letzte Mal hier weilte und gefragt wurde, wie es ihm gehe, antwortete er: Der Kopf und das Herz wollen noch aber die Beine!" Nun hat er ausgefämpft, und der Oberwald rauscht ihm von fern seine Grüße über das Grab.

+ Von der oberen Nidda. Eine solche Fülle von Heu hat es seit Jahren nicht gegeben, und rechnen die Leute eben schon bei nur einigermaßen guter Grummet ernte, für die alle Vorbedingungen vorhanden sind, mit Raummangel. Die Erdbeerenernte, welche jetzt begonnen hat, fällt durch die günstige Witterung beeinflußt, sehr gut aus. Die Zwetschenbäume sind so mit Früchten beladen, daß sie jetzt schon gestützt werden müssen.

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Darmstadt, 21. Juni. Infolge Schlaganfalls starb der Regierungs- und Baurath Dittmar, Vorstand der Eisen­bahnbetriebsinspektion III hierselbst. Der Verstorbene war früher Oberbetriebsinsp for an der Main- N car- Hahn. Neueste Nachrichten.

russische Oberbefehlshaber, General

Kuropatkin, gefangen?

Niutschwang, 21. Juni. Hier verlautet, daß die Japaner wieder einen großen Sieg errungen haben. Sie eroberten nach einem sehr blutigen Kampfe Liutschang, das Hauptquartier des Generals Kuropatkin. Die japanische Kavallerie griff bereits am Samstag die russischen Truppen an; die Schlacht dauerte bis heute Mittag.

Siehen landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Donnerstag, den 23. Juni. Meist hester, Temperatur wenig verändert, nachts fühl, tags mäßig warm, trocken.

Näheres durch die Gießener Wetterkarte. Verantwortlich: für den politischen, vermischten und unter­haltenden Teil Albin Klein Gießen; fur den lokalen Teil Karl Klose, Grünberg.

Bekanntmachung.

Samstag, den 25. Juni, vorm. 11 Uhr, findet in dem Sizungssaal im Bürgermeistereigebäude nochmals die öffentliche Verpachtung der städuschen Sandgrube an der Rödger Straße auf die Dauer

von drei Jahren statt.

Gießen, den 20. Juni 1904.

Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum

Bekanntmachung.

Die unterm 13. April I. J. angeordnete Sperre des Tiefenwegs wird hierinit aufgehoben. Gießen, den 21. Juni 1904.

Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg.

Bekanntmachung.

Die unterm 21. Mai 1. Js. angeordnete Sperre der Crednerstraße, zwischen Hofmann- und Klinikstraße wird hiermit aufgehoben.

Gießen, den 21. Juni 1904.

Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg.

Lieferungs- Verdingung.

Die Lieferung von ca. 1865 3entnern Anthrazit­fohlen II, 1950 3entnern I und II gew. Nußkohlen, 600 Zentnern melierte Kohlen, 400 Zentnern Gierformbr fetts ( Zeche Alte Haase), 4430 II Hüttenkoks und 800 Zentnern Grube Ludwigshoffnung, 24 Raummetern Buchen- Scheit Hüttengroßfofs. 100 Zentnern Preßsteine von der Wege öffentlicher Verdingung vergeben werden. Ange­holz und 78 Raummetern Tannenscheitholz soll auf dem bote sind bis zum 28. 1. Mts., vormittags 11 Uhr, zu welchem Zeitpunkt die Oeffnung derselben auf unserer

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