Einzelbild herunterladen

Afrika.

A Immer wieder kommt es unter den britischen Truppen in der Kapkolonie zu schweren Meutereien. Nach einer am Sonntag in London eingegangenen Meldung haben neuerdings 600 Mann eines Walliser Regiments in Horick ( Natal) offen gegen ihre Vorgesetzten sich empört. Das Ba­taillon war von Pretoria nach Durban, wo es eingeschifft werden sollte, unterwegs. Trotz allen Gegenmaßnahmen der Offiziere zogen die Sechshundert mit ihren Waffen in die Stadt. Dort kam es zu groben Ausschreitungen. Die Soldaten erzwangen in den Schänken die Verabfolgungen von Getränken und brandschatten die Ladenbesitzer. Es kam infolgedessen zu Streitigkeiten zwischen der Bevölkerung und den Soldaten und danach zu blutigen Zusammenstößen. Die Aufrührer verbreiteten sich über das ganze Stadtgebiet und plünderten allerorten. Aus Pietermaritzburg ist ein Ba­taillon des Yorkshire regiments mit zwei Marimgeschützen zur Unterdrückung des Aufruhrs entsandt worden. Hoffent­lich machen die Yorkshireleute mit den Aufrührern nicht ge­meinsame Sache! Unmöglich ist das im britischen Heere keineswegs!

Hof und Gesellschaft.

Der Kaiser hat seine Reise von Gibraltar nach Port Mahon auf Minorca fortgesetzt. Die Stadt war während der Anwesenheit des Kaisers allabendlich illuminiert und die Bevölkerung begrüßte ihn bei seinem Erscheinen an Land überall enthusiastisch. Wie aus Malta gemeldet wird, wird der Kaiser dort morgen( Mittwoch) erwartet. Die eng­lische Flotte wird ihm zur Begrüßung entgegenfahren. Im Palast des Gouverneurs wird Empfang stattfinden.

*** Prinz Waldemarvon Preußen, ältester Sohn des Prinzen Heinrich, der seinen 15. Geburtstag feierte, hat sich, wie uns aus Kiel telegraphiert wird, mit seinem Erzieher zum Ferienaufenthalt nach Dresden auf den Weißen Hirsch", das Lahmannsche Sanatorium, begeben. Der Prinz hat Sialich in Kiel die Einjährigenprüfung bestanden.

Preussifcher Landtag.

Haus der Abgeordneten.

( 47. Sigung.) RK. Berlin, 21. März. Auch heute noch ist der Kultusetat nicht erledigt worden. Dabei sind aber alle Fragen, die die Volks­schul unterhaltung und die Lehrerbesoldung betreffen, aus der Debatte ausgeschaltet und bis nach der Etatsfertigstellung vertagt worden! Sie sollen erst bei dem Initiativantrag Zedlik, der diese Fragen behandelt, erledigt werden. Ueber das Volksschulwesen im allgemeinen ent­sann sich eine lange Debatte. Der Zentrumsredner Ditt i ich forderte einen größeren Einfluß der Kirche auf die ( hule, den wieder der Freisinnige Ernst bekämpfte. Frhr. 1. Zedlip( freikons.) forderte Bekämpfung des Lehrer­mangels im Osten und Beseitigung der geistlichen Kreis­Schulinspektion zu gunsten einer fachmännischen Aufsicht. Dafür sollten die Geistlichen im lokalen Schulvorstand Sit und Stimme erhalten. Kultusminister Studt erwiderte furz, er wollte von den Vorschlägen des Abg. v. Zedlitz nichts wissen. Die weitere Debatte, an der sich der Abg. Wolgast ( frs. Vp.) mit einer langen Rede beteiligte er entwickelte die bekannten Forderungen des Liberalismus auf dem Gebiet der Schule brachte nichts sonderlich Bemerkenswertes, und nach fünfstündiger Sizung vertagte sich das Haus.

Nab und Fern.

Schiffskatastrophen. Wie aus Dublin gemeldet wird, stieß die deutsche Bark Mona" 25 Meilen östlich vom Kish­Leuchtschiff mit der in Swansea beheimateten 1100 Tonnen großen Bark Lady Cairus" zusammen. Lettere sant rasch und, obgleich die Mona" zur Hilfeleistung bei ihr blieb, wurde von Mannschaften oder Reisenden nichts mehr ge­sehen. Später wurde die Mona" nach Dublin eingeschleppt. Bei Thyborön( Jütland) ist der Stettiner Kohlendampfer ,, Saronia" gestrandet. Rettungsboote haben mit dem Schiffe Verbindung; für Menschenleben besteht keine Gefahr. Von Frederikshavn ist ein Bergungsdampfer abgegangen. Ein eigenartiges Mißgeschick verfolgte den von Newyork kommenden Dampfer der American Line New York". Er strandete morgens am Kap de la Hague westlich von Cher­bourg. Der Dampfer kam mit Beschädigungen des Bodens ohne fremde Hilfe wieder los und landete drei Reisende und Post in Cherbourg. Darauf setzte er die Reise nach Southampton fort. Auf dieser Fahrt stieß die New York" nachmittags mit dem Transportdampfer Assaye" zusammen, der mit 500 Mann Trubben nach Indien ausgelaufen war.

Der Wildhirt.

Eine oberhessische Dorfgeschichte von J. Becker. ( Fortsetzung.) ( Nachdruck verboten.) Unter den aus anderen Dörfern eingetroffenen Firmeßgästen erregte besonders ein hübscher junger Bursche allgemeine Aufmerksamkeit, namentlich zischelten fich die Mädchen allerlei über ihn zu. Er hatte im Dorf keine Verwandtschaft und mußte er daher doch einen bestimmten Zweck damit verbinden, daß er zu ber Kirmeß gekommen war. Jedenfalls hatte er Ab­fichten auf irgend ein Mädchen des Dorfes. Der Name bes Hofes, aus dem er stammte, war weit und breit bekannt ihn Oberhessen als ein gutes Werk"- er Stammte aus Burkhennersch Hof, und da seine beiden Taufnamen Johann Heinrich waren, so hatte man sie wie üblich, in eins zusammengezogen und aus ihnen ein Hannhenner" gemacht. Er war also der Burk­hennersch Hannhenner, oder auch kurzweg der Burk­hennersch."

Wenn ein Bursche aus so einem ,, Werk" stammte, wie der Hannhenner, dann war das in jedem anderen Dorfe schon eine gute Empfehlung für ihn. Die Burschen der Kirmeß machten sich mit ihm bekannt und poussirten" Ihn, denn es lag außer in dem ihrigen auch wesentlich in seinem eigenen Interesse, etwas zum Besten" zu geben, nicht etwa, daß er dadurch einen bestimmten Zweck desto eher erreicht hätte, sondern hauptsächlich um die Burschen bei guter Laune und seine Knochen heil zu behalten. Wenn nämlich ein Bursche mit Heirats­absichten in ein fremdes Dorf tam, so mußte er von bornherein mit der etwaigen Feindschaft der Dorf­burschen rechnen, denn sobald sich nur einer unter ihnen befand, der es auch mit dem auserforenen Mädchen

Die Assaye" erlitt starke Beschädigungen. Beide Schiffe haben nunmehr den Hafen von Southampton aufgesucht. Das vor Spithead gesunkene englische Unterseeboot soll durch Taucher repariert, wasserdicht gemacht und dann hoch gebracht werden, da es im gegenwärtigen Zustande infolge der Schwie­rigkeiten, die seine Lage darbietet, nicht gehoben werden kann.

Pestepidemie in Johannesburg. Im Kuliviertel der südafrikanischen Minenstadt Johannesburg ist die Peſt aus­gebrochen. 27 Personen sind bereits der Krankheit erlegen. Es sind energische Maßnahmen getroffen, die farbige Be­völkerung aus der Stadt wegzubringen. Weiße sind bisher von der Krankheit nicht befallen worden.

Vierfacher Mord. Ein furchtbares Verbrechen setzte die Bevölkerung von Wien in Aufregung. Im Dunkel der Nacht schlich sich der Fleischhauergehilfe Ebner in die Woh­nung des Fleischhauers Svatos in Ottakring ein und ermor­dete diesen, sowie dessen Frau durch Messerstiche, danach auch einen Lehrling und eine Dienstmagd. Der Mörder hatte die Absicht, die eiserne Kasse des Fleischhauers zu berauben, durch die Hilferufe der Magd wurde er aber daran verhindert. Ebner wollte durch das Fenster die Flucht ergreifen, durch einen vorbeikommenden Soldaten und einen Radfahrer wurde er indessen festgenommen. Darauf machte er einen Selbstmordversuch.

§ Ein sittenloser Jugenderzieher. Der Hauptlehrer Otto Borchert aus Lessen wurde von der Strafkammer zu Rosen­berg( Westpreußen) wegen Sittlichkeitsverbrechen in zwölf Fällen, begangen an Schulmädchen, zu acht Jahren Zucht­haus und neun Jahren Ehrverlust verurteilt. Borchert ist berheiratet.

§ Das Urteil im Altenberger Spielbankprozeß, das gestern in Aachen gefällt wurde, fiel milder aus, als man anfangs erwartet hatte. Die Angeklagten Bara, Bayly und de Witte wurden zu Geldstrafen von je 100 Francs und der Wirt Bergerhoff zu je 50 Francs Geldstrafe verurteilt, während der Advokat Bograt freigesprochen wurde, weil er seit der eigentlichen Gründung der Gesellschaft nicht mehr Mitglied derselben war.

Anarchistisches Attentat. In Lüttich wurde gestern durch Anarchisten ein furchtbares Verbrechen verübt. Durch Explosion einer Bombe wurden sieben Personen, meist schwer, verwundet.

Folgende Einzelheiten werden darüber telegraphisch be­richtet: Die Bombe wurde vor dem Hause des Chefs der Sicherheitspolizei Laurent gefunden und explodierte in dem Augenblicke, als der Artilleriekommandeur Patyr sie in einen benachbarten Garten bringen lassen wollte, um sie einer Prüfung zu unterziehen. Etwa 30 Personen hatten sich an­gesammelt, von denen 7 verlegt wurden, darunter 4 schwer. Das Wohngebäude Laurents wurde verwüstet, in der Nach­barschaft sprangen zahlreiche Fensterscheiben. Der Kom­mandeur Patyr mußte sich einer Amputation beider Beine unterziehen. Unter den verwundeten Personen befinden sich drei Polizeibeamte, ein Feldmesser, ein Buchdrucker und ein Abt.

Schwerer Unfall bei einer Mainzer Konzertaufführung. Bei der Generalprobe zu einem Wohltätigkeitskonzert des Mainzer Gesangvereins in der Stadthalle brach plötzlich das Podium, auf dem sich 100 Sänger befanden, zusammen. Dreißig stürzten in die Tiefe, von denen mehrere mehr oder weniger schwere Verlegungen erlitten.

Betrügerische Bahnbeamte. Auf dem Bahnhof Essen­West wurden bedeutende Unterschlagungen entdeckt. Bereits benutzte Fahrkarten wurden nochmals ausgegeben. Verschie­dene Beamte sind susvendiert.

Menschliche Bestie. Wegen eines Sittlichkeitsattentats auf die eigene Mutter wurde der Arbeiter Michael Brand­müller in Grafing bei Martinskirchen in Bayern verhaftet. Er kam nachts betrunken nach Hause, überfiel seine 59jäh­rige gebrechliche Mutter und vergewaltigte sie auf bestialische Weise, nachdem er ihr zuvor, um sie am Hilferufen zu ver­hindern, ein Taschentuch in den Mund gestopft hatte. Das Scheusal hatte schon vor einiger Zeit seiner Mutter mit dem Messer bedroht.

Auf seltsame Art ums Leben gekommen ist ein Dort­munder Bergmann namens Liebendahl. Er wollte in seiner Stube eine an der Decke aufgehängte Wurst abschneiden und stellte zu dem Zwecke zwei Stühle aufeinander, auf die er dann selbst stieg. Plötzlich rutschte der obere Stuhl und Liebendahl stürzte ab, im Fallen auf die Kante des unteren Stuhles mit der Brust aufschlagend. Die dadurch erlit­tenen inneren Verlegungen waren so erheblich, daß er ihnen erlegen ist.

des Auswärtigen gern zu tun gehabt hätte, dann hezte der seine Kameraden gegen den Fremden auf und für diesen konnte dann so eine Brautfahrt höchst gefährlich werden. Aus diesem Grunde suchte dann Jeder, der mit gewissen Absichten in ein anderes Dorf kam, sich dadurch die Burschen geneigt zu machen, daß er tüchtig zum Besten gab. Das tat denn auch der Burkhennersch und schon daraus ergab sich, daß er es auf irgend ein Mädchen im Orte abgesehen hatte, nur schien sich dasselbe nicht unter den Tanzmädchen zu befinden, denn sonst hätte er doch offenbar mit ihm getanzt. Er tanzte ja wohl freilich einmal mit dem einen oder anderen, aber er bevorzugte keines derart andauernd, daß man in dieser Beziehung etwas Bestimmtes hätte annehmen Fönnen.

Sobald er sich nämlich mit irgend einem Mädchen näher bekannt gemacht oder es vorzugsweise ,, traktirt" hätte, dann würde ihn ein solches, falls er sein Gefallen erweckt, zum Abendessen in seinem elterlichen Hause eingeladen haben. Auf solche Weise fanden sich oft nachherige Brautleute zusammen. Allein der Burk­hennersch ließ es dazu nicht kommen, obgleich ihn manches gern mit nach Hause zum Abendessen genommen hätte. Wer ihn vielmehr genau beobachtet hätte, der würde entdeckt haben, daß er oft mit seinen Blicken dem Elschen folgte, wenn dieses geschickt sich burch das Gedränge wand. Er hatte auch schon so viel entdeckt, daß ein Nebenbuhler vorhanden war, nämlich Pierersch Hangcurt, und dieser schien seinerseits eine bestimmte Ahnung in Beziehung auf den Burkhennersch zu haben, denn er hielt sich ferne von dem Haufen der Burschen, die sich an einem Tische um den Ge­nannten versammelt hatten, um den Getränken, die dieser ohne Unterbrechung zum Besten gab zuzusprechen.

Selbstmord eines Gattenmörders. Dem irdischen Richt entzogen hat sich im Untersuchungsgefängnis zu Tilsit de Zimmermann Westphal, indem er sich in seiner Zelle mite der Hosenträger erhängte. Westphal war unter dem di genden Verdacht, an seiner Ehefrau einen Giftmord veri zu haben, vor einiger Zeit in Haft genommen worden. Ee böses Gewissen scheint ihn jetzt in den Tod getrieben zu haben Massenausbruch aus dem Untersuchungsgefängni Nachts brachen aus dem Untersuchungsgefängnis am Klapper feld zu Frankfurt a. M. neun Untersuchungsgefangene die meist wegen geringer Vergehen in Haft genommen ware Sie hatten ein Loch durch die Mauer gebrochen und wate so ins Freie gelangt. Dem Vernehmen nach sind die meisen bereits wieder festgenommen worden.

Verzweiflungstat am Grabe der Gattin. In d Orte Ahlsdorf bei Eisleben sollte die Ehefrau des Berg manns Wilhelm König beerdigt werden. Als das Gra fertig ausgeworfen war, sprang der verzweifelte Gatte de Verstorbenen in die Gruft und erschoß sich und machte sein vierjähriges Söhnchen ganz zur Waise.

* Prit Biehung der He folgende Gewi

10000 Mau

2967, 17 357,1

Nr. 3283, 14.27 * Geftern bom Oberverwalty

im Fall Bepf biertelftunden in Buntte bis Danach wird der Berichte vom treffende zu haben und zuläffige Straf werden ihm ei Auslagen aufer * Die B 24. März für

Das Ende des Verschwörers. Die Petersburger Mel dung, daß der Anstifter des Mordanschlags gegen den M nister Ssipjagin, Militärarzt Gerſchuni, auf sein Bittgefu begnadigt worden sei, bestätigt sich nicht. Gerschuni ist be reits hingerichtet worden. Hingegen hat sein Mitverschwe rener Artillerie- Staatskapitän Grigorjem, der später die übrigen Verschworenen verraten hat, ein Gnadengesuch ein gereicht, über das die Entscheidung noch nicht gefallen ist.

Unglückliche Luftreise. In Barcelona fand ein Luft schiffer ein tragisches Ende. Die Hülle seines Ballons plaẞte, als er gerade über dem Meer schwebte. Der Unglü liche fiel ins Wasser und ertrank.

Die vielen Unglücksfälle, die sich in letzter Zeit ereigneten, schrecken aber die Luftschiffer nicht ab, immer neue fühne Fahrten zu unternehmen. Der bekannte französische Aero naut de la Vaulx beabsichtigt mit seinem neuen Luftschiff von Korsika über das Mittelländische Meer nach Algier zu fahren.

Bunte Chronik. In Lüzelsachsen erstach der der Wein­heimer Pflegeanstalt entlaufene Pflegling Grün den ihn ver haftenden Polizeidiener.

-In einem Stettiner Hotel verwundete der Zahlmeister aspirant Schreidecke seine Braut lebensgefährlich und erschoß sich dann selbst.

Bunte Chronik. Der Herzog von Aosta stürzte bei einem Spazierritte in Turin mit dem Pferde und brach sich da linke Bein.

- Zu Kohldorf in Ungarn sprengte ein Grubenarbeiter sein Wohnhaus mit Dynamit in die Luft und tötete so seine Frau, ihren Liebhaber und seine sechs Kinder.

Aus dem Gerichtsfaal.

§ Fahnenflüchtiger Offizier. Seitens des Gerichts der 30. Division in Straßburg im Elsaß wurde der Leutnant Kellermeister von der Lund von der Abteilung des in Saar burg garnisonierenden 1. oberelsässischen Feldartillerieregi ments Nr. 15 für fahnenflüchtig erklärt. Wie erinnerlich, ist der genannte Offizier kürzlich mit der Gattin eines anderen Surchaeaanaen

§ Siebenfacher Mord und Selbstmordversuch. Eine furdit bare Familientragödie fand vor dem Meißener Schwurgeridt ihre Sühne. Der Fabrikwächter Bienert in Meißen, der wegen unheilbarer Krankheit seiner Frau diese und seine sechs Kinder vergiftet und darauf einen Selbstmordversuch begangen hatte, wurde wegen Tötung ohne Ueberlegung zu vier Jahren Gefängnis verurteilt.

§ Die Bestrafung des gestohlenen. Um 80 000 Wiart bestohlen und hinterher wegen Steuerhinterziehung bestraft, vurde der Holzhändler Julius Sechting zu Neu- Ruppin. Der selbe machte am 27. April v. s. bei der Polizeibehörde daselbst die Anzeige, daß ihm am Tage zuvor eine Summe pon ca. 80 000 Mart in Effekten gestohlen worden sei und übergab der Polizei ein Verzeichnis der gestohlenen Wert papiere, das diese veröffentlichte. Alle Nachforschungen zur Ermittelung der Diebe blieben jedoch erfolglos. Desto fin diger erwies sich die Steuerbehörde. Sie hatte auf Grund des von Sechting aufgestellten Verzeichnisses bald heraus gefunden, daß dieser in den Jahren 1899-1903 in den von ihm aufgestellten Deklarationen wissentlich falsche Angaben liber sein Einkommen gemacht habe. Auf diese Weise habe e 80 820 Mart absichtlich verschwiegen. Das Urteil gegen Sechting lautete auf eine Geldstrafe von 4505 Mark oder 3 Monate Haft.

Auch der Zunge" hatte an der Gesellschaft teil genommen, denn wo es frei zu trinken gab, war a dabei. Er betrachtete überhaupt alles, was der Bur hcnnersch spendirte, als eine notwendige Leistung, dieser din Dorfburschen schuldig war. So saßen dan etwa zwanzig Burschen nebst dem Langen um einen Tisch herum, die recht tapfer auf des Burkhenner Kosten zechten und dann gemeinsam einen Gesang a stimmten, daß die Fensterscheiben flirrten.

Während so seine Zechgenossen sich beschäftigten un gütlich taten, war es dem Hannhenner endlich gelungen ein Wort an Elschen zu richten. Er fragte, ob es dent nicht einmal einen nämlich einen Tanz mit ihm machen wolle.

" Oja," hatte das Mädchen gemeint, dem e schmeichelte, daß der vielumworbene Bursche es gerad auf seine Person abgesehen zu haben schten, ich tanz uach mit Dir."

-

Die Zechgenossen waren gewissermaßen darob erfreut daß das hübsche begehrenswerte Mädchen mit der fremden Burschen tanzen wollte- namentlich deshalb waren ste dies, weil alsdann noch weitere Getränke spenden von Hannhenner zu erwarten waren, denn f hatten bald schon soviel heraus, daß der wohl nu Elschens wegen zur Stirmeß gekommen sei.

"

Solo!" schrie da der Lange mit Stentorstimm und nachdem der Tanz aus war, trat Jeder zurück, um das Plätzchen in der Mitte frei zu lassen, damit de Hannhenner mit dem Elschen einen Tanz allein machen fonnte. Es war Schleifwalzer, den sie tanzten, un der fremde Bursche war ein flotter Tänzer, denn schwenkte und wirbelte sein Mädchen derart herum, daß die kurzen Röcke hoch flogen und nicht allein die bunten Besatzbänder der unteren Röcke, sondern auch die roter Strumpfbänder noch zum Vorschein tamen.( Forts. fol

öffnet.

Lages Stadtveror 24. März nach für die Goethe Licher Straße. Straße. 4. Ve 5. Berkauf von von Gelände Streifens aus 8. Ausbau d Weglarerweg. Herftellung de

Klingelsbachs. ringgrabens i tragung von vifitationen. 14 hier: Befehung Neubau der Ausführung des Apparaten für vereins um Ge 18. Vorläufige jahr 1904.

* Dem

Versammlung statteten Jahr des Volfsbad trug, dem 21 am Schluß de Mart vorhand

trugen 33 996 Mart, Braufeb Heilbäder 2538 reinen Betrie Stadt Gießen h Darmstadt ber den Vorstand * Die N

fefte des B fand am Son der Mitglieder ftatt. Eingelei piezen, ausgefü Alsdann folgte Geheimnis."

in fteter Bewegu Herren Seidel

M

H

mit dem

auf der S

Niere

Mineralw

Erinffur

Sunder

Da in Gieß

wir