3. Dem irdischen is gefängnis zu Zil in jeiner Belle m I war unter dem einen Giftmord be nommen worden. Tod getrieben zu f Untersuchungsgefan Sgefängnis am Al fuchungsgefangene Haft genommen r gebrochen und
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Lokales.
22. März 1904.
** Privattelegramm. Bei der heutigen Ziehung der Hessisch- Thüringischen Landeslotterie wurden folgende Gewinne gezogen: 50 000 Mr. auf Nr. 50 893 10000 mt. auf Nr. 22 561, 77 023, 5000 Mr. auf Nr. 2967, 17 357, 19319, 59 621, 74486, 77 674, 3000 Mt. Nr. 3283, 14 272, 15 919, 18 320.
Gestern Nachmittag 6 Uhr erfolgte in Darmstadt vom Oberverwaltungsgerichtshof die Verkündung des Urteils im Fall Lepsius. Das Urteil, dessen Verlesung dreiviertelstunden in Anspruch nahm, lautete bezüglich aller Bunkte bis auf Einen auf Freisprechung. Danach wird der Angeklagte für schuldig befunden in seinem Berichte vom 16. Februar 1899 teilweise un zu treffende Mitteilungen bezüglich der Steinbeile gemacht zu haben und wegen dieser Verfehlung in die geringste zulässige Strafe: eine Verwarnung verurteilt, auch werden ihm ein Zehntel der durch den Prozeß entstandenen Auslagen auferlegt.
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Die Buzbach- Licher Eisenbahn wird am 24. März für den Personen-, Güter- und Tierverkehr eröffnet.
** Tagesordnung für die Sigung der Gießener Stadtverordneten Versammlung Donnerstag, 24. März nachm. 4 Uhr. 1. Baugesuch von Karl Hahn für die Goethestraße. 2. Verkauf von Gelände an der Licher Straße. 3. Verkauf von Gelände an der Grünberger Straße. 4. Verkauf von Gelände an der Wetsteingasse. 5. Verkauf von Gelände an der Schottstraße. 6. Verkauf von Gelände an der Weserstraße. 7. Abtretung eines Streifens aus dem Stadtwalde an die Eisenbahnverwaltung. 8. Ausbau des Mittelwegs zwischen Crednerstraße und Weglarerweg. 9. Neubau der Universitätsbibliothet; hier: Herstellung der anliegenden Straßen. 10. Verlegung des Klingelsbachs. 11. Sielbau; hier: Verlegung des Stadtringgrabens in der Oftanlage. 12. Sielbau; hier: Uebertragung von Arbeiten an Jäger& Rumpf. 13. Die Feuervisitationen. 14. Die Ausführung des Mietwohnungsgesetzes; hier: Besetzung der Stelle eines Wohnungsinspektors. 15. Neubau der höheren und erweiterten Mädchenschule. 16. Ausführung des Fleischbeschaugesetzes; hier: Beschaffung von Apparaten für's Schlachthaus. 17. Gesuch des Lesehallevereins um Gewährung eines außerordentlichen Zuschusses. 18. Vorläufige Bewilligung eines Kredits für das Rechnungsjahr 1904.
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** Dem vom Stadtv. Haubach in der GeneralVersammlung des Gießener Voltsbad(.- G.) erstatteten Jahresbericht entnehmen wir, daß das Vermögen des Boltsbades am 1. Januar 1901 188 863,52 m. betrug, dem 210024,54 Mt. Passiven gegenüberstehen, sodaß am Schluß des Jahres 1903 eine Unterbilang von 21 161,02 Mark vorhanden war. Die Einnahmen im Jahre 1903 betrugen 33 996,15 Mt., darunter für Schwimmbäder 11 298 Mart, Brausebäder 2198 Mt., Wannenbäder 11106,90 t., Heilbäder 2538,80 Mt. Den Betriebseinnahmen stehen an reinen Betriebsausgaben 28003,17 Mt. gegenüber. Die Stadt Gießen hat für 9200 Mt. Attien. An Stelle des nach Darmstadt berufenen Landgerichts- Direktor Dornseiff trat in den Vorstand Architekt H. Meyer ein.
* Die Nach feier zum 40jährigen Stiftungsfeste des Bauerschen Gesangvereins in Gießen fand am Sonntag Abend unter großer Beteiligung seitens der Mitglieder und geladenen Gäste im ,, Neuen Saalbau" statt. Eingeleitet wurde die Festlichkeit durch einige Konzertpiezen, ausgeführt von der Kapelle des Gießener Inf. Regts. Alsdann folgte die Aufführung des Einafters„ Ein ToilettenGeheimnis." Derselbe hielt die Lachmuskeln der Zuhörer in steter Bewegung. Frl. Arnold, Frl. Klauß und die Herren Seidel und Seybicke trugen viel zum Gelingen des
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Stückes bei. Anhaltender Beifall lohnte die Spieler für ihre Mühe. Darauf folgte die Vorführung zweier lebender Bilder, welche sich, mit bengalischem Lichte bestrahlt, wunderschön machten. Ein bis gegen Morgen ausgedehnter Ball hielt die Teilnehmenden in der gemütlichsten Stimmung beisammen. Glückwunschtelegramme trafen an diesem Abende ein von den Gesangvereinen Lollar und Weglar und von Herrn Kommerzienrat Gail. Dem Fest- Komitee sei für das Arrangement die vollste Anerkennung ausgesprochen. Fräulein Turner Lembach, unsere Soubrette vom Stadttheater Gießen, hat nächsten Freitag ihr Benefiz. Auf vielseitigen Wunsch kommt zur Aufführung" Papageno", welches bei der letzten Aufführung sich so außerordentlichen Beifalls zu erfreuen hatte und einen geradezu stürmischen Heiterkeitserfolg errang. Fräulein Lembach hat an ihrem Ehrenabend die Rolle der Berta übernommen und wird durch verschiedene musikalische Einlagen, die ihr Gelegenheit geben, ihr eigentliches Fachkönnen geltend zu machen, der Aufführung besonderen Reiz verleihen, so daß ein Besuch der Aufführung doppelt zu empfehlen ist.
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Kommenden Mittwoch und Donnerstag finden im Neuen Saalbau in Gießen die Oberammergauer Pas sionsspiele unter Leitung des Christusdarstellers Leopold Peterka statt. Das Passionsspiel zeigt die Leidensgeschichte unseres Herrn und Heilands Jesus Christus in 14 Abteilungen mit dem Vorspiel Der Einzug in Jerusalem"; es wird von 50 Personen aufgeführt. Ueber eine in Kassel veranstaltete Aufführung schreibt das„ Kasseler Tagebl. u. Anz.": Passionsspiele im Stile der Oberammergauer nennt Leopold Peterka von ihm arrangirte sogenannte mimischplastische Gruppen, durch die das Leiden, Sterben und die Auferstehung des Heilandes veranschaulicht werden soll. Die Bilder wurden gestern abend im Stadtparksaale zum ersten Male gezeigt, und zwar, wie gleich vornherein betont werden mag, mit recht gutem Erfolge. Bild an Bild in lückenloser Reihe, so zieht die Leidensgeschichte des Heilandes am Auge vorüber. Leopold Peterka verkörpert den Heiland mit ruhiger Sicherheit: seine Mimit ist vollendet natürlich, streng sieht er darauf, der gewiß häufig naheliegenden Versuchung, zu übertreiben, aus dem Wege zu gehen. Sein ausdrucksvolles Spiel ist es, das die figurenreichste Gruppe
belebt.
** Die Heilsarmee hielt gestern Abend in Lony's Bierkeller eine Versammlung ab, die aber nicht besonders besucht war. Als Ouvertüre wurde ein gut gemeinter Choral, an dem sich sämtliche Anwesenden stehend beteiligen durften, gesungen und dann folgte ein warmer Appel an das Portemonaie der Gläubigen und Nichtgläubigen zum Besten der sozialen Arbeit der Gesellschaft. Hierin hat die Heilsarmee allerdings Großartiges geleistet, denn ihre Rettungshäuser beherbergen Tausende die der Prostitution entrissen sind, entlassene Sträflinge usw. Sodann hielt die diensttuende Kapitänin einen Vortrag Wie erreiche ich das höchste Glück", der nicht ganz so ansprach. Für einen an unge= schmückten, einfachen Gottesdienst gewöhnten Protestanten war es des Augengeklappers und verdrehens zu viel, der Schwung mit dem die Ueberbegeisterte sprach, zu groß und man kann den Eindruck, daß es sich hier um Komödie handele, nicht los werden. Das ist ja nun jedenfalls nicht so, aber man hat die Empfindung. Was sollte z. B. daraus entstehen, wenn sich alle weiblichen Seelen von der Heilsarmee finden" ließen? Wer unter uns weilt" sprach die Kapitänin, dem gelüftet es nicht nach Weltlichem! Sehen Sie mich an, ich habe feinen Mann, Gott sei dank und will auch keinen haben." Dann wären wir in gar nicht langer Zeit glücklich so weit, daß den Gläubigen in Mekka der letzte lebendige Christ als Rarität im Affenkäfig gezeigt würde. Trotz alledem soll man die Heilsarmee unterstüßen, in sozialer Beziehung leisten sie sehr viel und das ein Zustand, wie wir ihn oben ausmalten, nicht eintritt, dafür werden die heiratsluftigen Töchter des Landes schon sorgen!
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Da in Gießen viel das Wasser getrunken wird, suchen wir eine Niederlage. W
Wettergasse.
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A Lich, 21. März. Die diesjährige Aufnahmeprüfung für die Ober- und Unterklasse findet am 18. April morgens um 7 Uhr anfangend statt.
+ Friedberg, 22. März. Die Frühjahrsentlassung der vom Predigerseminar abgehenden Kandidaten wird am Donnerstag, 24. März vormittags 11 Uhr im Predigerseminar stattfinden.
× Ulfa, 22. März. Einem in den ärmlichsten Verhältnissen lebenden 83 Jahre alten Mann ging dieser Tage von dem deutschen Konsulat in New- York die Nachricht zu, daß ihm von einer 200000 Mt. betragenden Erbschaft ein Fünftel von seiner fürzlich verstorbenen Schwester vermacht worden sei. Hoffentlich kommt er recht bald in den Genuß des ihm vermachten Gutes.
= Darmstadt, 20. März. Gestern fand hier im Konkurs Schade die erfte Gläubigerversammlung statt, die ein recht trostloses Bild bot. Die Attiven betragen insgesamt 200 000 Mt., denen 1 400000 Mt. Passiven gegenüberstehen.
Marktberichte.
Gießen, 22. März Auf dem heutigen Wochenmarkt lofteten Butter
per Bfb. 0.90–1.00., Hühnereter 2 Stüd 12-14 Pfg., Enteneter St. 8 Pfg., Käse per St. 6-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Pfg., Erbsen per Liter 21 Pig., Linsen per Liter 32 Big., Tauben per Paar mr. 0.80-1.00, Hühner per Stüd Mt. 1.30-1.40, Hahnen, ver Stüd C.80-1.70, Enten per Stüd 1.70-2.20, Gänse per Pfd. 65-70 Pfg., Ochsenfleisch per Pfd. 68-78 Bfa., Rindfleisch per Pfd. 62-68 Pfg. Schweinefleisch per Pfd. 60-72 Pig. Schweinefleisch gesalzen per fund 0.76 Bfg., Kalbfleisch per Pfd. 62-74 Pfg., Hammelfleisch per Pfd. 50-74 Pfg., Kartoffeln pro 100 Kilo 6.00 m., Zwiebeln per 3t. Mr. 7.00-10.00, Aepfel per Gentner 20-25 Mr. Milch ver Liter 18 Vfa. Dauer der Marktzett von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr Nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit übeerhanp nicht, und während der ersten dret Stunden der Marktzeit im Umherziehen feilgeboten werden.
Frankfurter Viehmarkt. Zum Verkauf standen 460 Ochsenen 38 Bullen, 695 Kühe und Färsen( Stiere und Rinder), 226 Kälber, 223 Schafe und Hämmel, 1702 Schweine. Aus Desterreich 100 Ochsen. Bezahlt wurde für 50 Kilo Ochsen: a) vollfleischige ausgemästete höchsten Schlachtwertes bis zu 6 Jahren Mr. 70-73, b) junge fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete Mt. 65 bis 67, c) mäßig genährte junge, gut genährte ältere Mr. 59-62, d) gering genährte jeden Altecs Mr.. Bullen: a) vollfleischige höchsten Schlachtwertes Mr. 62-64, b) mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere Mr. 59-60, c) gering genährte Mt.-, Kühe und Färsen,( Stiere und Rinder): a) vollfleischige, ausgemästete Färsen ( Stiere und Rinder) höchsten Schlachtwertes Mt 60-62, b) voll fleischige ausgemäſtete Kühe höchsten Schlachtwertes( bis zu 7 Jahren) Mt. 57-59, c) ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen( Stiere und Rinder) Mr. 44-46, d. mäßig genährte Kühe und Färsen( Stiere und Rinder) Mr. 41-43, e) gering genährte Kühe und Färsen( Stiere und Rinder) Mr.- Bezahlt wurde für 1 Pfund a) feinste Mast-( Vollm.- Mast) und beste Saugfälber( Schlachtgewicht) 84-86 Pfg.( Lebendgewicht) 50-52 fg., b) mittlere Mast- und gute Saugfälber( Schlachtge wicht) 72-75 Pfg.,( Lebendgewicht) 42-44 Pfg., c) geringe Saugfälber 60-62 Pfg., d) ältere gering genährte Kälber( Fresser) Bfg., Schafe: a) Mastlämmer und füngere Masthämmel 70-72 Pfg., b) ältere Masthämmel 60-64 Pfg., c) mäßig genährte Hämme! und Schafe( Märzschafe) 50-52 Pfg. Schweine: a) vollfleischige der feineren Rassen und deren Kreuzungen im Alter bis zu 1 Jahren ( Schlachtgewicht) 52 Pfg.,( Lebendgewicht) 41 Pfg., b) fleischige ( Schlachtgewicht) 51 Pfg.,( Lebendgewicht) 40 fg. c) gering entwickelte, sowie Sauen und Eber( Schlachtgewicht) 42-44 Pfg., Lebendgewicht-, d) ausländ. Schweine unter Angabe der Herfunft Pfg. Das Geschäft in Hornvieh war gut und ist der Markt geräumt. Frankfurt a. M., 21. März. Fruchtmarkt, Es notierten nach Qualität: An Weizen, hiesiger und Wetterauer mt. 17.75-18.00, furhessischer Mr. 17.75-18.00, norddeutsch. Mr. Kansas Mt. 18.20-18.90, Roggen, hiesiger Mt. 13.90 bis 14.50, russischer Mt. 14.40-14.75. Amerikaner Mt. 14.90 bis 15.30, Gerste, hiesige Mt. 14.75 bis 15.00, Pfälzer, Mt. 14.75 bis 15.40, fränkische Mt. 15.00, Riedgerste Mt. 15.00 bis 15.25, ungarische Mt. 17.25-18.25. Hafer, hiesiger Mr. 13.25-14.25, furbayerischer Mr. 13.25-14.50, russischer Mr. 13.25-14.75 Mais, heffischer Mr. 13.40-14.50, Württemberger Mt.-- bis Mixed Mt. 12.20-12.40, La Plata Mt. 11.75-12.00, weißer Mais Mt. 11.90-12.20, russischer Mt. 13.50-14.00. Alles pro 100 Kilo ab hier.
Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: Albin Klein für das Lokale, den Gerichts-" und" Deffentlichen Sprechfaal": Fr. Oppermann
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