Einzelbild herunterladen

Die Politik.

Zum deutsch- italienischen Handelsvertrage wird aus Rom gemeldet, die deutschen und die italienischen Dele­gierten hätten bereits ihre Wünsche und Zugeständnisse gegenseitig im vollen Umfange ausgetauscht. Diese würden gegenwärtig geprüft. Die Verhandlungen werden demnächst in ein entscheidendes Stadium treten und noch vor Ende Januar beendet sein. Der deutsch italienische Vertrag bietet bekanntlich von allen Handelsverträgen, die Deutsch­land abzuschließen hat, die wenigsten Schwierigkeiten.

Der frühere preußische Staatsminister v. Maybach ist in Berlin im Alter von 81 Jahren verstorben. Maybachs Hauptwerk war die Verstaatlichung der norddeutschen Eisen­bahnlinien.

Die schon erwähnte Angelegenheit der französischen Jäger in Baden hat Anlaß zu der Feststellung gegeben, daß auch im Reich slan de viele Franzosen, wie de Wendel, de Gargan, Graf Hunoltstein, ausgedehnte Jagdreviere be­sitzen, auf denen namentlich auch französische Offi­ziere jagen. Ferner besigt Graf Corny, aktiver franzöſi­scher Offizier, in Corny bei Metz Jagden, die fast den ganzen Gürtel der neuen Forts umschließen. Weiter hat Graf Bertien, Oberleutnant im 25. französischen Dragoner Regiment, vier Gemarkungsjagden in der Um­gebung von Diedenhofen, und einen Waldkompler von 700 Hektaren, in dessen Bereich das wichtige neue Fort auf der Gentringer Höhe liegt. Außerdem wurde ihm auch die Glacisjagd der Festung Diedenhofen gegen eine Jahrespacht bon 100 Mart übertragen! Demgegenüber muß man doch, ohne ein Spionenriecher zu sein, fragen, ob dies den franzö sischen Jägern gegenüber geübte Entgegenkommen nicht zu weit gebe, und ob es nicht angezeigt wäre, Ausländern grundsäßlich die Ausstellung von Jagdscheinen zu verweigern. Balkan- Staaten.

Ein Hoffnungsfunken für König Peter von Servien glimmt am russischen Himmel auf. In Belgrader Regierungsfreisen erzählt man sich, der serbische Geschäfts­träger in Petersburg habe gemeldet, daß der 3 ar beim Neujahrsempfang ihm gegenüber der serbischen Jahrhundert­feier Erwähnung getan und bemerkt habe, a Il es werde ja gut werden". In Belgrad wirkt die Nachricht natür­lich in Hoffreisen wie eine Erlösung. Möglich ist eine solche Doppelzüngigkeit in dem Verhalten Rußlands schon: Vor der Welt nimmt es die Miene des strengen Richters an, und im geheimen treibt es mit dem armen Sünder Bruderschaft. Das war von jeher russische Marime... Die Sache hat natürlich dem König Peter wieder Mut gemacht, gegen die Nörgler" in Serbien andere Saiten aufzuziehen. Nach einer weiteren Meldung aus Belgrad hat die Zeitung Na­rodni Liſt", die seit dem Königsmord den verschiedenen Ka­binetten die schlimmste Opposition machte und deswegen zehnmal mit Beschlag belegt, stets jedoch gerichtlich frei­gegeben wurde, ihr Erscheinen einstellen müssen, weil der Redakteur erkrankt, seine Hauptmitarbeiter verhaftet sind und keine Druckerei die Zeitung weiter drucken will. Selbstverständlich handelt es sich um eine polizeiliche Maß­regelung auf Veranlassung des Königs.

Afrika.

Bon einem neuen Erfolge der Vriten im Somaliland wird aus London berichtet: Major Renna überraschte am 17. d. Mts. einige Dörfer der Eingeborenen in der Nähe von Eilinaada. 50 feindliche Speerträger wurden getötet, 3000 Sa me I e und mehrere tausend Schafe wur­den weggenommen.

Amerika.

Die Katze ist aus dem Sack: Die Yankees glauben den Moment gekommen, wo sie in der Panamaaffäre nicht mehr Versteck zu spielen brauchen: Sie betreiben ganz offen vor aller Welt die unverhüllte Annexion Panamas. Auz Washing. ton wird berichtet: Im Senate brachte heute Morgan eine Gesetzvorlage ein, wonach Panama den Vereinigten Staaten einverleibt und folgende Summen bewilligt werden sollen: 10 Millionen Dollars zur Entschädigungszahlung an die Republik Panama für die Abtretung ihres Gebiets, 1% Millionen Dollars zu einer Entschädigungszahlung an Ko­lumbien und 50 Millionen Dollars zum Ankauf des Eigen­tums der Panamatanalgesellschaft. Angesichts dieser Vorlage ist die Sorge ziemlich unbegründet, mit der man in Pa­na ma selbst gegenwärtig Nachrichten von der columbischen Grenze erwartet. Man fürchtet in Panama, daß die Ko­Lumbier den Marsch nach dem Istomus bereits angetreten haben. Die Truppen Panamas sind übrigens marschbereit. Die Aushebung ist abgeschlossen, und jeden Augenblid fönnen 12 000 Mann ins Feld rücken. In dem Waffenmagazin herrscht außerordentlich rege Tätigkeit, und man ist cifrigst beschäftigt, Gewehre und Munition für die Indianer im Inneren des Landes zu verschaffen. Die Indianerstämme haben sich bereit erklärt, im Falle eines Krieges auf Seiten Panamas gegen Kolumbia zu kämpfen. Zu diesem Kampfe wird es mun ja wohl nicht kommen.

Hof und Gesellschaft.

Der Kaiser traf gestern früh um 9 Uhr von Berlin in Potsdam ein und begab sich zu Wagen nach dem großen Exerzierschuppen, wo er die 2., 7. und 12. Kompagnie bes 1. Garde- Regiments besichtigte. Sodann fand ein zwei maliger Vorbeimarsch statt, an dem alle 12 Kompagnien des Regiments teilnahmen. Der Kronprinz führte als Haupt mann die 2. Kompagnie. Der Schaustellung wohnten bei Prinz Friedrich Leopold, Prinz Eitel Friedrich, die Generalität, das Haupt Quartier und die fremdherrlichen Offiziere. Um 11 Uhr begab sich der Kaiser nach dem Regimentshaus des Offizierkorps und nahm dort das Frühstück ein. Um 12% Uhr fuhr er nach dem Stadtschloß; hier zog er Jagduniform an und fuhr dann zur Fasanen und Kaninchenjagd nach Enten fänger. Der Kronprinz und Prinz Eitel Friedrich fuhren in einem Schlitten ebenfalls zur Jagd, wobei der Kronprinz persönlich die Pferde lenkte.

Aus den Parlamenten.

Ablehnung diese Intrages: tunichit bald einen Geseẞent. wurf zum Zwecke der Beschränkung der regelmäßigen Ar beitszeit der Arbeiterinnen über 16 Jahre in Fabriken und in den gleichgestellten Anlagen auf höchstens zehn Stunden täglich, an den Vorabenden von Sonn- und Festtagen aus höchstens neun Stunden vorzulegen; 2. tunlichst bald einen Gesetzentwurf vorzulegen, durch welchen die regelmäßige Ar­beitszeit der Arbeiterinnen, welche ein Hauswesen zu be jorgen haben, in Fabriken und in den gleichgestellten Anlagen auf höchstens neum Stunden, an den Vorabenden von Sonn und Festtagen auf höchstens sechs Stunden festgesetzt wird Die zweite Resolution, Gröber und Genossen, betrifft die Ausdehnung der Schutzbestimmungen der§§ 135 und 139b der Gewerbeordnung für jugendliche Arbeiter auf die Haus industrie.

Im Reichstage hat das Zentrum zwei neue Reso lutionen eingebracht. Eine Resolution Hiße und Genosser betrifft den zehn stündigen Marimalarbeits tag für Fabriforbeiter und Arbeiterinnen; sie ersucht di Regierung: 1. tunlichst bald einen Gesetzentwurf zur Be schränkung der regelmäßigen Arbeitszeit der Arbeiter über 16 Jahre in Fabriken und gleichgestellten Anlagen au höchstens zehn anden täglich vorzulegen: im Falle der

Hus dem Gerichtsfaal.

§ Ein Offizier wegen Soldatenmißhandlung zur Dienst entlassung verurteilt. Vor dem Kriegsgericht der 40. Di vision in Chemnitz stand der 27jährige Leutnant Karl Müller dom 5. Infanterieregiment Kronprinz" Nr. 104 unter der Anklage der Mißhandlung eines Untergebenen im wieder. holten Rückfalle. Der Angeklagte, welcher wegen gleichen Vergehen schon zweimal vorbestraft ist, hatte seinen Burschen in fünf Fällen geohrfeigt. Das Kriegsgericht erkannte auf ier Monate Gefängnis und Dienstentlassung. Gegen das Urteil beabsichtigt Müller Berufung an das Oberkriegsgericht einzulegen.

§ Eine sonderbare Klinik hatte der Berliner Arzt Dr. Gute­mann gegründet, der sich wegen wederholten Betruges vor der Straffammer zu verantworten hatte. Es gab darin wohl eine Menge Angestellte und Krankenwärter, aber feine Kranke. Da Dr. Gutemann Kautionen unterschlagen und eine Ur­fundenfälschung begangen hatte, wurde er zu 2 Jahren Ge­fängnis verurteilt und ihm auf 3 Jahre die Ehrenrechte ab­erkannt.

§ Tenre Höflichkeit. Der Dant" für einen gerichtlichen Ordnungsruf ist dem Rechtsanwalt Nießen in Köln a. Rh. teuer zu stehen gekommen. Der Anwalt beantragte vor dem dortigen Schöffengericht die Vertagung einer Strafprozeß­sache. Als sich hierüber eine Debatte entspann, und sich N. im Verlaufe derselben einen Ordnungsruf zuzog, antwortete er mit einem Danke schön!". Das Gericht erblickte hierin eine Ungebühr und belegte den Anwalt mit einer Ordnungs­strafe von 50 Mark.,

§ Prügelstrafe in England. Die Umgegend des englischen Seebades Bournomouth wurde seit einiger Zeit durch einen Menschen unsicher gemacht, der Angriffe auf Frauen und Mädchen ausführte. In einem Falle zwang der Bursche eine Frau, die er angriff, sich vor seinen Belästigungen durch Her­ausgabe ihrer ganzen Barschaft freizukaufen. Bald darauf wurde er von der Polizei ergriffen. Nach englischem Gesetz kann nun Straßenraub unter Anwendung von Gewalt noch mit Prügelstrafe belegt werden, und der vorsitzende Richter Darling erklärte, daß es ihm ganz besonderes Vergnügen be­reite, in diesem Falle die Prügelstrafe zu verhängen. Der An geklagte wurde zu 6 Monaten schwerer Arbeit und zu 20 Hieben mit der neunschwänzigen Kaze" verurteilt.

|

Nab und fern.

+ Fahrende Leute. Im Breslauer Palastrestaurant tagt 3. 3t. ein eigenartiger Kongreß: Der Zentralverband Deut­scher Händler, Markt- und Meßreisender" hält seinen 13. Ver­bandstag ab. Der Verband umfaßt die bohémiens der deutschen Geschäftswelt d. h. nicht die Handelsreisenden, die im Verein reisender Kaufleute Deutschlands" organisiert sind, sondern die selbständigen, auf eigene Rechnung arbeiten. den: die billigen Jakobs", die auf Messen und Märkten ihre humoristischen Auktionen abhalten, die Hausierer, die auch ins entlegenste Dorf hinein Schürzen und Bänder und allerlei glitzernden Land bringen, die Karusselbesitzer, die Schausteller, die mit Meerwundern, Fettkindern und anderen Extravagan zen der Naturgeschichte von Ort zu Ort reisen, ferner die flinken Gesellen, die bei jedem welt- oder lokalhistorischem Ereignis gleich mit bezüglichen Denkmünzen und Ansichts farten zur Stelle sind u. s. w., u. s. w. Es sind das aber durchaus keine, weißen Zigeuner", sondern im übrigen solide Staatsbürger mit festen Wohnsitzen. Besondere Zentraler für die Gilde bilden die Städte Magdeburg wo auch der Vorstand des Verbandes seinen Sitz hat Köln und da kleine westfälische Städtchen Herford, wo eine Straße nach den vielen Karusselbesitzern, die dort wohnen, die scherzhafte Nebenbezeichnung Musengasse" führt.

Französische Aufmerksamkeit gegenüber einem dentscje Offizier. Von einem bemerkenswerten Zug besorgter Auf merksamkeit französischer Behörden einem deutschen Offizici gegenüber berichten die in Marseille mit der Post aus Hinter indien angelangten Zeitungen. Ein Offizier des deutscher Kriegsschiffs Sperber" war während des eintägigen Aufent halts seines Fahrzeuges in Saigon von einem Hunde ge bissen worden, der einem Europäer gehörte. Nach der Ab fahrt des Sperber", der nach China unterwegs war, start der Hund. Sofort telegraphierte die Polizei nach Hongkong. um den Offizier davon zu benachrichtigen, und ihm zu em pfehlen, sich in ärztliche Behandlung zu geben, da das Tier vermutlich der Tollwut erlegen sei.

Das Scheinfriegsgericht. Die Unfitte der Scheinkriegs gerichte, die in der englischen Armee im Offizierkorps sowoh wie im Unteroffizierkorps bereits mehrfach zu groben Skan dalen Veranlassung gegeben haben, ist durch einen Fall mit tödlichem Ausgang, der in Kairo vorfam, wieder einmal zu Sprache gebracht worden. Die an und für sich harmlos aus schende Komödie besteht darin, daß Unteroffiziere oder Offi ziere sich damit unterhalten, über einen oder mehrere Kame raden ein nachgeahmtes Kriegsgericht abzuhalten. In der letzten Zeit häuften sich nun aber die Fälle, in denen un beliebte Kameraden in dieser Weise scheinbar scherzhaft ver urteilt und dann in entehrender Weise von ihren Richter mißhandelt wurden. Ein Mitglied der Regimentskapelle der Schüßenbrigade in Kairo wurde nach einem derartigen Schein triegsgericht so mißhandelt, daß er seinen Verletzungen erlag. Die ganze Kapelle ist jetzt verhaftet werden und wird sich vor einem richtigen Striegsgericht zu verantworten haben, das in dem Interesse des englischen Heeres diesen Fall benutzen dürfte, um gegen den Üning in Höchst energischer Weise ein zunchreiten..

Heftige Schneestürme wüten in Bosnien und der Herze­gowina. Im westlichen Bosnien ist der Postverkehr einge­stellt, die Paßübergänge sind unpassierbar. Auch in Tirol herrschen schwere Schneestürme, viele Talwege sind ungang­bar. Lawinenstürze verursachten in Ampezzo und auf dem

Monte Baldo je einen tötlichen Unglücksfall. Auf dem Gardasee sank ein Getreideschiff. Auch im Adriatischen Meer rast die Vora, die Triester Schiffahrt ist fast lahmgelegt.

A Kesselexplosion. In dem Kesselraum der Cambria Steel Company explodierte ein Dampfzylinder. Nähere Nachrichten über das Unglück stehen noch aus, doch gilt als ziemlich sicher, daß 12 Beamte getötet und 25 verlegt sind, unter leẞteren viele lebensgefährlich.

* Opfer der Markensammelwut. Unter dem Verdacht, größere Mengen von Dienstmarken der königlichen Regie. rung in Trier entwendet und in den Handel gebracht zu haben, wurden dieser Tage ein Regierungsbotenmeister und ein Markenhändler von dort festgenommen und dem Untersuchungsgefängnis zugeführt. Die ersten Spuren der Veruntreuungen wurden von der Kölner Staatsanwalt­schaft entdeckt, die denn auch die Untersuchung in dieser Affaire weiterführt. Es sind nämlich auch Einwohner von Köln in dieselbe verwickelt, und bis nach Berlin sollen gestohlene Dienstmarken aus dem Rheinlande verkauft wor­Sen sein.

berlängerte Schüßenfi laffen um eventuell bi Die Befchaffung vo arbeiten für die Ranal von Bementröhren wi Für pie geheiben. Lieferung der Klinter herigen Breife übertra trag für die Herftellung find die Architekten S Mt. 3621,20 Bfg. an Sammlung einverftander regt an die Wafferlad bollfländigen See bilb meister bemerkt, daß belt. Er habe mit Abtretung des Brand den Bescheid erhalten, wohl aber sei man Mart 1,12 tum an dem Bran An der darauf folger Wallenfels, Dr. Gut meister Mecum bem ben der Staat als Quadratmeter groß toften würde, wenn n annehmen wolle, wozu da bas Terrain feinen es der Stadt übereign Der Puntt würde. gefegt.

§ Prinz Prosper Arenberg hat mit seinem Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens gegen ihn vor dem Reichs­nilitärgericht Erfolg gehabt. Der Antrag wurde für be­gründet erklärt und erneute Verhandlung des Prozesses vor sem Gerichte erster Instanz angeordnet. Der Beschluß des Reichsmilitärgerichts stützt sich auf das Gutachten einer Kom­nission des wissenschaftlichen Senats bei der Kaiser- Wilhelm­Ikademie in Berlin, welches dahin geht, daß sich der Prinz ur Zeit des ihm zur Last gelegten Mordes an einem Neger n unseren afrikanischen Kolonien in einem Zustand gestörter Beistestätigkeit befunden hat, durch die seine Willensbestim­nung ausgeschlossen war.

Bergwerkskatastrophe. Im Frielendorfer Braunkohlen­bergwerf bei Zimmersroda in Hessen stürzte eine Kohlenwand bon 10 Meter Höhe ein. Verschüttet wurden vier Bergleute und ein Bamter; drei Bergleute erlitten leichte Verlegungen, zwei blieben tot. Die Bergung der Leichen ist schwierig.

Sihung der Stadtverordneten.

W. Gießen, 21. Januar. Der Oberbürgermeister Mecum teilt der Bersammlung mit, daß Oberbaurat Schmid der Verhandlung betr. Vor­schriften für die Hausanschlüsse an die Ranalisation beiwohnent wird um eventuell auf Anfragen Auskunft geben zu können.

-

-

-

Ferner wird den Stat tverordneten Mitteilung gemacht, daß der seit den 15. Oftober v. J. in Dienst befindliche Pfandmeister Gernand seine Stelle pro 15. September d. Js. wieder gefündigt hat. Betreffend der Kreisamtlichen Ver­ordnung betreffend des Ausmelkens der Kühe für die Vieh­märkte hat der Oberbürgermeister die Wünsche der Versamm­lung seinerzeit dem Kreisamt mitgeteilt und um Milderung resp. Abänderung der Bestimmungen gebeten. Das Kreisamt hat nach Anhörung des Kreistierarztes erklärt, es bei der gegebenen Verordnung belassen zu wollen. Auf Antrag des Stadtv. Heichelheim beschließt die Versammlung die An­gelegenheit ebenso wie die Handelskammer der höheren Instanz zu unterbreiten. Aus Anlaß des 10 jährigen Bestehens der faufmännischen Fachschule spricht die Handelstammer de. Stadtverordneten- Versammlung den Dant des faufmännischen Vereins aus. Die Direktion des germanischen Museums Nürnberg dankt dem Kollegium für die Erhöhung des jähr= lichen Beitrages.. Der deutsche Verein gegen den Mißbrauch geistiger Getränke will am 5. Februar d. Js. in Gießen eine Bersammlung abhalten, um hier eine Ortsgruppe zu bilden und ladet die Stadtverordneten zum Besuche der Ver­sammlung ein. Der Oberbürgermeister teilt mit, daß ein vor einigen Tagen vorgenommener Kassensturz den Beweis geliefert hat, daß unsere Stadtkasse stimmt. Die Versamm­lung tritt darauf in die Beratung der Vorschriften für die Hausanschlüsse an die Kanalisatin ein, deren Entwurf so wie er von der Baudeputation gebilligt, gedruckt vorliegt. Stadtv. Dr. Gutfleisch beantragt heute in der Beratung der Vor­lage als erste Lesung der Bestimmungen einzutreten, während in einer späteren Sigung eine zweite Lesung erfolgt bet der immer noch Anträge auf Aenderung gestellt werden können. In diesem Sinne zu verfahren wird von allen Seiten zuge­stimmt. Die Bestimmungen rufen in einzelnen Punkten leb­hafte Debatten hervor, an denen sich die Stadtv. Schaffstaedt, Haubach, Faber, Dr. Gafffy, Oberbaurat Schmick und Ober­bürgermeister Mecum beteiligten. Es erfolgt die Auslosung der pro 15. Mai d. Js. rückzahlbaren Schuldverschreibungen des 1896er städt. Anlehens im Ganzen 30 000 Mt. 1897er Anlehn werden pro 15. Mai rückzahlbar 20 000 Mt. ausgelost. Vom 1899er Anlehen werden pro 15. Mat rückzahlbar 12000 Mt. ausgelost. Die Nummern der aus­gelosten Stücke bringen wir demnächst im Inseratenteil. Die Anleihe der Stadt Gießen von 1899 600 000 Mt., von denen ausgelofte 12 000 Mt. in Abzug kommen, ist zu 3% verzinslich. Die Finanz- Deputation schlägt vor, das noch vorhandene Anlehen im Betrage von 588 000 Mt. umzu­wandeln in ein 31, prozentiges Papter mit der Maßgabe, daß den Inhabern dieser Stücke, wenn dieselben zum Umtausch gegen 3200- Papiere bereit sind, auf jedes Hundert Mt. ein Aufgeld von 1 Mt. gezahlt wird. Die Versammlung ist mit diesem Antrag einverstanden und wird das 1899er An­lehen pro 15. Mai zur Rückzahlung gekündigt werden.- Die Holzversteigerungen vom 11. und 18. Januar haben wieder ein Wenigergebot gegen die neue Tage gebracht. Auf Antrag der landwirtschaftlichen Kommission werden die Ver­steigerungen genehmigt. Dispensgesuche werden befürwor­tet; beim Baugesuch des Hrch. Carlé Ecke Plock- und Jo­hannesstraße,( Erfer und Baltone), Baugesuche der Geschw. Körner Westanlage( Balfonanbringung nahe dem Nachbar­grundstück), Bangesuch des Wilh. Moeser Mühle an der Lahn, ( Lagerung von Balken in der Brandmauer, doch soll das Lager noch durch Anbringung von eisernen Schienen verstärkt werden), Baugesuch des Chr. In derthal Diezstraße,( Ar­bau in Holzfachwerk), Baugesuch des Ph. Schwan für

-

Vom

-

fg.

Bur Auffte Stadt gehörende Hau langt und bewilligt. der Kapelle auf dem bewilligt und soll schleunigft veranlaffen neg auf 45,9 Rilom

eines 4ten Straßenm es eines weiteren Bo

Straßenreinigung. andere praktischere ftellung ber verlangt Rechnungsjahr wird b der Schwarzlach. alten Steinfrug gefund findet. Der Cuftos fertiger jenes Rruges Töpferhandwerk betrie diesem Grunde im B bereit der Stadt da den Jahren 1650, händigen. Die Sta vorbehaltlich der Gen deffen Zustimmung Rendanten Carl Stro

für die Armen verm Legat den Namen E Die Stadtverordneten berftorbene Rentier H mächtnis von 1000 zur Verabreichung vor Kinder der Volksschul die Bersammlung eint liche Sigung wegen der nichterledigte Teil

*

Erledigt fi Gießen und zu Of Ernannt. Ministertums des In Jann von Gießen zun Geb. Medizinal

*

zu Beginn des Sommer feiner Tätigkeit als L als Direktor der Schüler planen aus di ** Eine Sigu Brünberg- Lid

des Kreisamtmanns S Hirsch flatt.

** In dem neu

tellung eines verfte bahnbrücke bei W forderung für dieser Ferner werden M Haltestelle Großen

*

Zur Aufna gemeldet die Turnve Marburg, fowie de Gießen. ** Die Bieb Thüringischen findet bereits am 26. an die fofortige Los * Dottor J Medizinalrat Dr. M Dottorjubiläum. Dr Landesuniversität err Fakultät ein Glückwu überfandt. Der Gr Klaffe mit der Kro Großmütigen verliehe Profeffor an der Gie ebenfalls als Profeffo * Ede Bran

in dem Neubau der S

ein Herr Bilhelm S