Afrika.
Mit der Nachricht von dem kürzlich von der englischen Presse so pomphaft geschilderten Siege der Briten über den tollen Mullah" scheint es eine ähnliche Bewandtnis zu haben, wie s. 3t. mit den englischen Siegesnachrichten aus Südafrika. Nachträglich aus dem Somaligebiet eingehende Nachrichten stellen die Bedeutung des englischen Erfolges als ziemlich gering dar. Eine wirklich entscheidende Niederlage für den Mullah bedeute das Gefecht bei Fidballi nicht. Transport- und Verpflegungs- Schwierigkeiten würden General Egerton an der Ausnutzung des Erfolges hindern. Erst wenn ein englisch- französisches Abkommen zur Verhinderung der Einfuhr von Feuerwaffen getroffen sei, sei eine wirkliche Niederwerfung des Aufstandes möglich. Die französische Regierung wird vielleicht für ein solches Abkommen zu haben sein. Aber ob sich die am Waffenschmuggel nach Junerafrika lebhaft interessierten französischen Waffenhändler daran kehren werden?
Heer und flotte.
Die Versehung von 150 Leutnants der Feldartillerie zur Infanterie soll, wie in Berliner militärischen Kreisen ver. lautet, in allernächster Zeit, vermutlich schon zum Geburtstage des Kaisers, bevorstehen. Bekanntlich ist vor einiger Zeit die Annahme von Fahnenjunkern bei der Feldartillerie bis auf weiteres sistiert worden, weil der starke Andrang zu dieser Waffe zahlreiche Beförderungen zu Offizieren in den einzelnen Artillerieregimentern über den Ekat herbeiführte, während bei der Infanterie Mangel an Offizieren herrscht.
Der Inspekteur der Verkehrstruppen soll zunächst bersuchsweise soweit es sich um die Garnisonanstalten dei Truppen und Verwaltungsbehörden seines Geschäftsbereiches in Berlin und seinen Vororten handelt, auch in Garnison berwaltungsangelegenheiten, die Befugnisse eines kom. mandierenden Generals erhalten. Ferner soll ei in den Angelegenheiten des Zahlmeisterpersonals und bei der Pensionierung der Unterbeamten seines Gesamtbereiches anstatt der territorialen Generalkommandos zuständig sein. Die Intendantur der Verkehrstruppen erhält- ebenfalls versuchsweise auf den ihr zugewiesenen Verwaltungsgebieten die Befugnisse einer Korpsintendantur; sie wird unmittelbar dem Kriegsministerium unterſtellt. Mit Wahrnehmung der Vorstandsgeschäfte der Intendantur wird ein Intendanturrat betraut. Auf ihn finden die Bestimmungen für die dienstlichen Befugnisse und Pflichten der Korpsintendanten sinngemäß Anwendung. In seinem Nangberhältnis tritt feine Aenderung ein. Der Versuch tritt am 1. April in Wirksamkeit.
Ehrung deutscher Blaujacken in New Orleans. Der deutschen Kreuzerdivision, die den Geburtstag des deutschen Kaisers in New Orleans verbringen wird, steht die freundlichste Aufnahme bevor. Der Feſtausschuß der deutschen Vereine gibt den Offizieren am 26. Januar ein Festessen. Am selben Lage ist für Offiziere und Mannschaften der Dibision in der Artilleriehalle ein Empfang, bei dem die Präsidenten des Sängerbundes und des Kriegerverbandes Ansprachen halten werden, an die sich Liedervorträge und ein Ball anschließen werden. Chicago, St. Louis und andere Städte werden Abordnungen zum Empfange senden.
Das Ende des Streikes.
Crimmitschau, 20. Januar. Durch das Einlenken der Arbeiterschaft ist der Weberstreif offiziell beendet worden. Nach verschiedenen Verlautbarungen soll dieser Ausgang durch den fortdauernden Zufluß von arbeitswilligen Elementen und durch den Abfall der Ausstandsteilnehmer bedingt worden sein. Außerdem wird, ob die Nachrichten zuverlässig sind, weiß man noch nicht, berichtet, daß die Streifmittel nur noch auf etwa 3 Wochen gereicht haben würden. Da 7000 Personen im Ausstand waren, so ergibt sich, bei einer Streifunterstützung bon zwei Mark ein täglicher Aufwand von etwa 14 000 Mark und der ganze Streit, der 21 Wochen( vom 22. August an) gedauert hat, hat sonach bisher die Riesensumme von etwa 2 Millionen Mark verschlungen. Alle Kriegskosten sind bergeblich gebracht worden, denn die entscheidende Frage, ob die zehnstündige Arbeit eingeführt wird oder nicht, bleibt nach wie vor in der Schwebe.
Es ist aber eine durchaus erfreuliche Erscheinung, daß jekt nach Beendigung des Ausstandes die öffentliche Meinung die Frage, wer die Schuld an diesem 3rste trägt, und wer als Sieger oder Besiegter aus diesem Kampfe hervorgeht, böllig bei Seite läßt und sich ohne Kritik auf den Boden des Friedensschlusses stellt. Insbesondere die sächsische Presse, die zum weitaus größten Teile auf Seiten der Unternehmer stand, richtet an die Fabrikanten die Mahnung, bei der Wiederaufnahme der Arbeiter weise Mäßigung zu üben. Sie warnt vor Straferefutionen und Vergeltungsmaßregeln. Doch scheinen diese nicht ganz ausbleiben zu wollen. Die Versammlung der gesamten Tertilfabrikanten soll beschlossen haben, sämtliche Streifende, die bei dem Ausstand an leitender Stelle gestanden hätten, dauernd auszusperren. Immerhin aber sind die Fabrikanten selbst bei der versöhnlichsten Stimmung in einer kritischen Lage, denn die volke Zahl der Arbeiter fönnen sie nicht mehr einstellen, weil der Umfang der Arbeit eingeschränkt worden ist, bis die alte Kundschaft sich wieder eingefunden hat, sodann auch meil die seitherigen Arbeitswilligen einen moralischen Anspruch auf weitere Beschäftigung geltend machen werden. Die Zahl der vorläufig arbeitslos bleibenden Weber wird von den Fabrikanten auf mindestens 3500, d. h. die Hälfte der Streifenden geschätzt. Mit diesem Gedanken werden sich auch die Arbeitnehmer vertraut machen müssen, wie ja überhaupt jeder Krieg dauernde Opfer fordert.
Im wesentlichen wird also die Form des Friedensschlusses von großer Bedeutung sein. Die Fabrikanten müssen vor allen Dingen rein sachlich durch Darlegung der Verhältnisse und durch Nachweisung des geringeren Arbeitsbedarfs vorgehen und jede persönliche Gehässigkeit, soweit irgend angängig, vermeiden. Da sich die Unternehmerkreise bei diesem Kampf auch organisatorisch näher getreten sind, so sind auch die Vorbedingungen zu einer einheitlichen Regelung des dauernden Friedenswerkes günstiger geworden. Der Zehnstundentag war die primäre Forderung der Arbeiter. Mögen nun die Fabrikanten dahin wirken, daß entweder durch private Vereinbarung oder durch ein Reichsgesetz diese nicht ganz unberechtigte Forderung erfüllt wird. Könnte dies erreicht werden, so wäre das der versöhnlichste Abschluß des ganzen Krieges.
Der preussische Etat.
CB Der preußische Finanzminister dürfte wohl wegen seines günstigen Etats von seinen sämtlichen Kollegen im Reich beneidet werden, denn er schließt mit einem Ueberschuß von 22 Millionen Mark ab, während sonst allüberall bittere Not und Defizit herrscht. Insbesondere Sachsen hat ganz besonders unter dem Druck der Zeiten zu leiden. Das ist begreiflich aus zweierlei Gründen. Einmal weil Sachsen als vorwiegender Industriestaat jegliche Ungunst der Konjunktur erheblich mehr spürt als Preußen, sodann, weil seinem Eisenbahnnetz durch die Wasserstraße der Elbe eine scharfe Konkurrenz gemacht wird. Im Gegensatz dazu aber ist gerade das preußische Eisenbahnsystem das Rückgrat der Janzen Staatsverwaltung. Die Eisenbahn liefert dem Staate einen Ueberschuß von 16 Millionen Mark ab, obleich der Finanzminister ein Vierteljahr vor Ablauf des letten Etatjahres noch auf ein Defizit von 35 Millionen Mark gerechnet hat. Im ganzen bringt die Eisenbahn einen Ertrag von 100 Millionen Mark, von denen etwa 32 Millioien sofort wieder in den außerordentlichen Ausgabenetat zur Anlegung von neuen Linien und zur Vervollkommung der Betriebsweise eingestellt werden.
Das charakteristische Merkmal der preußischen Finanzaufmachung liegt erstens darin, daß bei der Schaffung von werbenden Kapitalanlagen keine unzeitgemäße Sparsamkeit geübt wird und zweitens, daß die guten Erntejahre der Staatsfinanzverwaltung zur reichlichen Ausstattung des außerordentlichen Etats behufs Schaffung solcher werbenden Werte benützt werden. Dieses Finanzverwaltungssystem ist von dem verstorbenen Herrn v. Miquel begründet worden, der sich die Technik wohl bei der Bilanzaufstellung als Direktor der Diskontogesellschaft angeeignet haben mag. Erfreulicherweise hält auch sein Nachfolger an diesem bewährten Syſtem fest, wie er andererseits auch die Staatseisenbahnverwaltungen gegen eine Entwertung ihrer Leiſtungen für die allgemeinen Staatsbedürfnisse schüßt. Er hat hierin eine ungleich leichtere Stellung als sein Amtsvorgänger, der den ganzen Ansturm der Kritik wegen seines hartnäckigen Widerstandes gegen Tarifermäßigungen auszuhalten hatte. Derartige Forderungen sind ja stets populär, aber ihre Durchführung kann von unberechenbarer Wirfung auf die Etatsaufstellung werden.
In dem gegenwärtigen Kollegium der Berater der preuBischen Krone hat der Leiter des Verkehrsministeriums, General Budde, die Aufgabe übernommen, unter Aufrechterhaltung der Tarifpolitik, die Umwandlung des Bahndienstes mit den modernſten technischen Betriebsmitteln durchzuführen. Die starke Stellung der preußischen Eisenbahnverwaltung wird vor allen Dingen auch geschaffen durch den Zusammenhang des Verkehrs. Durch den Anschluß der jessischen Bahn und der Main- Neckarbahn, sowie auch durch private Verträge mit der Pfalzbahn hat Preußen eine direkte Verbindung mit den Bahnen der Reichslande herJestellt und hat sonach den Verkehr von Ost zu West und om Meer bis zu den Alpen in seiner Gewalt. Mag auch Der heutige Leiter des Finanzministeriums nur der Erbe des großen Finanzstrategen Miquel sein, so darf er doch auch das Verdienst für sich in Anspruch nehmen, daß er sein Ressort m modernen Sinn und darum ersprießlich verwaltet.
Nab und Fern.
Zu dem Herzensroman des österreichischen Erzherzogs Ferdinand Karl wird weiter gemeldet, daß die Familie Czuber erklärte, der Erzherzog habe am 27. Dezember offiziell um die Hand des Fräulein Marie Berta Czuber angehalten, die er in Wien fennen gelernt hatte und der er im letzten Sommer bei ihrem Oheim in der Villenkolonie Rostok bei Prag begegnete. Die Braut ist eine ungewöhnliche Schönheit, von feinster Bildung und beherrscht mehrere Sprachen. Der Erzherzog ist sehr beliebt in der Prager deutschen Gesellschaft. Er besitzt bürgerliche Gewohnheiten, lebt überaus einfach und bewohnt nur fünf Zimmer in der riesigen Hradschinburg, die der Kaiser ihm zur Verfügung stellte. Zwei politische Heiratsprojekte, in deren Mittelpunkt der Erzherzog früher stand, mit der Prinzessin von Asturien und der Großfürstin Helene von Rußland haben sich wohl mit Rücksicht auf seine Neigung zu Fräulein Czuber zerschlagen. Wenn der Erzherzog nach einer in Aussicht genommenen längeren Reise ins Ausland auf seiner Absicht bestehen wird, so soll er sein Herzensbündnis schließen, aber alle seine Würden niederlegen und den Namen einer seiner Tiroler Besitzungen annehmen.
A Gegen den Realschulprofessor Dr. Deditius in Elberfeld, der dieser Tage von der Anklage der vorsäßlichen Tötung eines seiner Schüler vom dortigen Schwurgericht freigesprochen wurde, ist, gutem Vernehmen nach, das Disziplinarverfahren eingeleitet worden.
Zu den Pirnaer Offiziersduellen. Wie aus Dresden Jemeldet wird, hat jetzt König Georg selbst in die Pirnaer Offiziers- und Ehebruchsaffäre eingegriffen, um die Untersuchung zu beschleunigen und die Verhandlung vor das Dresdener Kriegsgericht zu bringen. Auch Kaiser Wilhelm hat anbefohlen, daß man ihm über die Affäre Bericht erstatten möge.
Selbstmordversuch eines zum Tode Verurteilten. Der Arbeiter Cegielski aus 3nin, welcher, wie erinnerlich, wegen Ermordung und Beraubung einer Arbeiterfrau vom Schwurgericht in Bromberg zum Tode veruteilt worden ist, unternahm im dortigen Untersuchungsgefängnis einen Selbstmordversuch, indem er sich mit den ihm angelegten Kettenfesseln erdrosseln wollte. Das Vorhaben wurde aber von einem Gefängnisbeamten rechtzeitig bemerkt, worauf man durch festeres Anschließen weiteren Selbstmordversuchen vorbeugte. Außerdem wird der Todeskandidat Tag und Nacht unausgesetzt beobachtet.
Selbst gerichtet. Im Hamburger Hafen gab es eine aufregende Szene. Ein schwarzer Matrose legte an Bord der Bark„ Barmbeck" aus Nache Feuer an. Dieses wurde edoch rechtzeitig bemerkt und gelöscht. Der Neger sprang, als er sich entdeckt sah, ins Wasser und ertrank.
Zwei blutige Liebesdramen, deren Hauptakteure_zufälligerweise beide Brauer sind, werden gleichzeitig gemeldet. In Alter: burtscheid bei Aachen erschoß ein Brauergeselle aus verschmähter Liebe seine Arbeitgeberin, die verwitwete Brauereibesizerin Luettgens, und tötete dann sich selbst.- Der zweite Fall spielte in Erlangen. Dort erstach der Brauer ingel aus Diepersdorf seine Geliebte, die Dienstmagd Niersberger. Der Mörder wurde verhaftet.
* Der Herr Revisor. Bei dem Rechner eines DarlehensLassen- Vereins in der Nähe von Bamberg stellte sich dieser
Tage ein feingekleideter Herr als Regierungsrat aus Bayreutr vor, mit dem Beifügen, im Auftrage der königl. Regierung dassenrevision vornehmen zu müssen. Nach einigen einleiten. den Bemerkungen, sowie pflichteifrigen, stenographischen Aufzeichnungen in dem hervorgeholten Notizbuche, verlangte Der Herr Regierungsrat" den Vorsturz der Kasse, gestattete dem Rechner hierbei in entgegenkommender Weise, das Silberjeld aufzuzählen, indes er selbst das vorhandene Gold etwa 1000 Mark- nachzählen wolle. Nach Beendigung des Sassasturzes gab der„ Herr Regierungsrat" noch einige Anweisungen, wie es fünftig gemacht werden solle, überreichte dem Rechner herablassend eine Zigarre und empfahl sich mit der Bemerkung, daß er am Montag mit der Revision beginnen werde. Dem Rechner war das Benehmen des„ Herrn Regierungsrats" nachträglich doch etwas auffällig vorgeTommen, und es stiegen ihm Zweifel an der Echtheit des Titels auf. Bei der sofort nochmals vorgenommenen Kassensturze ergab sich, das in der Kasse, und zwar am Golde 130 Mark fehlten, welche der Herr Regierungsrat" aufzuzählen vergessen hatte, bezw. kunstgerecht in seiner Tasche verschwinden ließ. Sofortige Recherchen nach dem„ Herrn Regierungsrat" blieben erfolglos.
Vermischtes.
* Handels Sigung wurden bi Roch und Rommer bie Sigung felbft to
zurück.
*
*
Frembent
theater. Da bie Ba bon Bublifum wie anerkannt wurde, f diefes Stückes am auswärts außerorden des Andranges, nid entsprochen werden to nachm. 3% Uhr, intereffanten Wertes Breifen der Fremden Gießener, die das gefehen haben, feier * Sein 300 fundlich anfangs 1 Bistor in Gießen eine Schlofferei; fei wird schon als Eife erbte fich Generatione die Herren Heinrich furt a. M. überging. * Kirchenfte genehmigten Beschlif und Organe sollen ftreitung der Bedürf Kirche des Großherz fatholischen Kirche d zu den direkten St werden. * Als Bea Denkmalspfleg Gegenstände ift beft Kreis Echotten, Are der Gif nbahn Fried
[ Kaiserliches Geschenk an englische Dragoneroffiziere.] Dem Offiziertorps des 1. britischen Dragonerregiments, dessen Chef er ist, hat Kaiser Wilhelm eine ganz besonders Aufmerksamkeit erwiesen. Der deutsche Botschafter Gras Wolff- Metternich gab den Offizieren, die in nächster Zeit mit ihrem Regiment nach Indien ausrücken, ein Abschiedsdiner, bei dem er ihnen die Abschiedsgrüße unseres Kaisers übermittelte und zugleich als Andenken wertvolle Reitgerten überreichte.
[ Berliner Hereros.] Drei Leute aus dem Stamme der Hereros, der jetzt gegen uns die Waffen erhoben hat, sind seit 1896 friedliche Berliner Einwohner. Sie gehörten einer Truppe an, die in jenem Jahre auf der Berliner Gewerbeausstellung vorgeführt wurde. Sie fanden Gefallen am Berliner Leben und blieben dort. Sie haben jeder ein Handwerk gelernt, ernähren sich jetzt aber als Kellner, Portier und Artist.
[ Klänge aus der Wüste".] Unter dem vielversprechenden Titel„ Die Wüste" hat ein Herr Erich Mühsam ein Buch veröffentlicht, dessen Inhalt Gedichte der gewählten Gesamtbezeichnung denn auch vortrefflich entspricht. Als eines der gelungensten" Stücke der Sammlung verdient das folgende bezeichnet zu werden:
„ Ich liebe euch nicht, euch halbseidene Waschlappen mit der wabbligen Weiche glitschi jer Kaulquappen. Eurer Lyrik süßlichen Honigseim
mit Schmerzen im Herzen in jedem Reim immer das gleiche
ich liebe das nicht, Packt euer Dichterherz tödlicher Weltenschmerz,
ihr lieben Kollegen
in Desterreich drüben,
macht doch ein Ende dem Lieben!
Kann es anders nicht sein,
so ersäuft euch meinetwegen,
aber dichten
nein, nein!"
1
Wenn der Autor die letzte eindringliche Mahnung dock nicht nur für andere geschrieben, sondern auch selbst beherzigi hätte!
[ Der verschwundene Trauring.] Ueber einen selt. samen Zufall wird aus Brandau in Desterreich berichtet. Vor ungefähr drei Jahren ging einem dortigen Hausbesitzer ein Trauring verloren; alles Suchen nach ihm blieb vergeblich. Als nun dieser Tage die Hausziege geschlachtel wurde, fand man den vermißten Ring in der Zunge des Tieres, in die er eingewachsen war.
†[ Das große Los" der Taubstummen.] Der erste Hauptgewinn der letztgezogenen Lotterie zu gunsten der Düsseldorfer Rochuskirche, bestehend in einem BrillantKollier im Werte von 30 000 Mart, ist acht Mitgliedern des Taubstummenvereins in Bonn in den Schoß gefallen. Ein Mitspieler hatte das Glückslos während eines Weihnachtsbesuches in Essen gekauft und die übrigen Mitspieler zur Beteiligung eingeladen.
[ Der verbannte Araberscheich Mokchrani,] der vor 30 Jahren von dem, französischen General Saussier in dem blutigen Treffen von Bon- Thalet aufs Haupt geschlagen und gefangen wurde, hat sich von Neu- Kaledonien aus, wo er als Verbannter lebt, mit einem Bittgesuch an den Präsidenten Loubet gewandt. Der alte Mann fleht um die Gnade, in der geliebten Heimat sterben zu dürfen. Die Franzosen warben s. Zt. um Mofchranis Gunst und ernannten ihn sogai zum Kommandeur der Ehrenlegion. Als aber das Un. glücksjahr 1870/71 über sie hereingebrochen war, da hängte Mofchrani den Orden der Ehrenlegion an den Schwanz seines Renners und ließ die Fahne des Aufruhrs entfalten Schließlich mußte er aber doch der Uebermacht unterliegen [ Ein Zementhaus] wird durch die Vereinigung der nordamerikanischen Portlandzementfabrikanten Weltausstellung in St. Louis mit einen Kostenaufwande vor 200 000 Mart errichtet worden. Es darf nur Zement, der von Mitgliedern der Vereinigung geliefert wird, verwende werden. Der Bau wird erst während des Verlaufs der Ausstellung vorgenommen, um den Besuchern zu zeigen, in welcher Weise Zementgebäude errichtet werden und mit wel cher Schnelligkeit der Bau vor sich geht.
auf der
[ Bescheidenheit ist eine Zier.] Präsident Roosevelt ist, wie bekannt, ein eifriger Bekämpfer der namentlich im Familienleben der höheren amerikanischen Gesellschaft immer mehr um sich greifenden malthusianischen Tendenzen. Selbst glücklicher Vater einer zahlreichen Familie, unterläßt er feine Gelegenheit, seine Landsleute, wie durch das Beispiel, so durch das Wort zur Rückkehr zu den Gewohnheiten einer gesünderen Zeit anzufeuern. Gestern wurde im Weißen Hause, wie der„ New York Herald" berichtet, eine Deputation aus Chicago empfangen. Unter den Herren befand sich ein Richter namens Dunne, der dem Präsidenten als„ Chicagoer Roosevelt- Demokrat und Vater von dreizehn Kindern" vor gestellt wurde. Das Staatsoberhaupt begrüßte den Juristen mit Enthusiasmus.„ Ein Hurra für Richter Dunne," sagte er, ihm die Hand schüttelnd. Sie haben mich um sieben Stück geschlagen! Ich bin stolz auf Sie, Richter Dunne!" Der Gelobte wurde rot, verbeugte sich und bemerkte bescheiden: Sie haben sich ja noch nicht zur Ruhe gesetzt, Herr Präsident!"
*
Nidda Büdingen- Bel
a. D. R. Kramer zu ** Für die in wird mit den von mitteln von Seiten d in den nächsten Tage Baden vorhandenen je e der vorhandener eine solche Anlage i einen Vertreter.
* Da bereits zu
tagt, findet der Ar und zwar in Ba 2 Monate früher ang der Gauturntag erft
März If. Js. in
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1. Bericht des Gar
2. Genehmigung
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4. Rechnungsablag 5. Festsetzung der
6. Etwaige Anträg 7. Festsetzung des 8. Wahl und Fest Gemeldet: Män
9. Wahl des Festo meldet: Turners Der Turnber
feine Jahresversamml 425( 346 männlich Turnbesuch ist etwas Prof. Bamser br daß diese Erscheinung fei und auf die Ret stellt worden ist. T landsfreunden in der eine rege Agitation Turnens und Spiel zur Bildung bon nens, Spieles, Sh Anzahl Gewer
haben mit den T Schloffen, daß ihre Schädigung zum T Diese Gewerbetreib für die Lehrlinge schätzen, so daß
über den Turnbes wir hier nicht so und Gewerbetreiber Lehrlinge einsehen und fann uns nur Gewerbeftand die jungen Leute dann redt unfinnigen,
unregelmäßigem Be
Wie der Großh. Staatsan Antlage gegen die Sens erhoben. Kompagnie des 1. 13. November 187 fucht, ihre Adresse Ramerad" gelange Angelegenheit als
Den von S Sendenbergische Natu


