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Lokales.
21. Januar 1904. ** Handelskammer. In der gestrigen KammerSigung wurden die bisherigen Vorsitzenden, Kommerzienrat Roch und Kommerzienrat Heichelheim, wiedergewählt. Auf die Sigung selbst kommen wir noch in ausführlicher Weise
zurück.
* Fremden vorstellung im Gießener Stadt. theater. Da die Bapfenstreich Vorstellung des Stadttheaters von Bublifum wie Presse allgemein als eine mustergiltige anerkannt wurde, so gab sich für die Fremdenvorstellung dieses Stückes am vergangenen Sonntag namentlich von auswärts außerordentlich großes Interesse fund. Da, wegen des Andranges, nicht allen Wünschen nach Billets mehr entsprochen werden konnte, ist für nächsten Sonntag( 24.), nachm. 32 Uhr, eine letzte Vorstellung des hochinteressanten Wertes angesezt worden, die wiederum zu den Preisen der Fremdenvorstellungen stattfindet. Auch diejenigen Gießener, die das vielberufene Werk Beyerleins noch nicht gesehen haben, seien auf diese lette Gelegenheit hingewiesen.
Sein 300 jähriges Bestehen begeht die urfundlich anfangs 1600 gegründete Eisenhandlung von Emil Bistor in Gießen. Der Gründer Hans Peter Pistor betrieb eine Schlosserei; sein Nachfolger Johann Hieronimus Pistor wird schon als Eisenhändler genannt. Das Geschäft vererbte sich Generationen hindurch, bis es im Jahre 1896 an die Herren Heinrich Selbst und Louis Schüßler aus Frantfurt a. M. überging.
* Kirchensteuern. Nach den von dem Ministerium genehmigten Beschlüssen der zuständigen kirchlichen Behörden und Organe sollen im Rechnungsjahr 1904/05 zur Bestreitung der Bedürfnisse der G.samtheit der evangelischen Kirche des Großherzogtums 11 Prozent, der Gesamtheit der fatholischen Kirche des Großherzogtums 6 Prozent Zuschlag zu den direkten Staatssteuern ausgeschlagen und erhoben werden.
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Als Bezirks- Stellvertreter für den Denkmalspfleger für Altertümer und bewegliche Gegenstände ist bestellt worden: für den Kreis Gießen, den Kreis Echotten, Kreis Büdingen mit Ausnahme des südlich der Eis nbahn Friedberg- Nidda und westlich der Eisenbahn Nidda Büdingen- Gelnhausen gelegenen Teils; Hauptmann a. D. K. Kramer zu Gießen.
** Für die in Oberhesseu geplanten Lagerhäuser wird mit den von der Regierung bereit gestellten Geldmitteln von Seiten des landwirtschaftlicher Provinzialvereins in den nächsten Tagen eine Reise zur Besichtigung der in Baden vorhandenen Lagerhäuser unternommen. Hierzu stellt je e der vorhandenen Lagerhausgenossenschaften und die für eine solche Anlage jezt in Betracht kommenden Gemeinden je einen Vertreter.
* Da bereits zu Ostern der deutsche Turntag in Berlin tagt, findet der Kreis- Turntag schon am 28. Februar und zwar in Bad Nauheim statt. Durch den um 2 Monate früher angesetzten Kreis- Turntag konnte dieses Jahr der Gauturntag erst hinter dem Kreis- Turntaq zum 13. März If. Is. in Gießen( neuer Saalbau) Vormittags 10 Uhr mit nachstehender verläufiger Tagesordnung
anberaumt werden:
1. Bericht des Gauvertreters und des Gauturnwartes. 2. Genehmigung des Gauturntag- Berichts pro 1903. 3. Entlastung des Rechners pro 1902.
4. Rechnungsablage pro 1903.
5. Festsetzung der Gausteuer pro 1904.
6. Etwaige Anträge.
7. Festsetzung des Gauturnfestes in Usingen.
8. Wahl und Festsetzung der Gauturnfahrt pro 1904. Gemeldet: Männerturnverein Rodheim a. Bieber.
9. Wahl des Festortes für das Gaufest pro 1905. Gemeldet: Turnerschaft Gießen.
* Der Turnverein Buzbach hielt am legten Samstag seine Jahresversammlung ab. Der Verein zählt gegenwärtig 425( 346 männliche und 79 weibliche) Mitglieder. Der Turnbesuch ist etwas zurückgegangen und der 1. Sprecher, Prof. Wamser brachte bei dieser Gelegenheit zur Sprache, daß diese Erscheinung leider auch anderwärts zu fonstatieren sei und auf die Retrutenaushebungen mit wirkt, mie feſtgestellt worden ist. Daher wird von allen aufrichtigen Vater landsfreunden in den verschiedensten Gegenden Deutschlands eine rege Agitation entfaltet zur weiteren Ausbreitung des Turnens und Spieles, die Regierungen erlassen Verfügungen zur Bildung von Schülervereinigungen für Pflege des Tur nens, Spieles, Schwimmens und Ruderns, sogar eine Anzahl Gewerbevereine in Westfalen und Rheinland haben mit den Turnvereinen ihre Städte Verträge abges schlossen, daß ihre sämtlichen Lehrlinge gegen geringe Entschädigung zum Turnen in den Vereinen zugelassen werden. Diese Gewerbetreibenden wissen also den Nußen des Turnens für die Lehrlinge und damit auch für die Gewerbe wohl zu schätzen, so daß sie sogar regelmäßige monatliche Berichte über den Turnbesuch ihrer Lehrlinge verlangen und bei unregelmäßigem Besuch gegen dieselben einschreiten. Sollten wir hier nicht so weit fommen können, daß die Kaufleute und Gewerbetreibenden die Wohltat des Turnens für ihre ( Es soll Lehrlinge einsehen und dieselben dazu anhalten. und fann uns nur angenehm sein, wenn der Handels- und Gewerbestand die Turnfache in der Weise unterstüßt, die jungen Leute dann auch von anderen ausschweifenden oft recht unsinnigen Späßen" abgelenkt werden. Anm. d. Red.) Wie der„ Hessische Kamerad" erfährt, hat die Großh. Staatsanwaltschaft in Mainz die öffentliche Anklage gegen die Mainzer Volkszeitung" in Sachen Sens erhoben. Alle ehemalige Angehörige der 2. Kompagnie des 1.( Garde-) Jägerbataillons, welche am 13. Movember 1870 mit in Sens waren, werden ersucht, ihre Adresse an die Redaktion des„ Hessischen Kamerad" gelangen zu lassen, damit sie in fraglicher Angelegenheit als Zeugen auftreten können.
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Den von Reinach- Preis für Geologie hat die Senckenbergische Naturforscher Gesellschaft zu Frankfurt a. M.
dem Assistenten am mineralogischen Institut der Landesuniversität, Herrn Rudolf Delkerskamp, für seine Arbeit „ die Genesis der Thermalquellen von Ems, Wiesbaden und Kreuznach und deren Beziehung zu den Erzgängen des Taunus und der Pfalz", zuerkannt.
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Es besteht die Absicht, auf dem Kapellplatz in Darmstadt ein Denkmal bezw. einen Dnkstein für die Prinzessin Elisabeth aus freiwilligen Beiträgen der Schulen zu errichten. Die einzelnen Beiträge dürfen 1 Mart nicht übersteigen. Die Sammlungen haben bereits begonnen.
(:) Vom Biebertal, 20. Jan. In den Gemeinden Rodheim, Königsberg und Waldgirmes sind in diesen Togen die vorgesehenen Sanitätsschränke zur Ausstellung gekommen. Es ist somit den Wünschen der Ortsgruppen, die in erster Linie auf den Besitz eines solchen Schrankes Der Kreisverband Gewicht legten, Rechnung getragen. Biedentopf des Vaterländischen Frauenvereins hat mit einem Kostenaufwand von 2000 Mt. für den Kreis insgesamt 20 solcher Schränke beschafft.
+ Lich. 19. Jan. Beim Holzmachen im Stadtwalde wurde am Freitag der Holzhauer Schieferstein von OberBessingen schwer verlegt. Infolge des heftigen Sturmes brach ein schwerer Ast und schlug Sch. derart auf den Kopf, daß er zusammenbrach. Anßer dem Kopf wurde ein Auge, Schulter und Arm schwer verletzt, sodaß der Verunglückte ins hiesige Spital gebracht werden mußte.
Ettingshausen, 18. Jan. Gestern hielt der Bund der Landwirte bei Wirt Ph. Keil eine Versammlung ab. Am Schlusse traten 20 neue Mitglieder der Ortsgruppe bei. Frankfurt a. M., 20. Jan. Die 55jährige Händlerin Margarethe Egenolf setzte heute Nacht auf dem Hofe einer Wirtschaft in der Heiligkreuzgasse ihre Kleider vorfäßlich in Brand. Hinzukommende Leute erstickten die Flamme. Doch hatte die Frau bereits so schwere Brandwunden erlitten, daß ihr Zustand als bedenklich gilt.
** Darmstadt, 20. Jan. Vor dem hiesigen Amtsgericht I wurde heute ein die Preßverhältnisse berührender intressanter Streitfall verhandelt. Der Redakteur Dreßler der Neuen Hess. Volksblätter dahier wollte im Septembet v. Js. sich in Hymnes fesseln schlagen lassen und erbar von seinem Verlag zu diesem Zwecke 14 Tage Urlaub. Der Verleger bewilligte diesen auch, übernahm aber nur für die Hälfte der Zeit die Stellvertretungskosten. D. veranlaßte nun den mit ihm befreundeten Journalisten Hannemann dahier, welcher ein sog. Redaktionsbureau für die Wormser Zeitung, den Gießener Anzeiger und das Mainzer Tageblatt repräsentiert, sich mit dem Verleger der N. H. V. ins Benehmen zu sehen; dies geschah und wurde von H. der Betrag von 5 Mt. pro Tag für die 7 vom Verlag zu zahlender Vertretungstage gefordert und vom Verleger gutheißen sowie später auch ausgezahlt. D. behauptet nun, mit H. denselben Betrag( 5 Mt. pro Tag) ausgemacht zu haben, wie man dies für selbstverständlich annehmen kann. Durch eine Breßfehder wurden aber die Herren uneinig und verlangte hierauf Hannemann für 7 Vertretungstage à 12 Mark 84 Mt., die D. selbstverständlich zu zahlen Zwölf Mart Nach längeren Verhandlungen fam ein Verfich weigerte. gleich dahin zu Stande, daß H. statt 84 Mt. die Hälfte Nassau, 20. Jan. Die Gewerkschaft Käfernburg ( Elisenhütte) hat ihren Betrieb so vergrößert, daß 100 Arbeiter neu eingestellt werden sollen.
42 Mt. erhält.
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Göttingen. Im preußischen Staatshaushaltsetat per 1904/05, der dem Abgeordnetenhause zugegangen ist, wird eine größere Summe zur Errichtung einer Augenklinik in Göttingen gefordert. Das Abgeordnetenhaus wird diese Forderung jedenfalls unverkürzt bewilligen.
Aus Franken, 20, Jan. In Langendorf bei West heim stürzte ein 77jährige Defonom, als er einen Sack Getreide vom Boden heruntertrug, durch einen Fehltritt so unglücklich, daß er alsbald starb.
Eingesandt.
X Wie vielseitig die Vereinsgründung oft ist, auch in Anschauung der Nüßlichkeit eine sonderbare ist, zeigt folgender Bericht, der uns mit der Bitte um Abdruck eingesandt wurde:
u. Klein- Linden, 18. Jan. Hier gründete sich vor einigen Tagen ein Rauch- Club der den Namen, Böß- Kraut" erhalten hat. Er wurde von 12 Rauchern gegründet, während sich die Zahl der Mitglieder bis jetzt schon auf 26 beläuft. Gewiß ein Beichen, daß sich der Verein einer allgemeinen Beliebtheit erfreut. Seinen Siz hat er in der Wirtschaft zum Deutschen Hofe, wo allwöchentlich in seinem schön dekorierten Rauchlofale mehrmals gesellige Abendunterhaltung stattfindet. Von einem alten Raucher, welchen der Verein zum Ehrenmitgliede ernannte, wurde ihm schon kurz nach der Gründung eine annehmbare Spende überwiesen, wodurch sich der Verein schon eines schönen Kassenbestandes erfreut und seine Anschaffungskosten von Pfeifen, Tabat und sonstigen Inventarien hiermit decken konnte. Es ist dieses hter der erste Gesellschaftsverein und ist anzunehmen, daß er hier besonders bei der Jugend einen schönen Anklang findet.
Geschäftliches.
Zum Geburtstage der Deutschen Kaiserin hatte die Firma Kathreiner's Malzkaffe- Fabriken in München ein Glückwunsch- Schreiben an Ihre Majestät gerichtet. In diesem Schreiben hatte die bekannte Firma, um der Verehrung für die hohe Frau auch einen äußeren sichtbaren Ausdruck zu geben, im Sinne der edlen Herscherin, die in Werken echt christlicher Liebe und Mildtätigkeit allen deutschen Frauen mit leuchtendem Beispiele vorangeht, gleichzeitig sich bereit erklärt, die unter dem Protektorate Ihrer Majestät stehenden Wohltätigkeits- Anstalten auf die Dauer von einem Jahre mit Kathreiner's Malzkaffe zu versorgen. Vor einigen Tagen traf nun aus dem Kabinette der Deutschen Kaiserin ein Antwort- Schreiben in München ein, in dem der Firma in äußerst gnädigen Worten der Allerhöchste Dank für die Glückwünsche ausgesprochen
und mitgeteilt wird, daß die beabsichtigte Spende angenommen werde. Es wurden in dem Kabinett- Schreiben 15 unter dem Protektorate Ihrer Majestät stehende Wohltätigkeits- Anstalten und Institute namhaft gemacht, für welche eine Zuwendung der Kathreiner's MalztaffeGabe erwünscht sei. So wird nun das vortreffliche und bewährte Gesundheits- und Volksgetränk durch die Gnade J. Majestät und durch die Opferwilligkeit von Kathreiner's Malzkaffee Fabriken im neuen Jahre vielen Hunderten armer Kranfer und Hilfsbedürftiger zu Gute kommen und ihnen Labsal und Stärkung spenden.
Die Zeitungs Rellame ist zweifelos das wirksamste Mittel, das der Industrie- und Handelswelt zur Hebung des Absages ihrer Erzeugnisse und Waren zu Gebote steht. Bei der Schwierigkeit, auf dem weiten Gebiete des Reklamewesens immer das Richtige und Zweckmäßige zu treffen, ist es für alle Inserenten von ganz besonderem Werte, einen zuverlässigen Führer und Berater zur Verfügung zu haben, wie es erfahrungsgemäß der bewährte Zeitungs Katalog der AnnoncenExpedition Rudolf Mosse ist, der in 37. Auflage speben erschienen ist. In geschmackvollster äußerer Ausstattung die seit Jahren bewährte Form der Schreibmappe mit Kalendarium ist wieder be behalten worden enthält der Katalog, aufs sorgfältigste nach dem neuesten von den Verlegern der Zeitungen und Zeitschriften gelieferten Material bearbeitet, die Zeitungen und Zeitschriften, für welche die AnnoncenExpedition Rudolf Mosse Anzeigen entgegennimmt. Als Separatbeilage bringt der Katalog eine 20 Seiten umfassende tertliche und illustrative Beschreibung des monumentalen Neubaus, den die Firma Rudolf Mosse in Berlin auf dem ausgedehnten Eckgrundstück Jerusalemer- und Schüßenstraße von 1900-1903 errichtet und im Laufe des letzten Jahres bezogen hat. Jedem Empfänger des Kataloges wird diese Beigabe interessant und willkommen sein. Mit ihren nach photographischen Aufnahmen hergestellten Abbildungen läßt sie einen Blick tun in die Einzelheiten des großen Betriebes der Firma Rudolf Mosse, und zwar sowohl der AnnoncenExpedition wie der Buchdruckerei.
Holz- Versteigerungen.
Storndorf. Donnerstag, den 28. Januar, vorm. 10 Uhr, kommen im Saale der Gastwirtschaft von Wenzel zu Oter Breidenbach zur Versteigerung: 212 Stück EichenStämme, M.- Dchm.: 25-52 Ctm., 104 Fstm.; 19 Stück Buchen- Stämme, M.- Dchm. 44-56 Ctm., 19 Fstm.; 120 St. Fichten- Stämme, M.- Tchm 11-28 Ctm., 66 Fftm.; 29 St. Kiefern- Stämme, M.- Dchm. 16-35 Ctm., 14 Fitm.; 17 St. Lärchen- Stämme, M.- Dchm. 11-24 Ctm., 8 Fstm.; 39 St. Birken- Stämme, 6 Fstm.; Nadelholz entrindet. 94 St. Fichten- Derbstangen, 8 Fstm.( Leiterbäume); 394 St. Fichten- Reisstangen, 4 Fstm.; 8 Rm. Eichen und Birkennußscheiter; 14 Km Eichen- und Birken. Nußknüppel. Nährere Auskunft erteilt der Großh. Forstwart Eifert zu Strebendorf.
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Nieder- Ohmen, Donnerstag den 28 Januar, werden aus dem Distrikten Mühlberg, Hofstrauch 1-3, Pfeifensack, Oberer Haagtopf, Junger Zwilling, Borderster Kopf, Mittelster Kopf, Hirzkopf und Kröbges versteiget: Stämme: 6 Eichen= 11 Fm.( 55-56 Ctm. Durch, 5 b. 8,6 Mtr. Länge, Schnitt- u. Glaserh.) 56 Echen= 15 Fm. ( Bau- u. Wagnerh.), 1 Gsche= 0,18 Fm., 1 Linde= 0,84 Fm., 188 Rief. 88 Fm.( Schnitt- u. Bauh.), 89 Ficht. 16 Fm., 86 Fichten( 18-24 ( 12-17 Ctm. Durchm.) Ctm. Durchm.)= 42 Fm., 38 Fichten( 25-29 Ctm. Durchm.) = 37 Fftm., 29 Fichten( 30-43 Ctm. Durchm.) Fm., 15 Lärchen 9 Fm. Derbstangen: 36 Eichen= 2,61 Fstm.( Deichseln), 344 Fichten= 24 Fstm. Borgezeigt werden die Eichenschnittstämme, sowie die Kiefern- und Fichtenstämme im Distrikt Hofftrauch. Auskunft erteilt der Großh. Forstwart Birkenstock zu Forsthaus Obergrubenbach, Bost Nieder- Ohmen.
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Wetterbericht.
( Wetterdienst zu Gießen: Peppler.)
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Verlauf der Witterung vom Dienstag und Mittwoch. Das nördlich von unserm Gebiet lagernde Hoch hat sich erheblich verstärkt und bedeckt ganz Mitteleuropa. Ueber Italien lagert immer noch ein Tief, an dessen Nordrande ganz flache Teiltiefs entwickelt sind, welche Trübung und unbedeutende Schneefälle hervorrufen. Unter dem Einflusse der aus dem Hoch ausströmenden und dem Tief zufließenden Nordwinde sinkt die Temperatur. Der Kern des Hochs scheint sich nach Osten zu verlegen; es würden also Nordostwinde eintreten. Daher roraussichtliche Witterung für Donnerstag und Freitag meist trüb, etwas tälter, höchstens ganz geringer Schnee.. Fortdauernd Froft.
Marktberichte.
Gießen, 21. Januar. Auf dem heutigen Wochenmarkt lofteten Butter per Pfd. 085-0.95 Vet., Hühnereter 2 Stüd 16-20 Bfg., Enteneter St. 8 Pfg., Käse per St. 6-8 Pfg.. Käsematte 2 St. 5-6 Pfg.. Erbsen per Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Bfg., Tauben per Paar T. 0.80-1.00, Hühner per Stüd Mr. 1.30-1.40, Hahnen, per Stüd 0.80-1.70, Enten per Stüd 1.70-2.20, Gänse per Pid. 65-70 fg., Ochsenfleisch per Pfd. 68-78 Bfg., Rindfleisch per Pfd. 62-66 Bfg. Schweinefleisch per Pfb. 66-76 Pfg. Schweine fleisch gesalzen per Pfund 0.80 Bfg., Kalbfleisch per Bfd. 70-76 Pfg., Hammelfleisch per Pfd. 56-74 Bfg., Kartoffeln pro 100 Kilo 5.50-6.00 mr., Zwiebeln per 3t. Mr. 4.50-5.00, Aepfel per Gentner 16-20 Mr. Milch per Liter 18 Bfa. Dauer der Marktzeit bon 8 Uhr morgens bis 2 Uhr Nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit übeerhanp nicht, und während der ersten diei Stunden der Marktzeit im Umherziehen feilgeboten werden.
Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: Albin klein für das Lokale, den Gerichte" und" Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermann Einst und jetzt.
Es hatten Nektar und Ambrosia
Die alten Götter an den Tafelrunden;
Toch ach, das Beste war ja nimmer da,
Denn Maggi's Würze war noch nicht erfunden.


