einem GesellschaftsEin berühmter Meteorologe hat auf den Sonntag ,, brillantes Wetter" Höhere Gewalten. vorausgesagt und nimmt an diesem Tage an
ausflug teil.
Bald fängt es an, fürchterlich zu regnen, und es stellt sich heraus, daß niemand einen Schirm bei sich hat, als der- Herr Professor.
Gi, ei, Herr Professor," frägt man von allen Seiten ,,, Sie selbst verlassen sich so wenig auf Ihre Wissenschaft?"
Ja," entgegnet dieser ganz ruhig ,,, meine liebe Frau hat gemeint, ich sollte doch einen Schirm mitnehmen!"
Machen Sie sich nur
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jezt noch keine Sorgen, kommt Zeit, kommt Rat! In den Badeorten gibt es ja Freistellen, die anzunehmen keine Unehre macht, und ich bin mit vielen Kollegen befreundet, die mir gerne einen Gefallen erzeigen. Könnte Ihnen in diesem Gebäude eine andere Wohnung eingeräumt werden?"
,, Unmöglich, Herr Doktor! Alle Räume sind überfült—" „ Na, dann wäre es unnük, mit meinem Onkel darüber zu reden. Wenn wir Ihre Frau im Hospital unterbringen
tönnten
" Um Gottes willen, reden Sie ihr nicht davon, sie hat früher schon geäußert, wenn sie in's Hospital gebracht würde, dann müsse sie sterben."
,, Welcher Unverstand!"
Nennen Sie es Aberglauben, Herr Doktor, es wäre wirklich ihr Tod, wenn sie gezwungen würde-"
Nun, zwingen dürfen wir sie nicht, sehen wir also einst
weilen davon ab!"
Sie hat hier die beste Pflege, meine Tochter Gabriele trägt sie auf den Händen, Sie glauben nicht, welchen Schatz ich an diesem Kinde befize."
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Lassen Sie mich mein glühendes Herz zu Ihren Füßen legen-!!"
Sie: Bitte, sehr angenehm ich habe hier schon ganz kalte Füße bekommen!"
Auf dem Lande.
Frau:„ Sieh nur, Männchen, was die Landleute im Alter noch für gute Zähne haben!" Mann:„ Nun, Frauchen, wie erhaltet Ihr Bäuerin:„ ,, nix mach i, bloß bei der Euch denn nur Eure Zähne so schön?" Nacht lege ich sie in die Waschschüssel."
Besteuerungs- Vorschläge.
Wer die Gartenlaube" hält, wird zur Gebäudesteuer herangezogen.
Jeder Blumenzüchter muß nach Verhältnis der in den Blüten vorkommenden Stempel Stempelsteuer bezahlen.
Wer Garben bindet, ist zur Miete"- Steuer zu veranlagen.
Wer Tränen bergießt, wird für die Weinsteuer fällig.
Und wer dabei auf den Hund kommt, hat außerdem noch Hundesteuer zu zahlen.
*
Druckfehler.
Die Baronin hatte für den heutigen Empfangsabend ein enganschließendes Kostüm gewählt, welches die Armut ihrer Körperformen um so wirksamer hervortreten ließ."
Truck und Verlag: Neue Berliner Berlags- Anstalt, Aug. Krebs, Charlottenburg bei Berlin, Berlinerẞr. 40. Verantwortlich für die Nedation der Neuen Berliner
Berlags- Ankalt, Aug.
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Charlottenburg: C. Schula,
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matan, wurth werveni il sugeven mussen, oag er keine angenehmen Umgangsformen hat. Er macht sich über alles lustig, und sein burschikoses Wesen kann einer gebildeten Dame wahrlich nicht gefallen. Und dennoch scheint Sabine Gefallen an ihm zu finden, begreifen Sie das, Herr Doktor?" ,, Weshalb nicht, gnädige Frau? Der Geschmack ist eben verschieden."
Diesen Geschmack kann ich nur als eine Verirrung bezeich nen," fuhr die Baronin in klagendem Tone fort. So lie. benswürdig und aufmerksam der Herr Hofrat v. Weisweiler iſt, ſo unangenehm ist mir sein Sohn. Und das will meine Nichte nicht zugeben. Ich weiß nicht, ob sie eine besondere Ehre darin sucht, diesen Maler zu protegieren, aber das weiß ich, daß er sich außerordentlich viel auf ihre Gunst einbildet und infolge deſſen ſich Freiheiten erlaubt, die mich längst bewogen haben würden, ihm die Tür zu zeigen."
Adolph schüttelte mißbilligend das Haupt, sein Blick ruhte forschend auf dem Antlik der Baronin, das sich leicht gerötet hatte. ( Fortsetzung folgt.))
tarrenden Gletscherwänden,
Felsen und Talgeländen,
laffen so tiefe Spalten, en Versprechengeben und halten.
benmal verlobt.
n Amerikanischen von Emma Kohli. ( Nachdruck verboten.)
usewege sah ich am Eingange des Parkes rtend eine helle Gestalt am Gittertore inigte meine Schritte. Sollte Gertrud?" r plötzlich lauter.- Nein, es war nicht e nach ihr folgende Schwester, die schöne r zögernden Schrittes entgegen und sagte enheit:„ Lieber Herr von Heyden, ich habe ing zu machen."- Ich ſtuzte.„ Eine Sapa teilte uns mit," fuhr sie fort,„ daß iebe Gertrud" Ganz recht, mein veralf ich ihr ein, Ihr Herr Vater war so ten"" Ja, deswegen eben wollte ich" igen Verehrung für Fräulein Gertrud" Sie ein, lieber Herr von Heyden! Wenn werden Sie sie beide unglücklich machen!" ief ich entsetzt. Wen werde ich unglück Schwester Gertrud und Vetter Martin," heraus, indem zwei große Tränen ihre ,, Sie lieben sich schon so lange, aber jezt nicht. Und nun gerade vor einer Gertrud davon benachrichtigt, daß er kommen würde, um Papa um ihre Hand I daraus werden?" Sie sah mit einem zu mir auf, daß ich meinen anfängiese neue Enttäuschung schwinden fühlte. nir eine Frage, mein liebes Fräulein," e Schwester Sie zu dieser Gröffnung beeigte bejahend den Kopf.„ Es ist gut," bin kein solches Ungeheuer, zwei liebende Dazwischendrängen brechen zu wollen. Gertrud, daß ich nicht nur auf jedes f ihre Hand verzichte, sondern auch ganz he, wenn ich etwa in irgend einer Weise tes glücklichen Rivalen förderlich sein delmütig Sie ſind!" rief sie in freudiger ihre wundervollen Augen mich wie zwei Aber es wird schwer halten, Papa 3 er sie frei gibt," fügte sie gleich wieder u.„ Er liebt Sie so sehr., Herr d ja so gut! Könnten Sie nicht uchen, eine andere von den Schwestern eizende Bittstellerin schien plötzlich über u erschrecken; sie hielt meinen warm ie gerichteten Blicken nicht stand, sondern die langen, seidenen Wimpern. Wie 3 mich:" Sie ist es!- Die schöne Hilda ist es, wer meines Unkels Rodrigos geheimnisvolle Andeutungen galten!- Wie hatte ich nur so blind sein können? - Und war sie nicht ein herrliches Geschöpf? Und war es nicht ein beneidenswertes Los, sie sein eigen nennen zu können?" Ich beschloß sofort, mir dieses beneidenswerte Los zu sichern. Mein feures Fräulein Hilda,“ hub ich an, indem ich mit einer Kühnheit, über die ich selbst erstaunte, ihre beiden, fest ineinander geschlungenen Hände erfaßte und an die Lippen führte. Darf ich hoffen, daß Sie, die Sie ein so beredter Anwalt für Ihre Schwester sind, auch für mich den einzigen Balsam finden werden, der mein wundes Herz völlig heilen kann?"- Ich habe wohl schon einmal angedeutet, daß dergleichen Dialoge nicht für die Oeffentlichkeit sind, und will daher nur noch hinzufügen, daß Hilda und ich zusammen nach Hause gingen und daß ich meiner lieblichen Begleiterin, ehe wir ins Wohnzimmer eintraten, zuflüsterte:„ Sobald Papa nach Hause kommt, werde ich mir eine Audienz bei ihm ausbitten." Mein gütiger Schwiegervater machte keine Schwierigkeiten in Betreff des Tausches.-„ Wenn er mich nur für eines seiner lieben Mädchen sicher hätte, für welches wäre ihm verhältnismäßig gleichgültig," so beliebte es ihm, sich darüber auszudrücken. Im übrigen hätte
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ich gerade mit dieser Wahl das große Los gezogen, denn Hilda sei unbestritten die Krone von allen." Leider konnten wir das frohe Ereignis nicht gleich am heutigen Abend mit den verheißenen Flaschen Sett feiern, da meine teure Verlobte vermutlich infolge der vorhergegangenen Aufregung- Kopfweh bekommen und sich gleich nach unserer Unterredung zur Ruhe begeben hatte. Troydem verlief mir die Abendmahlzeit wie ich bekennen muß- recht vergnüglich, denn meine beiden Nachbarinnen, Gertrud und Gretel, taten ihr möglichstes, um keine trübe Stimmung in mir aufkommen zu lassen. Der Ausdruck grenzenloser Dankbarkeit, mit dem Gertrud mir bei unserem Wiedersehen ihre Hand entgegenstreckte, belohnte mich hinlänglich für meine edelmütige Entsagung. Meine Nachbarin zur Linken, das niedliche Gretchen, war gleichfalls in heiterster Stimmung. Sie entwickelte einen so allerliebsten Humor und ging auf all meine Neckereien mit einer so drolligen Schlagfertigkeit ein, daß ich ganz entzückt von meiner jüngsten kleinen Schwägerin war. Auch bei der Bootfahrt, die wir noch nach dem Abendbrot bei Vollmondschein auf dem an den Park grenzenden See unternahmen, war das holde Kind von einer sprudelnden Lebhaftigkeit, und sie ließ sich nicht dadurch stören, daß ihr die älteren Schwestern von Zeit zu Zeit ein sanftes, vorwurfsvolles:„ Aber Gretchen!" zuriefen. Jezt wollte sie durchaus eine der weißen Wasserlilien, die auf der Oberfläche des ruhigen Wassers schwammen, haschen. The jemand sie daran hindern konnte, war sie im Kahn aufgesprungen, hatte eine Ruderstange ergriffen und dieselbe nach der Blume ausgestreckt, sich dabei unvorsichtig weit über den Rand des Kahnes beugend. Die nächſtſizenden Schwestern bogen sich erschrocken vor, um sie festzuhalten. Da!- ein plöbliches Schwanken des Bootes!- ein Plantschen und Gurgeln!- ein allgemeiner Schrei des Entseßens!- Die waghalsige Kleine war über Bord gestürzt und unter der Oberfläche des Wassers verschwunden. Im nächsten Augenblicke hatte ich meinen Rock abgeworfen und war ihr nachgesprungen. Wir befanden uns in der Nähe des Landungsplatzes, wo das Wasser nicht allzu tief war. Mit leichter Mühe gelang es mir, die eben Wiederauftauchende zu erfassen und glücklich ans Land zu bringen, wo wir von den Eltern, die in großer Bestürzung vom Ufer aus den Auftritt mit angesehen hatten, in Empfang genommen wurden. Die arme Kleine schien zwar sehr erschrocken, aber sonst nicht weiter durch den Unfall beschädigt zu sein; doch bezeigte sie keine Lust, ihre Arme von meinem Halse, den sie noch immer fest umklammert hielt, zu lösen, und so mußte man mir wohl oder übel- gestatten, die süße Laſt auf meinen Armen bis ins Haus zu tragen. Hier wurde sie von den Ihrigen sorgsam zu Bett gebracht, und alles schien gut zu gehen. Wir fingen schon an, über unser Seeabenteuer zu scherzen, als das Hausmädchen erschien und Frau von Gadow herausrief. Nach kurzer Zeit erhielt ihr Gatte eine gleiche Aufforderung, und wir erfahren, daß unsere liebe Patientin sich nicht in einem befriedigenden Zustande befände. Sie hätte Fieber, hieß es, und spräche wirr und unzusammenhängend von ihrem Unfall und ihrer Rettung. Bald darauf kam Herr von Gadow wieder zu uns mit einem besorgten Ausdrud in seinem breiten Gesicht. „ Lieber Arthur, wir glauben, daß sie nach dir verlangt."—— „ Nach mir?"—„ Ja, mein Junge, möchtest du wohl mit heraufkommen? Meine Frau würde dir sehr dankbar sein." In zwei Minuten war ich an dem Lager des armen Kindes, an dem Frau von Gadow und eine Wärterin standen. Die Wangen der kleinen Patientin glühten, und ihre Augen wanderten ruhelos von einem Gesicht zum andern, bis sie auf dem meinigen haften blieben. Eine plößliche Veränderung kam über sie. Sie wurde ruhiger, ſtreckte ihre Hand nach mir aus und schloß die Augen, während sie meine Finger fest gefangen hielt. Wer soll bei dir bleiben, mein Liebling?" fragte Herr von Gadow. Still, ihre Lippen bewegen sich!
sie kennt uns; sie versucht zu sprechen! Arthur, frage du sie, wer bei ihr bleiben soll."- Ich wiederholte die Frage. „ Du!" war die verwirrende Antwort— und mit einem zufriedenen Lächeln in dem lieblichen Gesichtchen sank die Patientin in einen erfrischenden Schlaf. Sobald es mir möglich war, meine Hand zu befreien, ohne befürchten zu müssen, sie dadurch wieder aufzuwecken, überließ ich ihrer Mutter meinen Platz und kehrte ins Wohnzimmer zurück, das indessen von der ganzen übrigen Gesellschaft verlassen worden war.
Ich blieb nicht lange allein; mein aufmerksamer Wirt gesellte sich bald zu mir.-„ Mein lieber Junge," begann er


