Ausgabe 
20.2.1904 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

othenburg

das wäre

h nicht in

rbach, das

verde mich

dem geist Vielleicht ählen.

njehen.

icht so sehr er Muß"! tvenn fie

nicht zehn

erledigte fte, dann artier zu bon den

Sie will

t till id)

nn wollen

r Haustür

en Namen

of zwischen eniter auf verschwun e Blondine heune nach

loop mal rieten an

Du friegst flink!" en Augen

Sauf das

ne Konfe

brauchst Wahrheit

glühenden sollen wir

Tassen- 1903 im

derber sein ig hat seine

inem Gast von den gelungen ahrung zu um 4 Uhr erschienen,

der Blond­ihre liebe

nschaft und

überrascht, f zu finden.

ausgezeich den großen zu halten, anzustellen. Tisch beim häuslichen

der jungen

n war. Sie auch? Unwiffen­

Bension nach

Ein hübsches Mädchen?"

" Im Gegenteil, Herr Leutnant, häßlich wie die Nacht!" Ei der Tausend! Als Kind war sie doch ganz nett!" ,, Ah, Sie kennen die Familie, Herr von Bessenthin? Das junge Mädchen ist übrigens so gut wie verlobt!"

Ei was? Gegen wen- Pardon! Mit wem denn?" Mit einem Vetter, sagt man, der sie noch gar nicht tennt und der Offizier sein soll."

al- 0"

das erzählt man sich schon? Ei, ei!" ,, Weshalb nicht, Herr Leutnant? In Ihrem Stande da sind doch Heiraten nur Konvenienzehen, und es ist völlig gleichgiltig, ob Empfindung dabei vorhanden ist oder nicht. Wir anderen freilich Sie brach errötend ab.

,, Sie irren, mein Fräulein! Wir sind ebenso bedürftig der Liebe, wie alle anderen Menschen. Und vielleicht noch mehr! Wäre ich der Vetter des Fräulein von Grabelingen, von dem Sie vorhin sprachen, ich würde meine Cousine nie­mals heiraten. Nicht, weil sie häßlich ist das ist ja schließlich Geschmacksache sondern weil ich diese Chen nach dem Schema eines gemeinen Handels- Kontrattes ver­abscheue!"

Und nun sah er sie mit einem kurzen, scharfen Blick an, so daß sie die Augen senkte und sich eifrig mit ihrer Stickerei beschäftigte.

Nun machte er den Vorschlag, ob man nicht durch die Felder spazieren wolle, und da der Pfarrer, der mit Marie zurückgekehrt war, eifrig zustimmte, so schritt die Gesellschaft durch die hintere Gartenpforte ins Freie. Bessenthin und die Freundin voran, der geistliche Herr mit Tochter hinterher.

Unter allerlei Gesprächen war man allmählich durch die Wiesen bis zu einem Gatter gekommen, hinter dem mit einer Gruppe zerstreuter Bäume eine parkartige Anlage begann.

Was ist das?" fragte Bessenthin, nachdem man ein­getreten war, das sieht so merkwürdig aus. Halb eng­lischer Garten, halb Wildnis. Das gehört wohl einem Nach­bar, Herr Pastor?"

Es ist der Gutspark von Rothenburg," antwortete statt des Gefragten seine Tochter, wir sind hier auf Grave­lingenschem Grund und Boden."

Bessenthin blieb stehen. Wollen wir nicht lieber um­tehren? Es ist schon ziemlich spät!"

Ei, Herr Leutnant, Sie fürchten sich wohl vor dem Gutsherrn?" lachte die blonde Marie.

Aber wo! Aber in der Tat und offen gesagt, es wäre mir peinlich, wenn wir den Herrschaften vielleicht begegneten, und wenn ich ohne Erlaubnis hier den Park betreten hätte!"

Wenn Sie mit uns gehen, wird Sie niemand wegen unbefugten Eintritts zur Rede stellen, Herr Leutnant," er­widerte Marie, wir sind mit Herrn von Gravelingen gut bekannt! Uebrigens ist es zu Bedenklichkeiten zu spät, denn dort biegt soeben der alte Herr mit seiner Gattin um die Ecke und hat uns wohl schon entdeckt! Ja, da kommt er schon! Aber das Fräulein sehe ich gar nicht," sagte sie mit verschmittem Lächeln.

Na ja, da hab' ich ja das Pech!" dachte Bessenthin bei sich, laufe einfach meinem Onkel in die Arme. Und nun stellt sich meine ganze Komödie heraus. Nein, diese Blamage! Und schließlich der Pfarrer und seine Tochter was die denken, kann mir gleichgiltig sein, aber die andere- ein­fach gräßlich, diese Situation!" Zu längerer Reflexion war nicht mehr Zeit, denn Gravelingens waren ganz nahe heran­gekommen.

geschrieben, daß Ihr von der See zurück seid, und daß Trude ja, was macht denn meine liebe Cousine? Ist sie groß geworden?"

Der alte Herr fuchtelte mit dem Stock einmal durch die Luft und schritt dann dicht an den Leutnant heran; er faßte ihn mit beiden Händen an den Schultern und drehte ihn um, so daß er Marie und ihrer Freundin gegenüberstand. ,, So, Hans Gottfried, hast zwar den ganzen Nachmittag Beit gehabt- aber nun sieh sie Dir mal gründlich an! Da steht sie!"

Was sehen meine Augen?" rief, mit dem Knotenstock in der Luft fuchtelnd, schon aus einiger Entfernung der Guts­Herr. Was sehen meine Augen? Hans Gottfried, Du hier, inmitten der Familie Wittekopf? Na, guten Tag, mein Junge, sei mir willkommen, wir haben uns eine ganze Weile nicht gesehen!"

Der Offizier schritt schnell auf seine Verwandten zu und schüttelte ihnen, allerdings mit einiger Verlegenheit, die Hand. Guten Tag, teuerste Tante, guten Tag, Onfelchen!"

Na, und weshalb kommst Du aus Niederbach? Kannst Du nicht bei uns logieren? Ist doch nicht so weit?"

,, Weißt Du, Onkel, ich wollte Euch nicht so meuchlings überfallen, so unvorbereitet und Papa hat mir erst gestern

unsere deutschen Bundesfürsten in dem betreffenden Staat gegenüber Beleidigern ebenfalls den Schutz der Landesge­fete genießen. Durch eine derartige Gegenseitigkeit wird es verhütet, daß aus an sich vielleicht unwesentlicher, aber unliebsamen Vorkommnissen ernstere Verwicklungen entstehen. Es wäre deshalb zu wünschen, daß die öffentliche Meinung sich endlich beruhigt wegen der angeblichen Schergendienste, die von unseren Richtern dem russischen Reiche geleistet werden.

starrenden

laffen so tiefe Spalten, Felsen und Talgeländen, Gletscherwänden,

hen Versprechengeben und halten.

ich

gerade mit

gegangenen Aufregun Leider fonnten wir das frohe Ereignis nicht gleich am Abend mit den verheißenen Flaschen Sekt feiern, ppfweh bekommen und sich gleich vermutlich infolge der vorher­

sei unbestritten die Krone von allen.

dieser Wahl das große Los gezogen, denn Hilda

da

heut ne teure Verlobte

Der Krieg in Oftafien.

-

Jagdglück.

Studiosus Lehmann ist vom Onkel Rittergutsbesitzer zur Jagd nach Waldental eingeladen worden. Voller Spannung warten abends die Kommilitonen in der Kneipe auf Lehmann, er soll ihnen von seiner Beute erzählen.

Das Ueberschreiten der koreanischen Grenze seitens der Russen stellt sich, wie wir von vornherein vorauzgesagt haben,

Endlich tritt der Erwartete über die Schwelle.

,, Du strahlst ja förmlich! Hast wohl gar etwas ge= schossen?" wird er gefragt.

,, Das nenn ich eine Jagd!" jubelte dieser. Eine solche Sau hab ich in meinem Leben noch nicht gehabt!"

als eine einfache Refognoszierung heraus, die von der Rosakenvorhut ausgeführt worden ist. Dabei kam es zum erstenmal seit Eröffnung des Krieges zu einem

Zusammenstoß auf dem Lande,

"

Was hast Du denn geschossen? Einen Rehbock?" bewahre!"

,, Dann vielleicht einen Hirsch?"

,, Nicht doch!"

Salt, ich habs, eine Wildsau hat er geschossen!" Unsinn! Wildsauen gibts ja in Waldentaler Revier gar nicht!"

der nach einem amtlichen Telegramm aus Petersburg folgen­dermaßen verlief:

Zum Kuckuck, was hast Du denn eigentlich geschossen?" " Geschossen hab ich gar nichts, aber Rentier Säwert hat einen Hasen getroffen, und war darüber so erfreut, daß er mir sofort fünfzig Mark pumpte."

Ein Rosakenpiket griff auf koreanischem Gebiet eine Kleine japanische Abteilung auf, welche von einem Major geführt wurde. Bei den Gefangenen wurden Karten und Dokumente gefunden. Es war dies das erste Zusammen­treffen mit dem Gegner zu Lande.

AA

Kunde( im Hutladen): Mir scheint, dieser Hut ist doch etwas klein!"

Händler: Soll ich Ihnen einen andern zeigen.. oder wollen Sie sich vielleicht nebenan das Haar schneiden Tassen?"

trauen oart:

Den Russen wird das Kartenmaterial, das sie den Ja­panern abgenommen haben, hochwillkommen sein. Während es in ihrem Generalstab recht schlecht in dieser Hinsicht be­stellt sein soll, sollen die Karten, die den japanischen Offizieren für die Operationen in Korea, Mandschuret, Ostsibirien und Nordchina geliefert würden, ganz vorzüglich sein. Während der lezten Jahre haben sich 10 000 Japaner in der Mand­schurei und 30 000 in Korea aufgehalten. Darunter haben sich viele Berufssoldaten befunden, die als Chinesen mit falschen Zöpfen verkleidet waren. Viele dieser Leute sollen zu dem Generalstab in Tokio in Beziehung gestanden haben. Die Russen können sich nie als Chinesen ausgeben, weil ihr Körperbau sie sofort Lügen strafen würde. Um die nötigen Aufklärungen zu erhalten, müssen sie sich häufig Eingeborenen in die Hände geben. Damit können sie aber in Korea, wo jett ein japanfreundlicher Wind herrscht, eventuell recht schlecht fahren, wenn auch das oben erwähnte Petersburger Tele­gramm weiter behauptet, daß die Koreaner dem russischen Stab gegenüber eine durchaus freundliche Haltung an den Tag legen.

Anderthalb Kompagnien Pioniere und ein Zug des Eisenbahn- Regiments sind im Baikalsee eingebrochen und ertrunken. Im ganzen find 98 Offiziere, 24 Unteroffiziere und 128 Mann ums Leben gekommen.

In sämtlichen russischen ostasiatischen Häfen herrscht eine fieberhafte Tätigkeit. In Port Arthur verblieb nur ein geringer Teil der Bevölkerung, vorzugsweise Männer. Die Versorgung der Stadt mit Brot ist gesichert. Es herrscht völlige Ruhe und Ordnung. Wladivostok wird stark befestigt. In der Heimat rüstet man neue Kreuzer aus.

Neue japanische Kriegsschiffe.

Aber auch die Japaner sind energisch an der Arbeit. Truppentransporte über Truppentransporte_gehen in aller Heimlichkeit und Ruhe nach Korea. Zur See wächst ihre Ueberlegenheit von Tag zu Tag. Die beiden in Genua an­gekauften Kreuzer Nishin und Kasuga" haben bereits mit boller Bemannung in Dienſt geſtellt werden können und sich dem mobilen Geschwader angeschlossen. Außerdem bewahr­heitet es sich, daß die Japaner drei chilenische Kriegsschiffe, die Kreuzer, Capitano Pratt" und Chacabuco" von 6900 resp. 4500 Tonnen, sowie den Torpedobootszerstörer Admiral Condell" erworben haben. Da ihre bisher schon den Russen weit überlegene Flotte noch völlig intakt ist, während die russische große Einbußen erlitten hat, so ist kaum daran zu denken, daß die Russen so bald wieder imstande sein werden, ihrem neu gekräftigten Gegner auf offenem Meere entgegen­zutreten.

13. Jahrgang.

preis: Die einspaltige Petitzeile für gang O retse Wetzlar und Marburg 10- Pfg. fonft 15 flamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg.

Postzeitungsliste No. 3269.

ind Expedition: Gießen, Seltersweg 88 Fernsprechanschluß Nr. 362.

chten

ener Zeitung) Gießen und Umgebung. ehörden von Oberhessen.

Rußland. Den schlißäugigen, gefbhäutigen cht man aus kaukasischen Instinkten und in klarer er schädlichen, ja gefährlichen Folgen eines japa­es für ganz Europa gründliche Prügel. Freilich daß sie vorher auch den Russen das Leben ein r gemacht haben mögen.

m Teile mag diese Stellungnahme zu gunsten iches sich freilich zurückführen lassen auf phan­stellungen des Volkes, darauf, daß man neyer­Russen nicht mehr die natürlichen, gefährlichsten österreichischen Balkanpolitik sieht. Man ist hier Daß die russische Balkanpolitik sich gegen früher vandelt habe; seitdem Rußland in Ostasien Inter­ngeheurem Umfang gewonnen hat, liegt ihm, wie venigstens im Volke glaubt, nicht mehr so viel am Goldenen Horn, am Schlüssel zwischen dent und dem Mittelmeer. Man hofft viel von der ite mit Rußland für Oesterreich; man träumt Traum von dem Vormarsch Desterreichs auf ber diesmal mit Rußlands Unterstüßung. Aufs , wie mit einer mathematisch notwendigen Tat­t man hier mit einem unmittelbar bevorstehenden sch- türkischen Krieg. Und dieser Krieg, in, wird Desterreich zwingen, zu marschieren. ussen Hand in Hand wird es intervenieren, und oird ein hübsches Stück Balkan als willkommener für Desterreich sein.

solche Träumereien töricht sein, sie sind immer­matisch für die Stimmung der Bevölkerung, und ung der Bevölkerung ist für die Politik der Hof­entlich für die Balkanpolitik, schon oft bestimmend Man wird außerhalb der schwarzgelben Grenz­daran tun, wenn man Balkanüberraschungen, ch st nur solche, die von Rußland gebilligt wer­Desterreich nicht für ausgeschlossen hält. In der n Frage steht die Donaumonarchie auf Rußlands r erwartet man, daß in der türkischen Frage Ruß­creichs Interesse unterſtüßen werde. Das ist sicher­erer Wahn. Aber eben deshalb fann seine Herr­sien und Budapest recht gefährlich werden.

Die Politik.

te auch von deutscher halbamtlicher Stelle beglau dung des italienisch- offiziösen Giornale d'Italia" Die Handelsvertragsverhandlungen zwischen Deutsch­Italien nehmen einen guten Verlauf, da von iten Entgegenkommen gezeigt wird. Man glaubt, dus vee abschluß des Vertrages nicht mehr lange auf sich warten lassen wird. Der erste Teil der Verhand. lungen ist beendet. Die Besprechungen der Delegierten sind einstweilen ausgesetzt, da man über einige noch streitige Punkte Instruktionen der deutschen Regierung erwartet."

*

Die Reichsregierung beschäftigt sich augenblicklich mit dem Plane, durch ein besonderes Gesetz die Ueberwachung des Verkehrs mit Nahrungs- und Genußmitteln auf Grund der bestehenden Reichsgeseze nach einheitlichen Grundsätzen und unter Anstellung besonderer Beamten hierfür zu regeln. Die Dringlichfeit einer solchen Regelung hat sich als unabweis­bar herausgestellt.

Vom naben und fernen Orient. Wien, 19. Februar. Seit Jahrzehnten zum erstenmal kann man an unserem Phäalenvolke in diesen Tagen etwas wie politisches Fein­gefühl entdecken. Zum erstenmal seit langen Jahren nimmt bei uns die öffentliche Meinung in einer politischen Frage von Bedeutung eine Haltung ein, die dem realpolitischen Interesse unseres Volkes wie des ganzen Germanentums, ja des ganzen europäischen Kontinents entspricht. In der Donau­monarchie denkt man, wie man überall auf dem Festlande Europas denken sollte, über den russisch- japanischen Arieg: Ein endlicher Sieg Rußlands ist hier die Hoffnung und die Ueberzeugung so ziemlich aller politisch interessierter Kreise. Von wenigen polnischen Schwarmgeistern abgesehen, die von einer Niederlage Rußlands Verwirklichung ihrer politischen Träume erhoffen, steht man hier allgemein auf der Seite des sonst wahrlich nicht beliebten und als Nebenbubler

Nach zweitägiger Debatte schon kann das Schicksal der bayerischen Wahlreformvorlage, die an den beiden letzten Tagen der vergangenen Woche die Münchener Abgeordneten­tammer beschäftigte, als besiegelt gelten. Dieser Entwurf wird nicht Gesetz werden, und die Regierung wird ihre in der Debatte getane Anfündigung wahrmachen müssen, im Ber­ordnungswege wenigstens eine neue Wahlkreiseinteilung, und zwar eine den Vorschlägen des Entwurfs entsprechende, herbeizuführen. Nur das Zentrum und die Sozialdemokraten wollen dem Entwurf zustimmen; die Liberalen, die Freie Vereinigung und die Fraktionslosen wollen gegen ihn stimmen.

*

Nach einer Meldung aus Karlsruhe ist dort der schon seit einiger Zeit schwer erkrankte badische Finanzminister v. Buchenberger gestorben. Er galt als einer der fähigsten Finanzmänner im Reiche und war noch bei dem letzten Wechsel im Reichsschazamt Kandidat für diesen Posten. Auch die volkswirtschaftliche Literatur Deutschlands hat v. Buchen­berger um einige wertvolle Schriften bereichert.

O Den Beschwerden und Anklagen der russischen Stu. denten in Berlin gegen die prenßische Regierung will diese jetzt durch ein radikales Mittel ein Ende bereiten. Es sollen Massenausweisungen russischer Staatsangehöriger bevorstehen, und die Minister des Innern und der Justiz wollen im Landtage ihr Vorgehen mit umfangreichem Ma. terial begründen. Nachdem sich die russischen Studenten haben beikommen lassen, in einer an die Presse verschickten Erklärung den Staatssekretär v. Richthofen gröblich zu be leidigen und die Politik der deutschen Regierung in anmaß licher und ungehöriger Form zu fritisieren, hat die deutsche Regierung ohne weiteres Handhaben für die Ausweisung dieser Russen.