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sammenzufassen, um einerseits die sehr starken Klassen zu entlasten und andererseits einen umfassenderen Unterricht in der deutschen Sprache für die polnischen Kinder einzu­richten. Die Lehrer dieser polnischen Klassen sollen der pol nischen Sprache mächtig sein. Hoffentlich wird dafür ge­sorgt werden, daß diese polnischen Unterklassen wirklich da­hin arbeiten, die polnischen Schüler im Deutschen so weit vor­wärts zu bringen, daß sie an dem deutschen Unterricht der Oberklassen teilnehmen können. Sonst kann sich die Einrich, tung zu einer Gefahr für die deutsche Schule im Ruhrrevier auswachsen.

Afien.

Seit Beginn der ostasiatischen Krise waren die Nach­richten noch niemals so friedenberheißend wie heute. Selbst die englischen Blätter und Agenturen, die bisher in die Kriegsdrommete stießen, bringen jetzt beruhigende Nachrich­ten. So läßt sich die Daily Mail" von ihrem Petersburger Korrespondenten berichten, er habe aus amtlicher russischer Quelle erfahren, der Zar habe beim Empfange der Ge­sandten am 17. Januar geradezu geäußert, die Gefahr eines russisch- japanischen Konfliktes sei vorüber. Der Daily Er­preß" erklärt, aus bester Quelle mitteilen zu können, Rußland habe die Kohlenverschiffungen von Cardiff nach Ostasien ein­gestellt. Und gar das bisher immer den Krieg weissagende Reuterbureau meldet aus Petersburg, der dortige japa­nische Gesandte habe erklärt, es sei nicht der Mühe wert, wegen der noch in der Schwebe befindlichen Fragen einen Krieg anzufangen. Ferner meldet dasselbe Bureau aus Port Arthur: Die Haltung der hiesigen russischen Behörden läßt erkennen, daß sie den Gedanken an den Ausbruch von Feindseligkeiten bei dem gegenwärtigen Stand der Dinge zurückweisen. Im täglichen Leben der Bevölkerung ist keine Veränderung bemerkbar. Auch der Pariser Matin", der mit dem französischen Ministerium des Auswärtigen Be­ziehungen unterhält, erklärt auf Grund einer Mitteilung des Ministers Delcassé, die russisch- japanischen Beziehungen hätten sich nicht geändert, sie seien auch niemals so gespannt gewesen, wie gewisse Depeschen glauben machen wollten. Fast will es uns bedünken, als sei diese plötzliche Ueberfülle von Friedensversicherungen etwas verdächtig.

Preussischer Landtag.

( 2. Sigung.)

Haus der Abgeordneten.

RK, Berlin, 19. Januar.

Die Tagesordnung beginnt mit der Wahl des Präsi­diums, die die Wiederwahl der bisherigen Präsidenten b. Kröcher( fons.), Porsch( Zentr.) und Krauss ( nl.) ergibt. Der Präsident erbittet und erhält dre Ermäch­tigning, dem König die Glückwünsche des Hauses zum Ge burtstage zu überbringen. Es folgt die Einbringung des Etats, der durch eine umfangreiche

Rede des Finanzministers

Frhrn. b. Rheinbaben begründet wird. Nach einem Rückblick auf die Etatjahre 1902 und 1903 geht der Minister auf den Etat 1904 über. Er sagt u. a.: Wir haben die Ausgaben sehr vorsichtig bemessen. Trotzdem sind auf allen Gebieten des fulturellen und wirtschaftlichen Lebens mehr Ausgaben eingesetzt. Diese konnten gedeckt und damit der Etat balanziert werden. Er erreicht in Einnahme und Aus­aabe nahezu 3 Milliarden Mark.

Aus dem Gerichtssaal.

§ Ein ungetreuer Gefängnisinspektor hatte sich in der Person des früheren Oberleutnants Viktor v. Puttkamer vor der Beuthener Straffammer zu verantworten. Wegen Betruges an den Gefangenenaufsehern und Lieferanten des Beuthener Gefängnisses wurde er zu 9 Monaten Gefängnis berurteilt.

§ Die Revision des Bankiers Wolff- Dortmund verworfen. Wie aus Leipzig gemeldet wird, verwarf das Reichsgericht die Revision des Bankiers Hermann Wolff- Dortmund, der vom Schwurgericht am 14. Oktober v. J. wegen Meineids und Vergehens gegen den Paragraphen 313 des Handels­gesetzbuches( Strafbestimmungen wegen missentlich falscher Angaben von Mitgliedern des Vorstandes eder Aufsichtsrates einer Gesellschaft) zu Jahren Zuchthaus, 3000 Mark Geldstrafe und 5 Jahren Ehrverlust verurteilt worden war. § Die Schwiegermutter vergiftet. Wegen vorsäßlichen Giftmordes, begangen an ihrer Schwiegermutter, wurde die 35jährige Fischersfrau Anna Köhler, geb. Lentz aus Stepe­niz, Mutter von drei kleinen Kindern, vom Schwurgericht in Stettin unter Ausschluß mildernde. Umstände zu fünf­zehn Jahren Zuchthaus und zehn Jahren Ehrverlust ver­urteilt. Die Angeklagte, welche mit ihrer 63jährigen Schwiegermutter fast beständig im Streit lag, hatte dem Mittagessen der alten Frau einen Löffel voll Arsenik bei­gemischt, so daß am anderen Tage der Tod eintrat.

§ Wegen eines folgenschweren Eisenbahnzusammenstoßes im Nürnberger Zentralbahnhof wurde von der Strafkammer der Lokomotivführer Schießl zu vier Monaten, der Heizer Eskofier zu einem Monat, der Wagenwärter Kreussel zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt. Der Zusammenstof war durch Nichtkuppelung der Luftdruckbremse entstanden; es wurden seinerzeit 10 Personen verlegt und ein Eisen­bahnbeamter getötet.

§ Ein abgefeimter Schurke. Von dem Münchener Schwurgericht wurde der dortige Kaufmann Julius Klipp­stein, Inhaber eines Abzahlungsgeschäftes, wegen Mein­eids und Verleitung hierzu zu anderthalb Jahren Zucht­haus und fünf Jahren Ehrverlust verurteilt. Klippstein, der Familienvater ist, hat in vielen Fällen, in denen Kun­dinnen mit den Zahlungen im Rückstande blieben, diese durch Drohung mit Pfändung veranlaßt, sich ihm hinzu­geben. In einem Falle beschwvor er nun wahrheitswidrig, daß er mit der betreffenden Frau nichts zu tun gehabt habe und suchte diese durch Versprechungen zu veranlassen, ebenfalls einen Meineid zu schwören.

§ Totschlag. Gewissermaßen ein Nachspiel zu dem be­fannten Winterschen Mordprozeß bildete eine Totschlags= affaire, die vor dem Koniker Schwurgericht zur Aburtei­lung gelangte. Wegen Totschlags an dem jüdischen Schrift­setzer Lewy wurde der Schlossermeister Hahn aus Stepars bei Konitz zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Der Mit­angeklagte, Nachtwächter Vargin, wurde freigesprochen. Hahn wurde schuldig befunden, am Abend des 28. Sep tember 1903 den zugereisten Schriftseter Levy in einer Schanfwirtschaft dermaßen durch Stockprügel mißhandeli zu haben, daß jener an den Folgen während der Nacht verstarb. Dem Angeklagten wurden mildernde Umstände zugebilligt, da die Beweisaufnahme eraab, daß Levn ae

Tegentlich einer Diskussion über den Winterschen Mord die anwesenden Gäste schwer gereizt hatte.

Nab und Fern.

Eine großherzige Stiftung hat der Rentier Wilhelm Nauen, wohnhaft in Düren, seiner Geburtsstadt Vierser bermacht. Er bestimmte den größten Teil seines auf mehrer hunderttausend Mark geschäßten Vermögens zum Zweck der Erbauung eines Nauenstiftes, in welchem alte Leute ohn Unterschied der Religion Aufnahme finden sollen. Von den Rest des Vermögens in Höhe von 100 000 Mark sollen di Zinsen für arme, sowie junge, sich selbständig machende Hand werker verwendet werden.

Folgenschwere Explosion. Ein beklagenswertes Un glück ereignete sich auf dem österreichischen Artillerieſchieß plaz Felixdorf bei der Wiener Neustadt. Beim Füllen vor Efrasitbomben erfolgte eine Explosion, wodurch ein Ober leutnant und zwei Maschinisten getötet und drei Artillerister schwer verwundet wurden.

Zugentgleisung. Schneeverwehungen haben in de Nähe von Spalato( Dalmatien) ein schweres Eisenbahn unglück herbeigeführt. Wie gemeldet wird, entgleiste be Mroviace infolge eines orfanartigen Schneesturmes di Rokomotive und vier Wagen eines Zuges und stürzten vor dem 20 Meter hohen Bahndamm hinab. Ein Reisender wurde getötet, zwölf verletzt.

Hier sei ein Eisenbahnunfall angeschlossen, der sich au der Pariser Stadtbahn zwischen den Stationen Combat uni Belleville ereignete. Ein Zug, welcher Beschädigungen er litten hatte, war geräumt worden, ebenso der folgende. Eir dritter Zug, dessen Führer die Strecke frei glaubte, fuhr au den vorhergehenden auf. Dabei wurden sechs Reisende verlegt.

zu der furchtbaren Wasserkatastrophe in Bloemfontein wird weiter gemeldet, daß das Unglück durch eine Wasserhose enistanden ist, die über Stadt und Umgegend niederging. Durch die kolossalen Wassermengen, die in die Reservoir der städtischen Leitung in einem kurzen Augenblick ein­drangen, wurden allerdings auch mehrere Wasserrohre zer sbrengt. Zwanzig bis dreißig Personen sind ertrunken. 176 Häuser wurden zerstört, und 197 Personen sind obdach los. Diese erhalten von den Kommunalbehörden und der gesetzgebenden Versammlung Unterſtüßungen. Die Szenen in den überschwemmten Häusern spotten aller Beschreibung. Das Rettungstorps verrichtete Heldentaten bei Bergung der hon den Fluten Ueberraschten.

Der Crimmitschauer Streik geht allem Anschein nach seinem Ende entgegen. Die Streifleitung selbst hat den Ar beitern empfohlen, bedingungslos die Arbeit wieder aufzu nehmen. Schon seit einigen Tagen machte sich eine bemerk­liche Erhöhung der Arbeitswilligenziffer bemerkbar, da die Ansicht sich immer mehr Bahn brach, daß der endgültige Sieg der Arbeiter nicht zu erkämpfen sei. Es arbeiteten vorgestern 2624 Personen, das ist gegen die Vorwoche eine Zunahme von etwa 300.

Eine morganatische Ehe soll der österreichische Erzherzog Ferdinand Karl, der jüngste Neffe des Kaisers, 3. Zt. Brigade­tommandeur in Prag, einzugehen beabsichtigen. Seine Er­

wählte soll die Tochter des on anderer von der Wiener

technischen Hochschule sein.

Seite wird dies Gerücht als eine bloße Kombination bezeichnet, die sich einzig und allein darauf gründet, daß der Erzherzog bei Czuber, der früher sein Lehrer war, manchmal verkehrt.

Die Hinrichtung einer dreifachen Gattenmörderin wurde in Allenstein vollzogen. Im Hofe des dortigen Gefängnisses wurde durch den Breslauer Scharfrichter Schmiez Karoline Prczygodda enth ptet, die hintereinander ihre drei Che­männer mit Arsenik vergiftete. Die Prczygodda betonte bis zum letzten Atemzuge ihre Unschuld.

A Anarchistisches Attentat. Der Kavallerieleutnant Cesare Silvelli wurde an der Ecke des Mailänder Scalatheaters von einem Unbekannten unter den Rufen: Hoch die An­archie! Hoch die soziale Revolution! Tod den Schmarozzern!" durch sechs Dolchstiche tödlich verwundet. Die Menge wollte den Attentäter lynchen. Auf der Polizeiwache verweigerte der 20jährige Mensch jede Auskunft. Der Dolch weist Gra­vierungen revolutionären Inhalts auf.

Vermilchtes.

A[ Prinzensizung in der Kölner Karnevalgesellschaft.] Prinz Eitel Friedrich von Preußen besuchte mit dem gleich falls in Bonn studierenden Herzog Karl Eduard von Sachsen- Koburg- Gotha, Erbprinz Adolf und Prinz Morit zu Schaumburg- Lippe, Prinz Chlodwig von Hessen- Phi­lippsthal- Barchfeld mit Gefolge und den übrigen Mit­gliedern des Korps Borussia eine Sitzung der Kölner Broßen Karnevalgesellschaft. Der junge Kaisersohn bewegte sich mit seinen Kommilitonen ungezwungen unter der närrischen Festgemeinde. Mit berechtigtem Stolz sang die Narrenschar Altmeisters Gerh. Schnorrenbergs prächtiges Lied: Dat mäht uns keiner noh; und die Verse: Su zeig uns Kölle ganz apaat, dat Freud un Löstigkeit met Raisertreu noh ahler Aat sich got verdragen deit! gaben Anlaß zu stürmischen Hochrufen auf das Kaiserhaus. In dieser Stimmung hatte einer der lustigen Redner gewonnenes Spiel, als er als alter Student des Korps Theobromina" in zwerchfellerschütternder Weise seine Erlebnisse schilderte. Ihm rieben seine Bonner Kommilitonen einen Salamander. Den Ehrengästen schilderte Altmeister Karl Wirts Kölner Lieb und Treu in einem gemütvollen Gesang, der, nach der bekannten Schusterjungen- Melodie gesungen, mächtig durch­schlug. Die Worte der Schlußstrophe: Und wenn dereinst der Kaisersohn zu seinem Vater reist, sag er ihm, daß im Kölner wohn noch stets der alte Geiſt.- Und ob manch Haar gebleicht auch sei, das Herz schlägt jung und königstreu. Und immer stehn sie allzugleich zu Kaiser und zu Reich! gaben Anlaß zu einer patriotischen Kund­gebung, welche schließlich in einem Hoch auf den Kaiser und dem Gesang der Nationalhymne ausflang.

[ Das Hochzeitsmenu eines Naturmenschen.] In dem märkischen Städtchen Arendsee fand unter zahlreichem Zu­lauf von Neugierigen die standesamtliche Trauung des be­fannten Naturapostels Gustav Nagel mit seiner Geliebten Lätitia Konhäuser statt. In Nagels Sommerbad" fand zur Feier des Tages ein großes Festmahl statt mit folgen­dem lockenden Menu: 1. Wasser mit Aepfeln, 2. Apfel­inen- Marmelade, 3. warmes, 4. faltes Wasser. Nagel wird

sich demnächst mit seiner Frau wieder auf Reisen begeben und Vorträge halten.

[ Der verborgene Schatz.] Eine überraschende Ent­deckung machte ein Danziger Antiquitätenhändler. Er fand in dem Geheimfach eines altertümlichen reich geschnitten Schrankes, den er aus den Nachlaß eines Gerichtsrates erworben hatte, nicht weniger als 30 600 Mark preußischer Konsols.

[ Der Heizer der ersten Lokomotive] ist in London aus dem Leben geschieden: T. Marshall, der Heizer der ersten Lokomotive, die George Stephenson dem öffentlichen Be­triebe übergeben hat. Er erreichte ein hohes Alter und über­lebte seinen Meister länger als 55 Jahre, denn Stephenson starb am 12. August 1848. Die denkwürdige Fahrt, bei welcher, wie es heißt, Marshall als Heizer diente, fand am 27. September 1825, zur Eröffnung der Eisenbahnlinie der Stockton and Darlington Railway", statt, der ersten in der Welt, welche Passagiere beförderte.

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Finanz- Ausfuh, f Landtags gebracht gebrudt wird. Wen Momente berechtigt Berichte allgeme das Ansehen des Ausschuffes im La Kritik zu üben, wo an Renntnis der unangebracht fei; Frage eine Refolu wiefen, da man allzuviel Ehre ant beauftragt werden Gaft sich einer ent möge. Erwähnt Seffe fein foll werden fiberlich Beitung gemeint if eine vor ungefähr lichte ausführliche Der Find hat gestern mit den des Etats begonnen Rapiteln ohne wefen Geftrichen wurden tehr des Katafter­gewerbevereins, di höhere Gehaltslla über die Mehrford da der Ausschuß f des Babes an Ort Ausschuß der erf wird und auch d werden, fann ma Landtags Mit rechnen.

O[ Einer buchstäblichen Feuerprobe] wird das ausge­brannte Froquois- Theater in Chicago unterworfen werden. Nach dem vom Bürgermeister Harrison dafür entworfenen Plan werden diesmal geschulte Feuerwehrleute zur Stelle sein, um zu verhüten, daß das zu Versuchszwecken vorsätz­lich angelegte Feuer aus dem zerstörten Theatergebäude nach außen übergreift und Schaden anrichtet. Der Versuch wird in der Weise vor sich gehen, daß die Bühne des Iroquois Theaters mit leicht entzündlichen Stoffen angefüllt, und diese in Brand gesetzt werden, nachdem für das Feuer die­selben Bedingungen geschaffen worden sind, die am Tage des furchtbaren Unglücks, dem 30. Dezember, bestanden. In Feuerwehrfachkreisen erwartet man, durch dieses Experi­ment bedeutungsvolle Aufschlüsse über den Verlauf des Feuers zu erhalten, das so viele Leben hinwegraffte. Die Leitung der Feuerprobe soll Mr. J. R. Freeman, ein be­kannter Sachverständiger für Feuerbekämpfung, über­nehmen.

** Der Spieleraberglaube macht sich auch bei der preu­Bischen lassenlotterie, deren Ziehung gegenwärtig wieder stattfindet, vielfach bemerkbar. So halten viele Loskäufer es für glückbringend, wenn sie beim Kollekteur das Los nicht selbst auswählen, sondern dasselbe von unschuldiger Kindes­hand, am besten von der Hand eines Waisenkindes, ziehen lassen. Andere halten es für günstig, das Los mit einem Bekannten zu teilen, der Glück im Spiele hat. Viele Spieler legen Wert darauf, immer dieselbe Nummer zu spielen, und sie behaupten, daß eine durch viele Jahre hindurch von einem Spieler erfolglos gespielte Losnummer sicher bald gezogen wird, wenn der Spieler die Nummer abgibt. Die Ansicht, daß die Nummern 1-100 nie gewinnen, daß hingegen die meisten großer Gewinne auf die sechsstelligen Zahlen ent­fallen, hat natürlich eine rechnerische Grundlage. Die Preußische Klassenlotterie hat 225 000 Lose, darunter neun mit einstelligen Zahlen( 1-9), 89 mit zweistelligen( 10 bis 99), 899 mit dreistelligen( 100-999), 8999 mit vierstel­ligen, 89 999 mit fünfstelligen, und endlich 125 001 mit sechsstelligen. Selbstverständlich werden auf die fünf- und sechsstelligen Zahlen, zusammen 215 000, mehr Gewinne entfallen, als auf die 10 000 ein, zwei-, drei- und vierstel­ligen Zahlen. Im Verhältnis aber entfallen, wie die Ge­winnliſten beweisen, die großen Gewinne ebenso oft auf ein- bis vierstellige Zahlen, sogar das große Los ist schon unter den Einern herausgekommen.

[ Unvergorener Traubensaft als Abendmahlswein] wurde zum ersten Male in der St. Johanniskirche zu Flensburg bei der Abendmahlsfeier gereicht. In Flensburg besteht eine fräftig sich ausbreitende Guttemplerbewegung.

[ Die Feuersäule auf der Londoner Straße.] In einer der belebtesten Straßen des Londoner Westens wurde fast einen ganzen Tag hindurch der Verkehr durch eine hohe Feuersäule unterbrochen, die aus dem Boden aufstieg. Das Feuer war ursprünglich durch Kurzschluß in der elektrischen Leitung entstanden und wurde nicht als gefährlich betrachtet, bis plöblich eine der Hauptröhren in der Gasleitung platzte und eine ungeheuere, stellenweise 90 Fuß hohe Flamme em­porschlug. Eine zeitlang fürchtete man ernstlich eine größere Baserplosion, wie sie im Jahre 1881 in demselben Stadt­teil sich ereignete, aber den vereinten Anstrengungen der Feuerwehr und der Gasarbeiter gelang es schließlich, die Gefahr zu beseitigen.

Das Neuefte aus den Witzblättern. Enfant terrible. Onkel: Das Schön- Machen und Bit­ten hast du gewiß dem Flock beigebracht, Friz?" Frit: Nein, das hat er vom Vater gelernt, wenn der von der Mutter den Hausschlüssel haben will."

Schlußfolgerung. Im Gegensatz zu diesen Er­fahrungen kann ich konstatieren, daß mir noch nie ein Bursche an die Zigarrenfiste gegangen ist."" Poz Bombenelement mußt du ein Kraut rauchen, Vetter!" Jedenfalls. Du, Vata, z'was brauchet ma denn an Eisbeutel?" Dorfwirt: Der wird wahrscheinli auf'n Magen g'legt, bal ma zu warmes Bier' trunken hat."

Weiß

Ausgenüßt. Wohin denn so eilig, Herr Schmidt?" Ich will mit der Trambahn nach Hause fahren." Aber Ihre Wohnung liegt doch entgegengesetzt?" schon, aber von hier aus rentiert es sich nicht zu fahren, und so lauf' ich der Trambahn ein paar Stationen entgegen!" Unter Autlern. Nun, was sagen Sie zu den neuesten Erfolgen der Versuchs- Eisenbahn? Zweihundert Kilometer pro Stunde respektable Leistung, was!"- ,, Aeh, unangenehm! Auto übertrumpft. Muß anständiger Mensch wieder Eisenbahn fahren."

3arte Redeweise. Herr( zur Köchin): Ach, gehen Sie doch gleich in die Küche, der Eierkuchen, mit dem sich meine Frau beschäftigt, scheint die Oberhand gewinnen zu wollen!" ( Megg. Bl.)

Der Landwirt.

md Wann soll man Ziegen tränken? Viele Ziegenbesizer ala: ben zu sparen, wenn sie die Tiere erst an der Tränke sich satt saufen lassen, damit sie nicht soviel Heu verbrauchen. Bersuche haben aber das Gegenteil bewiesen. Erhalten die Tiere erst dünne Tränke und dann das Heu, so werden sie jehr empfänglich für Krankheiten und erhalten ein struppiges

. Sättigen sich dagegen die Ziegen zuerst am Heu und erhalten dann die Tränke, so geben sie im Milchertrag zurüd, werden fett und kommen schwer zum Tragen. Am besten verfährt man, wenn die Tiere das Hen zur Hälfte vor und zur Hälfte nach der Tränke erhalten. Dadurch erhält man gesunde, kräftige und milchreiche Tiere, die wenig von stranfbeiten au leiden haben.

Ernannt Gerichtsvollzieher Regiment Nr. 118 mit dem Amtsfize

Stadtth Internationalen geschrieben Theo Bojer, des neu er nächst durch die Gustav Lindeman intereffantesten We find. Georg Bran biftoriter, schreibt Frauengeftalten" f ficherer Hand gebo eminenter Wirkung er anders leben

der wird sein Haus -Im übrigen intellektuell- genialen Gesellschaft gedacht

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Metallsägre und Särge

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Lebigstr. 65.