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1904.
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trgend etwas fragte, so gab sie mir nad) wie vor nur turze und ungenügende Antworten.
Aber als ich eines Vormittags aus dem Krankenzimmer trat, in dem ich meinen Patienten noch unter der Wirkung cines Schlaftrunkes, den ich ihm am vorhergehenden Abend hatte reichen müssen, schlummernd gefunden, traf ich Kathleen vor der offenen Türe sitzen; sie strickte an irgend einem wollenen Gegenstand. Es war einer jener stillen, friedlichen Tage, wie man sie von Zeit zu Zeit in westlichen Irland erlebt; der Himmel hatte eine silbergraue Färbung angenommen, der Sturm hatte sich gelegt, nur eine frische Brise wehte, und herbstlicher Friede lagerte über den Bergen und über die weite See. So rein mar die Luft, daß das geringste Geräusch, wie das Blöken einer Kuh, oder das Bellen eines Hundes, deutlich viele Meilen weit gehört werden konnte.
Ich betrachtete das Mädchen. Auch ihr Gesicht zeigte einen ruhigen und sanften Ausdruck; es war so, als ob auch in ihr gequältes Herz der Frieden der Natur seinen Einzug gehalten hätte. Unsere Augen begegneten sich, und eine leichte Röte überzog ihr blasses Gesicht, als ich zu ihr sagte:
„ Es freut mich, daß ich Sie heute hier im Freien treffe. Es ist wirklich ein schöner Tag."
" Ja, Euer Gnaden," antwortete sie und ließ dabei ihre Blicke über das entfernte Meer gleiten.„ Es ist heute wie ein heiliger Tag, auf dem der Segen Gottes ruht."
Ich blickte überrascht auf; der Klang ihrer Stimme war so ganz anders. Auch ihr Gesichtsausdruck war vollständig verändert, und noch nie hatte sie so schön oder vielmehr so jung ausgesehen.
„ Haben Sie hier Ihr ganzes Leben vollbracht?" fragte ich. „ Hier und auch anderswo", gab sie kurz zurück. " Für jemand, der so schön ist, muß es hier sehr einsam sein", fuhr ich heraus.
Sie fuhr auf und ihr Gesicht verfärbte sich.
Euer Gnaden belieben wohl zu scherzen?" " Durchaus nicht. Wenigstens besitzen Sie etwas, um das Sie auch die vornehmste Dame im Lande beneiden müßte, nämlich Ihr prachtvolles Haar."
State fah heftig auf.„ Warum wollen Euer Gnaden Ihren Spaß mit mir haben? Es gab eine Zeit, wo es mir geschmeichelt haben würde, das zu hören, aber jetzt... Sprechen Sie nicht weiter davon, erwecken Sie nicht den Stolz in meinem Herzen, das vollkommen gebrochen ist!"
Sie hielt die Hände regungslos in ihrem Schoß gefaltet, aber die Tränen flossen ihr das Gesicht herunter wie Wasser, das aus einem Springbrunnen strömt.
Armes Mädchen!" sagte ich, durch ihre mächtige Erregung selbst ergriffen. Ich weiß, daß Sie großen Kummer haben, und ich wünschte, Sie betrachteten mich als Ihren Freund und schütteten mir Ihr Herz aus."
Für unſereins gibt es in der ganzen Welt keinen Freund", sagte sie mit leiser Stimme und in einem Tone, der von Verzweiflung sprach.
„ Warum sagen Sie so etwas? Habe ich nicht alles, was in meinen Kräften stand, getan, um Ihren Bruder zu retten, und ebenso gern würde ich auch Ihnen dienen. Zum Teil kenne ich Ihre Geschichte ja schon, und wenn sie mir davon mehr erzählen möchten, dann..
Im Nu änderte sich ihre Haltung. Sie sprang heftig auf, mischte sich die Tränen aus dem Gesichte und sah mich wülend an.
Wer hat Ihnen von mir erzählt?!" rief sie.„ Wer hat solche Lügen über mich verbreitet und gesagt, daß ich Kummer hätte?"
„ Beruhigen Sie sich!" erwiderte ich. Jeder Unbefangene kann doch sehen, daß Sie sich unglücklich fühlen, und ich möchte gern die Ursache davon wissen. Vielleicht kann ich Ihnen doch helfen, wer weiß?"
,, Sie können mir nicht helfen, mir kann niemand helfen", animoricte sie leidenschaftlich.„ Und ich verlange auch nach gar nicht so etwas, sondern nur, daß man mich in Ruhe lassen foll."
Ich faßte sie leise am Arm und sagte:„ In den nächsten Tagen werde ich wieder Herrn Michael Creenan besuchen. Dars ich ihm vielleicht etwas von Ihnen bestellen?"
Ich fühlte, wie ihre Gestalt erbebte; die Augen hatte sie niedergeschlagen und das Gesicht abgefehrt.
Barum sprechen Sie von Herrn Michael?" fragte sie fast ionlos. Was sollten Sie ihm wohl von meinesgleichen zu bestellen haben?"
Ich weiß, daß Sie sich für ihn interessiert haben. Ich weiß auch aenau, daß, wenn Sie nur könnten. Sie ihm aern
Deswegen sprag
ich ia zu Ihnen von ihm und bot ich Ihnen meine Freundschaft an." Ich wartete ruhig die Wirkung meiner Worte ab. Wie Espenlaub zitternd fiel sie aus den Stuhl zurück, der an der Türe stand, und verbarg den Kopf in ihren Händen. Als sie wieder aufbiickte, standen ihr keine Tränen mehr in den Augen; ihre Miene war gefaßt, wenn auch ihr Gesicht blaß aussah, und ihre Stimme klang fest und klar, als sie sagte:
„ Wenn Sie den Herrn Michael sehen, können Sie ihm sagen, daß Kathleen Bournes in Erinnerung an Zeiten, die vorüber sind, ihm die besten Grüße sendet, und Sie können ihm auch sagen, daß sie Tag und Nacht für ihn betet und die Zeit herbeisehnt, wo er wieder frei sein wird. Ja, gewiß, ich schäme mich nicht, es zu bekennen, ich habe ihn geliebt, und wenn ich ihn auch haßte, weil er mich wegen Miß Ellen ſizen ließ, so weiß ich doch recht gut, daß sie eine Dame ist und ich nur der Staub unter ihren Füßen bin. Dann kam die böse Stunde, als der Herr ermordet wurde Gott hab' ihn ſelig!— und mein Herz war voller Kummer..
Ich ließ sie weiter sprechen und unterbrach sie nur ab und zu mit einem Ausrufe des Erstaunens oder einer#cinen Frage. Nachdem ihr Schweigen einmal gebrochen war, schien es ihr Trost zu gewähren, ihren Kummer in leidenschaftlichen Worten, die einem vilden Gießbache gleich dem Gehege ihrer Zähne entströmten, Luft zu machen.
,, Aber Sie können es mir glauben, es schnitt mir wie ein Messer ins Herz, als ich härte, daß Herr Michael wegen des Mordes verhaftet wurde, und ich wußte doch ganz genau, daß er gut und brav war und niemals seine Hand gegen den Herrn erhoben haben würde, der doch ein alter Mann und noch dazu Fräulein Ellens Vater war. Und als sie ihn nach Caſtlerea führten und dort ins Gefängnis fezten, wollte ich zu Miß Ellen gehen und ihr ein paar Troftpovte sagen; aber ich schämte mich. Bisweilen kommt die böse Stunde über mich, Euer Gnaden, und das Blut meines Vaters und meines Bruders steigt mir zu Kopfe und macht mich toll; aber ich bin nicht so schlecht wie mein Ruf, und ich würde gern in den Tod gehen, wenn ich dadurch den Herrn Michael retten könnte."
Das will ich Ihnen gern glauben", sagte ich freundlich. „ Und auch jetzt ist es noch nicht zu spät, ihn zu retten." Mit einer heftigen bittenden Gebärde fragte fie:„ Glauben Euer Gnaden, daß ihm etwas geschehen wird?"
Ich erklärte ihr, daß die Sache für den Gefangenen sehr schlecht stände, wenn nicht vor der Verhandlung Tatsachen ausgefundschaftet würden, die zu seinen Gunsten sprechen würden.
Wenn Herr Michael Creenan unschuldig ist", fragte ich, ,, wo ist dann der Schuldige? So lange wir das nicht wissen, steht es schlimm."
Ich beobachtete das Mädchen ganz genau, während ich dies sagte, und staunte über die Veränderung, die ich in ihrem Gesichte wahrnahm. Das Haupt stolz erhoben, hatte sie den Blick ins Weite gerichtet, als ob sie dort etwas sähe, was anderen verborgen war. Eine gewisse stolze Würde, ein furchtloses Selbstbewußtsein war über sie gekommen. Das bisher Stumpfe Geschöpf war ganz und gar umgewandelt und aus ihm ein stolzes und schönes Weib geworden.
,, Vielleicht können wir doch noch etwas tun", sagte sie mit ruhiger Stimme.„ Haben Euer Gnaden nur noch eine Zeit lang Geduld und sagen Sie, bitte, dem Herrn Michael, daß Kathleen Bournes ihm das Leben retten will. Ja, ich will es, Euer Gnaden, senn Gott mir hierzu die Kraft gibt; aber es ist eine jdmere Aufgabe, wenn ich auch zuversichtlich hoffe, sie ausführen zu fönnen. Sagen Sie ihm, ich habe die alten Zeiten niet vergessen, als er schon ein so feiner junger Herr und ich noch so eine dumine Dirne war. Damals hat er auch ricin Haar gelobt und mich schön genannt, ganz so, wie es Cuer Gnaden heute getan haben. Das werde ich nie vergessen! Nein, nie und nimmer! Und wenn ich mir mein eigenes Grab schaufeln sollte, ich werde eifrig daran arbeiten, ihn aus dem Gefängnis zu befreien."
Damit ging sie weg von mir und trat langsam ins Haus. Ich versuchte nicht, ihr zu folgen, oder sie weiter auszuseigen; denn ich war froh und damit zufrieden, daß ich ihren Charakter erkannt hatte, und daß sie für Michael Creenan Freundschaft und Wohlwollen hegte.
( Fortsetzung folgt.)
Banne den Schmerz,
Daß von der Welt nichts dein!
Es kann das eigene Herz
Eine ganze Welt dir sein!
Der Heldenskat.
Humoreske von Karl Pauli. ( Nachdruck verboten.) Der Fall war bedenklich! Der Chef der Firma Reißer, Zieher und Kompagnie, Herr Christian Reißer, stützte der Kopf in die Hand und sann nach. Der Fall war wirklich bedenklich.
Gestern früh hatte er einen neuen Laufburschen engagiert und zwar unter Umständen, unter welchen er es nicht hätte tun sollen; er hatte nämlich schon einen engagiert für 16 Mark monatlich, da kam der zweite und bot sich für 13 Mart an, und so machte er das Engagement des ersten rückgängig, d. h. er warf ihn einfach hinaus, als er kam, und engagierte den zweiten. Und nun war dieser zweite weggegangen und kam nicht wieder, dabei hatte er alle Schlüssel, sowohl die zum Lager, zum Kontor, als auch zur Privatwohnung mit genommen. Das war doch sehr bedenklich. Am bedenklichsten aber war, daß der Bote, den Christian Reißer in die Wohnung des Burschen geschickt, sie sollte sich nach dessen Angaben in der Breitestraße Nr. 243 befinden, mit der überraschenden Meldung zurückkehrte, daß die Breitestraße nur zwanzig Nummern zähle. Was nun tun? Christian Reißer dachte zuerst daran, auf die Polizei zu schicken, aber dazu schien ihm der Fall denn doch nicht bedenklich genug, auch fürchtete er, falls sich die Sache, wie er immer noch hoffte, als harmlos erweisen sollte, den Spott der Nachbarschaft. Im schlimmsten Falle konnte es sich nur um einen Einbruch ins Kontor handeln, es genügte vielleicht, wenn er das bare Geld, seine Münzsammlung, sie war sehr wertvoll und enthielt eine Menge schwerer goldener Medaillen, die beiden großen filbernen Humpen, ein Geschenk des Personals zum fünfzigjährigen Bestehen der Firma, sowie das Hauptbuch, in seine Privatwohnung schaffte, mochten sie dann im Kontor stehlen, was sie wollten, der Schaden war zu ersetzen. Gedacht, getan, eigenhändig schleppte er, heimlich, ohne daß es jemand merkte, alle diese Gegenstände nach seiner im zweiten Stock gelegenen Wohnung, dann nahm er seinen alten Platz im Kontor wieder ein, er lächelte schlau vor sich hin, er freute sich über den gelungenen Streich, den er den Dieben spielte, ja, er pfiff sogar leise die Melodie:„ Wenn die Schwalben wiederkommen" zwischen den Zähnen, den Noten den Text unterlegend:„ Wenn die Diebe erst mal kommen, die wer'n schaun, die wer'n schaun!" Plößlich aber trübte seine Lustig feit ein recht fataler Gedanke, es fiel ihm ein, daß er ja ganz allein in seiner Privatwohnung schlafen müsse, weil seine Frau mit den Kindern und dem Dienstmädchen seit gestern ir der Sommerfrische war. Das war ärgerlich, recht ärgerlich, hm, allein in einer Wohnung, wo ein paar Meter tiefer Diebe, Einbrecher ihr nächtliches Handwerk trieben. Vielleicht hören zu müssen, wie sie die Brechstangen ansetzen, Ohrenzenge und dann zu sein. wie sie den Geldschrank sprengen, die Wut, wenn sie sich betrogen sehen? Wie wenn sie nun Roche nehmen wollten entsetzlich! Im Geist hörte er sie bereits mit Beter und Mordio die Treppe herausstürmen, mit Feuer und Schwert in sein trautes Heim dringen, ihn aus dem Bette zerren und nach verzweifelter Gegenwehr niedermegeln. Mein. allein blieb er nicht, allein auf keinen Fall. alber immer noch scheute er sich, auf die Polizei zu schicken. Wenn die Diebe dann nicht kamen und im Stillen hoffte er noch immer stark darauf war seine weise Vorsicht wieder Wochen lang das Stichblatt aller Stammtischwitze. Er telcphonierte daber au seine Freunde Mager und Weich und bat fie, zu einer furzen Besprechung zu ihm zu kommen. Als die Freunde kamen, setzte er ihnen die Sachlage auseinander und bat fie, die Nacht bei ihm zuzubringen. Beide Freunde legten au into versprachen, sich nach Geschäftsschluß bei ihm einzufinden, natürlich bewaffnet!" wie der eine hinzusetzte.
Benaffnet?" fragte Reißer bestürzt, an Widerstand hatte er his jetzt noch nicht gedacht.
„ Selbstverständlich bewaffnet, schwer bewaffnet!" sagte der andere Freund, es war ihm zwar nicht eingefallen, an eine
Bewaffnung zu denken, jezt aber erschien es ihm vorteilhaft, sich den Anschein zu geben. Als die Freunde fort waren, war es Reißers erster Gedanke, sich in Verteidigungszustand zu setzen, da er als friedlicher Mann weder ein Schießgewehr, noch eine Stoß- oder Hiebwaffe besaß. Er schickte daher zum nächsten Waffenhändler und ließ sich zum Aussuchen einige Dußend Revolver und etliche Repetiergewehre zuschicken. Benuzte er keine der Schußwaffen, so konnte er sie morgen zurückschicken, wodurch ihm keinerlei Kosten entstanden.
Pünktlich, wie versprochen, trafen die Freunde ein: zuerst kam der Fettwarenhändler Mager, schrecklich, wie der wild'ſten Zone wild'ster Krieger erschien er, einen großen Schleppsäbel umgeschnallt, ein Mausergewehr in der Hand, einen serbischen Handſchar und zwei türkische Pistolen im Gürtel.
Gleich darauf erschien der Dritte im Bunde, der Eisenhändler Weich. Er hatte aus seinem Geschäft eine sechs Fuß lange nadelſcharf gespitzte Stahlstange mitgebracht, außerdem führte er einen Stoßdegen, ein Revolvergewehr und eine Reiterpistole, welcher allerdings der Hahn fehlte, bei sich.
Der Eisenhändler Weich war der einzige unter den drei Freunden, der in Beziehung zum Militär stand, zwar war er auch nur Ersatzreservist zweiter Klasse und jetzt bereits im Landsturm, aber die beiden anderen waren wegen hervorragender Untauglichkeit mit Entrüstung vom Soldatenstande ausgeschlossen worden. Deshalb wurde Weich das Obertommando übergeben, und er zeigte sofort seinen soldatischen Geist dadurch, daß er sich energisch weigerte, das ant meisten bedrohte Kontor preiszugeben, wie Reißer feige riet.
Nein, gerade hier mußte das Hauptquartier aufgeschlagen und von Zeit zu Zeit das ganze Lager und die Privatwohnung durch Schleichpatrouillen abgesucht werden.
Reißer gefiel der Plan gar nicht.
„ Und wenn die Einbrecher kommen?" fragte er mit ängstlichem Gesicht.
Dann werden sie Männer finden!" schrie Weich und schlug mit der Hand an seinen Degen.
Jawohl!" echote Mager, dem zwar Weichs Plan auch gar nicht gefiel, der aber nichts merken lassen wollte. Er hob die Hand, um seinen Entschluß gleichfalls durch einen Schlag auf seinen Schleppsäbel zu bekräftigen, unterließ aber, weil ihm noch zu rechter Zeit einfiel, daß der Griff ein wenig wacklig war und begnügte sich damit, einen Hieb durch die Luft zu führen.
„ Um 11 Uhr wird die erste Schleichpatrouille losgelassen!" bestimmte Weich, abgeschickt" verbesserte er sich gleich darauf, da ihm einfiel, daß losgelassen nicht der richtige militärische Ausdruck war,„ und bis dahin wird Skat gespielt!" fuhr er fort,„ Soldaten auf der Wache spielen immer Skat.“
Die beiden andern waren einverstanden, jeder lehnte sein Gewehr so an die Wand, einen Stuhl oder Tisch, daß er es im Augenblick erreichen fonnte. Mager stellte Wein, Vier und Zigarren zurecht und bald war das Spiel im schönsten Gange.
Etwas nach 11 Uhr legte Weich die Karten nieder, erhob sich und schrie mit Stentorstimme: ,, Antreten!"
Reißer fuhr nervös zusammen und Mager warf dem Schreier einen unwilligen Blick zu. Dennoch erhoben sich beide.
Es ist Zeit, die erste Schleichpatrouille auszusenden!" sagte Weich. Um jeder Rangstreitigkeit vorzubeugen, bestimme ich, daß die Gänge nach dem Alphabet aufeinanderfolgen. Du, Mager, bist also der Erste. Nimm dein Gewehr und mach' dich auf den Weg."
,, Allein?" fragte der Angeredete entsetzt. ,, Natürlich!" erwiderte Weich, und in einen schnarrenden Kommandoton übergehend, schrie er:
,, Gewehr über!"
Alleene geh' ich nicht!" erwiderte Mager, anstatt den Befehl auszuführen,„ Du kannst doch mitkommen!"
Ich bleib' nicht allein hier!" rief Reißer dazwischen. Sehr richtig!" rief Weich, das Kontor als bedrohtester Punkt darf nicht von Truppen entblößt werden, hier muß immer die größte Macht konzentriert bleiben."
Da geh' doch du allein!" rief Mager.
Weich warf dem Sprecher einen entrüsteten Blick zu. Wenn mir meine Eigenschaft als Feldherr erlaubte, den gefährlichsten Posten zu verlassen, hätte ich das schon lange getan!" antwortete er pikiert.
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