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Regierung solle schleunigst die Konsequenzen dieser Herausforderung ziehen. Nun, das wird sie wohl bleiben lassen.- Uebrigens wirkt der französisch- vatikanische Konflikt auch auf Spanien zurück. Die katholische Presse Spaniens erklärt, daß König Alfons von einem Besuch Loubets Abstand nehmen müsse, weil Loubet den Papst beleidigt habe. Frankreicn.
O Der Pariser„ Matin" setzt seinen romanhaften Bericht über die neue Spionage- Angelegenheit fort. Er veröffent. licht einen sehr eingehenden, angeblich vom deutschen Generalstab herrührenden Fragebogen, betreffend die Befestigung und die Armierung von Cherbourg und Brest, sowie das Verzeichnis von 42 Plänen von Cherbourg, Brest und Toulon, welche an eine ausländische Macht verkauft worden seien. Der Leiter der Sicherheitsbehörde, Caverd, habe erklärt, die Echtheit der Dokumente über die Forts und Batterien von Toulon sei leider unzweifelhaft. Sie stammten offenbar aus dem Bureau der Genieverwaltung. Das Beunruhigendste bei der Angelegenheit sei, daß ein so umfangreiches Bündel von Schriftstücken gestohlen werden konnte. Man müsse feststellen, ob es sich um einen gewöhnlichen Einbruch handle, oder ob die Dokumente auf andere Weise entwendet worden seien. Der Kriegsminister hat den Generalstabschef Pendezec beauftragt, eine Untersuchung über die Angelegenheit einzuleiten. Einen Tag vor dieser„ Enthüllung" des„ Matin" wurde übrigens vor einem französischen Gericht eine andere Spionageangelegenheit verhandelt. Wie erinnerlich, war vor einiger Zeit der Futterhändler Diné von Malzéville als der Spionage verdächtig verhaftet worden. Vorgestern stand er vor dem Zuchtpolizeigericht in Nancy. Die Verhandlungen fanden unter Ausschluß der Deffentlichkeit statt. Es waren nur fünf Belastungszeugen vorgeladen, Entlastungszeugen gab es nicht. Das Tribunal verurteilte Diné trop hartnäckigen Leugnens zu drei Jahren Gefängnis, 3000 Fr. Geldbuße, 10jähriger Ausweisung und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf zehn Jahre. Der Angeklagte hörte das Urteil an, ohne ein Wort dazu zu sagen und ohne eine Miene zu verziehen. Ob er wirklich schuldig ist?
Türkei.
Der Großherr der Moslim läßt sich neuerdings angelegen sein, die frische Freundschaft mit Bulgarien zu hegen und zu pflegen. Jetzt hat er den türkischen Botschafter in Paris, Munir Pascha, zum Fürsten Ferdinand gesandt und den Bulgarenbeherrscher zu einer freundschaftlichen Visite in Konstantinopel einladen lassen. Ob der Koburger kommen wird, ist freilich noch ungewiß; in seinem Lande, wo man die Türken bitter haßt, würde man ihm das zweifelsohne sehr verübeln. Die Stimmung der Bulgaren ist ohnehin nicht die beste, und die bulgarisch- mazedonischen Flüchtlinge, die jetzt aus Bulgarien wieder nach Mazedonien abgeschoben werden sollen, lassen sich angelegen sein, die türkenfeindliche Stimmung im Lande noch zu schüren. Viele nach Bulgarien übergetretene Flüchtlinge weigern sich, auf türkisches Gebiet zurückzukehren; sie trauen den türkischen Behörden nicht. Bisher hat nur eine verschwindend kleine Anzahl von Flüchtlingen die Grenze überschritten. Täglich erscheinen zahlreiche Flüchtlinge sowie Abordnungen beim österreichisch- ungarischen und russischen diplomatischen Vertreter, um für sich den Schuß der in der Türkei befindlichen Konsulate dieser Staaten zu erbitten. Auch an öffentlichen Protestversammlungen der Flüchtlinge gegen die bulgarische Regierung fehlt es nicht, sie machen ihr zum Vorwurf, daß sie sie aus dem Lande in die türkische Knechtschaft jagen wolle.
Aften.
Immer kritischer gestaltet sich die Lage der englischen Tibetexpedition. Die Tibetaner haben neuerdings schwerere Geschütze aus Lhasa erhalten, und bedeutende Verstärkungen treffen aus Ost und Nord ein. Auch sollen sie weiße Hilfe erhalten haben; man glaubt in London, es handele sich um Burjäten, eine fosakische, unter russischer Oberhoheit stehende Völkerschaft am Baikalsee. Dieser Verdacht ist sicherlich nicht unbegründet. Unter diesen Umständen wird den Briten in der Tat nichts übrig bleiben, als schleunigst für eine Entsetung der Kolonnen Younghusband und Macdonald zu sorgen.
Preufsifcher Landtag.
Haus der Abgeordneten.
( 76. Sigung.) RK Berlin, 17. Mai. Nun ist auch das Abgeordnetenhaus dem ihm gestern vom Herrenhause gegetenen Beispiel gefolgt und in die Herion gegangen: Bis zum 7. Juni hat die zweite preiche Rammer sich vertagt. Der letzte Sigungstag galt noch der Sefundärbahnvorlage. Wieder standen einige Dutzend Redner auf, um lokale Bahnbauwünsche ieils furz und bündig, teils in epischer Breite vorzubringen. Dabei traten natürlich höchst verschiedene Ansichten über den Wert der Vollbahnen, Nebenbahnen und Kleinbahnen zu tage. Das Ende war schließlich, daß die Vorlage der Budgetkommission überwiesen wurde. In der Debatte erklärte Minister Budde u. a., nach überschläglicher Berechnung hätten die Herren, die an diesen beiden Tagen lokale Bahnprojekte von der Regierung for= derten, dem Lande eine Ausgabe von nicht weniger als rund drei Milliarden Mark zugemutet. Das ist freilich eine etwas reichliche Forderung! Dann sagte man einander frohgemut Relewohl, bis zum Juni.
Die Baubmörder vor dem Gericht. Frankfurt a. M., 18. Mai 1904.
In der gestrigen Vormittagssigung wurden zunächst eine Anzahl Beugen über das Vorleben der Angeklagten bernommen, u. A. ein Onkel und ein Bruder Stafforsts. Man erfuhr, daß Stafforst mit 12 Jahren Waise geworden ift. Später lief er als Maurerlehrling davon und führte ein unstetes Wanderleben. Viel Gutes hat er im Leben nicht gehabt. Kurz, ehe die Verhandlung begann, ereignete sich etwas Auffallendes: Groß weinte. Aber es waren anscheinend feine Tränen der Reue. Denn als sein Verteidiger ihm zusprach: Wollen Sie nicht gestehen, Groß?" erwiderte er rauh:„ Ich hab nichts zu gestehen! Der da( Stafforst) soll die Wahrheit sagen!" Damit hatte er die Bewegung, die über ihn gekommen war, weggewischt. Ehern und undurchdringlich erschienen wieder die Züge des Verbrechens. Energisch bestritt er, den Gewichtstein gekauft zu haben. Stefforst habe es getan. Dieser bestreitet s ebenfalls. Die
Verläufer können es nicht mit Bestimmtheit sagen, ob es Groß war. Daß Staff rst die Schnur gekauft hat, wird von ihm zugegeben und von der Verkäuferin eidlich erhärtet. Heute behauptete übrigens Stafforst, er sei mitgegangen, um das Verbrechen zu vereiteln. Groß behauptet bekanntlich von sich dasselbe. In der Nachmittagssißung wurde zunächst die Frau Mertin, bei der er zuletzt in der Hansteinstraße mit seiner Braut zusammen gewohnt hat, vernommen. Nach ihrer Aussage ist Groß am Mordtage gegen 9 Uhr vormittags fortgegangen und zwischen 1½ und 2 Uhr zurückgekommen Von Aufregung hat sie nichts an ihm bemerkt. Groß aß vielmehr, nachdem er seinen Ueberzieher in seinem eigenen Zimmer abgelegt hatte, im Zimmer seiner Braut in aller Seelenruhe zu Mittag. Vorher hatte er sich gewaschen. Später wichste er sich die Stiefel und ging dann in Pantoffeln aus. Als abends die Rede auf den Mord tam und Frau Mertin die Aeußerung tat, ob sie den Mörder wohl bald triegen werden," antwortete Groß:„ Das wird wohl nicht so rasch gehen!" Auch an den folgenden Tagen bemerkte sie nichts Auffälliges an Groß. Am Montag entfernte er sich dann aus der Wohnung und fehrte nicht mehr wieder. Die Graut des Groß, die Näherin Elise Koobs, bestätigte im Allgemeinen die Angaben der Frau Mertin über das Verhalten des Groß am Wordtage. Auch sie bemerkte feine Spur von Aufregung an ihm. Wie kann man nur so einem Menschen etwas tun?" sagte er, als die Schwester seiner Braut nach Hause kam und von dem Borde erzählte, Andere Zeugen haben befundet, auf einen Mord fäme es ihm nicht an, wenn's um Geld ginge. Als er am Montag auf die Polizei ging, um sich zu stellen, gab Groß seiner Braut 300 Mt. mit den Worten: Falls ich in Untersuchung bleibe." Seiner Braut grg nüber hatte sich Groß als Klavierhändler ausgegeben. Ueber die Kraßwunde im Gesicht sagte er seiner Braut, er habe da eine Pocke gehabt und aufgefragt. Die 26 jährige Marie Koobs, Schwester der Elise, bestätigt deren Aussagen. Der nächste Zeuge, Kriminalfommissar Brummond befundet über die Selbstgestellung des Groß, die am 29. Februar erfolgte. Hierauf wendet sich die Verhandlung von Groß ab und Srafforsts Flucht wird erörtert. Von hier ging er nach Griesheim, Höchst und Mainz nach Köln. An lezteren Ort ließ er seinen Schließtorb aus Offenbach kommen. Er wohnte bei einer Frau Eicke, die ihm das beste Zeugnis gibt. Während des Kölner Aufenthaltes knüpfte St. ein Verhältnis mit der Christine Rutermeyer an, mit der er, wie sie aussagt, 164 Mart verjubelte. Von Köln fuhr St. nach Hamburg, nannte sich Bereiter Lühr, trug Lichtensteins Uhr und Kette. Aus Hamburg sind zwei Zeugen geladen, Frau Eisermann und ein Kriminalkommissar. Bei Frau E. ließ er das blutige Hemd und Taschentuch waschen. Der Kommissar sagt eingehend über die Verhaftung St.'s aus. Um 64 Uhr wird die Verhandlung abgebrochen.
5. Sigung der Großh. Handelskammer Gießen für die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach. Protokoll- Auszug.
7. Eingänge:
Gießen, den 13. Mai 1904. ( Schluß.)
a) In neuerer Zeit haben die Fälle sich gemehrt, in denen deutsche Waren bei der Einfuhr nach Großbritannien wegen Nichtbeachtung des Merchandise Marks Aft von 1887 und der dazu ergangenen Ausführungsvorschriften beschlagnahmt worden sind. Wiederholt ist namentlich gegen die Vorschrist verstoßen, daß auf Waren ausländischen Ursprungs, die mit dem Namen eines britischen Fabrikanten oder Händlers bezeichnet worden, zusäßlich und unzweideutig das Ursprungsland angegeben werden muß, und zwar auch dann, wenn die fremde Bezeichnung seitens des zu ihrer Führung berechtigten Bestellers der Ware ausdrücklich vorgeschrieben ist oder soust mit Zustimmung des Berechtigten erfolgt. Unbeachtet ist ferner geblieben, daß Waren, die Großbritannien nur auf dem Transit nach ihrem Bestimmungslande berühren, den nach Großbritannien eingeführten Waren hinsichtlich der Behandlung nach den Vorschriften des Warenbezeichnungsgeseßes im allgemeinen gleichstehen. Es empfiehlt sich, in allen irgendwie zweifelhaften Fällen auf deutschen zur Einfuhr oder Durchfuhr nach Großbritannien bestimmten Waren die Bezeichnung„ Made in Germany" anzubringen.
b) Eingabe der Handelskammer zu Hannover an den Reichstag, betr. Regelung des Ausverkaufs- und Versteigerungswesens.
c) Denkschrift des Kaufmännischen Verbandes für weibliche Angestellte, betr. Wahlrecht der Frauen zu den Kaufmannsgerichten.
d) Mitgliederliste des Verbandes Deutscher Patentanwälte.
e) Von zuverlässiger Seite find der Handelskammer Mitteilungen zugegangen über den Einfluß des Krieges in Ostafien auf die Kreditverhältnisse in Rußland, die Bemühungen der russischen Textilindustrie, um neue Absaßmärkte, die vom 15. April bis 30. September d. Js. in St. Etienne ( Frankreich) zu veranstaltende sogen. Internationale Ausstellung, die Einfuhr von Strick- und Wirfwaren nach den Vereinigten Staaten, den amerikanischen Tabaktrust, die Pacific Fishing u. Packing Co., den Ausbau der Nordbahn in Huntemala, die amerikanische Konkurrenz in Hankau, den Absatz von Eisenwaren nach Australien, sowie über eine zweifelhafte Firma in London.
Die Eingänge fönnen wöhrend der üblichen Geschäftszeit im Bureau der Hanedlstammer eingesehen werden.
Lokales.
18. Mai 1904. Man glaubt in Parlamentstreisen nicht, daß die erforderliche Zweidrittelmehrheit für den hessischen Wahlgesetzentwurf zustande fommt.
* Der Landes ausschuß der hessischen Zentrumspartei hielt am vergangenen Dienstag eine Beratung über verschiedene Parteiangelegenheiten des Landes ab. Bei der Erörterung ergab sich, daß in Bezug auf die Wahlrechtsvorlage alle Mitglieder des Landesausschusses mit der Fraktion darin einig sind, daß die Fraktion für das Zustandekommen der Reform mit Einschluß der Neueinteilung der Wahlkreise entschieden eintreten möge. ** Ein Maurerstreif scheint in Gießen bevorzustehen. Die Maurer, so lesen wir in der„ Darmst. Ztg.", beabsichtigen demnächst die Arbeit niederzulegen, falls ihnen der Stundenlohn nicht erhöht wird. Gegenwärtig beträgt er 34 Pfg., die Maurer fordern 40 Pfg.
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Die Gieß Bender und Jo
exfteren wurden durch Urteile& bon Feuerwerte
Strafen belegt. Berläuferinnen Raufleute foflenp tretung der Poliz bor dem Auftr Hermann Kaz Edoffengericht i heidung über d Berufung foll fündet werden. ftadt M.-W.
* Die Schulbuchhandlung Emil Roth zu Gießen hat am 1. Mai eine Lehrmittelanstalt mit permanenter Ausstellung ins Leben gerufen unter der Firma„ Hessische Lehrm ttelanstalt"( Tmil Roth). Es ist mit dieser Einrichtung einem längst gefühlten Bedürfnis Rechnung getragen und den Interessenten( Lehrer und Schulvorstände) bei Neuanschaffungen unter dem Guten das Beste für Kinder und Schule auszuwählen. Wir wünschen der rührigen Firma zu dem neuen Unternehmen den besten Erfolg.
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ausgerüftet ange zu fein. Das G
*** Pfingstfahrt deutscher Lehrer. Pfingsten dieses Jahres beabsichtigen deutsche Lehrer unter Führung des Herrn Schwaner, Herausgeber des „ Volkserziehers", einen mehrtägigen Ausflug, zu dem nachnehender Reiseplan festgesezt worden ist. Der Sammelort ist Sonnabend, 21. Mat, nachmittags 4 Uhr, am Bahnhof Blankenburg. Von da Abmarsch nach Schwarzburg( 2 Stunden), von da über Königsee nach Aut Gehren( 3 Stunden), wo übernachtet wird. Sonntag 703 Abfahrt nach Ilmenau. Von da Fußwanderung über den Kickelhan nach der Schmücke bis Oberhof( 5 Stunden), wo Nachtquartier genommen wird. Am Montag von Oberhof über Tambach nach Friedrichsroda( 6 Stunden). Am Dienstag von Friedrichsroda über den Inselberg( 4 Stunden) nach Ruhla( 2 Stunden), von da mit der Bahn über Wutha nach Eisenach. Nachtquartier in Eichrodt oder Fischbach. Am Mittwoch früh Wartburg und Drachenschlucht. Nachmittags Verabschiedung und Heimfahrt.
*** Billigeres Brod. In Marburger Zeitungen veröffentlichte die dortige Bäckerinnung folgendes Inserat: Vielfachen Wünschen des Publikums entsprechend, haben die Mitglieder der hiesigen Bäckerinnung beschlossen, eine weitere Sorte Brod( Schwarzbrod) einzuführen und gleichzeitig den Brodpreis herabzuseßen. Von heute ab tosten: 4 Pfd. Weißbrod 40 fg, 4 Bfd. Schwarzbrod( Landbrod) 36 Pfg.
Bolts- und Jugendspiele. Unter Leitung des Turninspektors Weidenbusch werden auch in diesem Sommer in Frankfurt a. M. Spielkurse abgehalten und
zwar:
a) Elfter Kursus für Lehrer vom 26. Mai bis 4. Juni. b) Zehnter Kursus für Lehrerinnen vom 26. Septbr. bis 1. Oktober.
In den Kursen wird das Hauptgewicht auf die Einübung von Bewegungsübungen( Ball- und Laufspielen) gelegt, die nicht nur Schüler und Schülerinnen begeistern, sondern auch das Interesse der aus der Schule entlassenen Jugend lebhaft anregen. Anmeldungen unter dem unter a angegebenen Kursas sind baidigst zu richten an den städt. Turninspektor Weidenbusch, Frankfurt a. M.,( E ferne Hand 7).
*** Statistik der Neichstagswahlen 1903 in Hessen. Das Kaiserliche Statistische Amt in Berlin hat eine augemeine Statistik der Reichstagswahlen von 1903 veröffentlicht, der wir folgende Angaben über die Wahlen im Großherzogtum Hessen entnehmen.
Die Gesamtzahl der Wahlberechtigten betrug 259 512. Hiervon haben 194297 oder 74,9 Proz. von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht.
Es erhielten Stimmen:
Die Nationaellberalen 68865 oder 35,5 Proz., Die Sozialdemokraten 68 834 oder 35,5 Proz., Das Zentrum 33 163 oder 17,1 Proz.,
Die Antisemiten( deutsche Reformpartei) 10595 oder 5,5 Proz;
Die Freisinniga Volkspartei 9748 oder 5 Proz., Der Bund der Landwirte 2529 oder 1,3 Proz., Zersplittert wurden 91 oder 0,1 Proz.
Nicht ohne Interesse ist die Tatsache, daß die Wahlbeteiligung in den Städten mit über 10000 Einwohnern ( 79,9 roz.) erheblich lebhafter war als auf dem flachen Land( 71,5 Proz.). Die Sozialdemokratie hat ihre Haupternte in den größeren Städten gehalten( 47,6 Proz.), während sie in den Orten unter 2000 Einwohnern nur auf 24 Proz. fam. Die Nationalliberalen dagegen erhielten auf dem Lande 41,6 Proz; in den Orten mit einer Einwohnerzahl von 2000 bis 10 000 25,5 Proz. und in den großen Städten 36,3 Proz.
Großen- Linden. Die Aussichten auf eine gute Obsternte mehren sich von Tag zu Tag. So namentlich versprechen die Birnen einen reichen Ertrag; epfel haben jetzt meift abgeblüht und sind diesmal weniger als die Birnen in Gefahr gewesen, durch Regen und Nachtfrost zu leiden. Es ist darum schon jetzt anzunehmen, daß auch die Aepfel eine ansehnliche Ernte liefern. Die Zwetschen haben durch Regen am meisten gelitten und zeigen auch barum einen geringeren Fruchtansaß.
Grüningen. Lehrer Jung hat vor wenigen Tagen unseren Dit verlassen, nach mehrjähriger hiesiger Wirksamkeit, um die 1. Stelle ar der Gemeindeschule zu Erzhausen anzutreten.
† Ruppertsburg, 11. Mai. Gestern machte der 75jährige hiesige Landwirt Pott seinem Leben durch Erhängen ein Ende. Der Lebensmüde wurde wahrscheinlich durch die Furcht vor einer längeren Gefängnisstrafe, die er demnächst verbüßen sollte, dazu getrieben.
*** Bad Nauheim, 17. Mai. Die Landtagswahl findet am 20. Mai statt.
halb zu einer fitens des Mag Bestätigung. Geiß- Nidda wegen eines For einem Gutachten
getlagte für feir fann, erfolgte F Bauunternehmer Uebertretung de 2 Mt. belegt.
Der For ein Urteil des wegen Bettelne and Ueberweisu ingelegt. Die größte Beit fein jugebracht hat. verschonen, Der Schüle binderlehrling R bortigen Enwo wendet. Währ geftandig warer aber schuldig e
weises, sowie Der Dienstin wurde durch Pfandveräußer
er zum heutig eingelegte Ber Schluffe hatte
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