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Lehmhütten wurden von einem hölzernen Häufer­

meer umgeben.

gestellt in den Läden waren die raffiniertesten Delikatessen aus­es Gasthöfe, Trinkstuben, Tanzfäle, alles aus Holz aufgeführt, Straße zweigte sich von Straße ab, da gab ständigen mis man sie in Soiro, dem egyptischen Paris, in

Armes Herz," flüsterte er, es ist die höchste Zeit, daß ich heimfam."

,, Aber wirst du auch von unserem Fred nichts Schlechtes glauben?" fragte sie ihn.

Ich habe jeden, der zu dir gehört, lieb," antwortete er. Fred und Jedermann. Indes weißt du auch, warum ich heute hierher ge­fommen bin?"

,, Weil du nichts Besseres vorhattest. Ich habe es vorhin gehört."

Nein, um deinen Vater zu bitten, der mir, Gott segne ihn, mehr als Vater war, zu bitten, mich seinen Sohn werden zu lassen, und er hat doch zumal jetzt, da Fred von ihm gegangen, eines Sohnes Stüße nötig. Id) bin zwar nur eines Hufschmieds Sohn und du bist das Fräulein vom Weidenhof, ich weiß das alles; aber ich bin auch Stephan Harlow, und das heißt ein Mann, der auf dem Weg ist, es zu etwas Gutem zu bringen. Ich hatte den Mut, um deine Hand anhalten zu wollen, obgleich ich deinen Vater für reich hielt, Kitty, und nun werde ich ihm den Antrag wohl erst recht stellen dürfen. Ich wollte dich eigent­lich erst fragen, nachdem ich ihn gesprochen. Doch nun ists einerlei also magst du mein Weib werden, Kitty? Sage es mir!"

Sie standen schon so nahe bei einander, als wären sie bereits ein fest verlobtes Paar und sahen sich ohne ein Wort wohl Minuten lang fragend in die Augen.

Also willst du?" fragte er endlich. Keine Antwort erfolgte.

,, Hast du mich lieb?"

Allein er wäre ein Narr gewesen, wenn er ein gesprochenes" Ja" verlangt hätte. Hatte sie doch ihre Hand ruhig in der seinen ge­lassen, und sah er doch ihre Augen zu ihm be­glückt durch ihre Tränen aufleuchten.

Da unterbrach plößlich das laute Rufen einer wohlbekannten Stimme den Traum der Liebenden.

,, Kitty, Kitty! Wo steckt nur das Mäd­chen," hörten sie den Weidenhofbauer rufen. Laß mich los! Es ist Vater," bat Kitty leise.

,, Um so besser, Liebling," meinte Stephan. ,, So frage ich ihn gleich. Gib mir nur deine Hand und so wollen wir zusammen vor ihn hintreten."

Er führte sie aus dem Schuppen in den Sonnenschein hinaus. Und so sah nicht nur Blackburn, sondern auch Marrell die beiden Hand in Hand daherkommen. Kitty hatte sich, als sie sah, daß ihr Vater Gesellschaft hatte, aus seiner Hand zu befreien gesucht. Stephan jedoch hielt sie fest. Das Leben in Millport hatte ihm seine alte Schüchternheit längst ge­nommen; ja freudig hatte er vor aller Welt gesagt, was er zu sagen hatte. Er kam sich wie ein Lorbeerbekränzter Erorberer vor. Zwar war es nur ein Herz, das er erobert, allein es war doch etwas, was auf allen seinen Siegesfahrten Alexander nicht erorbert hatte.

,, Da bin ich wieder, Bauer," sagte er, in seinem Eifer nicht einmal merkend, wie sehr sein Pflegevater sich verändert hatte. Ich väre erst zu Ihnen ins Haus hineingefom­men, doch da Herr Marrell Sie erst zu sprechen wünschte, habe ich erst Kitty gesagt, was ich Ihnen früher sagen wollte, und Kitty hat mir geantwortet, sie will mein werden, wenn Sie mich zum Sohn nehmen wollen."

Die beiden Bauern blickten sich bestürzt an, fanden aber beide fein Wort.

Ich weiß ja," fuhr der junge Mensch zu Blackdorn gewandt fort, es wäre richtiger

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gewesen, mit erst des Baters Einwilligung zu holen. Indes dann hoffte ich wieder, bet Ihnen doch auf keinen Widerstand zu stoßen. Sie wissen, daß ich es dank Ihrer Fürsorge im Leben zu etwas gebracht habe. Ich habe mein gutes, sicheres Gehalt und neulich erst stellte mir mein Chef in Aussicht, mich in die Firma aufzunehmen. Budem habe ich mir eine kleine Summe gespart und komme also selbst nicht mit leeren Händen zu Ihnen. Also, wenn Sie mir Ihre Kitty zur Frau geben möchten!"

Marrell blickte unter seinen Brauen scharf auf Blackdorn, drehte sich plötzlich auf seinen Absätzen um und trat ein paar Schritte bet Seite, doch nicht so weit, um nicht hören zu lönnen, was vorging.

Noch immer mit seinem Spazierstock be­waffnet, hielt Blackdorn dem jungen Menschen seine bebende Hand hin. Es freut mich, dich wiederzusehen, Junge," sagte er, und zu erfahren, daß es dir gut geht. Gott weiß es, in diesen schlechten Zeiten geht es einem selten nach Wunsch. Doch was mein Mädel

Water!" rief Kitty mit Schreden in ihren Augen, zusammenfahrend.

" Ja," meinte Blackdorn, habe sie freilich einem anderen Mann versprochen, einerlet wem."

-

,, Kitty," rief Stephan, verstehst du das alles?"

" Junger Mann," erklärte Marrell, das ist Geschäft und keine Tändelei. Sie begreifen es wohl nicht, ich begreife es aber. Sie hat als eine Tochter, die weiß, was ihre Pflicht ist, ihren Vater vom Ruine zu retten. Und deshalb wird sie wohl einen reelleren Mann, als einen jungen, wenn auch noch so streb­samen Beamten zum Mann nehmen müssen. Was, Thomas Blackdorn, so steht die Ge­schichte?"

So steht die Geschichte!" wiederholte Blackdorn, seinen Stock auf den Boden stoßend.

Daß Henoch Marrell selbst auf Kitty ein Auge geworfen, fiel Stephan im Traum nicht ein, und wenn Kitty vielleicht doch eine richtige Ahnung besaß, so hütete sie sich jeden­falls wohl. dies zu sagen.

Schloß Gmunden. Wohnfig des Herzogs von Cumberland.

betrifft den Gedanken schlage dir aus dem Kopf. Das kann nicht sein."

,, Kann nicht sein!" rief Stephan, während es Kitty endlich gelang, ihre Hand freizu­machen, die sie wie flehend ihrem Vater jetzt auf den Arm legte.

Ich liebe Kitty und Kitty liebt mich," drängte Stephan. Und lieben werde ich sie bis an meinen seligen Tod. Warum kann es da nicht sein?"

Der alte Blackdorn schwankte. Er besaß nach allem ein Herz, und hatte nicht nur seine Tochter lieb, nein war auch innerlich stolz auf den jungen Menschen, der ihm sein Vorwärts­kommen in der Welt dankte. Warum war Stephan Harlow dem anderen zuborge­fommen?

Ich werde es Ihnen sagen," trat da Marrell vor, warum es nicht sein kann. Nein, schauen Sie mich nicht so an, als wäre das nicht meine Sache. Es ist meine Sache mehr, als Sie glauben. Tom Blackdorn hier hat Katty eben einem anderen versprochen, - einerlei wem."

ebenso die Kenntnis der Schutz- und Heilmittel gegen die spezifischen Kolonialkrankheiten. Die Bedingungen zur Auf­rechterhaltung unseres Kolonialbesizes sind also wesentlich günstiger geworden, und damit wächst natürlich auch die Aus­sicht auf lukrative Verwertung unseres Kolonialbesizes. Allerdings ist es nicht besonders leicht, die einheimische No­maden- und Jägerbevölkerung zu einer geordneten Tätig­feit zu erziehen, und aus dem Widerstand gegen die mit einer regelmäßigen Pflichtarbeit sich ergebenden Unbequemlich feiten erklären sich die vielfachen Unruhen, die zum Teil auch künstlich durch unsere Neider herbeigeführt werden. Immer­hin aber hat die Kolonialverwaltung in der Erziehung zum Kulturleben bereits große Fortschritte gemacht und zwar durch ein klug ausgedachtes System. Die Steuerleistungen der Einwohnerschaft werden nur noch zum Teil in Natura­lien oder Geld eingefordert, sondern meist in Form von Arbeiten, die auf den Pflanzungsanlagen der Verwaltung zu leisten sind. Hier entwickelt sich auch bereits ein gewisses gesellschaftliches Leben, indem die Gouvernements aus den Eingeborenen Musikkorps bilden, die von Zeit zu Zeit ihre Weisen aufspielen. Dadurch gewinnen viele Eingeborenen Gefallen an dem Leben auf den Stationen und bleiben dort als Ansiedler zurück. Das erforderliche Land wird ihnen gratis zur Verfügung gestellt. Die zeitweiligen Aufstände müssen bei jedem Kolonialbesig mit in den Kauf genommen werden, und es wäre ein übertriebener Pessimismus, wenn man die Flinte ins Korn werfen und die bereits errungenen Erfolge den anderen Nationen in den Schoß werfen wollte. Dann hätten wir nur für lachende Erben gearbeitet.

,, Aber ich," wandte sich Stephan endlich an Blackdorn, Marrells nicht achtend ,,, ich habe Kitty gefragt, und sie sagte mir ja. Wer also ist der andere Mann? Sie werden mir zugeben, ich habe ein Recht, darnach zu fragen."

Blackdorn stand im Begriff zu antworten. Marrell jedoch fiel ihm in seiner gebieterischen Weise ins Wort:

Es muß Ihnen genügen, Stephan Har­low, daß Blackdorn ein Wort hält, das er ge­geben, und daß seine Tochter ihre Pflicht kennt."

( Fortsegung folgt.)

Deutsche frauen- Schönheiten. Jedes Land hat besondere Ansichten über Frauenschönheiten und Schönheiten an Frauen. In Europa bewundert man die weißen Zähne, in Japan müssen die schönen Zähne gelb und in Indien tot sein. Eine blühende Gesichtsfarbe ist gewiß beneidenswert, aber die Frauen in Grön land streichen sich das Gesicht blau oder grün an, und die Russinnen würden sich für häßlich halten, wenn sie sich nicht falfweiß schminkten. Welche

worden. Die Expedition besteht aus je 250 Mann der Ma­rineinfanteriebataillone in Kiel und Wilhelmshaven und einem Detachement der zweiten Matrosendivision mit vier Maschinenkanonen, ferner einer Eisenbahnpionier- Abteilung.

Noch keine Stunde war die neue Hiobspoſt aus Südwest­afrika im Besiz des Auswärtigen Amts, da war der kaiser­liche Befehl schon ergangen, der die Entsendung eines Hilfs­korps nach der Kolonie anordnete. Und noch keine Stunde war nach der Erteilung dieses Befehls verflossen, da waren die zuständigen Kommandostellen in Kiel und Wilhelmshaven bereits mit der Mobilmachung der Expedition beschäftigt. Und noch am selben Tage war die Hilfstruppe, die sich durch­weg aus Freiwilligen der Marineinfanterie und der zweiten Matrosendivision zusammensetzt, schon gebildet. Die Mannschaften, die sich gemeldet hatten, waren schon auf ihre Tropendienſtfähigkeit hin untersucht, und mit der Aus­rüstung des Hilfskorps war bereits der Anfang gemacht wor­den. Es sind unter den vielen Freiwilligen, die sich ge­meldet haben, durchweg ältere Leute und nur sehr wenige Refruten ausgewählt worden.

Führer des Expeditionskorps

ist Major v. Glasenapp, seit März 1902 Komman­deur des zweiten Seebataillons. Er gehört dem Heer seit 1874 an, wurde 1877 Leutnant, ist außerordentlich schnell befördert worden und hatte als Hauptmann bereits vier Jahrgänge übersprungen. Als Hauptmann à la suite des Infanterieregiments Nr. 94 wurde er 1895 zum großen

13. Ja rgang.

e einspaltige Petitzeile für ganz Ober r und Marburg 10 Pfg. font 15 Vfg. ie Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. itungsliste No. 3269.

tion: Gießen, Seltersweg 83 rechauschluß Nr. 362.

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It und Umgebung. von Oberhessen.

ct. Am 10. September 1898 wurde t und nach Ablauf eines Jahres in rmee versetzt. Glasenapp war auch I tätig. Drei Jahre war er Instruk begleitete er das ostasiatische Expedi. ralmajor v. Höpfner als Chef des rt hat er seine Tüchtigkeit als Führer oiesen. Nach der Heimkehr v. Höpf= Stabe der ostasiatischen Infanterie­als Bataillonskommandeur im In­in die Heimat zurückgerufen wurde. schied er aus dem Landheer aus und ie über.

· Mobilisierungsorder ist auch der igen, sofort Kreuzer auszurüsten afrifa zu entsenden. Welche Kreuzer oeilen allerdings noch nicht bestimmt. nd im Generalstab finden täglich ein­

; am Tage des Ordensfestes ver­rsönlich mit dem Chef des General­fen, längere Zeit über die Lage in

und berufene Kanonenboot Habicht, iff in Westafrika, hat eine Besatzung schützbewaffnung besteht aus 5X12,5 - und 5 × 3,7 Zentimeter- Revolver­rüstung und Panzerung fehlen gänz­ist gering, 11,4 Seemeilen. Weiter f" zur Verfügung, das in der Mün­sanfert. Das Schiff hat 85 Mann iches 8,7 Zentimeter-, ein 5 Zenti 3 und drei 3,7 Zentimeter- Revolver­Seemacht verfügt demnach insgesamt er 10 See-, 2 Sanitäts- und 12 Deck. Beschütze.

cher Reichstag.

CB. Berlin, 18. Januar. der gut besetzt, einmal mit Rückſicht Verhandlungen über die künftige Ge­erziellen Beziehungen zum Auslande auf unser inneres Wirtschaftsleben, weil befannt geworden war, daß der ich zu Anfang der Sigung eine Er­

in Deutsch- Südwestafrika

ize der dortigen Ansiedler unverzüg­Maßnahmen abgeben würde. Vor ordnung ergriff denn auch Graf id gab die an anderer Stelle abge= ie Tagesordnung eingetreten. Abg. begründete eingehend die Inter­

bestehenden Handelsverträge.

er Notwendigkeit der Kündigung der Kanit u. a., die Regierung habe sich Saratoga- Vertrages mit der

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r dem Auslande lächerlich gemacht Iche Präs. Graf Ballestrem für ässig bezeichnete. Redner schildert deutschen Landwirtschaft, vor allem hlässigung der Landwirtschaft in der ch, daß die Tätigkeit der Ansiedlungs­bleibe und die Ansiedlungsgelder emanisation, sondern nur den Polen ur den Getreidebau müsse mindestens der bescheidene Schutz wiederhergestellt werden, den der alte Generaltarif gewährt habe. Die ländliche Bevölkerung mache die Kraft des Landes aus und müsse daher um so mehr er­halten und in ihrem Bestehen geschützt werden, je mehr die Sozialdemokratie um sich greife. Die Kündigung sei wohl unterblieben weniger aus politischen Rücksichten, als aus Rücksicht auf die Industrie. Und darunter sollen wir Bauern ( Lachen links) leiden! Die Kündigung der Handelsverträge, chloß Redner, ist eine politische, wirtschaftliche und finanzielle Notwendigkeit, eine Lebensfrage für die Landwirtschaft. An ihr ist schwer gesündigt worden, jezt kann sie Gerechtigkeit verlangen.( Beifall rechts.)

Staatssekretär Graf Posadowsky erblickte in der Interpellation einen leisen Vorwurf gegen die Regierung ( Heiterkeit). Ein politischer Mann, der die Vorgänge ver­folgt habe, werde kaum begreifen können, wie ein solcher Vor­wurf gegen eine Regierung gerichtet werden könne, die den Bolltarif in so harten Kämpfen durchgebracht habe. Es iſt, sagte der Staatssekretär, fein Zweifel daran möglich, daß die Regierung die ernste Lage der Landwirtschaft jederzeit an­erkannt hat. Der Unterschied zwischen uns und dem Ver­treter der Interpellation besteht auch nur in der einzuschla­jenden Taktik. Sie bewundern es, wenn ein Arbeiter kühn die Hand in die weißglühende Masse legt. Das geringste Versehen würde ihm seine Aktionsfähigkeit kosten. Ebenso würde es uns gehen, wenn wir hier ein Versehen begingen. Wir haben stets an die alten Verträge die neuen zu knüpfen gesucht, um nicht unser Wirtschaftsleben schweren Schädi­aungen auszuseben. Daraus folat allerdings nicht, daß wir