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Finnland.
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13. Ja rgang.
e einspaltige Petitzeile für ganz Obert r und Marburg 10 Pfg. fonft 15 Vfg. ie Petitzeile 30 resp. 40 Pfg.
tungsliste No. 3269.
tion: Gießen, Seltersweg 83 rechauschluß Nr. 362.
Leutschland ten
Ein illustriertes deutsches Familienb.att.
Durch das Vorgehen der russischen Regierung gegen die Gelbſtändigkeit des Großfürstentums Finnland ist eine übergroße Auswanderung der besten Söhne dieses rauhen Landes herbeigeführt worden. Allerdings sind die Erfolge der gegen wärtigen russischen Politik nur erst sehr wenig oder garnicht erkennbar, sodaß man in Finnland meistenteils garnicht ahnt, daß man im Bereich des russischen Szepters sich befindet. Eigenes Zoll- und Paßwesen, eigene Eisenbahnen, eigene Münze, eine Rußland etwas angepaßte Post( Marken für Inland) be. fißt Finnland ja trotz der eingeleiteten Russifizierung noch. Daß im Gegensaße zu Rußland Postanweisungen stets nach Finnland zulässig waren und es noch sind, kann man wohl nicht anders denn als eine besondere Anerkennung der finnischen Zuver lässigkeit ansehen. Wie es freilich werden wird, wenn Finnen längere
Zeit in der russischen Armee gedient haben werden, das sehen die Einfichtigen schon mit Trauer voraus. Daher die enorme Auswanderung, die im Jahre 1899 über Hangö 12357, 1900 10642, 1901 12659, 1902 mehr als 17 000 Stöpfe betrug. Zunächst geht der Kampf der russischen Verwaltung gegen die schwedische Sprache. Diese ist gleichzeitig mit der finnischen als Staatssprache anerfamnt. Obwohl die Russen, insbesondere die Offiziere, lieber das schwere Finnische lernen, ist doch fein
Zweifel, daß später auch diese wissen-. schaftlich so anziehende und melodische Sprache wird leiden müssen.
Die Finnen nennen ihr Land Suomenmaa ,,, Land der Seen oder Sümpje", denn es ist von unzähligen größeren oder kleineren Seen durchzogen. Die ganze Mitte Finnlands ist ein 130-200 m ü. M. erhabenes
Plateau voller Seen und mit Felsen bedeckt, die aber feine regelmäßigen Ketten bilden. Als cin Bergland erscheint Finnland nicht, obgleich die Oberfläche sehr uneben ist und seine Höhen aus Granitmassen bestehen. land, findet man ansehnliche Berge. Der höchste ist Haldefjäll( lappländ. Haldischof) an der norwegischen Grenze ( 1258 m). Das Klima Finnlands ist tall,
Nur im nördlichsten Teil, in Lapp
aber gesund, am gesündesten zunächst am Meere und in den entlegensten Waldgegenden. Die Kälte steigt im Winter, der von Mitte Oktober bis Mitte Mai dauert, nicht selten auf 30-40 Grad Der Frühling fehrt in den Waldgegenden eher ein als in den Schären nnd an den Küsten; die Nachtfröste dauern aber oft bis in den Sommer fort, der gewöhnlich sehr heiß ist, indem die Hige nicht selten auf 30 Grad steigt. Obwohl in den Küstengegenden der Sommer nicht wärmer ist ols im Innern des Landes, so reifen doch daselbst des häufigen Regens und Taues wegen alle Ge
Finnliches Brautpaar.( Bhotographische Aufnahme.)
ebenso die Kenntnis der Schutz- und Heilmittel gegen die spezifischen Kolonialfrankheiten. Die Bedingungen zur Aufrechterhaltung unseres Kolonialbesizes sind also wesentlich günstiger geworden, und damit wächst natürlich auch die Aussicht auf lukrative Verwertung unseres Kolonialbesizes. Allerdings ist es nicht besonders leicht, die einheimische Nomaden- und Jägerbevölkerung zu einer geordneten Tätigfeit zu erziehen, und aus dem Widerstand gegen die mit einer regelmäßigen Pflichtarbeit sich ergebenden Unbequemlichfeiten erklären sich die vielfachen Unruhen, die zum Teil auch fünstlich durch unsere Neider herbeigeführt werden. Immerhin aber hat die Kolonialverwaltung in der Erziehung zum Kulturleben bereits große Fortschritte gemacht und zwar durch ein klug ausgedachtes System. Die Steuerleistungen der Einwohnerschaft werden nur noch zum Teil in Naturalien oder Geld eingefordert, sondern meist in Form von Arbeiten, die auf den Pflanzungsanlagen der Verwaltung zu leisten sind. Hier entwickelt sich auch bereits ein gewisses gesellschaftliches Leben, indem die Gouvernements aus den Eingeborenen Musikkorps bilden, die von Zeit zu Zeit ihre Weisen aufspielen. Dadurch gewinnen viele Eingeborenen Gefallen an dem Leben auf den Stationen und bleiben dori als Ansiedler zurück. Das erforderliche Land wird ihnen gratis zur Verfügung gestellt. Die zeitweiligen Aufstände müssen bei jedem Kolonialbesitz mit in den Kauf genommen verden, und es wäre ein übertriebener Pessimismus, wenn man die Flinte ins Korn werfen und die bereits errungenen Erfolge den anderen Nationen in den Schoß werfen wollte. Dann hätten wir nur für lachende Erben gearbeitet.
1901
wächse zeitiger; auch dauert der Herbst an den Küsten länger als in den inneren Gegenden. Die Monate Mai und Juni sind sehr trocken, August
und September bringen am meisten Regen.
In bezug auf Nationalität zeigt die Bevölke rung große Uebereinstimmung. Die Finnen ( 2 000 000) bilden über 86 Prozent der Gesamtbevölkerung und zerfallen in zwei Hauptstämme Tawasten im südwestlichen und Karelen im öft Die lichen und nördlichen Teil des Landes. Schweden( 300000), fast 14 Prozent der Gesamt. bevölkerung, wohnen an den Küsten des Finnischen
Meerbusens, von der Einmündung des Kymmeneflusses an, in ganz Nyland, im Aebo- Län, auf den Inseln im Finnischen Meerbusen, auf Aeland und in Desterbottnien von der Südgrenze bis Altkarleby. Sie gehören großenteils den oberen Klassen der Bevölkerung an, und die schwedische Sprache wird von den meisten Gebildeten gesprochen. Außerdem gibt es ca. 5000 Russen, 1700 Deutsche, dann Lappen und Zigeuner. Die ersten sind am zahlreichsten im Wiborgs- Län. Die Lappen, einst die vorherrschende Bevölkerung von Finnland, werden jetzt nur jenseit des 68. Gr. nörol. Br. angetroffen und sind auf die Zahl von etwa 1000 Köpfen zusammengeschmolzen.
Ein Hauptzug des finnischen Nationalcharakters ist Achtung vor fremdem Eigentum. Als Schattenseiten desselben sind Trunksucht und Trägheit zu bezeichnen. An mechanischen Geschicklichkeiten fehlt es den Finnen nicht. Die Nordfinnen waren früher von den Südfinnen als große Herenmeister( im Mittelalter war der Name Finne gleichbedeutend mit Bauberer) betrachtet und gefürchtet. Die Wohnungen der Finnen, Pörten"( pirtti) genannt, boten sonst einen abschreckenden Anblick dar; jegt findet man in den meisten Gegenden bessere Wohnungen mit reinlichen Zimmern. Das Baden ist eine Nationalfitte der Finnen, und fast jeder Bauer hat neben seinem Haus eine besondere Badestube. Tracht und Sitten haben manches Besondere und Altnationale, z. B. die Hochzeits. gebräuche. Die christlichen Feste werden zumteil mit großem Jubel und lustigen Spielen und Aufzügen gefeiert, Weihnachten besonders mit Wohlleben.( Fortsegung folgt.)
worden. Die Expedition besteht aus je 250 Mann der Marineinfanteriebataillone in Kiel und Wilhelmshaven und einem Detachement der zweiten Matrosendivision mit vier Maschinenkanonen, ferner einer Eisenbahnpionier- Abteilung.
Noch keine Stunde war die neue Hiobspoſt aus Südwestafrika im Besitz des Auswärtigen Amts, da war der kaiserliche Befehl schon ergangen, der die Entsendung eines Hilfskorps nach der Kolonie anordnete. Und noch keine Stunde war nach der Erteilung dieses Befehls verflossen, da waren die zuständigen Kommandostellen in Kiel und Wilhelmshaven bereits mit der Mobilmachung der Erpedition beschäftigt. Und noch am selben Tage war die Hilfstruppe, die sich durchweg aus Freiwilligen der Marineinfanterie und der zweiten Matrosendivision zusammensetzt, schon gebildet. Die Mannschaften, die sich gemeldet hatten, waren schon auf ihre Tropendienstfähigkeit hin untersucht, und mit der Ausrüstung des Hilfskorps war bereits der Anfang gemacht worden. Es sind unter den vielen Freiwilligen, die sich gemeldet haben, durchweg ältere Leute und nur sehr wenige Refruten ausgewählt worden.
Führer des Expeditionskorps
ist Major v. Glasenapp, seit März 1902 Kommandeur des zweiten Seebataillons. Er gehört dem Heer seit 1874 an, wurde 1877 Leutnant, ist außerordentlich schnell befördert worden und hatte als Hauptmann bereits vier Jahrgänge überspringen. Als Hauptmann à la suite des Infanterieregiments Nr. 94 wurde er 1895 zum großen
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It und Umgebung von Oberhessen.
t. Am 10. September 1898 wurde und nach Ablauf eines Jahres in mee versezt. Glasenapp war auch tätig. Drei Jahre war er Instruk begleitete er das ostasiatische Expedi almajor v. Höpfner als Chef des et hat er seine Tüchtigkeit als Führer iesen. Nach der Heimkehr v. HöpfStabe der ostasiatischen Infanterieils Bataillonskommandeur im Inin die Heimat zurückgerufen wurde. chied er aus dem Landheer aus und e über.
Mobilisierungsorder ist auch der gen, sofort Kreuzer auszurüsten afrika zu entsenden. Welche Kreuzer eilen allerdings noch nicht bestimmt. dim Generalstab finden täglich eini; am Tage des Ordensfestes versönlich mit dem Chef des Generalen, längere Zeit über die Lage in
id berufene Kanonenboot ,, Habicht", f in Westafrika, hat eine Besatzung chützbewaffnung besteht aus 5X12,5 und 5 × 3,7 3entimeter- Revolverüstung und Panzerung fehlen gänzist gering, 11,4 Seemeilen. Weiter zur Verfügung, das in der Mün antert. Das Schiff hat 85 Mann ches 8,7 Bentimeter-, ein 5 Zenti3 und drei 3,7 Zentimeter- Revolver eemacht verfügt demnach insgesamt r 10 See-, 2 Sanitäts- und 12 Deck. eschütze.
her Reichstag.
CB. Berlin, 18. Januar.
er gut besetzt, einmal mit Rücksicht Serhandlungen über die künftige Ge ziellen Beziehungen zum Auslande auf unser inneres Wirtschaftsleben, ceil bekannt geworden war, daß der ch zu Anfang der Sizung eine Er
Deutsch- Südwestafrika
ze der dortigen Ansiedler unverzügMaßnahmen abgeben würde. Vor rdnung ergriff denn auch Graf > gab die an anderer Stelle abge=
e Tagesordnung eingetreten. Abg. egründete eingehend die Inter
bestehenden Handelsverträge.
e Notwendigkeit der Kündigung der Paniz u. a., die Regierung habe sich Saratoga- Vertrages mit der
: dem Auslande lächerlich gemacht che Präs. Graf Ballestrem für ssig bezeichnete. Redner schildert deutschen Landwirtschaft, vor allem lässigung der Landwirtschaft in der j, daß die Tätigkeit der Ansiedlungsleibe und die Ansiedlungsgelder nanisation, sondern nur den Polen our den Getreidebau müsse mindestens der bescheidene Schutz wiederhergestellt werden, den der alte Generaltarif gewährt habe. Die ländliche Bevölkerung mache die Kraft des Landes aus und müsse daher um so mehr erhalten und in ihrem Bestehen geschützt werden, je mehr die Sozialdemokratie um sich greife. Die Kündigung sei wohl unterblieben meniger aus politischen Rücksichten, als aus Rücksicht auf die Industrie. Und darunter sollen wir Bauern ( Lachen links) leiden! Die Kündigung der Handelsverträge, chloß Redner, ist eine politische, wirtschaftliche und finanzielle Notwendigkeit, eine Lebensfrage für die Landwirtschaft. An ihr ist schwer gesündigt worden, jezt kann sie Gerechtigkeit verlangen.( Beifall rechts.)
Staatssekretär Graf Posadowsky erblickte in der Interpellation einen leisen Vorwurf gegen die Regierung ( Heiterkeit). Ein politischer Mann, der die Vorgänge verfolgt habe, werde kaum begreifen können, wie ein solcher Vorvurf gegen eine Regierung gerichtet werden könne, die den Bolltarif in so harten Kämpfen durchgebracht habe. Es ist, jagte der Staatssekretär, fein Zweifel daran möglich, daß die Regierung die ernste Lage der Landwirtschaft jederzeit anerkannt hat. Der Unterschied zwischen uns und dem Vertreter der Interpellation besteht auch nur in der einzuschlajenden Taktik. Sie bewundern es, wenn ein Arbeiter kühn die Hand in die weißglühende Masse legt. Das geringste Versehen würde ihm seine Aktionsfähigkeit kosten. Ebenso würde es uns gehen, wenn wir hier ein Versehen begingen. Wir haben stets an die alten Verträge die neuen zu knüpfen gesucht, um nicht unser Wirtschaftsleben schweren Schädigungen auszuseßen. Daraus folgt allerdings nicht, daß wir
deat bleiben, er sagte sich das ohne Aufhören; so oder so fie wie er zu fich selbst sagte, begangen hatte, fonnte nicht unenDiefe feine letzte Tat, die er in verzweifelter Notwehr",
felben rubig- falten, unbewegten Gesicht, derselben geſchäftsnissen andern zu nüßen, doch geschah dies alles mit demfähig, mit seiner Erfahrung und seinen umfassenden Kennt" hem gleichmäßigen Tonfall der Stimme:
boller Sonnenschein
goffen,
stattlichen Hause ausge
sam. Wortfarg verrichtete Jeder seine tägliche Arbeit, der lag über dem drinnen aber war alles öde und düster und schweig
ständigen
Lehmhütten
meer umgeben.
es Gasthöfe, Trinkstuben, Tanzfäle, alles aus Holz aufgeführt, Straße zweigte sich von Straße ab, da gab affiniertesten Delikatessen aus
wurden von einem hölzernen Häuser
in den


