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Zweifel, daß später a
Schaftlich so anziehend Sprache wird leiden
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Oberfläche sehr uneber Höhen aus Granitm
Nur im nördlichsten
land, findet man an
Der höchfte ist Halde Haldiscot) an der nor Das Klima Fin
( 1268 m).
Diese seine lezte Tat, die er in„ verzweifelter Notwehr", wie er zu sich selbst sagte, begangen hatte, konnte nicht unendeckt bleiben, er sagte sich das ohne Aufhören; so oder so, sie mußte ans Licht kommen! Während seiner Reise nach London, während seines einige Tage daselbst währenden Aufenthaltes machte er sich beständig darauf gefaßt, für sein Verbrechen zur Rechenschaft gezogen zu werden. Aber es geschah ihm nichts! Ungefährdet und unbehelligt kam er mit seinem Knaben in Yokohama an und fand dort, zu Eingang des Winters, einen Brief seines Hotelwirts in Südbayern vor, der ihm unter anderen Dingen meldete, der fremde Herr, der am achtzehnten September nach Herrn Norden gefragt und diesen dann, wie es zu erwarten stand, unterwegs verfehlt habe, sei nicht wiedergekommen, und, nach langen Nach forschungen, im Verlauf der ersten Oktobertage am Teufelstessel gefunden, mit zerschmettertem Hirnschädel und nur noch an der Kleidung kenntlich. Offenbar sei der Herr kein geübter Bergsteiger gewesen, habe sich verstiegen" und sei so ums Leben gekommen... leider nicht das erste und sicher lange nicht das letzte Opfer, das die Berge forderten!
Und hier saß nun Frizz Norden nach dreizehn langen Jahren am achtzehnten September in Yokohama, ein reicher, geachteter, angesehener Mann- und dachte zurück! War jenes Gesicht, das Kindergesicht über dem Rande der Schlucht, eine Vision gewesen? Vielleicht!
Wie er es oft vor sich sah, Zug um Zug, greifbar deutlich, im Wachen und im Traum!
Viertes Kapitel.
Totenstill und sehr heiß war es in dem hohen, weiten Gemach, in welchem der Herr des Hauses saß, in finsteres Brüten verloren. Wie sie ihn peinigten, diese Erinnerungstage! Wie er es als hoffnungslos aufgeben mußte, ihnen zu entfliehen! Jahr um Jahr hatte er dagegen angekämpft, und die äußeren Verhältnisse waren ihm alle günstig,-in nichts erinnerte der September in Japan an denselben Monat in Deutschland,... hier konnte man sich um diese Zeit in die heißesten Juni- und Julitage versetzt glauben! Den noch vielleicht weil er selbst schon darauf wartete und sich mit ängstlicher Spannung beobachtete traf unfehlbar mit dem Beginn des Septembermonats die wühlende innere Aufregung, die ihn im Verlauf des übrigen Jahres nur selten und lange nicht so intensiv quälte, an ihn heran; sie nahm ihm den Schlaf, den Appetit, raubte ihm das Interesse an seinen geschäftlichen Unternehmngen, ließ ihn Tag für Tag mit qualvollster Deutlichkeit alle Schrecken der dama ligen Erlebnisse erfahren, machte ihn taub und blind für alle Vorgänge der Außenwelt und gab seiner näheren Umgebung unbedingt das Recht, stuzzig zu weden und über einen Grund für sein seltsames ganz ungewohntes Benehmen nach zudenken. Nur für seinen Sohn und dessen Angelegenheiten war er unverändert derselbe.
Ueberhaupt war dieser Sohn sein einziger Lebenszweck. Frizz Norden verkehrte geschäftlich mit einer Menge von Leuten, er stand bei der besten Gesellschaft von Yokohama in hohem Ansehen, der Resident, der Konsul versäumten niemals, ihn, samt seinem Sohn, zu ihren Gesellschaften zu bitten, sie erwiesen ihm jede Ehre, erbaten oft seinen bewährten Rat, und, was noch viel mehr sagen will, befolgten ihn auch allermeistens. Der Junior galt als vortrefflicher Gesellschafter, vom Senior konnte man das gerade nicht fagen, es gab wenige Gesprächsthemen, die ihn gehörig zum Reden brachten, er hörte lieber zu und gab unaufgefordert nie seine Meinung ab, bat man ihn freilich darum, so konnte man sicher sein, seine ehrliche, mahre Ueberzeugung zu hören, wenn auch nicht immer in verbindlicher Form. Von dem weltgewandten, liebenswürdig angeregten Fritz Norden früherer Jahre war nichts zurückgeblieben als ein eminent begabter Kaufmann, der mit sicherer Hand sein Lebensschiff über alle Klippen und Untiefen hinwegführte, dessen Glück in kaufmännischen Unternehmungen in den Kreisen von Yoko hama sprichwörtlich geworden und dessen strenge, reine Ehrenhaftigkeit von jedem, gleichviel ob Norden ihm sympathisch oder antipathisch war, anerkannt wurde.- Liebe und Teilnahme seiner Mitmenschen begehrte er nicht und verschwendete sie ebensowenig an sie; er bot vielen eine hilfreiche Hand, lieh bereitwillig Kapitalien aus, unterstützte mittellose junge Leute aus seiner Tasche und war immer will
fähig, mit seiner
Erfahrung
und seinen umfassenden Kenntnissen andern zu nützen, doch geschah dies alles mit demselben ruhig- kalten, unbewegten Gesicht, derselben geschäfts1 Bigen Manier, dem gleichmäßigen Tonfall der Stimme; ein warmes Gefühl konnte für diesen Mann bei niemand aufkommen, und er wünschte sich das auch nicht! Was in ihm an Seelenleben und Liebe vorhanden war, das drängte, wie ein mächtiger, eng in begrenzte Ufer eingedämmter Strom, nur nach einer einzigen Richtung, und so wollte er es auch haben! Fritz Norden hatte für keinen Menschen auf der weiten Welt ein Herz, nur für seinen Sohn, und hier gab er verschwenderisch, mit vollen Händen! Seinen Hellmut reich und angesehen und glücklich zu machen, ihm eine bevorzugte Lebensstellung zu verschaffen, ihm alles das zu ersparen, was ihn selbst einst unglücklich gemacht und in Versuchung geführt hatte,- das war sein einziges Ziel!
Mit zitternder Angst hatte ihn vor einiger Zeit die Beobachtung erfüllt, daß das japanische Klima, das seinem eigenen, wie aus Eisen zusammengefügten Körper nichts anhatte, begann, die blühende Gesundheit seines Sohnes zu untergraben. Er selbst konnte noch in einigen Jahren nicht daran denken, Yokohama zu verlassen, zu tief hatte er sich in weitgehende Geschäftsverbindungen verwickelt, allerlei verzweigte Operationen eingeleitet, hier und dort ange= knüpft, seine Anwesenheit war hier noch für mehrere Jahre notwendig. Auch war er freilich ein reicher Mann, aber das Ziel, welches er für seinen Sohn ins Auge gefaßt hatte, war doch noch nicht erreicht; es galt noch, zu erwerben, zu arbeiten, vorwärts zu streben!
zwei
Der Gedanke, sich von Hellmut zu trennen, war ihm ein geistiger und seelischer Tod; es war seine einzige Erquicung, das schöne, heitere Gesicht, die sonnigen Augen seines Sohnes zu sehen, seine frische Stimme, sein sorgloses Lachen zu hören. Die Arbeit fiel ihm leicht, wenn er seines Sohnes gedachte, er freute sich jeden Morgen auf den Augenblick, wenn die Tür klang und er elastische, rasche Schritt durch das Kontor kam. Er verdammte es aber als eine Sünde, an sich selbst zu denken, wenn es sich um Gesundheit und Wohlergehen seines Sohnes handelte. So ließ er die besten Aerzte kommen, die es in Tokio und Yokohama gab, deutsche und zwei englische und diese einigten sich nach eingehender Untersuchung und Beratung dahin, es sei für Hellmut Norden geraten, eine Zeit lang auf den Kontinent zu gehen, um gewisse untrügliche, nicht unbedenkliche Anzeichen, die sehr häufig bei Europäern die jahrelang in Japan leben, vorkommen, erfolgreich zu bekämpfen. Der Junior hatte zu dieser übertriebenen Besorgnis gelacht- er sei zuweilen ein wenig müde, das sei alles! Aber sein Vater mußte an Helene denken, die auch nie geklagt, im Gegenteil stets versichert hatte, sie sei vollkommen gesund, wie ste mit dem ungläubigen Ausdruck eines erschrockenen, hilflosen Kindes gestorben war, und eine zitternde Angst schlich sich ihm ans Herz, Hellmut könnte es ebenso ergehen. Daher betrieb er mit beinahe fieberhaftem Eifer alle Vorbereitungen zur Abreise und stürzte sich dann mit derselben krankhaften Begier in seine kaufmännischen Unternehmungen. Unermüdlich schrieb und rechnete er, korrespondierte und ver glich, er verdoppelte und verdreifachte sich geradezu, wie der alte Koßmann behauptete, den Friz Norden bereits in Yokohama vorgefunden hatte, als er dorthin kam und dessen genaue Kenntnis von Land und Leuten, dessen ernstes, pflichtgetreues Wesen ihn dem Chef besonders sympathisch
n. Koßmann hatte von jeher behauptet, in Herrn Norecke eine enorme Arbeitskraft, das habe er gesehen als detige Prinzipal frisch von Europa herüber gekommen wer, sich im Nu unentbehrlich zu machen wußte und in einem förmlichen Sturmlauf Stufe für Stufe der Leiter genommen hatte, die endlich zur ausgesprochener: Alleinherrschaft führte. Jetzt, da der Junior verreist war, bekamen die im Kontor Norden" arbeitenden Herren es zu sehen, wie viel ihr Chef leisten könne und was er von seinen Untergebenen berechtigt sei, zu verlangen, da er selbst ihnen ein so glänzendes Beispiel bot!
Aber nicht um des Beispiels willen gönnte sich Frizz Norden weder Ruhe noch Rast, ebensowenig galt seine unausgesetzte Tätigkeit dem Erwerb! Die Sehnsucht wollte er betäuben, die ihm fortwährend das Herz weitete, den Ge. danken trachtete er zu entfliehen, die auf Schritt und Tritt den Sohn begleiteten, ihn zu sich zurückriesen, so sehr ihm der Verstand eine längere Trennung diftierte.- Heißer, glut
über dem stattlichen Hause ausge
boller Sonnenschein lag gossen, drinnen aber war alles öde und düster und schweig sam. Wortfarg verrichtete Jeder seine tägliche Arbeit, der Tag schien sich endlos zu dehnen, jedes Gespräch drehte sich nur um geschäftliche Angelegenheiten. Die jungen Leute im Kontor blickten voller Scheu auf den rastlosen Prinzipal, sie dankten dem Himmel, wenn sie ihre Geschäftsstunden hinter sich hatten, und nannten sie eine harte Schule. Sie alle sehnten sich nach Hellmut, sie alle atmeten wie erlöst auf, als er endlich, nach Jahr und Tag zurückkam.
( Fortsetzung folgt.)
Nur eine Negerin.
Egyptisches Erlebnis von Robert Kraft. ( Nachdruck verboten.) Es war im Jahre 1890, als ich unruhiger Wandervogel durch Egypten pilgerte. Nun stelle sich der geneigte Leser mich aber ja nicht als einen eleganten Reisenden mit engliſchen Schnürstiefeln, hellem Sonnenschirm, gespicktem Geldbeutel und Empfehlungsbriefen an Konsultate und türkische Beys vor meine Ausrüßung bestand damals nur aus einer Drillichhose, einem Hemd, einem Scheidemesser und einer Rolle Kautabat; absolut nichts anderes konnte ich mein eigen nennen, denn Gesundheit und Lebensmut rechnet man nicht mit, wenn man sie besitzt. Nach dem Sprichwort:„ Mit dem Hute in der Hand kommt man durch das ganze Land," wäre ich nicht weit gekommen, weil ich mich nicht rühmen konnte, überhaupt einen Hut mein zu nennen.
Ich hatte nämlich im Suezkanal das Schiff, auf welchem ich als Leichtmatrose diente, heimlich verlassen, um mir das Land der Pharaonen etwas genauer anzusehen. Ehe ich den Nil und damit kultivierte Gegenden erreichte, mußte ich zwei Tagereisen durch die Wüste zurücklegen, und während dieser staubigen, sonnigen Wanderung hatte ich meine Jacke in einem Anflug von überquellender Dankbarkeit einem Beduinen geschenkt, der mich halb Verschmachteten mit Kamelsmilch erquidte; meine Müze wurde von einem Wirbelsturm nach Osten entführt- wahrscheinlich wollte sie eine Pilgerfahrt nach Mekka und Medina machen und im ersten Araberdorf, das mich mit altpatriarchalischer Gastfreundschaft aufnahm, stahl man mir die Stiefel. Strümpfe verachtete ich damals als unnötigen Lurus, Geld hatte ich nicht einzustecken gehabt, auch nicht die kleinste Kupfermünze.
So stand ich denn endlich in oben erwähnter Verfassung vor den lehmigen Fluten des Nils, biß ein Stück Kautabak ab und war vergnügt wie Diogenes. Und hatte ich etwa Grund den Kopf hängen zu lassen? glückliche Jugendzeit, welch goldene, alles verklärende Sonne leuchtet dir! Ich war voller Abenteuerlust. Anstrengungen und Entbehrungen galten mir nichts. Mir gehörte die Welt.
Vorläufig begab ich mich ins nächste Dorf und erfocht mir ein Stück Brot. Dann wollte ich über den Nil setzen, der Fährmann verlangte aber einen Piaster in Unteregypten etwa zehn Pfennige, und da ich nicht über diese Summe verfügte, so blieb mir nichts übrig, als durch den Strom zu schwimmen und meine Gewänder drüben in der Sonne auf dem Leibe wieder trocknen zu lassen.
Was die nächsten acht Tage mix brachten, dies zu erzählen, ist hier nicht am Blaze, denn nicht eigentlich von mir, sondern von Topsy, meiner teuren, mir unvergeßlichen Freun din Topsy, soll die Rede sein. Erwähnen will ich nur, daß ich mich in diesen acht Tagen ziemlich bis nach Kairo durch bettelte das Inanspruchnehmen der den Arabern heiligen Gastfreundschaft ist doch nicht anders zu bezeichnen und daß ich nebenbei frevelhafterweise manchem Huhn den Hals umdrehte und den Raub am Strohfeuer briet. Denn Not kennt fein Gebot.
Auf jeder größeren Karte Egyptens findet man etwa vier Meilen nördlich von Kairo die kleine Stadt und Eisenbahnstation Schubra verzeichnet. Eine Viertelstunde südlich da von, am rechten Ufer des Nil, liegt das Dörfchen Barrage, von den Arabern Fum- el- Bagger genannt. Es ist so winzig klein, daß es auch auf den riesigsten Wandkarten nicht angemerkt ist.
Bu jener Zeit aber, als ich dort barfuß meinen Einzug hielt, war es eine ganz ansehnliche Stadt, das heißt nur eine borübergehende, plötzlich entstandene. Die wenigen, be
ständigen Lehmhütten wurden von einem hölzernen Häusermeer umgeben. Straße zweigte sich von Straße ab, da gab es Gasthöfe, Trinkstuben, Tanzsäle, alles aus Holz aufgeführt, in den Läden waren die raffiniertesten Delikatessen ausgestellt, wie man sie in Kairo, dem egyptischen Paris, in solcher Auswahl nicht antraf, da waren Cafés, Konditoreien, nebenb. aber auch Opiumhöhlen und Schlupfwinkel für Haschischraucher, vor allen Dingen aber die Warenmagazine von arabischen Krämern, sogenannte Bazare, so daß das orientalische Gepräge vorherrschte.
Bei Fum- el- Bagger wurde nämlich damals über den Nil eine Brücke gebaut, bestimmt für die Pilger- und Handelsfarawanen, welche durch das Tal der Natronseen nach Mekka wanderten. Früher hatten diese Karawanen den Umweg über Kairo machen müssen. Diese jetzt fertige Brücke ist ein folossales steinernes Bauwerk, das sich in mächtigen Bogen nicht über den Nil, sondern über das ganze Niltal schwingt. Vier Jahre arbeitete man schon daran, jezt näherte sich die Brücke ihrer Vollendung. Dem Nil war ein anderer Lauf gegeben worden, in seinem eigentlichen Bett wimmelte es wie in einem Ameisenhaufen. Tausende und aber Tausende von Arabern und Araberinnen schleppten Sand, hackten und gruben, bis an die Kniee im Schlamm stehend, Ingenieure eilten hin und her, maßen und verglichen, weiße Aufseher ließen unter den nackten Beinen säumiger Araber lange Peitschen knallen und zogen blutige Striemen, berittene Ordonanzen überbrachten den fernen Abteilungen die Befehle der Ingenieure, unzählige Lokomobilen trieben Bumpen, das immer wieder einbrechende Wasser zu bewältigen, am anderen Ufer waren Maschinenwerkstätten, eine Poſtſtation, ein Elektrizitätswerk und so weiter.
Ueber das ganze war eine fieberhafte Hast gebreitet, die Ingenieure trieben, die Fleißigen schlugen die Faulen, Tag und Nacht wurde mit Ablösung gearbeitet, ohne Unterbrechung. Und diese ruhelose Tätigkeit hatte seinen guten Grund. In drei Monaten mußte das Werk vollendet sein, denn dann schwoll der Nil an, kein Damm konnte ihn dann einzwängen, er trat in sein rechtmäßiges Bett zurück und hätte die ganze diesjährige Arbeit zerstört, wenn die Brücke noch nicht vollendet gewesen wäre.
Ich fragte nach Arbeit, traf glücklicherweise einen deutschen Ingenieur – wir beide waren die einzigen Deutschen bei dem englischen Unternehmen und ich wurde von demselben mit einem monatlichen Gehalt von sechs Pfund Sterling als Heizer an einer Lokomobile angestellt. Sechs Pfund Sterling, hundertundzwanzig Mark! Die Tore des Paradieses öffneten sich vor meinen entzückten Augen!
Was ich innerhalb der nächsten drei Monate auf diesem Werkplate seltsames erlebt habe, kann unmöglich hier alles erzählt werden genug ich arbeitete von früh bis abends, oder hatte vielmehr nur die mir beigegebenen fünf Araber anzutreiben und zu überwachen, und wohnte anfangs in einem in der Wüste stehenden Bretterhäuschen, wie ein solches jeder Europäer angewiesen bekam. Wir Kolonisten führten ein Leben wie die Wisden, brieten das Fleisch über offenem Feuer vor der Hütte und backten Eierkuchen zwischen zwei heißen Steinen. Es war ein herrliches Leben! In dieser Hütte überstand ich auch eine egyptische Augenkrankheit leichten Grades.
Nach etwa acht Tagen mußte ich jedoch mein Blockhäuschen einem mir vorgesetzten Beamten abtreten und mir eine anderweitige Wohnung suchen, welche ich dann freilich nicht mehr umsonst bekam. Ich fand eine solche im Hause eines Maschinisten, eines einäugigen Italieners namens Philippi, im alten Dorfe.
Philippis Eigentum bestand aus einer Lehmhütte, einer abseits gelegenen Backstube mit einem Speicherraum darüber und einer Mauer, die einen geräumigen Hof umschloß. Mit Grandezza führte mich Signor Philippi in seine Hütte und stellte mich der Signora, einer etwa vierzigjährigen verblühten Griechin vor. Mit ihm konnte ich mich auf englisch unterhalten, sonst verstand ich noch etwas französisch und italienisch, hatte mir auch einige arabische Vokabeln angeeignet, und so gelang es mir, auch mit Signora Philippi ein Gespräch anzuknüpfen, freilich in einem schauderhaften Kauderwelsch. Wir kamen dahin überein, daß ich für Schlafen, warmes Mittag- und Abendbrot täglich einen Schilling zu zahlen hatte. Als Schlafraum diente mir die Backstube, in welcher sofort aus Kisten, Brettern und Decken ein Bett hergerichtet werden sollte.
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