liche Ordensmitglieder nicht innerhalb fünf Jahren, wie die Regierung wollte, sondern erst binnen 10 Jahren durchgeführt werden soll. Combes hatte diese Aenderung lebhaft bekämpft. Da er indessen aus dem Beschluß keine Kabinettsfrage machen will, hat die Sache keine unmittelbaren Folgen. Sie ist indessen bezeichnend dafür, daß die Mehrheit, auf die sich Combes stützt, allmählich abzubröckeln beginnt. Combes war jedenfalls die längste Zeit am Ruder.
Afrika.
Aus Marokko hört man auch wieder einmal etwas neues. Selbstverständlich nichts gutes: In der Umgegend von Melilla fanden in den letzten Tagen heftige Kämpfe zwischen den Buhamara ergebenen Stämmen und der Mazuza- abyle statt, deren Führer Moreno dem Sultan treu geblieben war. Moreno soll gefallen sein. Eine Anzahl Verwundeter und viele Flüchtlinge find in Melilla eingetroffen.
Hus den Parlamenten.
Der Reichstag wird, da der Etat vor Ostern doch nicht mehr fertig gestellt werden kann, schon Ende dieser Woche in die Osterferien gehen.
Deutfcher Reichstag.
( 59. Sizung.) CB. Berlin, 16. März. Die heutige Sigung des Reichstags begann, wie die gestrige geschlossen hatte. Auf die lange und langweilige Nede des konservativen Abgeordneten Pauli- Potsdam über die Lohn- und Arbeitsverhältnisse in den Spandaucr Werkstätten antwortete natürlich der Sozialdemokrat zu= beil kaum fürzer und gewiß nicht kurzweiliger. Am Anfang allerdings machte er einen Wig, der ihm so gut gefiel, daß er ihn am Schluß wiederholte, er meinte nämlich, aus der Kritik, die Herr Pauli geübt, gehe hervor, daß die sozialdemokratisch Erziehung bei ihm auf fruchtbaren Boden ge= fallen sei. Im übrigen sprach er, wenn auch mit einigen Ausfällen gegen Pauli, doch für seine Verhältnisse recht ruhig. Ruhig konnte daher auch General Sirt v. Arnim die Angriffe beider Redner auf die Verwaltung abwehren. Gewisse Dinge, die verbesserungsbedürftig seien, würden verbessert werden, aber die Zustände in den Militärwerkstätten in Bausch und Bogen zu verdammen, dazu liege kein Anlaß vor. Hierin gipfelten die Ausführungen des Regierungsvertreters, denen sich der Abg. Becker- Köln vom Zentrum anschloß. Damit war die Debatte sachlich vollkommen erschöpft, aber die Zubeilschen Nadelstiche reizten Herrn Pauli, nochmals das Wort zu ergreifen, und da er jetzt gröberes Geschütz auffuhr, kam es zu recht unliebsamen Auseinandersegungen, die die Erledigung des Etats wieder unnötig aufhielten. Herr Pauli beschwor einen Sturm der Entrüstung bei den Sozialdemokraten herauf, indem er ihnen borwarf, nur zu agitieren, um zu leben. Vizepräsident Graf Stolberg schaffte einigermaßen Ruhe durch die Interpretation, daß der Redner wohl keine Mitglieder des Hauses gemeint habe. Abg. Singer aber wollte das nicht gelten lassen und holte sich vom Vizepräsidenten Dr. Paasche einen Ordnungsruf, weil er die Paulische Behauptung eine VerIeumdung nannte. Abg. 3 ube il ließ es sich nicht nehmen, auch noch einmal auf seinen alten Gegner einzuschlagen, wobei ihn die Rechte fortgesetzt unterbrach, und dieser wollte wieder zu den neuen Angriffen nicht schweigen. Um seine vorher links so übel aufgenommene Behauptung zu erhärten, erzählte er, daß der Abg. Herbert- Stettin von jedem Arbeiter 5 Pfennig, in Summa 200 Mark wöchentlich, erhalten habe. Dieser erklärte darauf kurz: Wer diese Geschichte zuerst erzählt hat, ist ein Idiot, und der sie weiter trägt, mit dem ist ernsthaft nicht zu diskutieren. Dann wurde die Diskussion geschlossen, und der Lärm im Hause legte sich wieder. Nunmehr wurde die Beratung des Militäretats zu Ende geführt, so daß noch zu Wahlprüfungen geschritten werden Tonnte.
Preussischer Landtag.
( 43. Sikung.)
Haus der Abgeordneten.
RK. Berlin, 16. März. Ein großer Tag im Abgeordnetenhaus: Die zweite Lesung des Kultusetats, die heute auf der Tagesordnung stand, brachte eine große Jesuiten debatte. Der nationalliberale Pfarrer Hackenberg begann die Debatte mit einer großen Rede, in der er der Reichsregierung den Vorwurf machte, mit der Aufhebung des Jesuitengesetes habe sie die Gefühle der deutschen Protestanten schwer verletzt, habe sie den forfessionellen Frieden in Deutschland nicht gefördert, sondern gestört. Auch gegen die preußischen Schulerlasse wegen Wiederzulassung der marianischen Schülervereine wandte sich der Redner in scharfen Worten, um schließlich die Regierung des Kuhhandels mit dem Zentrum zu zeihen. Herr Borsch vom Zentrum antwortete. Unter Höhnischem Gelächter der Nationalliberalen begann er mit der Erklärung, auch jetzt sei noch fast nichts von den Wünschen des Zentrums erfüllt. Im übrigen verteidigte der Redner die Aufhebung des§ 2 als eine staatsmännische Tat des Grafen Bülow und wies darauf hin, daß die Nationalliberalen ja selbst die Aufhebung früher gefordert hätten. Er schloß:„ Wir fordern nach wie vor die Aufhebung des ganzen Jesuitengesetzes, und gegen unsern Willen haben Freisinnige und Konservative die Aufhebung des§ 2 durchgesetzt." Dann kam ein Konservativer, Herr v. Heydebrand, zu Worte. Er betonte die Bedeutungslosigkeit der Aufhebung des§ 2, machte aber auch der Regierung den Vorwurf des Kuhhandels. Gegen diesen Vorwurf wandte sich kein Geringerer als der Reichskanzler und Ministerpräsident. Er verteidigte die Haltung der Regierung. Von Zugeständnissen an das Zentrum sei keine Rede, am wenigsten von Zugeständnissen auf Kosten des Staatswohls. Zeigen Sie mir die Staatskühe, die ich habe wegtreiben lassen. Ich sehe auch nicht das kleinste Kälbchen." Der wichtigste Satz in der Rede des Kanzlers war die Ankündigung: An keiner Stelle innerhalb der verbündeten Regierungen bestehe die Absicht, den§ 1 des Jesuitengesetzes aufzuheben. Die Aufhebung des§ 2 sei eine konstitutionelle Forderung und ein Gebot politischer Zweckmäßigkeit gewesen. Wenn sie nicht früher erfolgt sei, so sei das Vorkommnis mit dem Bischof Korum daran schuld gewesen! Bennigsen, Vassermann und andere Führer der Nationalliberalen hätten von jeher bis zur jüngsten Zeit die Aufhebung des§ 2 gefordert. Er habe mit der Aufhebung des§ 2 seine Pflicht getan, unbefümmert um die Erregung, die er vorausgesehen habe. Die Staatsregierung wolle die Wünsche der Katho
liken erfüllen, aber nur so weit und nicht weiter, als es in einem paritätischen Staate möglich ist.
Lebhafter Beifall im Zentrum folgte der Rede des KanzIers. Die Debatte war nach dieser Rede nur kurz. Dann vertagte sich das Haus. Abends folgte der hißigen Redeschlacht ein Friedenstrunk: Weinprobe im Abgeordnetenhaus.
Die Verurteilung
des Kurpfufchers Schröter.
Sh. Tilfit, 12. März. Die hiesige große Kurpfuscher- Tragikomödie hat mit der Verurteilung Schröters zu 2 Jahren Gefängnis einen vorläufigen Abschluß erlangt. Doch ist es höchstwahrscheinlich, daß der Verurteilte von dem Rechtsmittel der Revision Gebrauch macht, und dann würden die trüben Bilder der jetzigen langwierigen Verhandlungen sich noch einmal vor uns abrollen.
Der Angeklagte versuchte bis zuletzt, sich als das Opfer eines Tendenzprozesses hinzustellen. Der Staatsanwalt betonte deshalb in seinem Plaidoyer ausdrücklich, daß die Aerzte dem ſtaatsanwaltlichen Vorgehen ganz fern ſtänden. Auch er bekannte sich zu dem Standpunkt des Sachverständigen Prof. Puppe, daß in medizinischer Hinsicht jedermann alles machen könne, was er wolle er nuuß es nur verstehen. Der Angeklagte aber habe gezeigt, daß er keine ausreichenden Kenntnisse besaß, um die Heilkunde auszuüben. Was er sich angeeignet hätte, sei lediglich totes Bücherwissen gewesen. Wie mangelhaft es z. B. mit seinen anatomischen Kenntnissen bestellt gewesen sei, ginge daraus hervor, daß er die Milz auf die rechte Seite verlegt habe. Die Augendiagnose bezeichnet der Staatsanwalt als die tollste Theorie, die je ein Menschenhirn erdacht habe. Sei sie doch auch schon dadurch genügend charakterisiert, daß sie sich auf den Beobachtungen eines zwölfjährigen Knaben aufbaue. Der Heilmagnetismus sei ein purer Schwindel, und wenn der Ehrenprofessor an der Hochschule für Massage in Paris, Herr Scheibler aus Hamburg, hier die dreiste Stirn gehabt, zu behaupten, daß ihm Experimente vor Herrn Dr. Moll, Professor Dessoir in Berlin und andern Personen in bezug auf den tierischen Magnetismus gelungen seien, und alles über die rätselhaften Erscheinungen gestaunt habe, so ist dies durch das Zeugnis des Sacho. Dr. Moll selbst widerlegt. Diese Tatsache kennzeichne den Standpunkt jenes Menschen, dem eine Zeitlang die Ausbildung des Angeklagten obgelegen hat, zur Genüge. Schröter wie Scheibler gehören zu jenen katilinarischen Existenzen, die sich, nachdem alles andere fehlgeschlagen, auf die Heilkunde zu werfen pflegen. Sie erfinden dann irgend ein ,, Heilsystem der Zukunft" und finden immer einen großen Zulauf, weil die Dummen ja niemals alle werden. So haben auch Scheibler und Schröter durch den großen Bombast, den sie machten, auf ein dankbares Publikum rechnen können, das ihnen den Beutel füllte.
Wie recht der Staatsanwalt mit diesen letzten Behauptungen hatte, erwies die Schlußsizung. Von nachträglich vernommenen Berliner Zeuginnen wurde einwandsfrei feſtgestellt, daß Schröter in der Tat eine katilinarische Eristenz führte und sich in Berlin durch Betteln ernährte. Er selbst mußte zugeben, daß er sich durch Bettelbriefe an Bleichröder Geldmittel verschafft habe. Daß die Dummen nicht alle werden, zeigt das Verhalten des Publikums, als der Angeflagte zum Schluß das Wort nahm und sich als ein unschuldiges Opfer hinstellte. Fast das ganze weibliche Auditorium brach in Tränen aus. Auf den Professor Schwenninger sich berufend, wandte der Angeklagte dessen Aussage in einem Berliner Kurpfuscherprozeß auf seine eigene Sache an. Die wissenschaftliche Medizin sei auch nicht frei von Irrtümern und Fehlern, und wollte man den Aerzten nachspüren wie ihm, würde wohl bis zum obersten Geheimrat niemand rein dastehen. Der Staatsanwalt machte demgegenüber darauf aufmerksam, daß Schwenninger, der merkwürdigerweise in den Kurpfuscherprozessen der letzten Jahre immer die letzte Zuflucht der Angeklagten gebildet habe, von seinen Standesgenossen durchaus nicht als Kapazität angesehen werde.
Der Angeklagte nahm die Verlesung des Urteils, das sein Treiben als gemeingefährlich bezeichnete und nur in Rücksicht auf seine Jugend von einem Erkenntnis auf Ehrverlust absah, mit Fassung auf. Er verlor seine ruhige Haltung aber sofort, als der Antrag seines Verteidigers auf Haftentlassung abgelehnt wurde, weil Fluchtverdacht bestände. Wenn der Gesundheitszustand des Angeklagten angeführt worden sei, so erwidere er, daß Schröter ja sofort in die Heilanstalt übergeführt werden könne. Der Angeklagte streckt die Hände weit von sich und sagt: Nur das nicht noch einmal! Er sei nur geflohen, weil er am nächsten Tage in eine Irrenanstalt eingeliefert werden sollte. Jedenfalls liege es ihm fern, sich der Strafe neuerdings zu entziehen. Niemals würde es ihm einfallen, Deutschland zu verlassen, denn er liebe Deutschland, spreche keine andere Sprache und bitte deshalb, ihn wenigstens auf einige Zeit freizulassen. Nach kurzer Beratung beschloß das Gericht jedoch, den Angeklagten in Haft zu belassen. Unter Tränen und Umarmungen nahm dieser darauf von seiner jungen, ihm wenige Monate vor jeiner Verhaftung erst angetrauten, weinenden Frau Abschied.
Hus dem Gerichtsfaal.
§ Der Mörder der Witwe Budwig aus Berlin, Kellner Leszinsky- Weber, wurde in Kalisch zu 15 Jahren Zwangs arbeit und lebenslänglicher Ansiedelung in Sibirien verur teilt. Der Angeklagte, der während der ganzen Verhandlung eine zynische Frechheit zur Schau getragen hatte, nahm das Urteil völlig ruhig und mit Achselzucken auf.
Nab und Fern.
* Pestgefahr in Alexandrien. Der internationale Konstantinopeler Sanitätsrat hat, da in Mexandrien ein Bestfall mit tödlichem Ausgange vorgekommen ist, ärztliche Untersuchung und Desinfizierung der Schiffe und Vertilgung der Ratten auf ihnen angeordnet.
Begnadigung des Opernsängers Kienlechner. Der wegen Mißhandlung des herzoglichen Hofkapellmeisters Mikorey von der Dessauer Straffammer zu einer mehrmonatigen Freiheisstrafe verurteilte Opernsänger Kienlechner ist vom Herzog von Anhalt begnadigt worden. Mikorey hatte sich selbst für seinen heißblütigen Gegner an zuständiger Stelle warm verwendet.
+ Straßenunruhen in Athen. Aus Erbitterung über einen durch einen Israeliten begangenen Raubmord schleuderte die
Menge Steine gegen die Wohnung des Mörders. Die israe litischen Geschäfte sind geschlossen, starke Truppenabteilungen bewachen das Judenviertel.
Zwei Massenmörder. Ein furchtbares Geständnis legter zwei junge Burschen ab, die kürzlich in Chicago wegen eine; Raubmordes zum Tode verurteilt wurden. Der eine, Peter Niedermayer, bekannte sich als Täter von dreiundzwanzig Menchelmorden, deren Urheber bisher unentdeckt geblieben Der zweite Verbrecher, Gustav Mary, gestand, einer der dre Männer gewesen zu sein, welche im Jahre 1900 den Chicagoer Eilzug bei Dekalb zur Entgleisung brachten und hierauf die Passagiere beraubten. Mehr als 10 000 Dollars waren au die Habhaftmachung der Täter jener Verbrechen ausgesetzt an welchen Niedermayer allein beteiligt ist.
* Kreisau Uhr findet im G Gießen eine öffen
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A Eine sonderbare Explosion kostete zu Hayingen in Lo thringen zwei italienischen Erdarbeitern das Leben. Ein Teil eines seit einem Jahre brach liegenden Schlackenberge flog in die Luft und riß eine auf ihm befindliche Baubude samt den Arbeitern mit sich.
Zu dem Revolverattentat des Grafen Csaky auf die Frau Mrawenet in Wien wird weiter gemeldet, daß der Graf tatsächlich die Frau nicht gekannt habe und die Tat in einem Tobsuchtsanfall beging. Er wird wahrscheinlich einer Irrenanstalt überwiesen werden. Schon seit längerer Zeit hat man an ihm Spuren von Geistesstörung beobachtet. Er hat sein großes Vermögen unsinnig verschwendet. Seine Schulden beziffern sich auf etwa 800 000 kronen, denen al Aktiva ein Gut und die in seine Wohnung angesammelten Kostbarkeiten gegenüberstehen. Im letzten Jahre hat er ins gesamt 400 000 kronen verbraucht; er faufte sich unter an derm zu seinem Magnatenkostüm ein Gehänge zu dem Preise von 25 000 kronen und erwarb ferner drei kostbare Dosen aus der Zeit der Könige Ludwig XV. und Ludwig XVI. für insgesamt 16 000 Kronen. Das Befinden der von dem Grafen angeschossenen Frau Mrawenet ist zur Zeit befriedigend, aller Wahrscheinlichkeit nach wird sie mit dem Leben davonkommen. Man glaubt, daß der Aeristen seitens der Familie des Grafen eine hohe Entschädigungssumme überwiesen werden wird.
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Bewaffneter Ueberfall einer Bank. Wie aus Johannesburg gemeldet wird, drangen bewaffnete Banditen in bie Zweigstelle der Nationalbank in Denver ein. Der Direk. tor der Bank wurde durch einen Flintenschuß schwer berwundet. Die Einbrecher raubten etwa 1000 Pfund Sterling.
Eine stürmische Demonstration gegen den böhmischen Geigenvirtuosen Kubelik hat während eines Konzerts in Ling stattgefunden. Den Grund dazu bildete die Erregung der deutschnationalen Kreise wegen der deutschfeindlichen Erzesse in Prag. Eine große Menschenmenge stürmte in den Saal. Rubelik spielte weiter. Die Demonstranten warfen mil Steinen die Spiegelscheiben des Saales ein. Hierauf er flärte der Veranstalter, das Konzert sei abgebrochen, Kubelil dürfe nicht weiter spielen. Nur mit Mühe gelang es den Konzertbesuchern, aus dem Saal zu kommen, von den Deutschen mit stürmischen Pfui"-Rufen begleitet. Schließlich zogen die Demonstranten zum Hotel Krebs, wo Kubelik abgestiegen war, und veranstalteten daselbst eine Katzenmusik. Mehrere Personen wurden bei den Tumulten erheblich verlett.
Bunte Chronik. Im Stadtkrankenhause von Mittweis wurde der Verwalter Arnold von einem geistesgeſtörten In sassen Mülefriedel durch einen Arthieb getötet.
In Berlin erschoß sich der koreanische Gesandtschafts attachee Hyensif Hong wegen Wechselschulden.
Hessischer Landtag.
Darmstadt, 16. März 1903. Erster Präsident Haas eröffnet die Situng. Die Beratung der Regierungsvorlage, den Entwurf eines Feldstrafgesetzes betreffend, wird bei Artikel 9 fortgesetzt. Nach längerer Debatte, an der sich die Abgg. Leun, Weidner, Dr. Buff, Justizminister Dr. Dittmar, Geheimrat Wilbrand und Abg. Senßfelder beteiligten, wird der Antrag auf Streichung des dritten Absages mit Majorität angenommen. Artikel 10, der von der Beschlagnahmung von bei der Begehung von Feldfreveln gebrauchten Wertzengen handelt, wird nach Debatte gestrichen.
Die Artikel 10-16 finden ohne erhebliche Debatte Annahme.
Bet Artifikel 17, der von der Strafe für Feldent. wendungen handelt, entsteht eine ausgedehnte Debatte über den Absatz 3, der das Sammeln von Untraut und anderen Felderzeugnissen, die feinen besonderen Wert für den Besitzer haben, für straflos erklärt. Der Artikel findet schließlich in der Ausschußfassung Annahme.
Die weiteren Artikel bis Artikel 29 werden ohne größere Debatte angenommen. Artifel 30 wird abgesetzt. Artikel 31 bis 33 finden Annahme.
** Der evo hessen hat in Gießen am 14 ftimmig gefaßt: weichen der Reiche mus, wie es sich des Jesuiten Ges Rüdsichtnahme au Boltes für unbed Untertanen in eine will. Insbesonder gelischen Pfarrstan
für das Volkswohl immer schwieriger jungft fonftituierte
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D.FI.V. F
Deutsche Flotten
Hierauf wird die weitere Beratung auf Donnerstag zeichnen darunter
bertagt.
*
Lokales.
17. März 1904.
Privattelegramm. Bei der heutigen
Orten Allendor anggons, R Klein Linden Moßdorf, Friedber Steinheim, Mühlh Hafen über 3000 find die ftarten Bu überhaupt der Flo mehr an Boden gem ** Der hessi Bertrauensmänner
Ziehung der Hessisch- Thüringischen Landeslotterie wurden folgende Gewinne gezogen: 150000 Mt. auf Nr. 51 282 20000 Mt. auf Nr. 74 207, 10 000 Mt. auf Nr. 65 886 5000 Mt. auf die Nr. 70 697, 3668, 3000 mt. auf die Nr. 1231, 6066, 6224, 7444, 15847.
** Der Großherzog empfing am 16. März u. a. den Prof. Dr. Sievers von der Landesuniversität Gießen, den Pfarrer Schwabe von Gießen und den Oberbriefträger Lamp von Gießen.
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* Ernannt wurde der Amtsgerichtsdiener H. Nocolai vom Amtsgericht Hungen zum Amtsgericht diener beim Amts gericht Gießen.
*
Kreis
* Erledigt ist die mit einem ev. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Usenborn, Büdingen, und die mit einem ev. Lehrer zu besezende Lehrer stelle an der Gemeindeschule zu Kirch- Göns, Kreis Friedberg.
feine Auflösung abgeordneten Hirsche gesichts des fruchtle
un bereits zehnjähr Berufs- und Stand Des Heffifchen Bauer
ertlärt der he Lösung und forder auf: 1. Zur Wahr den bestehenden Bech im Großherzogtum Anzahl beizutre folche Verbände nod


