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** Kreisausschuß- Sigung. Samstag vorm. 9 Uhr findet im Sizungsfaale des Regierungsgsgebäudes in Gießen eine öffentliche Sißung des Kreisausschusses mit folgender Tagesordnung statt: 1. Das Faselwesen in der Gemeinde Beltershain und 2. Gehalt des Gemeinde- Einnehmers zu Langd.
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Militärdienst nachrichten. Dem Oberlt. Biermann des 2. Aufgebots des 1. Garde- Gren. Landw.Regts.( Gießen) wurde der Abschied bewilligt.
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Eine neue Bugverbindung wird der neue Sommerfahrplan auch den Bewohnern des Vogelsberges bringen und zwar dadurch, daß ein Zug gegen 7 Uhr in Frankfurt abgeht, der in Gießen gegen 9 Uhr ankommt und Anschluß an den oberhessischen Zug( 9,16 Uhr Gießen ab) in der Richtung Fulda erhält.
** Bei der landespolizeilichen Abnahme der BuzzbachLicher Bahn hat es mehrfache die Betriebssicherheit der Bahn gefährdende Beanstandungen gegeben, nach deren Beseitigung die Betriebseröffnung voraussichtlich am 24. März stattfinden wird.
** Stadttheater Gießen. Freitag den 18. März gelangt als Benefiz für den jugendlichen Helden und Liebhaber unserer Bühne Herrn Friz Achterberg, Otto Ernsts interessante deutsche Komödie in 4 Aften Jugend von heute" zur einmaligen Aufführung. Herr Achterberg berläßt bekanntlich mit Saisonschluß unsere Bühne und diese Borstellung gibt dem talentvollen Künstler Gelegenheit in der Rolle des Hermann nochmals in einer größeren Aufgabe sich seinen zahlreichen Freunden zu präsentiren.
** Vortrag. Gestern Abend hielt die Ortspruppe Gießen der Hess. Bereinigung für Voltstunde im Café Ebel ihren 5. Mitgliederabend ab. Auf der Tagesordnung stand als einziger Punkt ein Vortrag des Kustos an der Universitätsbibliothek Herrn Dr. phil. Ebel über das Thema„ Allerlei Todes- und Liebeszauber". Der Herr Vortragende erläuterte in demselben die Anwendung der Bauberei bei Krankheit und Gebrechen, in der Liebe, bei Diebstählen usw., im Altertum und erwähnte, daß sich selbige zum Teil auch auf unsere heutige moderne Zeit fortgepflanzt habe, wie z. B. das Gesundbeten 2c. Die zahlreich erschienenen Mitglieder und Gäfte zollten dem Redner am Schlusse seiner interessanten Aufführungen uneingeschränkten Beifall. Bemerkt sei noch, daß obengenannte Ortspruppe im nächsten Monat teinen Mitgliederabend abhalten wird.
** Der evangelische Pfarrverein in Oberhessen hat in einer stattlich besuchten Versammlung zu Gießen am 14. März d. Js. folgende Resolution einstimmig gefaßt:„ Wir bedauern aufs tiefste das ftete Zurück weichen der Reichsregierung vor der Macht des Ultramontanismus, wie es sich neuerdings auch in der Aufhebung des§ 2 des Jesuiten Gesezes gezeigt hat. Wir halten eine größere Rücksichtnahme auf das Empfinden des deutschen evangelischen Boltes für unbedingt notwendig, wenn sie nicht ihre treuesten Untertanen in einen immer größeren Gegensatz zu ihr drängen will. Insbesondere bedauern wir es als Glieder des evangelischen Pfarrstandes, daß uns dadurch die Wahrung des für das Volkswohl wünschenswerten fonfessionellen Friedens immer schwieriger gemacht wird. Die Geringschäßung des jüngst fonftituierten evangelischen Kirchenausschusses, welcher in einem seiner ersten Beschlüsse sich gegen obige Aufhebung ausgesprochen hat, fann nur in dieser Richtung wirken. Wir halten es für eine Pflicht der Deutschen Pfarrvereine, ihre 9000 Mitglieder aufzufordern, daß sie ihre Gemeinden auf die drohende ultramontane Gefahr aufmerksam machen und zu rechtem Kampf für das Wohl des deutschen Volkes, den der evangelische Bund in erster Linie führt, stärken und mobil machen."
Feuerlösch probe. Der Hand- Feuerlösch- Apparat " Minimar" lieferte am Dienstag Vormittag in Gießen vor dem Herrn Oberbürgermeister, Branddirektor und mehreren Mitgliedern der Stadtverordneten- Versammlung einen neuen Beweis seiner Leistungen. Auf dem Hofe der Aktienbrauerei war ein Scheiterhaufen aus Brettern und Holzscheiten errichtet, innen mit Hobelspänen, Spalierlatten und Bech gefüllt, Alles noch mit Petroleum getränkt. Das Feuer entwickelte sich deshalb im Nu zu einem kolossalen Brand mit undurchdringlicher schwarzer Rauchsäule, ein ungemein schwieriges Löschobjekt darstellend, aber innerhalb 11, Minute, nachdem der Herr Oberbürgermeister das Zeichen zum Be= ginn gegeben hatte, war das Feuer gelöscht mit nur einem ungefähr 6 Liter Flüssigkeit enthaltenden Minimax", die
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Bundes der Landwirte zu begründen und zahlreiche Mitglieder| das Einzelschießen seinen Anfang. Für Freitag und Sams= für sie zu werben. 2. Zur Wahrung ihrer wirtschafts- tag dieser Woche findet im Anschluß hieran Gruppenpolitischen Interessen ein Gleiches zu tun durch Eintritt in schießen statt, es wird das Schießen an diesen Tagen zu die bestehenden Bezugs- und Absagenossenschaften der Haas- Ende geführt werden. Darmstädtischen Richtung unter Anschluß derselben an die Hauptgenossenschaft der landwirtschaftlichen Bezugs- und Absaßgenossenschaften( Direktion: Hirschel und Schlenke, Aufsichtsrat: Haas und Köhler) zu Friedberg. Die zur Beit in Offenbach von den Landtagsabgg. Hirschel und Köhler herausgegebene Bauernbundeszeitung Deutsche Voltswacht“ erscheint vom 1. April an zu Friedberg, und ist hiernach als ein Presse- Organ im Bunde der Landwirte zu betrachten: ebenso der von dem Abg. Hirschel herausgegebene " Hessische Bauernkalender". Als dem durch vorstehende Beschlüsse im Großherzogtum Hessen neu gestärkten Bunde der Landwirte zunächststehend ist die Fraktion der Hessischen Bolkspartei( Bauernbündler)" im Hessischen Landtag zu betrachten.
P.K. Bei dem am 16. März d. Js. stattgefundenen Frühjahrs- Pferdemarkt sind folgende Preise zu erkannt worden in Abteilung 1 Reitpferde: Gg. Konrad Straßheim- Griedel 2. Preis, 20 Mt., Konr. Volp- Niederweisel, ehrende Anerkennung; in Abteilung 2 Wagenschläge, paar weise: S. Michel- Gießen 1. Preis, 80 Mt. 3. Preis, 40 Mt. Salomon Lamm- Kiertorf. 4. Pr., 30 Mt. Friedrich Hartmannsen- Brandoberndorf; in Abteilung 3a, schwere Arbeitsschläge, paarweise: A. Frensdorf- Gießen 1. Br., 80 Mark, S. Michel- Gießen 2. Pr., 60 Mt., S. KaufmannNiederwetsel 3. Pr., 40 Mt.; in Abteilung 3b, leichte Arbeitsschläge, paarweise: S. Michel- Gießen 1. Br., 60 Mt., S. Kaufmann- Niederweisel 2. Pr., 40 Mt., A. FrensdorfGießen 3. Pr. 20 Mt.; in Abteilung 4a, schwere Arbeitsschläge, einzeln: S. Michel- Gießen 1. Pr., 30 Mt., S. Kaufmann- Niederweisel 2. Pr., 20 Mt., derselbe 3. Pr., 15 Mt., A. Frensdorf- Gießen 4. Pr., 10 Mt.; in Abteilung 4b, leichte Arbeitsschläge, einzeln: A. Frensdorf- Gießen 1. Pr., 30 Mt., Ed. Kaufmann- Niederweisel 2. Pr., 20 Mt., S. Kaufmann- Niederweisel 3. Pr., 15 Mt., Isidor MeyerObermockstadt 4. Pr., 10 Mt., A. Bing Lich ehrende Anerkennung, 10 Mt.; in Abteilung 5a, Arbeitsschläge, paarweise: Wilh. Aua. Diez- Niederweisel 1. Pr., 50 Mt., Gg. Konr. Kraus III.- Wetterfeld 3. Pr., 20 Mt.; in Abteilung 5b, Arbeitsschläge, einzeln: Konr. Häuser XX.- Niederweisel 1. Pr., 30 Mt., Gg. Bill- Niederweisel 2 Pr., 20 Mr., Wilh. Gg. Straßheim- Griedel 3. Pr., 10 Mt., Fr. Fenchel- Griedel, Herm. Wilh. Straßheim- Griedel, Ludwig Keßler- Großenlinden, Fr. Viant- Münchholzhausen je ehrende Anerkennung, 10 Mt.; in Abteilung 6a, dreijährige Fohlen: Aug. HeinzNiederweisel 1. Pr., 50 Mt.. Friedr. Fenchel- Griedel 2. Pr., 40 Mt., Phil. Müller- Oberhörgern 3. Pr., 30 Mt., Konr. Volp- Niederweisel 5. Pr., 20 Mt., in Abteilung 5b zweijährige Fohlen: Hrch. Walther- Reichelsheim 1. Pr., 40 Mt., Friedr. Fenchel- Griedel 2. Pr., 30 Mt., Konr. Waiz IV.Dorfgill 3. Pr., 30 Mt., Otto Rudolff Merlau 4. Pr., 20 Mt., Hrch. Becker Vl. Muschenheim 5. Br., 10 Mt., Karl Hofmann- Wetterfeld 6. Pr., 10 Mt., in Abteilung 7 Zuchtstuten: Wilh. Herm. Schäfer- Reichelsheim 1. Br., 75 Mt., Hrch. Mary I.- Niederweisel 2. Pr., 50 Mt., Friedr. Fenchel- Griedel 3. Pr., 50 Mt., Herm. Wilh. StraßheimGriedel 4. Pr., 40 Mt., Anton Nern VII.- Langgöns 5. Pr., 30 Mt., Hrch. Wilh. Müller- Griedel 6. Pr., 30 mt, Konr. Waiz IV.- Dorfgill 7. Pr., 20 Mt., Theod. SteinGrünberg 8. Pr., 20 Mt. Bei der zum Schluß folgenden Prämiierung von Pferden in Privatbesitz wurden Ehrenpreise zuerkannt den Herren Brauereibesizer Gg. Bichler, Kaufm. Karl Bieler, Bauunternehmer H. Winn, Maurermstr. M. Abermann, Bauunternehmer Wilhelm Seipp III. Gießen.
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Falzend streicht jezt die Schnepfe". Nicht Oculi, da kommen sie dies Mal, die beliebten Wald- und Nachtvögel, sondern erst am Samstag vor Lätare. Der Strich" ist dieses Jahr ein guter. Trotzdem ist der Preis Mt. 4,75 für den Vogel.
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▷ Krofdorf, 16. März. Die Arbeiten für die Gradlegung der Straße Krofdorf- Gießen schreiten rüstig vorwärts. Dieselbe führt von dem Viadukt der Haltestelle Rrofdorf- Gleiberg in gerader Richtung von der Gießener Schüßenstraße. Durch diese Anlage wird einem längst empfundenen Bedürfnis entsprochen, indem dadurch unser Dorf der Stadt Gießen bedeutend näher gerückt wird. Die Stadt selbst leistet zu diesem Wegbau feinen Zuschuß, wohl aber sind von der Feldbereinigungskommission dieserhalb
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D.FI.V. Fünfundsechzig neue Ortsgruppen hat der Deutsche Flotten- Verein sett dem 1. Januar d. J8. zu verzeichnen darunter im Großherzogtum Hessen in den Orten Allendorfa. 2., Birkenau, Gettenau, Homberg, Langgöns, Rengendorf, Reistirchen, Reinheim, Klein- Linden, Ulrichstein, Lindenfels, Lampertheim, Roßdorf, Friedberg, Neu- Isenburg, Sprendlingen, GroßSteinheim, Mühlheim; Diese 65 neuen Ortsgruppen umfaffen über 3000 Einzelmitglieder; besonders bemerkenswert find die starken Zugänge in Bayern und Hessen, wie denn überhaupt der Flotten- Verein in Oberdeutschland immer mehr an Boden gewinnt.
Der hessische Bauernbund hat auf seiner Vertrauensmänner- Versammlung am 13. März in Friedberg feine Auflösung beschlossen. Auf Antrag der Landtags abgeordneten Hirschel und Köhler wurde beschlossen: Angesichts des fruchtlosen und den Bauernstand schädigenden, nun bereits zehnjährigen Widerstreits der beiden bäuerlichen Berufs- und Standesvertretungen im Großherzogtum Hessen, des hessischen Bauernbundes und des Bundes der Landwirte, erklärt der hessische Bauernbund seine Auflösung und fordert seine Mitglieder und alle seine Freunde auf: 1. Zur Wahrung ihrer allgemein- politischen Interessen dem bestehenden Verbänden des Bundes der Landwirte im Großherzogtum Hessen sofort und in möglichst großer Anzahl beizutreten, oder in denjenigen Orten, wo folche Verbände noch nicht vorhanden sind, Ortsgruppen des
X Lüzellinden, 14. März. Nach wie vor werden im hiesigen Koblenzer Bezirk Lehrer aus anderen Bezirken übernommen, um dem hier herrschenden Lehrermangel zu decken. So bietet auch der Kreis Weglar ein sehr bewegtes Bild, indem in den letzten Jahren vielfach auswärtige Lehrer übernommen wurden. Auf die neue dritte Lehrerſtelle zu Lüzellinden ist einem Lehrer aus dem Hinterlandkreis und diejenige im benachbarten Dutenhofen sogar einem Lehrer aus der Provinz Hannover übertragen.
(:) Kinzenbach, 16. März. Das ausgedehnte Gelände zwischen Kinzenbach und Rodheim ist geradezu zu einem ständigen Uebungsplatz für das Inf. Regt.„ Kaiser Wilhelm" geworden, da auf demselben in regelmäßigen Zwischenräumen ein längeres Gefechtschießen abgehalten wird. herrscht auch in diesen Tagen hierselbst wieder ein recht bewegies militärisches Treiben, indem tagtäglich die Truppen in Kompagniefolonnen unter dem Gesang trefflicher Marschlieder hier durch marschieren. Dazu ist unser Dorf bereits volle acht Tage zur Hälfte mit Einquartierung bedacht. Es ist dies in erster Linie eine größere Arbeiterabteilung, welche den Scheibenstand zu bedienen hat, dazu ist seit Sonntag hier und in den benachbarten Gemeinden ja noch ein Wachtfommando eingetroffen. Morgens in aller Frühe rücken die Bosten schon aus, um das Gelände in der Richtung nach Waldgirmes, Grube Morgenstern, Hof Haina, Bieber u. s. f. abzusperren. Etwas später eilen die Arbeiter nach dem Schießplatz, denn es gibt alltäglich bedeutende Wassermengen aus den Deckungen zu entfernen. Erst gegen 9 Uhr erfolgt der Durchmarsch der Truppen und nimmt um diese Beit
Allertshausen, 16. März. Bürgermeister Hillgärtner, der hier seit 19 Jahren seines Amtes waltet, wurde bei der dieser Tage vorgenommenen Bürgermeisterwahl wiedergewählt. Kirch- Göns, 15. März. Am Samstag den 5. März entfernte sich der hiesige Einwohner Adam Müller von hier, um sich einer Operation in der Klinit zu Gießen zu unterziehen. Der Betreffende, der in Rücksicht seines schweren Letdens große Angst vor der operativen Eingriff der Aerzte zeigte, ist in der Klinik nicht angekommen. Offenbar ist demselben ein Unfall zugestoßen, und werden alle diejenigen, die über den Vermißten nähere Auskunft geben können, gebeten, bezügliche Anzeige bei der Bürgermeisterei Kirch- Göns zu erstatten.
= Alsfeld. Das Schuljahr der Schulen im Kreise Alsfeld schießt am 26. März. Im Konferenzbezirk NiederGemünden wird am 25. März geschlossen.
▲ Alsfeld. Am 23. März, vorin. halb 11 Uhr findet hier eine Bezirkekonferenz der Volksschullehrer statt und eine gleiche am 26. März vorm. 11 Uhr in Nieder- Gemünden.
+ Frankfurt a. M., 16. März. Seitdem der Raubmörder Stafforst hier in Frankfurt angekommen ist, wird gegenüber seinem Kompliezen Bruno Groß ein wesentlich schärferes Absperrungsverfahren gehandhabt, als es seither der Fall war. Man weiß ja, daß die Verbrecher in den Gefängnissen sich durch allerlei vereinbarte Signale durch Luftheizung, Kanalröhren 2c. miteinander zu verständigen wissen und sich so gegenseitig von Dingen Bescheid zukommen Lassen, die sie interessieren. Man hat deshalb Groß zunächst in eine Zelle allein verbracht, wo er des Tags über an eine Eisenstange angeschlossen wird. Auch nachis wird er in entsprechender Weise besonders gut verwahrt. Bei den Vorführungen sind stets zwei Kriminalbeamte anwesend, doch ist es den Beamten nunmehr streng untersagt worden, mit dem Verhafteten ein Wort zu reden oder ihm irgendeine Antwort auf seine Fragen zu geben. Immer noch benahm sich Groß sehr frech, er war bei bestem Appetit und lachte den Gefängnisbeamten offen ins Gesicht. Im Polizeigefängnis wird gegenwärtig eine beso dere Zelle hergerichtet, in welche Groß morgen aus dem Untersuchungsgefängnis überführt werden soll. Die Konfrontation der beiden Mör der hat noch nicht stattgefunden, sie soll erst in den nächsten Tagen erfolgen. Die Vernehmung Stafforsts wurde heute fortgeseßt. Den Zweifilogewichtstein soll Groß weggeworfen haben.
Frankfurt, 15. März. Auf dem fiskalischen Terrain gegenüber der nordöstlichen Ecke des Hauptbahnhofs wird ein neues Schauspielhaus errichtet werden, das schon im Herbst nächsten Jahres eröffnet werden soll.
Aus dem Gerichtssaal.
Strafkammer.
Gießen, 15. März 1904. Die Dienstmagd Luise Wildhack von Grünberg ist angeschuldigt aus Fahrlässigkeit einen Kellerbrand in der Neuen Bäue zu Gießen verursacht zu haben. Die Verhandlung endete mit Freisprechung des Angeklagten, da nicht festgestellt werden konnte, wie der Brand entstanden ist. Der Arbeiter Heinrich Müller von Ulrichstein entwendete einem Arbeiter zu Gießen eine Uhr, die er in Frankfurt versezte. In Berücksichtigung der vielen Vorstrafen erkannte das Gericht auf 1 Jahr drei Monate Zuchthaus, 5 Jahre Ehrverluft und Stellung unter Polizeiaufsicht.- Der Diensttnecht Heinrich Pfeffer von Ober- Seibertenrod stach im Streit dem Heinrich Otterbein ven Ober- Ohmen mit einem Messer in Kopf und Rücken, sodaß eine längere Arbeitsunfähigkeit eintrat. Feindschaft und Trunkenheit wurde strafmildervd in Betracht gezogen und auf 6 Monate und eine Woche Gefängnis, worauf drei Wochen Untersuchungshaft in Aufrechnung kommen, erkannt. Der wegen Diebstahls vielfach bestrafte Kellner Emil Graf von Crefeld wurde unter verdächtigen Umständen in dem Zimmer eines Studenten zu Gießen vorgefunden. Das Gericht ist der Ueberzeugung, daß der Angeklagte einen Diebstahl ausführen wollte und verurteilte ihn wegen Diebstahlsversuch zu 9 Monaten Gefängnis. Wegen Bettelns wurde er in eine durch die erlittene Untersuchungshaft als verbüßt zu erachtende Haftstrafe von 3 Wochen genommen.- Zum Schlusse wurde der Laternenwärter Josef Schumann von Gießen von der Anklage der Unterschlagung und der Schneidermeister Johann Georg Pfaff, welcher wegen des nämlichen Vergehens und wegen falscher Anschuldigung unter Anklage stand, unter Belastung der Staatsfasse mit den Kosten, freigesprochen. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14.
&& fönnen eingestellt werden:
2 landwirtsch. Knechte, 1 Viehschweizer, 2 Schmiede, 1 Spengler, 1 Elektrotechniker( Volontär), 1 Tapezierer, 2 Holzbildhauer, 2 Möbelschreiner( ausw.), 1 jüngerer Bauschreiner, 1 Schneider, 1 Glaser, mehrere Fabrikarbeiter und Arbeiterinnen, 1 Bereiferin, 3 jüngere Hausburschen, 14 Dienstmädchen,
Lehrlinge: 3 Schlosser, 2 Installateure oder Mechaniker, 2 Buchbinder, 1 Tapezierer, 4 Schreiner, 2 Drechsler, 3 Bäder, 1 Mezger, 1 Friseur, 1 Schuhmacher, 1 Glaser, 1 Weißbinder oder Lackierer.
Es suchen Arbeit:
2 Schlosser, 1 Installateur, 1 Heizungsmonteur, 1 Tapezier, 3 Schreiner, 1 Buchhalter, 1 Pußfrau, 2 Dienstmädchen, 2 Lauffrauen, 1 Laufmädchen, 2 Bureaugehilfen.
Lehrlinge: 1 Schlosser, 2 Mechaniker, 1 Elektrotechniker, 1 Friseur, 1 Kaufmann.
Drud und Berlag der Gießener Berlagsbruderei( borm. Wilh. Keller), Gießen Berantwortlich: für den politischen und Inseratenteil: Albin Klein für das Lotale, den Gerichte-" und" Deffentlichen Sprechsaal": Fr. Oppermann


