über, der in der Fassung der Kommission genehmigt wurde, nachdem Minister von Hammerstein sich mit dieser Fassung einverstanden erklärt hatte. Dann begann ein langsames Markten und Feilschen um das vielumstrittere Wi I dschongesetz, das zur zweiten Lesung stand. Eine Fülle von Anträgen lagen zu dieser Vorlage vor.
frauenbewegung und Familienleben.
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-Glossen zum internationalen Frauenkongreß.-
Von einer der deutschen Frauenbewegung nahestehenden Seite wird uns geschrieben: Im Gegensatz zu dem Frauen bund für das allgemeine Stimmrecht befaßt sich der jetzt in Berlin eröffnete internationale Frauenkongreß nicht init den politischen Zielen der Frauenbewegung, sondern rein mit den wirtschaftlichen. Der Schwerpunkt der Verhandlungen liegt in den vier Sektionen, die gleichzeitig beraten und dadurch der Verhandlung einen außerordentlich straffen und wohlorganisierten Charakter geben und sicherlich auch eine Fundgrube von neuen sozialen Anregungen sein werden. Der Kongreß gliedert sich in folgende Abteilungen: 1 Für Frauenbildung, 2. für Frauenberufe, 3. für soziale Einrichtungen und 4. für die rechtliche Stellung der Frau. Der jezige Frauenkongreß wird auch von den Gegnern der po litischen Frauenbewegung als eine beachtenswerte Zeit erscheinung anerkannt. Er zeigt uns die modernen Familien in einem ganz neuen Bilde, da nicht bloß der Mann, sondern auch die Frau durch die Entwickelung der wirtschaftlichen Verhältnisse in den Daseinskampf eingetreten ist.
Das alte Familienidyll ist in der Tat durch den Uebergang unserer Geschäftswelt zum Großbetrieb zum großen Teil vernichtet worden. Die Zeiten, in denen die Haustöchter sich ihre Kleider selber machten oder Strümpfe strickten und so durch die häusliche Produktion für die Familieneristenz ihr Teil beitrugen, sind endgültig vorüber. Die Familienproduktion hat sich aufgelöst und der Familienverband kommt nur noch als wirtschaftlicher Faktor des Konsums in Betracht. Die dadurch freigewordenen Kräfte der jungen Mädchen müssen außerhalb der Familie nußbringend verwendet wer den. Diese Notwendigkeit und diese fundamentale Umänderung des Familienlebens hat naturgemäß in dem weiblicher Geschlecht auch das persönliche Selbstbewußtsein und Unab hängigkeitsgefühl gestärkt und so ist die moderne Frauen bewegung auf wirtschaftlichem Gebiet nach Entstehung und Endziel nichts anderes, als ein Produkt des neuzeitigen Groß betricbs. Die Folgen davon zeigen sich namentlich bei den jenigen Frauen, die nicht zu einer Eheschließung gelang find. Während bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts etiva die tyrische ,, alte Tante" als guter Geist in dem Hause waltete, werden heute solche späte Mädchen, weil sie im Hause nicht mehr nuẞbringend verwendet werden können, von den Familien durchweg als eine Last empfunden. Ein sorgsamer Familienvater wird daher schon frühe darauf bedacht sein, seinen Töchtern eine unter Umständen selbständige Existenz borzubereiten.
Diese Lockerung der Familienbande äußert sich naturgemäß auch in sittlich sozialer Beziehung, insofern als die Ingend nicht mehr in dem Maße, wie die früheren Generationen, dem veredelnden Einfluß des Familienheims und seiner guten Geister zugänglich ist. Sie tritt schon früh in die Deffentlichkeit hinaus, und die Gefahren des Lebens kommen an diese jungen Mädchen schon in einer Zeit heran, in der ihre Urteilsfähigkeit und Willenskraft noch nicht widerstandsfähig genug sind, um ihnen zu begegnen. Es müssen darum auch in unserem gesellschaftlichen Leben neue Bahnen gefunden werden, um die junge Generation in ihren sittlichen Anschauungen vor dem Vorfall zu schützen. Vor allen Dingen bedarf dementsprechend das Schulwesen einer Umänderung. Bei den reicheren Familien hat sich ganz von selbst durch die Einrichtung der höheren Töchterschulen mit ihrem vermehrten Wissensstoff die Notwendigkeit eines längeren Schulbesuche ergeben, aber für die Kinder der unteren und mittleren Volksschichten macht sich der Mangel an geeigneten gesellschaftlichen Organisationen geltend. Diese jungen Mädchen müssen ent weder als Geschäftsangestellte, Arbeiterinnen oder Dienst boten einem eigenen Erwerb nachgehen und treten deshalb sehr frühzeitig aus dem Familienverband heraus; sie gewinnen ferner durch ihre eigenen Eristenzmittel auch die Möglichkeit, selbst über ihre freie Zeit nach Belieben zu verfügen. Hier muß die sittlich- soziale Fürsorge einsetzen, um einer Verschlechterung unserer Sitten und einer Verwilderung unserer Jugend vorzubeugen. Fortbildungsschulen, an größeren Plägen auf fachlicher Grundlage, Haushal tungskurse, Spiel- und Lesesäle, Volksbibliotheken und Volks. gärten, das sind alles Aufgaben der nächsten Zeit, an deren Zustandekommen die Gemeinden, der Staat und gemein
Der Wildhirt.
Eine oberhessische Dorfgeschichte von J. Becker. ( Fortsetzung) ( Nachdruck verboten.)
„ Ezt is mir geholfen," sagte Tiophel. Ich hab's dem neuen Forstlaufer gleich gesagt, daß er mich nit in's Loch friegt."
Er nahm die Art an sich und überkletterte lang= sam, vorsichtig und geräuschlos den Lagerboden, bis er wieder zurück in den Pfandstall fam.
Das Schalter an der Hinterwand war so fest geschlossen, daß jeder Deffnungsversuch aussichtslos war. Also nahm er die Art in beide Hände und führte mil aller Kraft einen Schlag dagegen. Das Schalter flog in Stücke und mit einigen weiteren Schlägen waren die Splitter beseitigt. Die Deffnung war fret. nächsten Moment erschien Tiophel den Außenstehenden in der Umrahmung des Schalterloches.
Im
Die zur Wache gestellten Burschen wollten ihn in Empfang nehmen. Als er sich jedoch herausgearbeitet und im Schalterloch eine gebüct fißende Stellung eingenommen hatte, langte er mit der Hand rückwärts bie innerhalb der Scheune an die Wand gelehnte Art heraus, und dann, indem er sie in der hochechobenen Hand schwang, sprang er mitten unter die Burschen, bie bor der erhobenen Art entsetzt auseinanderstoben.
Es gab natürlich ein Geschrei:„ Halt, halt ihn!" Dabon blieb der Entwichene aber nicht stehen, sondern er lief was er fonnte hinüber nach einem Gartenlande, um sich zwischen mehreren Reihen Stangenbohnen zu berbergen.
nüßige Vereine gemeinsam arbeiten müssen. Die Jnnigkei des Familienlebens hat sich in vielen Fällen gelockert, wenn nicht aufgelöst. Dafür muß die Deffentlichkeit die sittliche Erziehung der heranwachsenden Jugend übernehmen.
Nab und Fern.
Das Kaiserpaar und der Rudersport. Wie alljährlich, so wohnte auch diesmal das Kaiserpaar auf der Dampfjacht ,, Alexandria" der Ruderregatta des Berliner Regattavereins auf dem Langen See bei Grünau bei. Zu dem„ KaiserVierer" um den Silbernen Pokal Kaiser Friedrichs fuhr die ,, Alexandria" unter den Zurufen der Menschenmassen zum Start und begleitete von hier die 9 am Rennen teilnehmenden Boote. Wegen Kollision erfolgte ein neuer Start. B. R- C.„ Hellas" gewann den Wanderpreis, den die letzten zwei Jahre der Berliner Ruderklub gehalten hatten. Beim Rennen um den Wanderpreis des Kaisers für akademische Vierer ging wie im vorigen Jahre der Akademische Ruderund Ballspielverein Hannover als Sieger hervor. Die Majestäten ließen sich dann, wie immer, die Sieger- Mannschaften aus den beiden Rennen um die Kaiserpreise an Bord vorstellen, richteten freundliche Worte an sie und händigten hnen die Preise aus.
Unfall bei einem Radrennen. Bei einem zu Magdeburg abgehaltenen Radrennen ereignete sich ein schwerer Unfall. Beim 75 Kilometer- Fahren stießen kurz vor Schluß zwei Motorschrittmachermaschinen zusammen und stürzten um. Ueber sie fielen im nächsten Moment die beim Rennen beteiligten Fahrer, und im wüsten Knäuel lagen Menschen, Fahrräder und Motoren durcheinander. Das Rennen wurde sofort abgebrochen. Die Untersuchung ergab, daß der Fran30se Dangla eine Wunde am Oberschenkel und einen Unterschenkelbruch, sein Schrittmacher Marius The Verletzungen am Kopf und an einem Bein und der Schrittmacher Germelmann des Berliners Demke einen schweren Unterschenkelbruch erlitten hatten. Nachdem ihnen die erste Hilfe durch die Sanitätskolonne geleistet war, wurden die Verunglückten nach dem Krankenhause gebracht.
Ein Drama in der Kaserne soll sich in Düsseldorf ereignet haben. Wie es heißt, wurde ein Soldat des 39. Infanterieregiments in der Mannschaftsstube von seinen Sameraden in entsetzlicher Weise mißhandelt, weil er über Urlaub ausgeblieben war. Dem Aermsten soll die Schädeldecke eingeschlagen worden, und er soll seinen Verlegungen bereits erlegen sein. Gegen 13 Angehörige des Regiments schwebe die Untersuchung.
* Vom Rade geschossen wurde in der Nähe von Regenstaus bei Regensburg der Gutsbesitzerssohn Josef Ackermann, als er nachts durch den Wald heimfuhr. Er starb in einem nahen Gehöft. Man glaubt, daß Wilderer den jungen Mann für einen Förster hielten, dem sie auflauerten.
* Ein sonderbarer Unfall bei einer Felddienstübung passierte dem Musketier Schmidt vom 167. Regiment in einem Walde bei Kassel. Sein nicht genügend gesichertes Gewehr blieb an einem Zweig hängen und entlud sich. Die Plazzpatrone ging dem Soldaten in den Hals und er wurde schwer berlegt nach dem Lazarett gebracht.
† Der Mörder des Polizeidieners Schneller zu Lorsch, der, vie erinnerlich, von Einbrechern erschlagen wurde, wurde jetzt im Neuschlosser Walde verhaftet. Es ist ein 25 Jahre ilter aus Bürstadt stammender Mann, der erst vor kurzem eine längere Zuchthausstrafe verbüßt hat.
O Stierfämpfe in Budapest. Die vor einer halbleeren Arena stattgefundene erste Stierkampfvorstellung der Gesellschaft Bouly Söhne hatte sehr geringen Erfolg. Der Kampf mit den kleinen Stieren ließ ziemlich kalt. Beim dritten Gange wurde der Toreador Pouly durch einen Hornstoß des Stieres am linken Bein derart schwer verwundet, daß er die Arena verlassen und in die Klinik gebracht werden mußte. Bouly wird in Budapest kaum mehr auftreten können.
Aus dem Gerichtsfaal.
§ Politischer Beleidigungsprozeß. In St. Johanna. Scai wurde der frühere Bergarbeiter Karl Krämer wegen Beeidigung in zwei Fällen zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Krämer hatte im März d. Js. durch zwei Flugblätter Die königliche Bergwerksdirektion der Arbeiterentrechtung. Vergewaltigung und Unterdrückung beschuldigt.
§ Mord an einem Deutschen auf Korsika. Aus Bastia wird Jemeldet, daß der der Ermordung seines Reiseg fährten, des Direktors Meyer, angeklagte Adolf Tiemann aus Magdeburg freigesprochen wurde. Die Volksmenge sympathisierte
Man war ihm jedoch auf der Fährte und die Bauern eilten herbei mit allen möglichen Waffen: Prügeln, Wagenrungen, Backscheiten, Hacken, Spaten u. s. m.
Der Wildhirt sah, daß hier seines Bleibens nicht länger sein konnte. Er warf darum die Art seinen nächsten Verfolgern entgegen, wobei er ihnen die Worte zurief:
"
, Gebt Acht, Ihr Hunde, daß Euch in acht Tagen ' s Nest nit abbrennt-- ich sein der Gänsetiophel!"
Dann wandte er sich zur Flacht und schlüpfte wie eine Rage in die nächsten Getreidefelder, zwischen denen er verschwand. Die Verfolger hatten das Nachsehen.
Als Wagner mit den Gensdarmen gegen Mittag zurückkehrte, um den Wildhirten dem Arm der Gerechtigfeit zu überliefern, mußte er zu seinem Grimm und Schreck erfahren, daß er entwichen war. Was halfen alle Vorwürfe, die er und die Gensdarmen den Wächtern machten?- er war fort.
Die Burschen, welche so schlecht ihr Wächteramt bersehen, führten natürlich unter sich nachher eine bedeutende Großsprecherei. Da sagte der Eine:„ Ja, wenn ich ihn nur hätt' fassen fönnen," oder der Andere:„ wenn er nit so g'schwind g'laufen wär, hätt' ich' n g'wiß friegt," und der Dritte: mir probirt er's nit zum zweitenmal" u. s. w. Das klang alles recht tapfer nachdem der Wildhirt auf davon war. Ob ihn wirklich einer angefaßt hätte, wenn er von Neuem mit der Art in der Faust plötzlich unter ihnen erschienen wäre, dürfte nicht ganz sicher gewesen sein.
Die Sache hatte jedoch auch für die Gemeinde in
durchaus mit dem Angeklagten und nahm das freisprechen Urteil, das nach viertägigen Verhandlungen des Schw Jerichts gefällt wurde, mit großem Beifall auf. Auch Sohn des ermordeten Direktors Meyer erkannte selbst Unschuld des Angeklagten an.
§ Diebstahl einer Kriegervereinsfahne aus einer Kirde Die Straffammer zu Oppeln verurteilte den großpolnisch Agitator Halbbaner Kania wegen Diebstahls und Religionvergehens zu sechs Monaten Gefängnis. Rania hatte Kriegervereinsfahne aus der Vorhalle der Altschalkowite fatholischen Kirche während des Kaisergeburtstagsgotte dienstes heimlich fortgeschleppt.
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Rennftrede ab Ereigniffes an werden natürlic getroffen. gefundenen Bi Staatslotterie ( Darmstadt), Mr. 89470 23 480, 29 21 Die Stadtverordn 16. Juni, Schuldversch
§ Der rote Schlips. Die Straffaimmer verurteilte da Schriftsteller Leisner wegen Beleidigung des Gymnasial oberlehrers Weidauer zu 30 Mark Geldstrafe. Oberlehrer Weidauer hatte bei der Schulfeier zum Sedanfest einen roten Schlips getragen. In einer Besprechung der Schulfer stellte Schriftsteller Leisner das als cine sozialdemokratijde Demonstration hin. Weidauer stellte deswegen Strafantr megen Beleidigung. Das Schöffengericht erkannte auf Freisprechung. Die Straffammer erkannte dagegen wie oben, veil es schon eine Beleidigung sei, einem Staatsbeamten anti monarchische Gefinnuna vorzunverfen.
§ Die Ehen des früheren Rechtsanwalts Dr. Fritz Fried mann bildeten den Hintergrund eines Beleidigungsprozesses gegen den Berliner Redakteur Erich Kammer. Dieser hatte in scharfen Ausdrücken Friedmanns Verhalten seiner dritten Ehefrau Anna geborenen Merten gegenüber gegeißelt, die er der größten Not preisgegeben habe. Dies wurde von der als Zeugin Geladenen auch bestätigt. Sie bekundet, daß ihr Ehemann sich im September 1903 von ihr getrennt habe. Seit neun Monaten habe er ihr im ganzen 65 Mark zuge stellt, obgleich er mußte, daß sie ihre 60jährige Mutter zu ernähren hatte, die ihm im ganzen 8000 Mark geopfert habe Die Zeugin hat sich, nachdem sie mit dem verheirateten Pri batkläger acht Jahre zusammengelebt, im Jahre 1902 mit ihm verheiratet, nachdem er von seiner zweiten Frau geschieden war. Mit letterer habe er fünf Kinder, er forge aber für feines. Als Zeugin ihn telegraphisch um Ueber sendung von Subsistenzmitteln gebeten, habe er geantwortet: Man könne von einem Fünfzigpfennigbrot zwei Tage leben, sie solle keine Depesche senden, sondern sich Brot für das Geld kaufen. Als sie ihn in Würzburg mit seiner jetzigen ,, Braut", der Chansonette Marusia Mara, angetroffen habe, sei sie von ihm und seiner Begleiterin verprügelt worden. Er habe ihr gesagt, sie solle die Scheidung einreichen, sonst werde er sie aushungern lassen. Er habe ihr geraten, sich Liebhaber zu halten. Das Gericht verurteilte den Angeklagten, Redakteur Erich Kammer, troßdem der Wahrheitsbeweis im wesentlichen erbracht sei, zu 150 Mark Geldstrafe.
Fres
§ Ein seltsames Abenteuer des tschechisch- radikalen Abgeord neten Frest, des Obstruktionisten von der lärmenden Observanz im österreichischen Parlament, führte zu einer Anklage megen Freiheitsberaubung. In einer von Frest nach Kyschi einberufenen Versammlung kam es zu stürmischen Szenen mit den zahlreich erschienenen Sozialdemokraten. wurde arg verprügelt und flüchtete in einen Schweinestall. wo er sich zwei Stunden lang verborgen hielt, bis sich die Gegner entfernt hatten. Fresl behauptet, seine Gegner hät ten ihn eingesperrt und gefangen gehalten, und auf seir Anzeige wurde ein Teilnehmer verhaftet, gegen den wege inschränkung der persönlichen Freiheit vorgegangen wird
Der Landwirt.
rb. Korbweidenkultur. Großes Interesse erregt bei den Besuchern der Deutschen landwirtschaftlichen Ausstellung in Danzig die Korbweidenkultur, welche zum ersten Male auj einer Landwirtschaftsausstellung vertreten ist. Die von einer Weidenhecke ringsherum umgebene Korbweidenkultur ist in einer Vertiefung( ehemaliger Sumpf) angelegt. Dies Kulturbild zeigt so recht, daß ein tüchtiger, fleißiger Landwirt sozusagen jedes Fleckchen Land, welches ihm sonst keinen Errag gewährt, nugbar und ertragfähig machen kann. Durch sogenannte Rabatten, welche mit Korbweiden bepflanzt sind, find Zwischenräume geschaffen, welche zur Fischzucht( Karhfen) benutzt werden können. In einer hübschen Laube von Weidengeflechten sieht man allerlei Präparate und Objekte der Korbweidenkultur, u. a. Weidenrinde für Melassefabri fation und Gerbstoff. Auch die Anwendung der Weidenhecke gegen Funkenauswurf der Lokomotive an den Fahrdämmer perdient Beachtung. Daß bei einer Korbweidenkultur aud der Jäger auf seine Rechnung kommt, zeigt eine Gruppe schöner Fasanen, welche mit Vorliebe ihr Heim in den Weiden anlagen gründen, außerdem als Insektenvertilger für die Pflanzung von unschäßbarem Werte sind.
sofern eine bedenkliche Seite gewonnen, als es leich möglich war, daß der Wildhirt, der jetzt in offene Fehde mit den Gesetzen lebte, in seinem verzweifelter Zustand Rache nehmen und das Dorf zur Nachtzei anzünden konnte. Es wurde noch an demselben Tag bon dem Bürgermeister eine Anordnung getroffen, daf abwechselnd jede Nacht eine Anzahl der männlichen Bewohner das Dorf bewachen mußte.
Dies war nun den Bauern gar nicht angenehm benn sie hätten lieber zu Haus in ihren Betten gelegen als halbe Nächte das Dorf zu umschwärmen und darau zu achten, daß der Wildhirt es nicht anzündete. G wurden in den Wäldern förmliche Treibjagden auf ihr abgehalten, aber man fand keine Spur von ihm.
Daß er sich noch in der Gegend aufhielt, glaubte man aus verschiedenen Diebstählen schließen zu können, bie in Nachbarortschaften stattfanden. Sie wieder holten sich jedoch nicht, und so stellten die Bauern schließlich ihre Nachtwachen ein, weil man annehmen mußte, daß er sich entweder etwas zu Leid gethan der in's Ausland geflüchtet set.-
Seit der Abreise Hangcurt's waren nun fast dret Jahre verflossen. Man hatte nichts mehr von ihm ge hört. Da tam eines Tages Merte's Frau nach heim. Sie war nämlich in der Stadt gewesen. Man sah ed ihr an, daß sie etwas Wichtiges hatte, denn sie eilte was sonst nicht ihre Gewohnheit, und ihr Gesicht glühte.
Als sie in's Dorf kam, ging fie zuerst in Wirts. „ Na, Merte's Frau, was bringt Euch da?" fragte Elschens Mutter, welche ihr zuerst begegnete.
Forts. folgt.
gefuche: a. fteinmacherh
Kreis ftraße Weftanlage. Erlaubnis
Seltersweg 5. born. eines Steinb
8. Befo Taglöhner u ienrat Will Dr. Mahl Friedhofs Fillmann'fo berg. auf dem 13 der F
13. Auffül und Lahn. am Juftigge und des Ve
der Rechnu 17. Borlag 1902/03. werts für Rechnung der Wasser ber Wasse
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Krofdorfer
schaffung 24. Genel
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fchaftsplan
fierung be
+
mitgeteilt
führung
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