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ihnen aber hatte Andreas ein Frogttches Wort, wenn lachend die Peitsche schwang, um den Weg von den Nach­züglern frei zu bekommen.

Inzwischen ließ ich die Hunde über das offene Moor streifen. Ab und zu stöberte mein Vorstehhund eine Schnepfe auf und hielt dann geduldig still, bis ich zu ihm kam und sie schoß. Auf diese Weise erlegte ich ein paar Vögel, und auch mein Windspiel brachte zwei Hasen auf, von denen es den einen nach einer fröhlichen Jagd greifen konnte. Eine große Schar wilder Gänse flog flatternd und kreischend dicht über unserem Wagen auf und ließ sich nahe an der Straße auf dem Sumpfe nieder. Ein Falke verfolgte sie, ließ aber von ihnen ab, als er den Wagen bemerkte, während ich aus dem Wagen sprang, eine Ladung auf die Gänse ab­gab und mir dadurch ein paar der grauen Vögel gewann.

Obgleich wir sehr zeitig in Kilsyth ankamen, war der Markt doch bereits auf seinem Höhepunkte. Die engen Gassen der Stadt waren voller Schmutz, denn in der Nacht hatte es geregnet, und das Vieh hatte durch den Kot waten müssen und so die Sache noch verschlimmert. Wir fuhren nach dem besten Wirtshause, dessen sich die Stadt rühmen konnte, und stellten dort ein. Ich überließ es Andreas, seine cigenen Geschäfte auf dem Markte zu besorgen, und wollte mich selbst danrit begnügen, so lange durch das Städtchen herumzustreifen, bis es Zeit sein würde, wieder nach Hause zu fahren.

Nachdem ich eine Zeitlang durch die schmalen Straßen umhergewandert war, kam ich nach dem Viertel, das die stolze Bezeichnung Marktplay" trug.

Hier war der Mittelpunkt des gesamten Verkehrs. Ochsen brüllten, Schafe blökten, Schweine grunzten, und da­zu kam noch der ohrzerreißende Lärm, womit die Landleute und Viehhändler die Luft erfüllten. Es war, als ob eine unsichtbare Macht jedermann zum Schreien zwänge; auch Hatten manche der zerlumpten Bauern wohl schon genug Whisky zu sich genommen, um wenigstens für heute den Jammer und das Elend zu vergessen, die sonst ihre ständigen Begleiter waren. Während ich mir durch die buntscheckige Menge einen Weg bahnte, schlug mich plötzlich jemand auf die Schulter, und eine wohlbekannte Stimme drang an mein Ohr. Ich drehte mich um und erblickte Pater Johannes Melven, den Ortspfarrer von Mylrea.

Man konnte es ihm gut ansehen, daß er zu Fuß hier­her gekommen war, seine Hosen waren aufgefrempelt und die Stiefel hoch hinauf mit Straßenschmutz überzogen. Aber sein Gesicht strahlte von guter Laune, und es schien ihm viele Freude zu machen, mich hier zu treffen.

Sie haben mir meinen lieben Kaplan gerettet, Herr Doktor," redete er mich an, und dafür danke ich Ihnen. Wollen Sie mit hereinkommen und eine Stärkung mit mir zusammen nehmen?"

Ich folgte seiner Einladung, und wir gingen beide nach dem Wirtshause, das wir förmlich belagert fanden. Die Zimmer waren überfüllt, und eine ansehnliche Menge drängte sich draußen vor der Türe. Sobald der Pfarrer eintrat, wurde er von jedermann begrüßt, selbst der lauteste Zech bruder hatte ein freundliches Lächeln und ein Guten Tag, Vater Johann," für ihn. Jetzt lernte ich es auch begreifen, warum Vater Johann bei seiner Gemeinde so beliebt war. Mit jedem stand er auf vertrautem Fuße, und er machte dabei keinen Unterschied, ob er es mit dem Aermsten und Niedrigsten oder mit dem Vornehmsten und Reichsten seines Kirchspiels zu tun hatte. In einem Zimmer des Wirtshauses saß ein Landagent, der auf seine unglücklichen Pächter wartete, die ihm den Pachtzins nicht zahlen konnten oder wollten, und wäre hier nicht Pater Johannes vermittelnd eingeschritten, so schonte er sie andererseits auch mit seinen Scheltworten nicht, während die armen Teufel mit einem Vergelt's Ihnen Gött, Vater Johann!" freudig ihres Weges weiter zogen. Wir hatten unseren Magenwärmer" getrunken und wollten gerade das Wirtshaus verlassen, als jemand ins Zimmer trat, den der Pfarrer mit vielsagendem Lächeln be­grüßte. Es war ein ziemlich starker Mann von untersetzter Gestalt, mit rotem Gesicht und plumpen Zügen. Er trug Retthosen und einen grauen Rock, beide reichlich mit Kot be­spritzt. In der Hand hielt er eine Reitpeitsche und nickte dem Pfarrer freundlich zu.

"

Guten Tag, Pater Johann," begrüßte er diesen mit rauher Stimme. Sie suche ich gerade. Ich habe eben von dem Lumpen, dein Rory Bournes, einen Gaul gekauft, und ich möchte ihn Ihnen gern zeigen. Wollen Sie vielleicht mit in mein Haus kommen?"

Dem

Spaß zu

Pfarrer schien irgend etwas sehr viel machen, denn er lachte laut und sah mit den Augen zwinfernd einmal den Mann, dann wieder mich an. Und plötzlich sich zu mir wendend, sagte er: Ich glaube, Herr Doktor, ich muß die Herren wohl einander vorstellen?"

The ich hierauf noch ein Wort erwidern konnte, hatte er seine kleine fette Hand auf meine Schulter gelegt, und sich eine komisch wirkende Wichtigkeit gebend, wandte er sich an den Fremden: Erlauben Sie, Mulligan, daß ich Ihnen einen Mann vorstelle, der, obgleich er ein Engländer ist, doch ein Dußend solcher Kerle, wie Sie sind, aufwiegt. Mulligan, das ist der Doktor Sucherland."

Doktor Mulligan! Also das war mein Kollege, der Aes. kulap der ganzen Gegend, der geschworen hatte, mir die Knochen im Leibe zu zerbrechen". Erfreut über diese Be­gegnung, streckte ich ihm meine Hand entgegen und sagte höflich: Freut mich sehr, Herr Doktor Mulligan, Ihre Be­kanntschaft zu machen. Wie geht's?"

Mulligan schien jedoch keine Lust zu haben, diese ber­trauliche Anfrage zu beantworten. Er starrte auf meine ausgestreckte Hand hin, ohne sie zu ergreifen. Jetzt legte sich der Pfarrer ins Mittel, und da dauerte es keine 5 Mi­nuten, bis mir mein Todfeind um den Hals fiel und mir ewige Freundschaft schwor.

Der Doktor hatte schon ziemlich viel von den. National­getränk zu sich genommen, als wir das Wirtshaus verließen, um uns nach seiner Wohnung zu begeben. Den Gaul, den er gekauft hatte, hatte er inzwischen ganz vergessen, dagegen war seine Freundschaft zu mir so sehr gewachsen, daß er darauf bestand, daß ich bei ihm zu Mittag speisen solle.

Das Haus des Doktors lag in einer Seitenstraße. Es war ein wunderliches, baufälliges Gebäude, halb Stall, halb Wohnhaus, und ich hatte bald herausgefunden, daß für den Stall besser als für das Wohnhaus gesorgt war. Mulligan war ursprünglich Tierarzt gewesen, und er hatte sich für seinen alten Beruf eine größere Neigung bewahrt, als für seinen neuen. Als wir eintraten, glaubte ich, er hätte uns in die Geschirrkammer geführt, denn ich sah nichts als Sättel, Rie­men und Steigbügel; erst später fonnte ich in dieser Wirrnis einen Tisch und ein paar hölzerne Stühle entdecken. Auch flackerte im Kamin ein lustiges Feuer, und das Zimmer sah ziemlich gemütlich aus.

Auf den Ruf Mulligans erschien ein Bedienter mit buschi­gem Haar, der sofort die Herrlichkeit der Tafel vor uns aus­breitete: kalte Hühnchen, Schinkenbein, Rinderbrust, gesottene Gier, alles fam in größter Menge auf den Tisch, wie es die irländische Sitte vorschreibt.

Zwar waren die Teller und Schüsseln nicht zu sauber und auch die Messer und Gabeln waren rostig und hatten Schar­ten, aber dennoch hatten wir ein vorzügliches Mahl, bei dem Wiskey mit Wasser nicht fehlte, um es hinunter zu spülen.

Unsere Unterhaltung war recht fröhlich. Pater Johann war gut aufgelegt, und ich war zuerst nicht wenig erstaunt über die derben Bemerkungen, die er sich seinem Wirte gegen­über erlaubte, da dieser sie aber mit der größten Gutmütig­keit aufnahm, gewöhnte auch ich mich daran. Dieser Ton lag eben in seiner Gewohnheit, und obwohl der Pfarrer für den ehemaligen Vieharzt, mit dem er so oft zusammen war, eine warme Freundschaft hegte, sprach er von ihm doch nicht anders als in wenig schmeichelhaften Ausdrücken. Selbstver­ständlich war dies nicht ernst gemeint.

Nach der Mahlzeit erhob ich mich, zog meinen Ueber­zieher an und fragte Pater Johann, ob ich ihn in meinem Wagen mit nach Hause nehmen dürfe. Der Doktor aber meinte:

Pater Johann, ich hoe hier in meinem Hause ein Bett, das gern zu Ihrer Verfügung steht. Das Wetter ist kalt draußen, Herr Pfarrer, und als Ihr ärztlicher Berater em­pfehle ich Ihnen, heute Abend nicht mehr auszugehen." Ist das Ihr Ernst, Mulligan?" erwiderte Pater Johann höflich.

,, Vollkommen."

" Hatten Sie etwa die Absicht, selbst ausgehen zu wollen, Herr Doktor Mulligan?" fragte jetzt seinerseits der Pfarrer mit schlauem Augenblinzeln. Wenn dem so sein sollte, Herr Doktor, dann verbiete ich es Ihnen als Ihr geistlicher Berater. In Ihrem eigenen Hause sind Sie sicherer, und in Anbetracht dessen will ich Ihnen auch Gesellschaft leisten." Nun verabschiedete ich mich, wobei der Doktor den Wunsch nach einem recht baldigen Wiedersehen äußerte. ( Fortsetzung folgt.)]

Nicht etwa jährings,

Mit Sturm und mit Hagelwettern,

Tritt dir das Alter entgegen;

Ach! nur mählings

Wie der stete Regen

Von herbstlichen Akazienblättern.

Im Regenwetter.

Humoreske von E. H. von Zagor h. ( Schluß.) ( Nachdruck verboten.) Sind Sie schon lange hier oben," fragte sie und blickte ängstlich zu ihm auf.

Aha", dachte der Baumeister, jetzt regt sich dein Ge­missen!" laut sagte er: Ja, mein gnädiges Fräulein, ich bin schon lange hier. Ich habe viel Interesse für diesen alten, schönen Bau. Ich habe schon alle Winkel durchstöbert, fand aber nichts als ein vorsintflutliches eisernes Halsband. Da entfuhr mir unwillkürlich ein Ausruf, und dadurch habe ich Sie wohl erschreckt. Ich bedauere dies von Herzen, meine Damen."

Jawohl, sehr erschreckt, es konnte auch ebensogut ein Geiſterruf sein, so unheimlich flang es," sagte Milly lachend, ,, du siehst noch ganz blaß aus, Frißchen."

Frißchen wurde sehr verlegen, und warf Milly einen ernsten Blick zu, aber die ließ sich dadurch nicht einschüchtern. Ihr machte die ganze Geschichte einen Hauptspaß, und sie freute sich schon, wenn sie sie ihrem Onkel und ihrem Ver­lobten, denn Milly war seit acht Wochen die glückliche Braut cines jungen Arztes, erzählen konnte.

" Wo haben Sie denn den Ausruf getan, Herr Bau­meister," fragte sie den jungen Herrn unbarmherzig aus.

Der führte die Damen sehr ernsthaft in einen Neben­raum, zeigte ihnen ein dickes, eisernes Halsband, und sagte treuherzig: An dieser Türe hier, meine Damen." " Hier."" Frißchen widerholte es aufatmend, da konnte er von ihrer Tintenphotographie nichts gehört haben. Der Baumeister fand beide junge Mädchen reizend. Be­sonders Frißchen hatte es ihm angetan. Was sie für schöne, blaue Augen hatte. Ueberhaupt das ganze niedliche Per­sönchen mit dem blonden Kraushaar, und dem frischen offe­nen Gesicht, ein herziges Mädel.

Das alte Bergschloß ist wirklich ganz nett. Schade, daß es regnet, da oben von dem hohen Turm muß man eine wunderbare, schöne Aussicht haben," bemerkte Fritzchen verlegen, die Blicke des Baumeisters machten sie ganz ver­wirrt.

,, Gewiß, da oben muß ein köstlicher Rundblick sein," er­widerte der Baumeister verbindlich.

Es ist nur schade, daß das alte Schloß nur aus den fahlen Räumen besteht."

" Nanu," unterbrach plötzlich eine lachende Stimme die Unterhaltung.

Onkel Pold," jubelten die beiden Mädchen, und flogen auf den alten Herrn zu.

Aber Mädels, wo steckt Ihr denn?- Wir ängstigen uns da unten um Euch. Tante bildet sich weiß der Himmel was für einen Unglücksfall ein, und gibt nicht eher Ruhe, bis ich in diesem Hundewetter hier herauf krarele, und hier finde ich Euch, in vergnügter Unterhaltung mit einem fremden Herrn."

" Fritz Almers, Baumeister, Berlin," stellte sich der Bau­meister mit höflicher Verneigung dem alten Herrn vor.

Aha, also von der Zunft," erwiderte der alte Herr. Die Vorstellung, Wegner, Baurat, München. Meine beiden Nichten aus Berlin, Frieda und Milly Wegner. Frieda, im Familienrat Frißchen genannt, angehende Malerin, und Milly, angehende Frau Doktor med."

Abscheuliches Regenwetter, einfach schauderhaft, und das nennt sich nun Vergnügungsreise," fuhr der Baurat fort. Hier unterbrach ihn Milly.

Höre, Onkelchen, das Regenwetter soll uns doch nicht die Laune verderben. Uebrigens habe ich Hunger,

und

da es da unten im Städtchen gutes Vier und gutes Essen gibt, so schlage ich vor, wir stärken uns."

" Ich bin dabei! Sie kommen doch mit, Herr Kollege," wandte sich der Baurat an den Baumeister, meine Frau wird sich freuen, Sie kennen zu lernen."

Der Baumeister warf einen Blick auf Fritzchers

bittendes

Gesicht, und murmelte etwas von größtem Vergnügen" in seinen Bart. Milly hing sich an den Arm ihres Onkels, der Bau­meister und Fritchen folgten.

Der Regen strömte weiter. Dem Baumeister schien das Wetter plötzlich prachtvoll zu sein. Er sah nicht den trüben Himmel, er sah nicht den nassen Weg, er sah nur ein liebes, herziges Mädchengesicht an seiner Seite, das jedesmal wie mit Blut übergossen wird, so oft ihre Augen sich begegneten. Plötzlich stieß Frißchen einen kleinen Schrei aus, und beugte sich auf den Weg hinab.-

Ein Vierblatt," rief sie jubelnd, und hielt dem Bau­meister das Blättchen hin.

,, Glücksklee," sagte dieser lächelnd, und sah ihr dabei innig in die Augen. Sie wurde blutrot, dann flog es wie Sonnen­schein über ihr Gesicht.-

Man sagt," sagte sie leise, nicht wer das Blatt findet, sondern derjenige, dem er es schenkt, findet dadurch sein Glück. Darf ich es Ihnen geben, damit es Ihnen viel Glück und Sonnenschein bringe für Ihr ganzes Leben."

Er hielt Ihre Hand samt dem Kleeblatt fest. Ich, ich danke Ihnen, tausendmal," sagte er herzlich, und küßte die kleine, zitternde Hand zärtlich. Fritzchen wollte ihre Hand verlegen zurückziehen, da fällt das Kleeblatt dabei zur Erde. Ah ah," riefen die beiden, wie aus einem Munde, und bückten sich eifrig darnach. Der Baumeister fand es.

,, Nun will ich es aber festhalten, für alle Zeiten," jubelte er, zog seine Uhr hervor, öffnete den Deckel, und legte cs da hinein. So, hier fann es nie mehr verloren gehen," sagte er innig, und sah dabei Fritzchen tief in die Augen. Dann erzählte er ihr im Weitergehen von seinem Daheim in Berlin, von seiner Sehnsucht, sie kennen zu lernen, und von seinem Mütterchen, das ihm auf die Seele gebunden hatte, nicht wieder unverlobt zurückzukommen. Und weiter von seinem Leben, seinen Zukunftsplänen und Träumen. Fritchen hörte ihm schweigend zu, aber ihre Augen hingen, wie selbstvergessen, an dem Gesicht des Sprechenden. Der Baumeister hatte in Fritzchens Augen wohl etwas gelesen, was ihm den Mut gab, so zu handeln, wie er es nachher tat. Denn plößlich nahm er ihre beiden Hände, blickte ihr tief in die Augen, und flüsterte leise: Fritzchen, darf ich hoffen, den Wunsch meiner Mutter erfüllen zu können wird der Glücksklee mir mein Lebensglück bringen? Sagen Sie mir ein Wort, Sie allein können es." Frißchen zuckte zu­sammen, dann blickte sie ihn strahlend an, und sagte ganz leise: Sch, ich glaube es."-

" Fritchen," jubelte er glückselig, und wollte sie gerade in seine Arme nehmen, da rief Milly lachend von unten her­auf: Wir wachsen hier an, wenn die Herrschaften nicht bald kommen."

Frißchen flog wie ein gescheuchtes Reh den Weg hinab, und der Baumeister folgte ihr eilig.

Ihr habt wohl droben noch weiter gedichtet?" fragte Milly schelmisch und sah Frißchen so recht prüfend an. Fritz. chen wurde zwar sehr, sehr rot, aber sie sagte kein Wort. Das war dann noch ein vergnügter Abend, den der Bau­meister im Kreise der Familie Wegner verlebte.

Am nächsten Tag hatte der Regen aufgehört und die entzückende Berggegend präsentierte sich im schönsten Sonnen­schein.

Milly bestand darauf, daß man das alte Schloß auch im Sonnenschein aufsuchte, und sie setzte es durch.

Selbst Tante und Onkel mußten mit hinauf, ja sogar den hohen Turm mit besteigen. Sie bereuten es aber nicht; denn ihre Augen erblickten ein herrliches Panorama, zu ihren Füßen lag das Städtchen ausgebreitet, rings umkränzt ven Wäldern, die jetzt in den schönsten Herbstfarben prangten, dazwischen, wie ein Diamantenschmuck, der lustige, kecke Ge­birgsfluß. Ein herrliches Bild. Sie waren erst alle ganz stumm, dann brach der Baurat in die Worte aus: Kinder. das ist schön!"

Stumm nickten die anderen zu seinen Worten, und der alte Herr fuhr begeistert fort: Es gibt doch keinen größere Genuß als die Natur."

Dann stieg man wieder in den Schloßhof hinab. Auch das alte Schloß wurde durchwandert. Der Baumeister und Frischen stiegen zuerst in den Saal hinauf. Der Baurat verbreitet sich erst über die Bauart des alten Gemäuer, dann folgte er langsam mit seiner Frau und Milly. Auf der letzten Treppenstufe sahen die Ankommenden ein Bild, welches sie wie erstarrt stillstehen ließ.-

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