Ausgabe 
13.4.1904 Erstes Blatt
 
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Für die Ausbringung der erforderlichen Mittel ist der Grundsatz maßgebend, daß die Kosten von demjenigen zu tra­gen sind, welcher den Vorteil an den auszuführenden Arbeiten hat.

Die letzte der wasserwirtschaftlichen Vorlagen besteht in einem Gesezentwurf, betreffend die Herstellung und den Aus­bau von Wasserstraßen. Es wird gefordert: 1. für Herstellung eines Schiffahrtskanals

vom Rhein nach Hannover... 197 150 000 Mr. 2. für Herstellung eines Großschiffahrts­weges Berlin- Stettin( Wasserstraße Berlin- Hohensaathen)

43 000 000

3. für Verbesserung der Wasserstraße zwi­schen Oder und Weichsel sowie der Schiffahrtstraße der Warthe von der Mündung der Netze bis Posen... 21 175 000, 4. für die Kanalisierung der Oder von der Mündung der Glazer Neiße bis Breslau

sowie zu Versuchsbauten für die Strecke

von Breslau bis Fürstenberg a.... 18 950 000 Zusammen also 280 275 000 mt. Für Unterhaltungs­foften, Berzinsung und Tilgung wird die Summe von 6 235 750 Mt. als dauernde Ausgabe gefordert.

* Nach längerer Beratung hat die Petitionskom- mission des preußischen Abgeordnetenhauses beschlossen, über das von den meisten städtischen Verwaltungs­körperschaften und Feuerbestattungsvereinen gerichtete Gesuch um Einführung der fakultativen Feuerbestat= tuna in Breußen zur Tagesordnung überzugehen. Antrag, die Petitionen wenigstens der Staatsregierung zur Berücksichtigung zu überweisen, wurde mit 10 gegen 7 Stim­men abgelehnt.

Ein

* Nach der dem preußischen Abgeordneten­haus zugegangenen Denkschrift über die Entwickelung der nebenbahnähnlichen Kleinbahnenin Preu­Ben belaufen sich die für solche Bahnen bewilligten Staats­beihilfen auf 58 496 037,33 Mark, die zunächst nur in Aus­sicht gestellten Beihilfen auf 3 172 071 Mart. In 26 Fällen liegen noch Anträge auf Gewährung von Staatsbeihilfen in Höhe von 9 894 888 Mart vor.

Deutfcher Reichstag.

( 64. Sigung.).

CB. Berlin, 12. April.

Der Reichstag hielt heute seine erste Situng nach den Osterferien unter nicht gerade viel versprechenden Anzeichen ab. Die Schar der erschienenen Abgeordneten war nur klein, ihre Redelust aber groß. So wurde die Novelle zum Münz­gesetz nicht, wie man allgemein erwartet hatte, kurzer Hand erledigt, sondern nach zweistündiger Generaldebatte an eine Kommission von 14 Mitgliedern verwiesen. Die Vorlage will den vielfach im Publikum laut gewordenen Beschwerden ab­helfen, daß unsere Fünfzigpfennigstücke mit den Zehnpfennig­stücken zu leicht zu verwechseln sind; sie sollen in Zukunft im Mischungsverhältnis von 750 Teilen Silber zu 250 Teilen Kupfer( bisher 900: 100) ausgeprägt werden und da der Feingehalt derselbe bleiben soll, ein größeres Volumen er­halten. Daß dieser Vorschlag einem Bedürfnis entspricht, und daß er Annahme finden wird, darüber waren alle Par­teien einig; auf der Rechten und auf der äußersten Linfen hielt man aber doch Kommissionsberatung für erforderlich, um bei dieser Gelegenheit gewisse währungspolitische und münzpolizeiliche Fragen etwas eingehender zu erörtern. Da das Zentrum, die Nationalliberalen und die Freisinnigen besonders schwach vertreten waren, blieben sie bei der Ab­stimmung in der Minderheit. Es ergab sich dabei eine selt= same Parteigruppierung; die Konservativen und Antisemiten fanden sich mit den Sozialdemokraten zu einer Majorität zu­sammen, die für Ueberweisung der Novelle an eine Kommis­sion von vierzehn Mitgliedern entschied. Gegen 4 Uhr erst wandte sich das Haus dem zweiten Gegenstande der Tages­ordnung zu, um dessentwillen die Tribünen einschließlich der Diplomaten- und Bundesratslogen sehr stark besucht waren: Etat des Reichskanzlers und der Neichskanzlei in Ver­bindung mit dem Etat für die ostasiatische Expedition. Da durfte man wohl eine interessante Diskussion, vor allem auch eine Rede des Kanzlers selbst erwarten. Allein es harrte der Tribünengäste eine neue Enttäuschung. Auf eine Anregung des Zentrumsführers Spahn, betreffend Behand­lung der Reichstagsbeschlüsse in Wahlprüfungssachen, ant­mortete der Staatssekretär der Justiz, und auf eine Anregung des Sozialdemokraten Dr. David, betreffend die Schiffahrts­abgaben, erwiderte der Staatssekretär des Innern. Graf Bosadowsky erklärte theoretisch die Erhebung solcher Abgaben auf natürlichen Wasserstraßen unter gewissen Voraussetzungen und Bedingungen für möglich, fügte aber hinzu, daß die Re­gierung in der Praxis daran jetzt nicht denfe. Als dann der Abg. Dr. Sattler das Wort ergriff, lichteten sich die Reihen der Besucher ein wenig, aber die Flüchtlinge waren übel beraten, denn gerade die Ausführungen des national­liberalen Redners riefen den Reichskanzler auf den Plan. Allerdings machte Graf Bülow die Sache kurz. Zur äußeren Politik erklärte er, das englisch- französische Kolonialabkom­men habe keine Spike gegen irgend eine andere Macht; Deutschland könne es nur begrüßen, da das Abkommen dem Weltfrieden dienlich sei. Für uns sei es insbesondere ange­sichts unserer wirtschaftlichen Interessen in Marokko von Wert, da es dort Ruhe und Ordnung schaffen werde. Im ostasiatischen Kriege ſtehe das Reich auf dem Standpunkt loyaler und ehrlicher Neutralität. Dann sprach der Reichs­kanzler über die Aufhebung des§ 2 des Jesuitengesetzes und wies sehr energisch den Vorwurf zurück, daß er dem Ultra­montanismus ein Zugeſtändnis gemacht habe. Zum Schluß nahm die kurze Rede des Grafen Bülow höheren Schwung, als er des Heldenmutes unserer Offiziere und Mannschaften in Südwestafrika gedachte. Unmittelbar nach der Rede des Grafen Bülow vertagte sich das Haus.

Nab und Fern.

Minister Budde anf der Lokomotive. Ver preußische Eisenbahnminister Budde, welcher nach Beendigung seines Erholungsurlaubes in Basel von dort nach Berlin zurückge­fchrt ist, verließ auf der Durchfahrt in Mainz das Coupee, welches er mit seiner Gemahlin teilte, und bestieg die Loko­motive des D- Buges 41. Auf dieser fuhr der Minister bis Frankfurt a. M. und nahm während der Fahrt von seinem luftigen Standpunkte aus eine Streckenbesichtigung vor.

Genicstarre unter der Kehler Garnison. Das ganze in Rehl garnisonierende Pionierbataillon Nr. 14 mußte verlegt und in verschiedenen rechtsrheinischen Forts untergebracht werden, da nicht weniger als 18 Mann von der gefährlichen Benickstarre befallen wurden. Einer starb bald nach der

Erkrankung, drei schweben noch jetzt in Lebensgefahr, sieben befinden sich auf dem Wege zur Besserung, weitere sieben Mannschaften werden dieser Tage zur Erholung in Ge­nesungsheime bezw. in die Heimat beurlaubt werden.

Die Bochumer Pockenepidemie will immer noch nicht erlöschen. Es kamen drei neue Pockenfälle, sowie ein pockenverdächtiger vor. Das Generalkommando ordnete für den Stadt- und Landkreis Bochum den Ausfall der Kon­trollversammlungen an.

O Das Testament der Erkönigin Isabella von Spanien ist eröffnet worden. König Alfons geht gänzlich leer aus. Der größte Teil ihres über 10 Millionen Francs betragen­den Vermögens fällt der Prinzessin Ludwig Ferdinand von Bayern und deren Kindern zu, andere Teile fallen ihren Kin­dern und Enkeln mit Ausnahme des Königs Alfons zu, der bloß eine Reliquie als Andenken erhält. Auch der Papst ist im Testament mit einem größeren Vermächtnis bedacht.

Brandkatastrophe. Durch eine furchtbare Feuers­brunst wurden zu Mezzana im Sulztal bei Trient zwei Kir­chen und 20 Häuser zerstört. Zwei Menschen büßten dabei das Leben ein.

Das Dienstmädchen in Männerkleidern. In Krazau in Böhmen wurde ein junger Mann wegen Fälschung von Ausweispapieren angehalten. Auf der Polizei wurde fest­gestellt, daß der Verhaftete ein 25jähriges Dienstmädchen war, das, um ein besseres Fortkommen zu finden, Männer­kleider angelegt hatte.

Ehedramen. Wegen Ermordung seiner Ehefrau wurde der Zinkhüttenarbeiter Binia in Neudorf( Schlesien) ver­haftet. Binia hatte seine Frau stundenlang mit Fäusten und Füßen am ganzen Körper bearbeitet, bis sie tot war. Ein fürchterliches Chedrama spielte sich in Bordeaux ab. Dort stellte sich der 30jährige Bankbuchhalter Olle dem Gerichte und erzählte, er habe nachts seine Gattin mit einer Hacke erschlagen und seine zwei Kinder von sieben bezw. zehn Jahren erdrosselt. Die Erzählung erwies sich als wahr, Olle hatte anvertraute Gelder veruntreut und wollte schließlich das Haus anzünden, und in den Flammen sterben, wozu ihm jedoch der Mut fehlte.

* Straßenkampf mit einem Diebe. In Hamburg spielte sich auf dem Zeughausmarkt eine aufregende Szene ab. Der von der Polizei wegen Einbruchsdiebstahls gesuchte Maschinen­bauer Johann Piehl wurde von einem Schußmann erkannt, setzte sich aber, als er verhaftet werden sollte, zur Wehr und feuerte vier Schüsse auf den Beamten ab. Eine Kugel traf den Schußmann ins Bein, eine andere verlegte eine vorüber­gehende Frau leicht. Schließlich wurde Piehl überwältigt, nachdem er noch auf sich selbst einen Schuß abgegeben und sich eine unerhebliche Verwundung beigebracht hatte.

Eine Sternberg"-Affäre erregt in Halle a. S. großes Aufsehen. Dort wurde der Kaufmann Oskar Ilschner ver­haftet, dem haarsträubende Dinge zur Last gelegt werden. Ilschner, der verheiratet und Vater mehrerer Kinder ist, wird beschuldigt, schulpflichtige Mädchen sittlich verderbt und ver­führt zu haben. Ja, die Anklage wirft ihm vor, er habe die Kinder, die ihm zum Opfer gefallen, weiter dazu ver­anlaßt, ihm aus dem Kreise der Gespielinnen Ersatz zuzu­führen.

Gemeinsam in den Tod sind zwei junge Damen aus der besten Preßburger Gesellschaft gegangen. Sie begaben sich auf den etwa 20 Meter hohen Aussichtsturm des Szecheny= Hügels, banden sich oben mit Stricken fest aneinander und stürzten sich dann in die Tiefe.

Ein Mensch von Iltissen angegriffen. Während ein Knecht des Herrn Ernst Urbat auf Abbau Daßkehmen( Ost­preußen) in der Scheune mit Strohschütteln beschäftigt war, wurde er in heftiger Weise von einem sehr starken Jltispaar angegriffen und am linken Beine verlegt. Auf das Hilfe­geschrei eilte der Dienstherr herbei und erstach das Iltis­männchen mit einer Forke, das Weibchen hatte sich so fest in den Stiel der Forte eingebissen, daß es nicht mehr entweichen und daher leicht durch Schläge auf den Kopf getötet werden konnte.

Einen unangenehmen Ankerplatz hatten sich vier Herren ausgesucht, die von Essen aus eine Luftballonfahrt unter­nahmen. Sie landeten nach drei Stunden bei dem 250 Kilo­meter entfernten Dorfe Thalwenden bei Heiligenstadt in einer mit Wasser angefüllten Lehmgrube und wurden bis auf die Haut durchnäßt.

A Des einen Unglück, des anderen Glück. Die letzten Stürme, die der dänischen Beltfischerei durch Zerstörung von Fischgerätschaften schweren Schaden zugefügt haben, scheinen den Kieler Fischern Vorteile gebracht zu haben: sofern sie große Schwärme von Heringen und Sprotten in die Kieler Föhrde trieben. Während in der vorhergehenden Zeit die Gänge sehr knapp ausgefallen sind, brachte dieser Tage ein einziger Fischer einen Fang von 400 000 Sprotten an den Markt.

Hus dem Gerichtsfaal.

§ Kurze Freude. Wegen eines schweren Sittlichkeitsver­brechens hatte sich dieser Tage ein Arbeiter aus Uetersen vor der Straffammer des Landgerichts Altona zu verantworten. Nach umfangreicher Beweisaufnahme beantragte der Ver­treter der Anklagebehörde, Staatsanwalt Dr. Kaulbach, die Freisprechung. Im Uebermaß seiner Freude winkte der An­geflagte, während sich das Gericht zur Beratung zurückzog, einigen im Zuschauerraum befindlichen Freunden lächelnd zu. Wie groß war aber seine Bestürzung, als der Vorsitzende, Landgerichtsdirektor Mensching, den Spruch des Gerichts dahin verkündigte, daß der Angeklagte des ihm zur Last ge­legten Verbrechens im vollen Umfange schuldig sei und da­her zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt werde.

§ Hinter den Kulissen der Berliner Lebewelt spielte die Vorgeschichte einer Anklage, die der Privatiere Charlotte Neumann in Berlin 13 Monate Gefängnis und 3 Jahre Ehr­verlust eintrug. Die Angeklagte, eine 35 Jahre alte, sehr schöne Person, pflegte ihre Bekanntschaften in den feinsten Bürger- und Offizierskreisen zu machen; sie unterhielt einen sehr kostspieligen Salon in der Großbeerenstraße, der ihren Gästen Gelegenheit zu intimen Zusammenkünften gab. Einer der geschröpften Herren, ein junger Graf, erstattete Anzeige, der die Verhaftung der Lebedame und eine Anklage wegen Kuppelei und Erpressung folgte.

§ Totschlag. Das Schwurgericht zu Dortmund verurteilte den Bergmann Wegener aus Castrop, der seine Frau mit einem Stock erschlagen hatte, zu 13 Jahren Zuchthaus. We­gener war schon wegen Totschlags am eigenen Bruder mit 10 Jahren bestraft.

Zum Herero- Aufstand.

Brief zum Abdruck zur Verfügung:

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Steuerzahler zur

Ein Leser unserer Zeitung stellt uns folgende ergingenieurs Missionar Brockmann schreibt: Auch hier( Ot ist uns unbekannt. D. R.) war es der 12. Janua als die Geschichte begann. Wiittags 12 Uhr fam d Hereromagd und sagte:" Muhonge( Lehrer), sieh' dod

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mal, wie alle Leute nach dem Store" laufen. Wangriffen des B Martens gehörig, lag etwa 500 Mtr. vom Missions pu Hungen erfche

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mag dort los sein? Der Store( Laden), einem Ferr hause entfernt. Brockmann sah, wie der Laden aus geplündert wurde. Eben wollte er hingehen und das Plündern verhindern, als er Herrn Mariens, von 10 Hereros begleitet, auf das Missionshaus zukomme zu sein, dann sei er vouständig ausgeplündert worden durfte selbst aber nichts anrühren. Ihm persönlic sollte nichts geschehen! Dieses zu beweisen würden si

negriindung und offnung" bei 28 fiffnen fich, nach Betrieb der Gr

sah. Er erzählte, die Bande habe ihm befohlen, smaltung durch d

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ihn im Missionshause unterbringen. Diese Behandlun zogtum He verdankte Hert W. nur seiner humanen Umgangswei Bezirk Bilbel­

mit den Hereros. Von Anfang an war die Parok ausgegeben:

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Missionaren, Frauen, Kindern, Bure Birkung vom

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und Engländern solle kein Leid geschehen. mittags fam ein Trupp bewaffneter Hereros und ber sicherten Herrn Martens nochmals, es geschehe ihm

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kein Leid. Aber sie wußten, es sei noch ein Weiße resp. fertig we

bergangenen bäude im Rob Sinnern fertig Birtlar, D die Entwürfe Es diesjährigen Seminars haben. Mit

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diesem Jahre

wollen und so bereits das in Oberheffen

im Hause, derselbe fönne im Missionshause nicht bleiben, er solle hergeholt werden. Brockmann und Martens folgten ihrem Willen natürlich nicht. Da spranger einige Hereros von ihren Pferden und eilten in da Haus, holten den dort versteckten Herrn Friedric aus demselben und nahmen ihn mit sich fort. Sie zogen in der Richtung nach Okahandja ab. Gine Viertelwegsstunde von der Wissionsstation entfern haben sie ihn erschossen. Ebenso erging es dem 23 Jahu alten Händler Franke von kandjica. wurde er ausgeplündert, während dessen eilte er, unhausen zu sein Leben zu retten, zur Missionsstation, wurde abeöbel- Treis ebenfalls herausgeholt und erschossen. Immer mehr zu Gelnhag Gäste tamen auf die Station, u. a. der Englände Dicksen und seine junge Frau. Weiter kamen no vier Buren und Frau Stülbel mit ihrem zweijährige Kinde aus Oriombo. Sie selbst hatte zwei Strei schüsse erhalten, dieserhalb haben sich aber jojot die Hereros entschuldigt, denn sie wollten keine Frauen oder Kinder töten. Zulegt kam noch Frau Bremen aus Otjozantjati mit fünf Kindern, einer Anzahl Kühe und 200 Stück Kleinvieh. Sie ist ein Bastard aus dem Lande gebürtig. Ihren Mann hatten die Hereros bis auf die Unterkleider ausgezogen, so eine Nacht und einen halben Tag gebunden liegen lassen und dann erschossen. Außer Herrn Bremen sind noch vier Weiße in Otjozantjati umgebracht worden, darunter der Mann der Frau Külbel. Die beiden Frauen tamen auf der Station mit allem was sie hatten unter dem Schutze der Hereros an. Der Bure Keet mit der Frau des ermordeten Farmers Pilet und ihre Schwester tamen auch noch und brachten einen Brief der Hereros, bei denen sie vier Tage in Gefangenschaft gewesen. In dem Schreiben wurden diese Gefangenen der Obhut und Fürsorge des Missionars Brockmann übergeben. Der Oberhäuptling Samuel Ma hareno hatte die Missionare unter seinen Schutz gestellt mit ihrer gesamten Habe. Doch ein Bastard", Camp­boll, fehrte sich nicht daran und kam mit Bewaffneten, hätte auch der Station großen Schaden zugefügt, wenn nicht zwei in Brockmanns Diensten befindliche Heteros es vereitelt hätten. Unter dem Schuße der Hereros mußten außer dem Missionar alle Weißen auf die Werft( Kreal, Dorf). Dort gab es unter den Hereros viele Hallunken. Ein Teil machte den Frauen Heirat anträge, welche dadurch vereitelt wurden, daß ma ihnen sagte, die meisten Frauen trauerten ein Jahr un ihre toten Männer, dürfen also früher nicht heirata und dann müßten erst durch die Missionare die Saga geordnet sein. Das half.

X GI wohlhabender ift Spieler in wurde fein L der 5. Klaffe 3000 Mt. D Dauer der 6. pilz begab sich für das neue

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Am 26. Januar kam ein Befehl von Samad Mahareno, die Engländer und die Buren sollten Otiosazu verlassen, die einen nach Karibib, die andern 10 Kilometer weiter als Okahandja an einem Orte bleiben. Seit dieser Zeit sprach Ser Martens aus Angst vor den Hereros nur noch englis ebenso Herr Dittmar. Alle schlossen sich den hie wohnenden Engländern an, denen als Geleitsmann de Bastard" Campboll beigegeben wurde. Brockman hat nichts seitdem von ihnen gehört. Bei ihm bliebe auf der Station vier Frauen und sechs Kinder. Am 27. Januar hörten sie auf der Station nonendonner. Es war der Kampf des Hauptmann neben meinem Franke am Kaiser- Wilhelmsberge bei Of a handj Die Eingeborenen hier flüchteten mit ihrem Vieh. Gine st a h dabei Brockmanns Pferd hinterlistiger Weise Er gab vor, es ihm zu verwahren, ging aber dam bin ich in derde. durch. Selbst seine treue Dienerin flüchtete, ohne eigenügen.

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Wort zu sagen. Nur eine Hereroin blieb. J Billigte Preif

Bremen hatte vorgezogen, als" Bastard" mit de Hereros zu verschwinden. Brockmann ging mit de Seinen auch am andern Tage nach Okahandja dort waren sie sicher.

Inwieweit der Inhalt des Briefes seine Richtigte hat wird sich wohl später herausstellen.

Lokales.

13. April 1904.

+ Dem hessischen Landtage ist eine Anfrag des Abg. Köhler- Langsdorf zugegangen, die sich mit b staatlichen Grube Ludwigshoffnung" beschäftigt. Die froge nimmt Bezug an ein in einem Hungner Blatt ver

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