Ausgabe 
13.4.1904 Erstes Blatt
 
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fitand.

J:

öffentlichtes Offenes Schreiben" eines Direktors a. D. und 28ag ingenieurs Schiffmann, in welchem dieser behauptet, bei Die Bergwerf fönne man mit vollem Recht von Geld der 88 tuerzahler zum Fenster hinauswerfen" reden. Herr Köhler tet nun an die Regierung die Frage:

tellt uns folge eibt: Auch hier es der 12 ags 12 1hr ge( Lehrer), f Store" laufen Laden), einem 0 Mtr. bom wie der Laden er hingehen n Martens, bon be ihm befohlen ausgeplündert

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ein, daß auch dieses Los mit einem Treffer von 1000 Mt. herausgekommen sei. Vom Dünsberg, 12. April. Der Besizer der Hauptapothefe zu Wezlar, Herr Kiepe, wird in diesen Tagen zu Hohensolms eine Filiale eröffnen. Dieselbe wird nicht allein den Bewohnern der weitverzweigten Bürger­meisterei Hohensolme, sondern auch den abgelegenen Gemein­den am Dünsberg zum großen Vorteil gereichen. Es fönnen doch nunmehr den lieben Kranken auf eine rasche und bequeme Weise die angeordneten Medikamente verschafft werden. Für unsere von jeglichem Verkehr abgelegene Gegend wäre uns nunmehr nur noch eine Eisenbahn erwünscht. Zwar wurde bis jetzt vergeblich von den interessierenden Kreisen die Bahnfrage wiederholt erörtert, aber eine ge­eignete Bahnverbindung würde nicht allein den Landleuten Graf Oriola- Büdesheim beabsichtigt sein zum Vorteil gereichen, sondern es könnten auch vor allem die reichen Bodenschäße, sowie die ungeheuren Holzmassen

Welche Stellung nimmt Großh. Regierung zu den griffen des Bergwertsdirektors a. D. und Bergingenieurs Biffmann, die derselbe in einem offenen Schreiben in der bungen erscheinenden Zeitung Landpost" gegen die Neu­begründung und die Verwaltung des Bergwerks Ludwigs­ffnung" bei Wölfersheim richtete? Wiche Aussichten er­fen sich, nach Ansicht Großh. Regierung, dem Weiter­

ionshaus zuto etieb der Grube Ludwigshoffnung" in eigener Ver­

ren. Ihm pe

paltung durch den Staat?"

u beweisen wit and at für die zweite Kammer der Stände im Groß- der hiesigen ausgedehnten Waldungen eine weit bessere Ver­en. Diese Behan Berjogtum Hessen niederzulegen. Er vertritt den wendung finden.

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geschehen.

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Birt Vilbel- Niederwöllstadt.

** Kreis- und Provinzialkasserechner

auß ist mit Bitung vom 1. April 1904 an zum akademischen Quästor bestellt worden.

als, es gescheh Jahren eine ganze Anzahl neuer Schulhäuser erbaut

** Im Kreis Gießen wird in den nächsten

sei noch ein W ionshause nicht b resp. fertig werden. In Dorf- Gill wird das im bergangenen Jahre begonnene einklassige Schulge­

odmann und Bäude im Rohbau vollendet, um es in diesem Jahre im nicht. Da sp Innern fertig zu stellen. Für Annerod, Hausen, en und eilten i Birklar, Odenhausen und Weitershain sind Heren Friedwie Entwürfe und Zeichnungen fertig.

n mit sich fort ahandja ab.

*

*

Es dürfte von Interesse sein, zu erfahren, wo die biesjährigen Schulamtskandidaten des Friedberger issionsstation en Seminars aus dem hiesigen Bezirk Verwendung gefunden erging es dem 23 haben. Mit Beginn des neuen Schuljahres werden ernannt: Sausen zu Merlau; Vogel- Ortenberg zu Gambach; öbel- reis a. L. zu Gedern; Schwab- ambach zu Gelnhaar; Morell- Treis- Münzenberg; Weber­Sterndorf zu Lauterbach; Ball- Holzhausen zu angen; Bender- Donrnholzhausen zu Sidels. brunn; Bauer- Helpers hain zu Ellenbach und Schlierbach- inzenbach zu Ober- Ramstadt.

nd deſſen eilte e nsstation, wurde choffen. Immer u. a. der Eng u. Weiter famen mit ihrem zweiji lbst hatte zwei haben sich aber In Friedberg findet im Juni ein großes e wollten feine Sängerfest mit Gesangwettstreit statt. Der frühere noch Frau Bren Handverkerverein, jezt Gesangverein, verbindet damit sein Stunden, einer Fahnenweihfest.( Wie es der Zufall manchmal will; in Sie ist ein Bodies Jahre scheint man überall gern Sängerfeste feiern zu ren Mann hatten mwollen und soweit wir unterrichtet, ist es das oben erwähnte er ausgezogen, jo bereits das se ch ste innerhalb der Monate Mai und Juni gebunden liggen lo rin Doerhessen.) ren Bremen sind bracht worden, dar

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m was fie hatte Der Bure& rs Pilet und o brachten einen Lage in Gefangenis urden diese Gefangen Missionars Brodma Samuel Maharer en Shuz gestellt n" Bastard", Car id fam mit Bewaff

Schaden zugefügt ften befindliche Schuße der alle Weißen

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Glück muß der Mensch haben. Ein sehr wohl habender Bewohner einer bei Mainz gelegenen Gemeinde ift Spieler in der hessischen Lotterie. Noch bei jeder Ziehung wurde sein Los mit einem Treffer gezogen. Bei der Ziehung ber 5. Klasse gewann der betreffende Herr kürzlich abermals 3000 Mt. Der Mainzer Kolletteur ersuchte ihn, für die Dauer der 6. Klasse ein Ersatzlos zu spielen. Der Glücks­pilz begab sich nach Mainz, um dem Kollekteur den Betrag für das neue Los auszuzahlen. Als er sich im Geschäftslokal ides Molletteurs befand, traf ein Telegramm mit der Nachricht

Eichen Nusholz- Verkauf

der Gemeinden Krosdorf- Gleiberg im Wege schriftlichen Aufgebotes:

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Die Gebote sind bis Montag, den 25. April 1904 das Bürgermeisteramt in Scofdorf zu richten.

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13. April 190

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+ Wezlar. 12. April. Im nahen Hermannstein blieb dem Taglöhner Wilhelm Kugel aus Aßlar beim Frühstück ein Stückchen Solberfleisch in der Luftröhre stecken, das den Erstickungstod herbeiführte.

Grünberg, 12. April.( Gemeinderatssigung.) Nach Eröffnung der Sigung gegen 8 Uhr abends durch den Bürgermeister Herrn 8immer wird Punkt 1 der Tages­ordnung: die Borlage des Wirtschaftsplans über die Waldungen der Stadt Grünberg für das Rechnungsjahr 1904/05 befannt gegeben und ohne Debatte genehmigt.- Der 2. Punkt betraf die Besetzung der Stadtdien erstelle. Es entspann sich eine längere Debatte, in welcher energisch gegen den Vorschlag des Kreisamtes, nur gediente Unter­offiziere als Bewerber um die vakante Stelle zuzulassen, protestiert und ebenso geltend gemacht wurde, daß auch ge­diente, unbescholtene Leute ohne Charge sich für diesen Poften wohl qualifizierten. Die Abstimmung ergab, daß von 4 Bewerbern Herr Karl Semler Grünberg mit 7 gegen 3 Stimmen zum Stadtdiener gewählt wurde.( Hoffent­lich wird der jest Gewählte vom Kreisamt bestätigt, nachdem letzteres die Wahl eines bereits früher gewählten Stadtdieners für bedenklich resp. ungiltig erklärt hatte. D. Red.)- Der 3. Punkt betraf die Eingabe der Geländebesitzer an der unteren Haingasse um Verbesserung derselben. Der Gemeinde­rat stimmte dieser Eingabe zu mit dem Bemerken, daß fast seit 40 Jahren für diesen Weg wenig und gar nichts getan worden ist. Es werben bald Schritte in die Wege geleitet werden, um dem Uebelftante abzuhelfen. Nach Erledigung einiger interner Angelegenheiten wurde die Sigung gegen 9 Uhr geschlossen.

** Merlau. Die mit Beginn des neuen Schuljahres hier eingerichtete zweite Schulstelle wurde Herrn Lehrer Erdmann aus Ruttershausen übertragen.

** Weichartshain. Unser neuer Lehrer, Herr 3 ipp, ist am Montag durch den Schulvorstand in sein Amt eingeführt worden.

+ Ettingshausen. Für die abgebrannte norwegische Stadt Aalesund hat der Gemeinderat eine Unterstützung in Höhe von einem Pfennig pro Kopf der Bevölkerung beschlossen. Wir können diesen Veschluß nur hoch anerkennen;

er ist sehr nachahmenswert.

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Mainz, 12. April. Die Tüncher sind in den Aus­stand getreten. In der heute früh abgehaltenen Versammlung wurde die Lage des Ausstandes besprochen und von allen Anwesenden erklärt, an ihren gestellten Forderungen festzu­halten und auszuharren, bis die Arbeitgeber die Forderungen bewilligt hätten. Es streifen jest 221 Mann, es arbeiten zu dem neuen Lohntarif 150 Mann, auswärts arbeiten 65. 22 Firmen haben bis jetzt den neuen Lohntarif bewilligt. Aus dem Gerichtssaal.

Straffammer.

Gießen, 12. April 1904. Der Landwirt Konrad Wagner III von Allendorf a. d. Lumda erhielt vom Amtsgericht Gießen wegen unbe­fugten Betretens einer Wiese einen Strafbefehl über 1 Mr., gegen welchen er Einspruch einlegte, da er glaubte, berechtigt zu sein, die Wiese zu betreten. Das Feldgericht verwarf seinen Einspruch und Wagner verfolgte gegen dieses Er­tenntnis Berufung. Die heutige Verhandlung führte zu feinem Endurteil, es wurde dem Angeklagten vielmehr auf­gegeben, zunächst im Wege des Zivilprozesses sein vermeint­liches Recht nachzuweisen. Das Strafverfahren wurde auf und Landwirt Karl Greb von Herbstein schlachteten ein - Megger Friedrich Staubach unbestimmte Zeit ausgesetzt. erkranktes Stück Vich und verwerteten das Fleisch, ohne es vorher durch einen Fleischbeschauer bezw. einen Tierarzt untersuchen zu lassen. Vom Schöffengericht Herbstein wurde dieserhalb Staubach zu einer Geldstrafe von 20 Mr. ver­urteilt. Greb erzielte Freisprechung, was der Staatsanwalt­schaft Veranlassung gab, Berufung zu verfolgen. Nach wiederholter Beweisaufnahme wurde das schöffengerichtliche Urteil bestätigt. Der Glaser Jakob Bergmann zu Gießen erhob namens der Dina Bergmann Privatklage gegen die Chefrau des Johannes Greb. Das Schöffengericht Gießen stellte durch Urteil des Verfahren ein, da der Antragsteller nicht gesetzlicher Vertreter Dina Bergmann ist. Die vom Die Privatklage der Lehrer i. P. Christian Büttner'schen Privatkläger eingelegte Berufung wurde zurückgewiesen.- Eheleute in Gießen, gegen den Kaufmann Georg Gottlieb Start daselbst, wurde vor Eintritt in die Hauptverhandlung durch Vergleich erledigt. Eine Anzahl bei dem Bachter Bornemann zu Obbornhofen beschäftigter polnischer Ar­beiter erhob gegen den Feldschützen Heinrich Merz wegen einer beim Amtsgericht Hungen vorgebrachten Aeußerung Privatklage. Das Schöffengericht Hungen sprach den An­Straffammer bestätigte das Urteil des Schöffengerichts, da geflagten frei, wogegen Berufung eingelegt wurde. Die dem Angeklagten jede beleidigende bficht fehlte.

Eingesandt.

> Grünberg, 13. April. Vor wenigen Wochent wurde bekannt, daß der Stadtvorstand das ehemalige Ge­bauer'sche Haus zu der Rosengasse Regulierung angekauft habe. Unseres Erachtens tönnte dieses nur Wert haben, wenn gleichzeitig das den Herrn Haas resp. Herrn Hammel gehörende Anwesen mit angetauft worden wäre, dann würde dort ein schöner freier Plaß entstehen und die gediegenen Anlagen des H. S. kämen dann zur Verschönerung der

Stadt so recht zur Geltung.

Für die Redaktion verantwortlich: Albin Klein.

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