Hiebten umarmte.
A jar Lure,
während
interen laut weinend ihren Ge
,, Ach, lieber Michael", rief fie, ich fanns nicht aushalten,
daß Du noch länger hier bleiben mußt.
Herz! Das bricht mir das Herz!"
ich fab, daß es ihm selbst schwer wurde, sich aufrecht zu halten. Der junge Mann beruhigte sie, so gut er fonnte, obwohl bekommen und ich brachte fie Das bricht mir das
zulegen?" jedoch allein fragen: Sit es mich, da ich sie zurückbegleiten soll." Das nicht", antwortete ich. Während ich diese Frage an ihn stellte, ihn aufmerksam; sein Gesicht zeigte jedoch nicht die geringste Bruder vorgeladen worden ist, um Zeugnis gegen Sie ab" Fühlt Fräulein Craig fich nicht wohne denn wahr, Vorher wollte ich Sie Das Fräulein erwarte beobachtete ich daß Ihr Herr
Jr. 86.
onnementspreis: in Gießen, abgeholt monatlich 50 Pfg., aus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen viertelfährlich Mr. 1.50.
Batt@ betlagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Bas Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags.
Mittwoch, den 13. April 1904.
Gießener
13. Jahrgang.
Insertionspreis: Die einspaltige Betitzelle für gang Op heffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Reklamen die Petitzeile 30 refp. 40 Pfg.
Boftzeitungsliste No. 3269.
Redaktion und Expedition: Gießen, Seltersweg Fernsprechanschluß Nr. 362.
Nenelle Nachrichten
( Gießener Tageblaff)
Unabhängige Tageszeitung
( Gießener Zeifung)
für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weylar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen.
Bekanntmachung.
Betr. Abhaltung landwirtschaftlicher Vorträge. Demnächst finden folgende Vorträge statt und zwar: 1. Samstag den 16. Arpil 1904, nachmittags 3 Uhr zu Grünberg in der Wirtschaft Englischer Hof" über„ Rationelle Jungviehzucht; Referent: Herr Landwirtschaftslehrer Schwarz von Alsfeld. 2. Sonntag den 17. April 1904, nachmittags 3 Uhr zu Steinbach in dem Gasthaus„ Zum Einhorn" über Büchtungsgrundsäße"; Referent: Herr Landwirtschaftslehrer Schwarz von Alsfeld. 3. Sonntag den 17. April 1904 nachmittags 3 Uhr zu Steinberg in der Wirtschaft„ Zur Wihelmshöhe" über Aufzucht von Milchvieh"; Referent: Herr Defonomierat Leithiger von Alsfeld.
Bm den vorgenannten Vorträgen werden die Mitglieder Bereins und sonstige Interessenten hiermit eingeladen. Die Großh. Herren Bürgermeister der Vortragsorte und der umliegenden Orte werden um gefl. ortsübliche Be ob.nntgabe gebeten.
Gießen, den 9. April 1904. Der Direktor
des Bezirkszuchtvereins Gießen für Volgelsberger Vieh. Dr. Kranzbühler, Großh. Kreisamtmann.
Der Bund der Handwerker.
CB. Anfang dieser Woche ist in Berlin der Ausschuß des Bundes der Handwerker zusammengetreten, der sich nach dem Muster des Bundes der Landwirte organisiert hat und auch lich wie dieser seine Forderungen vertritt. Trotzdem aber Elasteht zwischen beiden Organisationen ein wesentlicher Unterhied, insofern, als der Landwirtestand den ganzen Berufsweig ohne Unterschied der Produktionsverhältnisse und des Betriebsumfanges umfaßt, während die Handwerkerschaft die Handwerksmäßige Tätigkeit gegen die Bedrohung durch die wirtschaftliche Uebermacht des Kapitals und den technischen und wirtschaftlichen Vorsprung der Maschinenarbeit sichern will. Der Bund der Landwirte beansprucht von dem Staate en Schutz der Rentabilität und die Sicherung der Warenreise, während das Handwerk naturgemäß gegen die Grundangen unserer modernen Entwickelung, die Gewerbefreiheit, Morrekturen beansprucht. Es kann ja allerdings auch nicht peleugnet werden, daß die Gewerbefreiheit in doppelter Hint das Handwerk zwischen Hammer und Amboß gebracht at Der freie Wettbewerb begünstigte die maschinelle Beriebsveise und schuf andererseits die sogenannte Pfuschonfurrenz, den Handwerksbetrieb durch halbfertige oder durch ganz ungelernte sogenannte„ Meister". Das HandCertergeseß, das die ersten Korrekturen zur Gewerbefreiheit gebracht hat, ist seinem Wesen und semer Tendenz nach die taatliche Förderung der organisierten Selbsthilfe. In den Sandverkerkammern wurden Informationszentralen gesadaffen, und in der Regelung des Lehrlings- und Gesellenjenes sollte für das Handwerk die Grundlage geschaffen erdem, um die Heranbildung der neuen Meistergeneration nah Qualität und Quantität zu regeln. Die Konditoren haben sich das neue Gesetz sehr gut zu Ruzen gemacht, indem für ganz Deutschland einen Verband schufen, der die Zahl er auszubildenden Lehrlinge für jedes Jahr festsetzt und kongertiert. Außerdem werden Konditorgehilfen, die einmal meiner Bäckerei gearbeitet haben, von keinem Meister mehr gingestellt. Es ist zuzugeben, daß die Konditoren- gewisserjen als höhere Klasse der Bäcker hier leichter operieren, Ler immerhin enthält dieses Vorgehen einen Wegweiser für ie beste Art der Interessenvertretung des Handwerks, indem af den Ausbau des Handwerkergesezes hindeutet. Tatsächlich bewegen sich auch die Forderungen des Bundes Sandwerker in dieser Richtung. Er verlangt die Schaffung mes Gewerberegisters, in das nur geprüfte Meister einragen werden können, ferner Verbesserung und Vermehgung der Fachschulen, Verbesserung des Submissionswesens, Befähigungsnachweis ohne individuelle Beschränkung der Produzenten in der Erwerbstätigkeit und Verbot der Zuchtsund Gefängnisarbeit.
Past theresagt
blieb, tiefere Blide in das Leben ler,
über
weiblicher Gemüter zu werfen.
R
Militär- Humoreske von Jos. Hermes. Der Bruftbeutel.
( Nachdruck verboten.)
fönnum gegeben, wenn er die Unterhaltung hätte
das
verstehen
bette Beschilderte mußte der Einjährige machen finden zu könne geringste Spur des verlorenen Brustbeutels Burii, noch ſtöhnte er und ſpähte den vergangenen weg eber noch eine andere unangenehme Entdeckung als die Ja, er wusste nicht einmal, ob er seinen - spurlos verschwunden. Himmel! Auch sein Brust
ohne die war weg
Bruitheut
sus ya
Wenn von verschiedenen Seiten die Forderung des Begangsnachweises als ein Rückfall in alte Verhältnisse beihruet wird, so beruht diese Anschauung auf einer Vernung des Zweckes dieser Forderung, der sofort deutlich ird durch den Punkt 1: die Errichtung des Gewerbegisters. Hier soll dem Publikum und vielleicht auch den editanstalten eine Gelegenheit zur Orientierung über die hlioche Tüchtigkeit und die Vertrauenswürdigkeit des Handters gegeben werden. Mit allen diesen Forderungen kann man völlig einverstanden sein, verfehlt aber wäre die Shaffung eines eigenen Handwerksministeriums, wie es der Bund der Gewerbetreibenden fordert. Nur dadurch, daß
s Handels- und Gewerbeministerium als Zentralinstanz für die verschiedenen Erwerbszweige fungiert, ist es in der Rage, in dem Gegensatz zwischen Handwerk und Fabrik den titiigen Ausgleich zu schaffen.
Der Krieg in Oftafien.
Die beiden feindlichen Parteien haben schwer unter der Ungunst der Witterung zu leiden. Schneeſtürme und Ueberschwemmungen wüteten heftig in der ganzen Mandschurei, machten die Straßen unpassierbar und zerstörten die Feldtelegraphen.
Die Lage in Port Arthur.
Eine Depesche aus Port Arthur vom 11. April bestätigt, daß in der Osternacht allgemein ein neuer Angriff der Japaner erwartet und daher energische Schutzmaßregeln ge troffen wurden. Vizeadmiral Mafarow, welcher allnächtlich die getroffenen Vorsichtsmaßregeln persönlich überwachte, verbrachte die Osternacht auf einem Wachtboot. In der Osternacht wurde der Gottesdienst in der Kirche bei verhäng= ten Fenstern zelebriert; nur dieser Umstand mit der rings um die Kirche wie in der ganzen Stadt herrschenden Dunkelheit erinnerte an die Möglichkeit eines feindlichen Angriffs. Der Ostersonntag verlief ganz ruhig in Festtagsstimmung und bei gutem Wetter. Die Truppen verlebten das Fest aus ihren Positionen in gehobener Stimmung. Heute kehrte das russische Geschwader, aus allen großen Schlachtschiffen und Torpedobooten bestehend, das zu einer Kreuztour weit in See gegangen war, in den Hafen zurück.
Die Japaner und das Rote Kreuz.
Die aus russischen Quellen herrührende Anklage, daß die japanischen Truppen bei Tschöngdschu das Privilegium der Roten Kreuzflagge mißbrauchten, indem sie Zuflucht in einem zu einem Hospital eingerichteten Hause gesucht hätten, wird in Tokio in Abrede gestellt, und erklärt, daß diese Erfindung beabsichtige, die Japaner in den Augen der Welt zu verunglimpfen. Eine amtliche Nachforschung nach diesem Gerücht ergab, daß die Japaner eine Verbandstation hinter ihrer Feuerlinie eingerichtet hatten und dieselbe nur benutten, um die Verwundeten zu pflegen.
Die Politik.
Eine neue Monarchenbegegnung wird aus Abbazzia angefündigt. Man erwartet dort am 25. April die Ankunft Kaiser Wilhelms zum Besuche des dort weilenden Königs Oskar von Schweden sowie des am 18. eintreffenden Königs von Rumänien. Kaiser Wilhelm wird an Bord der Hohenzollern" wohnen. Weiter erwartet man, daß auch Kaiser Franz Josef in Abbazzia eintreffen und Kaiser Wilhelm dort begrüßen werde.
Der Führer der Hauptabteilung des südwestafrikanischen Expeditionskorps, Oberst Dürr, ist erkrankt und wird Ende dieses Monats in der Heimat zurückerwartet.
Zur Erzielung von Ersparnissen in den Militärwerkstätten in Spandau war vor kurzem in Erwägung gezogen worden, mehrere hundert Arbeiter, die bei leichter Beschäftigung tätig sind, durch Arbeiterinnen zu ersetzen. Obwohl die Berechnung ergab, daß durch diese Aenderung tatsächliche Ersparnisse erzielt werden würden, nahm die Militärverwaltung jetzt aus sozialpolitischen Gründen davon Abstand.
O Die preußische Regierung beabsichtigt bekanntlich die Einführung von Tayämtern für städtischen Grundbesitz nach dem Muster der in Bayern und Hessen bereits bestehenden Tarämter. In Frage kommen hierbei zunächst die Städte mit mindestens 30 000 Einwohnern. Der Einrichtung liegt der Gedanke zugrunde, daß der Magistrat jeder Stadt die Aufsichtsbehörde des Tayamts bildet, daß eine Anzahl von Bausachverständigen( Bau-, Maurer- und Zimmermeister) zu Taratoren ernannt werden, und daß diese nach bestimmten Vorschriften Tar- Bücher zu führen haben, deren Revision den bausachverständigen Magistratsmitgliedern ( Stadtbauräten) obliegt. Von den Taratoren soll die Hinterlegung einer Sicherheitssumme gefordert werden. Die entstehenden Revisionskosten sollen durch die erhobenen Taygebühren gedeckt werden.
Schweiz.
Jm Berner Nationalrat hat der schweizerische Bundesrat mitgeteilt, daß sich Hoffnung zeige, bezüglich einiger Punkte des Arbeiterschutzes zu einer internationalen Verständigung zu gelangen. Der Bundesrat hoffe, eine internationale Konferenz vielleicht schon für den Mai d. I s. zustande zu bringen, auf welcher eine Einigung über gewisse Punkte möglich sein werde. Eine solche Einigung dürfte nicht nur im Interesse einer allgemeinen Besserung der Lage der Arbeiter, sondern auch im Interesse der Arbeitgeber der einzelnen Staaten lieger
Italien.
Immer erbaulichere Dinge kommen bei der parlamentarischen Untersuchung des Nafi- Standals ans Tageslicht. Neuerdings ist in der Neapeler Museumsverwaltung ein Defizit von einer halben Million entdeckt worden. Wo das Geld geblieben ist, wird am besten Herr Nasi bekunden können. Aus dem Museum sind ferner wertvolle antike Funde verschwunden; man fand sie wieder in der famosen Villa des Un
terrichtsministers in Trapani. Nasi wehrt sich gegen die Enthüllungen auf besondere Weise: Ein Hauptgegner Nasis, der Rechtsanwalt Montalto, wurde von einer Kreatur des früheren Ministers auf offener Straße überfallen und durch Stockhiebe verletzt! Diese Knüttellogif wird den Minister vor der verdienten Strafe nicht retic.
Spanic...
In Madrid wurde gestern ein Attentat gegen den Ministerpräsidenten Maura verübt. Maura wurde, als er das Generalratsgebäude verließ, von einem Dolchstich verwundet. Frankreich.
Die Republik hat wieder eine Sensation: Oberst Marchand, der„ Held von Faschoda", hat sein Abschiedsgesuch eingereicht! Und zwar, weil er nicht nach dem ostasiatischen Kriegsschauplatz gehen durfte! Der Figaro" erzählt, daß der russische Militärattaché und der russische Botschafter in Paris sich eifrig, aber vergeblich bemüht hätten, Marchand die Erlaubnis auszuwirken, in dem Hauptquartier der Russen in der Mandschurei den militärischen Operationen zu folgen. Der Kriegsminister habe die Erlaubnis unter dem Hinweis darauf verweigert, daß bereits eine französische Kommission nach dem ostasiatischen Kriegsschauplatz abgegangen sei. Man sieht zwar nicht recht ein, warum nicht auch noch Marchand nach Ostasien hätte gehen sollen. Ebensowenig aber sieht man ein, wie Marchand wegen dieser bloßen Ablehnung seines Wunsches gleich den Dienſt auittieren konnte! Merkwürdige Disziplin!
Hof und Gesellschaft.
*** Der Kaiser begab sich gestern in Malta an Land und sah den Uebungen an Feldgeschützen und den gymnastischen Uebungen der Matrosen zu. Der Kaiser nahm dann die neuen Docks und den Wellenbrecher in Augenschein und frühstückte im Landhause des Admirals Sir C. E. Domvile. Abends um 10 Uhr ging die„ Hohenzollern" nach Syrakus zu mehrtägigem Aufenthalte in See. Heute( Mittwoch) früh trifft der Kaiser dort ein. Die Syrakusaner haben einen glänzenden Empfang vorbereitet. Auch wollen sie ihm zu Ehren im griechischen Theater ein Monsterkonzert aufführen lassen. Vom Aufenthalt in Malta ist noch zu bemerken, daß der Kaiser nach dem Frühstück beim Admiral Domville den Erzbischof von Malta empfing. Später unternahm der Kaiser einen Ausflug nach Citta Vecchia und dem Palace of Verdala. Nachdem er sodann an Bord der„ Hohenzollern" zurückgekehrt war, begab er sich abends nochmals an Land zu einem großen Diner bei dem Gouverneur, zu dem außer dem Gefolge des Monarchen und dem deutschen Konsul die Spizen der Militär- und Zivilbehörden, der Erzbischof und andere hervorragende Persönlichkeiten geladen waren. Die zwanzig Schiffe des englischen Geschwaders hatten glänzend illuminiert. Das Flaggschiff zeigte eine riesige Kaiserfrone. Am Landungsplaße war eine Ehrenwache von Matrosen mit Musik aufgestellt.
Heer und flotte.
Die frühere Kreuzerfregatte„ Elisabeth" ist für 80 000 Mart an eine Stettiner Firma verkauft und dieser Tage von einem Schlepper nach Stettin bugsiert worden, wo das einst so stolze, hochgetakelte Schiff abgebrochen wird, um aus seinen starken eichenen Rippen Eisenbahnschwellen zu schlagen. Die 1868 auf der Danziger Werft erbaute Fregatte war ein Muster ihrer Gattung und erregte damals allgemeine Aufmerksamkeit.„ Elisabeth" nahm 1869 an der Einweihung des Suezkanais teil und wurde 1872 gegen Kolumbien, 1873 gegen die spanischen Insurgenten und 1878 gegen Nikaragua verwendet. 1884 proklamierte der Kommandant der„ Elisabeth" die deutsche Schutzherrschaft in Angra Pequena und hiẞte in demselben Jahre in Matupi die deutsche Flagge. Im folgenden Jahre sicherte„ Elisabeth" mit vier anderen Kriegsschiffen die deutsche Herrschaft in Ostafrika. Nach fast zwanzigjähriger Dienstzeit wurde die Fregatte 1887 als stationäres Maschinenschulschiff umgebaut und hat diesem Zwecke über 16 Jahre gedient. Da das Fahrzeug für maritime Zwecke nicht mehr brauchbar war, erfolgte jetzt der Verkauf.
Hus den Parlamenten.
* Dem Preußischen Abgeordnetenhause sind gestern die wasserwirtschaftlichen Vorlagen zugegangen. Es sind fünf Vorlagen, von denen sich vier mit Vorflutfragen beschäftigen, während die fünfte sich auf Schifffahrtsanlagen bezieht. Es werden an einmaligen Ausgaben gefordert:
1. Zur Verbesserung der Vorflut in der unteren Oder bis zu.
2. Zur Verbesserung der Vorflut- und Schiffahrtsverhältnisse in der unteren Havel bis zu.
3. Zum Ausbau der Spree bis zu.
. 41 865 000 Mark.
9 835 000
9 119 200
Zusammen also bis zu... 60 820 000 mark.


