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Markneukirchen Nr. 14

beste Arbeit.

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Wirkungsvoll.

Frau( nachts zum heimkehrenden Gatten): Aber Franz, Mann: Ich konnt nicht früher weg, liebes Weibert. Ich hab eine Red gehalten, und da ist es ein bisserl jetzt ist es drei Uhr!" später geworden!"

Frau: Du und eine Rede?... Das wird hübsch gewesen sein!"

Mann: ,, Nun, sie fand allgemein Beifall. Ich hab gesagt: Bleiben wir noch eine Zeit lang sigen!"

**

Kunstliebhaber: Bitte, lassen Sie mich doch aus­Maler( aufbrausend): Mein Herr!" reden! Schuft Ihr dics Meisterwerk?"

Vorschnelle Entrüstung.

Kunstliebhaber: Schu- ft-"

*

Veränderte Sachlage.

,, Aber liebes Täubchen, der Kaffee, den Du mir vorsetzest, wird ja immer dünner!" Junger Ehemann:

Junge Frau: Ich glaube gar, Du machst dieselben Ansprüche, als ob wir noch miteinander verlobt wären!"

Empfindlich.

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Er hat seinen Grund dafür.

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Junge Dame:" Sie nehmen doch auch an unserem Pfänderspiel Teil, Herr Z?"

Student: Bedaure sehr, mein Fräulein!

Ich liebe

es nicht, wenn mit so ernsten Dingen Scherz getrieben wird!"

Fremder: Sie, was ist das für ein schönes Gebäude?" Einheimi cher: ,, Das Zuchthaus?" Fremder: ,, Kommt man da hinein?"- Einheimischer: Sie vielleicht, ich nicht!"

Jawohl, Herr Baron: Was Besonderes in Der wikige Johann. Baron, keiner hat eine Rech= meiner Abwesenheit vorgefallen?" nung gebracht!" Johann:

*

Parvenü.

Ich sage ,, Dies, meine Damen, ist mein Balmenhaus nirgends finden, selbst Ihnen, Sie werden ein schöneres nicht im Herzen von Afrika!" neues Palmenhaus.

A

Herr( erregt): Ihre Zeitung soll der Kuckuck holen!"

Im Redaktions- Zimmer.

Redakteur:

denn?"

,, Was

gibts Herr: ,, Sie schrieben doch vor­gestern, daß ein Dieb bei mir tisch erbrochen und das Geld eingebrochen sei, meinen Schreib­Redakteur: Nun, war das daraus gestohlen habe; glücklicher­weise habe der Dieb die goldene Uhr nicht bemerkt, die gewöhnlich in der andern Schublade liegt." nicht richtig?"

Herr: Richtig schon, aber darauf kam der niederträchtige Mensch letzte Nacht wieder und holte die Uhr!"

Druck und Verlag: Neue Berliner Verlags- Anstalt, Aug. Krebs, Charlottenburg bei Berlin, Berlinerstr. 40. Verantwortlich für die Redaktion der Neuen Berliner Berlags- Anstalt, Aug. Krebs, Charlottenburg: E. Sul, Charlottenburg, Guerider. 37.

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handen, die waren wahrscheinlich längst in Sicherheit bei irgend einem Hehler in England.

Der Juwelier glaubte, er müsse den Verstand verlieren und es schien fast, als solle der Doktor einen neuen Klienten durch ihn gewinnen. Dem Doktor selbst ging es sehr nahe, daß er sich so hatte hinters Licht führen lassen, und allen Be­teiligten schien das höchste Strafmaß, mit dem Rosette Gruchot als Schwindlerin belegt wurde, kaum genügend.

Sam

Hastig steht sie auf, geht zu dem großen, silbereinge­rahmten Spiegel, ordnet ihren Anzug, ihr Haar, er soll sie nicht so leidend und verstört finden! Armer Hellmut! Müde und abgespannt von allem Rechnen und Zählen kommt er heim, und immer findet er ein mühsam erzwungenes Lächeln, eine fünstlich angenommene Haltung, die er auf den ersten Blick durchschaut. Aber wie soll sie anders sein?

Da ist er! Mit von innerem Herzensweh etwas ge= schärften und verfeinerten Zügen, die Augen nicht so glänzend mehr als früher, aber immer der gewinnende, anziehende Hellmut, den alle lieb haben müssen, tritt er über die Schwelle und nimmt Hilda in seine Arme.

Mein liebes Herz, warum bist du nicht still liegen ge­blieben? Es ist ein solch' drückende Hize draußen, jede Be­

stand der Bursch vor ihr im Licht des Mondes, hell glänz­ten seine Augen und blondes Lockengeringel drängte sich unter seiner Mütze hervor. Was wollen Sie?" fragte sie den jungen Menschen mitleidig.

haben gewiß ein menschliches Herz- Sie sehen ja so gut ,, Ach, gute Frau, ich hab' eine so große Bitt'. Sie aus ich bin der Hoßbach ist ein naher Verwandter von uns doch niemand?"-" Nein, nein, ich bin ganz allein, mir. Ich weiß, sehen kann ich ihn nicht aber es hört sprecht nur." Ach, wenn Sie ein Herz in der Brust haben, gute Frau, hier in dem Päckelchen habe ich ein Amulet und ein Gebetbüchlein"- dabei brach die Stimme des Burschen Es wird ihm ein Trost sein in seinem Unglück, gewiß, und in Schluchzen möchtet Ihr's nicht dem Armen geben?

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auf dem vor Angst tritt Franzi in die Küchentür- da stürmt jemand ( mulet ihn die Treppe herab in langen Säßen- um Gott der Hoß­erbstückbach! Franzi steht wie angewurzelt, hell beleuchtet vom berein Schein der Flurlampe. Einen Augenblick stuzzt der Ver­Euch Gott brecher, in seiner Hand blitzt ein offenes Messer, stoßbereit egte einen dann ruft er höhnisch: Schön Dank für das Amulet, und breit! Frau Verwalterin- es hat Wunder getan, hat die Ketten glücklichen gebrochen!" Ein lautes rohes Gelächter, dann fällt die Haus­Die in der tür hinter der wüsten Gestalt zu der edle" Räuber ist Fidelio". entflohen! Franzi zittert und bebt, die Zähne schlagen ihr aufeinander, Anton", ruft sie und mit zitternden Knieen steigt sie die Treppe hinan, der Fall, der dumpfe Fall ihre Ahnung ist Wahrheit. Halb im Flur, halb in der Zelle des Hoßbach liegt ihr Mann, ihr braver guter Anton, in seinem Blute; aus tiefer Stirnwunde fließt es, und regungslos, mit geschlossenen Augen gleicht er einem Toten. Mit wildem Schrei wirft sie sich über ihn: Anton, wach' auf, Anton, komm' zu dir, hab' Erbarmen, Gott im Himmel, ich hab' ihn gemordet!"

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In später Nacht sitzt Franzi am Bett des bewußtlosen Gatten. Nur undeutlich kann sie sich erinnern, was weiter geschehen, nachdem sie ihn in seinem Blut gefunden. Wie die Magd gekommen, die Gerichtsherren, die Aerzte, wie sie immer wieder hat Fragen beantworten müssen, wie die Aerzte den Anton untersucht und die Achseln gezuckt haben, wie in der Belle eine Feile gefunden worden ist. Mit der Kette hat der Verbrecher den Anton zu Boden geschlagen, das Messer hat er nicht gebraucht. Die Feile! Ha, wie Schuppen ist ihr's von den Augen gefallen, schon bei den Worten, die der Räuber ihr zugerufen. Die Feile, das war das Amulet- sie, sie allein ist schuld an dem Schrecklichen, und wenn der Anton stirbt, dann ist sie die Mörderin des Gatten! O, es ist um den Verstand zu verlieren, o, könnte sie das Leben von sich werfen! Aber sie darf nicht, sie muß gut zu machen suchen, fie muß den Gatten pflegen, den Gatten, den sie nie inniger geliebt zu haben meint, als nun, da er blaß und ohne Be­wußtsein vor ihr liegt. Furchtbare Tage verbringt die junge Frau. Zu der marternden Todesangst um den Ge­liebten gesellt sich die quälende Sorge: Was wird der Hoß­bach verüben in der Freiheit, zu der sie ihm verholfen? Gott, wenn er noch mehr Blut vergießt, so ist sie schuld, sie allein! Und er hat gezeigt, der Räuber, daß er im Notfall nicht vor einem Mord zurückschreckt.

wäre sie alles ge­r heftig ann das Les. Franzi war in der stuche veng, die wuyu wut ausgegangen, etwas zu holen, und Anton machte eben die Runde. Franzi war immer noch in gedrückter Stimmung. Ihr mitleidiges Gefühl war befriedigt von ihrem Tun, hatte sie doch sicher dem Hoßbach reichen Trost gebracht, gewiß hatte ihm sein Weib doch auch ein Brieflein zu der Gabe geschrieben, und wenn das Familienerbstück, das Amulet, ihm eine Wohltat war, mun, das war dem Armen wohl zu gönnen. Franzi seufzte in Gedanken daran, was für ein schreckliches Amt es sei, Ge­fängnisvertoalter zu sein, und versuchte sich immer aufs nene die quälenden Eindrücke zu versüßen durch die Erinne rung an das Gute, was sie dem Hoßbach getan, in dessen Person ihr alle die idealen Räubergestalten der Neuzeit ver­förpert erschienen. Da welch' ein entseglicher Schrei! Von oben kam er, und gleich darauf ein dumpfer Fall- zitternd

Nur das nicht, nur das nicht! Doch Gott ist ihr gnädig. Nach drei Tagen kommt die Nachricht, daß der Hoßbach, den grimmige Kälte in ein Wirtshaus getrieben, in einem ent­fernten Teil des Ländchens aufs neue festgenommen worden ist. Eine Sorge ist gehoben, er hat kein Blut vergossen. Nach weitern drei Tagen erklären die Aerzte den Anton für ge­rettet. Wenn auch die Kopfwunde noch einige Zeit zur völ­ligen Heilung brauchen wird, so ist doch keine Gefahr für sein Leben mehr vorhanden.

Dankerfüllten Herzens triet die junge Frau am Lager des Gatten und beichtet ihm alles und fleht ihn um Ver­zeihung an. Er gewährt dieselbe aus vollem Herzen, aus der weichen Stimmung des Genesenden heraus und ergriffen von der tiefen Neue seiner Franzi.

Von der Zeit an hat kein törichtes Mitleid mit dem Ver­brechertum mehr Raum im Herzen der Franzi, ihr Blick hat sich geschärft und sie ist fürder stolz auf ihren braven Gatten, der treu seine Pflicht tut, und sie steht ihm unentwegt darin bei. Und wenn sie einmal zurückfallen will in ihren alten Fehler, dann genügt ein Blick auf die Narbe, die sich über Antons Stirn zieht, um sie aus dem Land weichherziger Schwärmerei ins wirkliche Leben zurückzuführen.

Als nach ein paar Jahren zwei kleine Moor's, ein Bub ein Mädchen, sie umspielen, da ist aus dem zarten, poetisch angehauchten Wesen eine frische, willenskräftige Frau und Mutter geworden.

Das Amulet" hat also doch Segen gebracht.

Daß der Fidelio" nicht des Räubers Weib gewesen, hat Franzi erfahren, als ungefähr ein Jahr nach seiner Flucht die schwarz' Hoßbachn", wie diese im Volksmund hieß, wegen verschiedner Diebereien eine Strafe in der Fronfeste zu ver büßen hatte. Nicht die mindeste Aehnlichkeit hatte das Weib mit dem hübschen jungen Burschen, der jedenfalls zu ihrem Anhang gehörte. Der Hoßbach muß jedoch in der Tat etwas ritterliches" Räuberblut in seinen Adern haben, denn er hat niemals gestanden, auf welche Art er damals in den Besitz der Feile gekommen ist.