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1904.

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Wöchentliche Beilage für die Abonnenten der Gießener Deuesten Nachrichten".

Spruch.

Mit Anerkennung von dem Nächsten reden,

Ist oft die reinste Heuchelei,

Man will damit nur vor den Leuten zeigen,

Wie billig und gerecht man sei! Und item dient das Mittel auch zu Zeiten, Um einen Tadel glaublich einzuleiten.

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( Nachdruck verboten.)

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13. Jahrgang.

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igsliste No. 3269.

1: Gießen, Seltersweg 88 jauschluß Nr. 362.

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und Umgebung

n Oberhessen.

Torpedodootszerstorer, der am ort Said eintraf, dort in Dod ial die Vergünstigung der schnellen aiser Wilhelms- Kanal wird die n. Unsere Regierung hat sich der Ben können, daß wir als neutrale Beg jetzt nicht gestatten dürfen. gilt als deutsche Binnenwasser­n kriegführender Staaten ebenso­wie Landtruppen durch einen dürfen. Die russische Verstärkung, eldungen aus den drei Panzer­nder III." und Suwaroff", sowie 1 Transportdampfer ,, Kamschatka" omirals Wesselago besteht, mußte zeitraubenden Umweg durch das

r die Mandschureifrage.

ing der chinesischen Diplomatie, ert haben, kann nicht besser ge­urch einen Brief, den der schlaue nach Unterzeichnung des Pefinger jen hat. Wenn wir die Mand­erlassen, so kalkulierte der, chine­garnichts, weil dann die Japaner werden, und wenn sich dann die Rußland, an der Grenze zwischen i berühren werden, und jeder der t versuchen wird, die Grenze auf r hinauszuschieben, dann werden jen; scheint es dann im Falle Japan den kürzeren ziehen, dann allen Kräften, Japan vernichten. ins dann die Russen sicherlich die nd Korea für sich behalten. Sieht : Rußland im Kriege mit Japan vir einfach die russischen Truppen mustreiben, indem wir vorgeben, erden auf diese Weise ohne große üderhalten. Jetzt die Mandschurei sehr schwer. England legt großes cei, aber daran brauchen wir uns and mit Gewalt nichts ausrichten itral, Frankreich sieht aus weiter chweigt still." Lihungtschang hat ie heutige Situation ziemlich klar

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Die Trenne berah in langen Säßen

bor Angst tritt Franzi in die Küchentür

da stürmt jemand

Ein Couragierter.

A.( im Gerichtssaal: Sehen Sie mal, wie der Mann da stolz auf der Anklagebank sitt!" B.: Der hat auch allen Grund dazu; er ist nämlich angeklagt, seine Schwiegermutter ver­möbelt zu haben!"

nene zerstreut. Die Rheinische Mission wirkt hier feit geraumer Zeit und befigt unter den Hereros Die Stationen Dtjimbingue, Otjifango, Okahand­ja, Otjosazu, Okombahe, Omaruiu, Omburo und Walfischbai mit 2580 Gemeindemitgliedern.

Ueber die Ursache des jezigen Aufstandes ist man verschiedener Ansicht. Ein Herr, der die Verhältnisse tennt, spreibt darüber: Als ich vor

Schulden im Betrage von 20000 Mt. mit rück. sichtsloser Energie ein, so daß der Kapitän sich ge­nötigt sah, anstatt des fehlenden Bargeldes den Hänolarn große Rinderherden auszuliefern. Da bet jol harter Zwang mit Prügeln stattgefunden haben. Auf die Klage des gemaßregelten Häupt­lings berief nun der Oberlapitän Mahárero jene Häuptlingsversammlung ein, in welcher nach Bei­

Erzielung günstiger Zensuren wirft, anstatt, daß man auch noch das persönliche Moment zur Hilfe nimmt und das jugendliche Gemüt dazu aufreizt, nicht bloß gute Zensuren zu erzielen, sondern auch noch seinen Nebenbuhler zu über­flügeln. Vielleicht wird der bedauerliche Berliner Fall in Fachkreisen auch von dieser Seite aus einmal betrachtet... Soweit die beachtenswerte Zuschrist. Interessante Auf­schlüsse über den Seelenzustand des Knaben vor der un­seligen Tat gab seine eigene spätere Aussage. Er hatte, als an ein und demselben Vormittag die zweite Maßregelung erfolgte, bevor er sich heruntersetzte, einem Mitschüler zuge­flüstert: Was wird denn nun meine arme Mutter dazu sagen?" Dann so erzählt der Junge- ist vor dem Zeichnen die große Pause gekommen, ich hatte gerade das Messer aufgeklappt, um meinen Bleistift zu spißen, als der Lehrer rief: Alle herunter!" Ich ging aus der Bank und sah, daß der Lehrer, der nach Hause gehen wollte, an mir vor­überkommen mußte. Da bin ich heruntergesprungen." ,, Und hast ihn mit dem Messer gestochen?"" Das weiß ich nicht. Dann ist mir meine Mutter eingefallen und meine Geschwister, und da habe ich zu schreien angefangen. Der Lehrer hat sich nach mir umgedreht und gesagt: Junge, du bist wohl verrückt geworden?" Ich habe ihn darauf gefragt: Darf ich mich wieder Zweiter seßen?" Man sieht die fire Idee, die sich nur um den einen Punkt, die vermeintliche Schande des Heruntergesettwerdens dreht.

Der Krieg in Oftalien.

Die Russen, die in diesen Tagen ihr Hauptaugenmerk darauf richten, den Hafen von Port Arthur gegen er­neute Angriffe von seiten der Japaner möglichst zu sichern,

in Otjosondjupa unter Versicherung freundschaft. lichster Gefühle die Hand füßte. Während meines dortigen Aufenthalts gewahrte ich 20 Dvambo, die nachts mit großen Körben aus Dvamboland eingetroffen waren und nach der Meinung eines gerade anwesenden Händlers und deren Zwischen. träger. Die Doambo, mit Gewehren und Munition ( Schluß folgt.) versorgt wurden.

geringes Maß reduziert wird. Damit reamen oenn auaj die Japaner stark, deren sehr günstig gelegene Kohlen­werke die japanische Flotte mit völlig ausreichenden Kohlen­mengen versehen können, die allerdings der englischen Kohle an Wert nicht gleich sind, aber doch vollständig genügen, um die Manövrierfähigkeit der japanischen Flotte in jeder Weise zu sichern. In russischen Marinekreisen hegt man die größte Besorgnis, daß das Hilfsgeschwader, bestehend aus dem Panzerschiffe Osliaba" und den Kreuzern Dmitri Donskoi" und" Aurora", begleitet von zehn Torpedobooten und einem Kohlentransporte, dem Dampfer Saratow", das sich jetzt noch im Indischen Ozean befindet, abgefangen wird. Die Gefahr für diese Schiffe beginnt nämlich schon auf dem Breitengrade von Formosa, den Pescadoren und den Liu- kiu- Inseln, in deren Buchten wohl zahlreiche japa­nische Torpedokreuzer ihre Beute erwarten werden.

Neue russische Verstärkungen zur See,

die sich vom heimischen Ostseehafen Kronstadt aus nach Ost­asien begeben sollen, werden selbstverständlich auch mit großen Schwierigkeiten betreffs der Kohlenversorgung zu kämpfen haben, da sie ihre Kohlenvorräte in neutralen Häfen nur soweit ergänzen dürfen, daß sie imstande sind, den nächsten russischen Hafen zu erreichen. Deshalb sind die Japaner stets in der Lage, ihre Bewegungen zu kontrollieren und ihnen einen Hinterhalt zu legen. Die Aufsicht, die die Engländer am Suezkanal üben, ist äußerst streng. Das österreichische Kohlenschiff" Java", das für einen Kohlen­transport nach Port Arthur gemietet war, ist auf Anweisung des Auswärtigen Amtes in Kairo für ein Schiff der frieg­führenden Mächte erklärt worden und sollte sofort den Hafen Port Said verlassen. Das Schiff löschte daher die Kohlen. Ebenso hat die äabbtische Regierung das Ersuchen Rußlands

2r Reichstag.

CB Berlin, 13. Februar. über freie Aerztewahl, Kassen­sich endlos weiterspinnt, wurde gung durch Wahlprüfungen chaltsam war das Zwischenspiel Braun( Soz.), Wahlkreis Frank­Kommission für ungiltig zu er­ial nachträglich beigebracht worden eber( 3tr.) Zurückweisung der ( prüfungsfommission. Darüber de geredet, worauf der An­1ommen wurde. Sodann kam das schon zu Tode gehetzte Kapitel Reichsgesundheitsamt" wieder an die Reihe. Die Debatte ist weder interessanter noch belangreicher als gestern. Höchstens wäre die Aus­einandersetzung zwischen dem Sozialisten Stadthagen und dem Freisinnigen Mugdan zu erwähnen. Ersterer behaup­tet, die Zahl der Toten und Verwundeten in der Industrie sei im letzten Jahre mit 120 000 größer, als die der Ge­samtzahl der Toten und Verwundeten im deutsch- franzö­sischen Kriege auf deutscher Seite. Abg. Mugdan weist die maßlosen Uebertreibungen des Vorredners zurück. Die Sozialdemokraten überschütteten die bürgerlichen Parteien mit den heftigsten Vorwürfen und seien doch selbst die größten Feinde aller Sozialpolitik. Das war der Clou" der heutigen vierstündigen Sitzung!

Die Politik.

Wenn nicht alle Zeichen trügen, ist der Zehnstunden­Arbeitstag im Anzuge; vorläufig allerdings bloß für er­wachsene Arbeiterinnen. Der Bunderat hat bereits den Einzelstaaten anheimgegeben über diese Frage Erhe­bungen anzustellen. Als Grundzüge sind hierbei angenom­men worden die Herabsetzung der zulässigen täglichen Arbeits­zeit von 11 auf 10 Stunden und am Vorabend der Sonn­und Festtage auf 9 Stunden. Bei Bewilligung von Ueber­arbeit soll die tägliche Arbeitszeit an Wochentagen 12 Stun­den und am Vorabend von Sonn- und Feiertagen bei Ar­beitsschluß spätestens Uhr 9 Stunden nicht überschreiten. Die Beschäftigung von Wöchnerinnen soll vor Ablauf von sechs Wochen nach ihrer Niederkunft überhaupt nicht und während der folgenden zwei Wochen nur dann gestattet wer­